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Mitgliederversammlung Liveticker

27.07.2014 - 18:29 Uhr
Mitgliederversammlung Liveticker |#231
29.07.2014 - 17:25 Uhr
Zitat von Schduagert
Zitat von Rednaxela

[...]


ich kann diesem redner nur beipflichten, wer sich beim vfb engagieren will als unternehmen, der kann das doch im rahmen eines normalen sponsorings tun, ein sponsorenvertrag gewährt uns immer wieder neue einnahmen, nichts einmaliges. ein sponsorenvertrag richtet sich nach dem akutellen wert des vereins, sollten wir mal wieder in der spitze der liga sein (rein hpyotetisch) kann man für einen sponsorenvertrag plötzlich wieder viel mehr verlangen, die anteile sind dann schon weg aber.


[...]



Dein Beitrag beinhaltet meiner Meinung nach viele richtige Punkte, einige habe ich auch schon selbst formuliert, aber in diesem Punkt bin ich doch gänzlich anderer Meinung.


 


1. Grundsätzlich gibt es einen Unterschied zwischen Sponsor-Sein und Anteilseigner-Sein aus Investorensicht, wobei beides von einer Gemeinsamkeit ausgeht: Ich würde mal behaupten, dass kein Unternehmen der Welt nur aus Gutmenschentum irgendwo als Geldgeber auftritt. Als Sponsor und auch als Anteilseigner geht es einfach um Werbemöglichkeiten, Aufmerksamkeit, neue Kunden, kurzum es geht ums Geschäft.


Sponsorenausgaben sind für ein Unternehmen aber erstmal "nur" Aufwendungen, denen kein quantifizierbarer Ertrag oder Vermögensgegenstand entgegensteht. Überspitzt: Es ist nicht feststellbar wie viele Kredite die MB-Bank durch ihr Sponsoring beim VfB zusätzlich vergeben konnte.


Bei einer Beteiligung als Anteilseigner an einer AG hält ein Unternehmen Aktien in der Hand, die als Vermögensgegenstand in der Bilanz stehen, die bei guter Entwicklung des Vereins sogar so genannte "stille Reserven" entwickeln können, evtl. jährlich einen Ertrag in Form von Dividenden abwerfen, oder die auch einfach bei zukünftiger Schieflage des Investors veräußert werden können. 


Für ein Unternehmen ist es deshalb in den meisten Fällen schon interessanter Anteile zu erwerben, als Sponsor zu sein.


 


2. Durch eine Ausgliederung fallen die normalen Sponsoren ja nicht einfach weg, die Verträge gibt es ja weiterhin und weiterhin können in diesem Bereich auch neue Verträge abgeschlossen werden. Die laufenden Zahlungen bleiben also bestehen. Es ist ja auch bei den Bayern (die ja laut Wahler unser Vorbild die Ausgliederung betreffend sind) nicht so, dass die aufgrund ihrer Ausgliederung keine Sponsoreneinnahmen mehr haben. Da beteiligen sich auch die Anteilseigner Adidas, Audi und Allianz weiterhin als Sponsoren, zusätzlich zu ihrem einmaligen Aktienkauf. Ganz im Gegenteil: Eine Ausgliederung kann, wie hier ja auch schon andiskutiert wurde, zu steigenden Sponsoringausgaben der Anteilseigner führen, nach dem Motto: Jetzt bin ich da so richtig drin, also sollen die auch erfolgreich sein.


 


3. Klar sind Einnahmen aus einer Ausgliederung einmalig, aber die Zahlen machen doch deutlich warum das jetzt so notwendig ist: Unser Eigenkapital schmilzt nur so dahin, während die Verbindlichkeiten weiter ansteigen. Auf gut Deutsch und mal wieder etwas überspitzt: Dem VfB gehören immer weniger seiner Vermögensgegenstände. Das ist jetzt nochmal gut gegangen, aber beim nächsten Mal wird das nicht mehr so glimpflich sein, davon bin ich überzeugt.


 


Und jetzt noch ganz generell, in der Hoffnung nicht zu sehr OT zu sein:


Das ist auch der Punkt, weshalb wir im Vergleich zu Vereinen wie Hannover, Berlin und Augsburg, die ja auf den ersten Blick alle unsere Kragenweite sind, so schlecht aussehen, was Investitionsmöglichkeiten in neue Spieler angeht. Diese Vereine sind auf einem konstanten bzw. wachsenden Niveau: Einnahmen steigen, Gewinne steigen, Eigenkapitalbasis steigt, während bei uns eben alle diese Punkte rückläufig sind. Die haben die Möglichkeiten, wir nicht (oder eben nicht in dem Umfang). Der Startpunkt dieser Entwicklung war unter Heldt, der auf die falschen Spieler gesetzt hat und so das Erfolgsniveau welches für die gewohnten Einnahmen sorgte nicht halten konnte. Verschärft hat sich das Ganze dann unter Bobic, der es nicht geschafft hat, das sportliche Niveau auf irgendeinem Punkt, und damit auch die Einnahmen, zu stabilisieren. Darüber können auch positive Ausreisser, wie das DFB-Pokal-Finale nicht hinweg täuschen.


Es gibt nun drei Möglichkeiten den Turn-Around zu schaffen bevor es zu spät ist: Entweder wir sind dieses Jahr sportlich unglaublich erfolgreich und können unsere Einnahmen steigern, wir finden tatsächlich einen Sponsor, der 10MEUR+X in den Verein reinbuttert, oder die Profiabteilung wird ausgegliedert.


Ganz egal wie: Eine Finanzspritze ist mittel- und langfristig unumgänglich um diesen Verein zukunftsfähig zu machen und nun kann sich jede und jeder überlegen, welches der drei Szenarien am Wahrscheinlichsten und besten kalkulierbar ist.



Sehr guter Beitrag. Man braucht halt beides: Sportlich muss es besser laufen UND die finanzielle Basis muss verbessert werden. Und da liegt dann der Unterschied zwischen den 2 größeren Lagern, die sich hier abzeichnen. Die einen sagen, man muss die finanzielle Situaton sofort verbessern, um damit sportlich bessere Chancen zu haben. Die anderen sagen: Zeigt erst mal, dass ihr dazu in der Lage seid die sportliche Situation zu verbessern, dann können wir uns über die Finanzen unterhalten. Es ist einerseits eine Frage der Dringlichkeit neue Finanzmittel zu bekommen (dicker Punkt bei Lager 1) und eine Frage des Vertrauens bzw. Misstrauens in das Management (großer Punkt bei Lager 2)

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"Mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus"
--------------------------Jean Paul Sartre---------------------------
Mitgliederversammlung Liveticker |#232
29.07.2014 - 17:33 Uhr
Zitat von asc71
Zitat von Bozsik101
Zitat von Gabli1
Zitat von Bozsik101

Übrigens die Spitze gegen Schalke wegen der Meisterschaft von eurem Präsi Wahler gestern,und ihr wart die letzten als e.V der die Schale hochhalten konnte.Recht hat er,denn so wie es bei euch aus sieht fällt das e.V bald weg.Ablenken von schweren internen Vereinsproblemen auf Kosten anderer Vereine ist mehr als billig.Hätte ich Wahler nicht zugetraut.....sich auf sowas abzulassen um seine Fuhrt zu retten.



 


Auf kosten anderer Vereine? ugly


 


Wir sollten in die Satzung schreiben, dass auf der MV zukünftig jeder Satz mit "Praise Schalke" beendet wird...



 


Tatsache ist das die Aussage von Wahler kam,ich glaube den Traditionsverein Karlruher SC hat er auch genannt.Hat ein VFB Stuttgart Präsi das nötig von eigenen schweren Fehlern(Kausa Bobic) abzulenkenÜberrascht



Heul dich nur aus...


Kleiner Tipp: einfach Meister werden, dann hören die Sprüche auf



 


Nöö das mache ich nicht,warum auch....auch wenn wir niemals Meister werden stimmt aber unsere Vereinsführung mit den sehr treuen Fans, Wir haben Spass an unseren Verein oben mit zu spielen.Schönen Abend noch Fussballfreunde aus dem Schwabenland.

Mitgliederversammlung Liveticker |#233
29.07.2014 - 21:19 Uhr
Zitat von themagneticfield

Also eine Gruppe die keine Ahnung  und eine Gruppe die Recht hat. Zur Zweiten zählst dann du. Das ist wieder ein echter Boogaloo Zwinkernd.


Ich finde man könnte ruhig beiden Gruppen zugestehen, dass sie ihre, durchaus auch nachvollziehbaren, Gründe haben. Ich kann eure Argumentation des "zu billig Verkaufens" und die Gefahr bezüglich "Ausgliederung geht nur einmal" komplett nachvollziehen. Auf meiner Seite wirkt aber schwerer, dass mir keiner die Garantie geben kann, dass unser Marktwert besser wird ohne dass Geld in die Hand genommen wird, ganz im Gegenteil (und in weiten Teilen auch völlig unabhängig davon, wer da im Vorstand sitzt) Und bei der nächsten Seuchensaison, wenn man sieht wie die alle aufrüsten (nächstes Jahr kommt dann mit Red Bullshit Leipzig der nächste Verein, der voraussichtlich einen Traditionsklub dauerhaft nach unten schickt), ist man vielleicht urplötzlich in Liga 2. Und dann macht Ausgliederung ja mal richtig Sinn. Es ist also kein Augen Verschließen vor den Gefahren, sondern ein Abwägen darüber, welche Gefahr einem als die Größere erscheint.


 


Ich gebe aber zu, ich hätte mir wirklich gestern in der Mitgliederversammlung etwas detailliertere Ausführungen zum Konzept gewünscht. U.a. wie man das Geld langfristig sinnvoll nutzen will (da muss einfach etwas geplant werden, dass Stadion dauerhaft lukrativ für den Verein zu machen). Andererseits überschätzen wir "Verrückten" 24/7 Forum-User vom Transfermarkt aber vielleicht auch das Otto-Normal-Vereinsmitglied, welches sich vielleicht tatsächlich nicht schon seit Monaten mit dem Thema befasst?



 


Gut den Kritikpunkt mit dem "echten Boogaloo" muss ich mir in dem Fall gefallen lassen und nehme ihn auch an aber da spricht einfach ein wenig die Angst, dass da zeitnah ein großer Fehler gemacht wird. Der VfB liegt einem halt am Herzen.


Du sprichst es selbst an, dass die Summe einmalig ist. Nicht nur die Summe ist einmalig sondern auch die Möglichkeit den "Joker" Anteile verkaufen zu ziehen. Die können wir nicht nochmal verkaufen wenn wir besser dastehen sondern lediglich zusätzliche Anteile. Das ist also, wenn du so willst, ein Joker den wir einmalig ziehen können und der dann aber dementsprechend auch stechen muss damit er was bringt. 


Nochmal zurück zum "echten Boogaloo", mir ist schon klar, dass meine Argumentationen gerne mal von ihrem Tonfall nicht mit dem Pinsel sondern eher mit dem Vorschlaghammer daherkommen aber sie sind schon in der Regel trotzdem inhaltlich argumentiert. Dementsprechend werde ich auch auf deine Argumentation eingehen. Es gibt keine Garantie, dass wir nicht absteigen. Ebenso gibt es keine Garantie, dass wir mit dem Geld der Ausgliederung besser dastehen. 


Am Ende geht es darum welches Szenario man für wie wahrscheinlich hält. Hältst du es wirklich für sehr wahrscheinlich, dass wir mit einem Etat von über 40 Mio, nicht ganz so vielen Fehlern wie letzte Saison und einem ordentlichen Trainer wieder so eine Katastrophensaison erleben? Es ist theoretisch möglich, keine Frage aber hältst du es für wahrscheinlicher, dass wir absteigen? Meiner Meinung nach ist das wahrscheinlichste Szenario, dass wir zwar keine überragende Saison spielen die uns auf die internationalen Plätze hebt aber schon im soliden Mittelfeld landen und eine im Vergleich zur Vorsaison eine positive sportliche Entwicklung zeigen. Wenn dann Werner und Rüdiger noch akzeptabel daran teilhaben dann gibt es auch noch ordentlich gute Presse weil das zwei größere Talente mit Potential zum Nationalspieler sind, da steht Fussballdeutschland drauf. 


Ich habe es schon mehrfach genauer mit Zahlen ausgeführt aber es stimmt einfach nicht, dass wir im Vergleich mit Teams wie BMG und Mainz, die international spielen, so viel schlechtere finanzielle Möglichkeiten haben. Mal als Kurzform, ein Etat von über 40 Mio ermöglicht es einem schon um die internationalen Plätze mitzuspielen wenn man sieht wer das gerade tut. Und auch wenn man die Transferbilanzen ansieht hält sich der Unterschied in Grenzen. Die Wahrscheinlichkeit ist mehr als hoch, dass wir diesen Sommer bei einer Transferbilanz rauskommen die sich in etwa in der Region bewegt als BMG ordentlich (zusätzlich) investiert hat um den Reus Abgang zu kompensieren. Das sind keine Welten, bei uns wurden lediglich in, sowie nach dem leidigen Gesundschrumpfprozess, den uns Hotte eingebrockt hat, viele Fehler gemacht. Die haben uns nach unten gebracht nicht das fehlende Geld. Und genau da sehe ich einen großen Widerspruch in deiner Argumentation. Auf der einen Seite sagst du, dass du die schnelle Ausgliederung willst weil es gut sein kann, dass wir absteigen. Das bedeutet aber doch gleichzeitig, dass sehr schlechte Arbeit geleistet wird weil sonst dürfte das ja eigentlich mit den vorhandenen (nicht überragenden aber soliden) Möglichkeiten nicht passieren. Auf der anderen Seite willst du aber genau diesen Verantwortlichen, die in dem deiner Meinung nach am wahrscheinlichen Szenario so schlechte Arbeit geleistet haben, dieses Geld anvertrauen. Das verstehe ich nicht auch wenn ich mich auf deine Sichtweise der anhaltenden sportlichen Talfahrt einlasse. Besonders wenig verstehe ich es seit ja rausgekommen ist, dass ein Teil ja direkt in den Kader investiert werden soll. Wenn ich von den Leuten so schlechte Arbeit erwarte wie du dann drücke ich doch gerade diesen Leuten nicht den einmaligen Joker in die Hand. 


 


Wie gesagt, über 40 Mios Etat ist nicht wenig Geld mit dem man um den Abstieg spielt sondern schon ein mehr als konkurrenzfähiger Betrag wenn man nicht gerade über die CL redet. An die Teams kommt man übrigens auch mit einer schnellen Ausgliederung nie im Leben ran. Das ist da ein Tropfen auf den heißen Stein wenn man auf deren Summen schaut und nicht ernsthaft denkt man kann Dortmunds sportlichen wiederaufstieg an die Spitze mal eben so kopieren. Auch die Transferbilanzen kannst du dir ansehen und wirst merken, dass da zu vielen Teams die vor uns stehen und sogar in der oder um die EL spielen keine Welten weg sind. Die Aussage, dass wir mit unseren aktuellen finanziellen Möglichkeiten nicht konkurrenzfähig sind stimmt somit schlicht und ergreifend nicht. Nicht wenn man über die EL spricht, nicht wenn man über das Mittelfeld spricht und erst recht nicht wenn man über den knappen Klassenerhalt spricht. Bei uns liegt es schon länger daran was aus den vorhandenen Möglichkeiten gemacht wird und selbst dafür war die vergangene Saison mit so unglaublich vielen Fehlern schon ein Ausrutscher im Vergleich zu der durchwachsenen Arbeit die Bobic vorher ableifert hat. Mal abgesehen von der besonders großen Anzahl an Lücken landen wir ohne das Trainerchaos nicht ganz so weit unten. 

•     •     •

Benutzername hat keinerlei Bezug zur rechtsextremen US-Szene und besteht hier auf der Seite schon ungleich länger als die dortige Verwendung des Wortes.
Er bezieht sich alleine auf Musik bzw. letztendlich einen Breaker aus den 80ern.
Mitgliederversammlung Liveticker |#234
29.07.2014 - 23:05 Uhr
Zitat von BoogalooShrimp
Zitat von themagneticfield

Also eine Gruppe die keine Ahnung  und eine Gruppe die Recht hat. Zur Zweiten zählst dann du. Das ist wieder ein echter Boogaloo Zwinkernd.


Ich finde man könnte ruhig beiden Gruppen zugestehen, dass sie ihre, durchaus auch nachvollziehbaren, Gründe haben. Ich kann eure Argumentation des "zu billig Verkaufens" und die Gefahr bezüglich "Ausgliederung geht nur einmal" komplett nachvollziehen. Auf meiner Seite wirkt aber schwerer, dass mir keiner die Garantie geben kann, dass unser Marktwert besser wird ohne dass Geld in die Hand genommen wird, ganz im Gegenteil (und in weiten Teilen auch völlig unabhängig davon, wer da im Vorstand sitzt) Und bei der nächsten Seuchensaison, wenn man sieht wie die alle aufrüsten (nächstes Jahr kommt dann mit Red Bullshit Leipzig der nächste Verein, der voraussichtlich einen Traditionsklub dauerhaft nach unten schickt), ist man vielleicht urplötzlich in Liga 2. Und dann macht Ausgliederung ja mal richtig Sinn. Es ist also kein Augen Verschließen vor den Gefahren, sondern ein Abwägen darüber, welche Gefahr einem als die Größere erscheint.


 


Ich gebe aber zu, ich hätte mir wirklich gestern in der Mitgliederversammlung etwas detailliertere Ausführungen zum Konzept gewünscht. U.a. wie man das Geld langfristig sinnvoll nutzen will (da muss einfach etwas geplant werden, dass Stadion dauerhaft lukrativ für den Verein zu machen). Andererseits überschätzen wir "Verrückten" 24/7 Forum-User vom Transfermarkt aber vielleicht auch das Otto-Normal-Vereinsmitglied, welches sich vielleicht tatsächlich nicht schon seit Monaten mit dem Thema befasst?



 


Gut den Kritikpunkt mit dem "echten Boogaloo" muss ich mir in dem Fall gefallen lassen und nehme ihn auch an aber da spricht einfach ein wenig die Angst, dass da zeitnah ein großer Fehler gemacht wird. Der VfB liegt einem halt am Herzen.


Du sprichst es selbst an, dass die Summe einmalig ist. Nicht nur die Summe ist einmalig sondern auch die Möglichkeit den "Joker" Anteile verkaufen zu ziehen. Die können wir nicht nochmal verkaufen wenn wir besser dastehen sondern lediglich zusätzliche Anteile. Das ist also, wenn du so willst, ein Joker den wir einmalig ziehen können und der dann aber dementsprechend auch stechen muss damit er was bringt. 


Nochmal zurück zum "echten Boogaloo", mir ist schon klar, dass meine Argumentationen gerne mal von ihrem Tonfall nicht mit dem Pinsel sondern eher mit dem Vorschlaghammer daherkommen aber sie sind schon in der Regel trotzdem inhaltlich argumentiert. Dementsprechend werde ich auch auf deine Argumentation eingehen. Es gibt keine Garantie, dass wir nicht absteigen. Ebenso gibt es keine Garantie, dass wir mit dem Geld der Ausgliederung besser dastehen. 


Am Ende geht es darum welches Szenario man für wie wahrscheinlich hält. Hältst du es wirklich für sehr wahrscheinlich, dass wir mit einem Etat von über 40 Mio, nicht ganz so vielen Fehlern wie letzte Saison und einem ordentlichen Trainer wieder so eine Katastrophensaison erleben? Es ist theoretisch möglich, keine Frage aber hältst du es für wahrscheinlicher, dass wir absteigen? Meiner Meinung nach ist das wahrscheinlichste Szenario, dass wir zwar keine überragende Saison spielen die uns auf die internationalen Plätze hebt aber schon im soliden Mittelfeld landen und eine im Vergleich zur Vorsaison eine positive sportliche Entwicklung zeigen. Wenn dann Werner und Rüdiger noch akzeptabel daran teilhaben dann gibt es auch noch ordentlich gute Presse weil das zwei größere Talente mit Potential zum Nationalspieler sind, da steht Fussballdeutschland drauf. 


Ich habe es schon mehrfach genauer mit Zahlen ausgeführt aber es stimmt einfach nicht, dass wir im Vergleich mit Teams wie BMG und Mainz, die international spielen, so viel schlechtere finanzielle Möglichkeiten haben. Mal als Kurzform, ein Etat von über 40 Mio ermöglicht es einem schon um die internationalen Plätze mitzuspielen wenn man sieht wer das gerade tut. Und auch wenn man die Transferbilanzen ansieht hält sich der Unterschied in Grenzen. Die Wahrscheinlichkeit ist mehr als hoch, dass wir diesen Sommer bei einer Transferbilanz rauskommen die sich in etwa in der Region bewegt als BMG ordentlich (zusätzlich) investiert hat um den Reus Abgang zu kompensieren. Das sind keine Welten, bei uns wurden lediglich in, sowie nach dem leidigen Gesundschrumpfprozess, den uns Hotte eingebrockt hat, viele Fehler gemacht. Die haben uns nach unten gebracht nicht das fehlende Geld. Und genau da sehe ich einen großen Widerspruch in deiner Argumentation. Auf der einen Seite sagst du, dass du die schnelle Ausgliederung willst weil es gut sein kann, dass wir absteigen. Das bedeutet aber doch gleichzeitig, dass sehr schlechte Arbeit geleistet wird weil sonst dürfte das ja eigentlich mit den vorhandenen (nicht überragenden aber soliden) Möglichkeiten nicht passieren. Auf der anderen Seite willst du aber genau diesen Verantwortlichen, die in dem deiner Meinung nach am wahrscheinlichen Szenario so schlechte Arbeit geleistet haben, dieses Geld anvertrauen. Das verstehe ich nicht auch wenn ich mich auf deine Sichtweise der anhaltenden sportlichen Talfahrt einlasse. Besonders wenig verstehe ich es seit ja rausgekommen ist, dass ein Teil ja direkt in den Kader investiert werden soll. Wenn ich von den Leuten so schlechte Arbeit erwarte wie du dann drücke ich doch gerade diesen Leuten nicht den einmaligen Joker in die Hand. 


 


Wie gesagt, über 40 Mios Etat ist nicht wenig Geld mit dem man um den Abstieg spielt sondern schon ein mehr als konkurrenzfähiger Betrag wenn man nicht gerade über die CL redet. An die Teams kommt man übrigens auch mit einer schnellen Ausgliederung nie im Leben ran. Das ist da ein Tropfen auf den heißen Stein wenn man auf deren Summen schaut und nicht ernsthaft denkt man kann Dortmunds sportlichen wiederaufstieg an die Spitze mal eben so kopieren. Auch die Transferbilanzen kannst du dir ansehen und wirst merken, dass da zu vielen Teams die vor uns stehen und sogar in der oder um die EL spielen keine Welten weg sind. Die Aussage, dass wir mit unseren aktuellen finanziellen Möglichkeiten nicht konkurrenzfähig sind stimmt somit schlicht und ergreifend nicht. Nicht wenn man über die EL spricht, nicht wenn man über das Mittelfeld spricht und erst recht nicht wenn man über den knappen Klassenerhalt spricht. Bei uns liegt es schon länger daran was aus den vorhandenen Möglichkeiten gemacht wird und selbst dafür war die vergangene Saison mit so unglaublich vielen Fehlern schon ein Ausrutscher im Vergleich zu der durchwachsenen Arbeit die Bobic vorher ableifert hat. Mal abgesehen von der besonders großen Anzahl an Lücken landen wir ohne das Trainerchaos nicht ganz so weit unten. 




ich brings jetzt mal mit der holzhammermethode. Augsburg, Mainz und Freiburg haben seit Jahren einen spieleretat unter 20 mio. ergo liegt das Problem beim VfB ganz woanders als am fehlenden Geld. Umsatz vfb 110-120 mio, Freiburg 45-50 mio. Wer arbeitet besser???

•     •     •

"Entschieden müssen wir uns verbitten, dass Leute, die noch nie Sport betrieben haben, sich erlauben, Spieler zu glossieren und durch mehr oder weniger geistlose Redensarten herabzusetzen, wenn die geringe Leistung im tatsächlich geringen Können begründet liegt, der gute Wille und Eifer aber vorhanden sind. Ein solches Benehmen ist sehr taktlos und ungehörig."

Zitat eines anonymen Spielers des SC, aus "Hundert Jahre 90 Minuten" Die Geschichte des SC Freiburg 1904-2004, S.40
Mitgliederversammlung Liveticker |#235
30.07.2014 - 11:04 Uhr

@Boogaloo


 


Vielen Dank für die ausführliche Antwort. (Dass du immer auch gut argumentierst würde ich nie bestreiten).


Da ich gerade auf der Arbeit zwischen Tür und Angel bin, nur ganz kurz. Ja ich habe auch für nächste Saison ein durchaus mulmiges Gefühl was das Abschneiden betrifft (hoffe aber ein bisschen auf den Veh-Effekt). Und ja, natürlich gibt es Vereine, die in den letzten Jahren besser gearbeitet haben. Was den eigentlichen Etat angeht finde ich es dennoch falsch so zu argumentieren, wie z.B. du oder andere es tun. Natürlich ist der Etat immer noch im oberen Mittelfeld. Nichtsdestotrotz wurde er in den letzten Jahren so runtergefahren, dass die Mehrheit der Vereine, auch die mit deutlich kleinerem Etat, eben trotzdem mehr investieren konnten als der VfB. Da bin ich in der Argumentation ganz bei Schlagzeile. Das ist für mich entscheidender als der eigentliche Etat. Dass bei uns dennoch ein paar nicht nachvollziehbare Transfers stattfanden, keine Frage. Es gab aber auch ein paar Treffer. Leider fallen bei einem kleinen Transferspielraum die nicht so ganz nachvollziehbaren Transfers deutlicher ins Auge. (Denn Fehleinkäufe hatten auch die (angeblich) besser arbeitenden Mainz, Augsburg oder Freiburg).

•     •     •

Gibt es eigentlich nur noch schwarz oder weiß? Nichts mehr dazwischen?
Der Mangel an "dazwischen" ist vielleicht die große Tragik (und Gefahr) unserer Tage.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von themagneticfield am 30.07.2014 um 11:18 Uhr bearbeitet
Mitgliederversammlung Liveticker |#236
30.07.2014 - 11:31 Uhr
Zitat von themagneticfield

@Boogaloo


 


Vielen Dank für die ausführliche Antwort. (Dass du immer auch gut argumentierst würde ich nie bestreiten).


Da ich gerade auf der Arbeit zwischen Tür und Angel bin, nur ganz kurz. Ja ich habe auch für nächste Saison ein durchaus mulmiges Gefühl was das Abschneiden betrifft. Und ja, natürlich gibt es Vereine, die in den letzten Jahren besser gearbeitet haben. Was den eigentlichen Etat angeht finde ich es dennoch falsch so zu argumentieren, wie z.B. du oder andere es tun. Natürlich ist der Etat immer noch im oberen Mittelfeld. Nichtsdestotrotz wurde er in den letzten Jahren so runtergefahren, dass die Mehrheit der Vereine, auch die mit deutlich kleinerem Etat, eben trotzdem mehr investieren konnten als der VfB. Da bin ich in der Argumentation ganz bei Schlagzeile. Das ist für mich entscheidender als der eigentliche Etat. Dass bei uns dennoch ein paar nicht nachvollziehbare Transfers stattfanden, keine Frage. Es gab aber auch ein paar Treffer. Leider fallen bei einem kleinen Transferspielraum die nicht so ganz nachvollziehbaren Transfers deutlicher ins Auge. (Denn Fehleinkäufe hatten auch die (angeblich) besser arbeitenden Mainz, Augsburg oder Freiburg).



Auch darauf bin ich eigentlich eingegangen. Laut unseren Verantwortlichen ist die Zeit des Gesundschrumpfens vorbei und wir können wieder moderat investieren, was sich diesen Sommer durchaus andeutet. 


Aktuell sind wir bei einer Transfebilaz von -2,7. Es sollen noch mehrere Spieler kommen und Kandidaten für einen Abgang die Geld bringen gibt es auch nicht wirklich (bei den Toni und Vedo Gerüchten wurde ja klar Stellung bezogen). Wenn jetzt noch 2 Spieler kommen die zusammen 4 Mio kosten (was moderat gerechnet ist wenn man die gehandelten Namen so durchgeht) dann kommen wir am Ende bei einem Wert raus den BMG hatte als sie groß investierten weil sie Reus verloren haben. Schau dir die anderen Transferbilanzen der letzten Jahre an Mainz zB. Wo sind da bei besagten Teams unterm Strich die großen Investitionen wenn sie nicht auch entsprechende Abgänge hatten und die dadurch großteils finanziert haben. Da wirst du Summen finden die so hoch oder kleiner sind als die unseres bisherigen Sommers (ohne weitere Neuzugänge). Wenn die Geld durch Spielerverküfe, größtenteils für Talente die selbst hochgebracht wurden, generieren kannst du doch nicht sagen die haben bessere finanzielle Möglichkeiten bzw viel mehr investiert. Wir konnten die vergangenen Jahre nicht investieren bzw mussten Transfergewinne erzielen wegen dem Gesundschrumpfungsprozess (der sogenannten Aushottierung). Der ist laut den Verantwortlichen vorbei. Wir können keine richtig großen Summen in die Hand nehmen aber das konnten die anderen bis auf wenige Ausnahmen auch nicht. Wir haben nur schlechtere Möglichkeiten zu investieren als besagte Teams wenn unsere Verantwortlichen diesbezüglich gelogen haben. Wenn das deine Unterstellung ist kann ich aber wieder nicht verstehen warum die ihnen die Einnahmen aus der Ausgliederung in die Hand drücken willst. 

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Benutzername hat keinerlei Bezug zur rechtsextremen US-Szene und besteht hier auf der Seite schon ungleich länger als die dortige Verwendung des Wortes.
Er bezieht sich alleine auf Musik bzw. letztendlich einen Breaker aus den 80ern.
Mitgliederversammlung Liveticker |#237
30.07.2014 - 11:55 Uhr

Möchte niemanden jetzt persöhnlich angreifen, aber diese "Schlagzeilen Argumentation" geht mir gewaltig auf den Zeiger.


Nun hat Augsburg 1, gute Saison gespielt und Mainz 2. und Freiburg ein Jahr zuvor. Und dann heißt es, die arbeiten besser als wir...Diese Vereine arbeiten wie es Mainz schon richtig formuliert hat mit höherem Risiko und nur dadurch wenn Sie Spieler verkaufen oder höhere Eintrittspreise verlangen. Augsburg ist eine Saison davor aufgrund einer starken Rückrunde gerade noch so von der Klippe gesprungen, war letztes Jahr die Überraschungsmannschaft schlechthin. Aber, welchen vorweisbaren Erfolg auf lange Sicht haben/hatten diese Vereine? Sind die auch seit 50. Jahren in der Bundesliga? Wie viele Titel haben die gewonnen? (wenn diese Titel aus der Vergangenheit nicht zählen) Aber wenn man mir mit Beispiele kommt welche Vereine auf Dauer gut gearbeitet haben, dann ist das ohne es gerne zu nennen der FC. Bayern und auch die hatten schlechte Zeiten...Aber das finanzielle hat immer gepasst.


Welchen Verein kann man mit dem VFB m.M überhaupt vergleichen?  Dies sind  für mich Vereine wie  Werder Bremen oder der HSV. Traditionsvereine die in den letzten 5-10Jahren kein Plus in den Transfers gemacht haben und trotzdem nur knapp über uns bzw. sogar unter uns standen. Und speziell bei Bremen hat man Schaff und Allofs immer für sehr profesionell gehandelt. Mit


 denen muss ich doch den VFB vergleichen nicht mit One hit Wundern.. Und da sieht die Arbeit doch gar nicht so schlecht aus. Sie ist nicht gigantisch, überragend sondern wie es eben die Schwaben so machen solide genauso wie die Mannschaft eben ist.


Nur gebe ich den Leuten auch Recht, es kann nicht heißen wir benötigen die Ausgliederung aber wie und wo wir das Geld einsetzten sagen wir nicht in der Öffentlichkeit. Entweder ich beziehe die Leute mit ein oder nicht?

Mitgliederversammlung Liveticker |#238
30.07.2014 - 14:05 Uhr
Zitat von Legat

Möchte niemanden jetzt persöhnlich angreifen, aber diese "Schlagzeilen Argumentation" geht mir gewaltig auf den Zeiger.


Nun hat Augsburg 1, gute Saison gespielt und Mainz 2. und Freiburg ein Jahr zuvor. Und dann heißt es, die arbeiten besser als wir...Diese Vereine arbeiten wie es Mainz schon richtig formuliert hat mit höherem Risiko und nur dadurch wenn Sie Spieler verkaufen oder höhere Eintrittspreise verlangen. Augsburg ist eine Saison davor aufgrund einer starken Rückrunde gerade noch so von der Klippe gesprungen, war letztes Jahr die Überraschungsmannschaft schlechthin. Aber, welchen vorweisbaren Erfolg auf lange Sicht haben/hatten diese Vereine? Sind die auch seit 50. Jahren in der Bundesliga? Wie viele Titel haben die gewonnen? (wenn diese Titel aus der Vergangenheit nicht zählen) Aber wenn man mir mit Beispiele kommt welche Vereine auf Dauer gut gearbeitet haben, dann ist das ohne es gerne zu nennen der FC. Bayern und auch die hatten schlechte Zeiten...Aber das finanzielle hat immer gepasst.


Welchen Verein kann man mit dem VFB m.M überhaupt vergleichen?  Dies sind  für mich Vereine wie  Werder Bremen oder der HSV. Traditionsvereine die in den letzten 5-10Jahren kein Plus in den Transfers gemacht haben und trotzdem nur knapp über uns bzw. sogar unter uns standen. Und speziell bei Bremen hat man Schaff und Allofs immer für sehr profesionell gehandelt. Mit


 denen muss ich doch den VFB vergleichen nicht mit One hit Wundern.. Und da sieht die Arbeit doch gar nicht so schlecht aus. Sie ist nicht gigantisch, überragend sondern wie es eben die Schwaben so machen solide genauso wie die Mannschaft eben ist.


Nur gebe ich den Leuten auch Recht, es kann nicht heißen wir benötigen die Ausgliederung aber wie und wo wir das Geld einsetzten sagen wir nicht in der Öffentlichkeit. Entweder ich beziehe die Leute mit ein oder nicht?



gebe zu das mit mainz, freiburg und (augsburg) war provokativ. worauf ich hinauswollte ist folgendes:


- der vfb generiert seit vielen jahren umsätze > 100 mio


- er hat über die letzten 10 jahre am meisten transferüberschüsse erzielt


   http://www.transfermarkt.de/1-bundesliga/fuenfjahresvergleich/wettbewerb/L1


- hat überdurchschnittliche zuschauereinnahmen


- agiert in einem der wirtschaftsstärksten zentren europas


- spielt seit 50 jahren 1. buli, oft international


etc.


im vergleich zu den o.g. vereinen alles besser. jedoch hört man seit vielen jahren der verein hat kein geld und kann folgerichtig nicht investieren und jetzt heisst es sogar die ausgliederung und ein einmaliger geldbetrag sind "alternativlos" wenn man wieder oben mitspielen will.


da ist es m.e. berechtigt (siehe argumentation von boogaloo) mal die strukturen, handelnden personen, kompetenzen etc. zu hinterfragen und nicht einfach nur abzunicken was von "oben" so erzählt wird.


der vfb hat(te) dort ein problem und hat sich über viele, viele jahre strukturen aufgebaut die bei umsätzen > 100 mio anscheinend zu wenig geld für die mannschaft abwerfen. warum das so ist, wird nicht transparent gemacht, sondern nach "neuem geld" als einzige lösung gerufen.


deshalb auch der hinweis auf die kleinen vereine, welche aus 40-50 mio umsatz vergleichsweise auch nicht viel weniger rausholen! (spieleretat < 20 mio)


natürlich ist mir bewusst das ein gesundschrumpfen von 60-70 mio etat auf 40 schwierig ist. aber man muss eben auch mal die strukturen, die strategie und die kompetenzen hinterfagen dürfen bevor man die schleusen für neues geld öffnet. und bei fast 115 mio umsatz und 45 mio spieleretat stellt sich schon die frage wo versickert das geld denn sonst noch so.


 

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"Entschieden müssen wir uns verbitten, dass Leute, die noch nie Sport betrieben haben, sich erlauben, Spieler zu glossieren und durch mehr oder weniger geistlose Redensarten herabzusetzen, wenn die geringe Leistung im tatsächlich geringen Können begründet liegt, der gute Wille und Eifer aber vorhanden sind. Ein solches Benehmen ist sehr taktlos und ungehörig."

Zitat eines anonymen Spielers des SC, aus "Hundert Jahre 90 Minuten" Die Geschichte des SC Freiburg 1904-2004, S.40

Dieser Beitrag wurde zuletzt von bayfreisk am 30.07.2014 um 14:06 Uhr bearbeitet
Mitgliederversammlung Liveticker |#239
30.07.2014 - 14:24 Uhr
Zitat von bayfreisk

 


 


der vfb hat(te) dort ein problem und hat sich über viele, viele jahre strukturen aufgebaut die bei umsätzen > 100 mio anscheinend zu wenig geld für die mannschaft abwerfen. warum das so ist, wird nicht transparent gemacht, sondern nach "neuem geld" als einzige lösung gerufen.


 



 


Na da bin ich doch dabei. Das ist für mich der Knackpunkt, den auch ALLE Freunde (Nicht-VfB Fans) nicht verstehen. Wo ist das ganze Geld immer wieder hin? Klar hatten wir hier im Forum einige Theorien, manche nachvollziehbare als andere, aber eine wirklich klare Aussage des Vorstandes gibt es diesbezüglich meines Wissens wohl nicht. Was dann irgendwie nach "Wir haben richtig S.hice gebaut" riecht, und natürlich für Boogaloos momentane "Nicht-Ausgliederung" sprechen würde (wie gesagt, ich bin ja durchaus auch in einem Zwiespalt). Aber hat irgendjemand den Eindruck, dass da irgendwann mal die Chance besteht, dies wirklich ordentlich und transparent aufzuarbeiten?

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Gibt es eigentlich nur noch schwarz oder weiß? Nichts mehr dazwischen?
Der Mangel an "dazwischen" ist vielleicht die große Tragik (und Gefahr) unserer Tage.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von themagneticfield am 30.07.2014 um 14:24 Uhr bearbeitet
Mitgliederversammlung Liveticker |#240
30.07.2014 - 14:28 Uhr

Das mit den Transferüberschüssen ist kein Pluspunkt, sondern ein Teil des Problems. Der VfB muss seit Jahren Transferüberschüsse erzielen und kann nicht in den Kader investieren. Das hängt wohl in erster Linie mit sportlichen Fehlentscheidungen - insgesamt zu teuerer Kader, zu viele Trainerwechsel - zusammen.


Wie Schduagrdr an anderer Stelle schreibt: der VfB ist seit Jahren auf einem problematischen Konsolidierungskurs (ähnlich Bremen), während die kleineren Vereine, die grade als Positivbeispiel herangezogen werden auf einem Wachstumskurs sind. Vielleicht machen sie nicht die Fehler des VfB und bleiben bei einem "gesunden" Wachstum. Ihr Kader verteuert sich aber meist ebenfalls und dementsprechend müssen sie mehr Einnahmen generieren oder personell immer wieder einen Schnitt machen mit der Gefahr wieder gegen den Abstieg zu spielen.


Mainz scheint "gesundes Wachstum" gut hinzubekommen. Frankfurt steht vor einer schwierigen Saison, weil die Qualität für relativ wenig Geld ziehen lassen mussten. Bei Augsburg muss man mal abwarten. Und Freiburg hat bislang mW die Kaderkosten recht stabil gehalten mit bewusstem Risiko auch gegen den Abstieg zu spielen.

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"Mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus"
--------------------------Jean Paul Sartre---------------------------
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