Weltmeisterschaft 2018 in Russland
27.05.2018 - 09:59 Uhr
10.06.2018 - 13:49 Uhr
http://m.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/deutsches-team/diskussion-um-erdogan-fotos-bierhoffs-fehlsch-l-uss-beim-dfb-15631540.html
Dieser Kommentar aus der FAZ bringt es auf den Punkt.
Dieser Kommentar aus der FAZ bringt es auf den Punkt.
10.06.2018 - 14:30 Uhr
Zitat von Heiner81
http://m.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/deutsches-team/diskussion-um-erdogan-fotos-bierhoffs-fehlsch-l-uss-beim-dfb-15631540.html
Dieser Kommentar aus der FAZ bringt es auf den Punkt.
http://m.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/deutsches-team/diskussion-um-erdogan-fotos-bierhoffs-fehlsch-l-uss-beim-dfb-15631540.html
Dieser Kommentar aus der FAZ bringt es auf den Punkt.
Dieser Kommentar vom Spiegel bringt es auf den Punkt.
Katar, Saudi Arabien, China, Russland, Uli Hoeneß. Sovie Scheinheiligkeit ist nur schwer zu ertragen.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/pfiffe-gegen-ilkay-guendogan-es-geht-nicht-um-politik-kommentar-a-1212076.html
10.06.2018 - 14:53 Uhr
Für mich ist das Ganze sehr einfach und daher habe ich auch keine Veranlassung für viel Diskussion:
Als das Thema aufkam, waren Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft für mich sofort komplett unten durch.
Warum? Ganz einfach, wenn man Özil oder Gündogan über den Platz laufen sieht, kommt jetzt unvermeidbar ein Gedanke an Erdogan auf.
Damit sind Spaß und Freude am Fußball endgültig im Eimer. Ich werde daher keines der Spiele der Mannschaft im Fernsehen verfolgen oder in der Presse mehr als eine flüchtige Schlagzeile wahrnehmen.
Was hat man sich über Jahre von dort nicht alles anhören müssen an überschäumenden Beleidigungen und Provokationen. Aber ausschlaggebend sind die massenhaften Menschenrechtsverbrechen!!!
(Wie man meinen kann so etwas populär mit AfD oder Trump vergleichen zu können - da greift man sich an den Kopf).
Im Stadion würde ich auch auspfeifen: Protest und Kampf gegen die Diktatur. Mit abgehobenen/abstrakten Erwägungen zu Integrationsfragen hat das rein gar nichts zu tun.
Natürlich kann man das mit dem Auspfeifen auf der anderen Seite auch nicht machen. Gerade aus diesem Grunde bleibe ich ja fern. Diejenigen, die pfeifen sollten ebenfalls mit den Füßen abstimmen.
Gott schütze die Türkei.
Als das Thema aufkam, waren Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft für mich sofort komplett unten durch.
Warum? Ganz einfach, wenn man Özil oder Gündogan über den Platz laufen sieht, kommt jetzt unvermeidbar ein Gedanke an Erdogan auf.
Damit sind Spaß und Freude am Fußball endgültig im Eimer. Ich werde daher keines der Spiele der Mannschaft im Fernsehen verfolgen oder in der Presse mehr als eine flüchtige Schlagzeile wahrnehmen.
Was hat man sich über Jahre von dort nicht alles anhören müssen an überschäumenden Beleidigungen und Provokationen. Aber ausschlaggebend sind die massenhaften Menschenrechtsverbrechen!!!
(Wie man meinen kann so etwas populär mit AfD oder Trump vergleichen zu können - da greift man sich an den Kopf).
Im Stadion würde ich auch auspfeifen: Protest und Kampf gegen die Diktatur. Mit abgehobenen/abstrakten Erwägungen zu Integrationsfragen hat das rein gar nichts zu tun.
Natürlich kann man das mit dem Auspfeifen auf der anderen Seite auch nicht machen. Gerade aus diesem Grunde bleibe ich ja fern. Diejenigen, die pfeifen sollten ebenfalls mit den Füßen abstimmen.
Gott schütze die Türkei.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BOULEVARD19Mai am 10.06.2018 um 14:57 Uhr bearbeitet
10.06.2018 - 15:03 Uhr
Zitat von salvatore98
Was mich wirklich erschreckt hat war das Verhalten einer großen Anzahl von Menschen, die sich anscheinend dazu berufen fühlen, über die Verfehlungen anderer richten zu müssen.
Ich habe das Spiel nebenbei verfolgt und es hat mich als 'Nichtdeutschen' betroffen gemacht sehen zu müssen, das Menschen applaudieren und johlen, wenn ein Spieler gefoult wird.
Das sind Mittel mit denen man sich zur Wehr setzt, wenn einem jegliche Fähigkeiten zum Diskurs und zur Analyse oder Reflexion fehlen, pure Demütigung. Und was bringt das?
Auch verstehe ich nicht, was man in Teilen Deutschlands jetzt eigentlich genau von den beiden Spielern erwartet, also was sie selbst nun tun sollen um die Wogen zu glätten. Oder geht es am Ende doch eher um die Aburteilung der Personen, die versuchen den ganzen Vorfall für beendet zu erklären?
Was mich wirklich erschreckt hat war das Verhalten einer großen Anzahl von Menschen, die sich anscheinend dazu berufen fühlen, über die Verfehlungen anderer richten zu müssen.
Ich habe das Spiel nebenbei verfolgt und es hat mich als 'Nichtdeutschen' betroffen gemacht sehen zu müssen, das Menschen applaudieren und johlen, wenn ein Spieler gefoult wird.
Das sind Mittel mit denen man sich zur Wehr setzt, wenn einem jegliche Fähigkeiten zum Diskurs und zur Analyse oder Reflexion fehlen, pure Demütigung. Und was bringt das?
Auch verstehe ich nicht, was man in Teilen Deutschlands jetzt eigentlich genau von den beiden Spielern erwartet, also was sie selbst nun tun sollen um die Wogen zu glätten. Oder geht es am Ende doch eher um die Aburteilung der Personen, die versuchen den ganzen Vorfall für beendet zu erklären?
Fußball ist Emotion pur und das Massenphänomen im Stadion wirst Du wahrscheinlich schon persönlich erlebt haben. Man befeuert sich wechselseitig und es wird immer hitziger. Mit Reflexion läuft unter solchen Umständen dann gar nichts.
Von den Spielern wird jedenfalls aus meiner Sicht nichts mehr erwartet: Verkackt ist verkackt.
10.06.2018 - 15:16 Uhr
Zitat von Heiner81
http://m.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/deutsches-team/diskussion-um-erdogan-fotos-bierhoffs-fehlsch-l-uss-beim-dfb-15631540.html
Dieser Kommentar aus der FAZ bringt es auf den Punkt.
http://m.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/deutsches-team/diskussion-um-erdogan-fotos-bierhoffs-fehlsch-l-uss-beim-dfb-15631540.html
Dieser Kommentar aus der FAZ bringt es auf den Punkt.
Danke @Heiner81, das ist schon mal sehr informativ und bestätigt mich ein wenig in meiner Vermutung, dass es sich bei dem Gepfeife vielleicht doch hauptsächlich um eine 'Bestrafung' der Funktionäre beziehungsweise des Mannschaftsstabs handelte.
Am Ende bleibt es aber auch nur die Meinung eines einzelnen Autors, ist keine Lösung für die aktuelle Situation und erklärt auch nicht, was man nun eigentlich als "Sofortmaßnahme" haben will oder erwartet.
Ich finde die bezüglich Özil und Gündogan von ihm gebraucht Formulierung "Dahinter steckt keine Frage nach der Gesinnung, sondern eine nach der Haltung." ziemlich paradox, denn beide Begriffe gehören für mich direkt zusammen.
Mir suggeriert dieser Satz, dass man lieber belogen werden will als (weiterhin) mit der Wahrheit konfrontiert zu werden, denn demnach ist es ok eine zweifelhafte Gesinnung zu haben, solange man sie nicht öffentlich zeigt (?).
Bei uns ist das so: Zeigt jemand eine andere Haltung als die, die seiner Gesinnung entspricht, ist er ein Schauspieler oder ganz einfach ein Lügner.
Etwas bemerkenswertes steht auch in dem Artikel: "... weil sich hinter der Frage nach der Haltung lautstarke Typen verstecken, die auf Özil und Gündogan aus ganz anderen Gründen pfeifen: Rassisten und Rechtsradikale.", was man direkt auf die Aussage oben mit den "60% die die Türkei nicht auf dem Globus finden" beziehen kann. Zugegeben etwas provokant, aber im Kern vielleicht gar nicht so falsch.
Denn diese ganze unaufgearbeitet Misere bieten wunderbaren Nährboden für alles was von Rechts kommt.
Bleibt weiterhin die Frage, was muss in den nächsten Tagen passieren, dass eure Mannschaft eine einigermaßen fokussierte WM spielen kann? Ich gebe gerne zu froh zu sein, nicht in dieser Problematik drin zu stecken.
10.06.2018 - 15:26 Uhr
Zitat von BOULEVARD19Mai
Fußball ist Emotion pur und das Massenphänomen im Stadion wirst Du wahrscheinlich schon persönlich erlebt haben. Man befeuert sich wechselseitig und es wird immer hitziger. Mit Reflexion läuft unter solchen Umständen dann gar nichts.
Von den Spielern wird jedenfalls aus meiner Sicht nichts mehr erwartet: Verkackt ist verkackt.
Zitat von salvatore98
Was mich wirklich erschreckt hat war das Verhalten einer großen Anzahl von Menschen, die sich anscheinend dazu berufen fühlen, über die Verfehlungen anderer richten zu müssen.
Ich habe das Spiel nebenbei verfolgt und es hat mich als 'Nichtdeutschen' betroffen gemacht sehen zu müssen, das Menschen applaudieren und johlen, wenn ein Spieler gefoult wird.
Das sind Mittel mit denen man sich zur Wehr setzt, wenn einem jegliche Fähigkeiten zum Diskurs und zur Analyse oder Reflexion fehlen, pure Demütigung. Und was bringt das?
Auch verstehe ich nicht, was man in Teilen Deutschlands jetzt eigentlich genau von den beiden Spielern erwartet, also was sie selbst nun tun sollen um die Wogen zu glätten. Oder geht es am Ende doch eher um die Aburteilung der Personen, die versuchen den ganzen Vorfall für beendet zu erklären?
Was mich wirklich erschreckt hat war das Verhalten einer großen Anzahl von Menschen, die sich anscheinend dazu berufen fühlen, über die Verfehlungen anderer richten zu müssen.
Ich habe das Spiel nebenbei verfolgt und es hat mich als 'Nichtdeutschen' betroffen gemacht sehen zu müssen, das Menschen applaudieren und johlen, wenn ein Spieler gefoult wird.
Das sind Mittel mit denen man sich zur Wehr setzt, wenn einem jegliche Fähigkeiten zum Diskurs und zur Analyse oder Reflexion fehlen, pure Demütigung. Und was bringt das?
Auch verstehe ich nicht, was man in Teilen Deutschlands jetzt eigentlich genau von den beiden Spielern erwartet, also was sie selbst nun tun sollen um die Wogen zu glätten. Oder geht es am Ende doch eher um die Aburteilung der Personen, die versuchen den ganzen Vorfall für beendet zu erklären?
Fußball ist Emotion pur und das Massenphänomen im Stadion wirst Du wahrscheinlich schon persönlich erlebt haben. Man befeuert sich wechselseitig und es wird immer hitziger. Mit Reflexion läuft unter solchen Umständen dann gar nichts.
Von den Spielern wird jedenfalls aus meiner Sicht nichts mehr erwartet: Verkackt ist verkackt.
Ersteres ist natürlich absolut richtig. Nur, wenn ich mich recht erinnere, sollte das ganze eine fröhliche Familienveranstaltung werden, expressis verbis mit eindeutigen und vorbildlichen Signalen in Richtung Saudi Arabien. Das wurde dann auch voll "verkackt" wie du es ausdrückst.
Als Menschenfreund würde ich zum zweiten Satz pauschal sagen, dass jeder eine zweite Chance verdient, was natürlich nichts mit Absolution zu tun hat.
@gutberlet Danke für den Link, ich finde den Artikel sehr lesenswert.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von salvatore98 am 10.06.2018 um 15:31 Uhr bearbeitet
10.06.2018 - 15:33 Uhr
Ja schon klar. Nur bei mir ist es halt so, dass bei dem Anblick der Spieler automatisch die Erdogan-Assoziation aufploppt. Sie sind seine Parteigänger.
Zu retten wäre es für mich m.o.w. nur durch eine Vertreibung, Inhaftierung, Exil des Diktators verbunden mit einer Erklärung der Spieler: Wir sind erleichtert, dass er weg ist.
Zu retten wäre es für mich m.o.w. nur durch eine Vertreibung, Inhaftierung, Exil des Diktators verbunden mit einer Erklärung der Spieler: Wir sind erleichtert, dass er weg ist.
10.06.2018 - 15:39 Uhr
Zitat von BOULEVARD19Mai
Für mich ist das Ganze sehr einfach und daher habe ich auch keine Veranlassung für viel Diskussion:
Als das Thema aufkam, waren Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft für mich sofort komplett unten durch.
Warum? Ganz einfach, wenn man Özil oder Gündogan über den Platz laufen sieht, kommt jetzt unvermeidbar ein Gedanke an Erdogan auf.
Damit sind Spaß und Freude am Fußball endgültig im Eimer. Ich werde daher keines der Spiele der Mannschaft im Fernsehen verfolgen oder in der Presse mehr als eine flüchtige Schlagzeile wahrnehmen.
Was hat man sich über Jahre von dort nicht alles anhören müssen an überschäumenden Beleidigungen und Provokationen. Aber ausschlaggebend sind die massenhaften Menschenrechtsverbrechen!!!
(Wie man meinen kann so etwas populär mit AfD oder Trump vergleichen zu können - da greift man sich an den Kopf).
Im Stadion würde ich auch auspfeifen: Protest und Kampf gegen die Diktatur. Mit abgehobenen/abstrakten Erwägungen zu Integrationsfragen hat das rein gar nichts zu tun.
Natürlich kann man das mit dem Auspfeifen auf der anderen Seite auch nicht machen. Gerade aus diesem Grunde bleibe ich ja fern. Diejenigen, die pfeifen sollten ebenfalls mit den Füßen abstimmen.
Gott schütze die Türkei.
Für mich ist das Ganze sehr einfach und daher habe ich auch keine Veranlassung für viel Diskussion:
Als das Thema aufkam, waren Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft für mich sofort komplett unten durch.
Warum? Ganz einfach, wenn man Özil oder Gündogan über den Platz laufen sieht, kommt jetzt unvermeidbar ein Gedanke an Erdogan auf.
Damit sind Spaß und Freude am Fußball endgültig im Eimer. Ich werde daher keines der Spiele der Mannschaft im Fernsehen verfolgen oder in der Presse mehr als eine flüchtige Schlagzeile wahrnehmen.
Was hat man sich über Jahre von dort nicht alles anhören müssen an überschäumenden Beleidigungen und Provokationen. Aber ausschlaggebend sind die massenhaften Menschenrechtsverbrechen!!!
(Wie man meinen kann so etwas populär mit AfD oder Trump vergleichen zu können - da greift man sich an den Kopf).
Im Stadion würde ich auch auspfeifen: Protest und Kampf gegen die Diktatur. Mit abgehobenen/abstrakten Erwägungen zu Integrationsfragen hat das rein gar nichts zu tun.
Natürlich kann man das mit dem Auspfeifen auf der anderen Seite auch nicht machen. Gerade aus diesem Grunde bleibe ich ja fern. Diejenigen, die pfeifen sollten ebenfalls mit den Füßen abstimmen.
Gott schütze die Türkei.
Schon mitbekommen, dass die WM in Russland stattfindet und die nächste in Katar? 1978 gab es ein paar hundert Meter vom Final-Stadion ein Folterlager der argentinischen Militärdiktatur. Von den deutschen Spielern kamen Aussagen, dass ihnen schon nichts passieren würde und sie keine Lager gesehen hätten. Es hat in der Vergangenheit hunderte Anlässe gegeben sich vom großen Fußball abzuwenden. Da sind Özil und Gündogan fast schon unbedeutend.
10.06.2018 - 15:57 Uhr
Zitat von gutberlet
Schon mitbekommen, dass die WM in Russland stattfindet und die nächste in Katar? 1978 gab es ein paar hundert Meter vom Final-Stadion ein Folterlager der argentinischen Militärdiktatur. Von den deutschen Spielern kamen Aussagen, dass ihnen schon nichts passieren würde und sie keine Lager gesehen hätten. Es hat in der Vergangenheit hunderte Anlässe gegeben sich vom großen Fußball abzuwenden. Da sind Özil und Gündogan fast schon unbedeutend.
Zitat von BOULEVARD19Mai
Für mich ist das Ganze sehr einfach und daher habe ich auch keine Veranlassung für viel Diskussion:
Als das Thema aufkam, waren Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft für mich sofort komplett unten durch.
Warum? Ganz einfach, wenn man Özil oder Gündogan über den Platz laufen sieht, kommt jetzt unvermeidbar ein Gedanke an Erdogan auf.
Damit sind Spaß und Freude am Fußball endgültig im Eimer. Ich werde daher keines der Spiele der Mannschaft im Fernsehen verfolgen oder in der Presse mehr als eine flüchtige Schlagzeile wahrnehmen.
Was hat man sich über Jahre von dort nicht alles anhören müssen an überschäumenden Beleidigungen und Provokationen. Aber ausschlaggebend sind die massenhaften Menschenrechtsverbrechen!!!
(Wie man meinen kann so etwas populär mit AfD oder Trump vergleichen zu können - da greift man sich an den Kopf).
Im Stadion würde ich auch auspfeifen: Protest und Kampf gegen die Diktatur. Mit abgehobenen/abstrakten Erwägungen zu Integrationsfragen hat das rein gar nichts zu tun.
Natürlich kann man das mit dem Auspfeifen auf der anderen Seite auch nicht machen. Gerade aus diesem Grunde bleibe ich ja fern. Diejenigen, die pfeifen sollten ebenfalls mit den Füßen abstimmen.
Gott schütze die Türkei.
Für mich ist das Ganze sehr einfach und daher habe ich auch keine Veranlassung für viel Diskussion:
Als das Thema aufkam, waren Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft für mich sofort komplett unten durch.
Warum? Ganz einfach, wenn man Özil oder Gündogan über den Platz laufen sieht, kommt jetzt unvermeidbar ein Gedanke an Erdogan auf.
Damit sind Spaß und Freude am Fußball endgültig im Eimer. Ich werde daher keines der Spiele der Mannschaft im Fernsehen verfolgen oder in der Presse mehr als eine flüchtige Schlagzeile wahrnehmen.
Was hat man sich über Jahre von dort nicht alles anhören müssen an überschäumenden Beleidigungen und Provokationen. Aber ausschlaggebend sind die massenhaften Menschenrechtsverbrechen!!!
(Wie man meinen kann so etwas populär mit AfD oder Trump vergleichen zu können - da greift man sich an den Kopf).
Im Stadion würde ich auch auspfeifen: Protest und Kampf gegen die Diktatur. Mit abgehobenen/abstrakten Erwägungen zu Integrationsfragen hat das rein gar nichts zu tun.
Natürlich kann man das mit dem Auspfeifen auf der anderen Seite auch nicht machen. Gerade aus diesem Grunde bleibe ich ja fern. Diejenigen, die pfeifen sollten ebenfalls mit den Füßen abstimmen.
Gott schütze die Türkei.
Schon mitbekommen, dass die WM in Russland stattfindet und die nächste in Katar? 1978 gab es ein paar hundert Meter vom Final-Stadion ein Folterlager der argentinischen Militärdiktatur. Von den deutschen Spielern kamen Aussagen, dass ihnen schon nichts passieren würde und sie keine Lager gesehen hätten. Es hat in der Vergangenheit hunderte Anlässe gegeben sich vom großen Fußball abzuwenden. Da sind Özil und Gündogan fast schon unbedeutend.
Dass man die eine Thematik schlecht findet, bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man andere Themen verdrängt, begrüßt oder weniger bzw. mehr Gewicht gibt.
Ich habe auch nicht ohne Grund gefragt, ob ich einen WM-Thread eröffnen soll. Denn das Bauchkribbeln, wenn zwei Nationalmannschaften aufeinandertreffen, ist bei mir gänzlich verschwunden (-War bei mir aber schon nach der WM 2010 der Fall!). Und ich weiß, es geht nicht nur mir so.
Davon abgekoppelt, hoffe ich trotzdem, dass wir hier noch Beiträge unter dem Gesichtspunkt dieser Ballsportart, die wir (eigentlich) so lieben, lesen.
13.06.2018 - 12:27 Uhr
Quelle: www.sportschau.de
Titelanwärter Spanien hat unmittelbar vor dem Auftakt der Fußball-WM in Russland seinen Trainer Julen Lopetegui entlassen.
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