Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen
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Trainerscouting

05.03.2017 - 14:58 Uhr
Trainerscouting |#141
24.03.2026 - 11:02 Uhr
Zitat von bayer04ulmer
Ich sehe die aktuelle Entwicklung ja auch durchaus kritisch und bin der Meinung, dass im Sommer sowohl auf der Trainerposition als auch im Kader etwas passieren muss. Das ist die Basis für unser Ziel, langfristig immer wieder um die nationalen Titel mitspielen zu können.

Aber dass der VfB uns langfristig überholt hätte sehe ich überhaupt nicht. Zum einen irritiert mich hier zu lesen, dass Stuttgart mehr finanzielle Mittel haben soll? Als Stadt und mit den Sponsoren im Rücken ist da sicherlich viel Potential da, das wurde aber auch schon bei ganz vielen anderen Großstadtclubs gesagt. Finanziell stehen wir schon noch besser da.

Hoeneß, Undav, Stiller und Co werden irgendwann den nächsten Schritt gehen und dann ist der VfB mal dran mit einem Umbruch. Sie haben jetzt einen starken Kern, aber dieser wird gehen. Und da sehe ich weder die Strahlkraft noch die finanziellen Mittel, dass der VfB sich so aufstellt, dass sich dieser Erfolg so einfach wiederholen lässt. Der VfB ist insgesamt (nicht in dieser Saison) schon noch deutlich hinter uns anzusiedeln. Und das sehen die meisten VfB-Anhänger genauso. In meinem schwäbischen Umfeld können das die meisten schon richtig einordnen. Da schwingt von meiner Seite auch keinerlei Missgunst mit, ich mag den VfB.

Wir werden aber nicht stärker dadurch, dass wir uns darauf verlassen, dass die Konkurrenz schon auch durch schwierigere Zeiten gehen muss.
Hjulmand steht mMn. für das Bayer Leverkusen vergangener Tage. Solide, brav, mit Potential um die Top 4 zu spielen. Der Verein will aber mehr, dann muss man auch bereit sein, die Risiken zu gehen und im Sommer auf einen neuen Trainer zu setzen und noch einmal gezielt in die Spitze zu investieren (Prio RA!).
Niemand hier sollte vergessen wo wir herkommen, aber genauso sollte man auch den Mut und das Selbstvertrauen haben, weiter anzustreben, dass man sich weiter ganz oben etablieren möchte und an den Ambitionen festhalten, auch wenn diese Saison nicht optimal verlaufen ist. Vom Potential her müssen wir uns hinter den Bayern vor niemandem verstecken und ich schätze Carro auch so ein, dass er im Sommer dafür sorgen wird, dass man Stillstand nicht zulassen wird.



Vorallem: Wenn man auf uns den Abgesang feiert, weil wir 7 Spieltage vor Schluss auf Platz 6 und im Halbfinale des DFB-Pokals stehen, wie ordnet man dann die letzte Saison von Stuttgart ein, in der sie einen 9. Platz in der Bundesliga in letzter Sekunde noch mit einem Pokalsieg retteten? Und ihr Umbruch war im Vergleich zu unserem deutlich kleiner.

Ich halte viel vom VfB, aber keine Ahnung, weshalb man immer derart mit zweierlei Maß messen muss.
Trainerscouting |#142
24.03.2026 - 12:39 Uhr
Zitat von Neckarkrokodil
Mal wieder die alte lächerliche Frage nach „wer hat den grösseren… Verein“

Im Bezug auf Hoeness ist das doch echt egal, die Frage ist doch, was könnte Hoeneß mit Leverkusen erreichen, was er aktuell mit dem VfB nicht kann.
Und hier ist die klare Antwort: nichts.

Von daher ist es doch ein Schulhof Diskussion, wer nun „der grössere Verein“ ist.

Mag sein, dass Leverkusen im Vergleich zum VfB mal ein Sprungbrett war oder wieder werden wird. Aber aktuell ist es das nicht und deshalb kann man davon ausgehen, dass Hoeneß nicht den Job und was es sich in Stuttgart aufgebaut hat hergibt, für den Trainerposten in Leverkusen.


Diese Debatte wurde von außen herein getragen, in dem der @Miasanmiahesse diese Behauptung aufgestellt hat. Ist doch logisch, dass in einem Bayer-Forum dann einige darauf anspringen. Zumal es halt auch Quatsch ist. Das darf man dann auch mal benennen.

Dass Hoeneß das „Sprungbrett“ Leverkusen nicht benötigt, weil der VfB aktuell ein spannendes Projekt ist und ein Schritt nach oben auch direkt größer sein kann, steht außer Frage. Genauso wird ein Fabregas das Projekt Como nicht für Leverkusen verlassen, weil dort eben bereits sportlich und wirtschaftlich spannende Voraussetzungen bestehen und ein Wechsel nach oben dann auch direkt in die Sparte der Topteams fällt.
Trainerscouting |#143
24.03.2026 - 14:08 Uhr
Zitat von Triplefeld

Zitat von 00Frederik

Zitat von Jedesmalder6er

Zitat von Miasanmiahesse

Zitat von Bayerfan1991

Zitat von Vidal04

Hoeness fände ich grausam. Sein rumgejammere nach verlorenen Spielen nervt.

Dann muss er eben immer gewinnen. Aber in Stuttgart läuft es gut für und mit ihm. Warum sollte er zu uns wechseln?


Ihr seid keinen Nanometer besser als Stuttgart eher schlechter, die diese Saison die CL Plätze belegen werden und ihr nicht. Wieso sollte SH zu euch kommen wollen?


Hat er schon recht


Naja, eher nicht. Also ich sehe auch keinen Grund dafür, warum Hoeneß zu uns kommen sollte, ja. Er könnte definitiv einen größeren Schritt zu größeren Teams machen. Aber, dass Stuttgart jetzt besser sein soll als Leverkusen, weil sie nach 20 jahren mal ein Jahr vor uns landen ist lachhaft. Wenn Stuttgart jetzt die nächsten Jahre permanent da oben mitspielt, können wir darüber nochmal sprechen, aber ansonsten ist das doch Quatsch. Das ist übrigens keinerlei Bashing. Stuttgart hat sich super entwickelt, spielt nen guten Ball, aber es gehört mehr dazu als 3 gute Jahre. Und in 2 dieser drei guten Jahre war Leverkusen deutlich besser. Hat an sich nichts mit dem Thread zu tun, aber man muss so nen Schwachsinn auch nicht stehen lassen.



Rolfes muss aber auch erstmal zeigen das er den Karren wieder flott bekommt. Mit Alonso hatte er auch extremes Glück. Seine Bilanz seit dem Double ist katastrophal. Er ist 2 x mit dem Trainer gefloppt und fast jeder teure Neuzugang hat bisher nicht geliefert.


Das ist grundsätzlich richtig, dass Rolfes den Karren wieder flott bekommen muss. Mit einem Trainer ist er definitiv gefloppt, Hjulmand ist für mich kein Flop. Selbst wenn man am Ende „nur“ 6. wird, dann ist das definitiv keine dolle Saison gewesen, aber gemessen an den Umständen (Umbruch, Probleme zu Saisonbeginn) auch kein Flop. Aber die Maßgabe soll und muss natürlich sein, dass man künftig wieder um die CL spielt und das im besten Fall auch diese Saison noch schafft. Wenn nicht ist es sehr ärgerlich, aber kein Beinbruch, solange man sich wieder fängt. Völlig klar. Sonst einteilt der VFB doch noch zwinker

Back to topic: Die Trennung im Sommer wird sicherlich erfolgen, außer Hjulmand bekommt die Mannschaft noch so richtig in die Spur. Aber davon ist nicht auszugehen. Selbst wenn man sich in der Liga irgendwie noch auf Platz 4 befördern würde, glaube ich, dass man im Sommer einen Neuanfang mit neuem Trainer startet. Ob vorher auf der Position was passiert ist die Frage. Wenn würde es wohl maximal Sinn machen, den Co-Trainern bis Saisonende zu vertrauen. Keine Ahnung, ob das realistisch ist.

Edit: Laut Kicker hat Rolfes Hjulmand den Rücken gestärkt und eine Entlassung ausgeschlossen. Zumindest bis Sommer…

Simon Rolfes hat Gedanken an einen zweiten Trainerwechsel bei Bayer 04 in dieser Saison von sich gewiesen und damit Kasper Hjulmand den Rücken gestärkt. Mehr als Durchhalteparolen im Kampf um Platz 4 kann der Manager aber auch nicht liefern. https://www.kicker.de/jobgarantie-und-durchhalteparolen-rolfes-stuetzt-hjulmand-1204676/artikel
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 00Frederik am 24.03.2026 um 14:28 Uhr bearbeitet
Trainerscouting |#144
24.03.2026 - 14:47 Uhr
Zitat von Triplefeld
Zitat von 00Frederik

Zitat von Jedesmalder6er

Zitat von Miasanmiahesse

Zitat von Bayerfan1991

Zitat von Vidal04

Hoeness fände ich grausam. Sein rumgejammere nach verlorenen Spielen nervt.

Dann muss er eben immer gewinnen. Aber in Stuttgart läuft es gut für und mit ihm. Warum sollte er zu uns wechseln?


Ihr seid keinen Nanometer besser als Stuttgart eher schlechter, die diese Saison die CL Plätze belegen werden und ihr nicht. Wieso sollte SH zu euch kommen wollen?


Hat er schon recht


Naja, eher nicht. Also ich sehe auch keinen Grund dafür, warum Hoeneß zu uns kommen sollte, ja. Er könnte definitiv einen größeren Schritt zu größeren Teams machen. Aber, dass Stuttgart jetzt besser sein soll als Leverkusen, weil sie nach 20 jahren mal ein Jahr vor uns landen ist lachhaft. Wenn Stuttgart jetzt die nächsten Jahre permanent da oben mitspielt, können wir darüber nochmal sprechen, aber ansonsten ist das doch Quatsch. Das ist übrigens keinerlei Bashing. Stuttgart hat sich super entwickelt, spielt nen guten Ball, aber es gehört mehr dazu als 3 gute Jahre. Und in 2 dieser drei guten Jahre war Leverkusen deutlich besser. Hat an sich nichts mit dem Thread zu tun, aber man muss so nen Schwachsinn auch nicht stehen lassen.



Rolfes muss aber auch erstmal zeigen das er den Karren wieder flott bekommt. Mit Alonso hatte er auch extremes Glück. Seine Bilanz seit dem Double ist katastrophal. Er ist 2 x mit dem Trainer gefloppt und fast jeder teure Neuzugang hat bisher nicht geliefert.



Das ist für mich aber auch eine etwas abenteuerliche Sichtweise. Für Rolfes war die Situation auch unheimlich anspruchsvoll. Den Umbruch hat er sich weder ausgesucht noch war er von ihm verschuldet, der Trainermarkt gab nicht viel her und seine Transferbilanz finde ich ehrlich gesagt immer noch gut. Klar, Ben Seghir hatte bislang gar keinen Impact, Tillman und Flekken laufen den Erwartungen etwas hinterher, aber Quansah, Vazquez, Equi, Poku und Badé liegen für mich voll im Soll, während Maza und Kofane absolute Top-Transfers waren. Und ich bin mir sicher, dass wir Tape bald auch noch zu letzteren zählen werden.

Zusätzlich nimmt unsere Jugendarbeit eine hervorragende Entwicklung unter Rolfes. Culbreath ist der erste selbstausgebildete Spieler seit Havertz und Henrichs, der eine größere Rolle spielt während sowohl Alajbegovic als auch Onyeka sich herausragend bei ihren aktuellen Vereinen machen und bereits Marktwerte im zweistelligen Millionenbereich erreicht haben. Und das ist erst der Anfang. Was wir derzeit alles an U20-Spielern unter Vertrag haben, macht richtig Laune auf die Zukunft.
Trainerscouting |#145
16.04.2026 - 06:46 Uhr
Zitat von Dream04
Zitat von 00Frederik

Zitat von Raumgewinn

Zitat von 00Frederik

Zitat von Raumgewinn

Zitat von Marsupilami

Wie gut Iraola zu ihrer Philosophie passt. So lässt der frühere spanische Nationalspieler in Bournemouth keinen typischen Bayer-Ball praktizieren, setzt statt auf lange Passpassagen deutlich mehr auf schnelles Spiel.

Iraola wäre ablösefrei zu haben, während für Hürzeler eine Ausstiegsklausel im zweistelligen Millionenbereich bedient werden müsste. Allerdings deckt Letzterer mit seinem Ansatz Bayers Anforderungsprofil in vielerlei Hinsicht sehr gut ab. Von der spielerischen, auf Ballbesitz basierenden Grundidee bis zum Feuer, das ein Trainer durch sein Auftreten entfachen könn...
Weiß nicht, ob es woanders schon geteilt wurde, aber Iraola scheint auch ein Kandidat zu sein bei uns. Finde ich grundsätzlich sehr spannend, Favorit soll aber weiter Hürzeler sein.

Glasner und Frank sind laut Kicker keine Optionen.


Die Beschreibung des Spielstils löst bei mir jetzt ehrlich gesagt alles andere als Jubelstürme aus. Will ich hier eigentlich echt nicht sehen. Für mich ist das entscheidendste, dass wir unseren Spielstil fortführen. Bevor ich so jemanden hole, beibe ich lieber bei Hjulmand.


Die Frage ist doch eh: wie verläuft die weitere Saison? Was ist, wenn wir den Sprung auf Platz 4 durch ein gutes Saisonfinale schaffen? Was ist, wenn wir im DFB-Pokal noch eine Rolle spielen? Vorausgesetzt man überzeugt nun bis Mai und erfüllt die Saisonziele oder gar mehr (was nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen ist), wird man dann Hjulmand vor die Tür setzen, weil er in einer Übergangssaison nach fatalen Start und unzähligen Transfers zwischenzeitlich eine schwache Phase hatte? Schwierig zu beantworten.

Sollte man gegen die Bayern scheitern und in der Liga nur Platz 5 erreichen, wird es wohl so kommen. Und dann ist eine Veränderung im Sommer sicherlich ein denkbarer Ansatz. Ich finde es nur zu früh, über einen Nachfolger zu sprechen, wenn der amtierende Coach noch alle Ziele erreichen kann.


Die Entscheidung soll ja angeblich schon feststehen. Generell finde ich es auch richtig, das nicht an den Ergebnissen - im Positiven wie im Negativen - festzumachen, sondern an dem hautnahen Eindruck, den man jetzt von Hjulmands Arbeit gewinnen konnte. Aber auch angesichts der von dir angesprochenen Punkte sehe ich überhaupt nicht, wie jemand mit Iraolas Spielstil besser für uns sein sollte als Hjulmand. Da haben wir zumindest immer wieder Ansätze und teils auch ganze Spiele mit Dominanz, Ballbesitz und Proaktivität gesehen. Und ich hab wirklich gar keine Lust, hier wieder jemanden wie Seoane oder so zu sehen, bei dem jeder wieder Ball in die Spitze gespielt werden muss.


Sehe ich prinzipiell ähnlich, auch wenn Iraola bei Bournemouth echt schon sehr erfolgreich gearbeitet hat. Möglicherweise ist er ja auch jemand, der seinen Spielstil gut anpassen kann. Das müsste man besprechen. Mit Bournemouth wäre Ballbesitz-Fußball wohlmöglich schwieriger gewesen.

Die Punkte hinsichtlich Hjulmand verstehe ich. Und ich teile auch, dass vor allem Januar bis März echt mau gespielt wurde. Hier wurde jedoch auch mal gesagt, dass Entwicklungen nicht linear, sondern wellenförmig sind. Mal angenommen, Bayer würde alle restlichen Spiele gewinnen und dabei auch gute Leistungen zeigen. Dann holt man 67 Punkte und geht sicher in die CL. Gleichzeitig hat man sogar noch Titelchancen im Pokal. Könnte man Hjulmand dann in der Gesamtbetrachtung negativ einordnen? Letztlich würde man davon sprechen, dass man im Frühjahr durch ein Tal gegangen ist, was man erfolgreich überwunden hat. Und das trotz schwieriger Saison, wo viele hier im September gesagt haben, dass es schon gut wäre überhaupt international zu spielen.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man Hjulmand schon komplett abgeschrieben hat. Sicher werden Rolfes und co die ganze Phase und Entwicklung im Frühjahr sehr kritisch betrachtet haben, aber eine Saison rechnet man am Ende und im gesamten ab. Hoffenheim verspielt ja gerade auch die echt tollen Leistungen bis gefühlt zum 24. Spieltag.

Ist natürlich alles hätte, wenn und aber. Mal schauen. Ist sicher vernünftig sich mit Optionen zu beschäftigen. Aber noch ist die Geschichte Hjulmand nicht zu Ende. Und mal schauen, ob sie im Sommer auch endet. Und ich schreibe das, ohne, dass ich jetzt nen Hjulmand-Fan oder so bin.

Hast natürlich absolut recht. Es wird dann weniger Argumente geben ihn auszutauschen, auch wenn ich es mir dann wünschen würde. Die Umstände dieser Saison dürfen auch nicht außer Acht gelassen werden, egal ob es die schlechte Kaderzusammenstellung, der große Umbruch oder oder gewesen sind.
Rolfes soll ja ein riesen Hjulmand Fan sein und hätte ihn schon sogar vor/anstelle von Alonso gern verpflichtet, somit könnte ich mir dann gut vorstellen, dass man ihn noch eine komplette und stressfreie Saison gewährt.

Wichtig wird vor allem sein, den Kader zu optimieren und die Fehler zu korrigieren. Carro wird sicherlich höchste Ansprüche haben und das ist auch gut so.



@Dream04 Schön das du wieder da bist. Ab jetzt bitte immer alles positiv sehen, damit deine Beiträge nicht mehr gemeldet werden 😊 Die Ironie dabei Bitte beachten…


Ich bewerte den Charakter bei Hjulmand und komme zu einem anderen Entschluss.

Denke das er von sich aus den Verantwortlichen mitteilen könnte das er am Ende der Saison aufhört.

Der möchte einen Job wo er in Ruhe arbeiten darf, und auch nicht ständig über die Medien infrage gestellt werden.

Er holt mit dem Kader ohne richtige Vorbereitung echt viel raus das muss man einfach anerkennen. Für die Situation schon mit der beste gewesen…

Wir sind in allen relevanten Statistiken auf einen Abstiegsplatz, dass wir nicht die besten Sprinter haben, auch nicht die beste Laufdistanz, und intensiven Läufe hat nichts mit dem Trainer zu tun.

Das ist die Kaderplanung einfach schlecht gewesen. Die ganze Mannschaft läuft gefühlt in einem Tempo, mit ganz wenigen Ausnahmen, die dann auch ihre Schwächen mit dem Ball haben.

Rolfes und die Kaderplaner haben Glück und kommen dank Hjulmand nicht öffentlich in die Kritik, weil die Medien sich auf den Trainer eingeschossen haben.

Das macht mir für die nächste Saison große Sorgen, weil ohne öffentliche Kritik, die Verantwortlichen wieder machen dürfen was sie wollen.

Das merkst du auch hier im Forum, da wird fast kaum über Rolfes gesprochen.
Aber ein Trainer der unter Vertrag steht, und die meisten Ziele aus der Not heraus wahrscheinlich erreichen wird, ist hier fast für alles schuldig.

Will damit nicht sagen das wir einen guten Fußball spielen. Aber wenn Rolfes den Fußball der letzten 3 Jahre sehen möchte, dann soll er bitte auch den Kader dafür bereitstellen.

Ich kann nicht einen Ferrari abgeben, und der Meinung sein, mit einem Fiat immer noch regelmäßig in der Spitze mitfahren zu können. Das klappt auch nicht in 3 Jahren, ist einfach nicht realistisch.

Das wichtigste ist das die Fehler schnellstens korrigiert werden, damit man noch was einnehmen kann und den Kader noch mehr verstärken kann.
Trainerscouting |#146
16.04.2026 - 20:15 Uhr
Zitat von Dream04
Zitat von Marsupilami

Zitat von 00Frederik

Zitat von SVBforever

Zitat von Dream04

Zitat von 00Frederik

Zitat von Raumgewinn

Zitat von 00Frederik

Zitat von Raumgewinn

Zitat von Marsupilami

Wie gut Iraola zu ihrer Philosophie passt. So lässt der frühere spanische Nationalspieler in Bournemouth keinen typischen Bayer-Ball praktizieren, setzt statt auf lange Passpassagen deutlich mehr auf schnelles Spiel.

Iraola wäre ablösefrei zu haben, während für Hürzeler eine Ausstiegsklausel im zweistelligen Millionenbereich bedient werden müsste. Allerdings deckt Letzterer mit seinem Ansatz Bayers Anforderungsprofil in vielerlei Hinsicht sehr gut ab. Von der spielerischen, auf Ballbesitz basierenden Grundidee bis zum Feuer, das ein Trainer durch sein Auftreten entfachen könn...
Weiß nicht, ob es woanders schon geteilt wurde, aber Iraola scheint auch ein Kandidat zu sein bei uns. Finde ich grundsätzlich sehr spannend, Favorit soll aber weiter Hürzeler sein.

Glasner und Frank sind laut Kicker keine Optionen.


Die Beschreibung des Spielstils löst bei mir jetzt ehrlich gesagt alles andere als Jubelstürme aus. Will ich hier eigentlich echt nicht sehen. Für mich ist das entscheidendste, dass wir unseren Spielstil fortführen. Bevor ich so jemanden hole, beibe ich lieber bei Hjulmand.


Die Frage ist doch eh: wie verläuft die weitere Saison? Was ist, wenn wir den Sprung auf Platz 4 durch ein gutes Saisonfinale schaffen? Was ist, wenn wir im DFB-Pokal noch eine Rolle spielen? Vorausgesetzt man überzeugt nun bis Mai und erfüllt die Saisonziele oder gar mehr (was nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen ist), wird man dann Hjulmand vor die Tür setzen, weil er in einer Übergangssaison nach fatalen Start und unzähligen Transfers zwischenzeitlich eine schwache Phase hatte? Schwierig zu beantworten.

Sollte man gegen die Bayern scheitern und in der Liga nur Platz 5 erreichen, wird es wohl so kommen. Und dann ist eine Veränderung im Sommer sicherlich ein denkbarer Ansatz. Ich finde es nur zu früh, über einen Nachfolger zu sprechen, wenn der amtierende Coach noch alle Ziele erreichen kann.


Die Entscheidung soll ja angeblich schon feststehen. Generell finde ich es auch richtig, das nicht an den Ergebnissen - im Positiven wie im Negativen - festzumachen, sondern an dem hautnahen Eindruck, den man jetzt von Hjulmands Arbeit gewinnen konnte. Aber auch angesichts der von dir angesprochenen Punkte sehe ich überhaupt nicht, wie jemand mit Iraolas Spielstil besser für uns sein sollte als Hjulmand. Da haben wir zumindest immer wieder Ansätze und teils auch ganze Spiele mit Dominanz, Ballbesitz und Proaktivität gesehen. Und ich hab wirklich gar keine Lust, hier wieder jemanden wie Seoane oder so zu sehen, bei dem jeder wieder Ball in die Spitze gespielt werden muss.


Sehe ich prinzipiell ähnlich, auch wenn Iraola bei Bournemouth echt schon sehr erfolgreich gearbeitet hat. Möglicherweise ist er ja auch jemand, der seinen Spielstil gut anpassen kann. Das müsste man besprechen. Mit Bournemouth wäre Ballbesitz-Fußball wohlmöglich schwieriger gewesen.

Die Punkte hinsichtlich Hjulmand verstehe ich. Und ich teile auch, dass vor allem Januar bis März echt mau gespielt wurde. Hier wurde jedoch auch mal gesagt, dass Entwicklungen nicht linear, sondern wellenförmig sind. Mal angenommen, Bayer würde alle restlichen Spiele gewinnen und dabei auch gute Leistungen zeigen. Dann holt man 67 Punkte und geht sicher in die CL. Gleichzeitig hat man sogar noch Titelchancen im Pokal. Könnte man Hjulmand dann in der Gesamtbetrachtung negativ einordnen? Letztlich würde man davon sprechen, dass man im Frühjahr durch ein Tal gegangen ist, was man erfolgreich überwunden hat. Und das trotz schwieriger Saison, wo viele hier im September gesagt haben, dass es schon gut wäre überhaupt international zu spielen.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man Hjulmand schon komplett abgeschrieben hat. Sicher werden Rolfes und co die ganze Phase und Entwicklung im Frühjahr sehr kritisch betrachtet haben, aber eine Saison rechnet man am Ende und im gesamten ab. Hoffenheim verspielt ja gerade auch die echt tollen Leistungen bis gefühlt zum 24. Spieltag.

Ist natürlich alles hätte, wenn und aber. Mal schauen. Ist sicher vernünftig sich mit Optionen zu beschäftigen. Aber noch ist die Geschichte Hjulmand nicht zu Ende. Und mal schauen, ob sie im Sommer auch endet. Und ich schreibe das, ohne, dass ich jetzt nen Hjulmand-Fan oder so bin.

Hast natürlich absolut recht. Es wird dann weniger Argumente geben ihn auszutauschen, auch wenn ich es mir dann wünschen würde. Die Umstände dieser Saison dürfen auch nicht außer Acht gelassen werden, egal ob es die schlechte Kaderzusammenstellung, der große Umbruch oder oder gewesen sind.
Rolfes soll ja ein riesen Hjulmand Fan sein und hätte ihn schon sogar vor/anstelle von Alonso gern verpflichtet, somit könnte ich mir dann gut vorstellen, dass man ihn noch eine komplette und stressfreie Saison gewährt.

Wichtig wird vor allem sein, den Kader zu optimieren und die Fehler zu korrigieren. Carro wird sicherlich höchste Ansprüche haben und das ist auch gut so.



@Dream04 Schön das du wieder da bist. Ab jetzt bitte immer alles positiv sehen, damit deine Beiträge nicht mehr gemeldet werden 😊 Die Ironie dabei Bitte beachten…


Ich bewerte den Charakter bei Hjulmand und komme zu einem anderen Entschluss.

Denke das er von sich aus den Verantwortlichen mitteilen könnte das er am Ende der Saison aufhört.

Der möchte einen Job wo er in Ruhe arbeiten darf, und auch nicht ständig über die Medien infrage gestellt werden.

Er holt mit dem Kader ohne richtige Vorbereitung echt viel raus das muss man einfach anerkennen. Für die Situation schon mit der beste gewesen…

Wir sind in allen relevanten Statistiken auf einen Abstiegsplatz, dass wir nicht die besten Sprinter haben, auch nicht die beste Laufdistanz, und intensiven Läufe hat nichts mit dem Trainer zu tun.

Das ist die Kaderplanung einfach schlecht gewesen. Die ganze Mannschaft läuft gefühlt in einem Tempo, mit ganz wenigen Ausnahmen, die dann auch ihre Schwächen mit dem Ball haben.

Rolfes und die Kaderplaner haben Glück und kommen dank Hjulmand nicht öffentlich in die Kritik, weil die Medien sich auf den Trainer eingeschossen haben.

Das macht mir für die nächste Saison große Sorgen, weil ohne öffentliche Kritik, die Verantwortlichen wieder machen dürfen was sie wollen.

Das merkst du auch hier im Forum, da wird fast kaum über Rolfes gesprochen.
Aber ein Trainer der unter Vertrag steht, und die meisten Ziele aus der Not heraus wahrscheinlich erreichen wird, ist hier fast für alles schuldig.

Will damit nicht sagen das wir einen guten Fußball spielen. Aber wenn Rolfes den Fußball der letzten 3 Jahre sehen möchte, dann soll er bitte auch den Kader dafür bereitstellen.

Ich kann nicht einen Ferrari abgeben, und der Meinung sein, mit einem Fiat immer noch regelmäßig in der Spitze mitfahren zu können. Das klappt auch nicht in 3 Jahren, ist einfach nicht realistisch.

Das wichtigste ist das die Fehler schnellstens korrigiert werden, damit man noch was einnehmen kann und den Kader noch mehr verstärken kann.


Das sehe ich ein Stück weit ähnlich. Es gibt eine ziemliche Ambivalenz dahingehend in diesem Forum. Nach der ETH-Entlassung war ziemlich breiter Konsens hier, dass es echt schwierig wird und man froh sein kann, wenn man am Ende international mitspielt bzw. es gab Stimmen, dass es gut wäre, wenn man bis zum Frühjahr in schlagdistanz der internationalen Plätze bleibt und es sicher ne zähe Phase geben wird.

Hjulmand ist in meinen Augen kein herausragender Trainer und niemand, der hier eine Ära prägen wird. Gleichermaßen glaube ich auch, dass es möglicherweise besser wäre im Sommer mit jemand anderen weiterzumachen.

ABER: Hjulmand leistet trotzdem einen recht guten Job. Mal abgesehen von den echt biederen Auftritten zwischen Januar und März (ja, das war echt bescheiden) hat er in allen drei Wettbewerben gut geliefert. Klar, spielerisch wünscht man sich manchmal mehr, aber man spielt hier nach wie vor mit einem sehr wild zusammengestellten Kader, der im Sommer einfach noch nachjustiert werden muss. Ob mit oder ohne Hjulmand keine Ahnung. Mir gefällt nur nicht, dass Hjulmand schon vor Saisonende abgeschrieben wird, weil es unfair ist. Er könnte gefühlt auch noch 4. werden und den DFB-Pokal gewinnen (ohne dass man größenwahnsinnig wird). Dann wäre er mal eben der gefühlt der erfolgreichste Trainer nach Xabi. Und das mit sehr schweren Startbedingungen.

Wir werden sehen wie es weitergeht. Aber mir wird zu viel auf Hjulmands Rücken ausgetragen. Und da teile ich deine Ansicht, dass die Kaderzusammenstellung von Rolfes im Sommer auch einfach mindestens eine große Herausforderung für jeden Trainer dargestellt hätte. Wie hätte Xabi abgeschnitten, wenn man seine Mannschaft so auseinander gebaut und ihm das aktuelle Team hingestellt hätte? Ich weiß es nicht.


Ich sehe überhaupt keinen Widerspruch darin, Hjulmand für die aktuelle Arbeit zu loben und das anzuerkennen, gleichzeitig aber langfristig einen anderern Weg einschlagen zu wollen. Ich habe höchsten Respekt vor dem pragmatischen Ansatz und den zwischenmenschlichen Skills, mit denen Hjulmand aus einem komplett im Umbruch steckenden Haufen ein Team zu formen. Aber ich sehe gleichzeitig auch nicht, dass er - wie du auch schreibst - eine Ära bei uns prägen kann. Carro hat ja formuliert, dass man 2028 oder 2029 um die Meisterschaft spielen will und da sehe ich eben mit anderen Coaches mehr Potential bzw. da habe ich mehr Fantasie.

Verstehe allerdings nicht, inwiefern Rolfes jetzt wieder ins Spiel kommt. Der Kaderumbruch im Sommer war abzusehen und brutal. Sicher wurden hier auch Fehler gemacht (für mich allerdings in erster Linie EBS, der irgendwie nur Plan B war, aber da hätte es auch keine perfekte Lösung insgesamt gegeben. Rolfes' größter Fehler war allerdings die Einstellung von EtH, den er zum Glück schnell korrigiert hat.

Aber Rolfes gibt sich ja alle Mühe, Hjulmand öffentlich zu stützen und stärken. Abgeschrieben wird er zum einen von den Fans, zum anderen vom Kicker, nicht von Rolfes.

Sind uns wirklich in allen belangen, bis auf Rolfes völlig einig und nicht nur wir beide, sondern der größtenteils der Leverkusener Anhänger.

Wie man wieder darauf kommt, Rolfes’ Arbeit zu kritisieren, liegt für mich an einfachen Tatsachen, die ich gern noch einmal kurz zusammenfasse: In erster Linie hat er aus meiner Sicht überhaupt erst dafür gesorgt, dass dieser Umbruch so groß wurde, weil man sich nach der Meistersaison nicht gut genug verstärkt hat und gut genug auf die vorhersehbaren Abgänge vorbereitet hat.
Dass der Kader rund um die Superstars zusammengehalten wurde, sei mal dahingestellt.
Ein Belocian oder Terrier haben uns wenig bis gar nichts gebracht. Einzig Garcia könnte man seit dieser Saison als echte Verstärkung sehen und selbst da wäre nach dem Double 2024, bei aller Liebe, deutlich mehr drin gewesen.

Darüber hinaus wurden bei der Kaderzusammenstellung gravierende Fehler gemacht. Wichtige Baustellen und Bedarfe auf entscheidenden Positionen wurden nicht erkannt, gleichzeitig hat man sehr viel Geld für Spieler bezahlt, die Stand jetzt eher durchschnittlich wirken.
Klar haben fast alle genug Potenzial, irgendwann in die Weltspitze vorzustoßen, aber wenn du als Bayer Leverkusen mehrere Transfers im Bereich von über 30 Millionen tätigst, dann müssen diese auch sitzen.
Die Folgen davon sieht man am Spielstil sowie an der Phase von Januar bis Ende März.
Nur aufgrund der Meisterschaft darf man Rolfes jedenfalls nicht in Watte packen.
Zum Glück steht ein ambitionierter F.Carro über ihn und hat auch Mitspracherecht.

@SVBforever vielen Dank. Ich bin in Berlin groß geworden und lebe schon seit meiner Kindheit hier. Und wie man in Berlin so schön liebevoll sagt: Man hat eben eine „Berliner Schnauze“ und verstellt sich für nichts und niemanden, auch wenn man sich dadurch "keine Freunde macht", aber davon habe ich ohnehin genug 😁


Das ist mir ein bisschen zu platt. Vor allem bezüglich der angeblich vorhersehbaren Abgänge.

Auch die eher durchschnittlich wirkenden Spieler haben es bis ins DFB Pokal Halbfinale geschafft, Dortmund zwei mal geschlagen, Leipzig besiegt, hätten gegen Arsenal das Hinspiel gewinnen müssen, gegen Bayern wäre es verdient gewesen, man ist ins Achtelfinale der UCL als zweitbeste deutsche Mannschaft eingezogen und befindet sich auf dem 5. Platz mit Chancen noch den 4. und 3. Platz zu erreichen.

Wirkt auf mich nicht ganz so durchschnittlich, auch wenn man sich vom Spielstil deutlich mehr erhofft.

Und Rolfes wird nicht in Watte gepackt und schon gar nicht "nur" wegen der Meisterschaft. Hier vergessen manche wohl immer koch, dass Rolfes seit 2018 in der sportlichen Führung tätig ist und viele Transfer vor der Meisterschaft auf sein Konto gehen.
Trainerscouting |#147
16.04.2026 - 23:14 Uhr
Zitat von Dream04
Zitat von SVBforever

Zitat von Ballbesitz_10

Zitat von Dream04

Zitat von Marsupilami

Zitat von 00Frederik

Zitat von SVBforever

Zitat von Dream04

Zitat von 00Frederik

Zitat von Raumgewinn

Zitat von 00Frederik

Zitat von Raumgewinn

Zitat von Marsupilami

Wie gut Iraola zu ihrer Philosophie passt. So lässt der frühere spanische Nationalspieler in Bournemouth keinen typischen Bayer-Ball praktizieren, setzt statt auf lange Passpassagen deutlich mehr auf schnelles Spiel.

Iraola wäre ablösefrei zu haben, während für Hürzeler eine Ausstiegsklausel im zweistelligen Millionenbereich bedient werden müsste. Allerdings deckt Letzterer mit seinem Ansatz Bayers Anforderungsprofil in vielerlei Hinsicht sehr gut ab. Von der spielerischen, auf Ballbesitz basierenden Grundidee bis zum Feuer, das ein Trainer durch sein Auftreten entfachen könn...
Weiß nicht, ob es woanders schon geteilt wurde, aber Iraola scheint auch ein Kandidat zu sein bei uns. Finde ich grundsätzlich sehr spannend, Favorit soll aber weiter Hürzeler sein.

Glasner und Frank sind laut Kicker keine Optionen.


Die Beschreibung des Spielstils löst bei mir jetzt ehrlich gesagt alles andere als Jubelstürme aus. Will ich hier eigentlich echt nicht sehen. Für mich ist das entscheidendste, dass wir unseren Spielstil fortführen. Bevor ich so jemanden hole, beibe ich lieber bei Hjulmand.


Die Frage ist doch eh: wie verläuft die weitere Saison? Was ist, wenn wir den Sprung auf Platz 4 durch ein gutes Saisonfinale schaffen? Was ist, wenn wir im DFB-Pokal noch eine Rolle spielen? Vorausgesetzt man überzeugt nun bis Mai und erfüllt die Saisonziele oder gar mehr (was nicht zu 100 Prozent ausgeschlossen ist), wird man dann Hjulmand vor die Tür setzen, weil er in einer Übergangssaison nach fatalen Start und unzähligen Transfers zwischenzeitlich eine schwache Phase hatte? Schwierig zu beantworten.

Sollte man gegen die Bayern scheitern und in der Liga nur Platz 5 erreichen, wird es wohl so kommen. Und dann ist eine Veränderung im Sommer sicherlich ein denkbarer Ansatz. Ich finde es nur zu früh, über einen Nachfolger zu sprechen, wenn der amtierende Coach noch alle Ziele erreichen kann.


Die Entscheidung soll ja angeblich schon feststehen. Generell finde ich es auch richtig, das nicht an den Ergebnissen - im Positiven wie im Negativen - festzumachen, sondern an dem hautnahen Eindruck, den man jetzt von Hjulmands Arbeit gewinnen konnte. Aber auch angesichts der von dir angesprochenen Punkte sehe ich überhaupt nicht, wie jemand mit Iraolas Spielstil besser für uns sein sollte als Hjulmand. Da haben wir zumindest immer wieder Ansätze und teils auch ganze Spiele mit Dominanz, Ballbesitz und Proaktivität gesehen. Und ich hab wirklich gar keine Lust, hier wieder jemanden wie Seoane oder so zu sehen, bei dem jeder wieder Ball in die Spitze gespielt werden muss.


Sehe ich prinzipiell ähnlich, auch wenn Iraola bei Bournemouth echt schon sehr erfolgreich gearbeitet hat. Möglicherweise ist er ja auch jemand, der seinen Spielstil gut anpassen kann. Das müsste man besprechen. Mit Bournemouth wäre Ballbesitz-Fußball wohlmöglich schwieriger gewesen.

Die Punkte hinsichtlich Hjulmand verstehe ich. Und ich teile auch, dass vor allem Januar bis März echt mau gespielt wurde. Hier wurde jedoch auch mal gesagt, dass Entwicklungen nicht linear, sondern wellenförmig sind. Mal angenommen, Bayer würde alle restlichen Spiele gewinnen und dabei auch gute Leistungen zeigen. Dann holt man 67 Punkte und geht sicher in die CL. Gleichzeitig hat man sogar noch Titelchancen im Pokal. Könnte man Hjulmand dann in der Gesamtbetrachtung negativ einordnen? Letztlich würde man davon sprechen, dass man im Frühjahr durch ein Tal gegangen ist, was man erfolgreich überwunden hat. Und das trotz schwieriger Saison, wo viele hier im September gesagt haben, dass es schon gut wäre überhaupt international zu spielen.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man Hjulmand schon komplett abgeschrieben hat. Sicher werden Rolfes und co die ganze Phase und Entwicklung im Frühjahr sehr kritisch betrachtet haben, aber eine Saison rechnet man am Ende und im gesamten ab. Hoffenheim verspielt ja gerade auch die echt tollen Leistungen bis gefühlt zum 24. Spieltag.

Ist natürlich alles hätte, wenn und aber. Mal schauen. Ist sicher vernünftig sich mit Optionen zu beschäftigen. Aber noch ist die Geschichte Hjulmand nicht zu Ende. Und mal schauen, ob sie im Sommer auch endet. Und ich schreibe das, ohne, dass ich jetzt nen Hjulmand-Fan oder so bin.

Hast natürlich absolut recht. Es wird dann weniger Argumente geben ihn auszutauschen, auch wenn ich es mir dann wünschen würde. Die Umstände dieser Saison dürfen auch nicht außer Acht gelassen werden, egal ob es die schlechte Kaderzusammenstellung, der große Umbruch oder oder gewesen sind.
Rolfes soll ja ein riesen Hjulmand Fan sein und hätte ihn schon sogar vor/anstelle von Alonso gern verpflichtet, somit könnte ich mir dann gut vorstellen, dass man ihn noch eine komplette und stressfreie Saison gewährt.

Wichtig wird vor allem sein, den Kader zu optimieren und die Fehler zu korrigieren. Carro wird sicherlich höchste Ansprüche haben und das ist auch gut so.



@Dream04 Schön das du wieder da bist. Ab jetzt bitte immer alles positiv sehen, damit deine Beiträge nicht mehr gemeldet werden 😊 Die Ironie dabei Bitte beachten…


Ich bewerte den Charakter bei Hjulmand und komme zu einem anderen Entschluss.

Denke das er von sich aus den Verantwortlichen mitteilen könnte das er am Ende der Saison aufhört.

Der möchte einen Job wo er in Ruhe arbeiten darf, und auch nicht ständig über die Medien infrage gestellt werden.

Er holt mit dem Kader ohne richtige Vorbereitung echt viel raus das muss man einfach anerkennen. Für die Situation schon mit der beste gewesen…

Wir sind in allen relevanten Statistiken auf einen Abstiegsplatz, dass wir nicht die besten Sprinter haben, auch nicht die beste Laufdistanz, und intensiven Läufe hat nichts mit dem Trainer zu tun.

Das ist die Kaderplanung einfach schlecht gewesen. Die ganze Mannschaft läuft gefühlt in einem Tempo, mit ganz wenigen Ausnahmen, die dann auch ihre Schwächen mit dem Ball haben.

Rolfes und die Kaderplaner haben Glück und kommen dank Hjulmand nicht öffentlich in die Kritik, weil die Medien sich auf den Trainer eingeschossen haben.

Das macht mir für die nächste Saison große Sorgen, weil ohne öffentliche Kritik, die Verantwortlichen wieder machen dürfen was sie wollen.

Das merkst du auch hier im Forum, da wird fast kaum über Rolfes gesprochen.
Aber ein Trainer der unter Vertrag steht, und die meisten Ziele aus der Not heraus wahrscheinlich erreichen wird, ist hier fast für alles schuldig.

Will damit nicht sagen das wir einen guten Fußball spielen. Aber wenn Rolfes den Fußball der letzten 3 Jahre sehen möchte, dann soll er bitte auch den Kader dafür bereitstellen.

Ich kann nicht einen Ferrari abgeben, und der Meinung sein, mit einem Fiat immer noch regelmäßig in der Spitze mitfahren zu können. Das klappt auch nicht in 3 Jahren, ist einfach nicht realistisch.

Das wichtigste ist das die Fehler schnellstens korrigiert werden, damit man noch was einnehmen kann und den Kader noch mehr verstärken kann.


Das sehe ich ein Stück weit ähnlich. Es gibt eine ziemliche Ambivalenz dahingehend in diesem Forum. Nach der ETH-Entlassung war ziemlich breiter Konsens hier, dass es echt schwierig wird und man froh sein kann, wenn man am Ende international mitspielt bzw. es gab Stimmen, dass es gut wäre, wenn man bis zum Frühjahr in schlagdistanz der internationalen Plätze bleibt und es sicher ne zähe Phase geben wird.

Hjulmand ist in meinen Augen kein herausragender Trainer und niemand, der hier eine Ära prägen wird. Gleichermaßen glaube ich auch, dass es möglicherweise besser wäre im Sommer mit jemand anderen weiterzumachen.

ABER: Hjulmand leistet trotzdem einen recht guten Job. Mal abgesehen von den echt biederen Auftritten zwischen Januar und März (ja, das war echt bescheiden) hat er in allen drei Wettbewerben gut geliefert. Klar, spielerisch wünscht man sich manchmal mehr, aber man spielt hier nach wie vor mit einem sehr wild zusammengestellten Kader, der im Sommer einfach noch nachjustiert werden muss. Ob mit oder ohne Hjulmand keine Ahnung. Mir gefällt nur nicht, dass Hjulmand schon vor Saisonende abgeschrieben wird, weil es unfair ist. Er könnte gefühlt auch noch 4. werden und den DFB-Pokal gewinnen (ohne dass man größenwahnsinnig wird). Dann wäre er mal eben der gefühlt der erfolgreichste Trainer nach Xabi. Und das mit sehr schweren Startbedingungen.

Wir werden sehen wie es weitergeht. Aber mir wird zu viel auf Hjulmands Rücken ausgetragen. Und da teile ich deine Ansicht, dass die Kaderzusammenstellung von Rolfes im Sommer auch einfach mindestens eine große Herausforderung für jeden Trainer dargestellt hätte. Wie hätte Xabi abgeschnitten, wenn man seine Mannschaft so auseinander gebaut und ihm das aktuelle Team hingestellt hätte? Ich weiß es nicht.


Ich sehe überhaupt keinen Widerspruch darin, Hjulmand für die aktuelle Arbeit zu loben und das anzuerkennen, gleichzeitig aber langfristig einen anderern Weg einschlagen zu wollen. Ich habe höchsten Respekt vor dem pragmatischen Ansatz und den zwischenmenschlichen Skills, mit denen Hjulmand aus einem komplett im Umbruch steckenden Haufen ein Team zu formen. Aber ich sehe gleichzeitig auch nicht, dass er - wie du auch schreibst - eine Ära bei uns prägen kann. Carro hat ja formuliert, dass man 2028 oder 2029 um die Meisterschaft spielen will und da sehe ich eben mit anderen Coaches mehr Potential bzw. da habe ich mehr Fantasie.

Verstehe allerdings nicht, inwiefern Rolfes jetzt wieder ins Spiel kommt. Der Kaderumbruch im Sommer war abzusehen und brutal. Sicher wurden hier auch Fehler gemacht (für mich allerdings in erster Linie EBS, der irgendwie nur Plan B war, aber da hätte es auch keine perfekte Lösung insgesamt gegeben. Rolfes' größter Fehler war allerdings die Einstellung von EtH, den er zum Glück schnell korrigiert hat.

Aber Rolfes gibt sich ja alle Mühe, Hjulmand öffentlich zu stützen und stärken. Abgeschrieben wird er zum einen von den Fans, zum anderen vom Kicker, nicht von Rolfes.

Sind uns wirklich in allen belangen, bis auf Rolfes völlig einig und nicht nur wir beide, sondern der größtenteils der Leverkusener Anhänger.

Wie man wieder darauf kommt, Rolfes’ Arbeit zu kritisieren, liegt für mich an einfachen Tatsachen, die ich gern noch einmal kurz zusammenfasse: In erster Linie hat er aus meiner Sicht überhaupt erst dafür gesorgt, dass dieser Umbruch so groß wurde, weil man sich nach der Meistersaison nicht gut genug verstärkt hat und gut genug auf die vorhersehbaren Abgänge vorbereitet hat.
Dass der Kader rund um die Superstars zusammengehalten wurde, sei mal dahingestellt.
Ein Belocian oder Terrier haben uns wenig bis gar nichts gebracht. Einzig Garcia könnte man seit dieser Saison als echte Verstärkung sehen und selbst da wäre nach dem Double 2024, bei aller Liebe, deutlich mehr drin gewesen.

Darüber hinaus wurden bei der Kaderzusammenstellung gravierende Fehler gemacht. Wichtige Baustellen und Bedarfe auf entscheidenden Positionen wurden nicht erkannt, gleichzeitig hat man sehr viel Geld für Spieler bezahlt, die Stand jetzt eher durchschnittlich wirken.
Klar haben fast alle genug Potenzial, irgendwann in die Weltspitze vorzustoßen, aber wenn du als Bayer Leverkusen mehrere Transfers im Bereich von über 30 Millionen tätigst, dann müssen diese auch sitzen.
Die Folgen davon sieht man am Spielstil sowie an der Phase von Januar bis Ende März.
Nur aufgrund der Meisterschaft darf man Rolfes jedenfalls nicht in Watte packen.
Zum Glück steht ein ambitionierter F.Carro über ihn und hat auch Mitspracherecht.

@SVBforever vielen Dank. Ich bin in Berlin groß geworden und lebe schon seit meiner Kindheit hier. Und wie man in Berlin so schön liebevoll sagt: Man hat eben eine „Berliner Schnauze“ und verstellt sich für nichts und niemanden, auch wenn man sich dadurch "keine Freunde macht", aber davon habe ich ohnehin genug 😁


Das ist mir ein bisschen zu platt. Vor allem bezüglich der angeblich vorhersehbaren Abgänge.

Auch die eher durchschnittlich wirkenden Spieler haben es bis ins DFB Pokal Halbfinale geschafft, Dortmund zwei mal geschlagen, Leipzig besiegt, hätten gegen Arsenal das Hinspiel gewinnen müssen, gegen Bayern wäre es verdient gewesen, man ist ins Achtelfinale der UCL als zweitbeste deutsche Mannschaft eingezogen und befindet sich auf dem 5. Platz mit Chancen noch den 4. und 3. Platz zu erreichen.

Wirkt auf mich nicht ganz so durchschnittlich, auch wenn man sich vom Spielstil deutlich mehr erhofft.

Und Rolfes wird nicht in Watte gepackt und schon gar nicht "nur" wegen der Meisterschaft. Hier vergessen manche wohl immer koch, dass Rolfes seit 2018 in der sportlichen Führung tätig ist und viele Transfer vor der Meisterschaft auf sein Konto gehen.



Finde Pokal kannst du nicht als Gradmesser nehmen. Das kann in jeder Saison mal passieren, da kommt es auch nicht auf den Kader an. Im Pokal können auch Mannschaften aus den unteren Ligen unter die besten 4 kommen.

Richtig, man sieht ja auch an den letzten beiden Finals, wie weit es unterklassige Teams schaffen können (Bielefeld & Lautern).

@Ballbesitz_10 Ich finde die Aussage beziehungsweise Sicht auf die vorhersehbaren Abgänge keineswegs platt, denn es war durchaus absehbar, dass ein Tah am liebsten schon nach der Meisterschaft gegangen wäre und dass Wirtz sowie Frimpong zeitnah wechseln würden. Auf diese möglichen Abgänge hat man sich aus meiner Sicht schlicht zu schlecht beziehungsweise zu wenig vorbereitet.
Ganz zu schweigen von weiteren Eckpfeilern, die noch gegangen sind, wie Xhaka oder Hincapié.
Zudem gibt es seit Jahren vakante Positionen, die entweder gar nicht oder nicht optimal besetzt wurden.

Ich will die Arbeit von Rolfes keineswegs kleinreden.
Im Gegenteil: Ich habe ihn gerade für seinen globalen Blick und einige starke Transfers oft gelobt.
Trotzdem gehört auch viel Schatten dazu, und dazu zähle ich die letzten beiden Sommertransferfenster sowie das Jahr 2022, das letztlich in Seoanes Entlassung mündete.
Die gute Kaderzusammenstellung für die Meistersaison würde ich auch, aber nicht nur(!), Alonso zuschreiben, denn er hat ja aus seine zuvor gewonnen Erkenntnisse genau diese Spielerprofile (Grimaldo, Xhaka und Boni) gefordert.
Ohne Alonso wäre auch ein Grimaldo, der uns bis heute den Allerwertesten rettet, erst gar nicht zu uns gekommen.

Meine größte Angst ist, dass man sich genauso wie du von den Ergebnissen blenden lässt und am Ende keine große, ehrliche Analyse des Kaders und der Trainerfrage macht. Da hoffe ich aber auf Carro, auch wenn er sich im TV nicht immer als der professionellste Vertreter präsentiert, so macht er doch sehr viel richtig und hat den Verein nach vorn gebracht.


Tah wurde aber gut ersetzt mit Badé und Quansah könnte man auch nennen. Badé wurde dann leider vom verletzungspech ereilt, Formschwankungen sowie suboptimaler Aufstellungen.

Wirtz zu ersetzen war und ist und wird für Leverkusen wahrscheinlich nie möglich sein. Selbst wenn Bayer das gesamte Geld in einen einzigen Spieler reinvestiert hätte, wäre ein Spieler dieser Qualität nie zu Leverkusen gewechselt. Außerdem hat man ja noch lange um ihn gekämpft und der Wechsel war nicht so lange klar.

Frimpong hatte auch im Sommer zuvor eine AK, die nicht bedient wurde. Klar, dass diese gezogen wird, muss einkalkuliert sein, aber so einen Spieler, der ebenfalls über Jahre aufgebaut wurde, ersetzt Du eben auch nicht 1zu1. Poku ist ja in etwa dieser Spielertyp und hat immerhin 13 Scorer gesammelt. Natürlich gibt er dem Spiel nicht so viel, wie es Frimpong getan hat und Poku ist generell streitbar. Da wäre sicherlich ein glücklicheres Händchen möglich gewesen, aber ganz so schlecht ist es trotzdem nicht.

Xhakas Wechsel war doch der, der am wenigsten erwartbar war. Keine Lust auf Umbruch in in Leverkusen, aber in Sunderland.

Einzig bei Hincapie kann ich die Kritik uneingeschränkt stehen lassen, da es schon wild ist, die Frist für das Ziehen der AK bis zum letzten Tag des Transferfensters zu erlauben. Aber selbst da muss man Rolfes zugute halten, dass es rein wirtschaftlich ein mega Geschäft war.

Und ich lasse mich nicht von den Ergebnissen blenden. Ich sag ja, dass man sich von der Spielweise mehr erhofft und das aktuelle Spiel Bayer nicht so gut zu Gesicht steht. Aber guess what: Leverkusen ist die einzige Mannschaft in den Top6, die laut Understat unterperformt. Nach xPTS wäre Leverkusen 4. und nahezu punktgleich mit Dortmund (+11 Punkte, wahnsinn) und Leipzig.

Das ist halt schon sehr aussagekräftig, vor allem auf so eine lange Distanz gesehen. Denke nicht, dass man sich hier irgendwie blenden lässt. Auch habe ich nach dem Dortmund-Spiel kommentiert, dass die Spiele gegen Wolfsburg und BVB eigentlich perfekt waren, da man einerseits die Punkte holt (was eben das Wichtigste ist), die klaren Stärken des Kaders erkennt, aber gleichzeitig auch die klaren Schwächen und dass das aktuell die perfekte Konstellation ist, um im Sommer nach einem neuen, hoffentlich besseren Trainer Ausschau zu halten und die Problemzonen im Kader gezielt anzugehen.

Also nein, ich lasse mich nicht blenden und die wenigsten tun das.
Trainerscouting |#148
26.04.2026 - 20:12 Uhr
Zitat von thomi
Wenn man dem Trainer intern nicht zutraut, den Bayer in eine erfolgreiche Saison 26/27 zu führen, wird auch der mögliche CL Platz keine entscheidene Relevanz spielen. Die CL erreicht zu haben, hat auch in der Vergangenheit noch nie in jedem Fall dazu geführt, dass der selbe Trainer im Sommer danach auch an der Seitenlinie stand.


Das ist so. Ich glaube es wurde hier schon mehrfach gut beschrieben: Hjulmand hat Respekt verdient für die Aufgabe, die er hier übernommen hat. Es waren schwierige Bedingungen und er hat - unabhängig davon wie es ausgeht - eine gute Arbeit vollbracht. Gleichzeitig ist es jedoch auch wichtig, dass man über die Saison hinaus wieder eine Mannschaft weiterentwickelt, um höhere Ziele anzustreben. Dafür ist Hjulmand wahrscheinlich nicht der richtige Coach. Er hat die Mannschaft geeint und stabilisiert, konnte das Team jedoch über den gesamten Verlauf nicht wirklich groß entwickeln. Mit einem neuen Trainer und neuen Ansätzen im Sommer dürfte die Hoffnung darin größer sein. Eine Garantie dafür gibt es nicht.

Und selbst wenn man jetzt 9 Punkte holt, dann wird das wohl keinen mehr umstimmen. Wenn ein spannender Trainer wie Hürzeler möglich sein sollte, selbst wenn er 13 Mio Ablöse kostet, dann werden Carro und Rolfes sicher diesen Weg gehen und man kann Hjulmand trotzdem positiv die Hand reichen und ihn als guten Kerl in Erinnerung halten.
Trainerscouting |#149
05.05.2026 - 10:03 Uhr
Sollte KH die Champions League erreichen, würde es natürlich super schwer werden Ihn vorzeitig zu ersetzen. Ich erinnere mich noch vor einigen Jahren, als man Heiko Herrlich im Winter für Peter Bosz entlassen hatte, obwohl dieser nochmal eine kleine Siegesserie gestartet hatte. Das hat auch für einige Kritik gesorgt, weil man meinte, Leverkusen hätte zu aktionistisch gehandelt.

Ähnlich könnte es auch mit KH sein, denn wenn wir uns einfach mal die ganzen Begleitumstände anschauen, liefert er - rein ergebnistechnisch - gut ab. 4. Platz in der Liga mit einer guten Punkteausbeute, CL in der eigenen Hand. CL als zweitbeste deutsche Mannschaft bestritten, gegen Arsenal teuer verkauft. DFB Pokal Halbfinale, leider sehr billig gegen Bayern verkauft. Keine Vorbereitung, XXL Umbruch, sehr viel Verletzungspech, wahnsinnig viele englische Wochen.

So einen Trainer entlässt man normalerweise nicht.

Andererseits ist seine Art Fußball zu spielen recht bieder, es wirkt oft inspirationslos, mit wenig Konzept, defensiv ist das schon sehr wackelig und selbst gegen Vereine wie Köln konnte man nicht spielerisch überzeugen. Das Leipzig-Leipzig-Spiel war super, aber bisher auch nur eine der seltenen Ausnahmen. Die Entwicklung bleibt aus und der Kader gibt definitiv mehr her, als man im Laufe der Saison sehen konnte.

Insofern es passende Kandidaten auf dem Trainermarkt gibt, die deutlich vielversprechender als KH sind, dann sollte man den Wechsel schon vollziehen. So oder so kann und muss man KH dankbar sein, für das was er bisher erreicht hat. Aber persönlich sehe ich das Ende der Fahnenstange schon erreicht.

Bei 90Plus habe ich etwas von Matthias Jaissle gesehen. Hoffe es wird niemand aus der RB Schule. Ist zwar ein toller Fußball zum Anschauen, aber kaum nachhaltig. Oliver Glasner würde ich hier auch nur ungern sehen wollen. Fabregas wäre wohl die 1A Premiumlösung, aber selbst wenn Como die CL verpassen sollte, wonach es aktuell aussieht, halte ich das leider nicht mehr für realistisch.
Trainerscouting |#150
05.05.2026 - 10:44 Uhr
Zitat von PressingPoet
Sollte KH die Champions League erreichen, würde es natürlich super schwer werden Ihn vorzeitig zu ersetzen. Ich erinnere mich noch vor einigen Jahren, als man Heiko Herrlich im Winter für Peter Bosz entlassen hatte, obwohl dieser nochmal eine kleine Siegesserie gestartet hatte. Das hat auch für einige Kritik gesorgt, weil man meinte, Leverkusen hätte zu aktionistisch gehandelt.

Ähnlich könnte es auch mit KH sein, denn wenn wir uns einfach mal die ganzen Begleitumstände anschauen, liefert er - rein ergebnistechnisch - gut ab. 4. Platz in der Liga mit einer guten Punkteausbeute, CL in der eigenen Hand. CL als zweitbeste deutsche Mannschaft bestritten, gegen Arsenal teuer verkauft. DFB Pokal Halbfinale, leider sehr billig gegen Bayern verkauft. Keine Vorbereitung, XXL Umbruch, sehr viel Verletzungspech, wahnsinnig viele englische Wochen.

So einen Trainer entlässt man normalerweise nicht.

Andererseits ist seine Art Fußball zu spielen recht bieder, es wirkt oft inspirationslos, mit wenig Konzept, defensiv ist das schon sehr wackelig und selbst gegen Vereine wie Köln konnte man nicht spielerisch überzeugen. Das Leipzig-Leipzig-Spiel war super, aber bisher auch nur eine der seltenen Ausnahmen. Die Entwicklung bleibt aus und der Kader gibt definitiv mehr her, als man im Laufe der Saison sehen konnte.

Insofern es passende Kandidaten auf dem Trainermarkt gibt, die deutlich vielversprechender als KH sind, dann sollte man den Wechsel schon vollziehen. So oder so kann und muss man KH dankbar sein, für das was er bisher erreicht hat. Aber persönlich sehe ich das Ende der Fahnenstange schon erreicht.

Bei 90Plus habe ich etwas von Matthias Jaissle gesehen. Hoffe es wird niemand aus der RB Schule. Ist zwar ein toller Fußball zum Anschauen, aber kaum nachhaltig. Oliver Glasner würde ich hier auch nur ungern sehen wollen. Fabregas wäre wohl die 1A Premiumlösung, aber selbst wenn Como die CL verpassen sollte, wonach es aktuell aussieht, halte ich das leider nicht mehr für realistisch.


Das sehe ich tatsächlich anders.

Der Trend in der Rückrunde ist leider einfach extrem schwach. In der Liga hat man sich den Saisonendspurt unnötig spannend gemacht mit Punktverlusten gegen Union, Mainz, Gladbach, Heidenheim, Augsburg. Auch spielerisch war das mit Ausnahme von Augsburg größtenteils sehr schwere Kost.

Dazu kam/kommt es anscheinend im Team auch zu Verstimmungen, da KH selten wechselt oder rotiert.

Und versteh mich nicht falsch, ich freu mich wahnsinning über die Siege gegen Leipzig oder vorher auch Dortmund, da waren wir auf den Punkt da. Aber mir fehlt die langfristige Perspektive und Marschrichtung, wo wir mit KH hinwollen bzw. können. Er ist in meinen Augen ein starker Pragmatiker, aber kein langfristiger Weiterentwickler eines Teams.

Wenn wir KH halten, dann sehe ich uns mit ihm in den nächsten 2-3 Jahren als guten Kandidaten für den Kampf um die CL-Quali, aber nicht mehr. Die Ansprüche der Verantwortlichen sind allerdings andere, das hat man klar formuliert. Man will 2028 oder 2029 wieder um die Meisterschaft mitspielen und ein Team bis dahin entwickeln. Das würde auch insofern gut passen, weil dann bei den Bayern ein größerer Umbruch passieren dürfte und Kimmich, Tah, Laimer, Diaz, Gnabry und Kane alle schon 32 oder älter sind und abbauen dürften. Dann müssen wir da sein, wenn wir eine Chance haben wollen.

Dafür brauche ich einen Trainer mit klarer Perspektive, dem ich zutraue den Kader wirklich zu entwickeln, eine klare Spielidee zu haben und diese auch felsenfest zu implementieren.

Unabhängig der Trainerwahl wird es natürlich spannend zu sehen, was der neue Trainer dann mit den Neuzugängen anzufangen weiß, die in dieser Saison etwas auf der Strecke geblieben sind, aus unterschiedlichen Gründen.

Mit Tillman, Bade, EBS und Fernandez haben wir 4 teure Neuzugänge, die bislang nicht die Rolle spielen, die sich Verein und Spieler erhofft haben. Bei allen 4en kann ich mir schwer vorstellen, dass sie unter KH eine größere Rolle spielen (werden). Bei Tillman scheint es am Spielertyp zu scheitern, mit dem KH wenig anfangen kann. Bei Fernandez scheitert es an mangelnder Rotation im DM, bei Badé genießt leider sein größter Konkurrent Andrich Narrenfreiheit unter KH. Lediglich bei EBS würde ich die Saison aufgrund von Verletzungen nicht wirklich beurteilen können, da waren seine Ansätze nach dem Re-Start gegen Köln recht vielversprechend.

Daher wäre mein klarer Fahrplan: Die Saison bestenfalls mit KH auf Platz 4 beenden, KH für die gemeinsame Zeit danken und dann frühzeitig einen neuen Trainer mit Perspektive verpflichten, der beim Kader-Umbau seine Meinung mit einbringen kann.

Es ist ja auch nicht so, als würde KH da geschwächt rausgehen. Er hätte sich nach ewiger Pause im Vereinsfußball eindrucksvoll zurückgemeldet, empfiehlt sich entweder für einen anderen Club unseres Kalibers oder für eine andere Nationalmannschaft. Könnte also auch ein Win-Win für uns und ihn werden.

•     •     •

Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein
man diskutiert mit ihnen nicht, hat die Geschichte gezeigt.
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