Trainerscouting
05.03.2017 - 14:58 Uhr
01.09.2025 - 10:21 Uhr
Quelle: the-footballanalyst.com
His emphasis on high pressing, dynamic attacking play, and positional rotations has shaped Benfica into a formidable force in Portuguese football. As Schmidt implements his vision and fine-tunes his tactics, Benfica fans can expect an exciting journey filled with strategic innovation and competitive success.
Zitat von 00Frederik
Was für eine Art von Fußball hat Roger Schmidt denn bei Benfica und PSV spielen lassen? Kann das jemand seriös bewerten? Also außer die Prozentzahl beim Ballbesitz.
Bei uns stand er früher ja eher immer für dieses extreme Pressing und dann schnelle überspielen der gegnerischen Reihen. So wie @Laufbursche das ja schon sehr gut beschrieben hat. Das hat damals eine Zeit lang sehr gut funktioniert, uns teilweise aber auch viele Gegentore gekostet. Ich erinnere mich vor allem daran, dass wir unter Roger Schmidt auch gegen große Gegner häufiger gut aussehen gesehen und richtig „Eier“ gezeigt haben. Gleichzeitig war man bei kleinen Gegnern, die sich hinten reingestellt haben, häufiger mal etwas machtlos.
Reines Pressing will hier sicher niemand mehr sehen, sondern gesundes Pressing, aber eher spielerisch offensiven Fußball mit Ballbesitz. Dafür haben wir auch das passende Spielermaterial.
Ich mochte Schmidt immer, aber er war auch teils dünnhäutig im Auftreten mit Medien und auf dem Platz sowieso 😁 aber trotzdem irgendwie ein eloquenter Mann, der nach Stationen in China, den Niederlanden und Portugal sicher etwas ruhiger geworden ist.
Simon Rolfes hat unter Schmidt ja sogar selbst gespielt. Er dürfte es ja zumindest ganz gut einschätzen können, ob er der richtige Trainer sein könnte.
Was für eine Art von Fußball hat Roger Schmidt denn bei Benfica und PSV spielen lassen? Kann das jemand seriös bewerten? Also außer die Prozentzahl beim Ballbesitz.
Bei uns stand er früher ja eher immer für dieses extreme Pressing und dann schnelle überspielen der gegnerischen Reihen. So wie @Laufbursche das ja schon sehr gut beschrieben hat. Das hat damals eine Zeit lang sehr gut funktioniert, uns teilweise aber auch viele Gegentore gekostet. Ich erinnere mich vor allem daran, dass wir unter Roger Schmidt auch gegen große Gegner häufiger gut aussehen gesehen und richtig „Eier“ gezeigt haben. Gleichzeitig war man bei kleinen Gegnern, die sich hinten reingestellt haben, häufiger mal etwas machtlos.
Reines Pressing will hier sicher niemand mehr sehen, sondern gesundes Pressing, aber eher spielerisch offensiven Fußball mit Ballbesitz. Dafür haben wir auch das passende Spielermaterial.
Ich mochte Schmidt immer, aber er war auch teils dünnhäutig im Auftreten mit Medien und auf dem Platz sowieso 😁 aber trotzdem irgendwie ein eloquenter Mann, der nach Stationen in China, den Niederlanden und Portugal sicher etwas ruhiger geworden ist.
Simon Rolfes hat unter Schmidt ja sogar selbst gespielt. Er dürfte es ja zumindest ganz gut einschätzen können, ob er der richtige Trainer sein könnte.
Tatsächlich ganz anderen Fußball als unter uns. Weg vom reinen Pressing-Konter-Umschaltfußball, hin zu dominantem Offensiv-Fußball mit viel Ballbesitz. Dabei seine Elemente aus dem Gegenpressing noch gut eingebaut, also eigentlich ziemlich spannend.
Hab mal eine taktische Analyse dazu gepackt.
01.09.2025 - 12:30 Uhr
Xavi und Schmidt haben beide ihre Argumente. Xavi Was Spielkultur angeht, Schmidt was Emotionalität und Angriffslust angeht. Insgesamt überzeugt mich Schmidt am meisten, weil er den Verein kennt, gleichzeitig sich weiterentwickelt hat und bei Lissabon gepflegten Ballbesitzfußball hat spielen lassen. Xavi wirkt auf mich nicht wie jemand, der eine verunsicherte Mannschaft schnell anzünden kann. Hier müsste man mMn mehr Geduld mitbringen.
Bei Rose oder Terzic würde ich komplett durchdrehen. Dann hätte man auch Ten Hag behalten können. Zu namhaft, um nur Interimstrainer zu sein, zu uninspiriert für eine klare Spielidee mit Ball.
Bei Rose oder Terzic würde ich komplett durchdrehen. Dann hätte man auch Ten Hag behalten können. Zu namhaft, um nur Interimstrainer zu sein, zu uninspiriert für eine klare Spielidee mit Ball.
01.09.2025 - 12:31 Uhr
Zitat von Nico_FFM
Schmidt war doch schon einmal da. Glaube kaum, dass er nochmals in Leverkusen aufschlagen wird. Ob Jaissle der richtige Typ ist, wage ich auch zu bezweifeln. Passt für mich nicht ins Bild rund um eure Verantwortlichen. Von den gehandelten Namen halte ich Rose als realistischsten.
Mir fehlt in der Liste jedoch noch Edin Terzić. Kann mit jungen Spielern arbeiten, war mit dem BVB erfolgreich und ist seit 1 Jahr ohne Verein. Bin zwar selbst kein Fan von ihm, aber sein Name wird sicherlich auch im Zusammenhang fallen
Zitat von Lucio9191
Laut Sky sind gehandelte Namen Xavi (es gab Gespräche), Matthias Jaissle, Roger Schmidt, Marco Rose.
Wahrscheinlich hat man bei allen direkt mal abgecheckt ob es für sie selbst denkbar wäre.
Laut Sky sind gehandelte Namen Xavi (es gab Gespräche), Matthias Jaissle, Roger Schmidt, Marco Rose.
Wahrscheinlich hat man bei allen direkt mal abgecheckt ob es für sie selbst denkbar wäre.
Schmidt war doch schon einmal da. Glaube kaum, dass er nochmals in Leverkusen aufschlagen wird. Ob Jaissle der richtige Typ ist, wage ich auch zu bezweifeln. Passt für mich nicht ins Bild rund um eure Verantwortlichen. Von den gehandelten Namen halte ich Rose als realistischsten.
Mir fehlt in der Liste jedoch noch Edin Terzić. Kann mit jungen Spielern arbeiten, war mit dem BVB erfolgreich und ist seit 1 Jahr ohne Verein. Bin zwar selbst kein Fan von ihm, aber sein Name wird sicherlich auch im Zusammenhang fallen
Also ich kann mich nur an einen einzigen Protest aus der Fanszene gegen einen Trainer zum Zeitpunkt seiner Einstellung erinnern. Berti Vogts...
Ich bin mir zu 100% sicher, das Terzic hier nie Thema sein wird, das würde die Fanszene hier eskalieren lassen und damit meine ich nicht Social Media etc. Sondern die Kurve im Stadion!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Oppes04 am 01.09.2025 um 12:32 Uhr bearbeitet
01.09.2025 - 15:33 Uhr
Ich frage mich, welcher Trainer passt zum Spielermaterial. Und welcher Trainer kann die Philosophie von Xabi Alonso fortsetzen. Ball haben wollen, mit Ball dominieren. Bringt auch nichts irgendwelche Namen ins Spiel zu bringen wie Terzic, der eine ganze andere Spielphilosophie mitbringt.
Rose wäre vielleicht sogar jemand der kurzfristig Erfolg haben könnte. Aber RB Schule würde ich nur ungern bei Bayer sehen, da selten titelreif und nachhaltig.
Der Druck ist schon brutal aktuell. Diese Entscheidung muss sitzen.
Rose wäre vielleicht sogar jemand der kurzfristig Erfolg haben könnte. Aber RB Schule würde ich nur ungern bei Bayer sehen, da selten titelreif und nachhaltig.
Der Druck ist schon brutal aktuell. Diese Entscheidung muss sitzen.
01.09.2025 - 19:16 Uhr
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es Matthias Jaissle wird.
Ich kann nicht viel zu ihm sagen, außer dass er mit Al-Ahly was jetzt nicht der größte der neureichen Saudi-Clubs ist die Asien-CL gewonnen hat und dass er für eben jenen Verein Salzburg wohl in ner Nacht und Nebel Aktion verlassen haben soll, was jetzt nicht für einen astreinen Charakter spricht.
Wenn es wirklich Rose oder Terzic werden habe ich jeglichen Glauben an die Vereinsführung und den Weg von Bayer 04 verloren.
Beide widersprechen radikal der Vorstellung wie seit Jahren bei uns Fußball gespielt werden soll und wären auch das Ende jeglicher Ambitionen was ich mir bei einem Carro niemals vorstellen könnte.
Eher holt man jemand völlig unbekannten der evtl. durch die Decke schießt als eine graue Maus die einem mäßigen Erfolg sichert.
Ich kann nicht viel zu ihm sagen, außer dass er mit Al-Ahly was jetzt nicht der größte der neureichen Saudi-Clubs ist die Asien-CL gewonnen hat und dass er für eben jenen Verein Salzburg wohl in ner Nacht und Nebel Aktion verlassen haben soll, was jetzt nicht für einen astreinen Charakter spricht.
Wenn es wirklich Rose oder Terzic werden habe ich jeglichen Glauben an die Vereinsführung und den Weg von Bayer 04 verloren.
Beide widersprechen radikal der Vorstellung wie seit Jahren bei uns Fußball gespielt werden soll und wären auch das Ende jeglicher Ambitionen was ich mir bei einem Carro niemals vorstellen könnte.
Eher holt man jemand völlig unbekannten der evtl. durch die Decke schießt als eine graue Maus die einem mäßigen Erfolg sichert.
02.09.2025 - 15:46 Uhr
Zitat von BlackSheep90
Und dass Xavi bei Barcelona auch massiv für seinen langweiligen, unkreativen Fußball kritisiert wurde ist dann egal weil sein Name gut klingt während es bei Rose ein Problem ist?
Zitat von Meisterkusen24
Hatte ich hier schon mal geschrieben.
Auf dem freien Markt wäre mein absoluter Wunsch Xavi.
Ob der sich das hier antun würde ist natürlich eine andere Frage
Ansonsten sehe ich auf dem freien Markt aktuell leider kaum Alternativen die zu unserer Philosophie passen und uns weiterhelfen könnten.
Zitat von 00Frederik
Wer wäre denn deiner Meinung nach ein geeigneter Trainer? Ich vernehme dich sonst als allgemeiner Kritiker, der eigentlich selten etwas positiv sieht. Wer wäre ein Trainer oder was wären Trainerkandidaten mit denen du dich arrangieren könntest?
Zitat von Meisterkusen24
Sehe ich auch so.
Hatte hier schon direkt nach der EtH Entlassung geschrieben das wir in keinem Fall Rose oder Terzic verpflichten sollten.
Roses Art Fußball zu spielen zu lassen ähnelt einer Einschlafgeschichte aus einem Kinderbuch.
Das Wort langweilig findet da nochmal eine komplett neue Bedeutung.
Außerdem kann ich mich nicht daran erinnern das er es geschafft hat jüngere Spieler nachhaltig auf ein neues Level zu bringen.
Und er hat es bei keiner seiner Stationen geschafft einen Verein nachhaltig zu entwickeln bzw fußballerisch auf das nächste Level zu heben.
Taktisch ist das auch recht eindimensional.
Er hat es wohl nicht ohne Grund nie länger geschafft als 2 Jahre bei einem Verein angestellt zu sein.
Zitat von InsideX25
Klar wäre Rose eine ziemliche Katastrophe, aber es wirkt immer wahrscheinlicher. Nach den Infos von Sonntag jetzt dee angebliche Flug von Carro.
Klar wäre Rose eine ziemliche Katastrophe, aber es wirkt immer wahrscheinlicher. Nach den Infos von Sonntag jetzt dee angebliche Flug von Carro.
Sehe ich auch so.
Hatte hier schon direkt nach der EtH Entlassung geschrieben das wir in keinem Fall Rose oder Terzic verpflichten sollten.
Roses Art Fußball zu spielen zu lassen ähnelt einer Einschlafgeschichte aus einem Kinderbuch.
Das Wort langweilig findet da nochmal eine komplett neue Bedeutung.
Außerdem kann ich mich nicht daran erinnern das er es geschafft hat jüngere Spieler nachhaltig auf ein neues Level zu bringen.
Und er hat es bei keiner seiner Stationen geschafft einen Verein nachhaltig zu entwickeln bzw fußballerisch auf das nächste Level zu heben.
Taktisch ist das auch recht eindimensional.
Er hat es wohl nicht ohne Grund nie länger geschafft als 2 Jahre bei einem Verein angestellt zu sein.
Wer wäre denn deiner Meinung nach ein geeigneter Trainer? Ich vernehme dich sonst als allgemeiner Kritiker, der eigentlich selten etwas positiv sieht. Wer wäre ein Trainer oder was wären Trainerkandidaten mit denen du dich arrangieren könntest?
Hatte ich hier schon mal geschrieben.
Auf dem freien Markt wäre mein absoluter Wunsch Xavi.
Ob der sich das hier antun würde ist natürlich eine andere Frage
Ansonsten sehe ich auf dem freien Markt aktuell leider kaum Alternativen die zu unserer Philosophie passen und uns weiterhelfen könnten.
Und dass Xavi bei Barcelona auch massiv für seinen langweiligen, unkreativen Fußball kritisiert wurde ist dann egal weil sein Name gut klingt während es bei Rose ein Problem ist?
Bei Rose ist das Problem doch ein ganz anderes. Nämlich die generelle Art des Fußballs die er spielen lässt und für die er nun mal steht.
Positiv an Rose wäre sicherlich, dass man weiß was man bekommt und er die Bundesliga kennt. Darüber hinaus scheint er unter den Spielern seiner Ex-Mannschaften immer beliebt gewesen zu sein.
Das riesige Kontra ist doch aber, dass man hier klar kommuniziert hat aktiven Fußball mit Ball spielen zu wollen. Gerade da hat Rose doch mehrfach nachgewiesen einer Mannschaft das dafür benötigte nicht mitgeben zu können. Er ist bisher der klassische RB-Konzepttrainer der intensiven Umschaltfußball spielen lässt. Steht der Gegner tiefer und hat seinen Mannschaften in der Vergangenheit den Ball überlassen, sah es ganz schnell ziemlich mau aus.
Im Grunde also genau das was man hier ebenfalls Jahre unter diversen Trainern hatte und eigentlich nicht mehr in der Form möchte.
02.09.2025 - 23:04 Uhr
Zitat von Tsubasa_Ozora
Ist nur so ein Gedanke. Was ist denn mit Hannes Wolf, der war doch vor ein paar Jahren schon mal interims mäßig bei uns. Der ist bei der U20 beim DFB grade meine ich und würde doch bestimmt freigegeben werden. Da hätte man wen gutes, als Übergang und würde sich Zeit erkaufen bis ein Wunschkandidat verfügbar ist. Oder wenn er abliefert, mit Ihm verlängern.
Ist nur so ein Gedanke. Was ist denn mit Hannes Wolf, der war doch vor ein paar Jahren schon mal interims mäßig bei uns. Der ist bei der U20 beim DFB grade meine ich und würde doch bestimmt freigegeben werden. Da hätte man wen gutes, als Übergang und würde sich Zeit erkaufen bis ein Wunschkandidat verfügbar ist. Oder wenn er abliefert, mit Ihm verlängern.
Das fühlte sich damals schon irgendwie sehr falsch an. Er hat für mich einfach keine Aura eines Herren-Trainers. Ist ein sehr schlauer Typ, der gerade die gesamte Jugendarbeit von der F-Jugend an im gesamten DFB revolutioniert und neu aufgebaut hat, aber in der Bundesliga sehe ich ihn kein Team mitreißen
03.09.2025 - 00:21 Uhr
Ich bring mal einen etwas wilderen Take rein: Pellegrino Matarazzo.
Er hat bei uns (zu großen Teilen) mit sehr wildem Kader einen schönen Ball spielen lassen, er ist mutig in Sachen Talentförderung (man schaue, wer und was da teils unter ihm alles Bundesliga gespielt hat). Sein großes Problem war, dass er bei uns nie einen klassischen (und guten) Finisher hatte, der dann den Aufwand auch in Ertrag umgewandelt hat. Und primär dadurch kamen die Ergebnisse nicht. Sasa war (wenn er nicht verletzt war) eigentlich nie so einer, die anderen konnte man ohnehin vergessen, beim Guirassy-Transfer war er schon mit 1,5 Beinen weg. Mit Schick hättet ihr da jemanden.
Weiterhin ein sehr kommunikativer und positiver Mensch, ich denke man könnte ihn auch als gefügig bezeichnen. Weder bei uns noch in der enorm schwierigen Zeit in Hoffenheim (die er auch noch auf 6 gebracht hat btw) hat man da je ein schlechtes Wort gehört, auch nicht gegenüber Spielern.
Hat bei uns ein recht klares 3 5 2 Spielen lassen, ebenfalls mit dem LAV (Sosa) in einer relevanteren Rolle im Spielaufbau.
Es hat fast jeder Spieler unter ihm mindestens einen Schritt gemacht. Und die, bei denen es nicht weiterging, spielen jetzt auch keine große Rolle mehr im Spitzenfußball (Silas, Sosa, Klimowicz) oder gar Profifußball, dazu später mehr.
Die Frage ist halt: Wird eure aktuelle Mannschaft diese Saison auf Top4 Niveau gesehen und ist das große Ziel krampfhaft die CL-Teilnahme, oder gibt man dem neuen Trainer und Spieler Zeit.
Mir ist bewusst, das der Name hier keine Euphorie Auslösung wird (wer würde das schon nach Alonso). Trotzdem wird mir Matarazzos Zeit bei uns schon etwas verkannt, weil es da schon erhebliche Probleme für ihn gab, wie wir jetzt hinterher auch besser bewerten können.
1. Der Aufstiegskader damals war zwar ohne Frage talentiert, aber doch etwas wild und verunsichert. Er kam nach Tim Walter und bekam die Truppe gegriffen mit dem Aufstieg. In dieser fehlte ihm Sasa mit einem KBR fast die gesamte Saison. Da waren schon auch nicht nur gute Spieler da.
In der Bundesliga waren wir dann eine der Überraschungsmannschaften. Nicht nur, weil wir mit Platz 9 eine der besten Platzierungen der jüngeren Vereinsgeschichte rausholten. Nein, wir spielten hervorragend Fußball, teils wirklich herausragend. Das 5:1 in Dortmund (Favres Endspiel) bleibt für mich eines der besten Spiele, die ich je in unserem Dress gesehen habe. Auch schon in HZ 1, als es 1:1 stand.
Hier mal die damalige Startelf ab der Doppel6, in Klammern wo diese Spieler gerade so spielen, größtenteils im besten Fußballalter: Sosa (für 2 Mio zu Crystal Palace), Silas (Kaderleiche), Klimowicz (Mexiko), Förster (Darmstadt), Coulibaly (Montpellier Ligue2).
Eingewechselt wurden: Massimo (Zabrze), Churlinov (Kocaelispor), Gonzalez (Atletico), Egloff (KSC).
Sosa und Sasa entwickelte sich bekanntlich zu einer Waffe, jedoch war es Silas, der in der Saison der Senkrechtstarter wurde und ohne Frage bis zu seinem KBR im März einer der besten Flügelspieler der Buli war (er wurde sogar trotzdem hier in die Top11 gewählt).
Hinten drin mit Kempf, Anton (kam frisch aus Hannover (Liga 2), Mavropanos, Stenzel und Karazor...nunja, nicht nur Fleisch. Mit Kobel immerhin einen Toptorhüter drin.
Dann folgte eine ganz düstere Transferperiode. Für Kobel kam Müller, für Gonzalez Führich, vorne Faghir als Sasa Back-Up + einige weitere Talente. Man entschied sich Castro abzugeben und mit Didavi weiter zu machen. Sasa verletzte sich dann nach 2 Spielen, Marmoush (der eine Rückrunde auf St. Pauli in der Vita hatte) sollte es richten. Es kam dann aber auch jemand aus der 2. japanischen Liga, der eigentlich erstmal für die 2. Mannschaft vorgesehen war. Matarazzo nahm ihn ziemlich zügig in die 1. Mannschaft und setzte ihn vor Ersatzkapitän Kempf rein, der im Winter dann Richtung Berlin ging. Es verletzten sich in der Saison nahezu alle ständig. Auch ein Mangala, Führich, ein Sosa, Sasa sowieso. Auch die Talente Ahamada und Millot, die aber ohnehin noch kaum Profiminuten gesehen hatten zu dem Zeitpunkt. Man hielt bekanntlich mit Ach und Krach die Klasse.
Es kam die nächste Transferperiode, die war in der Spitze fast noch schwächer. Sasa wurde am Deadline-Day abgeben (da hatten wir ein Unentschieden gg Leipzig und bekamen in letzter Sekunden in Bremen noch den Ausgleich). Ersetzt mit Pfeiffer (heute Elversberg) und Perea (Zürich) und dem 20 Jährigen Tiago Tomas. Mislintat wollte anscheinend mit Müller trotz schwacher Saison weiter machen, man hatte (kein Witz) 3 Innenverteidiger für die 3er Kette, ehe Mislintat den halbinvaliden Zagadou aus der Vertragslosigkeit (da waren bereits 1/4 der Saison rum) holte inklusive 4 Jahresvertrag.
Dazu kam noch am Deadline-Day ein gewisser Serhou Guirassy, wo man bis heute nicht genau sagen kann wer ihn eigentlich verpflichten wollte. Wehrle kannte ihn auf jeden Fall aus Köln und war wohl Beführworter. Ob Mislintat ihn auch wollte oder (nur) auf Gnonto gehen wollte...nobody knows.
Ab dann ist es schnell erzählt: Matarazzo war nach unglücklichem Start (war aber auch ein starkes Auftaktprogramm) raus, es folgte Wimmer (war ok), anschließend nahm auch Mislintat den Hut. Wohl auch wegen Labbadia (war eigentlich noch schlechter), dann kam Hoeneß, Rest ist bekannt.
Matarazzo hat hier trotzdem sowohl sportlich (von der Entwicklung einiger Spieler) das Fundament gelegt bzgl. Ito, Anton, Führich, Silas, Millot (war da leider noch viel verletzt). Und natürlich auch finanziell, indem man durch seinen Mut z.B. Ahamada für eine satte Ablösesumme abgegeben konnte (auch der spielt seit 2 Jahren praktisch nirgends mehr), oder Sosa, zuvor Gonzalez, Sasa, Endo, Mavropanos, Mangala, selbst ein Churlinov.
Er hat natürlich lange nicht perfekt gehandelt in seiner Zeit, hatte aber eben auch Pech mit massiven Verletzungen zu Unzeiten.
In meinen Augen hätte mit runderem Kader und etwas mehr Glück deutlich mehr rausgeholt werden können. Die wohl krasseste Entwicklung jüngeren Bundesliga-Geschichte (von Platz 18 auf Platz 2 in rund 14 Monaten) kam halt auch nicht von ungefähr...
Die Lösung wäre auf jeden Fall interessant und mutig. Vielleicht aber schlicht zu "klein", um sie zu rechtfertigen. Wobei der große Name ja jüngst komplett in die Hose ging. Bin auf jeden Fall gespannt wie ihr euch entscheidet.
Er hat bei uns (zu großen Teilen) mit sehr wildem Kader einen schönen Ball spielen lassen, er ist mutig in Sachen Talentförderung (man schaue, wer und was da teils unter ihm alles Bundesliga gespielt hat). Sein großes Problem war, dass er bei uns nie einen klassischen (und guten) Finisher hatte, der dann den Aufwand auch in Ertrag umgewandelt hat. Und primär dadurch kamen die Ergebnisse nicht. Sasa war (wenn er nicht verletzt war) eigentlich nie so einer, die anderen konnte man ohnehin vergessen, beim Guirassy-Transfer war er schon mit 1,5 Beinen weg. Mit Schick hättet ihr da jemanden.
Weiterhin ein sehr kommunikativer und positiver Mensch, ich denke man könnte ihn auch als gefügig bezeichnen. Weder bei uns noch in der enorm schwierigen Zeit in Hoffenheim (die er auch noch auf 6 gebracht hat btw) hat man da je ein schlechtes Wort gehört, auch nicht gegenüber Spielern.
Hat bei uns ein recht klares 3 5 2 Spielen lassen, ebenfalls mit dem LAV (Sosa) in einer relevanteren Rolle im Spielaufbau.
Es hat fast jeder Spieler unter ihm mindestens einen Schritt gemacht. Und die, bei denen es nicht weiterging, spielen jetzt auch keine große Rolle mehr im Spitzenfußball (Silas, Sosa, Klimowicz) oder gar Profifußball, dazu später mehr.
Die Frage ist halt: Wird eure aktuelle Mannschaft diese Saison auf Top4 Niveau gesehen und ist das große Ziel krampfhaft die CL-Teilnahme, oder gibt man dem neuen Trainer und Spieler Zeit.
Mir ist bewusst, das der Name hier keine Euphorie Auslösung wird (wer würde das schon nach Alonso). Trotzdem wird mir Matarazzos Zeit bei uns schon etwas verkannt, weil es da schon erhebliche Probleme für ihn gab, wie wir jetzt hinterher auch besser bewerten können.
1. Der Aufstiegskader damals war zwar ohne Frage talentiert, aber doch etwas wild und verunsichert. Er kam nach Tim Walter und bekam die Truppe gegriffen mit dem Aufstieg. In dieser fehlte ihm Sasa mit einem KBR fast die gesamte Saison. Da waren schon auch nicht nur gute Spieler da.
In der Bundesliga waren wir dann eine der Überraschungsmannschaften. Nicht nur, weil wir mit Platz 9 eine der besten Platzierungen der jüngeren Vereinsgeschichte rausholten. Nein, wir spielten hervorragend Fußball, teils wirklich herausragend. Das 5:1 in Dortmund (Favres Endspiel) bleibt für mich eines der besten Spiele, die ich je in unserem Dress gesehen habe. Auch schon in HZ 1, als es 1:1 stand.
Hier mal die damalige Startelf ab der Doppel6, in Klammern wo diese Spieler gerade so spielen, größtenteils im besten Fußballalter: Sosa (für 2 Mio zu Crystal Palace), Silas (Kaderleiche), Klimowicz (Mexiko), Förster (Darmstadt), Coulibaly (Montpellier Ligue2).
Eingewechselt wurden: Massimo (Zabrze), Churlinov (Kocaelispor), Gonzalez (Atletico), Egloff (KSC).
Sosa und Sasa entwickelte sich bekanntlich zu einer Waffe, jedoch war es Silas, der in der Saison der Senkrechtstarter wurde und ohne Frage bis zu seinem KBR im März einer der besten Flügelspieler der Buli war (er wurde sogar trotzdem hier in die Top11 gewählt).
Hinten drin mit Kempf, Anton (kam frisch aus Hannover (Liga 2), Mavropanos, Stenzel und Karazor...nunja, nicht nur Fleisch. Mit Kobel immerhin einen Toptorhüter drin.
Dann folgte eine ganz düstere Transferperiode. Für Kobel kam Müller, für Gonzalez Führich, vorne Faghir als Sasa Back-Up + einige weitere Talente. Man entschied sich Castro abzugeben und mit Didavi weiter zu machen. Sasa verletzte sich dann nach 2 Spielen, Marmoush (der eine Rückrunde auf St. Pauli in der Vita hatte) sollte es richten. Es kam dann aber auch jemand aus der 2. japanischen Liga, der eigentlich erstmal für die 2. Mannschaft vorgesehen war. Matarazzo nahm ihn ziemlich zügig in die 1. Mannschaft und setzte ihn vor Ersatzkapitän Kempf rein, der im Winter dann Richtung Berlin ging. Es verletzten sich in der Saison nahezu alle ständig. Auch ein Mangala, Führich, ein Sosa, Sasa sowieso. Auch die Talente Ahamada und Millot, die aber ohnehin noch kaum Profiminuten gesehen hatten zu dem Zeitpunkt. Man hielt bekanntlich mit Ach und Krach die Klasse.
Es kam die nächste Transferperiode, die war in der Spitze fast noch schwächer. Sasa wurde am Deadline-Day abgeben (da hatten wir ein Unentschieden gg Leipzig und bekamen in letzter Sekunden in Bremen noch den Ausgleich). Ersetzt mit Pfeiffer (heute Elversberg) und Perea (Zürich) und dem 20 Jährigen Tiago Tomas. Mislintat wollte anscheinend mit Müller trotz schwacher Saison weiter machen, man hatte (kein Witz) 3 Innenverteidiger für die 3er Kette, ehe Mislintat den halbinvaliden Zagadou aus der Vertragslosigkeit (da waren bereits 1/4 der Saison rum) holte inklusive 4 Jahresvertrag.
Dazu kam noch am Deadline-Day ein gewisser Serhou Guirassy, wo man bis heute nicht genau sagen kann wer ihn eigentlich verpflichten wollte. Wehrle kannte ihn auf jeden Fall aus Köln und war wohl Beführworter. Ob Mislintat ihn auch wollte oder (nur) auf Gnonto gehen wollte...nobody knows.
Ab dann ist es schnell erzählt: Matarazzo war nach unglücklichem Start (war aber auch ein starkes Auftaktprogramm) raus, es folgte Wimmer (war ok), anschließend nahm auch Mislintat den Hut. Wohl auch wegen Labbadia (war eigentlich noch schlechter), dann kam Hoeneß, Rest ist bekannt.
Matarazzo hat hier trotzdem sowohl sportlich (von der Entwicklung einiger Spieler) das Fundament gelegt bzgl. Ito, Anton, Führich, Silas, Millot (war da leider noch viel verletzt). Und natürlich auch finanziell, indem man durch seinen Mut z.B. Ahamada für eine satte Ablösesumme abgegeben konnte (auch der spielt seit 2 Jahren praktisch nirgends mehr), oder Sosa, zuvor Gonzalez, Sasa, Endo, Mavropanos, Mangala, selbst ein Churlinov.
Er hat natürlich lange nicht perfekt gehandelt in seiner Zeit, hatte aber eben auch Pech mit massiven Verletzungen zu Unzeiten.
In meinen Augen hätte mit runderem Kader und etwas mehr Glück deutlich mehr rausgeholt werden können. Die wohl krasseste Entwicklung jüngeren Bundesliga-Geschichte (von Platz 18 auf Platz 2 in rund 14 Monaten) kam halt auch nicht von ungefähr...
Die Lösung wäre auf jeden Fall interessant und mutig. Vielleicht aber schlicht zu "klein", um sie zu rechtfertigen. Wobei der große Name ja jüngst komplett in die Hose ging. Bin auf jeden Fall gespannt wie ihr euch entscheidet.
03.09.2025 - 21:46 Uhr
Zitat von Lucio9191
Also das mit dem 3-4-2-1 hat Patrick Scherer von KSTA auch schon gesagt. Ich find das in Ordnung, denn die Kader Profile sind darauf abgestimmt. Und ich kann mir vorstellen, dass "Alonsos-System" auch mit von Rolfes kommt.
Mein Eindruck ist dass von Nocks sehr gut informiert ist. Der hat sehr lang mit dem ersten Artikel zu den Trainerkandidaten gewartet und weiß dann das der Favourite spanisch sprechen kann.
Ich vermute Thiago Motta (spricht spanisch), Martín Demichelis, Filipe Luís. Diese Namen kamen in Medien nicht vor und hätten viele gewünschte Punkte.
Zitat von bayer04ulmer
Ich hoffe sehr, dass von Nocks hier nur mutmaßt. Ich fände schön, wenn der Trainer selbst entscheiden darf, welches System er spielen möchte. Man kann hin und her diskutieren, ob man eher in Dreier- oder Viererkette spielen möchte, aber so zu tun, als sei der Kader zwingend auf eine Dreierkette ausgerichtet und für eine Viererkette nicht geeignet, dann halte ich das für groben Unfug. Rolfes täte gut daran, den künftigen Trainer diesbezüglich entscheiden zu lassen.
Wenn man einen Trainer gezielt für dieses System sucht und es in Stein gemeißelt ist, dass mit diesem System gespielt werden soll, dann hätte ich damit ein riesengroßes Problem. Alsonso wurde auch damals die Freiheit gegeben, auf eine Dreierkette umzustellen. Warum jetzt also so engstirnig sein? Es ist endlich Zeit für einen Systemwechsel, das Spielermaterial ist da. Und selbst wenn nicht, dann soll das der Trainer entscheiden und nicht Rolfes. Das ging schon bei ETH nicht gut.
Ich hoffe und glaube aber, dass das nur Mutmaßungen von von Nocks sind, denn so engstirnig kennt man Rolfes eigentlich nicht.
Zitat von Lucio9191
Also der Artikel liest sich so als Stephan von Nocks mehr weiß.
Quelle: www.kicker.de
Für die Antwort auf die Trainerfrage haben sich die Bosse von Bayer 04 ein Ziel gesetzt. Immer mehr Kandidaten wie Ex-Spurs Coach Ange Postecoglou ploppen auf - der Favorit soll sich nicht darunter befinden.
Also der Trainer soll zum 3-4-2-1 passen. Und der Favourite soll spanisch wohl sprechen. Also der Artikel liest sich so als Stephan von Nocks mehr weiß.
Ich hoffe sehr, dass von Nocks hier nur mutmaßt. Ich fände schön, wenn der Trainer selbst entscheiden darf, welches System er spielen möchte. Man kann hin und her diskutieren, ob man eher in Dreier- oder Viererkette spielen möchte, aber so zu tun, als sei der Kader zwingend auf eine Dreierkette ausgerichtet und für eine Viererkette nicht geeignet, dann halte ich das für groben Unfug. Rolfes täte gut daran, den künftigen Trainer diesbezüglich entscheiden zu lassen.
Wenn man einen Trainer gezielt für dieses System sucht und es in Stein gemeißelt ist, dass mit diesem System gespielt werden soll, dann hätte ich damit ein riesengroßes Problem. Alsonso wurde auch damals die Freiheit gegeben, auf eine Dreierkette umzustellen. Warum jetzt also so engstirnig sein? Es ist endlich Zeit für einen Systemwechsel, das Spielermaterial ist da. Und selbst wenn nicht, dann soll das der Trainer entscheiden und nicht Rolfes. Das ging schon bei ETH nicht gut.
Ich hoffe und glaube aber, dass das nur Mutmaßungen von von Nocks sind, denn so engstirnig kennt man Rolfes eigentlich nicht.
Also das mit dem 3-4-2-1 hat Patrick Scherer von KSTA auch schon gesagt. Ich find das in Ordnung, denn die Kader Profile sind darauf abgestimmt. Und ich kann mir vorstellen, dass "Alonsos-System" auch mit von Rolfes kommt.
Mein Eindruck ist dass von Nocks sehr gut informiert ist. Der hat sehr lang mit dem ersten Artikel zu den Trainerkandidaten gewartet und weiß dann das der Favourite spanisch sprechen kann.
Ich vermute Thiago Motta (spricht spanisch), Martín Demichelis, Filipe Luís. Diese Namen kamen in Medien nicht vor und hätten viele gewünschte Punkte.
Ich glaube kaum, dass Alonso sich was das System angeht von Rolfes in irgendeiner Weise hat reinreden lassen. Das lässt kein Trainer von Format zu. Als Alonso kam, hat er auch hin und her experimentiert, was dagegen spricht, dass es von Rolfes eine Vorgabe in irgendeiner Weise gab.
Mir fällt es einfach extrem schwer, zu erkennen, wo das Kaderprofil denn noch auf die Dreierkette zugeschnitten sein soll. Wirtz war wohl einer der Top 3 OMs der letzten Jahre und hat uns was Kreativität angeht den A**** gerettet. Ohne ihn ging nichts. Selbst mit ihm wurde immer deutlicher, dass wir im offensiven Drittel, vor allem im Zentrum, zu wenig Gefahr und Überraschungsmomente erzeugen. Jetzt haben wir einige interessante und vielversprechende offensive Mittelfeldspieler mit Ben Seghir, Maza, Tillman und Echeverri. Es wäre ein riesen Fehler mMn, nur zwei von diesen Spielern aufzustellen. Mit Tillman auf der 8 oder 10 zwischen zwei der oben Genannten hätte man ein sehr dominantes Zentrum und vor allem auch Kontrolle im Mittelfeld. Zudem wird die Kreative Last aufgeteilt.
Genauso schwer fällt das Defensivverhalten zu Buche. Die vielen verspielten Führungen der letzten Saison kann man natürlich Stammtisch-typisch ausschließlich auf Mentalität und Konzentration schieben (hat mit Sicherheit auch keine kleine Rolle gespielt), aber es ist eben auch offensichtlich geworden, dass auch kleinere Teams uns spielerisch phasenweise hinten einschnüren können? Warum? Weil hohes Pressing in einer Dreierkette super komplex ist. Die IVs müssen ständig aus der Kette herausstechen. Bleibt der Gegner geduldig, wird man automatisch immer mehr ins eigene Drittel gedrängt und verteidigt hinten zu dritt auf einer Linie. Damit ist man hinten stabil, aber bekommt wegen der Unterzahl im Mittelfeld kaum Zugriff und es entstehen Druckphasen. Nicht umsonst spielen Topteams und Ballbesitzmannschaften in Viererkette. Ja, man baut in einer Dreierlinie auf, aber mit einem ZM, der dann ins Mittelfeld vorschiebt. Riesen Unterschied zu einer Formation mit 3 IVs.
Die Viererkette ist für mich jetzt auch nicht der heilige Gral, der alle Probleme löst, aber ich sehe in den Bereichen Kreativität und offensiver sowie defensiver Spielkontrolle einige Argumente für dieses System.
Am Ende soll der Trainer entscheiden, aber ich habe ein großes Problem damit, wenn man sich von vornherein auf das bisherige System einschießt, das ist für mich keine gute Basis für Erfolg. Rolfes redet selbst davon, dass Veränderung hin und wieder auch wichtig ist, dann sollte er selbst dafür auch offen sein und keine taktischen Vorgaben machen.
03.09.2025 - 22:32 Uhr
Zitat von bayer04ulmer
Ich glaube kaum, dass Alonso sich was das System angeht von Rolfes in irgendeiner Weise hat reinreden lassen. Das lässt kein Trainer von Format zu. Als Alonso kam, hat er auch hin und her experimentiert, was dagegen spricht, dass es von Rolfes eine Vorgabe in irgendeiner Weise gab.
Mir fällt es einfach extrem schwer, zu erkennen, wo das Kaderprofil denn noch auf die Dreierkette zugeschnitten sein soll. Wirtz war wohl einer der Top 3 OMs der letzten Jahre und hat uns was Kreativität angeht den A**** gerettet. Ohne ihn ging nichts. Selbst mit ihm wurde immer deutlicher, dass wir im offensiven Drittel, vor allem im Zentrum, zu wenig Gefahr und Überraschungsmomente erzeugen. Jetzt haben wir einige interessante und vielversprechende offensive Mittelfeldspieler mit Ben Seghir, Maza, Tillman und Echeverri. Es wäre ein riesen Fehler mMn, nur zwei von diesen Spielern aufzustellen. Mit Tillman auf der 8 oder 10 zwischen zwei der oben Genannten hätte man ein sehr dominantes Zentrum und vor allem auch Kontrolle im Mittelfeld. Zudem wird die Kreative Last aufgeteilt.
Genauso schwer fällt das Defensivverhalten zu Buche. Die vielen verspielten Führungen der letzten Saison kann man natürlich Stammtisch-typisch ausschließlich auf Mentalität und Konzentration schieben (hat mit Sicherheit auch keine kleine Rolle gespielt), aber es ist eben auch offensichtlich geworden, dass auch kleinere Teams uns spielerisch phasenweise hinten einschnüren können? Warum? Weil hohes Pressing in einer Dreierkette super komplex ist. Die IVs müssen ständig aus der Kette herausstechen. Bleibt der Gegner geduldig, wird man automatisch immer mehr ins eigene Drittel gedrängt und verteidigt hinten zu dritt auf einer Linie. Damit ist man hinten stabil, aber bekommt wegen der Unterzahl im Mittelfeld kaum Zugriff und es entstehen Druckphasen. Nicht umsonst spielen Topteams und Ballbesitzmannschaften in Viererkette. Ja, man baut in einer Dreierlinie auf, aber mit einem ZM, der dann ins Mittelfeld vorschiebt. Riesen Unterschied zu einer Formation mit 3 IVs.
Die Viererkette ist für mich jetzt auch nicht der heilige Gral, der alle Probleme löst, aber ich sehe in den Bereichen Kreativität und offensiver sowie defensiver Spielkontrolle einige Argumente für dieses System.
Am Ende soll der Trainer entscheiden, aber ich habe ein großes Problem damit, wenn man sich von vornherein auf das bisherige System einschießt, das ist für mich keine gute Basis für Erfolg. Rolfes redet selbst davon, dass Veränderung hin und wieder auch wichtig ist, dann sollte er selbst dafür auch offen sein und keine taktischen Vorgaben machen.
Zitat von Lucio9191
Also das mit dem 3-4-2-1 hat Patrick Scherer von KSTA auch schon gesagt. Ich find das in Ordnung, denn die Kader Profile sind darauf abgestimmt. Und ich kann mir vorstellen, dass "Alonsos-System" auch mit von Rolfes kommt.
Mein Eindruck ist dass von Nocks sehr gut informiert ist. Der hat sehr lang mit dem ersten Artikel zu den Trainerkandidaten gewartet und weiß dann das der Favourite spanisch sprechen kann.
Ich vermute Thiago Motta (spricht spanisch), Martín Demichelis, Filipe Luís. Diese Namen kamen in Medien nicht vor und hätten viele gewünschte Punkte.
Zitat von bayer04ulmer
Ich hoffe sehr, dass von Nocks hier nur mutmaßt. Ich fände schön, wenn der Trainer selbst entscheiden darf, welches System er spielen möchte. Man kann hin und her diskutieren, ob man eher in Dreier- oder Viererkette spielen möchte, aber so zu tun, als sei der Kader zwingend auf eine Dreierkette ausgerichtet und für eine Viererkette nicht geeignet, dann halte ich das für groben Unfug. Rolfes täte gut daran, den künftigen Trainer diesbezüglich entscheiden zu lassen.
Wenn man einen Trainer gezielt für dieses System sucht und es in Stein gemeißelt ist, dass mit diesem System gespielt werden soll, dann hätte ich damit ein riesengroßes Problem. Alsonso wurde auch damals die Freiheit gegeben, auf eine Dreierkette umzustellen. Warum jetzt also so engstirnig sein? Es ist endlich Zeit für einen Systemwechsel, das Spielermaterial ist da. Und selbst wenn nicht, dann soll das der Trainer entscheiden und nicht Rolfes. Das ging schon bei ETH nicht gut.
Ich hoffe und glaube aber, dass das nur Mutmaßungen von von Nocks sind, denn so engstirnig kennt man Rolfes eigentlich nicht.
Zitat von Lucio9191
Also der Artikel liest sich so als Stephan von Nocks mehr weiß.
Quelle: www.kicker.de
Für die Antwort auf die Trainerfrage haben sich die Bosse von Bayer 04 ein Ziel gesetzt. Immer mehr Kandidaten wie Ex-Spurs Coach Ange Postecoglou ploppen auf - der Favorit soll sich nicht darunter befinden.
Also der Trainer soll zum 3-4-2-1 passen. Und der Favourite soll spanisch wohl sprechen. Also der Artikel liest sich so als Stephan von Nocks mehr weiß.
Ich hoffe sehr, dass von Nocks hier nur mutmaßt. Ich fände schön, wenn der Trainer selbst entscheiden darf, welches System er spielen möchte. Man kann hin und her diskutieren, ob man eher in Dreier- oder Viererkette spielen möchte, aber so zu tun, als sei der Kader zwingend auf eine Dreierkette ausgerichtet und für eine Viererkette nicht geeignet, dann halte ich das für groben Unfug. Rolfes täte gut daran, den künftigen Trainer diesbezüglich entscheiden zu lassen.
Wenn man einen Trainer gezielt für dieses System sucht und es in Stein gemeißelt ist, dass mit diesem System gespielt werden soll, dann hätte ich damit ein riesengroßes Problem. Alsonso wurde auch damals die Freiheit gegeben, auf eine Dreierkette umzustellen. Warum jetzt also so engstirnig sein? Es ist endlich Zeit für einen Systemwechsel, das Spielermaterial ist da. Und selbst wenn nicht, dann soll das der Trainer entscheiden und nicht Rolfes. Das ging schon bei ETH nicht gut.
Ich hoffe und glaube aber, dass das nur Mutmaßungen von von Nocks sind, denn so engstirnig kennt man Rolfes eigentlich nicht.
Also das mit dem 3-4-2-1 hat Patrick Scherer von KSTA auch schon gesagt. Ich find das in Ordnung, denn die Kader Profile sind darauf abgestimmt. Und ich kann mir vorstellen, dass "Alonsos-System" auch mit von Rolfes kommt.
Mein Eindruck ist dass von Nocks sehr gut informiert ist. Der hat sehr lang mit dem ersten Artikel zu den Trainerkandidaten gewartet und weiß dann das der Favourite spanisch sprechen kann.
Ich vermute Thiago Motta (spricht spanisch), Martín Demichelis, Filipe Luís. Diese Namen kamen in Medien nicht vor und hätten viele gewünschte Punkte.
Ich glaube kaum, dass Alonso sich was das System angeht von Rolfes in irgendeiner Weise hat reinreden lassen. Das lässt kein Trainer von Format zu. Als Alonso kam, hat er auch hin und her experimentiert, was dagegen spricht, dass es von Rolfes eine Vorgabe in irgendeiner Weise gab.
Mir fällt es einfach extrem schwer, zu erkennen, wo das Kaderprofil denn noch auf die Dreierkette zugeschnitten sein soll. Wirtz war wohl einer der Top 3 OMs der letzten Jahre und hat uns was Kreativität angeht den A**** gerettet. Ohne ihn ging nichts. Selbst mit ihm wurde immer deutlicher, dass wir im offensiven Drittel, vor allem im Zentrum, zu wenig Gefahr und Überraschungsmomente erzeugen. Jetzt haben wir einige interessante und vielversprechende offensive Mittelfeldspieler mit Ben Seghir, Maza, Tillman und Echeverri. Es wäre ein riesen Fehler mMn, nur zwei von diesen Spielern aufzustellen. Mit Tillman auf der 8 oder 10 zwischen zwei der oben Genannten hätte man ein sehr dominantes Zentrum und vor allem auch Kontrolle im Mittelfeld. Zudem wird die Kreative Last aufgeteilt.
Genauso schwer fällt das Defensivverhalten zu Buche. Die vielen verspielten Führungen der letzten Saison kann man natürlich Stammtisch-typisch ausschließlich auf Mentalität und Konzentration schieben (hat mit Sicherheit auch keine kleine Rolle gespielt), aber es ist eben auch offensichtlich geworden, dass auch kleinere Teams uns spielerisch phasenweise hinten einschnüren können? Warum? Weil hohes Pressing in einer Dreierkette super komplex ist. Die IVs müssen ständig aus der Kette herausstechen. Bleibt der Gegner geduldig, wird man automatisch immer mehr ins eigene Drittel gedrängt und verteidigt hinten zu dritt auf einer Linie. Damit ist man hinten stabil, aber bekommt wegen der Unterzahl im Mittelfeld kaum Zugriff und es entstehen Druckphasen. Nicht umsonst spielen Topteams und Ballbesitzmannschaften in Viererkette. Ja, man baut in einer Dreierlinie auf, aber mit einem ZM, der dann ins Mittelfeld vorschiebt. Riesen Unterschied zu einer Formation mit 3 IVs.
Die Viererkette ist für mich jetzt auch nicht der heilige Gral, der alle Probleme löst, aber ich sehe in den Bereichen Kreativität und offensiver sowie defensiver Spielkontrolle einige Argumente für dieses System.
Am Ende soll der Trainer entscheiden, aber ich habe ein großes Problem damit, wenn man sich von vornherein auf das bisherige System einschießt, das ist für mich keine gute Basis für Erfolg. Rolfes redet selbst davon, dass Veränderung hin und wieder auch wichtig ist, dann sollte er selbst dafür auch offen sein und keine taktischen Vorgaben machen.
„Ich glaube kaum, dass Alonso sich, was das System angeht, von Rolfes in irgendeiner Weise hat reinreden lassen.“ Ich stelle mir tatsächlich vor, dass das eher kooperativ ablief und nicht so konfrontativ. Was ich meinte, ist, dass in dem System Gemeinsamkeiten stecken. Tim Steidten erzählte ja im Interview, wie viele Stunden er mit Rolfes vor Taktiktafeln verbracht hat bei der Kaderzusammenstellung.
Wenn man einen Kader zusammenstellt , was ja Rolfes getan hat, braucht es einen gewissen Konsens mit dem Trainer, gegenseitige Offenheit und Input für die taktische Grundidee. Das kann idealerweise erfolgen, ohne dass es direkt als „Reinreden“ empfunden wird. Alonso hatte dabei sicherlich die alleinige Kompetenz für Taktik und Aufstellung vor den einzelnen Spielen. Aber die Grundidee die ja eng mit der Kaderplanung zusammenhängt, da steckt viel Kooperation drin.
Wenn nun gesagt wird: „Wir wollen Ballbesitz-Fußball spielen und hohes Pressing“, dann ist das bereits eine taktische Vorgabe, nach der der Trainer ausgesucht wird. Bei der Dreierkette wird das häufig problematisiert. Es ist völlig normal, dass der Verein Trainer nach taktischen Präferenzen aussucht, zum Beispiel danach, wie offen ein Trainer für eine Dreierkette ist.
Der Kader wurde ja ebenfalls entsprechend aufgebaut. Viele Menschen haben sich Gedanken gemacht, welcher Spieler welche Rolle einnehmen soll. Dass man nun möglichst niemanden holt, der sagt: „Mir egal, find ich blöd“, sondern jemanden, mit dem man auf einer Wellenlänge ist, finde ich logisch.
Am Ende wird der Trainer am Spieltag die Kompetenz haben, die Entscheidung zu treffen, welche Taktik und Aufstellung umgesetzt wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lucio9191 am 03.09.2025 um 22:35 Uhr bearbeitet
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