Taktiktisch
10.08.2003 - 13:30 Uhr
29.12.2020 - 20:10 Uhr
Das Problem sind nicht die einrückenden Außenstürmer, sondern die fehlende Breite im Angriff allgemein. Das liegt bei uns hauptsächlich an den nicht so aktiven Außenverteidigern.
Bei uns liegt es eben an der schlechten Kombination von inversen Außen und konservativen AV, so dass uns im Angriff die Breite abgeht. Natürlich würde auch Córdoba davon profitieren und es wäre für jede Mannschaft einfacher Chancen zu kreieren. Klassische Flügelspieler haben den Vorteil, dass der AV nicht ganz so weit aufrücken muss, um die Breite herzustellen und die Mittelfeldspieler eher in die Halbräume gehen können. Dadurch gibt es tendenziell mehr defensive Absicherung. Dafür ist der Flügelspieler aber auch weiter vom Tor entfernt.
Wie gesagt, bei uns hängt vieles an den weniger aktiven AV. Dennoch denke ich, dass man auch bei uns ein anständiges Spiel in der Breite aufziehen könnte. Bisschen weiter oben hab ich das mal dargestellt. Córdoba macht einfach aus den bisherigen Möglichkeiten auf Grund seiner physis mehr.
Bei uns liegt es eben an der schlechten Kombination von inversen Außen und konservativen AV, so dass uns im Angriff die Breite abgeht. Natürlich würde auch Córdoba davon profitieren und es wäre für jede Mannschaft einfacher Chancen zu kreieren. Klassische Flügelspieler haben den Vorteil, dass der AV nicht ganz so weit aufrücken muss, um die Breite herzustellen und die Mittelfeldspieler eher in die Halbräume gehen können. Dadurch gibt es tendenziell mehr defensive Absicherung. Dafür ist der Flügelspieler aber auch weiter vom Tor entfernt.
Wie gesagt, bei uns hängt vieles an den weniger aktiven AV. Dennoch denke ich, dass man auch bei uns ein anständiges Spiel in der Breite aufziehen könnte. Bisschen weiter oben hab ich das mal dargestellt. Córdoba macht einfach aus den bisherigen Möglichkeiten auf Grund seiner physis mehr.
29.12.2020 - 20:11 Uhr
Zitat von Hertha1977
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von vanscap am 29.12.2020 um 20:20 Uhr bearbeitet
29.12.2020 - 21:08 Uhr
Zitat von vanscap
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
Zitat von Hertha1977
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
In der Theorie mag das Sinn ergeben - in der Praxis nicht. WENN BL wirklich das Liverpool ähnliche Konzept mit unserem Personal spielen will, disqualifiziert ihn das ja als Trainer gänzlich. Der zweite Knackpunkt ist, dass sowohl Cunhla als auch Dodi die Halbräume bis jetzt nicht zu nutzen wissen.
Wenn das wirklich seine Idee ist, wäre er extrem gut beraten schnell wieder davon abzuweichen. Warum? Es fehlt an AVs, einem spielstarken ZDM (dieser muss die Halbräume füttern), und zwei ZMs mit Offensiv-Drang.
Wir sind gut beraten uns wirklich auf die Basics zu konzentrieren. Ich würde da mit einem gepflegten 4-4-2 (4-2-3-1) beginnen. Cunha muss dabei definitiv in das Sturm-Zentrum und es fehlt ein echter RA. Beherrscht man das Grundlegende, können wir immer noch über irgendwelche Halbraum-Taktiken nachdenken.
29.12.2020 - 22:19 Uhr
Zitat von Price
In der Theorie mag das Sinn ergeben - in der Praxis nicht. WENN BL wirklich das Liverpool ähnliche Konzept mit unserem Personal spielen will, disqualifiziert ihn das ja als Trainer gänzlich. Der zweite Knackpunkt ist, dass sowohl Cunhla als auch Dodi die Halbräume bis jetzt nicht zu nutzen wissen.
Wenn das wirklich seine Idee ist, wäre er extrem gut beraten schnell wieder davon abzuweichen. Warum? Es fehlt an AVs, einem spielstarken ZDM (dieser muss die Halbräume füttern), und zwei ZMs mit Offensiv-Drang.
Wir sind gut beraten uns wirklich auf die Basics zu konzentrieren. Ich würde da mit einem gepflegten 4-4-2 (4-2-3-1) beginnen. Cunha muss dabei definitiv in das Sturm-Zentrum und es fehlt ein echter RA. Beherrscht man das Grundlegende, können wir immer noch über irgendwelche Halbraum-Taktiken nachdenken.
Zitat von vanscap
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
Zitat von Hertha1977
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
In der Theorie mag das Sinn ergeben - in der Praxis nicht. WENN BL wirklich das Liverpool ähnliche Konzept mit unserem Personal spielen will, disqualifiziert ihn das ja als Trainer gänzlich. Der zweite Knackpunkt ist, dass sowohl Cunhla als auch Dodi die Halbräume bis jetzt nicht zu nutzen wissen.
Wenn das wirklich seine Idee ist, wäre er extrem gut beraten schnell wieder davon abzuweichen. Warum? Es fehlt an AVs, einem spielstarken ZDM (dieser muss die Halbräume füttern), und zwei ZMs mit Offensiv-Drang.
Wir sind gut beraten uns wirklich auf die Basics zu konzentrieren. Ich würde da mit einem gepflegten 4-4-2 (4-2-3-1) beginnen. Cunha muss dabei definitiv in das Sturm-Zentrum und es fehlt ein echter RA. Beherrscht man das Grundlegende, können wir immer noch über irgendwelche Halbraum-Taktiken nachdenken.
Fussball ist doch deutlich komplizierter geworden, als dass man ihn in klare Formationen einteilen kann. Cunha und Dodi bringen grundsätzlich hervorragende Fähigkeiten für ihre Position im Angriffsdrittel mit, was bisher fehlt ist vor allem die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen. Hertha braucht eine viel schnellere Ballzirkulation und öfter mal hohe Verlagerung um die Defensive des Gegners vernünftig auseinander zu ziehen. Dafür (da stimme ich dir zu) ist ein Stark auf der 6 ungeeignet und auch die AV-Positionen sollten anders besetzt werden. Ich finde hier Da Costa relativ interessant, der zwar kein Edeltechniker ist, aber immer ordentlich Dampf nach vorne macht. Auch Weiser würde diese Rolle sicher gut ausfüllen. Auf links würde ich Mittelstädt und Netz vertrauen.
Das wichtigste ist aber, dass die Spieler sich besser zu ihren Gegenspieler positionieren. Häufig stand man sich gegenseitig im Weg und hat Passwege für den Gegner geschlossen, die zu gefährlichen angriffen hätten führen können. Wenn die Spieler es schaffen sich auf dem Feld intelligenter zu bewegen, dann funktioniert auch das System. Dafür müssen aber alle wissen, was der Spieler neben und vor ihnen macht und in ihrer Entscheidungsfindung sicherer werden. Hier ist bisher einzig Guendouzi positiv aufgefallen, indem er viel kommuniziert.
30.12.2020 - 00:04 Uhr
Zitat von vanscap
Fussball ist doch deutlich komplizierter geworden, als dass man ihn in klare Formationen einteilen kann. Cunha und Dodi bringen grundsätzlich hervorragende Fähigkeiten für ihre Position im Angriffsdrittel mit, was bisher fehlt ist vor allem die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen. Hertha braucht eine viel schnellere Ballzirkulation und öfter mal hohe Verlagerung um die Defensive des Gegners vernünftig auseinander zu ziehen. Dafür (da stimme ich dir zu) ist ein Stark auf der 6 ungeeignet und auch die AV-Positionen sollten anders besetzt werden. Ich finde hier Da Costa relativ interessant, der zwar kein Edeltechniker ist, aber immer ordentlich Dampf nach vorne macht. Auch Weiser würde diese Rolle sicher gut ausfüllen. Auf links würde ich Mittelstädt und Netz vertrauen.
Das wichtigste ist aber, dass die Spieler sich besser zu ihren Gegenspieler positionieren. Häufig stand man sich gegenseitig im Weg und hat Passwege für den Gegner geschlossen, die zu gefährlichen angriffen hätten führen können. Wenn die Spieler es schaffen sich auf dem Feld intelligenter zu bewegen, dann funktioniert auch das System. Dafür müssen aber alle wissen, was der Spieler neben und vor ihnen macht und in ihrer Entscheidungsfindung sicherer werden. Hier ist bisher einzig Guendouzi positiv aufgefallen, indem er viel kommuniziert.
Zitat von Price
In der Theorie mag das Sinn ergeben - in der Praxis nicht. WENN BL wirklich das Liverpool ähnliche Konzept mit unserem Personal spielen will, disqualifiziert ihn das ja als Trainer gänzlich. Der zweite Knackpunkt ist, dass sowohl Cunhla als auch Dodi die Halbräume bis jetzt nicht zu nutzen wissen.
Wenn das wirklich seine Idee ist, wäre er extrem gut beraten schnell wieder davon abzuweichen. Warum? Es fehlt an AVs, einem spielstarken ZDM (dieser muss die Halbräume füttern), und zwei ZMs mit Offensiv-Drang.
Wir sind gut beraten uns wirklich auf die Basics zu konzentrieren. Ich würde da mit einem gepflegten 4-4-2 (4-2-3-1) beginnen. Cunha muss dabei definitiv in das Sturm-Zentrum und es fehlt ein echter RA. Beherrscht man das Grundlegende, können wir immer noch über irgendwelche Halbraum-Taktiken nachdenken.
Zitat von vanscap
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
Zitat von Hertha1977
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
In der Theorie mag das Sinn ergeben - in der Praxis nicht. WENN BL wirklich das Liverpool ähnliche Konzept mit unserem Personal spielen will, disqualifiziert ihn das ja als Trainer gänzlich. Der zweite Knackpunkt ist, dass sowohl Cunhla als auch Dodi die Halbräume bis jetzt nicht zu nutzen wissen.
Wenn das wirklich seine Idee ist, wäre er extrem gut beraten schnell wieder davon abzuweichen. Warum? Es fehlt an AVs, einem spielstarken ZDM (dieser muss die Halbräume füttern), und zwei ZMs mit Offensiv-Drang.
Wir sind gut beraten uns wirklich auf die Basics zu konzentrieren. Ich würde da mit einem gepflegten 4-4-2 (4-2-3-1) beginnen. Cunha muss dabei definitiv in das Sturm-Zentrum und es fehlt ein echter RA. Beherrscht man das Grundlegende, können wir immer noch über irgendwelche Halbraum-Taktiken nachdenken.
Fussball ist doch deutlich komplizierter geworden, als dass man ihn in klare Formationen einteilen kann. Cunha und Dodi bringen grundsätzlich hervorragende Fähigkeiten für ihre Position im Angriffsdrittel mit, was bisher fehlt ist vor allem die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen. Hertha braucht eine viel schnellere Ballzirkulation und öfter mal hohe Verlagerung um die Defensive des Gegners vernünftig auseinander zu ziehen. Dafür (da stimme ich dir zu) ist ein Stark auf der 6 ungeeignet und auch die AV-Positionen sollten anders besetzt werden. Ich finde hier Da Costa relativ interessant, der zwar kein Edeltechniker ist, aber immer ordentlich Dampf nach vorne macht. Auch Weiser würde diese Rolle sicher gut ausfüllen. Auf links würde ich Mittelstädt und Netz vertrauen.
Das wichtigste ist aber, dass die Spieler sich besser zu ihren Gegenspieler positionieren. Häufig stand man sich gegenseitig im Weg und hat Passwege für den Gegner geschlossen, die zu gefährlichen angriffen hätten führen können. Wenn die Spieler es schaffen sich auf dem Feld intelligenter zu bewegen, dann funktioniert auch das System. Dafür müssen aber alle wissen, was der Spieler neben und vor ihnen macht und in ihrer Entscheidungsfindung sicherer werden. Hier ist bisher einzig Guendouzi positiv aufgefallen, indem er viel kommuniziert.
Bin bei dir, aber die Frage die sich stellt wäre :
ist so ein Spielsystem für einen Verein wie Hertha (nur noch wenig budget, mit einer eher durchschnittlichen Akademie und Scoutingabteilung) überhaupt machbar/bezahlbar?
Können wir uns die passsicheren Spielintelligenten Mittelfeldspieler leisten die zu diesem System passen? Was ist mit den Angreifer die das Spiel lesen können? Ich bezweifle dass wir einen einzigen vernünftigen AV bezahlen können der zu diesem Konzept 100%ig passt (und selbst dann musst du ihn von Hertha überzeugen)
Gut möglich dass der Fussball deutlich komplexer geworden ist. Aber wie erklärst du die ersten 15min. der 2. Hz gegen Freiburg? Wir haben umgestellt mit klassischen außenspieler, Dodi bekam anscheinend die Anweisung an der Linie zu kleben und siehe da, er hat in 5 min mehr Flanken geschoßen als in den 12 Spielen zuvor; nämlich 3.
Die AV hatten klare Aufgaben und waren nicht schuld an den 3 unglücklichen Gegentoren in der 2 HZ. , was man ja über die 21 Gegentore zuvor wahrlich nicht behaupten kann. Wir haben Torgefahr ausgestrahlt...sorry ich muss es groß schreiben... WIR HABEN TORGEFAHR AUSGESTRAHLT
und in 15min. mehr Chancen kreiert als in den 4Spielen zuvor.... Ich verstehe was du meinst und die Spielidee von BL. Und ich denke schon dass ein guter Trainer mit den inversen Aussenspieler und einrückenden AV; aus einer Top besetzten Mannschaft vielleicht 10% mehr Leistung rausholen kann. Aber dafür braucht er eben Top Spieler (Athletik, Spielintelligenz, homogen, top motiviert...) stattdessen werden AV in dieser Rolle hineingepresst die im 1gegen1 einfach nur schwach sind, und in der Vorwärts- wie Rückwärtsbewegung total verunsichert wirken, weil sie wissen; jeder Fehler könnte ihnen den Stammplatz wieder kosten. Eigentlich wollen die AV kein Gegentor riskieren, die wollen eigentlich gar nicht nach vorn.
Für wenige Mannschaften mag diese Taktik funktionieren, Alle anderen Mannschaften sind meiner Meinung nach eigentlich gut damit beraten, sich Johan Cruyffs Rat zu Herzen zu nehmen:
„Fußball spielen ist sehr simpel, aber simplen Fußball zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt.”
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hertha_united am 30.12.2020 um 00:14 Uhr bearbeitet
30.12.2020 - 10:49 Uhr
Zitat von Hertha_united
Bin bei dir, aber die Frage die sich stellt wäre :
ist so ein Spielsystem für einen Verein wie Hertha (nur noch wenig budget, mit einer eher durchschnittlichen Akademie und Scoutingabteilung) überhaupt machbar/bezahlbar?
Können wir uns die passsicheren Spielintelligenten Mittelfeldspieler leisten die zu diesem System passen? Was ist mit den Angreifer die das Spiel lesen können? Ich bezweifle dass wir einen einzigen vernünftigen AV bezahlen können der zu diesem Konzept 100%ig passt (und selbst dann musst du ihn von Hertha überzeugen)
Gut möglich dass der Fussball deutlich komplexer geworden ist. Aber wie erklärst du die ersten 15min. der 2. Hz gegen Freiburg? Wir haben umgestellt mit klassischen außenspieler, Dodi bekam anscheinend die Anweisung an der Linie zu kleben und siehe da, er hat in 5 min mehr Flanken geschoßen als in den 12 Spielen zuvor; nämlich 3.
Die AV hatten klare Aufgaben und waren nicht schuld an den 3 unglücklichen Gegentoren in der 2 HZ. , was man ja über die 21 Gegentore zuvor wahrlich nicht behaupten kann. Wir haben Torgefahr ausgestrahlt...sorry ich muss es groß schreiben... WIR HABEN TORGEFAHR AUSGESTRAHLT
und in 15min. mehr Chancen kreiert als in den 4Spielen zuvor....
Ich verstehe was du meinst und die Spielidee von BL. Und ich denke schon dass ein guter Trainer mit den inversen Aussenspieler und einrückenden AV; aus einer Top besetzten Mannschaft vielleicht 10% mehr Leistung rausholen kann. Aber dafür braucht er eben Top Spieler (Athletik, Spielintelligenz, homogen, top motiviert...) stattdessen werden AV in dieser Rolle hineingepresst die im 1gegen1 einfach nur schwach sind, und in der Vorwärts- wie Rückwärtsbewegung total verunsichert wirken, weil sie wissen; jeder Fehler könnte ihnen den Stammplatz wieder kosten. Eigentlich wollen die AV kein Gegentor riskieren, die wollen eigentlich gar nicht nach vorn.
Für wenige Mannschaften mag diese Taktik funktionieren, Alle anderen Mannschaften sind meiner Meinung nach eigentlich gut damit beraten, sich Johan Cruyffs Rat zu Herzen zu nehmen:
„Fußball spielen ist sehr simpel, aber simplen Fußball zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt.”
Zitat von vanscap
Fussball ist doch deutlich komplizierter geworden, als dass man ihn in klare Formationen einteilen kann. Cunha und Dodi bringen grundsätzlich hervorragende Fähigkeiten für ihre Position im Angriffsdrittel mit, was bisher fehlt ist vor allem die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen. Hertha braucht eine viel schnellere Ballzirkulation und öfter mal hohe Verlagerung um die Defensive des Gegners vernünftig auseinander zu ziehen. Dafür (da stimme ich dir zu) ist ein Stark auf der 6 ungeeignet und auch die AV-Positionen sollten anders besetzt werden. Ich finde hier Da Costa relativ interessant, der zwar kein Edeltechniker ist, aber immer ordentlich Dampf nach vorne macht. Auch Weiser würde diese Rolle sicher gut ausfüllen. Auf links würde ich Mittelstädt und Netz vertrauen.
Das wichtigste ist aber, dass die Spieler sich besser zu ihren Gegenspieler positionieren. Häufig stand man sich gegenseitig im Weg und hat Passwege für den Gegner geschlossen, die zu gefährlichen angriffen hätten führen können. Wenn die Spieler es schaffen sich auf dem Feld intelligenter zu bewegen, dann funktioniert auch das System. Dafür müssen aber alle wissen, was der Spieler neben und vor ihnen macht und in ihrer Entscheidungsfindung sicherer werden. Hier ist bisher einzig Guendouzi positiv aufgefallen, indem er viel kommuniziert.
Zitat von Price
In der Theorie mag das Sinn ergeben - in der Praxis nicht. WENN BL wirklich das Liverpool ähnliche Konzept mit unserem Personal spielen will, disqualifiziert ihn das ja als Trainer gänzlich. Der zweite Knackpunkt ist, dass sowohl Cunhla als auch Dodi die Halbräume bis jetzt nicht zu nutzen wissen.
Wenn das wirklich seine Idee ist, wäre er extrem gut beraten schnell wieder davon abzuweichen. Warum? Es fehlt an AVs, einem spielstarken ZDM (dieser muss die Halbräume füttern), und zwei ZMs mit Offensiv-Drang.
Wir sind gut beraten uns wirklich auf die Basics zu konzentrieren. Ich würde da mit einem gepflegten 4-4-2 (4-2-3-1) beginnen. Cunha muss dabei definitiv in das Sturm-Zentrum und es fehlt ein echter RA. Beherrscht man das Grundlegende, können wir immer noch über irgendwelche Halbraum-Taktiken nachdenken.
Zitat von vanscap
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
Zitat von Hertha1977
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte....
Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.
Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.
Diese stellt sich ungefähr so dar:
-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------
Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.
Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?
Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.
Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
In der Theorie mag das Sinn ergeben - in der Praxis nicht. WENN BL wirklich das Liverpool ähnliche Konzept mit unserem Personal spielen will, disqualifiziert ihn das ja als Trainer gänzlich. Der zweite Knackpunkt ist, dass sowohl Cunhla als auch Dodi die Halbräume bis jetzt nicht zu nutzen wissen.
Wenn das wirklich seine Idee ist, wäre er extrem gut beraten schnell wieder davon abzuweichen. Warum? Es fehlt an AVs, einem spielstarken ZDM (dieser muss die Halbräume füttern), und zwei ZMs mit Offensiv-Drang.
Wir sind gut beraten uns wirklich auf die Basics zu konzentrieren. Ich würde da mit einem gepflegten 4-4-2 (4-2-3-1) beginnen. Cunha muss dabei definitiv in das Sturm-Zentrum und es fehlt ein echter RA. Beherrscht man das Grundlegende, können wir immer noch über irgendwelche Halbraum-Taktiken nachdenken.
Fussball ist doch deutlich komplizierter geworden, als dass man ihn in klare Formationen einteilen kann. Cunha und Dodi bringen grundsätzlich hervorragende Fähigkeiten für ihre Position im Angriffsdrittel mit, was bisher fehlt ist vor allem die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen. Hertha braucht eine viel schnellere Ballzirkulation und öfter mal hohe Verlagerung um die Defensive des Gegners vernünftig auseinander zu ziehen. Dafür (da stimme ich dir zu) ist ein Stark auf der 6 ungeeignet und auch die AV-Positionen sollten anders besetzt werden. Ich finde hier Da Costa relativ interessant, der zwar kein Edeltechniker ist, aber immer ordentlich Dampf nach vorne macht. Auch Weiser würde diese Rolle sicher gut ausfüllen. Auf links würde ich Mittelstädt und Netz vertrauen.
Das wichtigste ist aber, dass die Spieler sich besser zu ihren Gegenspieler positionieren. Häufig stand man sich gegenseitig im Weg und hat Passwege für den Gegner geschlossen, die zu gefährlichen angriffen hätten führen können. Wenn die Spieler es schaffen sich auf dem Feld intelligenter zu bewegen, dann funktioniert auch das System. Dafür müssen aber alle wissen, was der Spieler neben und vor ihnen macht und in ihrer Entscheidungsfindung sicherer werden. Hier ist bisher einzig Guendouzi positiv aufgefallen, indem er viel kommuniziert.
Bin bei dir, aber die Frage die sich stellt wäre :
ist so ein Spielsystem für einen Verein wie Hertha (nur noch wenig budget, mit einer eher durchschnittlichen Akademie und Scoutingabteilung) überhaupt machbar/bezahlbar?
Können wir uns die passsicheren Spielintelligenten Mittelfeldspieler leisten die zu diesem System passen? Was ist mit den Angreifer die das Spiel lesen können? Ich bezweifle dass wir einen einzigen vernünftigen AV bezahlen können der zu diesem Konzept 100%ig passt (und selbst dann musst du ihn von Hertha überzeugen)
Gut möglich dass der Fussball deutlich komplexer geworden ist. Aber wie erklärst du die ersten 15min. der 2. Hz gegen Freiburg? Wir haben umgestellt mit klassischen außenspieler, Dodi bekam anscheinend die Anweisung an der Linie zu kleben und siehe da, er hat in 5 min mehr Flanken geschoßen als in den 12 Spielen zuvor; nämlich 3.
Die AV hatten klare Aufgaben und waren nicht schuld an den 3 unglücklichen Gegentoren in der 2 HZ. , was man ja über die 21 Gegentore zuvor wahrlich nicht behaupten kann. Wir haben Torgefahr ausgestrahlt...sorry ich muss es groß schreiben... WIR HABEN TORGEFAHR AUSGESTRAHLT
und in 15min. mehr Chancen kreiert als in den 4Spielen zuvor.... Ich verstehe was du meinst und die Spielidee von BL. Und ich denke schon dass ein guter Trainer mit den inversen Aussenspieler und einrückenden AV; aus einer Top besetzten Mannschaft vielleicht 10% mehr Leistung rausholen kann. Aber dafür braucht er eben Top Spieler (Athletik, Spielintelligenz, homogen, top motiviert...) stattdessen werden AV in dieser Rolle hineingepresst die im 1gegen1 einfach nur schwach sind, und in der Vorwärts- wie Rückwärtsbewegung total verunsichert wirken, weil sie wissen; jeder Fehler könnte ihnen den Stammplatz wieder kosten. Eigentlich wollen die AV kein Gegentor riskieren, die wollen eigentlich gar nicht nach vorn.
Für wenige Mannschaften mag diese Taktik funktionieren, Alle anderen Mannschaften sind meiner Meinung nach eigentlich gut damit beraten, sich Johan Cruyffs Rat zu Herzen zu nehmen:
„Fußball spielen ist sehr simpel, aber simplen Fußball zu spielen, ist das Schwierigste überhaupt.”
In den 15 Minuten nach der Pause gegen Freiburg, wurde vor allem eine Sache umgestellt. Während das Grundsystem das Gleiche war, hat Labbadia quasi von Klopp auf Guardiola geswichted und die AVs einrücken lassen, während die Außen von den vorherigen Halbraumstürmern besetzt wurden. In die Halbräume sind dann Darida und Stark gestoßen, wobei Darida hier deutlich aktiver war. Sehr gut beim 1:1 zu sehen (Pekarik zieht nach Innen, Dodi hält die Linie, Stark und Darida attackieren den Halbraum). Bei der Riesenchance von Piatek sieht es ähnlich aus, nur dass die AVs hier die Breitengeber bleiben, wodurch sich der Passweg zu Dodi ergibt, der aber auch deutlich weiter Außen steht als in der ersten Halbzeit. Stark und Darida attackieren wieder die Halbräume, Piatek schießt drüber. Übrigens war gerade die Bewegung von Stark auch häufig gegen Mainz zu sehen, was dafür spricht, dass Labbadia unbedingt einen weiteren physisch starken Spieler in der Box haben will um Gegner zu binden.
Was ich damit sagen will ist, dass das System nicht grundsätzlich falsch ist und durchaus durch kleine Justierungen erfolgreich sein kann. Dafür müssen die Spieler sich aber intelligenter bewegen und schneller die jeweiligen Spielsituationen erfassen. Gerade im Mittelfeld ist das häufig zu pomadig. Man sollte sich auch nicht von großen Namen wie Klopp oder Guardiola abschrecken lassen, denn was diese Trainer machen ist nunmal häufig "State of the Art" und wird von fast allen Trainern in irgendeiner Weise adaptiert. Labbadia muss man ankreiden, dass er dies den Spielern einfach besser vermitteln muss. Häufig sind es halt Kleinigkeiten die ein Spiel entscheiden und genau diese Kleinigkeiten müssen im Training bis zum Kotzen geübt werden. Da muss dann auch vom Trainer mehr kommen um die Spieler für seine Idee vom Fussball zu begeistern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von vanscap am 30.12.2020 um 10:53 Uhr bearbeitet
30.12.2020 - 12:52 Uhr
Für mich hat sich der Trainer auf der PK gerade komplett ins eigene Bein geschossen, als es um die taktischen Vorgaben ging.
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
30.12.2020 - 13:06 Uhr
Zitat von ColeWorld
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit.
30.12.2020 - 13:10 Uhr
Zitat von Atzenfratze
Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit.
Zitat von ColeWorld
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit.
Pardon, hatte vergessen es dazu zu schrieben. Ändert aber nichts an der Aussage.
30.12.2020 - 13:59 Uhr
Zitat von ColeWorld
Für mich hat sich der Trainer auf der PK gerade komplett ins eigene Bein geschossen, als es um die taktischen Vorgaben ging.
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
Für mich hat sich der Trainer auf der PK gerade komplett ins eigene Bein geschossen, als es um die taktischen Vorgaben ging.
Laut ihm waren die ersten 15 Minuten gegen Freiburg das, was man von Beginn an sehen wollte. Also entweder hört die ganze Mannschaft nicht auf ihm oder er hat da glatt gelogen.
Dafür dass ein Großteil der Mannschaft, seine Taktischen Vorgaben angeblich ignoriert hat, muss ich sagen dass er sich an der Seitenlinie immer relativ ruhig verhalten hat. Wir sprechen ja auch nicht über ein einzelnes Spiel, oder über taktischen Feinjustierungen sondern grundlegenden Anweisungen, siehe auch den heutigen Beitrag von @vanscap
Ich verstehe es wirklich nicht, jeder Trainer würde sich vom Anfang an: a/ lautstark beschweren, b/ ausrasten, c/ Problemspieler vorwarnen indem er die entsprechenden Reservespieler zum Aufwärmen schickt und dann irgendwann mal nach 20min. d/ mit den ersten Auswechslungen anfangen (was ja für einen Spieler eine Höchststrafe ist).
Alles Fehlanzeige, nur Leckie wurde immer wieder ab der 75min. eingewechselt. hmm
BL wählte lieber den "skip forward button" direkt zu: Option E/ öffentlich bei einer PK einen einzelnen kritisieren (milde ausgedrückt).
Aber gut, sehen wir das ganze positiv, wenn BL jetzt sagt dass die ersten 15 Minuten der 2.HZ gegen Freiburg das, was er von Beginn an sehen wollte. Dann will er Dodi und Dilrosun gegen Schalke als klassische Außenspieler und Breitengeber einsetzen, eigentlich das was die meisten User von Anfang an, hier fordern.
Das ist schonmal eine sehr gute Nachricht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hertha_united am 30.12.2020 um 14:09 Uhr bearbeitet
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.


