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René Wagner
Geburtsdatum 17.07.1988
Alter 38
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein 1.FC Köln

René Wagner [Trainer]

22.03.2026 - 19:20 Uhr
René Wagner [Trainer] |#441
26.05.2026 - 16:42 Uhr
Zitat von Andreas79
Zitat von effzehRanjid

Zitat von Andreas79

Zitat von effzehRanjid

Erstmal kurze Zwischeninfo: Wagner war schon mal als Trainer hauptverantwortlich, nach der Zeit bei den Sharks. Zudem wohl auch bei Summercamps in den USA, was ich davor noch nicht wusste. Klingt wie Ferienfreizeit, aber diese Camps haben in den USA einen gänzlich anderen Stellenwert, da wird oft und gerne für College- und Youthteams gescoutet.

Fakt ist aber auch, dass Wagner nicht mit Erfahrung als Chefcoach zugepflastert ist. Dennoch lässt sich seine Idee von Fußball erkennen. In den Spielen bei uns nur bedingt, in seiner Anfangszeit sehr deutlich. Aber insbesondere das Dasein als Co von Baumgart ist ein sehr deutlicher Fingerzeig.

Ganz wichtig: Wagner ist nicht Baumgart.
Baumgart steht (oder eher stand) auch für unkomplizierten Offensivfußball. Ballgewinn, vertikal, ohne Hacke Spitze Tralala.
Aber Baumgart legt unheimlich großen Wert auf physisch präsente Spieler und das Spiel in der Luft. Außerdem ist Baumgart ein Befürworter des Spiels auf dem Flügel.
Quasi klassisch Steil-Klatsch, Flanke und Kopfballversuch.

Wagner praktiziert gegen den Ball ein sehr ähnliches Spiel. Bei Ballverlust hohes Gegenpressing, enge Räume zwischen den Ketten, dafür anfällig bei langen Bällen und Kontern. Kompensation durch große und kopfballstarke Spieler in IV, AV und Doppelsechs.
Mit dem Ball sucht Wagner aber viel eher das Glück in der Spielfeldmitte. Das hat man auch für mein Empfinden deutlich in seinen Spielen bei uns gesehen. Die Halbräume sind bei Wagner oft stark besetzt, während Baumgart die Zonen eher als sekundär betrachtet hat.
Wagner hat auf dem offensiven Flügel lieber inverse Spieler aus genau dem Grund, während Baumgart häufig klassische Flügelspieler an der Linie bevorzugt.
Der größte Unterschied ist aber, dass bei Wagner der Ball auf dem Rasen bleiben soll und dass die Trickkiste auch aufgemacht werden darf. Ist eigentlich ein sehr pragmatischer Ansatz: wenn du mit der Hacke den Ball eher an den Mann bekommst als "normal", dann spiele mit der Hacke. Auch das gab es ein paar mal bei uns zu sehen, während Uth unter Baumgart deswegen mal im Testspiel umgehend zur Sau gemacht wurde.
Bei Wagner dürfen und sollen also spielerische Lösungen gefunden werden, um die gegnerische Kette zu knacken. Aber er hat weiterhin eine recht organisierte Offensivreihe und setzt wenig auf konstruktives Chaos.
Beide Trainer eint, dass sie eine enorme Boxbesetzung wünschen, bei Baumgart aber eher stationär (Vorpositionierung für Flanken, meist mit Körperkontakt) und bei Wagner fluide (Besetzung über Tiefenläufe und Nachrücken mit geringem Wunsch nach direkten Zweikämpfen).

Deswegen ergibt Wagner auf dem Papier auch vollkommen Sinn, er passt zu unserer Philosophie seit Baumgart.
Es passt auch, dass er mit physisch eher schwachen aber technisch starken Spielern scheinbar gerne arbeitet, während Baumgart für diese Spieler wenig Verwendung hatte.
Ein Martinez also, um mal ein aktuelles Gerücht auszufassen, passt wie A. auf Eimer zu Wagners Konzept.
Bei Baumgart wäre er komplett verschenkt.
Ein Andersen z.B., auch wenn der wohl vom Tisch ist, ergibt bei beiden Sinn, da er diesen Archetyp vom groß gewachsenen Sechser mit progressivem Passspiel einwandfrei ausfüllt.


Ist das bevorzugte System von Wagner tatsächlich 4-4-2 mit Doppel sechs, oder doch eine Raute wie Baumgart, oder lässt er vielleicht sogar gerne die Dreierkette hinten spielen wie Kwasniok?


Er war (und uch glaube auch er ist weiterhin) Befürworter einer Viererkette, und das ziemlich deutlich.
Ergibt bei seinem Fußball auch Sinn, da er so tiefer stehende AVs hat um die für seinen Ball sehr wichtige Konterabsicherung auf Außen zu gewährleisten.

Was das Mittelfeld angeht, hat er häufig mit Doppelsechs agiert, wobei aber meist einer der Sechser deutlich offensiver steht. Da kann man fast eher von einem Achter sprechen, der nach vorne und hinten eine ordentliche Arbeitsrate mitbringt und ein recht komplettes Profil hat.
Das wird übrigens auch eine tragende Position werden, so ein Profil haben wir nämlich nicht.

Er hat häufiger auch mit einem Zehner agiert, wodurch das Ganze auch mal in Richtung 4-2-3-1 bzw. 4-3-3 kippen kann. Ob Einzel- oder Doppelspitze, da ist er recht flexibel. Da wir aber scheinbar gezielt nach inversen Rechtsaußen schauen (was ich persönlich sehr gut finde), gehe ich von einer Einzelspitze mit zwei Außenstürmern aus.

Realistisch dürfte also ein 4-2-3-1 mit Doppelsechs sein, oder ein offensiveres 4-3-3 mit einer Sechs und zwei spielstarken Achtern/Zehnern.

Dreierkette hat er bei uns denke ich eher behilfsmäßig gespielt, da hierfür die Grundlage gegeben war.
In Viererkette haben wir aber offensiv wie defensiv deutlich besser gestanden, weshalb ihm wohl auch der neuerliche Umbruch zugute kommt.
Dann kann er seine präferierte Formation wählen und die Mannschaft ein System spielen, mit dem sie besser zurechtkommt und die sich so auch in den Jugendteams finden lässt (Ruthenbeck z.B. spielt ebenfalls Viererkette, genau wie die meisten anderen Coaches in unseren Nachwuchsmannschaften).


Bei dieser Konstellation werden wir dann eher LM- und RM- Spieler benötigen und keine LA- und RA- Spieler, da die Spieler auch in der Rückwärtsbewegung mehr machen müssen als ein LA RA Wie I'm System con Kwasniok. Da könnte dann sogar Thielmann von profitieren, da er dann wieder mehr in seiner Position ist, die er auch bei Baumgart ausgefüllt hat, seine besten Leistungen hatte er unter ihm.


Auf gar keinen Fall, Wagner spielt primär durch die Mitte und sucht spielerische Lösungen. Gute Tiefenläufe werden vermutlich zum wichtigsten Element der Offensive und dafür brauchst du Außenstürmer. RM/LM kommen dafür von zu tief, stehen zudem meist breit. Das ist für das Spiel Gift und das Gegenpressing machst du so auch kaputt, da die höchste Linie die gegnerische Verteidigungskette nicht mehr umgehend unter Druck setzen kann.
Also RA/LA sind in dem Sinne non-negotiables, wenn Wagner so spielt wie ich antizipiere.

•     •     •

Dream XI 3-5-2

Tor: Neuer
Def.: Maldini - Beckenbauer - Van Dijk
Mid.: Ronaldinho - Vieira - Kaká - Davids - Messi
Att.: Haaland - T. Müller

Bank: Higuita, Nesta, L. Thuram, Cafu, Seedorf, Kroos, Valderrama, Zidane, Zico, Eusébio, Romário, G. Müller
René Wagner [Trainer] |#442
26.05.2026 - 16:51 Uhr
Zitat von effzehRanjid
Zitat von Andreas79

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Erstmal kurze Zwischeninfo: Wagner war schon mal als Trainer hauptverantwortlich, nach der Zeit bei den Sharks. Zudem wohl auch bei Summercamps in den USA, was ich davor noch nicht wusste. Klingt wie Ferienfreizeit, aber diese Camps haben in den USA einen gänzlich anderen Stellenwert, da wird oft und gerne für College- und Youthteams gescoutet.

Fakt ist aber auch, dass Wagner nicht mit Erfahrung als Chefcoach zugepflastert ist. Dennoch lässt sich seine Idee von Fußball erkennen. In den Spielen bei uns nur bedingt, in seiner Anfangszeit sehr deutlich. Aber insbesondere das Dasein als Co von Baumgart ist ein sehr deutlicher Fingerzeig.

Ganz wichtig: Wagner ist nicht Baumgart.
Baumgart steht (oder eher stand) auch für unkomplizierten Offensivfußball. Ballgewinn, vertikal, ohne Hacke Spitze Tralala.
Aber Baumgart legt unheimlich großen Wert auf physisch präsente Spieler und das Spiel in der Luft. Außerdem ist Baumgart ein Befürworter des Spiels auf dem Flügel.
Quasi klassisch Steil-Klatsch, Flanke und Kopfballversuch.

Wagner praktiziert gegen den Ball ein sehr ähnliches Spiel. Bei Ballverlust hohes Gegenpressing, enge Räume zwischen den Ketten, dafür anfällig bei langen Bällen und Kontern. Kompensation durch große und kopfballstarke Spieler in IV, AV und Doppelsechs.
Mit dem Ball sucht Wagner aber viel eher das Glück in der Spielfeldmitte. Das hat man auch für mein Empfinden deutlich in seinen Spielen bei uns gesehen. Die Halbräume sind bei Wagner oft stark besetzt, während Baumgart die Zonen eher als sekundär betrachtet hat.
Wagner hat auf dem offensiven Flügel lieber inverse Spieler aus genau dem Grund, während Baumgart häufig klassische Flügelspieler an der Linie bevorzugt.
Der größte Unterschied ist aber, dass bei Wagner der Ball auf dem Rasen bleiben soll und dass die Trickkiste auch aufgemacht werden darf. Ist eigentlich ein sehr pragmatischer Ansatz: wenn du mit der Hacke den Ball eher an den Mann bekommst als "normal", dann spiele mit der Hacke. Auch das gab es ein paar mal bei uns zu sehen, während Uth unter Baumgart deswegen mal im Testspiel umgehend zur Sau gemacht wurde.
Bei Wagner dürfen und sollen also spielerische Lösungen gefunden werden, um die gegnerische Kette zu knacken. Aber er hat weiterhin eine recht organisierte Offensivreihe und setzt wenig auf konstruktives Chaos.
Beide Trainer eint, dass sie eine enorme Boxbesetzung wünschen, bei Baumgart aber eher stationär (Vorpositionierung für Flanken, meist mit Körperkontakt) und bei Wagner fluide (Besetzung über Tiefenläufe und Nachrücken mit geringem Wunsch nach direkten Zweikämpfen).

Deswegen ergibt Wagner auf dem Papier auch vollkommen Sinn, er passt zu unserer Philosophie seit Baumgart.
Es passt auch, dass er mit physisch eher schwachen aber technisch starken Spielern scheinbar gerne arbeitet, während Baumgart für diese Spieler wenig Verwendung hatte.
Ein Martinez also, um mal ein aktuelles Gerücht auszufassen, passt wie A. auf Eimer zu Wagners Konzept.
Bei Baumgart wäre er komplett verschenkt.
Ein Andersen z.B., auch wenn der wohl vom Tisch ist, ergibt bei beiden Sinn, da er diesen Archetyp vom groß gewachsenen Sechser mit progressivem Passspiel einwandfrei ausfüllt.


Ist das bevorzugte System von Wagner tatsächlich 4-4-2 mit Doppel sechs, oder doch eine Raute wie Baumgart, oder lässt er vielleicht sogar gerne die Dreierkette hinten spielen wie Kwasniok?


Er war (und uch glaube auch er ist weiterhin) Befürworter einer Viererkette, und das ziemlich deutlich.
Ergibt bei seinem Fußball auch Sinn, da er so tiefer stehende AVs hat um die für seinen Ball sehr wichtige Konterabsicherung auf Außen zu gewährleisten.

Was das Mittelfeld angeht, hat er häufig mit Doppelsechs agiert, wobei aber meist einer der Sechser deutlich offensiver steht. Da kann man fast eher von einem Achter sprechen, der nach vorne und hinten eine ordentliche Arbeitsrate mitbringt und ein recht komplettes Profil hat.
Das wird übrigens auch eine tragende Position werden, so ein Profil haben wir nämlich nicht.

Er hat häufiger auch mit einem Zehner agiert, wodurch das Ganze auch mal in Richtung 4-2-3-1 bzw. 4-3-3 kippen kann. Ob Einzel- oder Doppelspitze, da ist er recht flexibel. Da wir aber scheinbar gezielt nach inversen Rechtsaußen schauen (was ich persönlich sehr gut finde), gehe ich von einer Einzelspitze mit zwei Außenstürmern aus.

Realistisch dürfte also ein 4-2-3-1 mit Doppelsechs sein, oder ein offensiveres 4-3-3 mit einer Sechs und zwei spielstarken Achtern/Zehnern.

Dreierkette hat er bei uns denke ich eher behilfsmäßig gespielt, da hierfür die Grundlage gegeben war.
In Viererkette haben wir aber offensiv wie defensiv deutlich besser gestanden, weshalb ihm wohl auch der neuerliche Umbruch zugute kommt.
Dann kann er seine präferierte Formation wählen und die Mannschaft ein System spielen, mit dem sie besser zurechtkommt und die sich so auch in den Jugendteams finden lässt (Ruthenbeck z.B. spielt ebenfalls Viererkette, genau wie die meisten anderen Coaches in unseren Nachwuchsmannschaften).


Bei dieser Konstellation werden wir dann eher LM- und RM- Spieler benötigen und keine LA- und RA- Spieler, da die Spieler auch in der Rückwärtsbewegung mehr machen müssen als ein LA RA Wie I'm System con Kwasniok. Da könnte dann sogar Thielmann von profitieren, da er dann wieder mehr in seiner Position ist, die er auch bei Baumgart ausgefüllt hat, seine besten Leistungen hatte er unter ihm.


Auf gar keinen Fall, Wagner spielt primär durch die Mitte und sucht spielerische Lösungen. Gute Tiefenläufe werden vermutlich zum wichtigsten Element der Offensive und dafür brauchst du Außenstürmer. RM/LM kommen dafür von zu tief, stehen zudem meist breit. Das ist für das Spiel Gift und das Gegenpressing machst du so auch kaputt, da die höchste Linie die gegnerische Verteidigungskette nicht mehr umgehend unter Druck setzen kann.
Also RA/LA sind in dem Sinne non-negotiables, wenn Wagner so spielt wie ich antizipiere.


Vielen Dank für deine Infos dann bin ich gespannt, ob RW diesen Stil so umgesetzt bekommt.
René Wagner [Trainer] |#443
26.05.2026 - 16:54 Uhr
Zitat von Andreas79

Zitat von effzehRanjid

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Zitat von effzehRanjid

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Zitat von effzehRanjid

Erstmal kurze Zwischeninfo: Wagner war schon mal als Trainer hauptverantwortlich, nach der Zeit bei den Sharks. Zudem wohl auch bei Summercamps in den USA, was ich davor noch nicht wusste. Klingt wie Ferienfreizeit, aber diese Camps haben in den USA einen gänzlich anderen Stellenwert, da wird oft und gerne für College- und Youthteams gescoutet.

Fakt ist aber auch, dass Wagner nicht mit Erfahrung als Chefcoach zugepflastert ist. Dennoch lässt sich seine Idee von Fußball erkennen. In den Spielen bei uns nur bedingt, in seiner Anfangszeit sehr deutlich. Aber insbesondere das Dasein als Co von Baumgart ist ein sehr deutlicher Fingerzeig.

Ganz wichtig: Wagner ist nicht Baumgart.
Baumgart steht (oder eher stand) auch für unkomplizierten Offensivfußball. Ballgewinn, vertikal, ohne Hacke Spitze Tralala.
Aber Baumgart legt unheimlich großen Wert auf physisch präsente Spieler und das Spiel in der Luft. Außerdem ist Baumgart ein Befürworter des Spiels auf dem Flügel.
Quasi klassisch Steil-Klatsch, Flanke und Kopfballversuch.

Wagner praktiziert gegen den Ball ein sehr ähnliches Spiel. Bei Ballverlust hohes Gegenpressing, enge Räume zwischen den Ketten, dafür anfällig bei langen Bällen und Kontern. Kompensation durch große und kopfballstarke Spieler in IV, AV und Doppelsechs.
Mit dem Ball sucht Wagner aber viel eher das Glück in der Spielfeldmitte. Das hat man auch für mein Empfinden deutlich in seinen Spielen bei uns gesehen. Die Halbräume sind bei Wagner oft stark besetzt, während Baumgart die Zonen eher als sekundär betrachtet hat.
Wagner hat auf dem offensiven Flügel lieber inverse Spieler aus genau dem Grund, während Baumgart häufig klassische Flügelspieler an der Linie bevorzugt.
Der größte Unterschied ist aber, dass bei Wagner der Ball auf dem Rasen bleiben soll und dass die Trickkiste auch aufgemacht werden darf. Ist eigentlich ein sehr pragmatischer Ansatz: wenn du mit der Hacke den Ball eher an den Mann bekommst als "normal", dann spiele mit der Hacke. Auch das gab es ein paar mal bei uns zu sehen, während Uth unter Baumgart deswegen mal im Testspiel umgehend zur Sau gemacht wurde.
Bei Wagner dürfen und sollen also spielerische Lösungen gefunden werden, um die gegnerische Kette zu knacken. Aber er hat weiterhin eine recht organisierte Offensivreihe und setzt wenig auf konstruktives Chaos.
Beide Trainer eint, dass sie eine enorme Boxbesetzung wünschen, bei Baumgart aber eher stationär (Vorpositionierung für Flanken, meist mit Körperkontakt) und bei Wagner fluide (Besetzung über Tiefenläufe und Nachrücken mit geringem Wunsch nach direkten Zweikämpfen).

Deswegen ergibt Wagner auf dem Papier auch vollkommen Sinn, er passt zu unserer Philosophie seit Baumgart.
Es passt auch, dass er mit physisch eher schwachen aber technisch starken Spielern scheinbar gerne arbeitet, während Baumgart für diese Spieler wenig Verwendung hatte.
Ein Martinez also, um mal ein aktuelles Gerücht auszufassen, passt wie A. auf Eimer zu Wagners Konzept.
Bei Baumgart wäre er komplett verschenkt.
Ein Andersen z.B., auch wenn der wohl vom Tisch ist, ergibt bei beiden Sinn, da er diesen Archetyp vom groß gewachsenen Sechser mit progressivem Passspiel einwandfrei ausfüllt.


Ist das bevorzugte System von Wagner tatsächlich 4-4-2 mit Doppel sechs, oder doch eine Raute wie Baumgart, oder lässt er vielleicht sogar gerne die Dreierkette hinten spielen wie Kwasniok?


Er war (und uch glaube auch er ist weiterhin) Befürworter einer Viererkette, und das ziemlich deutlich.
Ergibt bei seinem Fußball auch Sinn, da er so tiefer stehende AVs hat um die für seinen Ball sehr wichtige Konterabsicherung auf Außen zu gewährleisten.

Was das Mittelfeld angeht, hat er häufig mit Doppelsechs agiert, wobei aber meist einer der Sechser deutlich offensiver steht. Da kann man fast eher von einem Achter sprechen, der nach vorne und hinten eine ordentliche Arbeitsrate mitbringt und ein recht komplettes Profil hat.
Das wird übrigens auch eine tragende Position werden, so ein Profil haben wir nämlich nicht.

Er hat häufiger auch mit einem Zehner agiert, wodurch das Ganze auch mal in Richtung 4-2-3-1 bzw. 4-3-3 kippen kann. Ob Einzel- oder Doppelspitze, da ist er recht flexibel. Da wir aber scheinbar gezielt nach inversen Rechtsaußen schauen (was ich persönlich sehr gut finde), gehe ich von einer Einzelspitze mit zwei Außenstürmern aus.

Realistisch dürfte also ein 4-2-3-1 mit Doppelsechs sein, oder ein offensiveres 4-3-3 mit einer Sechs und zwei spielstarken Achtern/Zehnern.

Dreierkette hat er bei uns denke ich eher behilfsmäßig gespielt, da hierfür die Grundlage gegeben war.
In Viererkette haben wir aber offensiv wie defensiv deutlich besser gestanden, weshalb ihm wohl auch der neuerliche Umbruch zugute kommt.
Dann kann er seine präferierte Formation wählen und die Mannschaft ein System spielen, mit dem sie besser zurechtkommt und die sich so auch in den Jugendteams finden lässt (Ruthenbeck z.B. spielt ebenfalls Viererkette, genau wie die meisten anderen Coaches in unseren Nachwuchsmannschaften).


Bei dieser Konstellation werden wir dann eher LM- und RM- Spieler benötigen und keine LA- und RA- Spieler, da die Spieler auch in der Rückwärtsbewegung mehr machen müssen als ein LA RA Wie I'm System con Kwasniok. Da könnte dann sogar Thielmann von profitieren, da er dann wieder mehr in seiner Position ist, die er auch bei Baumgart ausgefüllt hat, seine besten Leistungen hatte er unter ihm.


Auf gar keinen Fall, Wagner spielt primär durch die Mitte und sucht spielerische Lösungen. Gute Tiefenläufe werden vermutlich zum wichtigsten Element der Offensive und dafür brauchst du Außenstürmer. RM/LM kommen dafür von zu tief, stehen zudem meist breit. Das ist für das Spiel Gift und das Gegenpressing machst du so auch kaputt, da die höchste Linie die gegnerische Verteidigungskette nicht mehr umgehend unter Druck setzen kann.
Also RA/LA sind in dem Sinne non-negotiables, wenn Wagner so spielt wie ich antizipiere.


Vielen Dank für deine Infos dann bin ich gespannt, ob RW diesen Stil so umgesetzt bekommt.


Dito, ist ja alles nicht in Stein gemeißelt.
Wenn er seinen offensiven Stil umsetzt und der Kader hierfür gescheit zusammengestellt ist, dürfen wir uns auf wirklich attraktiven Fußball freuen.

Ist vielleicht der falsche Zeitpunkt für Hot Takes, aber ich denke dass wir im Idealfall um die Plätze 5-7 mitspielen können, sollte er seine Vision von Fußball vollumfänglich auf den Platz bringen dürfen. Wünschenswert ist es jedenfalls.

P.S.:
Das heißt nicht, dass das irgendwo wahrscheinlich ist. Ich halte nur große Stücke auf seine Art von Fußball und die bisherigen Gerüchte gehen genau in die richtige Richtung. Die Hoffnung ist da, aber die Realität wird wahrscheinlich irgendwo zwischen Platz 10-15 liegen. Was auch vollkommen ok wäre.

•     •     •

Dream XI 3-5-2

Tor: Neuer
Def.: Maldini - Beckenbauer - Van Dijk
Mid.: Ronaldinho - Vieira - Kaká - Davids - Messi
Att.: Haaland - T. Müller

Bank: Higuita, Nesta, L. Thuram, Cafu, Seedorf, Kroos, Valderrama, Zidane, Zico, Eusébio, Romário, G. Müller

Dieser Beitrag wurde zuletzt von effzehRanjid am 26.05.2026 um 16:55 Uhr bearbeitet
René Wagner [Trainer] |#444
26.05.2026 - 17:04 Uhr
Zitat von effzehRanjid
Zitat von Andreas79

Zitat von effzehRanjid

Zitat von Andreas79

Zitat von effzehRanjid

Zitat von Andreas79

Zitat von effzehRanjid

Erstmal kurze Zwischeninfo: Wagner war schon mal als Trainer hauptverantwortlich, nach der Zeit bei den Sharks. Zudem wohl auch bei Summercamps in den USA, was ich davor noch nicht wusste. Klingt wie Ferienfreizeit, aber diese Camps haben in den USA einen gänzlich anderen Stellenwert, da wird oft und gerne für College- und Youthteams gescoutet.

Fakt ist aber auch, dass Wagner nicht mit Erfahrung als Chefcoach zugepflastert ist. Dennoch lässt sich seine Idee von Fußball erkennen. In den Spielen bei uns nur bedingt, in seiner Anfangszeit sehr deutlich. Aber insbesondere das Dasein als Co von Baumgart ist ein sehr deutlicher Fingerzeig.

Ganz wichtig: Wagner ist nicht Baumgart.
Baumgart steht (oder eher stand) auch für unkomplizierten Offensivfußball. Ballgewinn, vertikal, ohne Hacke Spitze Tralala.
Aber Baumgart legt unheimlich großen Wert auf physisch präsente Spieler und das Spiel in der Luft. Außerdem ist Baumgart ein Befürworter des Spiels auf dem Flügel.
Quasi klassisch Steil-Klatsch, Flanke und Kopfballversuch.

Wagner praktiziert gegen den Ball ein sehr ähnliches Spiel. Bei Ballverlust hohes Gegenpressing, enge Räume zwischen den Ketten, dafür anfällig bei langen Bällen und Kontern. Kompensation durch große und kopfballstarke Spieler in IV, AV und Doppelsechs.
Mit dem Ball sucht Wagner aber viel eher das Glück in der Spielfeldmitte. Das hat man auch für mein Empfinden deutlich in seinen Spielen bei uns gesehen. Die Halbräume sind bei Wagner oft stark besetzt, während Baumgart die Zonen eher als sekundär betrachtet hat.
Wagner hat auf dem offensiven Flügel lieber inverse Spieler aus genau dem Grund, während Baumgart häufig klassische Flügelspieler an der Linie bevorzugt.
Der größte Unterschied ist aber, dass bei Wagner der Ball auf dem Rasen bleiben soll und dass die Trickkiste auch aufgemacht werden darf. Ist eigentlich ein sehr pragmatischer Ansatz: wenn du mit der Hacke den Ball eher an den Mann bekommst als "normal", dann spiele mit der Hacke. Auch das gab es ein paar mal bei uns zu sehen, während Uth unter Baumgart deswegen mal im Testspiel umgehend zur Sau gemacht wurde.
Bei Wagner dürfen und sollen also spielerische Lösungen gefunden werden, um die gegnerische Kette zu knacken. Aber er hat weiterhin eine recht organisierte Offensivreihe und setzt wenig auf konstruktives Chaos.
Beide Trainer eint, dass sie eine enorme Boxbesetzung wünschen, bei Baumgart aber eher stationär (Vorpositionierung für Flanken, meist mit Körperkontakt) und bei Wagner fluide (Besetzung über Tiefenläufe und Nachrücken mit geringem Wunsch nach direkten Zweikämpfen).

Deswegen ergibt Wagner auf dem Papier auch vollkommen Sinn, er passt zu unserer Philosophie seit Baumgart.
Es passt auch, dass er mit physisch eher schwachen aber technisch starken Spielern scheinbar gerne arbeitet, während Baumgart für diese Spieler wenig Verwendung hatte.
Ein Martinez also, um mal ein aktuelles Gerücht auszufassen, passt wie A. auf Eimer zu Wagners Konzept.
Bei Baumgart wäre er komplett verschenkt.
Ein Andersen z.B., auch wenn der wohl vom Tisch ist, ergibt bei beiden Sinn, da er diesen Archetyp vom groß gewachsenen Sechser mit progressivem Passspiel einwandfrei ausfüllt.


Ist das bevorzugte System von Wagner tatsächlich 4-4-2 mit Doppel sechs, oder doch eine Raute wie Baumgart, oder lässt er vielleicht sogar gerne die Dreierkette hinten spielen wie Kwasniok?


Er war (und uch glaube auch er ist weiterhin) Befürworter einer Viererkette, und das ziemlich deutlich.
Ergibt bei seinem Fußball auch Sinn, da er so tiefer stehende AVs hat um die für seinen Ball sehr wichtige Konterabsicherung auf Außen zu gewährleisten.

Was das Mittelfeld angeht, hat er häufig mit Doppelsechs agiert, wobei aber meist einer der Sechser deutlich offensiver steht. Da kann man fast eher von einem Achter sprechen, der nach vorne und hinten eine ordentliche Arbeitsrate mitbringt und ein recht komplettes Profil hat.
Das wird übrigens auch eine tragende Position werden, so ein Profil haben wir nämlich nicht.

Er hat häufiger auch mit einem Zehner agiert, wodurch das Ganze auch mal in Richtung 4-2-3-1 bzw. 4-3-3 kippen kann. Ob Einzel- oder Doppelspitze, da ist er recht flexibel. Da wir aber scheinbar gezielt nach inversen Rechtsaußen schauen (was ich persönlich sehr gut finde), gehe ich von einer Einzelspitze mit zwei Außenstürmern aus.

Realistisch dürfte also ein 4-2-3-1 mit Doppelsechs sein, oder ein offensiveres 4-3-3 mit einer Sechs und zwei spielstarken Achtern/Zehnern.

Dreierkette hat er bei uns denke ich eher behilfsmäßig gespielt, da hierfür die Grundlage gegeben war.
In Viererkette haben wir aber offensiv wie defensiv deutlich besser gestanden, weshalb ihm wohl auch der neuerliche Umbruch zugute kommt.
Dann kann er seine präferierte Formation wählen und die Mannschaft ein System spielen, mit dem sie besser zurechtkommt und die sich so auch in den Jugendteams finden lässt (Ruthenbeck z.B. spielt ebenfalls Viererkette, genau wie die meisten anderen Coaches in unseren Nachwuchsmannschaften).


Bei dieser Konstellation werden wir dann eher LM- und RM- Spieler benötigen und keine LA- und RA- Spieler, da die Spieler auch in der Rückwärtsbewegung mehr machen müssen als ein LA RA Wie I'm System con Kwasniok. Da könnte dann sogar Thielmann von profitieren, da er dann wieder mehr in seiner Position ist, die er auch bei Baumgart ausgefüllt hat, seine besten Leistungen hatte er unter ihm.


Auf gar keinen Fall, Wagner spielt primär durch die Mitte und sucht spielerische Lösungen. Gute Tiefenläufe werden vermutlich zum wichtigsten Element der Offensive und dafür brauchst du Außenstürmer. RM/LM kommen dafür von zu tief, stehen zudem meist breit. Das ist für das Spiel Gift und das Gegenpressing machst du so auch kaputt, da die höchste Linie die gegnerische Verteidigungskette nicht mehr umgehend unter Druck setzen kann.
Also RA/LA sind in dem Sinne non-negotiables, wenn Wagner so spielt wie ich antizipiere.


Vielen Dank für deine Infos dann bin ich gespannt, ob RW diesen Stil so umgesetzt bekommt.


Dito, ist ja alles nicht in Stein gemeißelt.
Wenn er seinen offensiven Stil umsetzt und der Kader hierfür gescheit zusammengestellt ist, dürfen wir uns auf wirklich attraktiven Fußball freuen.

Ist vielleicht der falsche Zeitpunkt für Hot Takes, aber ich denke dass wir im Idealfall um die Plätze 5-7 mitspielen können, sollte er seine Vision von Fußball vollumfänglich auf den Platz bringen dürfen. Wünschenswert ist es jedenfalls.

P.S.:
Das heißt nicht, dass das irgendwo wahrscheinlich ist. Ich halte nur große Stücke auf seine Art von Fußball und die bisherigen Gerüchte gehen genau in die richtige Richtung. Die Hoffnung ist da, aber die Realität wird wahrscheinlich irgendwo zwischen Platz 10-15 liegen. Was auch vollkommen ok wäre.


Ein bisschen besser als diese Saison sollte es gerne werden und mit guten Transfers können vielleicht auch die 40 Punkte angepeilt werden und wenn wir in 2-3 Jahren deinen Platz 5-7 anpeilen, weil wir einfach Mal wieder eine Saison haben wo alles passt, dann wäre das eine schöne Zukunftsmusik. Erstmal reicht mir der Klassenerhalt mit ein wenig Bonus, dann sieht man weiter.
René Wagner [Trainer] |#445
26.05.2026 - 19:23 Uhr
Zitat von effzehRanjid
Zitat von masterpbh

@effzehRanjid Danke für die ausführlichen Berichte / Gedanken. Du machst teils sehr konkrete, definitive Aussagen zu Wagners preferiertem Spielstil.

Nur ne kurze Zwischenfrage, vielleicht habe ich was verpasst: Bist du ein Insider/Journalist oder woran machst du deine Aussagen fest? Was meinst du mit "seiner Anfangszeit", auf die du dich berufst - die 7 Spiele bei uns als Cheftrainer?

Jeder darf eine Meinung haben, aber wenn das alles nur Interpretationen sind, die aus einer Analyse zu Wagners Vita stammen, dann fände ich deinen Text zu weit gegriffen bzw. zu wenig als Spekulation formuliert.

Soll wirklich kein Angriff sein, aber ich frag mich beim Lesen woher die Überzeugung in deinen Aussagen kommt, weil seine Philosophie aus seiner Arbeit als Cotrainer einfach überhaupt nicht abzuleiten ist/war, dafür müsste man mindestens Hintergrundgespräche geführt haben. Ein ausführliches Presse-Interview mit ihm fehlt aber noch.

Man kann doch nur das Bewerten, was er bisher bei uns als Cheftrainer hat spielen lassen. Aber woher kommt das Wissen darüber, was er "eigentlich" für ein Typ ist? Woher weißt du welche Elemente von den (schwachen) Spielen, die er bei uns verantwortet hat, Kompromisse waren, die er nur im Abstiegskampf eingegangen ist; welche die Ideen waren, die nicht funktioniert haben / sich verselbstständigt haben und welche Sachen genau so gewollt waren?


Legitime Fragen und kein Angriff, alles gut.
Direkt vorweg, ich bin kein Insider. Bin nicht mit ihm zur Schule gegangen und lade ihn auch nicht regelmäßig zum Kaffeeklatsch ein.

Seine Zeit bei uns als Chefcoach bewerte ich indes kaum, sondern eher:
a) seine Handschrift in Amerika, als er Campleiter und auch schon Cheftrainer war und
b) seine Ähnlichkeiten zu anderen Trainern und Vereinsphilosophien.

Die USA sind Wagners "Anfangszeit", auf die ich mich hauptsächlich beziehe. Nahezu alle Erkenntnisse seines Spielstils nehme ich von dort, im wahrsten Sinne als Basis.

Was auch ein wichtiger Teil der Einschätzung ist, sind die Verbindungen mit anderen Trainern und Vereinen, auch bei uns. Bevor das zu viel Text wird, einmal runtergebrochen:
- Wagner war für RB schon vor einer Weile spannend, da er neben dem großen fachlichen Wissen und dem unbestrittenen Talent auch für hochgradig attraktiven und modernen Offensivfußball steht
- er hat u.A. auch bei den Seattle Sounders als Campleiter sowie der Miami Uni als Co gearbeitet, beide Vereine haben eine stufenübergreifende Philosophie von unterhaltsamem Offensivfußball verinnerlicht und gelten mitunter als die besten Jugendakademien in den USA
- Wagner galt als Co von Baumgart auch schon als Trainer mit einer sehr ähnlichen Idee von Fußball, insbesondere was den Kern der Philosophie (hohes Gegenpressing, schnelles Umschalten, aggressive Boxbesetzung,...) angeht
- Kessler hat Wagner laut Medienberichten klar als Trainer der mittelfristigen Zukunft eingestellt, eine nahezu ideale Deckung mit den vereinsinternen Philosophien seit Baumgart ist damit erwartbar

Wenn Wagner jetzt in der kommenden Saison nur Dreierkette spielt, Zement anrührt und einen Altersdurchschnitt von 30,6 in der Startelf hat, steinigt mich. Dann lag ich mit allem daneben, was ich gesagt habe.

Wenn er aber auch nur ansatzweise so arbeiten wird wie er es (mit Ausnahme der Feuerwehraktion diese Saison) schon immer getan hat, werden meine Aussagen passen.

Bin selbst gespannt, wie viel von Wagners ursprünglicher Traineridentität noch übrig ist bzw. wie arg er seinen Ansatz verändert hat.
Baumgart ist ja zuletzt auch Defensivpragmatiker gewesen, das hätte ich vor seiner Zeit bei Union auch 0% erwartet.


Danke für deine Antwort und den konstruktiven Austausch. Jetzt werden deine Gedanken für mich einen Ticken nachvollziehbarer - es bleibt in meinen Augen aber (natürlich) viel Konstruktion und Spekulation. Ein eventuelles Leipzig-Interesse höher zu bewerten als seine Spiele in Cheftrainerfunktion, gehe ich dann argumentativ auch nicht mehr mit, aber das ist ja ok.

Ich würde mich ehrlich gesagt freuen, wenn er wirklich so spielen lässt, wie von dir beschrieben - die hohe Pressinglinie hat zu uns, finde ich, immer sehr gut gepasst.

Ich war zunächst auch ein Befürworter von Wagner, fand ihn zu Baumgart-Zeiten auch schon immer sehr präsent und warum sollen wir nicht mal ein Trainereigengewächs hochziehen?

Das was er dann zu verantworten hatte als Cheftrainer hat mich aber ehrlich gesagt mehr als abgeschreckt. Gut war fast als einziges El Mala in den Sturm zu stellen und (dadurch) auch die xG-Goals Werte zu verbessern. Die Spielkultur ist aber fast in sich zusammengebrochen. Insbesondere das Pauli-Spiel, wo er nach 10 Minuten demonstrativ mit erhobenen Händen seine Spiele zur Ruhe gemahnt hatte, woraufhin nur noch hoch und lang gespielt wurde, sehe ich als Tabubruch und unverzeihliches Makel für einen vermeintlich progressiven Trainer. Dann kommt noch hinzu, dass er gegenüber Kwasniok als der große Kommunikator und Menschenfreund dargestellt wird, der die Mannschaft im Griff hat, nur dass dann Undiszipliniertheiten und Klatschen gegen Saisonende für alle Öffentlichkeit erkennbar zu Tage treten.

Ich bete, dass das gut geht, aber meine Güte für ein Supertalent hat er wirklich relativ reingeschissen in den 7 Spielen. Summasumarum hätte ich mir gewünscht, dass man diese Hypothek nicht mit ins neue Jahr nimmt.
René Wagner [Trainer] |#446
26.05.2026 - 20:15 Uhr
Zitat von masterpbh
Ich würde mich ehrlich gesagt freuen, wenn er wirklich so spielen lässt, wie von dir beschrieben - die hohe Pressinglinie hat zu uns, finde ich, immer sehr gut gepasst.

Ich war zunächst auch ein Befürworter von Wagner, fand ihn zu Baumgart-Zeiten auch schon immer sehr präsent und warum sollen wir nicht mal ein Trainereigengewächs hochziehen?

Das was er dann zu verantworten hatte als Cheftrainer hat mich aber ehrlich gesagt mehr als abgeschreckt. Gut war fast als einziges El Mala in den Sturm zu stellen und (dadurch) auch die xG-Goals Werte zu verbessern. Die Spielkultur ist aber fast in sich zusammengebrochen. Insbesondere das Pauli-Spiel, wo er nach 10 Minuten demonstrativ mit erhobenen Händen seine Spiele zur Ruhe gemahnt hatte, woraufhin nur noch hoch und lang gespielt wurde, sehe ich als Tabubruch und unverzeihliches Makel für einen vermeintlich progressiven Trainer. Dann kommt noch hinzu, dass er gegenüber Kwasniok als der große Kommunikator und Menschenfreund dargestellt wird, der die Mannschaft im Griff hat, nur dass dann Undiszipliniertheiten und Klatschen gegen Saisonende für alle Öffentlichkeit erkennbar zu Tage treten.

Ich bete, dass das gut geht, aber meine Güte für ein Supertalent hat er wirklich relativ reingeschissen in den 7 Spielen. Summasumarum hätte ich mir gewünscht, dass man diese Hypothek nicht mit ins neue Jahr nimmt.

Im heutigen Interview hat er ja auch angedeutet, dass der Spielstil sich ändert und dabei das Spiel gegen Leverkusen als Referenz genommen, was man ja sehr gut als bestes Spiel unter ihm bezeichnen kann. Ich war/bin auch relativ skeptisch, aber mMn besteht guter Grund zur Annahme, dass das, was wir gesehen haben, lediglich der Absicherung des Klassenerhalts diente.
René Wagner [Trainer] |#447
26.05.2026 - 21:11 Uhr
Zitat von Jasemat05
Zitat von masterpbh

Ich würde mich ehrlich gesagt freuen, wenn er wirklich so spielen lässt, wie von dir beschrieben - die hohe Pressinglinie hat zu uns, finde ich, immer sehr gut gepasst.

Ich war zunächst auch ein Befürworter von Wagner, fand ihn zu Baumgart-Zeiten auch schon immer sehr präsent und warum sollen wir nicht mal ein Trainereigengewächs hochziehen?

Das was er dann zu verantworten hatte als Cheftrainer hat mich aber ehrlich gesagt mehr als abgeschreckt. Gut war fast als einziges El Mala in den Sturm zu stellen und (dadurch) auch die xG-Goals Werte zu verbessern. Die Spielkultur ist aber fast in sich zusammengebrochen. Insbesondere das Pauli-Spiel, wo er nach 10 Minuten demonstrativ mit erhobenen Händen seine Spiele zur Ruhe gemahnt hatte, woraufhin nur noch hoch und lang gespielt wurde, sehe ich als Tabubruch und unverzeihliches Makel für einen vermeintlich progressiven Trainer. Dann kommt noch hinzu, dass er gegenüber Kwasniok als der große Kommunikator und Menschenfreund dargestellt wird, der die Mannschaft im Griff hat, nur dass dann Undiszipliniertheiten und Klatschen gegen Saisonende für alle Öffentlichkeit erkennbar zu Tage treten.

Ich bete, dass das gut geht, aber meine Güte für ein Supertalent hat er wirklich relativ reingeschissen in den 7 Spielen. Summasumarum hätte ich mir gewünscht, dass man diese Hypothek nicht mit ins neue Jahr nimmt.

Im heutigen Interview hat er ja auch angedeutet, dass der Spielstil sich ändert und dabei das Spiel gegen Leverkusen als Referenz genommen, was man ja sehr gut als bestes Spiel unter ihm bezeichnen kann. Ich war/bin auch relativ skeptisch, aber mMn besteht guter Grund zur Annahme, dass das, was wir gesehen haben, lediglich der Absicherung des Klassenerhalts diente.


Find ich aber irgendwie billig, wir haben immer verhältnismäßig gut ausgesehen, gegen die großen der Liga und haben trotzdem alles verloren.

Die Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe waren spielerische Magerkost und gegen diese Gegner lässt sich ja garnicht so spielen wie gegen Leverkusen, Leipzig oder Dortmund, weil die einfach tiefer stehen und ggf. selbst garnicht das Spiel machen.

Wenn wir also die Spiele so angehen wollen, wie gegen Leverkusen, werden wir gegen Gegner auf Augenhöhe doch nur Langholz sehen, weil wir dem Gegner den Ball überlassen wollen, um ins umschaltspiel zu kommen grins grins
René Wagner [Trainer] |#448
27.05.2026 - 07:19 Uhr
Zitat von Winkekatze12
Zitat von Jasemat05

Zitat von masterpbh

Ich würde mich ehrlich gesagt freuen, wenn er wirklich so spielen lässt, wie von dir beschrieben - die hohe Pressinglinie hat zu uns, finde ich, immer sehr gut gepasst.

Ich war zunächst auch ein Befürworter von Wagner, fand ihn zu Baumgart-Zeiten auch schon immer sehr präsent und warum sollen wir nicht mal ein Trainereigengewächs hochziehen?

Das was er dann zu verantworten hatte als Cheftrainer hat mich aber ehrlich gesagt mehr als abgeschreckt. Gut war fast als einziges El Mala in den Sturm zu stellen und (dadurch) auch die xG-Goals Werte zu verbessern. Die Spielkultur ist aber fast in sich zusammengebrochen. Insbesondere das Pauli-Spiel, wo er nach 10 Minuten demonstrativ mit erhobenen Händen seine Spiele zur Ruhe gemahnt hatte, woraufhin nur noch hoch und lang gespielt wurde, sehe ich als Tabubruch und unverzeihliches Makel für einen vermeintlich progressiven Trainer. Dann kommt noch hinzu, dass er gegenüber Kwasniok als der große Kommunikator und Menschenfreund dargestellt wird, der die Mannschaft im Griff hat, nur dass dann Undiszipliniertheiten und Klatschen gegen Saisonende für alle Öffentlichkeit erkennbar zu Tage treten.

Ich bete, dass das gut geht, aber meine Güte für ein Supertalent hat er wirklich relativ reingeschissen in den 7 Spielen. Summasumarum hätte ich mir gewünscht, dass man diese Hypothek nicht mit ins neue Jahr nimmt.

Im heutigen Interview hat er ja auch angedeutet, dass der Spielstil sich ändert und dabei das Spiel gegen Leverkusen als Referenz genommen, was man ja sehr gut als bestes Spiel unter ihm bezeichnen kann. Ich war/bin auch relativ skeptisch, aber mMn besteht guter Grund zur Annahme, dass das, was wir gesehen haben, lediglich der Absicherung des Klassenerhalts diente.


Find ich aber irgendwie billig, wir haben immer verhältnismäßig gut ausgesehen, gegen die großen der Liga und haben trotzdem alles verloren.

Die Spiele gegen Gegner auf Augenhöhe waren spielerische Magerkost und gegen diese Gegner lässt sich ja garnicht so spielen wie gegen Leverkusen, Leipzig oder Dortmund, weil die einfach tiefer stehen und ggf. selbst garnicht das Spiel machen.

Wenn wir also die Spiele so angehen wollen, wie gegen Leverkusen, werden wir gegen Gegner auf Augenhöhe doch nur Langholz sehen, weil wir dem Gegner den Ball überlassen wollen, um ins umschaltspiel zu kommen grins grins

Naja, hat man in der ersten Baumgart-Saison unterschiede je nach Gegner gesehen? Ich würde sagen, nein. Zumindest in meiner Erinnerung haben wir in jedem Spiel eigentlich genau das gleiche gespielt.
René Wagner [Trainer] |#449
27.05.2026 - 18:49 Uhr
Zitat von Jasemat05
Zitat von masterpbh

Ich würde mich ehrlich gesagt freuen, wenn er wirklich so spielen lässt, wie von dir beschrieben - die hohe Pressinglinie hat zu uns, finde ich, immer sehr gut gepasst.

Ich war zunächst auch ein Befürworter von Wagner, fand ihn zu Baumgart-Zeiten auch schon immer sehr präsent und warum sollen wir nicht mal ein Trainereigengewächs hochziehen?

Das was er dann zu verantworten hatte als Cheftrainer hat mich aber ehrlich gesagt mehr als abgeschreckt. Gut war fast als einziges El Mala in den Sturm zu stellen und (dadurch) auch die xG-Goals Werte zu verbessern. Die Spielkultur ist aber fast in sich zusammengebrochen. Insbesondere das Pauli-Spiel, wo er nach 10 Minuten demonstrativ mit erhobenen Händen seine Spiele zur Ruhe gemahnt hatte, woraufhin nur noch hoch und lang gespielt wurde, sehe ich als Tabubruch und unverzeihliches Makel für einen vermeintlich progressiven Trainer. Dann kommt noch hinzu, dass er gegenüber Kwasniok als der große Kommunikator und Menschenfreund dargestellt wird, der die Mannschaft im Griff hat, nur dass dann Undiszipliniertheiten und Klatschen gegen Saisonende für alle Öffentlichkeit erkennbar zu Tage treten.

Ich bete, dass das gut geht, aber meine Güte für ein Supertalent hat er wirklich relativ reingeschissen in den 7 Spielen. Summasumarum hätte ich mir gewünscht, dass man diese Hypothek nicht mit ins neue Jahr nimmt.

Im heutigen Interview hat er ja auch angedeutet, dass der Spielstil sich ändert und dabei das Spiel gegen Leverkusen als Referenz genommen, was man ja sehr gut als bestes Spiel unter ihm bezeichnen kann. Ich war/bin auch relativ skeptisch, aber mMn besteht guter Grund zur Annahme, dass das, was wir gesehen haben, lediglich der Absicherung des Klassenerhalts diente.


Darf jeder bewerten wie er will, aber mir ist das auch viel zu billig. Dem ein oder anderen fällt ja auch auf, dass es im Nachgang zur Wagner-Bestätigung schon sehr viele Artikel gibt, die ihn eher in ein positives Licht stellen, obwohl das Echo aus dem Fanlager doch eher deutlich negativ ausfällt - da könnte man glatt auf die Idee kommen, das sei kein Zufall.

"Wisst ihr noch, dieses einzige Spiel von mir, mit dem alle zufrieden waren? Ja so wollen wir in Zukunft spielen." Als hätte es den 0,88 Punkte-Schnitt, sowie die fußballerischen und disziplinarischen Aussetzer nicht gegeben.

Wir müssen wirklich mit dieser Überhöhung von knappen Spielen gegen Topteams aufhören. Das sind alles Niederlagen, wo andere Teams in den Bottom-9 immer mal wieder punkten. Wir verlieren die aber alle. GERADE das Leverkusenspiel war eins, was du ziehen MUSST gegen ein Bayer, was zuvor gegen Heidenheim und Augsburg Federn lässt und in dieser Verfassung von einem Champions League Klub meilenweit entfernt war. Das ist einfach unerheblich, was die sonst "für Mittel zur Verfügung haben". Du musst die Chance nutzen, wenn sie sich bietet.

Ich wünsche mir natürlich, dass das Wagner-Gambit funktioniert, aber ich bin eher bei "beten" und "hoffen" als wirklich beim "vertrauen".
René Wagner [Trainer] |#450
27.05.2026 - 19:24 Uhr
Es war zu lesen das die Verantwortlichen das Trainer Team eventuell neu aufstellen möchten- co und Fitness Abteilung.
Frage mich dann aber warum MC Kenna wieder ein Thema wird. Gibt wahrscheinlich noch genügend andere Personen die ihr Engagement einbringen können.

Wie überzeugend kommt es bei der Mannschaft an wenn die CO Abteilung jetzt das Heft in der Hand nehmen..
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