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René Wagner
Geburtsdatum 17.07.1988
Alter 38
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein 1.FC Köln

René Wagner [Trainer]

22.03.2026 - 19:20 Uhr
René Wagner [Trainer] |#161
24.04.2026 - 16:08 Uhr
Zitat von Gatwick
Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Das mag in Einzelfällen sicherlich stimmen. Aber doch bitte nicht bei einem Spieler, der bislang 62 Minuten auf dem Rasen stand. Wie will man den denn bitte als "normaler" Fan, der sich nicht das tägliche Training ansieht, bewerten?

Zumal Chavez ja auch schon bei Kwasniok keine Rolle spielte. Es sind also immerhin schon mal zwei Trainer, die ihm in der aktuellen Lage nicht zutrauen, eine tragende Rolle zu spielen. Kann natürlich trotzdem sein, dass sich beide irren. Bewerten kann man das als Fan - oder Außenstehender - daher meiner Meinung nach nicht.
René Wagner [Trainer] |#162
24.04.2026 - 16:30 Uhr
Zitat von Gatwick
Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Ich will die Diskussion sicherlich nicht ersticken, aber gerade was die Persönlichkeit des Spielers angeht, die Einschätzung ob er dem Druck gewachsen ist und ober er "sein Spiel" in dieser Situation auf den Platz bringt, und darum geht es ja gerade, kann tatsächlich gerade kein Fan wirklich beurteilen. Die Paar Minuten Bundesliga und Trainingseindrücke die wir als Fans sammeln konnten reichen da bestimmt nicht aus.
René Wagner [Trainer] |#163
24.04.2026 - 18:03 Uhr
Zitat von whiplash
Zitat von Gatwick

Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Ich will die Diskussion sicherlich nicht ersticken, aber gerade was die Persönlichkeit des Spielers angeht, die Einschätzung ob er dem Druck gewachsen ist und ober er "sein Spiel" in dieser Situation auf den Platz bringt, und darum geht es ja gerade, kann tatsächlich gerade kein Fan wirklich beurteilen. Die Paar Minuten Bundesliga und Trainingseindrücke die wir als Fans sammeln konnten reichen da bestimmt nicht aus.


Wenn alles nach Plan läuft haben wir spätestens nach dem Spiel in Heidenheim den Klassenerhalt eingetütet und dann kann der Trainer Chávez gegen die Bayern 90 Minuten von der Leine lassen. Da wird er mit Sicherheit auch motiviert sein zu zeigen was er kann und dann wissen wir etwas mehr.
René Wagner [Trainer] |#164
24.04.2026 - 22:35 Uhr
Zitat von NurDerEffzeh


Naja also regelmäßig im Abstiegskampf hoffe ich jetzt mal nicht... es wird natürlich vorkommen, dass man auch mal wieder in diesen Bereich rutscht. Und als Ziel sollte auch weiterhin der Klassenerhalt gelten.
Aber sich langfristig zumindest im Tabellebereich 9-12 zu etablieren dürfte ja schon das Ziel sein, und gerade ist die Situation halt sehr akut.


Gerade dieses Ding mit Tabellenbereich 9-12 anstatt Abstiegskampf halte ich für die größte Fehlwahrnehmung in der FC bubble... Guckt doch mal exemplarisch, wer da dieses Jahr steht. Augsburg, Mainz, Union und - das krönt diesen Satz noch - wir selbst. Alle diese Teams haben diese Saison ausschließlich gegen den Abstieg gespielt und waren zu verschiedenen Zeitpunkten über lange Phasen sogar sehr akut im Abstiegskampf. Insbesondere schreiben wir ja selbst, dass wir als 12. Im Abstiegskampf sind.

Die Vorstellung, dass wir in einer Art gesicherten Mittelfeld rumschwimmen, in dem man auf Rang 9-12 ohne Abstiegssorgen rumspielen kann, halte ich für einen Wunsch, der der realität nicht standhält. Der Wunsch nach diesem angeblichen Status, der eigentlich so in der Form aber gar nicht zu erreichen ist, ist mMn ein großes missverständniss im erwartungsmanagement... Das ist nämlich unterm Strich sehr nah an dem dran, was wir diese Saison spielen... Ruhe im Sinne von Abstand zu den abstiegsplätzen wird in einer solchen Saison nie aufkommen...

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)
René Wagner [Trainer] |#165
24.04.2026 - 22:49 Uhr
Zitat von dezzperado
Zitat von whiplash

Zitat von Gatwick

Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Ich will die Diskussion sicherlich nicht ersticken, aber gerade was die Persönlichkeit des Spielers angeht, die Einschätzung ob er dem Druck gewachsen ist und ober er "sein Spiel" in dieser Situation auf den Platz bringt, und darum geht es ja gerade, kann tatsächlich gerade kein Fan wirklich beurteilen. Die Paar Minuten Bundesliga und Trainingseindrücke die wir als Fans sammeln konnten reichen da bestimmt nicht aus.


Wenn alles nach Plan läuft haben wir spätestens nach dem Spiel in Heidenheim den Klassenerhalt eingetütet und dann kann der Trainer Chávez gegen die Bayern 90 Minuten von der Leine lassen. Da wird er mit Sicherheit auch motiviert sein zu zeigen was er kann und dann wissen wir etwas mehr.

Puuuh - gibt leichteres als gegen Bayern das erste mal in der Start-11 zu stehen.

Da brennt die Hütte - da brauchen wir mMn Kerle wenn wir das Ernst nehmen wollen. 😉

Ich fürchte, dass das böse werden könnte. Die wollen an dem Tag den Torrekord für die Ewigkeit erreichen.

Ich hätte volles Verständnis dafür, wenn RW ihn an dem Tag nicht das erste Mal in seinem Leben in der Start-11 bringt - gegen diese Bayern, bei dem Spiel.
René Wagner [Trainer] |#166
25.04.2026 - 09:55 Uhr
Zitat von Gatwick
Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Mit welcher Selbstverständlichkeit sowas behauptet wird, wundert mich. Warum soll die Distanz ein besseres Beurteilungsbild abgeben? Auf welcher Basis denn?

Die tägliche Arbeit mit Spielern ist enorm facettenreich und anspruchsvoll. Natürlich ist nicht nur das Fachwissen ausschlaggebend, Menschenführung und Menschenkenntnis spielen dabei ebenfalls eine tragende Rolle. Wenn bei der Trainingsgestaltung auffällt, dass der Spieler gewisse Punkte nicht umzusetzen weiß, seinen Fokus verliert oder mit seiner Auffassungsgabe schwer tut, kann die Einschätzung aus der Ferne gar nicht gegeben sein, denn jeder Trainer hat ein Bild im Kopf. Ein Beispiel dazu weiter unten.

Ein Trainerwechsel kann einen Spieler beflügeln oder nicht, das hängt idR vom Ansatz des Übungsleiters ab. Manch Spieler kommt mit der veränderten Philosophie besser zurecht als andere. Bei zig verschiedenen Ausrichtungen, Kommunikationsstrategien oder spielerischen Schwerpunkten kann nur der Trainer bei der täglichen Arbeit mit seinem Team ein Resümee ziehen. Jeder Akteur ist ein Baustein oder Fundament für ein Konstrukt. Dass ein Trainer im Spiel nicht alles richtig macht versteht sich von selbst, ist aber auch von weiteren äußeren Faktoren abhängig, z.Bsp von der Qualität des Gegners, von Spielsituationen oder Entstehungen. Abseits von Nuancen ist das Bild, welches die Spieler dem Trainer geben, ein völlig anderes als das, was wir Fans von Außen betrachten können. Legst du vor einem Spiel Wert auf körperliche und geistige Fitness, in der vorher ein Spieler im Laufe der Trainingseinheit plötzlich merklich abbaut oder auf spielerische Elemente, in der es bei Ballübungen oder Spielformen hapert, würde der Fan bei jeder Spieltagsaufstellung unwissentlich gambeln. Wir sehen Spiele und bewerten Leistungen anhand des Outputs, andere Dinge fallen dann weniger ins Gewicht.

Mal ein Beispiel, wie weiter oben erwähnt. Marcelo Bielsa war ein Trainer, der als absolutes Genie galt. In Leeds wurde er anfangs scharf kritisert, weil er oftmals wichtige Stützen, bessere Fussballer oder vermeintliche Leistungsträger nicht in die Startelf nominierte. Er gab dabei später zu verstehen, dass er für sein Mindset Spieler braucht, die durch Pass- und Laufwege miteinander kommunizieren können. Aber nicht verbal, sondern durch Zuspiele und Positionierungen an einen bestimmten Ort, die dann einen gewissen Ablauf auslösten. Das war wie ein Signal für den Spielaufbau. Es gab dabei Spieler, die jeder andere Trainer als unantastbar empfanden, aber viel länger brauchten, um Bielsas Weg im Training zu verinnerlichen. Das ist natürlich auf einem anderen Niveau und nicht mit einem Wagner zu vergleichen. Trotzdem zeigt es, dass es hunderte von Bewertungskriterien gibt, denen sich Spieler stellen müssen, damit du unter einem Trainer erfolgreich sein kannst.

Im Übrigen, Nagelsmanns Worte über Undav bedeuten nicht, dass er mit seiner Einschätzung unbedingt falsch liegen muss, er zeigte aber, dass er seine Äußerungen nicht mit Bedacht wählt, damit über sich und dem Spieler ein falsches Bild sendet und sich dadurch angreifbar macht.

•     •     •

Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
• • •
Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
• • •
Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
René Wagner [Trainer] |#167
25.04.2026 - 10:48 Uhr
Zitat von DonMarvel

Zitat von Gatwick

Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Mit welcher Selbstverständlichkeit sowas behauptet wird, wundert mich. Warum soll die Distanz ein besseres Beurteilungsbild abgeben? Auf welcher Basis denn?

Die tägliche Arbeit mit Spielern ist enorm facettenreich und anspruchsvoll. Natürlich ist nicht nur das Fachwissen ausschlaggebend, Menschenführung und Menschenkenntnis spielen dabei ebenfalls eine tragende Rolle. Wenn bei der Trainingsgestaltung auffällt, dass der Spieler gewisse Punkte nicht umzusetzen weiß, seinen Fokus verliert oder mit seiner Auffassungsgabe schwer tut, kann die Einschätzung aus der Ferne gar nicht gegeben sein, denn jeder Trainer hat ein Bild im Kopf. Ein Beispiel dazu weiter unten.

Ein Trainerwechsel kann einen Spieler beflügeln oder nicht, das hängt idR vom Ansatz des Übungsleiters ab. Manch Spieler kommt mit der veränderten Philosophie besser zurecht als andere. Bei zig verschiedenen Ausrichtungen, Kommunikationsstrategien oder spielerischen Schwerpunkten kann nur der Trainer bei der täglichen Arbeit mit seinem Team ein Resümee ziehen. Jeder Akteur ist ein Baustein oder Fundament für ein Konstrukt. Dass ein Trainer im Spiel nicht alles richtig macht versteht sich von selbst, ist aber auch von weiteren äußeren Faktoren abhängig, z.Bsp von der Qualität des Gegners, von Spielsituationen oder Entstehungen. Abseits von Nuancen ist das Bild, welches die Spieler dem Trainer geben, ein völlig anderes als das, was wir Fans von Außen betrachten können. Legst du vor einem Spiel Wert auf körperliche und geistige Fitness, in der vorher ein Spieler im Laufe der Trainingseinheit plötzlich merklich abbaut oder auf spielerische Elemente, in der es bei Ballübungen oder Spielformen hapert, würde der Fan bei jeder Spieltagsaufstellung unwissentlich gambeln. Wir sehen Spiele und bewerten Leistungen anhand des Outputs, andere Dinge fallen dann weniger ins Gewicht.

Mal ein Beispiel, wie weiter oben erwähnt. Marcelo Bielsa war ein Trainer, der als absolutes Genie galt. In Leeds wurde er anfangs scharf kritisert, weil er oftmals wichtige Stützen, bessere Fussballer oder vermeintliche Leistungsträger nicht in die Startelf nominierte. Er gab dabei später zu verstehen, dass er für sein Mindset Spieler braucht, die durch Pass- und Laufwege miteinander kommunizieren können. Aber nicht verbal, sondern durch Zuspiele und Positionierungen an einen bestimmten Ort, die dann einen gewissen Ablauf auslösten. Das war wie ein Signal für den Spielaufbau. Es gab dabei Spieler, die jeder andere Trainer als unantastbar empfanden, aber viel länger brauchten, um Bielsas Weg im Training zu verinnerlichen. Das ist natürlich auf einem anderen Niveau und nicht mit einem Wagner zu vergleichen. Trotzdem zeigt es, dass es hunderte von Bewertungskriterien gibt, denen sich Spieler stellen müssen, damit du unter einem Trainer erfolgreich sein kannst.

Im Übrigen, Nagelsmanns Worte über Undav bedeuten nicht, dass er mit seiner Einschätzung unbedingt falsch liegen muss, er zeigte aber, dass er seine Äußerungen nicht mit Bedacht wählt, damit über sich und dem Spieler ein falsches Bild sendet und sich dadurch angreifbar macht.


Eben genau auf der Basis dessen, dass man als Außenstehender eben keinen Einblick ins Training hat. Trainingsleistung ist prinzipiell Leistung ohne Wert um nicht zu sagen wertlos (nicht Sinnlos). Das Training soll die Spieler in die Lage versetzen als Mannschaft die Saisonziele zu erreichen durch ausreichend Fitness, Ballbehandlung etc..
Das Training kann allerdings keine Aussagekraft geben, was die beste Aufstellung ist und ob das funktioniert, bzw. wie die Idee funktioniert.
Training und Pflichtspiel sind zwei paar Schuhe, wovon ersteres kaum Rückschlüsse für letzteres gibt.

Deine obigen Ausführungen treffen einen ähnlichen Punkt. Manche Spieler kommen mit der Philosophie des Trainers X besser zurecht als mit Y und umgekehrt. Nur geht diese Sichtweise davon aus, dass der Trainer derjenige ist, der die Situation am besten beurteilen kann. Und hier kommt dann die Sicht des Außenstehenden ins Spiel. Der Trainer beurteilt Spieler, Aufstellung und Spielweise auf Basis seiner eigenen Philosophie und Idee, welche im Training oft auch funktioniert. Nur sind Training und Spiel zwei paar Schuhe und die Philosophie des Trainers nicht zwingend das beste was ein Kader im Stande ist zu leisten.

Als Außenstehender sieht man nur was auf dem Feld passiert in den 90 Minuten während des Spiels. Das sind halt die wichtigsten Eindrücke und mehr oder weniger die einzigen Eindrücke die zählen. Daher sind die Einschätzungen von Außenstehenden oft besser, als die der Trainer, welche aufgrund der täglichen Einblicke im Training und Zusammenleben einen natürlichen bias entwickeln.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gatwick am 25.04.2026 um 10:48 Uhr bearbeitet
René Wagner [Trainer] |#168
25.04.2026 - 11:02 Uhr
Zitat von Gatwick
Zitat von DonMarvel

Zitat von Gatwick

Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Mit welcher Selbstverständlichkeit sowas behauptet wird, wundert mich. Warum soll die Distanz ein besseres Beurteilungsbild abgeben? Auf welcher Basis denn?

Die tägliche Arbeit mit Spielern ist enorm facettenreich und anspruchsvoll. Natürlich ist nicht nur das Fachwissen ausschlaggebend, Menschenführung und Menschenkenntnis spielen dabei ebenfalls eine tragende Rolle. Wenn bei der Trainingsgestaltung auffällt, dass der Spieler gewisse Punkte nicht umzusetzen weiß, seinen Fokus verliert oder mit seiner Auffassungsgabe schwer tut, kann die Einschätzung aus der Ferne gar nicht gegeben sein, denn jeder Trainer hat ein Bild im Kopf. Ein Beispiel dazu weiter unten.

Ein Trainerwechsel kann einen Spieler beflügeln oder nicht, das hängt idR vom Ansatz des Übungsleiters ab. Manch Spieler kommt mit der veränderten Philosophie besser zurecht als andere. Bei zig verschiedenen Ausrichtungen, Kommunikationsstrategien oder spielerischen Schwerpunkten kann nur der Trainer bei der täglichen Arbeit mit seinem Team ein Resümee ziehen. Jeder Akteur ist ein Baustein oder Fundament für ein Konstrukt. Dass ein Trainer im Spiel nicht alles richtig macht versteht sich von selbst, ist aber auch von weiteren äußeren Faktoren abhängig, z.Bsp von der Qualität des Gegners, von Spielsituationen oder Entstehungen. Abseits von Nuancen ist das Bild, welches die Spieler dem Trainer geben, ein völlig anderes als das, was wir Fans von Außen betrachten können. Legst du vor einem Spiel Wert auf körperliche und geistige Fitness, in der vorher ein Spieler im Laufe der Trainingseinheit plötzlich merklich abbaut oder auf spielerische Elemente, in der es bei Ballübungen oder Spielformen hapert, würde der Fan bei jeder Spieltagsaufstellung unwissentlich gambeln. Wir sehen Spiele und bewerten Leistungen anhand des Outputs, andere Dinge fallen dann weniger ins Gewicht.

Mal ein Beispiel, wie weiter oben erwähnt. Marcelo Bielsa war ein Trainer, der als absolutes Genie galt. In Leeds wurde er anfangs scharf kritisert, weil er oftmals wichtige Stützen, bessere Fussballer oder vermeintliche Leistungsträger nicht in die Startelf nominierte. Er gab dabei später zu verstehen, dass er für sein Mindset Spieler braucht, die durch Pass- und Laufwege miteinander kommunizieren können. Aber nicht verbal, sondern durch Zuspiele und Positionierungen an einen bestimmten Ort, die dann einen gewissen Ablauf auslösten. Das war wie ein Signal für den Spielaufbau. Es gab dabei Spieler, die jeder andere Trainer als unantastbar empfanden, aber viel länger brauchten, um Bielsas Weg im Training zu verinnerlichen. Das ist natürlich auf einem anderen Niveau und nicht mit einem Wagner zu vergleichen. Trotzdem zeigt es, dass es hunderte von Bewertungskriterien gibt, denen sich Spieler stellen müssen, damit du unter einem Trainer erfolgreich sein kannst.

Im Übrigen, Nagelsmanns Worte über Undav bedeuten nicht, dass er mit seiner Einschätzung unbedingt falsch liegen muss, er zeigte aber, dass er seine Äußerungen nicht mit Bedacht wählt, damit über sich und dem Spieler ein falsches Bild sendet und sich dadurch angreifbar macht.


Eben genau auf der Basis dessen, dass man als Außenstehender eben keinen Einblick ins Training hat. Trainingsleistung ist prinzipiell Leistung ohne Wert um nicht zu sagen wertlos (nicht Sinnlos). Das Training soll die Spieler in die Lage versetzen als Mannschaft die Saisonziele zu erreichen durch ausreichend Fitness, Ballbehandlung etc..
Das Training kann allerdings keine Aussagekraft geben, was die beste Aufstellung ist und ob das funktioniert, bzw. wie die Idee funktioniert.
Training und Pflichtspiel sind zwei paar Schuhe, wovon ersteres kaum Rückschlüsse für letzteres gibt.

Deine obigen Ausführungen treffen einen ähnlichen Punkt. Manche Spieler kommen mit der Philosophie des Trainers X besser zurecht als mit Y und umgekehrt. Nur geht diese Sichtweise davon aus, dass der Trainer derjenige ist, der die Situation am besten beurteilen kann. Und hier kommt dann die Sicht des Außenstehenden ins Spiel. Der Trainer beurteilt Spieler, Aufstellung und Spielweise auf Basis seiner eigenen Philosophie und Idee, welche im Training oft auch funktioniert. Nur sind Training und Spiel zwei paar Schuhe und die Philosophie des Trainers nicht zwingend das beste was ein Kader im Stande ist zu leisten.

Als Außenstehender sieht man nur was auf dem Feld passiert in den 90 Minuten während des Spiels. Das sind halt die wichtigsten Eindrücke und mehr oder weniger die einzigen Eindrücke die zählen. Daher sind die Einschätzungen von Außenstehenden oft besser, als die der Trainer, welche aufgrund der täglichen Einblicke im Training und Zusammenleben einen natürlichen bias entwickeln.


Seltsam. Klingt so, als ob man als (Profi-)Fußballklub eigentlich gar keinen Trainer bräuchte, um erfolgreich zu sein. Immerhin sind die Eindrücke, die Außenstehende geben können, ja viel wertvoller für die Pflichtspiele. Warum also nicht künftig einfach das Millionengehalt beim Chefcoach sparen und stattdessen vor den Spielen eine Social-Media-Umfrage für Fans erstellen, um die passende Aufstellung zu finden. Auch Wechsel wahrend eines Spiels könnten so auf Basis der außenstehenden Schwarmintelligenz wunderbar durchgeführt werden. Warum da wohl noch niemand drauf gekommen ist??

Mal im Ernst: halte ich alles für sehr weit hergeholt, was du hier von die gibst.
René Wagner [Trainer] |#169
25.04.2026 - 11:16 Uhr
Zitat von HaetzUnJefoehl
Zitat von Gatwick

Zitat von DonMarvel

Zitat von Gatwick

Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Mit welcher Selbstverständlichkeit sowas behauptet wird, wundert mich. Warum soll die Distanz ein besseres Beurteilungsbild abgeben? Auf welcher Basis denn?

Die tägliche Arbeit mit Spielern ist enorm facettenreich und anspruchsvoll. Natürlich ist nicht nur das Fachwissen ausschlaggebend, Menschenführung und Menschenkenntnis spielen dabei ebenfalls eine tragende Rolle. Wenn bei der Trainingsgestaltung auffällt, dass der Spieler gewisse Punkte nicht umzusetzen weiß, seinen Fokus verliert oder mit seiner Auffassungsgabe schwer tut, kann die Einschätzung aus der Ferne gar nicht gegeben sein, denn jeder Trainer hat ein Bild im Kopf. Ein Beispiel dazu weiter unten.

Ein Trainerwechsel kann einen Spieler beflügeln oder nicht, das hängt idR vom Ansatz des Übungsleiters ab. Manch Spieler kommt mit der veränderten Philosophie besser zurecht als andere. Bei zig verschiedenen Ausrichtungen, Kommunikationsstrategien oder spielerischen Schwerpunkten kann nur der Trainer bei der täglichen Arbeit mit seinem Team ein Resümee ziehen. Jeder Akteur ist ein Baustein oder Fundament für ein Konstrukt. Dass ein Trainer im Spiel nicht alles richtig macht versteht sich von selbst, ist aber auch von weiteren äußeren Faktoren abhängig, z.Bsp von der Qualität des Gegners, von Spielsituationen oder Entstehungen. Abseits von Nuancen ist das Bild, welches die Spieler dem Trainer geben, ein völlig anderes als das, was wir Fans von Außen betrachten können. Legst du vor einem Spiel Wert auf körperliche und geistige Fitness, in der vorher ein Spieler im Laufe der Trainingseinheit plötzlich merklich abbaut oder auf spielerische Elemente, in der es bei Ballübungen oder Spielformen hapert, würde der Fan bei jeder Spieltagsaufstellung unwissentlich gambeln. Wir sehen Spiele und bewerten Leistungen anhand des Outputs, andere Dinge fallen dann weniger ins Gewicht.

Mal ein Beispiel, wie weiter oben erwähnt. Marcelo Bielsa war ein Trainer, der als absolutes Genie galt. In Leeds wurde er anfangs scharf kritisert, weil er oftmals wichtige Stützen, bessere Fussballer oder vermeintliche Leistungsträger nicht in die Startelf nominierte. Er gab dabei später zu verstehen, dass er für sein Mindset Spieler braucht, die durch Pass- und Laufwege miteinander kommunizieren können. Aber nicht verbal, sondern durch Zuspiele und Positionierungen an einen bestimmten Ort, die dann einen gewissen Ablauf auslösten. Das war wie ein Signal für den Spielaufbau. Es gab dabei Spieler, die jeder andere Trainer als unantastbar empfanden, aber viel länger brauchten, um Bielsas Weg im Training zu verinnerlichen. Das ist natürlich auf einem anderen Niveau und nicht mit einem Wagner zu vergleichen. Trotzdem zeigt es, dass es hunderte von Bewertungskriterien gibt, denen sich Spieler stellen müssen, damit du unter einem Trainer erfolgreich sein kannst.

Im Übrigen, Nagelsmanns Worte über Undav bedeuten nicht, dass er mit seiner Einschätzung unbedingt falsch liegen muss, er zeigte aber, dass er seine Äußerungen nicht mit Bedacht wählt, damit über sich und dem Spieler ein falsches Bild sendet und sich dadurch angreifbar macht.


Eben genau auf der Basis dessen, dass man als Außenstehender eben keinen Einblick ins Training hat. Trainingsleistung ist prinzipiell Leistung ohne Wert um nicht zu sagen wertlos (nicht Sinnlos). Das Training soll die Spieler in die Lage versetzen als Mannschaft die Saisonziele zu erreichen durch ausreichend Fitness, Ballbehandlung etc..
Das Training kann allerdings keine Aussagekraft geben, was die beste Aufstellung ist und ob das funktioniert, bzw. wie die Idee funktioniert.
Training und Pflichtspiel sind zwei paar Schuhe, wovon ersteres kaum Rückschlüsse für letzteres gibt.

Deine obigen Ausführungen treffen einen ähnlichen Punkt. Manche Spieler kommen mit der Philosophie des Trainers X besser zurecht als mit Y und umgekehrt. Nur geht diese Sichtweise davon aus, dass der Trainer derjenige ist, der die Situation am besten beurteilen kann. Und hier kommt dann die Sicht des Außenstehenden ins Spiel. Der Trainer beurteilt Spieler, Aufstellung und Spielweise auf Basis seiner eigenen Philosophie und Idee, welche im Training oft auch funktioniert. Nur sind Training und Spiel zwei paar Schuhe und die Philosophie des Trainers nicht zwingend das beste was ein Kader im Stande ist zu leisten.

Als Außenstehender sieht man nur was auf dem Feld passiert in den 90 Minuten während des Spiels. Das sind halt die wichtigsten Eindrücke und mehr oder weniger die einzigen Eindrücke die zählen. Daher sind die Einschätzungen von Außenstehenden oft besser, als die der Trainer, welche aufgrund der täglichen Einblicke im Training und Zusammenleben einen natürlichen bias entwickeln.


Seltsam. Klingt so, als ob man als (Profi-)Fußballklub eigentlich gar keinen Trainer bräuchte, um erfolgreich zu sein. Immerhin sind die Eindrücke, die Außenstehende geben können, ja viel wertvoller für die Pflichtspiele. Warum also nicht künftig einfach das Millionengehalt beim Chefcoach sparen und stattdessen vor den Spielen eine Social-Media-Umfrage für Fans erstellen, um die passende Aufstellung zu finden. Auch Wechsel wahrend eines Spiels könnten so auf Basis der außenstehenden Schwarmintelligenz wunderbar durchgeführt werden. Warum da wohl noch niemand drauf gekommen ist??

Mal im Ernst: halte ich alles für sehr weit hergeholt, was du hier von die gibst.


Nein, natürlich brauchst du einen Trainer, denn einer muss die Mannschaft koordinieren und die Mannschaft in die Lage versetzen Spiele gewinnen zu können. Ein Chefcoach ist essenziell und zwingend notwendig. Allerdings muss ein Trainer sich selber regelmäßig hinterfragen und Resetts vornehmen. Gute Trainer können das, die breite Masse an Trainern scheitert daran. Der breiten Trainermasse täte es daher sehr gut sich regelmäßig Input von Außenstehenden zu holen und diese auch Ernst zu nehmen.
René Wagner [Trainer] |#170
25.04.2026 - 11:28 Uhr
Zitat von Gatwick
Zitat von DonMarvel

Zitat von Gatwick

Zitat von whiplash

Jeder Spieler ist doch da individuell zu betrachten. Wirklich beurteilen kann ein Trainer der die Jungs täglich sieht und auch persönlich kennt sicherlich besser als jeder Fan. Ich denke da sollte man einfach auf das Urteil vertrauen.

Damit kann man natürlich jede Diskussion ersticken, indem man darauf verweist, dass der Trainer durch tägliche Arbeit etwas besser beurteilen kann, als jeder Fan.
Nur in der Praxis entspricht das leider sehr oft nicht der Realität, weswegen Spieler nach Trainerwechseln teils deutlich besser, wie auch teils deutlich schlechter performen. Nagelsmann mit seinen Worten über Undav lassen grüßen.
Oft gibt die menschliche und sportliche Distanz eines Fans oder Außenstehenden die bessere Einschätzung eines Spielers ab, als ein Trainer in der täglichen Arbeit


Mit welcher Selbstverständlichkeit sowas behauptet wird, wundert mich. Warum soll die Distanz ein besseres Beurteilungsbild abgeben? Auf welcher Basis denn?

Die tägliche Arbeit mit Spielern ist enorm facettenreich und anspruchsvoll. Natürlich ist nicht nur das Fachwissen ausschlaggebend, Menschenführung und Menschenkenntnis spielen dabei ebenfalls eine tragende Rolle. Wenn bei der Trainingsgestaltung auffällt, dass der Spieler gewisse Punkte nicht umzusetzen weiß, seinen Fokus verliert oder mit seiner Auffassungsgabe schwer tut, kann die Einschätzung aus der Ferne gar nicht gegeben sein, denn jeder Trainer hat ein Bild im Kopf. Ein Beispiel dazu weiter unten.

Ein Trainerwechsel kann einen Spieler beflügeln oder nicht, das hängt idR vom Ansatz des Übungsleiters ab. Manch Spieler kommt mit der veränderten Philosophie besser zurecht als andere. Bei zig verschiedenen Ausrichtungen, Kommunikationsstrategien oder spielerischen Schwerpunkten kann nur der Trainer bei der täglichen Arbeit mit seinem Team ein Resümee ziehen. Jeder Akteur ist ein Baustein oder Fundament für ein Konstrukt. Dass ein Trainer im Spiel nicht alles richtig macht versteht sich von selbst, ist aber auch von weiteren äußeren Faktoren abhängig, z.Bsp von der Qualität des Gegners, von Spielsituationen oder Entstehungen. Abseits von Nuancen ist das Bild, welches die Spieler dem Trainer geben, ein völlig anderes als das, was wir Fans von Außen betrachten können. Legst du vor einem Spiel Wert auf körperliche und geistige Fitness, in der vorher ein Spieler im Laufe der Trainingseinheit plötzlich merklich abbaut oder auf spielerische Elemente, in der es bei Ballübungen oder Spielformen hapert, würde der Fan bei jeder Spieltagsaufstellung unwissentlich gambeln. Wir sehen Spiele und bewerten Leistungen anhand des Outputs, andere Dinge fallen dann weniger ins Gewicht.

Mal ein Beispiel, wie weiter oben erwähnt. Marcelo Bielsa war ein Trainer, der als absolutes Genie galt. In Leeds wurde er anfangs scharf kritisert, weil er oftmals wichtige Stützen, bessere Fussballer oder vermeintliche Leistungsträger nicht in die Startelf nominierte. Er gab dabei später zu verstehen, dass er für sein Mindset Spieler braucht, die durch Pass- und Laufwege miteinander kommunizieren können. Aber nicht verbal, sondern durch Zuspiele und Positionierungen an einen bestimmten Ort, die dann einen gewissen Ablauf auslösten. Das war wie ein Signal für den Spielaufbau. Es gab dabei Spieler, die jeder andere Trainer als unantastbar empfanden, aber viel länger brauchten, um Bielsas Weg im Training zu verinnerlichen. Das ist natürlich auf einem anderen Niveau und nicht mit einem Wagner zu vergleichen. Trotzdem zeigt es, dass es hunderte von Bewertungskriterien gibt, denen sich Spieler stellen müssen, damit du unter einem Trainer erfolgreich sein kannst.

Im Übrigen, Nagelsmanns Worte über Undav bedeuten nicht, dass er mit seiner Einschätzung unbedingt falsch liegen muss, er zeigte aber, dass er seine Äußerungen nicht mit Bedacht wählt, damit über sich und dem Spieler ein falsches Bild sendet und sich dadurch angreifbar macht.


Eben genau auf der Basis dessen, dass man als Außenstehender eben keinen Einblick ins Training hat. Trainingsleistung ist prinzipiell Leistung ohne Wert um nicht zu sagen wertlos (nicht Sinnlos). Das Training soll die Spieler in die Lage versetzen als Mannschaft die Saisonziele zu erreichen durch ausreichend Fitness, Ballbehandlung etc..
Das Training kann allerdings keine Aussagekraft geben, was die beste Aufstellung ist und ob das funktioniert, bzw. wie die Idee funktioniert.
Training und Pflichtspiel sind zwei paar Schuhe, wovon ersteres kaum Rückschlüsse für letzteres gibt.

Deine obigen Ausführungen treffen einen ähnlichen Punkt. Manche Spieler kommen mit der Philosophie des Trainers X besser zurecht als mit Y und umgekehrt. Nur geht diese Sichtweise davon aus, dass der Trainer derjenige ist, der die Situation am besten beurteilen kann. Und hier kommt dann die Sicht des Außenstehenden ins Spiel. Der Trainer beurteilt Spieler, Aufstellung und Spielweise auf Basis seiner eigenen Philosophie und Idee, welche im Training oft auch funktioniert. Nur sind Training und Spiel zwei paar Schuhe und die Philosophie des Trainers nicht zwingend das beste was ein Kader im Stande ist zu leisten.

Als Außenstehender sieht man nur was auf dem Feld passiert in den 90 Minuten während des Spiels. Das sind halt die wichtigsten Eindrücke und mehr oder weniger die einzigen Eindrücke die zählen. Daher sind die Einschätzungen von Außenstehenden oft besser, als die der Trainer, welche aufgrund der täglichen Einblicke im Training und Zusammenleben einen natürlichen bias entwickeln.


Nein, bei meinen und deinen Punkten gibt es keine Übereinstimmungen. Du schreibst von Perspektiven und wie du ein Spiel siehst und meinst daraus Rückschlüsse zu ziehen, präventiv eine Mannschaft einstellen zu können. Weder kannst du Situationen simulieren, noch strategische Ansätze bei der täglischen Arbeit mit der Mannschaft planen. Taktische Kommunikation ist eine der wichtigsten Komponente im modernen Fussball, weil es sich vor jedem Spiel auch auf den Gegner bezieht. Das Ganze rund um Trainingssteuerung ist so komplex, weil es um Analyse und Effizienz des gesamten Übungsablauf geht. Das beinhaltet nicht nur das, was Trainer und Trainerteam sehen, sondern auch was Fitnesstrainer und medizinische Abteilung beobachten.

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Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
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Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
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Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
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