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Trainerscouting

05.03.2017 - 14:58 Uhr
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Trainerscouting |#71
08.05.2021 - 23:06 Uhr
Manche Leute hier scheinen echt einen Bosz-Fetisch zu haben, so oft wie diese "Was-wäre-bloß-wenn-er-noch-da-wäre"-Diskussion hervorgekramt wird. ugly Der Mann ist weg, lebt doch endlich mal damit und guckt nach vorne! Ich war auch lange ein Bosz-Befürworter, wie ihr wisst. Aber ganz ehrlich, ihr erinnert euch schon noch an die Spiele gegen Freiburg, Bielefeld und Hertha, oder? Das waren jeweils spielerische Offenbarungseide und Bosz hat (anders als Wolf nach ihm) keinerlei Anstalten gemacht, auch nur irgendetwas in der mannschaftlichen Auf- oder Einstellung verändern zu wollen. Ein guter Trainer muss, gerade wenn er einen Verein wie uns, wo nicht immer alles rosarot ist, trainiert, auch Krisenmanagement können. Das konnte Bosz nicht. Er wurde völlig zurecht entlassen! Glaubt ihr ernsthaft, mit ihm hätten wir die Saison so viel besser abgeschlossen? Denn das würde bedeuten, wir hätten ganz plötzlich komplett überraschend wieder in die Spur gefunden und mit einer überragenden Aufholjagd noch die CL gepackt. Die EL werden wir, wenn nichts Überraschendes mehr passiert, mit Wolf nun auch erreichen. Wir haben bei zwei noch zu spielenden Partien fünf Punkte Vorsprung auf Platz 7 und im DFB-Pokal-Finale stehen zwei Teams, die vor uns platziert sind. Über die sportliche Situation kann man also nur in Gesamtbetrachtung der Saison meckern, aber ganz sicher nicht rein auf den Trainerwechsel bezogen.

Wenn man über etwas meckern kann, dann über die nach wie vor zumeist spielerisch schwachen Auftritte. Das kann ich sehr gut verstehen, denn auch mir macht es gerade nicht besonders viel Spaß, den Bayer zu gucken, dennoch tue ich es. Aber immer noch darüber meckern, dass Bosz nicht mehr da ist? Wieso bitte?! Was macht euch so sicher, dass wir mit Bosz plötzlich wieder Traumfußball gespielt hätten? Hier wird doch schon in mehreren Threads so lebhaft darüber diskutiert, dass es in der Mannschaft nicht passt und uns wohl (hoffentlich) ein Umbruch ins Haus steht. Wäre das nur mit einem Verbleib von Bosz (warum auch immer) plötzlich anders gewesen? Wohl kaum. Fest steht, im Sommer muss ein neuer Trainer her. Und das wäre mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch dann der Fall gewesen, wenn wir bis dahin an Bosz festgehalten hätten. Es sei denn, Sturkopf Rudi Völler hätte sich über alle anderen im Verein hinweggesetzt - aber spätestens wenn die Spieler an die Decke gegangen wären, wäre auch er eingeknickt. Denn wenn bei Bayer 04 etwas nicht gemacht wird, dann ist es mit Kritik zuerst bei den Spielern anzusetzen. Die werden so lange wie möglich in Watte gepackt, dürfen maximal Conference-League-Leistungen zeigen, dabei gleichzeitig aber von der Champions League reden und werden als Belohnung dafür dann gerne mal so lange gehalten, bis sich ihr Transferwert minimiert hat. Nein, "Komfortzone" möchte ich nicht sagen. Aber falsche Prioritäten hier und da? Doch, schon.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Apfelschuerrle am 08.05.2021 um 23:24 Uhr bearbeitet
Trainerscouting |#72
09.05.2021 - 18:03 Uhr
Zitat von ulle04
Dadurch das es durch Wolf keinen erkennbaren Trainereffekt gibt, kommt das Thema Bosz immer wieder hoch. Hätte das Team unter Wolf souverän alle Gegner geschlagen, würde hier keiner mehr über Bosz diskutieren.

Die Frage ist was kommt ab dem Sommer. Gibt es einen Trainer auf dem Markt, welcher das vorhandene Spielermaterial (bis auf die Abgänge Bender's, Dragović, etc.) weiterentwickeln kann und ein entsprechendes System entwickelt, welches nicht nur eine Halbserie funktioniert, sondern langfristig (2 Saisons +) erfolgreich ist, so dass Platz 4 und somit CL wieder erreichbar wird.


Ja ich denke den gibt es. Bei all der scheiß Stimmung im Moment, darf man ja auch nicht vergessen, dass wir vor nicht mal einem Jahr noch im Pokalfinale standen und auch die CL nur historisch denkbar knapp verpasst haben.

Aber der Kader ist eben auch nicht so stark, gewisse Rückschläge oder Ereignisse im Verlauf einer Saison wegzustecken, und es dann trotzdem für die CL reicht. Das muss man sich dann auch eingestehen.

Einige Knackpunkte in dieser Saison:

- die vielen Spiele in 2020. Ich denke Anfang 2021 war dann endgültig die Luft raus. Wir waren 2020 ganz oben bei den Mannschaften mit den meisten Spielen. Die Transferperiode im Sommer ging durch Corona in die Hose und so waren wir gezwungen die Hinrunde mit einem sehr kleinem Stamm durchzuspielen. Getragen durch die Erfolge kann ein Körper das ausblenden, aber nach Weihnachten kam der Kater.

- das Bayern Spiel war psychologisch natürlich eine Katastrophe. Ich denke jeder der das Spiel gesehen hat, saß sofort mit einem dickem Kloß im Hals vorm Fernseher und wusste dass so ein Nierenschlag richtig weh tun kann. Man war auf einer Erfolgswelle und bekommt dann in der letzten Minute einen abgefälschten Ball ins Tor. Ab da war das Momentum völlig weg.

- die gleichzeitigen Verletzungen von Hradecky, Bender, Bender, Baumi und die folgende Hereinnahme von Lomb. Die Mannschaft konnte diese Ausfälle nie auffangen und die Hereinnahme von Lomb hat sich als großer Fehler herausgestellt.

Wenn dann so ein paar Umstände zusammen fallen, reicht es bei uns nicht mehr, unsere ambitionierten Ziele zu erreichen.
Trainerscouting |#73
12.05.2021 - 09:10 Uhr
Puh, ist das ne anstrengende Diskussion.

Fussball auf mathematische Werte herunter zu brechen, ist ungefähr so sinnvoll wie Kühlschränke in der Arktis verkaufen zu wollen.

Wenn Fussball so einfach auszu- bzw. berechnen wäre, wären wir alle Wettmillionäre und Vereine wie Holstein Kiel würden nicht im DFB-Pokalhalbfinale stehen.

Ich würde es tunlichst vermeiden, einen Trainer anhand von Statisken auszuwählen, denn eben jene Statistiken bieten immer einen gewissen Interpretationsspielraum.

Da kann ein Trainer den allerbesten xG, oB oder H2O-Wert haben, wenn die Spielphilosophie nicht zum Material passt, oder der Charakter des Trainers nicht zum Verein oder andere Softskills nicht gegeben sind, dann ist dieser Trainer eben nicht der richtige, auch wenn etwaige mathematische Erfassungen was anderes sagen.

Wenn ich aber eure Diskussion rund um den xG-Wert falsch verstanden habe, dann frage ich mich, was das hier in der Trainerfindungsdiskussion soll? smile

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Eine mündliche Vereinbarung ist nur soviel wert, wie das Papier auf dem sie steht.
Trainerscouting |#74
15.05.2021 - 08:07 Uhr
Zitat von Dome81
Zitat von Marsupilami

Zitat von DoubleTouch

Terzic gefällt mir immer besser, sollte Favre keine Option sein, nicht nur wegen dem Pokalsieg. Dortmund hat genau die gleichen Probleme, wenn man gegen Underdogs spielt. Und trotzdem peilt Terzic die CL an und hat sogar Leipzig in kürzester Zeit 2x geschlagen. Klar sind Sancho und Haaland wichtige Spieler, aber waren das Brandt und Havertz unter Bosz nicht auch? Aber da war Bosz der überragende Trainer, der aber unter der Transferpolitik der GF gelitten hat. Ich glaube Terzic bringt sehr viel mit, um bei uns zu funktionieren. Jung und unverbraucht, trotzdem schon nachweislich gut gearbeitet, vertraut Talenten und ist scheinbar in der Lage ein Team mitzureißen. Das er ein BVBler ist, who cares? Hier wird eine Rückkehr von Brandt und Castro diskutiert, ein Kieler wie Ole Werner wird mehrmals genannt, PSG Fan Diaby und Real Fan Wendell werden hier gefeiert und verteidigt, aber bei Terzic ist es ein Problem, weil es der böse BVB ist? Dann wird die GF kritisiert, weil man nicht den Erfolg jagd, aber ist selber nicht bereit dem Erfolg alles unterzuordnen?


Wendell wird hier gefeiert? Muss ein anderes Forum sein, von dem du sprichst ugly

Wendell bekommt nach Demirbay wohl die meiste Kritik hier ab.

Ich war von Dortmund im Pokalendspiel wirklich begeistert, was zu einem großen Teil an Terzic liegt. Wäre mir aber neu, dass hier einer was gegen Terzic hat, weil dieser Dortmunder ist. Mag ich überlesen haben, aber zeig mir gerne wo das als Hauptkritikpunkt hervorgebracht wurde.


Ich war auch begeistert, aber für mich ist das eher die individuelle Klasse von den Dreien vorne. Das ist ja selbst für Dortmund absurde Qualität, wenn dann ein Reus auch noch mal in Form ist und unbedingt zur EM will.


Die individuelle Klasse hat man beim BVB ja, die hatte jeder BVB Trainer in den letzten 10 Jahren bei uns. Und die hat Bayer ja auch. Es wird immer 2,3 Spieler geben auf die der Trainer vorne setzt. Terzic hat 2 mal in ein paar Tagen Nagelsmann in der ersten Hälfte ausgecoacht. In einem Spiel ohne Haaland und mit sehr viel Bewegung vorne drin. Das Finale dann wieder mit dem Zielspieler. Man hatte ohne Haaland Torgefahr bis zum geht nicht mehr. Klar hatte RB noch Chancen in Hälfte 2. Im Endeffekt aber auch nicht mehr als der BVB, die 2 mal die Vorentscheidung verpassten. Insgesamt 10 zu 3 Tore in 3 Spielen gegen Leipzig ist nicht so mies.

Allgemein zu Terzic muss man sagen, dass er nicht von Anfang an überzeugt hat. In der Saison ohne Vorbereitung zu übernehmen ist auch sehr schwer. Dann kamen noch Verletzungen hinzu. Erst fehlte Haaland, dann verletzte sich Witsel und schließlich Sancho. Auch Hazard fehlte lange und so musste ein Reyna durchgezogen werden, der seine erste Saison spielte. Dazu auch ein wenig Spielpech, aber sicherlich auch nicht überzeugend. Terzic hat aber einigen Spielern wieder zur Form verholfen und kann anscheinend auch sehr gut mit der Mannschaft und spricht sehr viel mit den Spielern und weiß damit umzu gehen.

Er versuchte zunächst sehr hoch zu pressen, was bei unserem Kader nicht perfekt ist und setzte dann im Verlauf wieder mehr auf den Favre Fußball.

Seit dem Frankfurt Spiel ungefähr habe ich das Gefühl wir bauen das Pressing ganz gut ein und haben nicht nur tiefe Phasen. Wir sind vorne sehr spielfreudig unterwegs und konnten selbst ohne Haaland anders überzeugen. Natürlich kann man sagen dass ein Spiel gegen Kiel war. Aber ob Kiel jetzt so viel anders als Bremen oder Köln einzuschätzen ist wage ich auch nicht ganz zu beurteilen. Da hat man eine Weiterentwicklung gesehen. Natürlich auch Spielglück. Die ersten Chancen sitzen. Trotzdem auch einige Rückschläge. Die aktuelle Nummer 1 verletzt sich im Spiel gegen Leipzig. Das 2:2 verdaut man.

Ich finde Terzic wahnsinnig interessant, aber auch ein Risiko. Er hat noch keine Vorbereitung mit einer Mannschaft als Profitrainer mitgemacht und in Deutschland wird er wohl ständig nachm BVB gefragt. Denke dass er prinzipiell mit eurem Kader kann und aus manchen Spielern mehr rausholen kann, aber wie gesagt ein Risiko.

BTW Farke fänd ich eigentlich spannend und wohl weniger ein Risiko nach seinen Leistungen in England.

Sportliche Grüße

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Und wir werden immer Borussen sein, es gibt nie nie einen anderen Verein!

Forza Napoli sempre!
Trainerscouting |#75
16.05.2021 - 10:22 Uhr
Zitat von bum-kun_cha
Zitat von Berbo91

Zitat von Libero85

Terzic > Wolfsburg
Glasner > Frankfurt
Soeane > Leverkusen
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Und ich würde fast behaupten, dass da unterm Stich alle Verein nicht unglücklich wären.


Damit könnten alle leben, außer eben Wolfsburg. Aber wenn die Glasner vergraulen, sind sie auch selbst Schuld.

Ich könnte mir eher vorstellen, dass Bremen an Terzic interessiert sein könnte, wenn sie die Klasse halten und mit Kohfeldt nicht weitermachen wollen (oder Kohfeldt gehen möchte). Und dann ist die Frage, wo Kohfeldt landet. Und ob Seoane wirklich in die Bundesliga kommt. Mein Gefühl sagt mir, dass bei uns entweder Glasner oder Kohfeldt landet. Eine kreative/überraschende Lösung traue ich der Eintracht zu. Seoane bleibt vorerst in der Schweiz.

Ich tippe mal mit:
Favre -> Wolfsburg
Noname (eventuell Raul?) -> Frankfurt
Glasner -> Leverkusen
Terzic -> Bremen

Kohfeldt macht erst einmal eine Pause und übernimmt dann im Laufe der Saison bei einem Club, der sich im Abstiegskampf befindet.


Hat Terzic nicht eindeutig beim Pkalfinale gesagt, er bleibe in Dortmund? Dann ist er doch nicht in der Verlosung.

Es gibt absolut noch mehr Trainer als die hier genannten, das ist Gakt, auch ohne sie aufzuzählen. Um Auf Leute wie Xabi Alonso oder Raúl käme hier doch keiner, aber Tedesco wäre zB noch naheliegender Kreis wird nicht nur aus drei Namen bestehen…


Naja, ich fand die Aussagen von Terzic schon eindeutig im Sinne von "Kümmere ich mich erst nach der Saison drum (oder ist schon entschieden bzw. Gespräche laufen schon), jetzt erst einmal die Saisonziele erreichen". Das sieht sehr ähnlich sicher in Bremen aus bzw. dort wird vielleicht wirklich erst nach Saisonende bilanziert.

Bei uns hoffentlich nicht. Und so wie ich Rolfes interpretiere, sind das tatsächlich nur vorgeschobene "Wir entscheiden jetzt noch nichts. Analyse nach der Saison. Hannes Wolf hat seine faire Chance"-Aussagen.

Tedesco könnte ich mir beim HSV vorstellen. Gerüchte gibt es jetzt ja.
Trainerscouting |#76
16.05.2021 - 11:41 Uhr
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum der Name Kohfeldt sich hier so hartnäckig hält. Mit dem Argument "Ist ein guter Trainer, hatte aber bisher eine zu schwache Mannschaft" könnte man theoretisch noch ganz andere Namen rechtfertigen, die hier auch kein Fan sehen wollen würde oder gar vorschlagen würde. Warum also einen Kohfeldt? Insbesondere wo er nun doch noch vor Saisonende entlassen wurde. Würden Rolfes und Völler ihn jetzt ernsthaft in Betracht ziehen, wäre das doch eine komplette Beschädigung der eigenen Reputation und der eigenen Ambitionen - und zwar mit Ansage. Welchem halbwegs talentierten und ambitionierten Spieler könntest du es denn bitte verkaufen, dass du in der kommenden Saison erfolgreichen Fußball spielen möchtest, im Idealfall die CL-Plätze anpeilst und dafür dann einen Trainer holst, der ein paar Wochen zuvor entlassen wurde, weil ihm nicht mehr zugetraut wurde, mit einem Mittelklasseverein den Klassenerhalt zu schaffen? Da würden wir von allen Seiten ausgelacht werden, zurecht!

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Trainerscouting |#77
17.05.2021 - 08:52 Uhr
Zitat von Filfis

Was ich vom berner spiel gesehen habe:

Torgefahr ueberwiegend durch Flanken, Standards, Pressing, Kontern. Ab und an gibt’s mal auch Kombinationsspieltore.

Defensive anfällig da Ballverteidigung auf Kosten vom Raum. Ein echter Konzept zum Defensivverhalten der ganzen Mannschaft nicht erkennbar.

Alles in allem: ist der Gegner schwach, bist du stark.

Auf Leverkusen übertragen: schick und alario müssen Kopfbälle üben. Diaby und Baily Flanken. Alle müssen pressen können und an den Standards arbeiten. All das was bei Bosz am Ende fehlte.

Defensive tut Not. Rudi und Rolfes sollten das Defensivverhalten unter Jupp rauskrammen und zur höchsten Pflicht deklarieren. Sonst wird es auch unter Seoane ein Auf und Ab geben. Und eine situationsbedingte Spielanpassung nach Gegner ist mehr als angebracht. Auf sich selbst schauen ist richtig, Gegners Schwächen ausnutzen auch.

Dann kann das mit Seoane etwas werden.


So ganz kann ich den ersten Teil nicht nachvollziehen.
Zum einen muss man sagen dass Trainer die Standards nicht wertschätzen auch einfach keine Weitsicht haben. Im Turniermodus sind sie der Schlüssel zum Erfolg und grundsätzlich sind sie das einfachste Mittel um Erfolg gegen überlegende Gegner zu haben. Das zeigen immer wieder kleine Teams, das zeigte Schalke als man mit der Taktik 2 in der Liga wurde und unsere Hinrunde hat das auch gezeigt. 12 Tore aus Standards und zusätzlich haben wir wenig(bis keinen?) 11m dabei gehabt. Das ist ein Stilmittel das man dringend ausbauen muss in Leverkusen. Was aber deine Analyse angeht von Berns Fußball er gibt sich mir nicht wie man dazu kommt. Habe mir jetzt die Zusammenfassungen der Top Spiele angeguckt und Bern spielt einen astreinen Kombinationsfußball, auf engem Raum, gehen bis zur Grundlinie, spielen im Dreieck mit Chip in den 16er, suchen das 1gg1 auf Außen um flach in den Rücken zu passen. Also wer Bock hat kann sich gerne die 8 Minuten Zusammenfassung gegen Basel anschauen und man erkennt sofort wie facettenreich deren Offensivspiel ist und wie die die vermeintlich besten Gegner in der Liga herspielen.

Was mMn pro GS spricht ist dass er diese Leistungen bereits mit Luzern angedeutet hat. Gibt ja Leute die sagen er reitet die Adi Hütter Welle nur aus aber auch bei Luzern hat er einen 2,0 Schnitt. Sein erstes Jahr in Bern ist ein 2,5 Schnitt. Das ist brutal.

Kein defensiv Konzept? In 3 Jahren hat nur einmal der FC Basel eine bessere Verteidigung gestellt. Zumal meine Frage wäre: ist Pressing kein Defensivkonzept?

Ist der Gegner schwach bist du stark. Mensch grins du hast den Fußball gelöst. Andersherum wird ebenso ein Schuh draus: Bist du stark, ist der Gegner schwach.

Wahnsinnige Umstellungen im Vergleich zu Bosz sehe ich nicht einmal, der hat ähnlich auf das 1gg1 auf den Außen gesetzt, nur sind wir da schnell vom Gegner ausgeguckt wurden. GS zieht viel häufiger mit schnellen Kombination im letzten Drittel nach innen, das gab es unter Bosz zu wenig. Da florieren aber Leute wie Wirtz und Schick.

Alles in allem bin ich eigentlich sehr angetan von diesem Fußball, zumindest nach meiner Recherche. Alario wäre sogar prädestiniert für deinen analysierten Kopfball-lastigen Fußball.


Im übrigen in der 2020 Saison hat Bern 13 Standardtore gemacht (8 nach Ecke, 2 nach Freistoß und 3 nach 11m) Statistik von Wyscout. Und btw 10 nach Standards kassiert. Das ist bei 80 Toren ein Faktor von 15%. Wir haben 52 Tore und 12 aus Standards. Welches Team lebt jetzt eher davon? grins

Also ganz konnte ich die Analyse nicht nachvollziehen. Die hohen Niederlagen gab es eigentlich nur international, selbst da gelang aber bspw ein Sieg gegen Juve.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von herrmann13 am 17.05.2021 um 08:54 Uhr bearbeitet
Trainerscouting |#78
17.05.2021 - 12:02 Uhr
Zitat von DoubleTouch
Zitat von Kannalles

Zitat von DoubleTouch

Der Sieg gegen Juve war im letzten CL Gruppenspiel, als es für Juve um nichts mehr ging. Sonst hat er in 3 Jahren Bern gegen ALLE auf dem Papier besseren Gegner verloren, ausgenommen das peinlich schwache Leverkusen unter Bosz.

Und national ist doch wirklich alles mit einem dicken Fragezeichen versehen, bei der brutalen Konkurrenz. Die Spielweise und Philosophie wird er im Leben nicht 1 zu 1 auf uns übertragen können und damit in der Bundesliga Erfolg haben. Zumal gerade in unserer Region um die EL Plätze ein enger Kampf auf Augenhöhe herrscht und das Gefälle generell nicht so hoch ist. Ja, mit Luzern war er 17 Spiele auf einer beeindruckenden Erfolgswelle unterwegs. War Bosz hier aber auch in ähnlichen Phasen. Hätte er das in Luzern fortgeführt, würde ich sicher anders über ihn denken. Aber es bleibt bei mir ein Gefühl eines Blenders, womit er sich einreihen würde bei Dutt, Labbadia, Herrlich und Bosz. Klar kann er auch komplett einschlagen, aber die Wette würde ich in unserer Situation niemals eingehen, dafür ist der Druck unbedingt zurück in die CL zu kommen viel zu groß.


Bosz ist für dich ein Blender und auf einer Stufe mit Herrlich, Dutt und Labbadia? Bosz war hier Punktetechnisch einer der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte, hat uns nach langer Zeit Mal wieder in ein Pokalfinale geführt und in das EL-Viertelfinale. Solche Zeiten und so tollen Fußball hatten wir hier seit Roger nicht mehr.
Warum sollte Seoane nicht genauso wie Glasner, Hütter oder Rose einschlagen? Die waren alle Trainer in schlechteren Ligen, haben dort hervorragende Resultate eingefahren und sind nach ihrem Wechsel in die BL gut gefahren.
Welchen Trainer würdest du denn dann holen, den Leverkusen realistischer(!) Weise verpflichten kann?


Ja, Bosz ist Fehl am Platz. Ich denke bei ihm ist es auch hauptsächlich am Kader gescheitert, vor allem nach dem ersatzlosen Wechsel von Brandt. Das nehme ich gerne zurück.

Glasner und Hütter haben m.E. eine andere Vita, indem sie den LASK bzw Bern nach oben geführt haben. Von Rose bin ich nicht so angetan.

Und ich will Favre, das ist bekannt.


Selten nen größeren Schwachsinn gelesen. Unter Bosz war man in der Bundesliga Tabellenführer, bis vollends alle Führungsspieler ausgefallen sind. Ohne die beiden Benders, Baumgartlinger, Hradecky und einem in dieser Saison unterirdischen Aranguiz bekommt jeder Trainer früher oder später Probleme.
Davor hat man unter Bosz (übrigens ohne Brandt) das Pokalfinale und das Viertelfinale der EL erreicht.

Seoane hat mit Bern durchweg gute Leistungen gezeigt. Klar war der Bayer zu dem Zeitpunkt schwach, aber trotzdem gibt der Kader, mit dem er dort zu arbeiten hat, nicht besonders viel her (zumindest auf internationaler Ebene).
Dazu hat auch Bern über die Saison einige verletzungsbedingte Ausfälle verkraften müssen und führt die Liga trotzdem mehr als deutlich an. Mag keine Top-Liga sein, aber 28 Punkte Vorsprung schüttelt man sich nicht mal eben so aus dem Ärmel.
In einem insgesamt nicht besonders großen Kader mit der Belastung durch CL-Quali/EL zeigt das doch, dass er es hinbekommt die Belastung gut zu steuern um jede Woche ne mehr als konkurrenzfähige Truppe auf den Platz zu schicken.
Hier mal die Ausfallzeiten der Saison in der Übersicht:
https://www.transfermarkt.de/bsc-young-boys/ausfallzeiten/verein/452
Ohne die Kaderstruktur von Bern gut zu kennen oder die schweizer Liga zu verfolgen sieht man, dass mit Lustenberger, Lauper, Siero, Pereira und Spielmann einige Stammspieler einen Großteil der Saison verletzungsbedingt verpasst haben.
Trotzdem hat man sich sowohl in der EL (als Bern!) achtlich aus der Affäre gezogen und immerhin das Achtelfinale erreicht und in der Liga sind es bisher ganze zwei(!) Niederlagen.


Was Favre angeht, kommen wir ohnehin nicht zusammen. Mal abgesehen davon, dass sein Punkteschnitt bei allen Stationen (außer dem BVB) deutlich unter 2 Punkten lag, sehe ich keinen Grund, warum der Bayer unter ihm jetzt auf einmal einen so viel besseren Fußball spielen sollte.
Dazu kommt bei Favre, dass seine letzten Abschiede alles andere als gut verlaufen sind. Sowohl in Gladbach, als auch in Nizza und beim BVB gab es Theater und darauf kann man sich mit der kleinen Diva definitiv einstellen.
Verstehe nicht, warum man sich so einen Charakter auf die Trainerbank holen sollte, wenn man doch immer wieder darauf hinweist, dass der Charakter der Spieler wichtig ist.
Ist für mich der klassische Trainer, der spätestens im Frühjahr wieder durch den nächsten Wolf ersetzt wird. Alternativ flüchtet er beim erstbesten Angebot, wenn es nicht so läuft, wie er sich das vorstellt.
Trainerscouting |#79
17.05.2021 - 12:34 Uhr
Mal eine kleine Anmerkung zu Wolf.
Loyalität einfordern ist keine Einbahnstraße. Gerade Gladbach und Frankfurt können darüber Geschichten erzählen. Sobald deren Trainer nicht mehr "loyal" war, sind die Leistungen bergab gegangen. Als Bayer kann man dann im Umkehrschluss nicht Wolf in der Öffentlichkeit bloßstellen und in nur als Feuerwehrmann bezeichnen. Ich finde es sehr fair, wie unser Vorstand mit der Trainerfrage umgeht. Und dieser Umgang und das Image unseres Vereins ist wichtiger, als 2 Wochen früher einen Trainer vorzustellen.

Zudem: Was Wolf mit unseren Jungs noch erreicht hat, hätte ein Bosz nicht geschafft. Insofern sollten wir alle für die Rettung der Saison dankbar sein, anstatt respektlos über den Trainer zu schreiben, der einen Haufen lustloser Stars übernommen hat. Dieser Haufen hat sich zuvor von jedem abstiegsbedrohten Team abschießen lassen!
Trainerscouting |#80
17.05.2021 - 20:06 Uhr
Zitat von Dome81
https://www.bolzplazz.com/post/gladbach-auf-trainersuche-passt-yb-coach-seoane-zur-borussia

Zitat von usernick

Sowohl Seoane als auch Rose sind taktisch sehr flexibel und sind nicht auf eine bestimmte Standardformation fixiert. Beide verfügen zudem über ein exzellentes in-game Coaching, wodurch sie auch während eines Spiels mit geschickten Anpassungen noch aktiv Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen können. Zuletzt agierten die Young Boys unter Seoane in einem 4-4-2-System.


Für ein 4-4-2 hätten wir mit Sicherheit auch einige interessante Spieler als 2. Spitze.

Zitat von usernick

Eine weitere Übereinstimmung ist die physische Komponente. Die Teams von Gladbach und YB zählen von der Körperlichkeit her in ihrer jeweiligen Liga zur absoluten Spitze. Gerade auch bezüglich Fitness, Physis und Pressingbereitschaft der Spieler leisten Marco Rose und sein Staff exzellente Arbeit.


Das ist sehr wichtig, wenn man sich die Topspiele der PL oder auch die CL HFs angesehen hat, erkennt man schnell wie wichtig es ist, dass wirklich alle Spieler topfit und athletisch sind.

Zitat von usernick

Er spricht fliessend Spanisch, Deutsch, Italienisch, Französisch und Englisch. Für die Kommunikation mit den Spielern ist eine solche Vielsprachigkeit ein Segen. Vor allem, um der Mannschaft seine Ideen und Spielphilosophie näherzubringen, ist ein guter Austausch – auch mit fremdsprachigen Akteuren – essenziell.


Finde ich für unsere jungen Spieler sehr wichtig.

Also dann hoffen wir mal es klappt. Ich denke er könnte gut passen. Von der Frisur erinnert er ja auch stark an Roger. stark


Ich hab nochmal bisschen länger mit Bekannten aus der Schweiz gezoomt, bei denen es sich um Basel-Fans handelt.

Die haben folgende Punkte herausgehoben:

1. Die Vielseitigkeit von Seoanes-Spiel mit laufenden Überraschungen für den Gegner. Besonders hängen geblieben ist ein Spiel Bern gegen Basel, bei dem die Stürmer nach Ballverlust die AV gedeckt haben. Sobald einer der IV an den Ball kam ---> extremes Pressing, insbesondere durch den schnellen Elia. ---> langer Ball und sofortiger Ballgewinn. Das erinnert erstmal an die gute Zeit unter RS. Es gab aber auch einige Spiele mit deutlich mehr Ballbesitzphasen, oder sogar tiefer stehen und Kontern.

2. Er kann Spieler aktiv besser machen. Spycher und er haben zu sehr moderaten Verhältnissen einen Kader aufgebaut, der besser ist als der der Konkurrenz, aber eben durch harte interne Arbeit und durch hervorragendes Scouting.

3. Er setzt und vertraut jungen Spielern. Symptomatisch ein Spiel in Old Trafford in dem er mit einem Dreiermittelfeld aus lauter Youngstern auflief. Das Spiel ging zwar 0:1 verloren, aber es hätte durchaus auch anders laufen können. Chancen für YB waren da.

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aber grundsätzlich sehe ich es optimistisch!
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