Reform der Regionalligen
17.07.2009 - 00:21 Uhr
06.06.2010 - 14:17 Uhr
Die abweichende Struktur Englands gegenüber Deutschland, ist natürlich richtig. Allerdings sollte man sich auch in erster Linie auf die gewachsene Fußballkultur beziehen. Anders wie in Spanien, Portugal oder Holland zum Beispiel, ist der Fußball hierzulande sehr viel dezentraler. Heißt: Die Bundesliga ist natürlich klar die Nummer 1, aber die Anhängerschaft verteilt sich nicht auf zwei, drei Vereine (wie vor allem in Spanien und Italien). In England exisitiert die Profi-Liga, glaube ich, seit mindestens hundert Jahren. Eine entsprechende Kultur, auch zu uns eher unbekannten Vereinen, dürfte sich daraus ableiten. Nun dreht sich die große Fußball-Maschinerie in Deutschland allerdings ebenfalls schon seit gut 50 Jahren - entsprechende Hochburgen haben sich bilden können. Essen, Dresden oder Braunschweig sind bspw. ja ganz hervorragende Beispiele. Durch die Ligen-Struktur in Deutschland werden derartige Hochburgen meiner Meinung nach aber kontinuierlich abgesägt. Soll heißen: Einem Verein wie Rot-Weiß Essen raubt man die Plattform, mit dieser Flut an Zweitvereinen, mit geschmälerten Aufstiegschancen, ja, einfach mit einer unattraktiven Liga-Einteilung.
Der Blick in Deutschland wird auch zunehmend zentraler werden, wenn man da nicht gegensteuert. Ich glaube, vor dreißig Jahren dürfte sich die Zuschauerverteilung noch wesentlich ausgeglichener gestaltet haben. Wenn ich mir das ein oder andere Spitzenspiel der Oberliga Nord anschaue, aus den 80er-Jahren, und teilweise 10.000 Zuschauer in den Statistiken stehen. Eins-zu-eins mit England kann man das nicht vergleichen, doch ich glaube, aus den vorhandenen Strukturen kann man wesentlich mehr Erträge herausquetschen.
Der Blick in Deutschland wird auch zunehmend zentraler werden, wenn man da nicht gegensteuert. Ich glaube, vor dreißig Jahren dürfte sich die Zuschauerverteilung noch wesentlich ausgeglichener gestaltet haben. Wenn ich mir das ein oder andere Spitzenspiel der Oberliga Nord anschaue, aus den 80er-Jahren, und teilweise 10.000 Zuschauer in den Statistiken stehen. Eins-zu-eins mit England kann man das nicht vergleichen, doch ich glaube, aus den vorhandenen Strukturen kann man wesentlich mehr Erträge herausquetschen.
06.06.2010 - 18:50 Uhr
Zitat von Kuchenblock:
Essen, Dresden oder Braunschweig sind bspw. ja ganz hervorragende Beispiele. Durch die Ligen-Struktur in Deutschland werden derartige Hochburgen meiner Meinung nach aber kontinuierlich abgesägt. Soll heißen: Einem Verein wie Rot-Weiß Essen raubt man die Plattform, mit dieser Flut an Zweitvereinen, mit geschmälerten Aufstiegschancen, ja, einfach mit einer unattraktiven Liga-Einteilung.
Essen ist aber gerade ein ziemlich schlechtes Beispiel.
Die sind seit dem Abstieg aus der 2.Liga vor 3 Jahren (!!) jedes Jahr wieder an sich selbst gescheitert und nicht an den II. Mannschaften. Die hätten auch von allen Regionalligisten mit ihren Zuschauerzahlen den besten Background gehabt sich nach oben zu arbeiten.
Zitat von Kuchenblock:
Wenn ich mir das ein oder andere Spitzenspiel der Oberliga Nord anschaue, aus den 80er-Jahren, und teilweise 10.000 Zuschauer in den Statistiken stehen. Eins-zu-eins mit England kann man das nicht vergleichen, doch ich glaube, aus den vorhandenen Strukturen kann man wesentlich mehr Erträge herausquetschen.
Die Oberliga Nord in den 80er Jahren war aber die damalige 3.Liga. Da war es, so wie heute dort auch, nicht so selten, dass 10.000 Zuschauer und mehr zu Spielen kamen. Ich habe diese Zeit mit den Löwen ja auch ein Jahrzehnt in der Oberliga Bayern zugebracht. Und da gab es des öfteren Partien, die 20 bis 30.000 Zuschauer hatten. Aber wie gesagt, das war 3.Liga. In der 4.Liga sind die Zahlen im Vergleich zu damals trotz der vielen II.Mannschaften definitiv höher.
Ich sehe das Dilemma schon ein. Auch das Argument, dass je mehr II.Mannschaften in der Regionalliga spielen, desto weniger das Aufeinandertreffen mit "gestandenen Spielern" zutrifft, ist nicht von der Hand zu weisen.
Daher würde eine Reduzierung der Altersgrenze von jetzt 23 auf 21 Jahre sicherlich dazu führen, dass sich die Zahl der "Amateure" wieder verringern würde, ohne dass man Kopfstände mit dem Ligensystem anstellen müsste.
Aber wie gesagt, für noch wichtiger halte ich die Abschaffung der kostenintensiven Auflagen seitens des DFB an die Regionalligisten. Die Anforderungen wie in den jetzigen Oberligen würden auch für die RL vollkommen ausreichen.
Essen, Dresden oder Braunschweig sind bspw. ja ganz hervorragende Beispiele. Durch die Ligen-Struktur in Deutschland werden derartige Hochburgen meiner Meinung nach aber kontinuierlich abgesägt. Soll heißen: Einem Verein wie Rot-Weiß Essen raubt man die Plattform, mit dieser Flut an Zweitvereinen, mit geschmälerten Aufstiegschancen, ja, einfach mit einer unattraktiven Liga-Einteilung.
Essen ist aber gerade ein ziemlich schlechtes Beispiel.
Die sind seit dem Abstieg aus der 2.Liga vor 3 Jahren (!!) jedes Jahr wieder an sich selbst gescheitert und nicht an den II. Mannschaften. Die hätten auch von allen Regionalligisten mit ihren Zuschauerzahlen den besten Background gehabt sich nach oben zu arbeiten.
Zitat von Kuchenblock:
Wenn ich mir das ein oder andere Spitzenspiel der Oberliga Nord anschaue, aus den 80er-Jahren, und teilweise 10.000 Zuschauer in den Statistiken stehen. Eins-zu-eins mit England kann man das nicht vergleichen, doch ich glaube, aus den vorhandenen Strukturen kann man wesentlich mehr Erträge herausquetschen.
Die Oberliga Nord in den 80er Jahren war aber die damalige 3.Liga. Da war es, so wie heute dort auch, nicht so selten, dass 10.000 Zuschauer und mehr zu Spielen kamen. Ich habe diese Zeit mit den Löwen ja auch ein Jahrzehnt in der Oberliga Bayern zugebracht. Und da gab es des öfteren Partien, die 20 bis 30.000 Zuschauer hatten. Aber wie gesagt, das war 3.Liga. In der 4.Liga sind die Zahlen im Vergleich zu damals trotz der vielen II.Mannschaften definitiv höher.
Ich sehe das Dilemma schon ein. Auch das Argument, dass je mehr II.Mannschaften in der Regionalliga spielen, desto weniger das Aufeinandertreffen mit "gestandenen Spielern" zutrifft, ist nicht von der Hand zu weisen.
Daher würde eine Reduzierung der Altersgrenze von jetzt 23 auf 21 Jahre sicherlich dazu führen, dass sich die Zahl der "Amateure" wieder verringern würde, ohne dass man Kopfstände mit dem Ligensystem anstellen müsste.
Aber wie gesagt, für noch wichtiger halte ich die Abschaffung der kostenintensiven Auflagen seitens des DFB an die Regionalligisten. Die Anforderungen wie in den jetzigen Oberligen würden auch für die RL vollkommen ausreichen.
06.06.2010 - 21:09 Uhr
Essen ist ein gutes Beispiel. Aus dem Grunde, weil ich nicht Gründe für den Niedergang auflisten wollte, sondern RW Essen zeigt, dass es trotz dieser ganzen Hiobsbotschaften über eine breite Basis verfügt. Letztlich ist Essen auch an einer unattraktiven Liga gescheitert. Die Generalfehler mögen vorher gemacht worden sein. Aber in der Regionalliga war man gefangen in einer aussichtslosen Gesellschaft.
---
Zitat von Leo_Nero:
Die Oberliga Nord in den 80er Jahren war aber die damalige 3.Liga.
Ja, daher sag' ich: Dritte Liga stärken! Der Unterbau mit zwei Regionalligen unterhalb der Zweiten Liga mag auf den ersten Blick fairer und attraktiver gewesen sein. Aber wie schon angeklungen, der (Profi-)Fußball zieht immer weitere Kreise, hinterlässt große Vereine, mit großem Umfeld und Anhang - und nicht alle können der Bundesliga angehören. Deswegen finde ich die Grundidee der Dritten Liga gut. Mit den Jahren wird die Liga (hoffentlich) ein eigenes Gesicht entwickeln. Als "erste" Profi-Liga im dt. Fußball, wird sie meiner Meinung nach nicht unbedingt ein Durchlauferhitzer bleiben. Hier muss sich eine Mischung aus Teams herauskristallisieren, aus Traditionsteam und "SV Meppens". Ich finde es momentan schon charakteristisch, dass die Dritte Liga zum Sammelbecken einiger hochgehandelter Ost-Klubs geworden ist. Aber da geht noch mehr.
Aus diesem Grunde - Stärkung der Dritten Liga - stehe ich auch einer Aufsplittung der drei Regionalligen positiv gegenüber. Um einfach allen dafür infragekommenden Vereinen die Möglichkeit zu geben, Amateurfußball auf höchstem Niveau zu spielen. Die Regionalliga muss nicht weiter professionalisiert werden, wenn nicht mal für die 3. Liga ein ausgefeiltes (TV-)Konzept vorliegt. Alles mit der Zeit, eine zweigleisige Staffel oder eine vierte Profi-Liga wird irgendwann kommen. Aber der Unterbau in Deutschland wurde sukzessive erweitert, selbst die eingleisige Zweite Liga kam erst Anfang der 80er auf den "Markt". Ist alles ein stetiger Prozess. Bei den Regionalligen hat man sich verhoben.
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Zitat von Leo_Nero:
Die Oberliga Nord in den 80er Jahren war aber die damalige 3.Liga.
Ja, daher sag' ich: Dritte Liga stärken! Der Unterbau mit zwei Regionalligen unterhalb der Zweiten Liga mag auf den ersten Blick fairer und attraktiver gewesen sein. Aber wie schon angeklungen, der (Profi-)Fußball zieht immer weitere Kreise, hinterlässt große Vereine, mit großem Umfeld und Anhang - und nicht alle können der Bundesliga angehören. Deswegen finde ich die Grundidee der Dritten Liga gut. Mit den Jahren wird die Liga (hoffentlich) ein eigenes Gesicht entwickeln. Als "erste" Profi-Liga im dt. Fußball, wird sie meiner Meinung nach nicht unbedingt ein Durchlauferhitzer bleiben. Hier muss sich eine Mischung aus Teams herauskristallisieren, aus Traditionsteam und "SV Meppens". Ich finde es momentan schon charakteristisch, dass die Dritte Liga zum Sammelbecken einiger hochgehandelter Ost-Klubs geworden ist. Aber da geht noch mehr.
Aus diesem Grunde - Stärkung der Dritten Liga - stehe ich auch einer Aufsplittung der drei Regionalligen positiv gegenüber. Um einfach allen dafür infragekommenden Vereinen die Möglichkeit zu geben, Amateurfußball auf höchstem Niveau zu spielen. Die Regionalliga muss nicht weiter professionalisiert werden, wenn nicht mal für die 3. Liga ein ausgefeiltes (TV-)Konzept vorliegt. Alles mit der Zeit, eine zweigleisige Staffel oder eine vierte Profi-Liga wird irgendwann kommen. Aber der Unterbau in Deutschland wurde sukzessive erweitert, selbst die eingleisige Zweite Liga kam erst Anfang der 80er auf den "Markt". Ist alles ein stetiger Prozess. Bei den Regionalligen hat man sich verhoben.
07.06.2010 - 18:24 Uhr
Zitat von Kuchenblock:
Essen ist ein gutes Beispiel. Aus dem Grunde, weil ich nicht Gründe für den Niedergang auflisten wollte, sondern RW Essen zeigt, dass es trotz dieser ganzen Hiobsbotschaften über eine breite Basis verfügt. Letztlich ist Essen auch an einer unattraktiven Liga gescheitert. Die Generalfehler mögen vorher gemacht worden sein. Aber in der Regionalliga war man gefangen in einer aussichtslosen Gesellschaft.
Auch aus dieser "aussichtslosen Gesellschaft" entrinnen Jahr für Jahr 3 Clubs. UNd RWE hat es wieder nicht geschafft aus den Möglichkeiten, die sie mehr als die anderen gehabt hätten etwas herauszuholen.
Und sowas wird es in jeder Liga und in jeder Konstellation immer wieder geben. Gerade das Schicksal von RWE kann man m.E. eben nicht an der Ligensituation festmachen.
Aber egal, wir sind uns im Prinzip einig, dass mit der RL etwas passieren muss. Und beim DFB ist man ja offenbar auch schon drauf gestoßen. Erste Vorschläge liegen ja schon vor. Aber da wird sich wieder zeigen, dass in den Verbandsmühlen alles möglich zerschrotet wird.
Vor allem wird man sich wieder Zeit lassen, denn darauf kommt es ja anscheinend überhaupt nicht an. Dabei rutscht mit jeder verlorenen Woche wieder ein Verein dem Abgrund ein Stückchen näher.
Essen ist ein gutes Beispiel. Aus dem Grunde, weil ich nicht Gründe für den Niedergang auflisten wollte, sondern RW Essen zeigt, dass es trotz dieser ganzen Hiobsbotschaften über eine breite Basis verfügt. Letztlich ist Essen auch an einer unattraktiven Liga gescheitert. Die Generalfehler mögen vorher gemacht worden sein. Aber in der Regionalliga war man gefangen in einer aussichtslosen Gesellschaft.
Auch aus dieser "aussichtslosen Gesellschaft" entrinnen Jahr für Jahr 3 Clubs. UNd RWE hat es wieder nicht geschafft aus den Möglichkeiten, die sie mehr als die anderen gehabt hätten etwas herauszuholen.
Und sowas wird es in jeder Liga und in jeder Konstellation immer wieder geben. Gerade das Schicksal von RWE kann man m.E. eben nicht an der Ligensituation festmachen.
Aber egal, wir sind uns im Prinzip einig, dass mit der RL etwas passieren muss. Und beim DFB ist man ja offenbar auch schon drauf gestoßen. Erste Vorschläge liegen ja schon vor. Aber da wird sich wieder zeigen, dass in den Verbandsmühlen alles möglich zerschrotet wird.
Vor allem wird man sich wieder Zeit lassen, denn darauf kommt es ja anscheinend überhaupt nicht an. Dabei rutscht mit jeder verlorenen Woche wieder ein Verein dem Abgrund ein Stückchen näher.
07.06.2010 - 18:33 Uhr
Ich will Rot-Weiß Essen nicht reinwaschen. Dafür fehlen mir auch die Informationen. Aber da kommen wir ja schon wieder zum nächsten Punkt: Weshalb muss die Dritte Liga eine fast identische Struktur wie die Zweite Liga aufweisen? Weshalb hält man den unmittelbaren Unterbau der Bundesliga so klein? Überall dort muss der Schraubenzieher angesetzt werden. In einer dreigleisigen Regionalliga ist ein einziger Aufstiegsplatz pro Staffel zu wenig. Wenn - wie in der Nord Babelsberg - ein Klub enteilt, nimmt das der Liga sofort das Tempo und den Reiz. Platz 2 wird doch für gewöhnlich unter mehreren Vereinen ausgespielt.
Wahrscheinlich wird man die perfekte Lösung nicht präsentieren können, im Oktober. -Dass- was passiert, davon kann man ausgehen. Aber bei der Lobby der Bundesliga, der Vielzahl an Landesverbänden, da ist dann halt auch viel Filz und Eigeninteresse im Spiel. Wichtig ist daher Aufmerksamkeit und eine gewisse Lobby in der Öffentlichkeit. Zwanzigers Vorpreschen empfinde ich deswegen auch nicht als schlechteste Methode ;).
Wahrscheinlich wird man die perfekte Lösung nicht präsentieren können, im Oktober. -Dass- was passiert, davon kann man ausgehen. Aber bei der Lobby der Bundesliga, der Vielzahl an Landesverbänden, da ist dann halt auch viel Filz und Eigeninteresse im Spiel. Wichtig ist daher Aufmerksamkeit und eine gewisse Lobby in der Öffentlichkeit. Zwanzigers Vorpreschen empfinde ich deswegen auch nicht als schlechteste Methode ;).
07.06.2010 - 19:31 Uhr
Zitat von Kuchenblock:
Ich will Rot-Weiß Essen nicht reinwaschen. Dafür fehlen mir auch die Informationen. Aber da kommen wir ja schon wieder zum nächsten Punkt: Weshalb muss die Dritte Liga eine fast identische Struktur wie die Zweite Liga aufweisen? Weshalb hält man den unmittelbaren Unterbau der Bundesliga so klein? Überall dort muss der Schraubenzieher angesetzt werden. In einer dreigleisigen Regionalliga ist ein einziger Aufstiegsplatz pro Staffel zu wenig. Wenn - wie in der Nord Babelsberg - ein Klub enteilt, nimmt das der Liga sofort das Tempo und den Reiz. Platz 2 wird doch für gewöhnlich unter mehreren Vereinen ausgespielt.
Da kommen wir dann wieder auf das oben erwähnte Thema England.
Da sind ja die ersten 5 Ligen eingleisig. Teilweise mit 24 Mannschaften, was dann trotz einer größeren Anzahl von Auf- und Absteigern trotzdem ein breites Mittelfeld hinterlässt, bei dem es schon früh um nicht mehr viel geht.
Die 3.Liga als eingleisige Liga ist schon richtig. Man sieht schon nach kurzer Zeit wie das Niveau dort gestiegen ist. Der Übergang zur Regionalliga wird durch 3, oder 4 oder gar 6 Staffeln natürlich nicht einfacher, aber irgendwo muss man ja den Strich zwischen "Profis" und Amateuren" ziehen. Da wäre es m.E. wirklich besser die Regionalligen als höchste Amateurligen (=Oberligen) zu führen, ohne großartige Anforderungen von seiten des DFB, aber eben auch relativ schwer herauszukommen bei dann ca. 100 Viertligisten.
Ich will Rot-Weiß Essen nicht reinwaschen. Dafür fehlen mir auch die Informationen. Aber da kommen wir ja schon wieder zum nächsten Punkt: Weshalb muss die Dritte Liga eine fast identische Struktur wie die Zweite Liga aufweisen? Weshalb hält man den unmittelbaren Unterbau der Bundesliga so klein? Überall dort muss der Schraubenzieher angesetzt werden. In einer dreigleisigen Regionalliga ist ein einziger Aufstiegsplatz pro Staffel zu wenig. Wenn - wie in der Nord Babelsberg - ein Klub enteilt, nimmt das der Liga sofort das Tempo und den Reiz. Platz 2 wird doch für gewöhnlich unter mehreren Vereinen ausgespielt.
Da kommen wir dann wieder auf das oben erwähnte Thema England.
Da sind ja die ersten 5 Ligen eingleisig. Teilweise mit 24 Mannschaften, was dann trotz einer größeren Anzahl von Auf- und Absteigern trotzdem ein breites Mittelfeld hinterlässt, bei dem es schon früh um nicht mehr viel geht.
Die 3.Liga als eingleisige Liga ist schon richtig. Man sieht schon nach kurzer Zeit wie das Niveau dort gestiegen ist. Der Übergang zur Regionalliga wird durch 3, oder 4 oder gar 6 Staffeln natürlich nicht einfacher, aber irgendwo muss man ja den Strich zwischen "Profis" und Amateuren" ziehen. Da wäre es m.E. wirklich besser die Regionalligen als höchste Amateurligen (=Oberligen) zu führen, ohne großartige Anforderungen von seiten des DFB, aber eben auch relativ schwer herauszukommen bei dann ca. 100 Viertligisten.
08.06.2010 - 13:03 Uhr
Zitat von NBRH79:
Zitat von Leo Nero:
... aber irgendwo muss man ja den Strich zwischen "Profis" und Amateuren" ziehen. ...
Dazu müssten wir erstmal definieren, wieviele Vereine (Mannschaften) wir zur Zeit haben, die den Profi- bzw. Halbprofistatus erfüllen könnten.
Ich versuchs mal:
Profi - 18 + 18 + 20 + 27 (Hälfte der Regionalligisten) = 83
Halbprofi - 27 (Hälfte der Regionalligisten) + 53 (1/4 aller Oberligisten) = 80
Daher würde sicherlich eine flachere Abstufung der Ligen helfen.
Z.B.:
1. Liga - 18 Vereine
2 Staffeln 2. Liga - 36 Vereine
4 Staffeln 3. Liga - 72 Vereine
8 Staffeln 4. Liga - 144 Vereine
Hier würde der Schnitt zum Halbprofifussball in der Hälfte der 3. Liga verlaufen, der Schnitt zum Amateurfussball in der oberen Hälfte von Liga 4.
oder
1. Liga - 18 Vereine
2. Liga - 18 Vereine
2 Staffeln 3. Liga - 36 Vereine
4 Staffeln 4. Liga - 72 Vereine
8 Staffeln 5. Liga - 144 Vereine
Hier würde der Schnitt zum Halbprofifussball in der oberen Hälfte 4. Liga verlaufen, in Liga fünf würden kaum noch Halbprofis spielen.
oder
1. Liga - 18 Vereine
2. Liga - 18 Vereine
3. Liga - 20 Vereine
2 Staffeln 4. Liga - 36 Vereine
4 Staffeln 5. Liga - 72 Vereine
8 Staffeln 6. Liga - 144 Vereine
Hier würden in Liga 4 fast nur Profis spielen und Liga fünf würde ebenfalls noch massenhaft Halbprofis enthalten.
Gruß, NBRH79.
Du bist bestimmt Mathematik-Student oder? :D :D ;)
Zitat von Leo Nero:
... aber irgendwo muss man ja den Strich zwischen "Profis" und Amateuren" ziehen. ...
Dazu müssten wir erstmal definieren, wieviele Vereine (Mannschaften) wir zur Zeit haben, die den Profi- bzw. Halbprofistatus erfüllen könnten.
Ich versuchs mal:
Profi - 18 + 18 + 20 + 27 (Hälfte der Regionalligisten) = 83
Halbprofi - 27 (Hälfte der Regionalligisten) + 53 (1/4 aller Oberligisten) = 80
Daher würde sicherlich eine flachere Abstufung der Ligen helfen.
Z.B.:
1. Liga - 18 Vereine
2 Staffeln 2. Liga - 36 Vereine
4 Staffeln 3. Liga - 72 Vereine
8 Staffeln 4. Liga - 144 Vereine
Hier würde der Schnitt zum Halbprofifussball in der Hälfte der 3. Liga verlaufen, der Schnitt zum Amateurfussball in der oberen Hälfte von Liga 4.
oder
1. Liga - 18 Vereine
2. Liga - 18 Vereine
2 Staffeln 3. Liga - 36 Vereine
4 Staffeln 4. Liga - 72 Vereine
8 Staffeln 5. Liga - 144 Vereine
Hier würde der Schnitt zum Halbprofifussball in der oberen Hälfte 4. Liga verlaufen, in Liga fünf würden kaum noch Halbprofis spielen.
oder
1. Liga - 18 Vereine
2. Liga - 18 Vereine
3. Liga - 20 Vereine
2 Staffeln 4. Liga - 36 Vereine
4 Staffeln 5. Liga - 72 Vereine
8 Staffeln 6. Liga - 144 Vereine
Hier würden in Liga 4 fast nur Profis spielen und Liga fünf würde ebenfalls noch massenhaft Halbprofis enthalten.
Gruß, NBRH79.
Du bist bestimmt Mathematik-Student oder? :D :D ;)
09.06.2010 - 08:10 Uhr
Eh man über Ligenkosntruktionen nach denkt, sollte man erstmal schaun ob man die dafür notwendigen Clubs zusammenbringt.
Hier ist der nächste, der an den Lizenzierungsauflagen gescheitert ist.
http://www.kicker.de/news/fussball/regionalliga/startseite/526156/artikel_Keine-Lizenz-fuer-Mannheim.html
Waldhof ist im Gegensatz zu den anderen zwar nicht insolvent, kann sich aber die Auflagen nicht leisten, und zieht vorher die Notbremse. Das Ergebnis ist das gleiche - die RL blutet aus.
Hier ist der nächste, der an den Lizenzierungsauflagen gescheitert ist.
http://www.kicker.de/news/fussball/regionalliga/startseite/526156/artikel_Keine-Lizenz-fuer-Mannheim.html
Waldhof ist im Gegensatz zu den anderen zwar nicht insolvent, kann sich aber die Auflagen nicht leisten, und zieht vorher die Notbremse. Das Ergebnis ist das gleiche - die RL blutet aus.
09.06.2010 - 12:22 Uhr
Das ist wirklich bitter was sich in den Regionalligen zurzeit abspielt...Jetzt hat es auch noch Waldhof erwischt und somit bleibt der Tabellenletzte(sportlich gesehen) doch in der Regionalliga.
So kann es nicht weitergehen.
Edit: Link: http://www.transfermarkt.de/de/chaos-in-der-regionalliga-west/news/anzeigen_40808.html
So kann es nicht weitergehen.
Edit: Link: http://www.transfermarkt.de/de/chaos-in-der-regionalliga-west/news/anzeigen_40808.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von vffb91 am 09.06.2010 um 12:23 Uhr bearbeitet
09.06.2010 - 12:48 Uhr
Was wäre denn jetzt eigentlich, wenn noch ein Verein keine Lizenz erteilt bekommt? Mal angenommen, irgendein Sponsor sagt nach dieser aktuellen Entwicklung: "Nö, unattraktive Liga, ich ziehe mein Sponsoring zurück" - und schon gerät der Finanzplan durcheinander. Jetzt mal rein hypothetisch. Relegationsspiel zwischen dem 2. und 3. der beiden Oberligen; also Windeck gegen Pirmasens? Wer weiß, wenn nicht dieses, vielleicht schon nächstes Jahr :rolleyes?
Man kann über das Finanzgebaren einiger Klubs nachdenken, aber es ist schon kein Zufall, dass 6+1 Vereine in diesem Jahr aus nicht-sportlichen Gründen die Liga verlassen müssen. Das ist ein Armutszeugnis. Und trotz Bielefeld und Jena - die haben's geschafft. Vielleicht auch weil sie in der ihrigen Liga die deutlich bessere Perspektive und Werbeplattform anbieten um Sponsoren zu ködern. Wenn beim DFB jetzt nicht die Alarmglocken schrillen, weiß ich auch nicht.
Ich jedenfalls, werde bei meinen saisonalen Ausflügen in den Ruhrpott demnächst die NRW-Liga anvisieren und die RL West links liegen lassen. Nicht weil ich eingeschnappt bin, sondern weil die Oberliga an jedem Spieltag interessante Paarungen bietet. Bezeichnenderweise habe ich abgesehen von den Lübeck-Spielen vier RL-Spiele in der abgelaufenen Saison besucht: Essen, Bonn, TeBe Berlin - und Magdeburg (mit ein bisschen Glück wäre noch Bamberg dazugekommen, aber Spielausfall im Frühjahr. Echt, da wo ich aufkreuze, rollen die Spinnen ihre Netze ein). Ich hoffe das ist kein schlechtes Omen für den FCM :rolleyes.
Man kann über das Finanzgebaren einiger Klubs nachdenken, aber es ist schon kein Zufall, dass 6+1 Vereine in diesem Jahr aus nicht-sportlichen Gründen die Liga verlassen müssen. Das ist ein Armutszeugnis. Und trotz Bielefeld und Jena - die haben's geschafft. Vielleicht auch weil sie in der ihrigen Liga die deutlich bessere Perspektive und Werbeplattform anbieten um Sponsoren zu ködern. Wenn beim DFB jetzt nicht die Alarmglocken schrillen, weiß ich auch nicht.
Ich jedenfalls, werde bei meinen saisonalen Ausflügen in den Ruhrpott demnächst die NRW-Liga anvisieren und die RL West links liegen lassen. Nicht weil ich eingeschnappt bin, sondern weil die Oberliga an jedem Spieltag interessante Paarungen bietet. Bezeichnenderweise habe ich abgesehen von den Lübeck-Spielen vier RL-Spiele in der abgelaufenen Saison besucht: Essen, Bonn, TeBe Berlin - und Magdeburg (mit ein bisschen Glück wäre noch Bamberg dazugekommen, aber Spielausfall im Frühjahr. Echt, da wo ich aufkreuze, rollen die Spinnen ihre Netze ein). Ich hoffe das ist kein schlechtes Omen für den FCM :rolleyes.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kuchenblock am 09.06.2010 um 12:52 Uhr bearbeitet
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