Bayer 04 Leverkusen Bayer 04 Leverkusen
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Trainerscouting

05.03.2017 - 14:58 Uhr
Trainerscouting |#151
05.05.2026 - 11:00 Uhr
Zitat von Vidal04
Zitat von SVBforever

Wenn es ein Szenario geben sollte das unser Trainer aufhört,



Wir verlieren Samstag gegen den VfB und Hoffenheim gewinnt.


Man darf und wird hoffentlich nicht eine so wichtige Entscheidung von einem Spiel abhängig machen. Ich erwarte da von den Verantwortlich weniger Aktionismus, sondern mehr Weitsicht.
Die Meinung über unseren Trainer konnten sich die Verantwortlichen bis dato bilden. In der täglichen Trainingsarbeit, Spielvorbereitung, Kommunikation mit den Spielern, taktische/motivatorische Fähigkeiten.

Wenn man der Meinung ist, dass er diese Faktoren besser erfüllt, als jede mögliche verfügbare Alternative, dann soll er bleiben. Selbst wenn uns Stuttgart 4:0 abfertigt.

Wenn man meint, er ist nicht die beste Option für die Vorbereitung auf & den Start in die neue Saison, dann sollte man sich fair und wertschätzend trennen. Und das auch, wenn wir in Stuttgart den höchsten Sieg unserer Bundesliga-Historie feiern.

Ich habe da sehr starke Hoffnung, dass dies intern ganz genau analysiert wird und dann nach Abwägung der Alternativen entschieden wird. Und dann wird der bestmögliche verfügbare Trainer mit unserer Truppe in die Vorbereitung gehen.

Ob es dann Hjulmand wird, werden wir dann sehen.

•     •     •

Carsten Ramelow: "Gerade Zuhause liegt unsere Heimstärke!"

Michael Ballack: "Sowas können wir nicht trainieren, sondern nur üben."

Rudi Völler: "Zu 50 % stehen wir im Viertelfinale, aber die halbe Miete ist das noch lange nicht."
Trainerscouting |#152
05.05.2026 - 21:52 Uhr
Zitat von Marsupilami

Zitat von PressingPoet

Sollte KH die Champions League erreichen, würde es natürlich super schwer werden Ihn vorzeitig zu ersetzen. Ich erinnere mich noch vor einigen Jahren, als man Heiko Herrlich im Winter für Peter Bosz entlassen hatte, obwohl dieser nochmal eine kleine Siegesserie gestartet hatte. Das hat auch für einige Kritik gesorgt, weil man meinte, Leverkusen hätte zu aktionistisch gehandelt.

Ähnlich könnte es auch mit KH sein, denn wenn wir uns einfach mal die ganzen Begleitumstände anschauen, liefert er - rein ergebnistechnisch - gut ab. 4. Platz in der Liga mit einer guten Punkteausbeute, CL in der eigenen Hand. CL als zweitbeste deutsche Mannschaft bestritten, gegen Arsenal teuer verkauft. DFB Pokal Halbfinale, leider sehr billig gegen Bayern verkauft. Keine Vorbereitung, XXL Umbruch, sehr viel Verletzungspech, wahnsinnig viele englische Wochen.

So einen Trainer entlässt man normalerweise nicht.

Andererseits ist seine Art Fußball zu spielen recht bieder, es wirkt oft inspirationslos, mit wenig Konzept, defensiv ist das schon sehr wackelig und selbst gegen Vereine wie Köln konnte man nicht spielerisch überzeugen. Das Leipzig-Leipzig-Spiel war super, aber bisher auch nur eine der seltenen Ausnahmen. Die Entwicklung bleibt aus und der Kader gibt definitiv mehr her, als man im Laufe der Saison sehen konnte.

Insofern es passende Kandidaten auf dem Trainermarkt gibt, die deutlich vielversprechender als KH sind, dann sollte man den Wechsel schon vollziehen. So oder so kann und muss man KH dankbar sein, für das was er bisher erreicht hat. Aber persönlich sehe ich das Ende der Fahnenstange schon erreicht.

Bei 90Plus habe ich etwas von Matthias Jaissle gesehen. Hoffe es wird niemand aus der RB Schule. Ist zwar ein toller Fußball zum Anschauen, aber kaum nachhaltig. Oliver Glasner würde ich hier auch nur ungern sehen wollen. Fabregas wäre wohl die 1A Premiumlösung, aber selbst wenn Como die CL verpassen sollte, wonach es aktuell aussieht, halte ich das leider nicht mehr für realistisch.


Das sehe ich tatsächlich anders.

Der Trend in der Rückrunde ist leider einfach extrem schwach. In der Liga hat man sich den Saisonendspurt unnötig spannend gemacht mit Punktverlusten gegen Union, Mainz, Gladbach, Heidenheim, Augsburg. Auch spielerisch war das mit Ausnahme von Augsburg größtenteils sehr schwere Kost.

Dazu kam/kommt es anscheinend im Team auch zu Verstimmungen, da KH selten wechselt oder rotiert.

Und versteh mich nicht falsch, ich freu mich wahnsinning über die Siege gegen Leipzig oder vorher auch Dortmund, da waren wir auf den Punkt da. Aber mir fehlt die langfristige Perspektive und Marschrichtung, wo wir mit KH hinwollen bzw. können. Er ist in meinen Augen ein starker Pragmatiker, aber kein langfristiger Weiterentwickler eines Teams.

Wenn wir KH halten, dann sehe ich uns mit ihm in den nächsten 2-3 Jahren als guten Kandidaten für den Kampf um die CL-Quali, aber nicht mehr. Die Ansprüche der Verantwortlichen sind allerdings andere, das hat man klar formuliert. Man will 2028 oder 2029 wieder um die Meisterschaft mitspielen und ein Team bis dahin entwickeln. Das würde auch insofern gut passen, weil dann bei den Bayern ein größerer Umbruch passieren dürfte und Kimmich, Tah, Laimer, Diaz, Gnabry und Kane alle schon 32 oder älter sind und abbauen dürften. Dann müssen wir da sein, wenn wir eine Chance haben wollen.

Dafür brauche ich einen Trainer mit klarer Perspektive, dem ich zutraue den Kader wirklich zu entwickeln, eine klare Spielidee zu haben und diese auch felsenfest zu implementieren.

Unabhängig der Trainerwahl wird es natürlich spannend zu sehen, was der neue Trainer dann mit den Neuzugängen anzufangen weiß, die in dieser Saison etwas auf der Strecke geblieben sind, aus unterschiedlichen Gründen.

Mit Tillman, Bade, EBS und Fernandez haben wir 4 teure Neuzugänge, die bislang nicht die Rolle spielen, die sich Verein und Spieler erhofft haben. Bei allen 4en kann ich mir schwer vorstellen, dass sie unter KH eine größere Rolle spielen (werden). Bei Tillman scheint es am Spielertyp zu scheitern, mit dem KH wenig anfangen kann. Bei Fernandez scheitert es an mangelnder Rotation im DM, bei Badé genießt leider sein größter Konkurrent Andrich Narrenfreiheit unter KH. Lediglich bei EBS würde ich die Saison aufgrund von Verletzungen nicht wirklich beurteilen können, da waren seine Ansätze nach dem Re-Start gegen Köln recht vielversprechend.

Daher wäre mein klarer Fahrplan: Die Saison bestenfalls mit KH auf Platz 4 beenden, KH für die gemeinsame Zeit danken und dann frühzeitig einen neuen Trainer mit Perspektive verpflichten, der beim Kader-Umbau seine Meinung mit einbringen kann.

Es ist ja auch nicht so, als würde KH da geschwächt rausgehen. Er hätte sich nach ewiger Pause im Vereinsfußball eindrucksvoll zurückgemeldet, empfiehlt sich entweder für einen anderen Club unseres Kalibers oder für eine andere Nationalmannschaft. Könnte also auch ein Win-Win für uns und ihn werden.


Da habe ich mich vielleicht nicht klar genug ausgedrückt. Sehe das Ganze eigentlich wie Du. Ich wäre auch klar dafür, dass man sich im Sommer auf der Trainerposition umschaut. Mir fehlt allen Dingen voran ebenjene Weiterentwicklung der Spielanlage, die Integration bestimmter Spieler und die Rückrunde war überwiegend ernüchternd, nachdem die Hinrunde eigentlich noch okay war und die Hoffnung auf eine gute Rückrunde aufrecht erhalten hatte.

Gleichzeitig wollte ich seine Verdienste hervorheben, denn unterm Strich ist es bis jetzt - rein ergebnistechnisch - eine gelungene Saison. Und unter normalen Umständen entlässt Bayer 04 nicht solch einen Trainer, der ins Achtelfinale der CL, Halbfinale des DFB Pokals kommt und die CL Plätze erreicht.

Aber wie gesagt sehe ich da schon das Ende der Fahnenstange mit KH erreicht. Will man mehr schaffen, so wie die Verantwortlichen es auch kommunizieren, muss man sich mehr Potenzial auf die Trainerbank holen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PressingPoet am 05.05.2026 um 21:53 Uhr bearbeitet
Trainerscouting |#153
06.05.2026 - 06:37 Uhr
Zitat von Official1904
Zitat von SVBforever

Zitat von Official1904

Zitat von Mikaelo

Zitat von Marsupilami

Quelle: sport.sky.de
Was für ein Vertrauensbeweis!

Nach exklusiven Sky Sport Informationen wird Fabian Hürzeler vorzeitig seinen 2027 auslaufenden Vertrag bei Brighton langfristig verlängern. Zwischen dem Ex-St.-Pauli-Coach und dem PL-Klub ist bereits alles ausverhandelt und so wird die offizielle Unterschrift des 33-Jährigen zeitnah erfolgen.

Hürzeler kam im Sommer 2024 zu Brighton und soll nun langfristig für Erfolg bei den Seagulls sorgen. In der Tabelle rangiert Brighton nach 35 Spielen auf dem achten Rang und kämpft um einen Platz im europäischen Wettbewerb.
Falls es irgendwo sonst schon geposted wurde, dann ignorieren aber habe es nirgends bei uns gelesen.

Laut Plettenberg haben wir auch mehrfach vorgefühlt, anscheinend erfolglos.

Sehr schade, das wäre mein Wunsch-Kandidat gewesen.


Für Hürzeler sind in der Bundesliga nur die Bayern interessant. Er kommt ja von dort und ist ein riesiger Fan. Abseits dessen glaube ich nicht, dass wir ihn in der Bundesliga sehen werden. Es sei denn er wurde entlassen und er bekommt kein neues Angebot aus der Premier League.

Sollten wir die Champions League erreichen, werden wir sowieso mit Hjulmand weitermachen. Und das hat er sich auch mehr als verdient.



Oh mein Gott. Der letzte Absatz kann nur ein verspäteter Aprilscherz sein. Hast du die ganzen Spiele in dieser Saison überhaupt gesehen ? Oder guckst du nur Sportschau und liest den Kicker ? Das kann echt nicht wahr sein. Ich bin sprachlos…..



So verkehrt liegt er damit doch garnicht.

Die großen Spiele hat er mit dem Kader fast alle gewonnen. Wir haben halt Probleme wenn die Gegner nicht so richtig mitspielen wollen, und das hat auch was damit zu tun, dass wir nur Maza haben, der so richtig defensive Gegner mit seinen Fähigkeiten öffnen kann.

Da müssen im Sommer noch mindestens 2 Spieler geholt werden, die auch technisch was drauf haben, auch auf der 6er Position.

Wenn wir unsere Ziele erreichen sollten, dann wird es eh keine Diskussion über den Trainer geben. Es sei den er hört selber auf. Auch wenn wir uns das anders wünschen.

Darüber hinaus finde ich das Hürzeler nicht zu uns passt.

Wenn es ein Szenario geben sollte das unser Trainer aufhört, dann kommt für mich nur Glasner als 1A Lösung Betracht.

Wir sollten uns auch nicht von Plettenberg beeinflussen lassen, dem glaube überhaupt nicht.
Der ist und bleibt für mich einfach einer der nur spekuliert, und absolut keine zuverlässigen Quellen hat.



Wir hatten auch genug Probleme gegen Gegner die mitgespielt haben. Das stimmt also nicht was du schreibst. Zuletzt Köln. Davor Augsburg, Mainz. Es waren genug Spiele dabei in denen der Gegner mutig gepresst hat und mitgespielt hat. Das Argument zieht also nicht.



Köln hatte eigentlich erklärt, wegen der englischen Woche und zusätzlich ein Derby.
Ist wie ein Pokalspiel.

Augsburg hatte 3 Torschüsse, wenn das offensiv mutig ist, dann weiß ich auch nicht mehr.
Und was Augsburg in den letzten Wochen leistet, ist auch bekannt.

Und Mainz steht mit seinem Trainer für gutes defensives Verhalten, und gegen die spielt keiner gerne.
Die Mannschaften von Urs Fischer sind bekannt dafür.

Es ist ein Aufwärtstrend zu erkennen, weil die letzten spiele durch Tella und Culbreath auch wieder Geschwindigkeit auf dem Platz ist.

Sollten wir die CL erreichen, dann kann ich mir nicht vorstellen das wir den Trainer entlassen.

Habe mittlerweile das Gefühl das die Mannschaft sich findet, und daher warum wieder bei null starten?

Der Kader bedarf einiger Korrekturen, dann geht es hoffentlich so weiter…
Trainerscouting |#154
06.05.2026 - 09:00 Uhr
Ich bin wegen KH auch skeptisch,

ABER, am Ende stehen wir besser da, als zumindest ich nach den Umbruch erwartet habe. Ja, es war nicht immer schön, ja, wir haben unnötig Spiele verloren. Aber am Ende zählen leider dann doch nur die Punkte. Da sieht es gar nicht so schlecht aus, wenn man alle Gesamtumstände (Umbruch, ETH, keine Vorbereitung, Team vorgegeben, viel Verletzungspech (das darf wirklich nicht vergessen werden)) berücksichtigt.

Was mich nur stört, und hier sehe ich die Gefahr, dass es für mich so scheint, dass Spieler nicht weiterentwickelt wurden. Wie der Kicker so süffisant schreibt, sind es zum größten Teil die alten Spieler, die immer spielen und das Spiel machen.

Liegt es jetzt daran, dass die Neuzugänge (Tillmann, Bade, EBS, Equi, Echiverrie) alle geflopt sind. Dagegen sind Maza, Kofane und Quansah erfolgreich. Bei der Torwartfrage wird es noch schwieriger. Ich finde Flecken schon eine klare Qualitätssteigerung, wenn da nicht die Aussetzer gewesen wären. Dazu kommt, dass Blaswich einfach auch ein sehr guter Torwart ist und sogar Omlin als Nummer 3. Ein ganz großes Fragezeichen bildet sich bei mir um Tape. Warum wurde er nicht mehr berücksichtig und warum wurde Belocian einfach verliehen (mutig oder fahrlässig).

Ich kann nicht in die Mannschaft reinschauen. Das wir vielleicht CL spielen, spricht für KH. Aber die Fragezeichen bleiben, ob er der Richtige ist, aus jungen Talenten Stars zu machen. Das ist für mich die entscheidende Frage, da noch weitere junge Talente im Anflug sind, und das wohl auch die Strategie des Vereins sein dürfte.

Daher werden auch eher nicht neue gestandene Spieler kommen, es sei denn, es bietet sich ein Schnäppchen a la Vazques an, den ich gar nicht so gut finde.

Für mich ist daher entscheidend, dass der Trainer der nächsten Saison sehr gut mit jungen Spielern kann, mutig ist, auf diese zu setzen.

Daher wäre mein Traum Filipe Luís. Er gilt als ausgesprochen talentorientierter Trainer – sein gesamter Trainerweg belegt das eindrucksvoll.

Filipe Luís begann seine Trainerkarriere im Januar 2024 bewusst in der U17 von Flamengo, wurde im Juni 2024 zur U20 befördert und gewann dort bereits im August 2024 nach nur zwei Monaten den U20 Intercontinental Cup. Erst nach diesem Erfolg übernahm er im Oktober 2024 die erste Mannschaft. Diese Entwicklung „von unten nach oben" ist ungewöhnlich für einen ehemaligen Weltklassespieler und zeigt, dass die Förderung junger Spieler für ihn kein Zufall, sondern Methode war.

In seiner Amtszeit bei der Flamengo-Profimannschaft setzte er konsequent Nachwuchsspieler ein. Ein dokumentiertes Beispiel: Der 18-jährige João Victor spielte unter ihm als Innenverteidiger und galt als „sehr vielversprechend" mit klar beobachtbarer Entwicklung. Analyse-Portale beschreiben ihn als Trainer, der „weiß, wie er Spieler entwickelt und ihnen Rollen zuweist, die ihren Fähigkeiten entsprechen". Sein Team zeichnete sich durch hohe Organisation und technische Kompetenz aus – Qualitäten, die besonders jungen Spielern zugutekommen.

Entsprechend war der Grund seiner Entlassung auch, dass er sich weigerte Profis der ersten Mannschaft zur schwächelnden U20 abzustellen.

Wobei Claudio Giraldez nach den zugänglichen Informationen fast noch mehr auf die Jugend setzt. Aus diesen Gründen fallen für mich Perez, Glasner und Jaissle raus, da diese nicht wirklich wegen ihren Hang zu Jugendspielern auffallen - was nicht heißen soll, dass es keine guten Trainer sind.

ABER KH steht eben auf dem Papier auch für setzen auf junge Talente. Seine Karriere ist geprägt von Jugendförderung als Kernprinzip. Bei FC Nordsjaelland schickte er eine Startelf aufs Feld, die im Schnitt nur 21,1 Jahre alt war – die jüngste Startelf eines Klubs in Europa in jenem Jahr.
Trainerscouting |#155
06.05.2026 - 09:12 Uhr
Zitat von UB1904
Ich bin wegen KH auch skeptisch,

ABER, am Ende stehen wir besser da, als zumindest ich nach den Umbruch erwartet habe. Ja, es war nicht immer schön, ja, wir haben unnötig Spiele verloren. Aber am Ende zählen leider dann doch nur die Punkte. Da sieht es gar nicht so schlecht aus, wenn man alle Gesamtumstände (Umbruch, ETH, keine Vorbereitung, Team vorgegeben, viel Verletzungspech (das darf wirklich nicht vergessen werden)) berücksichtigt.

Was mich nur stört, und hier sehe ich die Gefahr, dass es für mich so scheint, dass Spieler nicht weiterentwickelt wurden. Wie der Kicker so süffisant schreibt, sind es zum größten Teil die alten Spieler, die immer spielen und das Spiel machen.

Liegt es jetzt daran, dass die Neuzugänge (Tillmann, Bade, EBS, Equi, Echiverrie) alle geflopt sind. Dagegen sind Maza, Kofane und Quansah erfolgreich. Bei der Torwartfrage wird es noch schwieriger. Ich finde Flecken schon eine klare Qualitätssteigerung, wenn da nicht die Aussetzer gewesen wären. Dazu kommt, dass Blaswich einfach auch ein sehr guter Torwart ist und sogar Omlin als Nummer 3. Ein ganz großes Fragezeichen bildet sich bei mir um Tape. Warum wurde er nicht mehr berücksichtig und warum wurde Belocian einfach verliehen (mutig oder fahrlässig).

Ich kann nicht in die Mannschaft reinschauen. Das wir vielleicht CL spielen, spricht für KH. Aber die Fragezeichen bleiben, ob er der Richtige ist, aus jungen Talenten Stars zu machen. Das ist für mich die entscheidende Frage, da noch weitere junge Talente im Anflug sind, und das wohl auch die Strategie des Vereins sein dürfte.

Daher werden auch eher nicht neue gestandene Spieler kommen, es sei denn, es bietet sich ein Schnäppchen a la Vazques an, den ich gar nicht so gut finde.

Für mich ist daher entscheidend, dass der Trainer der nächsten Saison sehr gut mit jungen Spielern kann, mutig ist, auf diese zu setzen.

Daher wäre mein Traum Filipe Luís. Er gilt als ausgesprochen talentorientierter Trainer – sein gesamter Trainerweg belegt das eindrucksvoll.

Filipe Luís begann seine Trainerkarriere im Januar 2024 bewusst in der U17 von Flamengo, wurde im Juni 2024 zur U20 befördert und gewann dort bereits im August 2024 nach nur zwei Monaten den U20 Intercontinental Cup. Erst nach diesem Erfolg übernahm er im Oktober 2024 die erste Mannschaft. Diese Entwicklung „von unten nach oben" ist ungewöhnlich für einen ehemaligen Weltklassespieler und zeigt, dass die Förderung junger Spieler für ihn kein Zufall, sondern Methode war.

In seiner Amtszeit bei der Flamengo-Profimannschaft setzte er konsequent Nachwuchsspieler ein. Ein dokumentiertes Beispiel: Der 18-jährige João Victor spielte unter ihm als Innenverteidiger und galt als „sehr vielversprechend" mit klar beobachtbarer Entwicklung. Analyse-Portale beschreiben ihn als Trainer, der „weiß, wie er Spieler entwickelt und ihnen Rollen zuweist, die ihren Fähigkeiten entsprechen". Sein Team zeichnete sich durch hohe Organisation und technische Kompetenz aus – Qualitäten, die besonders jungen Spielern zugutekommen.

Entsprechend war der Grund seiner Entlassung auch, dass er sich weigerte Profis der ersten Mannschaft zur schwächelnden U20 abzustellen.

Wobei Claudio Giraldez nach den zugänglichen Informationen fast noch mehr auf die Jugend setzt. Aus diesen Gründen fallen für mich Perez, Glasner und Jaissle raus, da diese nicht wirklich wegen ihren Hang zu Jugendspielern auffallen - was nicht heißen soll, dass es keine guten Trainer sind.

ABER KH steht eben auf dem Papier auch für setzen auf junge Talente. Seine Karriere ist geprägt von Jugendförderung als Kernprinzip. Bei FC Nordsjaelland schickte er eine Startelf aufs Feld, die im Schnitt nur 21,1 Jahre alt war – die jüngste Startelf eines Klubs in Europa in jenem Jahr.


KH hat bei uns ja auch sehr wohl auch auf junge Spieler gesetzt. Alleine die Beispiele Maza, Poku, Culbreath und Kofane belegen, dass er da keine Vorbehalte hat und den Spielern Chancen gibt.

Über die Einsätze der anderen Neuzugänge lässt sich sicher streiten, aber das hat man letztlich ja immer. Muss auch nicht zwingend die Schuld von KH sein, dass Tillman bspw sein Potenzial nicht entfaltet bekommt.

Bei Jaissle wäre ich mit der Einschätzung zudem vorsichtiger. Er setzt jetzt in Saudi-Arabien vllt nicht auf junge Spieler, aber ist das überhaupt möglich? Das Konzept der Saudi-Klubs liegt ja zu 80 Prozent darauf gestandene Altstars zu verpflichten. Die haben weder eine gute Jugendarbeit, noch viele talentierte u-21 Spieler in der Liga. Das ist wohl schwierig da junge Spieler zu fördern als Trainer. In Salzburg waren die Begebenheiten für Jaissle jedoch komplett andere. Salzburg ist grundsätzlich eher ein junges Team. Und dort war er ebenfalls erfolgreich.

Hinsichtlich Filipe Luis: so jung war der letzte Kader den er hatte tatsächlich nicht bzw. die Spieler, die bei ihm zum Einsatz gekommen sind.
Trainerscouting |#156
06.05.2026 - 14:44 Uhr
Zitat von Kurzpass

Ich bin mit Bayer diese Saison eher unzufrieden, aber eher mit den Transfers.
KH find ich nach wie vor sehr sympatisch. Super nervig dagegen der Stephan von Nocks, der seit Monaten eine klare Kampagne gegen den Trainer fährt. Wahnsinn was er ihm schon alles krumm genommen hat und was Kicker Online schon einen Artikel wert war. Ob nach guten oder schlechten Spielen - er findet immer das Haar in der Suppe. Da muss doch mal Einer beim Kicker gegenlesen und checken, dass der Kerl einfach nicht neutral ist.

Schön, dass ich nicht der einzige bin der das so empfindet. Von Nocks und seine Anti-KH Kampagne ist schon ziemlich auffällig und erinnert an den Anfang der Saison, wo er sich auch sehr schnell auf ETH eingeschossen hatte. Damals wurde ja auch teilweise gemunkelt, dass das aus dem Verein kam um den Wechsel quasi "vorzubereiten". Könnte mir durchaus vorstellen, dass das hier ähnlich läuft.

Die Ergebnisse die KH geliefert hat, insbesondere wenn wir die CL noch packen, rechtfertigen auf jeden Fall keine Trennung zum Saisonende. Alles andere ist als Außenstehender schwer zu beurteilen und an der Stelle muss man Rolfes und Carro vertrauen, dass Sie dort die richtige Entscheidung in Hinblick auf die ambitionierten Ziele treffen.

Persönlich würde ich eine Trennung bevorzugen, da mir die Überzeugung fehlt, dass er die Mannschaft wirklich weiterentwickeln und zu einem Titelkandidaten formen kann.

Von den allgemein gehandelten möglichen Nachfolgern finde ich Glasner am interessantesten, weil er die Liga kennt, unter Beweis gestellt hat Spieler/Mannschaften weiterentwickeln zu können und mich seine Erfolge auf den letzten Stationen überzeugen. Aber auch Luis oder Iraola klingen nach spannenden Lösungen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von highbury04 am 06.05.2026 um 14:45 Uhr bearbeitet
Trainerscouting |#157
07.05.2026 - 00:51 Uhr
Hier wird von einigen ja so getan als ob Hjulmand sich elfmal aufstellt und die Spiele komplett selbst spielt.
Am Ende spielen immer noch die Spieler das Spiel. Die Aufgabe von Hjulmand ist es den Spielern einen passenden Matchplan mitzugeben und unter der Woche im Training zu entwickeln.

Nochmal für einige: Wir haben im Sommer 60!! % unseres Kaders ausgetauscht. Das ist Beispiellos auf diesem Niveau. Zudem sind Andrich und Garcia die einzigen zwei Spieler, welche ohne Verletzungen bislang durch die Saison gekommen sind. Wir haben erst in den letzten Wochen also mal konstant die gleiche Mannschaft auf den Platz stellen können. Davor haben wir auf Grund der vielen Verletzungen und des unfassbar straffen Programms immer wieder 3-5 neue Spieler jedes Spiel auf den Platz schicken müssen. Zudem hatten wir wochenlang nur 14-15 fitte Feldspieler pro Spieltag zur Verfügung. Was sich auch in der Tabelle ausdrückt.

Wenn man sich die Tabelle bis zur 75. Minute anschaut. Wären wir mit 64 Punkten Tabellenzweiter. Das zeigt einfach, dass Hjulmand die Mannschaft eigentlich immer gut einstellt und uns lediglich die Puste hinten heraus häufig ausgegangen ist.

Wir haben diese Saison bisher 49 Spiele gehabt. Stuttgart ebenfalls, allerdings spielen diese Europa League, was ca. 10 Punkte Unterschied ausmacht auf Grund der geringeren Belastung. Weswegen Sie ja letztes Jahr mit Champions League auch nur 9. geworden sind.

Leipzig hatte 36 Spiele und Hoffenheim 34 Spiele.

Wenn man dann nochmal die Daten von xPts, xG und xGA vergleicht. Lohnt sich auch mal ein Blick auf die vergangene Saison.

Letzte Saison hatten wir 69 Punkte und ein Torverhältnis von 72:43.
xPts war 59.78, xG 63,04 und xGA war 41.43.

Diese Saison haben wir bisher nach 32. Spieltagen: 58 Punkte und ein Torverhältnis von 66:43.
xPts haben wir 58.73, xG 71.53 und xGA 45.90.

Statistisch betrachtet schaffen wir es also diese Saison uns größere Chancen zu erspielen als letzte Saison und sollten theoretisch auch mehr Punkte holen als letzte Saison. Und das trotz des größten Umbruchs der Vereinshistorie wo bei weitem noch nicht alles perfekt war und noch nicht alles funktioniert.

Wie Hjulmand spielen lassen möchte, hat man in den Spielen gegen Augsburg und auch Leipzig zuletzt ganz gut gesehen. Wenn wir wirklich mal eine Woche Vorbereitung auf ein Spiel haben und auch den Kader mehr oder weniger zusammen hatten. Haben wir immer sehr gute Leistungen gezeigt.

Letztendlich ist es sehr ähnlich zu Alonso mit einem lockenden Ballbesitz um dann den freien Raum zu erspielen und dann mit Tempo auf die letzte Reihe zuzulaufen. Oder mit Passstaffen die Lücken in der gegnerischen Abwehr zu bespielen und dann die Bälle in den Rückraum oder an den 5-Meter Raum zu legen.

Hjulmand hat in der Bundesliga einen Punkteschnitt von 1,9 Punkten pro Spiel. Es gibt genau zwei Trainer in unserer Historie welche über diesen Zeitraum einen besseren Punkteschnitt haben. Alonso und Lewandowski.

Vielleicht sollten sich einige hier mal Fragen ob sie Hjulmand wirklich fair bewerten oder nicht doch eine viel zu große Erwartungshaltung durch die letzten zwei Jahre entwickelt haben.

Wir haben vor der Saison unsere komplette Achse abgegeben. Von den 8 Spielern welche letzte Saison mehr als 3.000 Spielminuten gesammelt haben. Sind nur noch Grimaldo und Tapsoba hier.

Tah, Xhaka, Hincapie, Frimpong, Wirtz und Hradecky haben wir alle verkauft. Und es haben noch nicht einmal alle Neuzugänge wie erhofft eingeschlagen und trotzdem sind wir in den KO-Wettbewerben gleich weit gekommen und haben in der Bundesliga auf einem ähnlichen Niveau performt. Auch wenn wir weniger Punkte holen werden.
Was allerdings mehr an unseren individuellen Fehlern liegt, als dass wir taktische oder systematischen Schwächen haben. Denn hätten wir die individuellen Fehler gegen Bremen, Gladbach, Union, Mainz, Bayern, Augsburg, Heidenheim etc nicht gemacht. Hätten wir auch schon locker die 5-8 Punkte mehr haben können. Welche uns auf die Punktausbeute aus der letzten Saison am Ende fehlen werden.

•     •     •

Mentalität schlägt Qualität!
Trainerscouting |#158
07.05.2026 - 06:46 Uhr
Zitat von Mikaelo
Hier wird von einigen ja so getan als ob Hjulmand sich elfmal aufstellt und die Spiele komplett selbst spielt.
Am Ende spielen immer noch die Spieler das Spiel. Die Aufgabe von Hjulmand ist es den Spielern einen passenden Matchplan mitzugeben und unter der Woche im Training zu entwickeln.

Nochmal für einige: Wir haben im Sommer 60!! % unseres Kaders ausgetauscht. Das ist Beispiellos auf diesem Niveau. Zudem sind Andrich und Garcia die einzigen zwei Spieler, welche ohne Verletzungen bislang durch die Saison gekommen sind. Wir haben erst in den letzten Wochen also mal konstant die gleiche Mannschaft auf den Platz stellen können. Davor haben wir auf Grund der vielen Verletzungen und des unfassbar straffen Programms immer wieder 3-5 neue Spieler jedes Spiel auf den Platz schicken müssen. Zudem hatten wir wochenlang nur 14-15 fitte Feldspieler pro Spieltag zur Verfügung. Was sich auch in der Tabelle ausdrückt.

Wenn man sich die Tabelle bis zur 75. Minute anschaut. Wären wir mit 64 Punkten Tabellenzweiter. Das zeigt einfach, dass Hjulmand die Mannschaft eigentlich immer gut einstellt und uns lediglich die Puste hinten heraus häufig ausgegangen ist.

Wir haben diese Saison bisher 49 Spiele gehabt. Stuttgart ebenfalls, allerdings spielen diese Europa League, was ca. 10 Punkte Unterschied ausmacht auf Grund der geringeren Belastung. Weswegen Sie ja letztes Jahr mit Champions League auch nur 9. geworden sind.

Leipzig hatte 36 Spiele und Hoffenheim 34 Spiele.

Wenn man dann nochmal die Daten von xPts, xG und xGA vergleicht. Lohnt sich auch mal ein Blick auf die vergangene Saison.

Letzte Saison hatten wir 69 Punkte und ein Torverhältnis von 72:43.
xPts war 59.78, xG 63,04 und xGA war 41.43.

Diese Saison haben wir bisher nach 32. Spieltagen: 58 Punkte und ein Torverhältnis von 66:43.
xPts haben wir 58.73, xG 71.53 und xGA 45.90.

Statistisch betrachtet schaffen wir es also diese Saison uns größere Chancen zu erspielen als letzte Saison und sollten theoretisch auch mehr Punkte holen als letzte Saison. Und das trotz des größten Umbruchs der Vereinshistorie wo bei weitem noch nicht alles perfekt war und noch nicht alles funktioniert.

Wie Hjulmand spielen lassen möchte, hat man in den Spielen gegen Augsburg und auch Leipzig zuletzt ganz gut gesehen. Wenn wir wirklich mal eine Woche Vorbereitung auf ein Spiel haben und auch den Kader mehr oder weniger zusammen hatten. Haben wir immer sehr gute Leistungen gezeigt.

Letztendlich ist es sehr ähnlich zu Alonso mit einem lockenden Ballbesitz um dann den freien Raum zu erspielen und dann mit Tempo auf die letzte Reihe zuzulaufen. Oder mit Passstaffen die Lücken in der gegnerischen Abwehr zu bespielen und dann die Bälle in den Rückraum oder an den 5-Meter Raum zu legen.

Hjulmand hat in der Bundesliga einen Punkteschnitt von 1,9 Punkten pro Spiel. Es gibt genau zwei Trainer in unserer Historie welche über diesen Zeitraum einen besseren Punkteschnitt haben. Alonso und Lewandowski.

Vielleicht sollten sich einige hier mal Fragen ob sie Hjulmand wirklich fair bewerten oder nicht doch eine viel zu große Erwartungshaltung durch die letzten zwei Jahre entwickelt haben.

Wir haben vor der Saison unsere komplette Achse abgegeben. Von den 8 Spielern welche letzte Saison mehr als 3.000 Spielminuten gesammelt haben. Sind nur noch Grimaldo und Tapsoba hier.

Tah, Xhaka, Hincapie, Frimpong, Wirtz und Hradecky haben wir alle verkauft. Und es haben noch nicht einmal alle Neuzugänge wie erhofft eingeschlagen und trotzdem sind wir in den KO-Wettbewerben gleich weit gekommen und haben in der Bundesliga auf einem ähnlichen Niveau performt. Auch wenn wir weniger Punkte holen werden.
Was allerdings mehr an unseren individuellen Fehlern liegt, als dass wir taktische oder systematischen Schwächen haben. Denn hätten wir die individuellen Fehler gegen Bremen, Gladbach, Union, Mainz, Bayern, Augsburg, Heidenheim etc nicht gemacht. Hätten wir auch schon locker die 5-8 Punkte mehr haben können. Welche uns auf die Punktausbeute aus der letzten Saison am Ende fehlen werden.


Hier verteufelt auch niemand Hjulmand. Es geht viel mehr darum, dass viele in Frage stellen, ob eine weitere sportliche Entwicklung unter ihm möglich ist. Ob es möglich ist auf diese Übergangssaison, die er souverän gemanaged hat nun einen draufzusetzen und ein richtiges Konzept zu entwickeln, in dem die Spieler aufgehen und nochmal einen Schritt machen. Und die permanente Berichterstattung diesbezüglich zeigt ja, dass das nicht nur eine Illusion der Fans ist, sondern von mehreren Seiten zumindest überlegt und gedacht wird.

Das widerspricht in meinen Augen nicht den Punkten, dass wir einen Umbruch hatten und in einigen Spielen Pech oder uns die Puste ausgegangen ist oder er das Team gut aufgefangen, stabilisiert und eine gute Ausbeute hatte.

Im übrigen lässt du hier gefühlt alle Spiele zwischen Januar und April unter den Tisch fallen, wo wir einfach wochenlang, Spiel für Spiel absoluten Murks gespielt haben. Das waren nicht nur 2-3 Spiele. Das waren mindestens dieses Jahr: Stuttgart, Hoffenheim, Union, Mainz, Gladbach, Köln, Piräus Rückspiel, St. Pauli. Und das alles in nahem Abstand. Da gab es wenig Konzept, wenig Idee, wenig Spielgeist.

Das Argument mit dem „bis zur 75. Minute…“ finde ich persönlich zudem nicht überzeugend. Man könnte überspitzt andersherum sagen, wenn in der Meistersaison der Spielstand nach 75 Minuten gezählt hätte, wären wir nicht Meister geworden. Ein Spiel hat nunmal 90+ Minuten und nicht 75. ist schön, wenn man bis zur 75. Minute führt, wenn man danach einbricht, weil einem die Puste ausgeht, haste trotzdem nen Problem.
Trainerscouting |#159
08.05.2026 - 12:21 Uhr
Zitat von 00Frederik
Zitat von Mikaelo

Zitat von 00Frederik

Zitat von Mikaelo

Hier wird von einigen ja so getan als ob Hjulmand sich elfmal aufstellt und die Spiele komplett selbst spielt.
Am Ende spielen immer noch die Spieler das Spiel. Die Aufgabe von Hjulmand ist es den Spielern einen passenden Matchplan mitzugeben und unter der Woche im Training zu entwickeln.

Nochmal für einige: Wir haben im Sommer 60!! % unseres Kaders ausgetauscht. Das ist Beispiellos auf diesem Niveau. Zudem sind Andrich und Garcia die einzigen zwei Spieler, welche ohne Verletzungen bislang durch die Saison gekommen sind. Wir haben erst in den letzten Wochen also mal konstant die gleiche Mannschaft auf den Platz stellen können. Davor haben wir auf Grund der vielen Verletzungen und des unfassbar straffen Programms immer wieder 3-5 neue Spieler jedes Spiel auf den Platz schicken müssen. Zudem hatten wir wochenlang nur 14-15 fitte Feldspieler pro Spieltag zur Verfügung. Was sich auch in der Tabelle ausdrückt.

Wenn man sich die Tabelle bis zur 75. Minute anschaut. Wären wir mit 64 Punkten Tabellenzweiter. Das zeigt einfach, dass Hjulmand die Mannschaft eigentlich immer gut einstellt und uns lediglich die Puste hinten heraus häufig ausgegangen ist.

Wir haben diese Saison bisher 49 Spiele gehabt. Stuttgart ebenfalls, allerdings spielen diese Europa League, was ca. 10 Punkte Unterschied ausmacht auf Grund der geringeren Belastung. Weswegen Sie ja letztes Jahr mit Champions League auch nur 9. geworden sind.

Leipzig hatte 36 Spiele und Hoffenheim 34 Spiele.

Wenn man dann nochmal die Daten von xPts, xG und xGA vergleicht. Lohnt sich auch mal ein Blick auf die vergangene Saison.

Letzte Saison hatten wir 69 Punkte und ein Torverhältnis von 72:43.
xPts war 59.78, xG 63,04 und xGA war 41.43.

Diese Saison haben wir bisher nach 32. Spieltagen: 58 Punkte und ein Torverhältnis von 66:43.
xPts haben wir 58.73, xG 71.53 und xGA 45.90.

Statistisch betrachtet schaffen wir es also diese Saison uns größere Chancen zu erspielen als letzte Saison und sollten theoretisch auch mehr Punkte holen als letzte Saison. Und das trotz des größten Umbruchs der Vereinshistorie wo bei weitem noch nicht alles perfekt war und noch nicht alles funktioniert.

Wie Hjulmand spielen lassen möchte, hat man in den Spielen gegen Augsburg und auch Leipzig zuletzt ganz gut gesehen. Wenn wir wirklich mal eine Woche Vorbereitung auf ein Spiel haben und auch den Kader mehr oder weniger zusammen hatten. Haben wir immer sehr gute Leistungen gezeigt.

Letztendlich ist es sehr ähnlich zu Alonso mit einem lockenden Ballbesitz um dann den freien Raum zu erspielen und dann mit Tempo auf die letzte Reihe zuzulaufen. Oder mit Passstaffen die Lücken in der gegnerischen Abwehr zu bespielen und dann die Bälle in den Rückraum oder an den 5-Meter Raum zu legen.

Hjulmand hat in der Bundesliga einen Punkteschnitt von 1,9 Punkten pro Spiel. Es gibt genau zwei Trainer in unserer Historie welche über diesen Zeitraum einen besseren Punkteschnitt haben. Alonso und Lewandowski.

Vielleicht sollten sich einige hier mal Fragen ob sie Hjulmand wirklich fair bewerten oder nicht doch eine viel zu große Erwartungshaltung durch die letzten zwei Jahre entwickelt haben.

Wir haben vor der Saison unsere komplette Achse abgegeben. Von den 8 Spielern welche letzte Saison mehr als 3.000 Spielminuten gesammelt haben. Sind nur noch Grimaldo und Tapsoba hier.

Tah, Xhaka, Hincapie, Frimpong, Wirtz und Hradecky haben wir alle verkauft. Und es haben noch nicht einmal alle Neuzugänge wie erhofft eingeschlagen und trotzdem sind wir in den KO-Wettbewerben gleich weit gekommen und haben in der Bundesliga auf einem ähnlichen Niveau performt. Auch wenn wir weniger Punkte holen werden.
Was allerdings mehr an unseren individuellen Fehlern liegt, als dass wir taktische oder systematischen Schwächen haben. Denn hätten wir die individuellen Fehler gegen Bremen, Gladbach, Union, Mainz, Bayern, Augsburg, Heidenheim etc nicht gemacht. Hätten wir auch schon locker die 5-8 Punkte mehr haben können. Welche uns auf die Punktausbeute aus der letzten Saison am Ende fehlen werden.


Hier verteufelt auch niemand Hjulmand. Es geht viel mehr darum, dass viele in Frage stellen, ob eine weitere sportliche Entwicklung unter ihm möglich ist. Ob es möglich ist auf diese Übergangssaison, die er souverän gemanaged hat nun einen draufzusetzen und ein richtiges Konzept zu entwickeln, in dem die Spieler aufgehen und nochmal einen Schritt machen. Und die permanente Berichterstattung diesbezüglich zeigt ja, dass das nicht nur eine Illusion der Fans ist, sondern von mehreren Seiten zumindest überlegt und gedacht wird.

Das widerspricht in meinen Augen nicht den Punkten, dass wir einen Umbruch hatten und in einigen Spielen Pech oder uns die Puste ausgegangen ist oder er das Team gut aufgefangen, stabilisiert und eine gute Ausbeute hatte.

Im übrigen lässt du hier gefühlt alle Spiele zwischen Januar und April unter den Tisch fallen, wo wir einfach wochenlang, Spiel für Spiel absoluten Murks gespielt haben. Das waren nicht nur 2-3 Spiele. Das waren mindestens dieses Jahr: Stuttgart, Hoffenheim, Union, Mainz, Gladbach, Köln, Piräus Rückspiel, St. Pauli. Und das alles in nahem Abstand. Da gab es wenig Konzept, wenig Idee, wenig Spielgeist.

Das Argument mit dem „bis zur 75. Minute…“ finde ich persönlich zudem nicht überzeugend. Man könnte überspitzt andersherum sagen, wenn in der Meistersaison der Spielstand nach 75 Minuten gezählt hätte, wären wir nicht Meister geworden. Ein Spiel hat nunmal 90+ Minuten und nicht 75. ist schön, wenn man bis zur 75. Minute führt, wenn man danach einbricht, weil einem die Puste ausgeht, haste trotzdem nen Problem.


In der Meistersaison wären wir auch nach 75 Minuten mit großem Abstand Meister geworden. Es untersteicht nur, dass wir in den Spielen gut eingestellt sind und uns lediglich die Puste ausgeht. Dies liegt ja allerdings nicht am Gameplan, sondern dass wir 18 Spiele in 9 Wochen hatten und zwischendurch nur 14-17 Feldspieler zur Verfügung hatten.
Vergleich mal die Startaufstellung aus dem Januar mit der aktuellen. Da sind 4-6 neue Spieler in der Startelf. Und nicht weil Hjulmand im Januar freiwillig auf sie verzichtet hat. Der Einfluss eines Trainers ist hier halt begrenzt wenn man mehr Load Management betreiben muss als taktisch aufstellen kann.

Und das ist ja auch der Punkt. Du tust so, als ob Hjulmand isoliert für die Leistungen von Januar bis März verantwortlich ist. Allerdings sind immer noch die Spieler, welche auf dem Platz das Spiel spielen. Und seit unserem schlechten Start in das neue Jahr. Haben wir von den letzten 22 Spielen, 4 verloren. Gegen Bayern im Pokal, Arsenal in der Champions League. Und gegen Union und Augsburg nach zwei krassen individuellen Fehlern.
Dies zeigt, dass der Matchplan grundsätzlich sehr gut ist und die Mannschaft sehr gut eingestellt ist. Was bei einer Verlängerung der guten Leistung von 75 auf 90 Minuten sehr hoffen lässt. Manche munkeln eine Vorbereitung könnte hier helfen.

Und wer meint, dass Hjulmand keine Mannschaft entwickeln kann. Hat sich noch nie mit ihm intensiver beschäftigt. Er hat Nordsjaelland zur ersten Dänischen Meisterschaft geführt und in 6 vollen Saisons dreimal unter den Top 3 abgeschlossen. Und gleichzeitig Transfereinnahmen von ca. 50 Millionen Euro für den Verein generiert, bei 3 Millionen Euro Ausgaben in 6 Jahren. Er hat unter anderem einen Kudus, Damsgaard, Lobotka etc. zu ihren Debüts in der Profimannschaft verholfen.
Seine Leistung für Nordsjaelland ist noch höher einzuschätzen als die von Alonso für uns. Deswegen gibt ihm einfach mal Zeit und ladet nicht euren Frust bei ihm aus. Denn ein Blick über den Tellerand tut mal ganz gut. Liverpool ist hier ein ganz gutes Beispiel. Die haben mit viel Geld neue Spieler gekauft und somit auch einiges am Kader bewegt, aber nicht ansatzweise so viel wie wir. Und dann seht ihr vielleicht auch mal was für einen Effekt ein Umbruch haben kann.

Geht mal auf den Bolzplatz eine Runde spielen und spielt dann gegen eingespielte Mannschaften, da werdet ihr in der Regel zerpflückt. Vor allem auf Bundesliga Niveau, wo kurze Momente und Gedankenschnelligkeit, das Spiel entscheiden können. Und wenn man sehr gut weiß, was die Mitspieler machen, dann hat man hier einen großen Vorteil. Wenn beide eine andere Idee haben, dann endet das halt häufig in Ballverlusten, wie wir es einige Male diese Saison erlebt haben. Das Problem behebt man allerdings nicht mit einem neuen Trainer, sondern einfach mit Zeit und gemeinsamen Trainingseinheiten und Spielen.


Wo behaupte ich denn, dass Hjulmand isoliert für die schlechten Leistungen zwischen Januar - April verantwortlich ist? Ich habe lediglich gesagt, dass man in dieser Zeit größtenteils sehr schlechten Fußball gespielt hat: ohne Idee und Konzept. Teilweise ohne wirkliche Chancen. Man hat zwar ab Februar wenig verloren, aber auch kaum gewonnen. Man kann die ganze Diskussion durchaus von zwei Seiten sehen. Ich habe zwischen Januar und April größtenteils wirklich schlechte Spiele vom Bayer vernommen. Das liegt nicht nur an Hjulmand, aber er fand als Verantwortlicher auch wenig Mittel dagegen.

Letztlich wird man sehen was passiert. Erstmal die nächsten beiden Spiele abwarten und dann werden wir sehen, was Rolfes und Carro wollen. Ohne CL-Ticket prognostiziere ich KH keine Zukunft beim Bayer. Mit Rang 4 könnte das schon sein, aber selbst dann bin ich unsicher.


Dann solltest du vielleicht auch mal schauen gegen wen wir in diesem Zeitraum gespielt. In Gladbach, bei Union, gegen Mainz, in Hamburg, in Freiburg und in Heidenheim. Und dann sieht man, dass sich bei den meisten Mannschaften auch die anderen Top Mannschaften schwer tun. Und in englischen Wochen ist es halt noch einmal deutlich härter bei den Mannschaften zu bestehen die über den ganzen Platz 1 gegen 1 spielen wollen und physisch starke und robuste Spieler haben.

Mit Alonso haben wir die letzten 5 Spiele der ersten Saison nicht gewonnen und sind mit sehr viel Glück in die Europa League eingezogen.
Nach einer Vorbereitung haben wir dann plötzlich 0,9 Punkte mehr pro Spiel geholt.

Ilzer hatte letzte Saison eine Punkteschnitt von 0,96 in 24 Spielen. Diese Saison ist er mit einer Vorbereitung bei 1,81 Punkten.

Es ist jedem Trainer gegenüber respektlos, dass er eine Mannschaft mit einer Vorbereitung nicht verbessern kann. Denn 70% der Trainingsarbeit werden in der Vorbereitung erledigt

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Mentalität schlägt Qualität!
Trainerscouting |#160
08.05.2026 - 12:49 Uhr
Zitat von Mikaelo
Zitat von 00Frederik

Zitat von Mikaelo

Zitat von 00Frederik

Zitat von Mikaelo

Hier wird von einigen ja so getan als ob Hjulmand sich elfmal aufstellt und die Spiele komplett selbst spielt.
Am Ende spielen immer noch die Spieler das Spiel. Die Aufgabe von Hjulmand ist es den Spielern einen passenden Matchplan mitzugeben und unter der Woche im Training zu entwickeln.

Nochmal für einige: Wir haben im Sommer 60!! % unseres Kaders ausgetauscht. Das ist Beispiellos auf diesem Niveau. Zudem sind Andrich und Garcia die einzigen zwei Spieler, welche ohne Verletzungen bislang durch die Saison gekommen sind. Wir haben erst in den letzten Wochen also mal konstant die gleiche Mannschaft auf den Platz stellen können. Davor haben wir auf Grund der vielen Verletzungen und des unfassbar straffen Programms immer wieder 3-5 neue Spieler jedes Spiel auf den Platz schicken müssen. Zudem hatten wir wochenlang nur 14-15 fitte Feldspieler pro Spieltag zur Verfügung. Was sich auch in der Tabelle ausdrückt.

Wenn man sich die Tabelle bis zur 75. Minute anschaut. Wären wir mit 64 Punkten Tabellenzweiter. Das zeigt einfach, dass Hjulmand die Mannschaft eigentlich immer gut einstellt und uns lediglich die Puste hinten heraus häufig ausgegangen ist.

Wir haben diese Saison bisher 49 Spiele gehabt. Stuttgart ebenfalls, allerdings spielen diese Europa League, was ca. 10 Punkte Unterschied ausmacht auf Grund der geringeren Belastung. Weswegen Sie ja letztes Jahr mit Champions League auch nur 9. geworden sind.

Leipzig hatte 36 Spiele und Hoffenheim 34 Spiele.

Wenn man dann nochmal die Daten von xPts, xG und xGA vergleicht. Lohnt sich auch mal ein Blick auf die vergangene Saison.

Letzte Saison hatten wir 69 Punkte und ein Torverhältnis von 72:43.
xPts war 59.78, xG 63,04 und xGA war 41.43.

Diese Saison haben wir bisher nach 32. Spieltagen: 58 Punkte und ein Torverhältnis von 66:43.
xPts haben wir 58.73, xG 71.53 und xGA 45.90.

Statistisch betrachtet schaffen wir es also diese Saison uns größere Chancen zu erspielen als letzte Saison und sollten theoretisch auch mehr Punkte holen als letzte Saison. Und das trotz des größten Umbruchs der Vereinshistorie wo bei weitem noch nicht alles perfekt war und noch nicht alles funktioniert.

Wie Hjulmand spielen lassen möchte, hat man in den Spielen gegen Augsburg und auch Leipzig zuletzt ganz gut gesehen. Wenn wir wirklich mal eine Woche Vorbereitung auf ein Spiel haben und auch den Kader mehr oder weniger zusammen hatten. Haben wir immer sehr gute Leistungen gezeigt.

Letztendlich ist es sehr ähnlich zu Alonso mit einem lockenden Ballbesitz um dann den freien Raum zu erspielen und dann mit Tempo auf die letzte Reihe zuzulaufen. Oder mit Passstaffen die Lücken in der gegnerischen Abwehr zu bespielen und dann die Bälle in den Rückraum oder an den 5-Meter Raum zu legen.

Hjulmand hat in der Bundesliga einen Punkteschnitt von 1,9 Punkten pro Spiel. Es gibt genau zwei Trainer in unserer Historie welche über diesen Zeitraum einen besseren Punkteschnitt haben. Alonso und Lewandowski.

Vielleicht sollten sich einige hier mal Fragen ob sie Hjulmand wirklich fair bewerten oder nicht doch eine viel zu große Erwartungshaltung durch die letzten zwei Jahre entwickelt haben.

Wir haben vor der Saison unsere komplette Achse abgegeben. Von den 8 Spielern welche letzte Saison mehr als 3.000 Spielminuten gesammelt haben. Sind nur noch Grimaldo und Tapsoba hier.

Tah, Xhaka, Hincapie, Frimpong, Wirtz und Hradecky haben wir alle verkauft. Und es haben noch nicht einmal alle Neuzugänge wie erhofft eingeschlagen und trotzdem sind wir in den KO-Wettbewerben gleich weit gekommen und haben in der Bundesliga auf einem ähnlichen Niveau performt. Auch wenn wir weniger Punkte holen werden.
Was allerdings mehr an unseren individuellen Fehlern liegt, als dass wir taktische oder systematischen Schwächen haben. Denn hätten wir die individuellen Fehler gegen Bremen, Gladbach, Union, Mainz, Bayern, Augsburg, Heidenheim etc nicht gemacht. Hätten wir auch schon locker die 5-8 Punkte mehr haben können. Welche uns auf die Punktausbeute aus der letzten Saison am Ende fehlen werden.


Hier verteufelt auch niemand Hjulmand. Es geht viel mehr darum, dass viele in Frage stellen, ob eine weitere sportliche Entwicklung unter ihm möglich ist. Ob es möglich ist auf diese Übergangssaison, die er souverän gemanaged hat nun einen draufzusetzen und ein richtiges Konzept zu entwickeln, in dem die Spieler aufgehen und nochmal einen Schritt machen. Und die permanente Berichterstattung diesbezüglich zeigt ja, dass das nicht nur eine Illusion der Fans ist, sondern von mehreren Seiten zumindest überlegt und gedacht wird.

Das widerspricht in meinen Augen nicht den Punkten, dass wir einen Umbruch hatten und in einigen Spielen Pech oder uns die Puste ausgegangen ist oder er das Team gut aufgefangen, stabilisiert und eine gute Ausbeute hatte.

Im übrigen lässt du hier gefühlt alle Spiele zwischen Januar und April unter den Tisch fallen, wo wir einfach wochenlang, Spiel für Spiel absoluten Murks gespielt haben. Das waren nicht nur 2-3 Spiele. Das waren mindestens dieses Jahr: Stuttgart, Hoffenheim, Union, Mainz, Gladbach, Köln, Piräus Rückspiel, St. Pauli. Und das alles in nahem Abstand. Da gab es wenig Konzept, wenig Idee, wenig Spielgeist.

Das Argument mit dem „bis zur 75. Minute…“ finde ich persönlich zudem nicht überzeugend. Man könnte überspitzt andersherum sagen, wenn in der Meistersaison der Spielstand nach 75 Minuten gezählt hätte, wären wir nicht Meister geworden. Ein Spiel hat nunmal 90+ Minuten und nicht 75. ist schön, wenn man bis zur 75. Minute führt, wenn man danach einbricht, weil einem die Puste ausgeht, haste trotzdem nen Problem.


In der Meistersaison wären wir auch nach 75 Minuten mit großem Abstand Meister geworden. Es untersteicht nur, dass wir in den Spielen gut eingestellt sind und uns lediglich die Puste ausgeht. Dies liegt ja allerdings nicht am Gameplan, sondern dass wir 18 Spiele in 9 Wochen hatten und zwischendurch nur 14-17 Feldspieler zur Verfügung hatten.
Vergleich mal die Startaufstellung aus dem Januar mit der aktuellen. Da sind 4-6 neue Spieler in der Startelf. Und nicht weil Hjulmand im Januar freiwillig auf sie verzichtet hat. Der Einfluss eines Trainers ist hier halt begrenzt wenn man mehr Load Management betreiben muss als taktisch aufstellen kann.

Und das ist ja auch der Punkt. Du tust so, als ob Hjulmand isoliert für die Leistungen von Januar bis März verantwortlich ist. Allerdings sind immer noch die Spieler, welche auf dem Platz das Spiel spielen. Und seit unserem schlechten Start in das neue Jahr. Haben wir von den letzten 22 Spielen, 4 verloren. Gegen Bayern im Pokal, Arsenal in der Champions League. Und gegen Union und Augsburg nach zwei krassen individuellen Fehlern.
Dies zeigt, dass der Matchplan grundsätzlich sehr gut ist und die Mannschaft sehr gut eingestellt ist. Was bei einer Verlängerung der guten Leistung von 75 auf 90 Minuten sehr hoffen lässt. Manche munkeln eine Vorbereitung könnte hier helfen.

Und wer meint, dass Hjulmand keine Mannschaft entwickeln kann. Hat sich noch nie mit ihm intensiver beschäftigt. Er hat Nordsjaelland zur ersten Dänischen Meisterschaft geführt und in 6 vollen Saisons dreimal unter den Top 3 abgeschlossen. Und gleichzeitig Transfereinnahmen von ca. 50 Millionen Euro für den Verein generiert, bei 3 Millionen Euro Ausgaben in 6 Jahren. Er hat unter anderem einen Kudus, Damsgaard, Lobotka etc. zu ihren Debüts in der Profimannschaft verholfen.
Seine Leistung für Nordsjaelland ist noch höher einzuschätzen als die von Alonso für uns. Deswegen gibt ihm einfach mal Zeit und ladet nicht euren Frust bei ihm aus. Denn ein Blick über den Tellerand tut mal ganz gut. Liverpool ist hier ein ganz gutes Beispiel. Die haben mit viel Geld neue Spieler gekauft und somit auch einiges am Kader bewegt, aber nicht ansatzweise so viel wie wir. Und dann seht ihr vielleicht auch mal was für einen Effekt ein Umbruch haben kann.

Geht mal auf den Bolzplatz eine Runde spielen und spielt dann gegen eingespielte Mannschaften, da werdet ihr in der Regel zerpflückt. Vor allem auf Bundesliga Niveau, wo kurze Momente und Gedankenschnelligkeit, das Spiel entscheiden können. Und wenn man sehr gut weiß, was die Mitspieler machen, dann hat man hier einen großen Vorteil. Wenn beide eine andere Idee haben, dann endet das halt häufig in Ballverlusten, wie wir es einige Male diese Saison erlebt haben. Das Problem behebt man allerdings nicht mit einem neuen Trainer, sondern einfach mit Zeit und gemeinsamen Trainingseinheiten und Spielen.


Wo behaupte ich denn, dass Hjulmand isoliert für die schlechten Leistungen zwischen Januar - April verantwortlich ist? Ich habe lediglich gesagt, dass man in dieser Zeit größtenteils sehr schlechten Fußball gespielt hat: ohne Idee und Konzept. Teilweise ohne wirkliche Chancen. Man hat zwar ab Februar wenig verloren, aber auch kaum gewonnen. Man kann die ganze Diskussion durchaus von zwei Seiten sehen. Ich habe zwischen Januar und April größtenteils wirklich schlechte Spiele vom Bayer vernommen. Das liegt nicht nur an Hjulmand, aber er fand als Verantwortlicher auch wenig Mittel dagegen.

Letztlich wird man sehen was passiert. Erstmal die nächsten beiden Spiele abwarten und dann werden wir sehen, was Rolfes und Carro wollen. Ohne CL-Ticket prognostiziere ich KH keine Zukunft beim Bayer. Mit Rang 4 könnte das schon sein, aber selbst dann bin ich unsicher.


Dann solltest du vielleicht auch mal schauen gegen wen wir in diesem Zeitraum gespielt. In Gladbach, bei Union, gegen Mainz, in Hamburg, in Freiburg und in Heidenheim. Und dann sieht man, dass sich bei den meisten Mannschaften auch die anderen Top Mannschaften schwer tun. Und in englischen Wochen ist es halt noch einmal deutlich härter bei den Mannschaften zu bestehen die über den ganzen Platz 1 gegen 1 spielen wollen und physisch starke und robuste Spieler haben.

Mit Alonso haben wir die letzten 5 Spiele der ersten Saison nicht gewonnen und sind mit sehr viel Glück in die Europa League eingezogen.
Nach einer Vorbereitung haben wir dann plötzlich 0,9 Punkte mehr pro Spiel geholt.

Ilzer hatte letzte Saison eine Punkteschnitt von 0,96 in 24 Spielen. Diese Saison ist er mit einer Vorbereitung bei 1,81 Punkten.

Es ist jedem Trainer gegenüber respektlos, dass er eine Mannschaft mit einer Vorbereitung nicht verbessern kann. Denn 70% der Trainingsarbeit werden in der Vorbereitung erledigt


Naja, das erste Argument zählt aber auch nicht so richtig. Gegen Bayern, Hoffenheim und (noch) Stuttgart hat man bisher auch nichts geholt. Welche Mannschaften bleiben dann noch übrig, gegen die man Punkte erwarten darf?

Außerdem zählst Du nur die positiven Beispiele auf und die wenigen Positivbeispiele lassen sich nicht einfach so auf jeden anderen Trainer und jede andere Situation projizieren. Besonders Xabi Alonso, der noch ganz am Anfang seiner Karriere stand und ehrlicherweise immer noch sehr viel vor sich hat. Ilzer und Hoffenheim spielen eine überragende Saison und das ist ein schönes positives Beispiel, nur bleiben diese Beispiele öfter die Ausnahme, als die Regel. Siehe Seoane und Bosz als jüngste Beispiele.

Es sollte doch hoffentlich klar sein, dass nicht wenige Hjulmand dankbar für die geleistete Arbeit sind. Aber jeder Fall ist unterschiedlich gelagert und bei Hjulmand fühlt es sich wirklich so an, als ob er bereits an seine Grenzen kommt. Und, bei allem Respekt, ab einem gewissen Alter macht man auch als Trainer nicht mehr die riesen Entwicklungssprünge.

Ob es der 4. oder 6. Platz wird, man sollte im Sommer definitiv Ausschau nach geeigneten Trainerkandidaten halten. Bei einem 6. Platz wäre es deutlich einfacher zu vermitteln, aber auch bei einem 4. Platz darf man sich nicht zu sehr von Ergebnissen alleine blenden lassen, sondern sollte immer das große Ganze analysieren. Ob schlussendlich ein geeigneter Trainer verfügbar sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Es wäre aber falsch sich keine Gedanken um die Position zu machen.
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