Kader- und Systemthread 2021/2022
19.05.2021 - 08:38 Uhr
10.01.2022 - 16:05 Uhr
@Zweitligameister
Toller Beitrag! Insbesondere die Statistik der Torhüter um Manuel Neuer, die jeweils gegen unseren SC jeweils wohl einen Sahnetag erwischten, ist wirklich eindrücklich.
Danke!
Toller Beitrag! Insbesondere die Statistik der Torhüter um Manuel Neuer, die jeweils gegen unseren SC jeweils wohl einen Sahnetag erwischten, ist wirklich eindrücklich.
Danke!
15.01.2022 - 15:33 Uhr
Jeder wusste von vornherein, dass Freiburg wahrscheinlich beide Spiele gegen Dortmund und Hoffenheim verlieren würde. Kein rational denkender Fußballbeobachter bestreitet, dass formstarke Dortmunder gegen ersatzgeschwächte Freiburger nicht hoher, sondern haushoher Favorit sind. Ähnliches gilt für das Pokalspiel in Sinsheim.
Nach wie vor ist nicht jedem die Ausnahmeklasse von Flekken/Schlotterbeck bewusst. Kein normaler BL-Klub könnte den Verlust dieser beiden kompensieren. Freiburg ist ohne die beiden ein anderes Team, das wusste man vorher.
SC-Kapitän Christian Günter hat in der Analyse nach dem Spiel ebenfalls darauf verwiesen. Jedem unserer Spieler und Trainer war und ist das lange vor den Partien gegen Bielefeld, Dortmund, Hoffenheim und ggf. Mainz klar. Bei den Fans wird es in dieser Klarheit mglw. bis zur Partie gegen Hoffenheim oder Mainz dauern.
Auf der Habenseite stehen viele positive Erkenntnisse, die wichtiger sind als ein Spielergebnis:
Meiner Meinung nach sogar sein bestes für den SC. Für einen Trainer ist das eine wertvolle Information. Er erfährt dadurch, inwiefern ein junger Nachwuchsspieler dazu in der Lage ist, die negativen Erfahrungen und die Frustration nach einer schlechten Leistung zu verarbeiten und sich zeitnah neu zu fokussieren. Das ist nicht zu unterschätzen. Und für einen 19- oder 20-Jährigen eher ungewöhnlich. Schade scheint auch in dieser Hinsicht kein gewöhnlicher Spieler zu sein.
Obwohl er es bei seiner Torvorbereitung leider sehr schlecht gemacht hat, da er den Zeitpunkt des Abspiels verpasste. Freiburg war fast 4 gg 2 in Überzahl, Schade hatte links und rechts zwei völlig freie Anspielstationen, die steil Richtung Tor starteten. Durch seinen verspäteten Pass steht Demirovic bei der Ballannahme eigentlich im Abseits und hat einen schlechteren Abschlusswinkel. Das war leider ein sehr einfacher Fehler, der einem Offensivspieler auf BL-Niveau selten passiert. Das wird ihm aber in der Videoanalyse vom Trainerteam ausführlich erklärt werden.
Schade hat diesbezüglich viel zu lernen. Generell lebt der Spieler von seiner physischen Extraklasse, in punktuellen Bereichen zählt er bereits in seinem jungen Alter zur Bundesliga-Elite, namentlich Antrittt, Tempoläufe. Zudem bringt er enorme Körperlichkeit bei hohen Bällen ein.
Dagegen ist Schade in anderen Bereichen ausgesprochen unreif, das muss man wirklich in dieser Deutlichkeit sagen. Da gibt es viel zu tun für das Trainerteam. Momentan ist er noch viel zu eindimensional als Spielertyp, hat zu viele Defizite, um Stammspieler bei einem CL-Klub oder der Nationalmannschaft zu sein, das kommt erst mit der entsprechenden Ausbildung im Training. Doch Christian Streich wird Schade in den kommenden anderthalb Jahren zum Nationalspieler entwickeln. Daran besteht wenig Zweifel, sofern Schade verletzungsfrei bleibt.
Während seiner markantesten Aktion gegen Dortmund rechnete ich fest mit einem Ballverlust, da er eigentlich vom Gegenspieler gestellt war. Was Weißhaupt da gemacht hat, sieht man selten von einem durchschnittlichen BL-Spieler, noch seltener von einem 20-Jährigen. Dazu benötigt man eine herausragende Ballführung, Raumgefühl und Spielintelligenz. Und selbst diese Fähigkeiten reichen nicht, wenn man nicht den Mut hat, sich so etwas im Spiel zu trauen.
All das kommt bei Weißhaupt zusammen. Ziemlich viel für einen 20-Jährigen. In dieser Szene verbildlicht sich wohl viel von dem, was das Trainerteam künftig in dem Spieler sieht. Weißhaupt hat trotz seines jungen Alters schon fast eine eigene Aura auf dem Platz. W. ist nichts weniger als ein Versprechen für die Zukunft.
Kurios übrigens, dass dies ausgerechnet in einer Aktion zu erkennen war, an deren Ende er - umringt von 3 Dortmundern - ein halsbrecherisches Dribbling versucht und sich gegen das Abspiel entscheidet, wodurch er alleiniger Verursacher des vierten Gegentreffers ist. Aus Gründen wie diesem wird es noch dauern, bis das Versprechen Weißhaupt eingelöst wird.
Genau das ist jedoch eine der Ursachen, weshalb Streich Talente seit jeher mit Vorliebe gegen Bayern/Dortmund reinwirft. Diese Fehler muss ein junger Spieler ohnehin machen um sich zu entwickeln. Solche wichtigen Erfahrungswerte kann er gerne bei einem 1-5 gegen Bayern/Dortmund sammeln, besser als gegen Union Berlin oder Hoffenheim. Auch aus anderen, vornehmlich psychologischen Gründen, halte ich den Einsatz junger Talente gegen Bayern/Dortmund für vorausschauend und schlau.
Zudem vermittelten Schade und Weißhaupt durch ihre gestrige Spielanlage den deutlichen Eindruck, als hätte der Trainer ihnen vor der Einwechslung explizit gesagt: "Probiert was aus, seid mutig." Was nach einer unterirdischen ersten Halbzeit (u. beim Stand v. 0-3) genau richtig war.
Streich beweist mit dem Einsatz junger Spieler gg Top Teams seit Beginn seiner Amtszeit diesen Mut. Gefühlt ging das seltenst schief, zuletzt vielleicht in der Saison 20/21 bei Tempelmanns Startelfdebüt gg RB Leipzig, der vor der Halbzeit ausgewechselt wurde.
Ich halte genau diese Erkenntnisse allerdings für Intention, da sie extrem wertvoll für das Trainerteam sind. Auch deshalb spielt Tempelmann inzwischen auf zweijähriger Leihbasis bei einem guten Zweitligisten, wo er als Leistungsträger derart für Furore sorgt, dass eine vorzeitige Rückholaktion nicht ausgeschlossen ist. Wie bereits bei Nico und Keven Schlotterbeck war die Leihe zu einem unerklassigen oder "kleineren" Klub eine ausgezeichnete Entscheidung des Trainerteams.
Weißhaupt dagegen hat nach meiner persönlichen Einschätzung spätestens seit gestern gute Chancen, in einer Saison 22/23 mit Dreifachbelastung auf genügend Spielzeit beim Sport-Club zu kommen und sich im Gegensatz zu Nico Schlotterbeck oder Tempelmann den Karriereumweg über eine untere Liga / kleineren Verein zu sparen.
Auch solche Informationen können einen als Fan nach einer Niederlage innerlich jubilieren lassen, wenn man sich auf das Wesentliche fokussiert. Ein Juwel, der junge Weißhaupt. Was seine enge Ballführung und die Spielintelligenz angeht, ist er Kevin Schade - immerhin eines der größeren Offensivtalente des deutschen Fußballs und U21-Nationalspieler - um Längen voraus. Was auch gestern wieder zu sehen war, trotz der atemberaubenden Tempoläufe Schades.
Noch ein Wort zum Gemütszustand: Wer nach der gestrigen Niederlage Frust schieben will, macht das wider besseren Wissens, weil er sich aktiv dafür entscheidet. Nach einem Auswärtsspiel bei Bayern/Dortmund, das Freiburg noch dazu ersatzgeschwächt ohne die besten Spieler bestritt.
Wenn man eine solche Partie von vornherin mit einer realistischen Erwartungshaltung angeht, ist die Enttäuschung hinterher geringer:
Stattdessen kann man sich über die zahlreichen positiven Erkenntnisse von gestern freuen.
Dazu zählt beispielsweise der Eindruck: Demirovic ist wieder dran am Team. Streich ist ein Trainer, der seinen Spielern auch in schlechten Phasen vertraut. Einem Spieler auch mal eine bescheidene Halbserie zugesteht, ihn im Training behutsam aufbaut, ohne ihn wie andere Trainer direkt aufs Abstellgleis zu schieben.
Das sind junge Spieler, die sich in einem Ausbildungsprozess befinden. Das ist ein komplexer Prozess, der in unterschiedlichen Phasen abläuft. Immer. Junge Spieler, denen ein Trainer wie Streich in schlechten Phasen - die bei der Verpflichtung von vornherein eingeplant sind - viel Vertrauen entgegenbringt. Die Erfahrung zeigt, dass solche Spieler Streich dieses Vertrauen zurückzahlen. Mancher Fan, der Demirovic schon verkaufen wollte, dürfte in ein, zwei Jahren an seine Worte zurückdenken.
Nach gestern gibt es nicht wenige Gründe, sich noch mehr auf die weitere Entwicklung von Weißhaupt, Schade, aber auch Demirovic zu freuen. Von denen der ein oder andere bereits in der kommenden (Europapokal-)Saison unumstrittener Stammspieler sein könnte. Dazu trägt auch die Partie gegen Dortmund bei. Fußball ist mehr als nur Gewinnen oder Verlieren.
Dass das Team gegen Bielefeld, Dortmund, Hoffenheim und Mainz durch den Ausfall seiner besten Spieler Flekken und N. Schlotterbeck ein anderes ist, wussten und wissen wir alle. Das sind Bonusspiele, so schmerzhaft diese Wahrheit gerade vor einem Pokalachtelfinale aus Fansicht sein mag. Vor deren Rückkehr ist das Leistungsniveau aus der Hinrunde nicht möglich. Kein normaler Bundesligist könnte Schlotterbeck/Flekken gleichwertig ersetzen, ausgeschlossen. Damit ist explizit der Feldspieler Mark Flekken und sein Zusammenspiel mit der letzten Kette gemeint, weniger der Torhüter. Diese Qualität strahlt auf die gesamte Mannschaft aus. Und fehlt aktuell eben.
Diese Spieler sind für den SC in dieser Saison weit wichtiger als beispielsweise ein Grifo. Auch wenn ihr input weniger sichtbar ist als jener unseres Standardgotts. Während ihrer Abwesenheit wird das leidlich bewusst. Auch gegen Bielefeld und Dortmund konnte man auf die Idee kommen, dass Flekken oder Schlotterbeck jeweils deutlich mehr Tore verhindern, als Grifo erzielt.
Wer das nicht glaubt, möge die Tabelle nach Abschluss der Hinrunde betrachten. Und sich fragen, ob Freiburg eher wegen der stärksten Defensive der Liga oder wegen einer mittelguten Offensive auf Platz 3 abschloss. Um es mal unzulässig simpel zu formulieren.
Plötzlich schießt die schwächste Offensive der Liga 2 Tore gegen Freiburg, anschließend netzt Dortmund 5-mal gegen den SC. Das gab es diese Saison nicht ansatzweise. Diese beiden Ereignisse fallen exakt mit der Erkrankung unser beider besten Spieler zusammen.
Wer weiterhin an andere Gründe glaubt, der sollte aufmerksam die Partie gegen Hoffenheim verfolgen.
Nach wie vor ist nicht jedem die Ausnahmeklasse von Flekken/Schlotterbeck bewusst. Kein normaler BL-Klub könnte den Verlust dieser beiden kompensieren. Freiburg ist ohne die beiden ein anderes Team, das wusste man vorher.
Zitat von user
Gerade ohne die Leistungsträger Schlotterbeck und Flekken ist auswärts gegen Dortmund fast zu erwarten, dass endlich auch mal der SC dran ist mit einer Abreibung.
Gerade ohne die Leistungsträger Schlotterbeck und Flekken ist auswärts gegen Dortmund fast zu erwarten, dass endlich auch mal der SC dran ist mit einer Abreibung.
SC-Kapitän Christian Günter hat in der Analyse nach dem Spiel ebenfalls darauf verwiesen. Jedem unserer Spieler und Trainer war und ist das lange vor den Partien gegen Bielefeld, Dortmund, Hoffenheim und ggf. Mainz klar. Bei den Fans wird es in dieser Klarheit mglw. bis zur Partie gegen Hoffenheim oder Mainz dauern.
Auf der Habenseite stehen viele positive Erkenntnisse, die wichtiger sind als ein Spielergebnis:
- Schade ist in der Lage, einem sehr schlechten Spiel ein sehr gutes folgen zu lassen.
Meiner Meinung nach sogar sein bestes für den SC. Für einen Trainer ist das eine wertvolle Information. Er erfährt dadurch, inwiefern ein junger Nachwuchsspieler dazu in der Lage ist, die negativen Erfahrungen und die Frustration nach einer schlechten Leistung zu verarbeiten und sich zeitnah neu zu fokussieren. Das ist nicht zu unterschätzen. Und für einen 19- oder 20-Jährigen eher ungewöhnlich. Schade scheint auch in dieser Hinsicht kein gewöhnlicher Spieler zu sein.
Obwohl er es bei seiner Torvorbereitung leider sehr schlecht gemacht hat, da er den Zeitpunkt des Abspiels verpasste. Freiburg war fast 4 gg 2 in Überzahl, Schade hatte links und rechts zwei völlig freie Anspielstationen, die steil Richtung Tor starteten. Durch seinen verspäteten Pass steht Demirovic bei der Ballannahme eigentlich im Abseits und hat einen schlechteren Abschlusswinkel. Das war leider ein sehr einfacher Fehler, der einem Offensivspieler auf BL-Niveau selten passiert. Das wird ihm aber in der Videoanalyse vom Trainerteam ausführlich erklärt werden.
Schade hat diesbezüglich viel zu lernen. Generell lebt der Spieler von seiner physischen Extraklasse, in punktuellen Bereichen zählt er bereits in seinem jungen Alter zur Bundesliga-Elite, namentlich Antrittt, Tempoläufe. Zudem bringt er enorme Körperlichkeit bei hohen Bällen ein.
Dagegen ist Schade in anderen Bereichen ausgesprochen unreif, das muss man wirklich in dieser Deutlichkeit sagen. Da gibt es viel zu tun für das Trainerteam. Momentan ist er noch viel zu eindimensional als Spielertyp, hat zu viele Defizite, um Stammspieler bei einem CL-Klub oder der Nationalmannschaft zu sein, das kommt erst mit der entsprechenden Ausbildung im Training. Doch Christian Streich wird Schade in den kommenden anderthalb Jahren zum Nationalspieler entwickeln. Daran besteht wenig Zweifel, sofern Schade verletzungsfrei bleibt.
- Weißhaupt hat Bewegungsabläufe drauf, die ihn zu einem Ausnahmespieler machen könnten.
Während seiner markantesten Aktion gegen Dortmund rechnete ich fest mit einem Ballverlust, da er eigentlich vom Gegenspieler gestellt war. Was Weißhaupt da gemacht hat, sieht man selten von einem durchschnittlichen BL-Spieler, noch seltener von einem 20-Jährigen. Dazu benötigt man eine herausragende Ballführung, Raumgefühl und Spielintelligenz. Und selbst diese Fähigkeiten reichen nicht, wenn man nicht den Mut hat, sich so etwas im Spiel zu trauen.
All das kommt bei Weißhaupt zusammen. Ziemlich viel für einen 20-Jährigen. In dieser Szene verbildlicht sich wohl viel von dem, was das Trainerteam künftig in dem Spieler sieht. Weißhaupt hat trotz seines jungen Alters schon fast eine eigene Aura auf dem Platz. W. ist nichts weniger als ein Versprechen für die Zukunft.
Kurios übrigens, dass dies ausgerechnet in einer Aktion zu erkennen war, an deren Ende er - umringt von 3 Dortmundern - ein halsbrecherisches Dribbling versucht und sich gegen das Abspiel entscheidet, wodurch er alleiniger Verursacher des vierten Gegentreffers ist. Aus Gründen wie diesem wird es noch dauern, bis das Versprechen Weißhaupt eingelöst wird.
Genau das ist jedoch eine der Ursachen, weshalb Streich Talente seit jeher mit Vorliebe gegen Bayern/Dortmund reinwirft. Diese Fehler muss ein junger Spieler ohnehin machen um sich zu entwickeln. Solche wichtigen Erfahrungswerte kann er gerne bei einem 1-5 gegen Bayern/Dortmund sammeln, besser als gegen Union Berlin oder Hoffenheim. Auch aus anderen, vornehmlich psychologischen Gründen, halte ich den Einsatz junger Talente gegen Bayern/Dortmund für vorausschauend und schlau.
Zudem vermittelten Schade und Weißhaupt durch ihre gestrige Spielanlage den deutlichen Eindruck, als hätte der Trainer ihnen vor der Einwechslung explizit gesagt: "Probiert was aus, seid mutig." Was nach einer unterirdischen ersten Halbzeit (u. beim Stand v. 0-3) genau richtig war.
Streich beweist mit dem Einsatz junger Spieler gg Top Teams seit Beginn seiner Amtszeit diesen Mut. Gefühlt ging das seltenst schief, zuletzt vielleicht in der Saison 20/21 bei Tempelmanns Startelfdebüt gg RB Leipzig, der vor der Halbzeit ausgewechselt wurde.
Ich halte genau diese Erkenntnisse allerdings für Intention, da sie extrem wertvoll für das Trainerteam sind. Auch deshalb spielt Tempelmann inzwischen auf zweijähriger Leihbasis bei einem guten Zweitligisten, wo er als Leistungsträger derart für Furore sorgt, dass eine vorzeitige Rückholaktion nicht ausgeschlossen ist. Wie bereits bei Nico und Keven Schlotterbeck war die Leihe zu einem unerklassigen oder "kleineren" Klub eine ausgezeichnete Entscheidung des Trainerteams.
Weißhaupt dagegen hat nach meiner persönlichen Einschätzung spätestens seit gestern gute Chancen, in einer Saison 22/23 mit Dreifachbelastung auf genügend Spielzeit beim Sport-Club zu kommen und sich im Gegensatz zu Nico Schlotterbeck oder Tempelmann den Karriereumweg über eine untere Liga / kleineren Verein zu sparen.
Auch solche Informationen können einen als Fan nach einer Niederlage innerlich jubilieren lassen, wenn man sich auf das Wesentliche fokussiert. Ein Juwel, der junge Weißhaupt. Was seine enge Ballführung und die Spielintelligenz angeht, ist er Kevin Schade - immerhin eines der größeren Offensivtalente des deutschen Fußballs und U21-Nationalspieler - um Längen voraus. Was auch gestern wieder zu sehen war, trotz der atemberaubenden Tempoläufe Schades.
Noch ein Wort zum Gemütszustand: Wer nach der gestrigen Niederlage Frust schieben will, macht das wider besseren Wissens, weil er sich aktiv dafür entscheidet. Nach einem Auswärtsspiel bei Bayern/Dortmund, das Freiburg noch dazu ersatzgeschwächt ohne die besten Spieler bestritt.
Wenn man eine solche Partie von vornherin mit einer realistischen Erwartungshaltung angeht, ist die Enttäuschung hinterher geringer:
Zitat von user
Dass Freiburg (...) mehr als 1 oder 2 Gegentore kassierte, war in dieser Spielzeit nie der Fall. Das ist eine unvorstellbare Konstanz.
Das wird sich in dieser Saison natürlich noch ändern. Auch Freiburg wird mal in einer Partie 4, 5 oder 6 Gegentore kassieren, das ist jedem SC-Fan klar. Normal. So kurios wird die Saison nicht weitergehen.
Das nur als vorsorgliches Beruhigungsmittel für diejenigen, die nach einem möglichen 0-4 am Freitag (gegen Dortmund) wieder den Abgesang des Abendlandes anstimmen. Abgerechnet wird am Ende, nicht nach einem Spiel gegen Bayern oder Dortmund.
Dass Freiburg (...) mehr als 1 oder 2 Gegentore kassierte, war in dieser Spielzeit nie der Fall. Das ist eine unvorstellbare Konstanz.
Das wird sich in dieser Saison natürlich noch ändern. Auch Freiburg wird mal in einer Partie 4, 5 oder 6 Gegentore kassieren, das ist jedem SC-Fan klar. Normal. So kurios wird die Saison nicht weitergehen.
Das nur als vorsorgliches Beruhigungsmittel für diejenigen, die nach einem möglichen 0-4 am Freitag (gegen Dortmund) wieder den Abgesang des Abendlandes anstimmen. Abgerechnet wird am Ende, nicht nach einem Spiel gegen Bayern oder Dortmund.
Stattdessen kann man sich über die zahlreichen positiven Erkenntnisse von gestern freuen.
Dazu zählt beispielsweise der Eindruck: Demirovic ist wieder dran am Team. Streich ist ein Trainer, der seinen Spielern auch in schlechten Phasen vertraut. Einem Spieler auch mal eine bescheidene Halbserie zugesteht, ihn im Training behutsam aufbaut, ohne ihn wie andere Trainer direkt aufs Abstellgleis zu schieben.
Das sind junge Spieler, die sich in einem Ausbildungsprozess befinden. Das ist ein komplexer Prozess, der in unterschiedlichen Phasen abläuft. Immer. Junge Spieler, denen ein Trainer wie Streich in schlechten Phasen - die bei der Verpflichtung von vornherein eingeplant sind - viel Vertrauen entgegenbringt. Die Erfahrung zeigt, dass solche Spieler Streich dieses Vertrauen zurückzahlen. Mancher Fan, der Demirovic schon verkaufen wollte, dürfte in ein, zwei Jahren an seine Worte zurückdenken.
Nach gestern gibt es nicht wenige Gründe, sich noch mehr auf die weitere Entwicklung von Weißhaupt, Schade, aber auch Demirovic zu freuen. Von denen der ein oder andere bereits in der kommenden (Europapokal-)Saison unumstrittener Stammspieler sein könnte. Dazu trägt auch die Partie gegen Dortmund bei. Fußball ist mehr als nur Gewinnen oder Verlieren.
Dass das Team gegen Bielefeld, Dortmund, Hoffenheim und Mainz durch den Ausfall seiner besten Spieler Flekken und N. Schlotterbeck ein anderes ist, wussten und wissen wir alle. Das sind Bonusspiele, so schmerzhaft diese Wahrheit gerade vor einem Pokalachtelfinale aus Fansicht sein mag. Vor deren Rückkehr ist das Leistungsniveau aus der Hinrunde nicht möglich. Kein normaler Bundesligist könnte Schlotterbeck/Flekken gleichwertig ersetzen, ausgeschlossen. Damit ist explizit der Feldspieler Mark Flekken und sein Zusammenspiel mit der letzten Kette gemeint, weniger der Torhüter. Diese Qualität strahlt auf die gesamte Mannschaft aus. Und fehlt aktuell eben.
Diese Spieler sind für den SC in dieser Saison weit wichtiger als beispielsweise ein Grifo. Auch wenn ihr input weniger sichtbar ist als jener unseres Standardgotts. Während ihrer Abwesenheit wird das leidlich bewusst. Auch gegen Bielefeld und Dortmund konnte man auf die Idee kommen, dass Flekken oder Schlotterbeck jeweils deutlich mehr Tore verhindern, als Grifo erzielt.
Wer das nicht glaubt, möge die Tabelle nach Abschluss der Hinrunde betrachten. Und sich fragen, ob Freiburg eher wegen der stärksten Defensive der Liga oder wegen einer mittelguten Offensive auf Platz 3 abschloss. Um es mal unzulässig simpel zu formulieren.
Plötzlich schießt die schwächste Offensive der Liga 2 Tore gegen Freiburg, anschließend netzt Dortmund 5-mal gegen den SC. Das gab es diese Saison nicht ansatzweise. Diese beiden Ereignisse fallen exakt mit der Erkrankung unser beider besten Spieler zusammen.
Wer weiterhin an andere Gründe glaubt, der sollte aufmerksam die Partie gegen Hoffenheim verfolgen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zweitligameister am 15.01.2022 um 15:42 Uhr bearbeitet
15.01.2022 - 15:56 Uhr
Zitat von Zweitligameister
Ähnliches gilt für das Pokalspiel in Sinsheim.
Ähnliches gilt für das Pokalspiel in Sinsheim.
Wie kommst Du denn darauf?
15.01.2022 - 16:57 Uhr
Weil Hoffenheim sich in einer unfassbaren Form befindet, zuletzt Anfang November verlor und seither die zweitbeste Mannschaft der Bundesliga ist. Zudem der Heimvorteil und wir eben möglicherweise ohne unsere mit Abstand besten Spieler, ohne die wir sichtlich Probleme haben.
Da gehe ich mit, dass Hoffenheim da in klarer Favoritenrolle ist.
15.01.2022 - 17:15 Uhr
Na, das ändert sich ja gerade. Ich halte den Hoffenheimer Kader vielleicht in der Breite besser als unseren, aber mit Blick auf die ersten 13, 14 Mann jedenfalls nicht stärker.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Carle5 am 15.01.2022 um 17:17 Uhr bearbeitet
15.01.2022 - 18:19 Uhr
Wir werden gegen Hoffenheim eine ganz andere Mannschaft sehen, bin guter Hoffnung, dass wir da weiterkommen werden.
15.01.2022 - 19:05 Uhr
Dann kennst du den SC in Pokalspielen nicht. Seit Jahrzehnten schwache Leistungen. Wir werden tatsächlich andere Mannschaft sehen, das trotzdem zu einem sicheren Pokal Aus führen wird.
16.01.2022 - 16:47 Uhr
Zitat von negrino
Ich kann jetzt auch ein bisschen was aus dem Nähkästchen plaudern.
Aus persönlichen Gründen habe ich (wieder) Kontakt zu jemandem aus dem erweiterten Stuff des SC, wenn auch nicht aus dem Stuff der ersten Mannschaft.
Ich habe ihn nach der Dortmundniederlage Und vor allem der Leistung, die ich wirklich erschreckend fand, und die ich nicht einfach so, wie manch anderer hier, als Eintagsfliege ab tun möchte, angesprochen.
Und er hat mir berichtet dass es tatsächlich Unruhe gibt. Ich meine damit nicht explizit Unruhe zwischen dem Trainerstuff und der Mannschaft, Sondern er meinte, dass es schon Aktuell sehr schwierig sein, da hier Berater von mehreren Spielern eigentlich durchgehend „ mit dem Handy am Ohr“ Durch die Gegend rennen würden (und, das ist aber meine Interpretation, die betreffenden Spieler schon durchaus verrückt machen würden).
Die Konzentration und der Fokus sei schon irgendwie nicht mehr so bei 100 %, bei einigen. Er meinte auch dass das Gerede von Champions League irgendwie einen Druck aufgebaut hätte, der vielleicht eher lähmen denn helfen würde.
Irgendwie sei die Lockerheit abhandengekommen. Er war aber sehr optimistisch dass sich das wieder ändern würde und man vielleicht durch die Dortmund Niederlage jetzt auch wieder etwas zur Ruhe kommen könne.
Ich fand die Aussagen ganz interessant und irgendwie decken Sie sich ja vielleicht auch mit dem was vorher zum Teil schon gepostet wurde.
Also von Streit zwischen den Spielern oder dem Trainer und Spielern Hat er nichts gesagt, hätte er mir, wenn es so wäre, aber ganz sicherlich auch nicht erzählt
Ich kann jetzt auch ein bisschen was aus dem Nähkästchen plaudern.
Aus persönlichen Gründen habe ich (wieder) Kontakt zu jemandem aus dem erweiterten Stuff des SC, wenn auch nicht aus dem Stuff der ersten Mannschaft.
Ich habe ihn nach der Dortmundniederlage Und vor allem der Leistung, die ich wirklich erschreckend fand, und die ich nicht einfach so, wie manch anderer hier, als Eintagsfliege ab tun möchte, angesprochen.
Und er hat mir berichtet dass es tatsächlich Unruhe gibt. Ich meine damit nicht explizit Unruhe zwischen dem Trainerstuff und der Mannschaft, Sondern er meinte, dass es schon Aktuell sehr schwierig sein, da hier Berater von mehreren Spielern eigentlich durchgehend „ mit dem Handy am Ohr“ Durch die Gegend rennen würden (und, das ist aber meine Interpretation, die betreffenden Spieler schon durchaus verrückt machen würden).
Die Konzentration und der Fokus sei schon irgendwie nicht mehr so bei 100 %, bei einigen. Er meinte auch dass das Gerede von Champions League irgendwie einen Druck aufgebaut hätte, der vielleicht eher lähmen denn helfen würde.
Irgendwie sei die Lockerheit abhandengekommen. Er war aber sehr optimistisch dass sich das wieder ändern würde und man vielleicht durch die Dortmund Niederlage jetzt auch wieder etwas zur Ruhe kommen könne.
Ich fand die Aussagen ganz interessant und irgendwie decken Sie sich ja vielleicht auch mit dem was vorher zum Teil schon gepostet wurde.
Also von Streit zwischen den Spielern oder dem Trainer und Spielern Hat er nichts gesagt, hätte er mir, wenn es so wäre, aber ganz sicherlich auch nicht erzählt
Eine interessante, nicht ganz so überraschende Info aus dem Spieltagsthread, dankeschön!
Ich denke, es ist normal, dass in einer (Winter-)Transferperiode Berater präsenter sind als sonst in der Saison. Dabei liegt das Augenmerk im Wesentlichen sicherlich nicht auf möglichen Veränderungen im Wintertransferfenster, sondern vielmehr wohl auf dem kommenden Sommer. Der SCF wird gegenwärtig seine Planungen für die nächste Saison vorantreiben wollen, zugleich aber natürlich die Spieler. Bei manchen Spielern im SC-Kader stehen auch grundsätzliche Entscheidungen an.
Wenn man genau hinsieht, könnten insbesondere folgende Spieler für diesen Sommer eine Veränderung anstreben oder zumindest ausloten bzw. sind aktuell bereits Gegenstand von Diskussionen, deren Berater dürften sich also aktuell auch um eine intensive Kommunikation mit HartenSaier bemühen:
- Nico Schlotterbeck: Wie geht es im Sommer weiter? Die Top-Clubs Europas dürften wohl anklopfen, regelmäßiger Austausch mit dem Berater (besser als mit dem Spieler, um ihn nicht zu stören) dürfte gegenwärtig stattfinden, auch mit interessierten Vereinen - dies hat Saier zuletzt ja auch bestätigt.
- Keven Schlotterbeck: Mit seiner Spielzeit dürfte er in der Hinrunde nicht zufrieden gewesen sein, insbesondere als IV Nr. 4. Mit Heintz ist ein Konkurrent zwar weg, aber in der Rückrunde und vor allem in der neuen Saison wird er gerne mehr spielen wollen. Er wird wissen wollen, ob der SCF bei einem Abgang von Nico Schlotterbeck (hier wird Keven ja im Unterschied zur Situation bei anderen Mannschaftskollegen gut im Bilde sein, was sich bei seinem Bruder im Sommer abzeichnet) eine große Lösung auf der LIV verpflichten möchte, oder er selbst in einer Pole Position wäre, hierfür in Frage zu kommen. Dementsprechend wird er persönlich planen wollen.
- Lienhart: Seine erneut sehr guten Leistungen werden ebenso einige Interessenten auf den Plan rufen. Der SCF wird wissen wollen, ob Lienhart unabhängig vom Abschneiden des SCF möglicherweise einen Vereinswechsel im Sommer anstrebt. Auch dies beeinflusst die Planungen auf der IV-Position.
- Haberer: Sein Vertrag läuft aus, er darf jederzeit ohne Absprache mit dem SCF mit anderen Vereinen verhandeln und für die nächste Saison einen Vertrag unterschreiben. Es besteht immer das Risiko, sich bald schwer zu verletzen. Ein Spieler, der dann sechs Jahre bei einem Verein geblieben sein wird, scheint ein Spieler zu sein, der gerne klare Verhältnisse und Ruhe und dadurch auch Sicherheit hat. Es ist daher davon auszugehen, dass sich Haberer dieser Tage intensiv mit den Angeboten beschäftigen wird, um - jedenfalls für sich - eine zeitnahe Entscheidung für die Zukunft zu treffen. Dabei wird er auch mit dem SCF sprechen, wenn er sich grundsätzlich eine Vertragsverlängerung auch beim SCF vorstellen könnte, jedenfalls um die Optionen zu kennen.
- Grifo: Bella Italia diesen Sommer? Im Sommer 2023 wäre er wahrscheinlich ablösefrei. Demnach könnte der SCF nur diesen Sommer noch eine Ablöse kassieren, wenn Grifo nicht verlängern sollte. Für Grifo wiederum ist der nächste Vertrag beim SCF oder woanders wahrscheinlich der letzte größere Vertrag. Der SCF wird wissen wollen, ob er diese wichtige Stammposition (vor allem: Standardstärke!) bereits zur neuen Saison wahrscheinlich mit einem neuen Spieler besetzen muss, insbesondere weil nicht davon auszugehen ist, dass Weißhaupt ihn dann (bereits) wird 1-zu-1 ersetzen können.
- Sallai: Im letzten Sommer 2021 wird er sehr gute Angebote bekommen haben, die jetzt vielleicht (gerade noch) so da sind. Es ist möglich, dass er sich zur neuen Saison verändern möchte, weil es - jedenfalls ganz aktuell - doch nicht mehr so gut läuft für ihn ganz persönlich beim SCF, auch wenn dies in der Regel vor allem erst einmal an dem Spieler selbst liegt. Möglicherweise will er einen Tapetenwechsel.
- Jeong: Angeblich gibt es ja dieses Bayern-Interesse, das ich - sollte da auch nur ein Fünkchen Wahrheit dahinter stecken - nicht für nachhaltig seriös halte. Auch unabhängig von seiner Vertragsverlängerung zuletzt entbehrt es doch einer gewissen nachvollziehbaren Grundlage.
- Demirovic: Er kann und wird mit seiner sportlichen Situation beim SCF nicht zufrieden sein und überlegen, wie es mit ihm in der neuen Saison weitergehen wird und soll. Nach der Vertragsverlängerung von Jeong und aufgrund der starken Saison von Höler wird es ihn brennend interessieren, wie der SCF im Mittelsturm nächste Saison plant, insbesondere ob Petersen (quasi als "Standardjoker") verlängern wird, oder ob der SCF im Sturm eine "große" Ersatzlösung für Petersen anstrebt, falls Petersen nicht verlängern sollte. Bei einer solch großen Lösung könnte Demirovic, insbesondere wegen seiner Einsatzzeiten (gerechtfertigt oder nicht) bis dato in dieser Saison, eine Veränderung anstreben wollen, um auf dem Papier nicht als Nummer 4 im Sturm in die Saison 2022/23 starten zu müssen.
- Petersen: Vertrag läuft aus, man wird also mit ihm und seinem Berater intensiv diskutieren, wie es weiter gehen soll. Petersen selbst hat in seinem Eurosport-Interview zuletzt ja betont, dass alles offen sei. Ich nehme an, hier wird man bald bei allen Beteiligten eine (zumindest grobe) Planungssicherheit haben wollen. Er will, so liest sich sein Interview, auf jeden Fall über den Sommer hinaus noch mindestens ein, vielleicht sogar zwei oder drei Jahre Fußball spielen, solange der Körper eben mitmacht. Die Frage ist, auf welcher Basis dies beim SC nach dieser oder jedenfalls nach der nächsten Saison noch sinnvoll möglich wäre (und sicherlich auch: könnte sich Petersen eine Ü23-Rolle beim SCF II in der 3. Liga bzw. ggf. in der Regionalliga vorstellen?).
- Burkart: Er ist mit seinen Chancen, in der ersten Mannschaft statt bloß beim SCF II berücksichtigt zu werden, unzufrieden, was man jedenfalls über den Winter zwischen den Zeilen (hinein)lesen konnte. Er wird sicherlich (zusammen mit seinem Berater) wissen wollen, wie der SCF in der nächsten Saison neben Schade auch noch mit ihm als jungen Spieler und/oder anderen Mittelstürmern plant, ob da für ihn überhaupt realistisch Platz im Kader und vor allem auch für Einsätze in der Bundesliga sein wird - Tendenz mE wohl eher: 2. Liga, vielleicht als Leihe.
Ansonsten wird es beim SCF zur Zeit auch um die Perspektiven und Vertragsverlängerungen mit dem einen oder anderen Spieler "im Bestand" gehen. Hierzu gehören Spieler wie Uphoff, Kübler, Schmid, Höfler und Höler, deren Verträge mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit im Sommer 2023 auslaufen werden. Will sich der SCF ab Sommer 2023 auf diesen Positionen verändern oder wollen sich die Spieler verändern? Verlängert man den Vertrag nicht bis zum Sommer, wären die Spieler - vorbehaltlich einer noch späteren Vertragsverlängerung - im Sommer 2023 ablösefrei, insbesondere bei Höfler und Höler würde dies besonders schmerzen. Es ist z.B. gut möglich, dass Höler Angebote aus z.B. England vorliegen hat, und seine starke Saison nun auch dazu nutzen möchte, den Vertrag beim SCF langfristig zu deutlich besseren Bezügen zu verlängern.
Und nicht zuletzt wird es natürlich auch um die Aussichten der besonders guten Spielern aus dem Drittliga-Team gehen, zumindest klar perspektivisch aufgezeigt zu bekommen, dauerhaft in den Bundesligakader aufsteigen zu können. Dies betrifft sicherlich insbesondere Rosenfelder, Schmidt, Wagner, Engelhart (Leihe von Werder Bremen) und Kehrer.
Wie man sieht, gibt es für die Berater vieler SCF-Spieler gegenwärtig - zumindest in der Theorie - viel zu tun. Entsprechend beschäftigen sich auch die Spieler mehr oder weniger mit den Dingen. Aber das dürfte fast in jedem Winter zu dieser Zeit nicht groß anders sein - business as usual. Nach solch einer besonders bemerkenswerten Hinrunde, nicht nur des gesamten Teams, sondern insbesondere auch einzelner Spieler könnte dies diesen Januar aber sicherlich auch einen Tick mehr sein.
EDIT: Ganz vergessen habe ich natürlich die Situation der Leihspieler, die zusammen mit ihren Beratern auch wissen wollen, wie die Einsatzchancen beim SCF nächste Saison aussehen:
- Thiede: Torwart 2 oder 3, oder gar nicht?
- Itter: Steht bei Fürth heute immerhin in der Startelf.
- Tempelmann: Leistungsträger beim Glubb, der eine gute Saison spielt.
- Boukhalfa: Hat heute wieder getroffen.
- Pieringer: Immerhin einer der ersten Joker bei Schalke.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von scooff am 16.01.2022 um 16:58 Uhr bearbeitet
16.01.2022 - 18:50 Uhr
@ scooff
Du schreibst in deinem Beitrag 226 im Spieltagsthread, du seist kein Freund von "Erklärungen auf einer 2. oder 3. Ebene" - so nennst du eine möglicherweise durch eventuelle Abwanderungsgedanken bestimmter Spieler entstandene Unruhe und deren hypothetische Auswirkungen auf das Dortmund- Spiel -, um jetzt im obigen Beitrag darzulegen, dass die aktuelle Geschäftigkeit von einigen Beratern und Spielern, was mögliche Neuorientierungen angeht, vielleicht alles in allem doch etwas größer ist als sonst zu dieser Zeit üblich - ist das nicht ein Widerspruch? Du legst dar, dass es z. Zt. wohl mehr Unruhe gibt, wenn auch nur ein wenig mehr, als sonst um diese Zeit, glaubst aber, dass diese Unruhe keinerlei Auswirkungen aufs Spiel hatte, darf man deine Aussagen so verstehen?
Du schreibst in deinem Beitrag 226 im Spieltagsthread, du seist kein Freund von "Erklärungen auf einer 2. oder 3. Ebene" - so nennst du eine möglicherweise durch eventuelle Abwanderungsgedanken bestimmter Spieler entstandene Unruhe und deren hypothetische Auswirkungen auf das Dortmund- Spiel -, um jetzt im obigen Beitrag darzulegen, dass die aktuelle Geschäftigkeit von einigen Beratern und Spielern, was mögliche Neuorientierungen angeht, vielleicht alles in allem doch etwas größer ist als sonst zu dieser Zeit üblich - ist das nicht ein Widerspruch? Du legst dar, dass es z. Zt. wohl mehr Unruhe gibt, wenn auch nur ein wenig mehr, als sonst um diese Zeit, glaubst aber, dass diese Unruhe keinerlei Auswirkungen aufs Spiel hatte, darf man deine Aussagen so verstehen?
16.01.2022 - 20:17 Uhr
@scooff hat es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Wichtig ist dabei immer im Auge zu behalten, dass bis auf die Position in der Tabelle, andere Faktoren eigentlich auch Routine und, wie er es sagt, auch "Business as usual" sind. Spieler kommen, Spieler gehen. Das ist Normalität. Im Coronageplagtem Fußballgeschäft sind gut dotierte Verträge aber sicherlich besonders umkämpft, und Chancen rar gesäht. Da überlegst du dir zweimal mehr als sonst, ob du nicht doch ein Vertrag annehmen solltest, den du vielleicht unter anderen Umständen (volles Stadion, geile Stimmung, viele Leute, viel Aufmerksamkeit, und mehr als auskömmliches Geld) vielleicht nicht annehmen würdest.
Bei Keven Schlotterbeck bin ich relativ entspannt. Als einziger linksfuß im Kader nach Nico´s Abgang sehe ich ihn in der Poleposition für die LIV. Wer soll das sonst machen? Wer wäre denn eine größere Lösung, die in Coronazeiten zu uns kommt? Selbst Nico musste verliehen werden, um auf sein Level zu kommen, und Lienhart hat auch Zeit gebraucht. Heintz wurde abgegeben. Es spricht alles dafür, das Keven bleibt. Auch rechts sehe ich den Schuh nicht wirklich drücken. Gulde spielt selten, ist aber irgendwie schon Urgestein. Seine Vertragsdetails sind auch hier unbekannt. Er wäre sozusagen in der Pole-Position, wenn Lienhart geht, weil man Sildillia in der Hinterhand ja auch keinen einfach so vor die Nase setzen möchte. Eigentlich gibt es also nur 2 optionen. Entweder man holt für den Fall Lienhart/Nico weg, einen LIV, den man hinter Keven aufbaut (Jordy Makengo?). Oder, man holt einen RIV (so jemand wie Pieper z. B.), verlieht Sildillia und holt noch einen LIV, den man hinter Keven aufbaut (Jordy Makengo?). Nur wenn man absolut kein Vertrauen in die Fähigkeiten von Keven hat, wird man sich entsprechend umschauen müssen. Dann wären aber bis auf Gulde und Sildillia alle weg. So einen großen Umbruch wird man sicher vermeiden wollen. Ich denke man wird eine Vertragsverlängerung mit Lienhart anstreben, und wer weiß, vielleicht auch eine mit Nico (mit AK für einen Wechsel zu den Bayern ab Sommer 2023). Dann könnte man in Ruhe nach einem Mega-Talent auf der LIV suchen (Jordy Makengo?), Sildillia verleihen und hätte erstmal Ruhe im Karton. Wie dem auch sei, ist die Gemängelage allein bei diesen Spielern schon nicht ganz so einfach.
Offensiv wird man sicherlich auch eine Lösung finden wollen. Demi wird sich auf kurz oder lang m.E. durchsetzen können, muss sich aber extrem anstrengen, wenn er das schaffen will. Höler ist halt ein Günter-Typ im Sturm. Unermüdlich und immer nochmal eine Schippe drauflegen. Das es dann schwierig wird, ist einem schon klar, wenn man Günni sieht. An dem kommt auch keiner vorbei. Egal wie talentiert oder nicht.
Bei Grifo ist halt das Thema Italien ein Dauerbrenner. Ich fände es völlig in Ordnung und auch gut wenn er sich den Traum erfüllt. Wir haben ja noch Schade, der auf links und rechts spielen kann. Standards kann der Günni mittlerweile auch, und ich kann mich ehrlicherweise auch nicht mehr daran erinnern wann Grifo das letzte Mal ein Freistoßtor geschossen hat, weswegen man ihn ja auch hauptsächlich damit in Verbindung bringt. Sollte Johnny wieder fit werden, wovon ich mal ausgehe, ist er auch diesbezüglich kein Noname. Tempelmann ist offensiv sicherlich auch nochmal eine Option. Klar ist Vince ein Zacken unserer Krone, die ich auch enorm gerne behalte, aber wenn ihm das mit Italien nochmal eine Saison quält, und nochmal, und nochmal, dann ist das auch nicht gut für uns. Lieber jetzt einen sauberen Schnitt machen, er geht nach Italien, und wenn er dann wieder kommen möchte, ist Freiburg ja eh sein Zuhause.
Im Mittelfeldzentrum wird sich auch etwas tun. Chico ist quasi gesetzt, hat aber m. E. auch nicht mehr so viel Potenzial nach oben. Er spielt für mich fast immer konstant am Leistungslimit. Wir haben aber auch schon gute Leute in der hinterhand. Boukhalfa und Keitel neben Eggestein und Höfler ist m.E. mehr als ausreichend. Haberer wäre die Sahne on Top, aber ich denke, man wird da eher getrennte Wege gehen. EDIT: Es sei denn Haberer sieht woanders nicht dieselbe Perspektive, möchte nochmal unbedingt 2 Jahre Freiburg, um sich für einen Wechsel 2023 zu empfehlen.
Es fehlen eigentlich dann nur noch Sallai und Burkhart. Sallai hat ja erst vor kurzem verlängert. Ich denke seine Wünsche sollten sich auf Spielzeit beim SC begrenzen. Hinter ihm sind Schade und Weißhaupt dann noch da. Bei Burkhart wäre ziemlich sicher eine Leihe die erste Wahl. Vielleicht auch ein Verkauf mit RKO. Jedenfalls wird er im ersten Kader kaum Chancen haben. Nur wenn Höler und Petersen gehen würden, dann hätte man ein Thema. Das beide Leistungsträger uns verlassen, halte ich aber auch für unwahrscheinlich.
Dennoch bringen mich auch diese Überlegungen dahin, nachvollziehen zu können, dass in der Mannschaft gerade viele anderswo unterwegs sind. Hartensaier sind wieder mal gefragt, und Streich. Ich habe aber Vertrauen, dass man es hinbekommt. Wichtig wird sein wieder die defensive Stabilität zu zeigen, die man in der Hinrunde hatte. Alles andere kommt dann wieder...
Bei Keven Schlotterbeck bin ich relativ entspannt. Als einziger linksfuß im Kader nach Nico´s Abgang sehe ich ihn in der Poleposition für die LIV. Wer soll das sonst machen? Wer wäre denn eine größere Lösung, die in Coronazeiten zu uns kommt? Selbst Nico musste verliehen werden, um auf sein Level zu kommen, und Lienhart hat auch Zeit gebraucht. Heintz wurde abgegeben. Es spricht alles dafür, das Keven bleibt. Auch rechts sehe ich den Schuh nicht wirklich drücken. Gulde spielt selten, ist aber irgendwie schon Urgestein. Seine Vertragsdetails sind auch hier unbekannt. Er wäre sozusagen in der Pole-Position, wenn Lienhart geht, weil man Sildillia in der Hinterhand ja auch keinen einfach so vor die Nase setzen möchte. Eigentlich gibt es also nur 2 optionen. Entweder man holt für den Fall Lienhart/Nico weg, einen LIV, den man hinter Keven aufbaut (Jordy Makengo?). Oder, man holt einen RIV (so jemand wie Pieper z. B.), verlieht Sildillia und holt noch einen LIV, den man hinter Keven aufbaut (Jordy Makengo?). Nur wenn man absolut kein Vertrauen in die Fähigkeiten von Keven hat, wird man sich entsprechend umschauen müssen. Dann wären aber bis auf Gulde und Sildillia alle weg. So einen großen Umbruch wird man sicher vermeiden wollen. Ich denke man wird eine Vertragsverlängerung mit Lienhart anstreben, und wer weiß, vielleicht auch eine mit Nico (mit AK für einen Wechsel zu den Bayern ab Sommer 2023). Dann könnte man in Ruhe nach einem Mega-Talent auf der LIV suchen (Jordy Makengo?), Sildillia verleihen und hätte erstmal Ruhe im Karton. Wie dem auch sei, ist die Gemängelage allein bei diesen Spielern schon nicht ganz so einfach.
Offensiv wird man sicherlich auch eine Lösung finden wollen. Demi wird sich auf kurz oder lang m.E. durchsetzen können, muss sich aber extrem anstrengen, wenn er das schaffen will. Höler ist halt ein Günter-Typ im Sturm. Unermüdlich und immer nochmal eine Schippe drauflegen. Das es dann schwierig wird, ist einem schon klar, wenn man Günni sieht. An dem kommt auch keiner vorbei. Egal wie talentiert oder nicht.
Bei Grifo ist halt das Thema Italien ein Dauerbrenner. Ich fände es völlig in Ordnung und auch gut wenn er sich den Traum erfüllt. Wir haben ja noch Schade, der auf links und rechts spielen kann. Standards kann der Günni mittlerweile auch, und ich kann mich ehrlicherweise auch nicht mehr daran erinnern wann Grifo das letzte Mal ein Freistoßtor geschossen hat, weswegen man ihn ja auch hauptsächlich damit in Verbindung bringt. Sollte Johnny wieder fit werden, wovon ich mal ausgehe, ist er auch diesbezüglich kein Noname. Tempelmann ist offensiv sicherlich auch nochmal eine Option. Klar ist Vince ein Zacken unserer Krone, die ich auch enorm gerne behalte, aber wenn ihm das mit Italien nochmal eine Saison quält, und nochmal, und nochmal, dann ist das auch nicht gut für uns. Lieber jetzt einen sauberen Schnitt machen, er geht nach Italien, und wenn er dann wieder kommen möchte, ist Freiburg ja eh sein Zuhause.
Im Mittelfeldzentrum wird sich auch etwas tun. Chico ist quasi gesetzt, hat aber m. E. auch nicht mehr so viel Potenzial nach oben. Er spielt für mich fast immer konstant am Leistungslimit. Wir haben aber auch schon gute Leute in der hinterhand. Boukhalfa und Keitel neben Eggestein und Höfler ist m.E. mehr als ausreichend. Haberer wäre die Sahne on Top, aber ich denke, man wird da eher getrennte Wege gehen. EDIT: Es sei denn Haberer sieht woanders nicht dieselbe Perspektive, möchte nochmal unbedingt 2 Jahre Freiburg, um sich für einen Wechsel 2023 zu empfehlen.
Es fehlen eigentlich dann nur noch Sallai und Burkhart. Sallai hat ja erst vor kurzem verlängert. Ich denke seine Wünsche sollten sich auf Spielzeit beim SC begrenzen. Hinter ihm sind Schade und Weißhaupt dann noch da. Bei Burkhart wäre ziemlich sicher eine Leihe die erste Wahl. Vielleicht auch ein Verkauf mit RKO. Jedenfalls wird er im ersten Kader kaum Chancen haben. Nur wenn Höler und Petersen gehen würden, dann hätte man ein Thema. Das beide Leistungsträger uns verlassen, halte ich aber auch für unwahrscheinlich.
Dennoch bringen mich auch diese Überlegungen dahin, nachvollziehen zu können, dass in der Mannschaft gerade viele anderswo unterwegs sind. Hartensaier sind wieder mal gefragt, und Streich. Ich habe aber Vertrauen, dass man es hinbekommt. Wichtig wird sein wieder die defensive Stabilität zu zeigen, die man in der Hinrunde hatte. Alles andere kommt dann wieder...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FANatic19 am 16.01.2022 um 20:23 Uhr bearbeitet
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