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Mit Zorniger weitermachen oder nicht?

27.09.2015 - 15:43 Uhr
Pep einzuschätzen fällt mir auch schwer... Ich kann nur sagen, dass es mir schwer fallen würde, ihn mit seiner super super Art ernst zu nehmen. Trotzdem würde ich Leistung zeigen wollen.

Den Eindruck habe ich bei vielen unserer Spielern in den letzten Jahren nicht. Ich glaube, die beschäftigen sich zu viel mit anderen Sachen. Dafür sprechen Kommentare nach den letzten Saisons wie wir müssen lernen als Mannschaft aufzutreten. Und es dann wiederholen, was zeigt, dass sich nicht viel ändert. Ich glaube wenn wir Trainer wechseln und drin bleiben, ist die Gefahr groß, dass es wieder so läuft. Vielleicht können Sie dann auch was auf Zorniger schieben, zu viel lernbereitschaft traue ich unserer Mannschaft in bezug auf eigenanalyse aber nicht zu. Dafür müsste die Mannschaft weiter umgebaut werden. Und ich denke, dass Harnik, kostic, niedermeier und didavi gehen sollten. Denn so muss sich was neues entwickeln. Gentner würde ich behalten. Bei kostic habe ich nicht das Gefühl, dass er ein wirklicher mannschaftsspieler ist. Der gehört in eine Mannschaft mit mehr Qualität, wo viel über den Erfolg ausgeglichen werden kann.
Und was wir meiner Meinung nach noch brauchen, ist ein größerer Wille, gewinnen zu wollen. Wir haben in den letzten Jahren viel zu häufig aufgehört nach einer Führung auf ein weiteres eigenes erzieltes Tor zu spielen.

Ich glaube, viel liegt in der Mentalität der Spieler begründet. Diese zu ändern dauert. Viele trainerwechsel führen auch nicht zwangsläufig zu einem Wechsel.

Deswegen bleibe ich dabei, sollte kein richtig guter kommen, der offensivsystem mitträgt (oder favre... Den würden teile unserer Spieler bestimmt auch nicht lieben... Wahrscheinlich würde man dann auch hier diskutieren, dass er zu verbissen ist), dann bei zorniger bleiben... Auch wenn seine Art mitunter sehr fragwürdig sein kann , zeigt er mitunter auch auf, woran es bei uns fehlt
Zitat von justalittlethought
Zitat von asc71

Zitat von Wacki87


Zitat von Balleinfetter



Zitat von AndieBande




...
Lieber erhobenen Hauptes absteigen, als irgendwie durchmogeln und am Ende mit mehr Glück als Verstand drinbleiben (siehe HSV).

Sehe ich nicht so. Wir müssen drin bleiben, egal wie !
Ein Abstieg würde uns um Jahre zurückwerfen.
Deshalb Daumen drücken und hoffen, daß es reicht. Ob mit Zorniger oder ohne...


Und ein "Wir müssen drin bleiben, egal wie!" würde uns das selbe bescheren wie die letzten Saisons im Abstiegskampf: Planlosigkeit, Unbeständigkeit, Konzeptlosigkeit. Sich ständig drehendes Trainer- und Managerkarussell. Einen Kader der laufend umgebaut wird/werden muss, weil der neue Trainer mal wieder eine andere Spielphilosophie vertritt ...

Nö. Drinbleiben ist das A und O. Jeder Plan, Beständigkeit und Konzept ist schwieriger umzusetzen, wenn wir absteigen sollten. Die Leute bei uns, die das in Liga 1 nicht hinbekommen, werden es in Liga2 erst recht nicht schaffen. Und wenn Wahler + Dutt zurücktreten würden, wer käme dann als "Retter"? Dazu sind ruckzuck unsere talentiertesten Spieler weg und man kriegt in Liga 2 nicht mal viel dafür. Da ist dann Chaos pur vorprogrammiert.
Und wenn man mit Zorniger nicht weitermachen will, darf natürlich kein Trainer kommen, der das Spielkonzept komplett über den Haufen wirft. Es muss einer sein, der zur anvisierten Spielidee passt, aber besser ist. Keine leichte Aufgabe.


Das mit der Langfristigkeit ist zwar ein Wunsch aller, aber praktisch - so zeigt es die jahrelange Bundesligaerfahrung, doch eine schöne Schimäre. Denn die duchschnittliche Trainerverweildauer liegt doch bei 1-2 Jahren. Labbadia bei uns gehörte ja schon zu den langfristigen Trainern. Ohne es jetzt nachzusehen, fällt mir gerade kein aktueller Bundesligatrainer ein, der länger als 3 Jahre bei seinem Verein in der Bundesliga aktiv ist. Bei Topvereinen, die um die internationalen Plätze spielen (Hitzfeld, Klopp, Favre), können es auch ab und zu etwas mehr sein, aber das ist die Ausnahme. Sonst geht es doch praktisch nirgendwo länger, weil irgendwann immer eine Krise kommt und der Trainer sich verbraucht. Kontinuität bekommst Du nur mit fortwährendem Erfolg, weil Du einen absoluten Ausnahmetrainer zu seiner Zeit hast (aktuell Klopp, Tuchel, früher Schaaf, Rehagel) oder in Freiburg - aber am Kaiserstuhl ticken die Uhren wirklich anders und Abstiege werden in Kauf genommen.

Deswegen halte ich es auch für falsch, sich auf ein Spielsystem eines Trainers festzulegen - für einen Mittelklasseverein wird das nicht funktionieren (abgesehen davon, dass sich das optimale System im Fußball ohnehin alle paar Jahre ändert).


Meinst du wirklich, dass dies alles nur am Trainer liegt?

•     •     •

"Ich liebe Gerüchte! Naja, Fakten können so irreführend sein, wohingegen Gerüchte, wahr oder falsch, häufig erhellend sind."
Zitat von 1893
Zitat von justalittlethought

Zitat von asc71


Zitat von Wacki87



Zitat von Balleinfetter




Zitat von AndieBande





...
Lieber erhobenen Hauptes absteigen, als irgendwie durchmogeln und am Ende mit mehr Glück als Verstand drinbleiben (siehe HSV).

Sehe ich nicht so. Wir müssen drin bleiben, egal wie !
Ein Abstieg würde uns um Jahre zurückwerfen.
Deshalb Daumen drücken und hoffen, daß es reicht. Ob mit Zorniger oder ohne...


Und ein "Wir müssen drin bleiben, egal wie!" würde uns das selbe bescheren wie die letzten Saisons im Abstiegskampf: Planlosigkeit, Unbeständigkeit, Konzeptlosigkeit. Sich ständig drehendes Trainer- und Managerkarussell. Einen Kader der laufend umgebaut wird/werden muss, weil der neue Trainer mal wieder eine andere Spielphilosophie vertritt ...

Nö. Drinbleiben ist das A und O. Jeder Plan, Beständigkeit und Konzept ist schwieriger umzusetzen, wenn wir absteigen sollten. Die Leute bei uns, die das in Liga 1 nicht hinbekommen, werden es in Liga2 erst recht nicht schaffen. Und wenn Wahler + Dutt zurücktreten würden, wer käme dann als "Retter"? Dazu sind ruckzuck unsere talentiertesten Spieler weg und man kriegt in Liga 2 nicht mal viel dafür. Da ist dann Chaos pur vorprogrammiert.
Und wenn man mit Zorniger nicht weitermachen will, darf natürlich kein Trainer kommen, der das Spielkonzept komplett über den Haufen wirft. Es muss einer sein, der zur anvisierten Spielidee passt, aber besser ist. Keine leichte Aufgabe.


Das mit der Langfristigkeit ist zwar ein Wunsch aller, aber praktisch - so zeigt es die jahrelange Bundesligaerfahrung, doch eine schöne Schimäre. Denn die duchschnittliche Trainerverweildauer liegt doch bei 1-2 Jahren. Labbadia bei uns gehörte ja schon zu den langfristigen Trainern. Ohne es jetzt nachzusehen, fällt mir gerade kein aktueller Bundesligatrainer ein, der länger als 3 Jahre bei seinem Verein in der Bundesliga aktiv ist. Bei Topvereinen, die um die internationalen Plätze spielen (Hitzfeld, Klopp, Favre), können es auch ab und zu etwas mehr sein, aber das ist die Ausnahme. Sonst geht es doch praktisch nirgendwo länger, weil irgendwann immer eine Krise kommt und der Trainer sich verbraucht. Kontinuität bekommst Du nur mit fortwährendem Erfolg, weil Du einen absoluten Ausnahmetrainer zu seiner Zeit hast (aktuell Klopp, Tuchel, früher Schaaf, Rehagel) oder in Freiburg - aber am Kaiserstuhl ticken die Uhren wirklich anders und Abstiege werden in Kauf genommen.

Deswegen halte ich es auch für falsch, sich auf ein Spielsystem eines Trainers festzulegen - für einen Mittelklasseverein wird das nicht funktionieren (abgesehen davon, dass sich das optimale System im Fußball ohnehin alle paar Jahre ändert).


Meinst du wirklich, dass dies alles nur am Trainer liegt?


Alles natürlich nicht. Aber ich vertrete die These, dass nicht mit der Langfristigkeit der Erfolg kommt, sondern mit dem Erfolg die Langfristigkeit und dass man beim VfB (und auch hier) die Kausalität dieses korrelativen Zusammenhangs fehlinterpertiert.

Es gibt heute nur noch ganz wenige Vereine, die einen überdurchschnittlichen Trainer in einer kurzfristigen Periode des Misserfolgs früh entlassen.

Der letzte Verein, der mir da einfällt, ist Hertha bei Favre (Gladbach wollte Favre ja unbedingt halten). Die anderen überaus erfolgreichen Trainer der letzten Jahre (Klopp, Tuchel, Heynckes, Guardiola, Schmidt, Breitenreiter, Weinzierl, Hecking) wurden nicht entlassen, sondern verließen ihre Vereine bei Vereinswechseln jeweils auf eigenen Wunsch.

Oder welcher Toptrainer fällt Dir ein, der in den letzten Jahren von seinem Verein zu früh entlassen worden ist?

Die Fehlinterpretation dabei ist, dass natürlich ein Trainer nicht wegen der Tatsache, dass man ihn bei Misserfolg nicht entlässt, automatisch ein Toptrainer ist (ein Zorniger wird nicht deshalb ein Weinzierl, weil man an ihm festhält). Alle Trainer hatten aber bei Ihren Vorvereinen schon weit überdurchschnittlichen relativen Erfolg. Das hatte Zorniger imho nicht.
Ich meinte nicht speziell Zorniger, sondern allgemein den Trainer, da ich eher denke dass dessen Ausschlag gar nicht soo groß ist. An Weinzierl hat Augsburg extrem lang festgehalten trotz sehr wenig Punkten.

Ich glaube langfristigkeit ist kaum möglich, das schafft doch nur Bayern.

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"Ich liebe Gerüchte! Naja, Fakten können so irreführend sein, wohingegen Gerüchte, wahr oder falsch, häufig erhellend sind."
Als Aussenstehender Gladbacher bei denen der Trainerwechsel Wunder bewirkte sage ich euch:

Lasst den Zorniger weitermachen!

Ihr spielt doch nicht schlecht, habt mega viele Torchancen, spielt teilweise richtig guten Fuppes.

Ne Teambuliding Maßnahme und EIN erfolgreiches Spiel. In bin sicher wenn ihr euch einmal den Frust von der Seele schießt brecht ihr zu ner Serie auf.

Vertrauen!

Viel Glück dabei.
Das will aber ein Teil der hiesigen Fangemeinde nicht wahrhaben.
Dann müssten sie sich ja ein anderes 'Ziel' suchen...
Zitat von taduli
Das will aber ein Teil der hiesigen Fangemeinde nicht wahrhaben.
Dann müssten sie sich ja ein anderes 'Ziel' suchen...


Warum auch, der Fehler ist systemimmanent. Wir werden keinen wegballern und die, die noch kommen sowieso nicht! Hätte man eine funktionierende IV und einen guten Torhüter vielleicht, so jedoch nie!
Zitat von VoxPopuli
Zitat von taduli

Das will aber ein Teil der hiesigen Fangemeinde nicht wahrhaben.
Dann müssten sie sich ja ein anderes 'Ziel' suchen...


Warum auch, der Fehler ist systemimmanent. Wir werden keinen wegballern und die, die noch kommen sowieso nicht! Hätte man eine funktionierende IV und einen guten Torhüter vielleicht, so jedoch nie!


Auch nicht. Wir hatten massig Trainer mit allen denkbaren Systemen und jeweils dem gleichen Resultat....

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"Ich liebe Gerüchte! Naja, Fakten können so irreführend sein, wohingegen Gerüchte, wahr oder falsch, häufig erhellend sind."
Von den letzten neun Amtszeiten eines Trainers gingen gerade mal zwei über mehr als ein Jahr. Übrigens waren das Babbel und Labbadia. Um diese neun Amtszeiten zu sehen, benötigten wir sieben Jahre. Davor benötigten wir für neun Amtszeiten immerhin noch zwölf Jahre.
Zorniger ist nicht perfekt. Er muss am Defensivverhalten arbeiten. Die Außendarstellung ist nicht ideal. Aber er hat m.E. verstanden, was das Hauptproblem des VfB neben einer suboptimalen Kaderplanung und anderen Fehlern in all den Jahren war: Lethargie und zu viel Genügsamkeit - auch bei den meisten seiner Vorgänger.

Ich habe keine Ahnung, was ein neuer Trainer aktuell bringen soll. Ein anderes System? Toll, funktionierte ja schon die letzten Jahre so gut. Eine andere Art der Teamführung? Trainer, die sich vor das Team stellten, wurden von diesem aus Dankbarkeit früher oder später im Stich gelassen.

Zorniger muss noch Zeit bekommen. Zumindest solange es keinen Bruch gibt, die Mannschaft die angedachte Spielweise, der sich der Verein verschrieben hat, über einen längeren Zeitraum nicht mehr zeigt oder er die Mannschaft auch noch an Spieltag 13, 14 nicht defensiv stabilisiert hat (denn natürlich muss eine Weiterentwicklung erkennbar sein).

Was brachten all die Trainerwechsel des VfB in den letzten Jahren mittelfristig? Gar nichts. Wir sind immer und immer wieder in der gleichen Situation. Egal, wie der Trainer heißt. Und auch der tolle Stevens war beim VfB wochenlang sieglos und profitierte von noch schlechteren Abstiegskonkurrenten. Das gleich zweimal. Zorniger muss vom Verein gestützt werden. Und wird das zum Glück auch (noch).

•     •     •

FIFA-Klub-WM 2033 mit dem VfB!
Seimen - Jeltsch, Chabot, Hendriks - Leweling, Chema, Stiller, Mittelstädt - El Khannous, Undav, Führich

Pro: VfB Stuttgart, Hertha BSC, FC Viktoria 1889 Berlin, Arsenal FC, Liverpool FC, Olympiakos Piräus, ALBA Berlin
Contra: Rest
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von foo_foo am 13.10.2015 um 01:14 Uhr bearbeitet
Es liegt doch in erster Linie an der Auswahl der Trainer. Zuletzt Veh, der wollte doch ursprünglich ein Jahr ausruhen und so hat er sich bei uns auch aufgeführt. Zuvor Schneider, ein blutiger Amateur. Da darf man sich doch nicht wundern. Und so ein Experiment ist auch Zorniger. Das ist doch schon schief gegangen. Was soll da ein weiterwursteln bringen?

Knapp ein Viertel der Saison ist doch schon vorbei. Glaubt ihr gegen den FCB, BVB, B04 oder VfL wird es besser laufen? Das wird ein Torefestival, aber nicht für uns.

Natürlich gastiert im Verein und das schon seit 40 Jahren, eine satte Selbstzufriedenheitsmentalität. Das hat mich nicht erst seit 2007 geärgert. In dieser Zeit war oft viel mehr drin. Beispielsweise im UEFA-Cup gegen Dukla Prag - das Ausscheiden ärgert mich noch heute. Aber das fängt in der Führungsetage an. Dort sollte man ansetzen, z.B. beim derzeitigen Aushängeschild des Vereins Bernd Wahler.

Das einzige, bei dem ich Zorniger zustimme ist, wenn er die Spieler zu Leistung "ermuntert". Hierbei hat er natürlich recht. Aber sein "System" ist zu einfach und scheiße. Das kann jeder Trainerlehrling aushebeln. Taktische Raffinesse: Fehlanzeige! Und wenn ich mit 8 Spielern stürme, kreire ich vorne zwangsläufig Chancen, aber hinten bin ich eben offen wie ein Scheunentor und dem Gegner genügen ein oder zwei Chancen um zum Erfolg zu kommen. Was soll sich dabei mit dem vorhandene Spielermaterial, insbesondere der Torleute und auch der IV, verbessern?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von VoxPopuli am 13.10.2015 um 05:29 Uhr bearbeitet
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