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Mitch Kniat
Geburtsdatum 18.11.1985
Alter 40
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Mitch Kniat (Ex-Trainer)

13.06.2023 - 17:40 Uhr
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1481
19.05.2026 - 14:13 Uhr
Zitat von studti
Zur neuen Saison muss sich etwas ändern - ich glaube da sind wir uns einig.
Nur was genau, da bedarf es einer genauen Analyse und da finde ich es richtig, dass das in Ruhe und mit allen Verantwortlichen besprochen wird und dass es keine vorschnelle Entscheidung gibt.

Für Kniat spricht:
- Der Klassenerhalt
- Die erzielten Punkte
- Die positive Tordifferenz
- dass er die Mannschaft scheinbar immer wieder erreicht, wenn es drauf ankommt.
- einige Statistiken wie vermeintliche Überlegenheit oder Berücksichtigungen von Schiedsrichter-Benachteiligungen, die uns Punkte gekostet haben und für die er nichts kann.
- Seine totale Identifikation mit dem Verein und den Bedingungen und dass er als Typ zu unserem Verein passt.

Gegen ihn spricht:
- Dass sich seine Fehler in Bezug auf Taktik und Aufstellungen zu oft wiederholt haben. Man kann einerseits sagen, dass das Spiel gegen Berlin für ihn spricht. Und das stimmt auch, denn wenn er die Mannschaft nicht erreichen würde, wäre es undenkbar gewesen, dass bei 0:1 Rückstand zur Halbzeitpause anschließend so ein Ergebnis dabei rauskommt.
Aber dass wir Sicker als LV, Lannert als RV, Schreck im Mittelfeld, Wörl im OM und nicht auf Außen, Grodowski als MS und nicht auf Außen brauchen - all das wurde hier schon mehrfach über Monate hinweg erkannt und gefordert, bevor Mitch es im letzten Spiel konsequent umgesetzt hat. Das darf nicht sein, weil er uns letztendlich aus einer Situation gerettet hat, in die er uns selbst erst gebracht hat - so jedenfalls meine Wahrnehmung. Ich erwarte von einem Trainer aber, dass er das früher erkennt, welche Spieler er wo einsetzt und dass er erst am letzten Spieltag erkennt, wie wichtig Schreck ist und fast schon davon überrascht ist und dann in der PK, als er darauf angesprochen wird, erst seinen Spezi Corboz in den Himmel lobt (nach der gezeigten Leistung zurecht, aber bei der Frage ging es explizit um Schreck) und er dann erst nach einer weiteren Nachfrage sagt: "Ja, sorry an Sam - das habe ich als Trainer wohl zu spät erkannt" - ne, sorry, das geht nicht.
Die erfolgreiche Aufstellung am Sonntag war kein Geniestreich, sondern quasi das, was hier lange von Laien erkannt und gewünscht wurde. Was wäre also möglich gewesen, wenn er das früher erkannt und umgesetzt hätte?
- Mit Mehlem und Hilterman wurden quasi die Königstransfers der letzten beiden Jahre verbrannt, ohne dass erkennbar ist, woran es liegt. Hier wurde Kapital vernichtet. Zwei als wichtig eingeplante Spieler wurden völlig aussortiert, obwohl wir auf diesen Positionen die größten Defizite hatten. Das konnte man sich nicht leisten. Und obwohl nicht mit ihnen geplant wurde, wurde auf diesen Positionen auch nicht nachgelegt.
- Viele Auftritte waren spielerisch wirklich furchtbar grausam und ideenlos.
- Auswärts fanden wir kaum statt.
- In der Hinrundentabelle sind wir zwei Punkte vom Abstieg entfernt, in der Rückrunde nur einen. Eine wirkliche Weiterentwicklung war da nicht zu erkennen.

Alles in allem wurde das erzielt, was wir uns alle gewünscht haben und was das einzige Ziel war - der Klassenerhalt. Dabei ist das "wie" natürlich sekundär.
Von daher: War die Saison unter Kniat erfolgreich? Definitiv ja!

Die Frage, die sich nun stellt: Was muss geschehen, damit die nächste Saison auch erfolgreich wird?
Und das wäre sie aus meiner Sicht Stand jetzt, wenn man es schaffen würde, wieder die Klasse zu halten und das etwas frühzeitiger und mit weniger zittern.
Und dafür muss man etwas ändern.
Ein Trainerwechsel könnte dafür eine Möglichkeit sein. Aber dann bitte wirklich mit jemanden, der auch ein Update darstellt.
Wenn Kniat bleibt, dürfte sich oben Angesprochenes wirklich nicht mehr in der Häufigkeit wiederholen - er müsste sich also wirklich weiterentwickeln.
Ich habe keine Lust, im Oktober immer noch die selben Dinge zu diskutieren, weil alles bleibt, wie bisher.
Ob uns Glück oder Verstand den Klassenerhalt gebracht haben, ist vermutlich Ansichtssache.

Was wir auf jeden Fall brauchen und was die entscheidende Hausaufgabe für Mutzel in der Sommerpause sein wird: Einen echten Knipser finden. Das war unser größtes Problem, dass wir sowohl im Sturm, als auch im Mittelfeld niemanden haben, der uns aus dem Spiel heraus, Tore sichert.
Bei Fürth hat man gesehen, dass alleine ein Futkeu dafür verantwortlich war, dass sie noch die Klasse halten können - einer desaströsen Abwehr zum Trotz.

Man hat nun eine Ausgangsposition, auf der man gut und verlässlich aufbauen kann:
Fernsehgelder, Eintrittsgelder, Sponsorenunterstützung, festes Fundament an Stammspielern, man muss keine Spieler abgeben, kann aber nach Wunsch Ablösen generieren, die zusätzlich gewonnenen Erfahrungen.... das ist eine stabile Basis, die auch die Grundlage für eine stabile Saison sein sollte.


Ich gehe bei dir beinahe zu 100 Prozent mit.

Ich muss sagen, am Sonntag sagte mit mein Bauchgefühl nach dem Spiel, dass ich mir tendenziell einen neuen Trainer wünschen würde. Auch in Anerkennung aller Verdienste Kniats, war ich mir nicht sicher, dass er und Jara sich schnell genug so weiterentwickeln würden, wie ich es mir zukünftig für Arminia wünschen würde.
Die Gerüchte um Rapp haben mich dann erstmal sehr bestärkt, da mich der Bundesliga-Aufstieg mit Kiel wirklich beeindruckt hat und er einige Jahre dort wirken konnte, bis es nach dem Abstieg schließlich nicht mehr funktionierte. Im Grunde intuitiv der ideale Trainer, um als Arminia den nächsten Schritt zu machen.
Ich habe also mal ins Kieler Forum geschaut, um die typischen Zusammenfassungen der Amtszeit zu lesen, wie sie zum Zeitpunkt von Trainerentlassungen ja oft in Foren geschrieben werden. Hier könnt ihr selbst mal nachlesen.

Ich habe dann festgestellt, dass natürlich Dankbarkeit für den erstmaligen Bundesliga-Aufstieg vorhanden war, die Kritik an ihm aber doch sehr tiefgehend war, was mich von Außen echt ein wenig überrascht hat. Das hat mir nochmal klar gemacht, wie leicht es ist, sich einen neuen Impuls mit einem ganz neuen Trainer zu wünschen, den man erstmal idealisiert, ohne zu realisieren, dass er im Zweifel genauso große Schwächen hat wie der alte Trainer und die möglicherweise einfach nur woanders liegen. Das kann natürlich trotzdem funktionieren und neue Impulse sind manchmal eben nötig, aber wenn man einem neuen Trainer zutraut, dass er sich seit seiner letzten Station weiterentwickelt hat, dann kann man einem Kniat diese Entwicklung auch zutrauen.

Ich bin daher mittlerweile eher ein Befürworter, den benötigten neuen Impuls woanders zu setzen. Vielleicht hilft ein weiterer, erfahrener Co-Trainer. Vielleicht hat man das Glück, dass man einen echten Zweitliga-Leader als Spieler verpflichten kann. Vielleicht ist es etwas ganz Anderes.
Ich glaube aber, dass man ingesamt eher besser damit fährt, aus dem Bestehenden aufzubauen, als einen neuen Trainer zu holen, der vielleicht ja auch überhaupt nicht funktioniert. Letztendlich wird man aber sowieso erst hinterher schlauer sein, von daher bin ich froh, die Entscheidung nicht treffen zu müssen und vertraue auf Mutzel und die anderen Verantwortlichen.

Es gibt übrigens einen Absatz, bei dem ich nicht zwingend mitgehen würde: ich bin mir nicht sicher, ob ein Knipser die oberste Priorität hat (auch wenn ich mich natürlich nicht über einen solchen beschweren würde).
Auch wenn die TM-Statistiken nicht ganz zuverlässig sind, hat Grodowski in dieser Saison in den 19 Spielen, die er als MS gemacht hat, 10 seiner 12 Tore geschossen. Das ist ein mehr als ordentlicher Wert. Auch Uldrikis traue ich noch ein paar Tore mehr zu, wenn er mehr gefüttert wird.
Die Priorität müssen mMn die anderen Offensivpositionen, in erster Linie die Flügel sein. Arminia muss dort stark genug besetzt sein, dass sich Grodowski aufs Zentrum konzentrieren kann und auch jemand wie Uldrikis bessere Vorarbeit erhält. Mit einer Systemumstellung, Wörl als 10er, den neuen Flügelspielern (ich gehe davon aus, dass Momuluh weg ist) und Grodowski als MS könnte schon einiges an neuen Impulsen gesetzt sein.

Mal schauen. Am Ende stecken wir alle nicht drin (und ich bin auch froh drum).

•     •     •

DSC Arminia | TSV 1860 | Djurgårdens IF

Heimatverein: Sportfreunde Siegen



Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1482
19.05.2026 - 14:52 Uhr
Zitat von Toastar1860


Es gibt übrigens einen Absatz, bei dem ich nicht zwingend mitgehen würde: ich bin mir nicht sicher, ob ein Knipser die oberste Priorität hat (auch wenn ich mich natürlich nicht über einen solchen beschweren würde).
Auch wenn die TM-Statistiken nicht ganz zuverlässig sind, hat Grodowski in dieser Saison in den 19 Spielen, die er als MS gemacht hat, 10 seiner 12 Tore geschossen. Das ist ein mehr als ordentlicher Wert. Auch Uldrikis traue ich noch ein paar Tore mehr zu, wenn er mehr gefüttert wird.
Die Priorität müssen mMn die anderen Offensivpositionen, in erster Linie die Flügel sein. Arminia muss dort stark genug besetzt sein, dass sich Grodowski aufs Zentrum konzentrieren kann und auch jemand wie Uldrikis bessere Vorarbeit erhält. Mit einer Systemumstellung, Wörl als 10er, den neuen Flügelspielern (ich gehe davon aus, dass Momuluh weg ist) und Grodowski als MS könnte schon einiges an neuen Impulsen gesetzt sein.



Naja, dabei darf man nicht übersehen, dass Grodowski einen großen Teil seiner Tore vom Elfmeter-Punkt aus gemacht hat. Als einzige Spitze sehe ich ihn nicht. Wenn im Zentrum, dann als Teil einer Doppelspitze.

Und wenn Qualitätzuwachs auf den Flügeln gefordert wird, dann gebe ich zu bedenken, dass wir auf den einem Flügel einen Spieler haben, der derzeit mit einer Ablöse von 4 bis 6 Mio. Euro gehandelt wird. Wer soll denn dann zur Qualitätssteigerung kommen? Olise?

Ich bin auch der Meinung, dass uns ein Knipser als ganz klassischer Mittelstürmer fehlt.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1483
19.05.2026 - 15:37 Uhr
Zitat von Strafraumphantom
Zitat von Toastar1860

Es gibt übrigens einen Absatz, bei dem ich nicht zwingend mitgehen würde: ich bin mir nicht sicher, ob ein Knipser die oberste Priorität hat (auch wenn ich mich natürlich nicht über einen solchen beschweren würde).
Auch wenn die TM-Statistiken nicht ganz zuverlässig sind, hat Grodowski in dieser Saison in den 19 Spielen, die er als MS gemacht hat, 10 seiner 12 Tore geschossen. Das ist ein mehr als ordentlicher Wert. Auch Uldrikis traue ich noch ein paar Tore mehr zu, wenn er mehr gefüttert wird.
Die Priorität müssen mMn die anderen Offensivpositionen, in erster Linie die Flügel sein. Arminia muss dort stark genug besetzt sein, dass sich Grodowski aufs Zentrum konzentrieren kann und auch jemand wie Uldrikis bessere Vorarbeit erhält. Mit einer Systemumstellung, Wörl als 10er, den neuen Flügelspielern (ich gehe davon aus, dass Momuluh weg ist) und Grodowski als MS könnte schon einiges an neuen Impulsen gesetzt sein.



Naja, dabei darf man nicht übersehen, dass Grodowski einen großen Teil seiner Tore vom Elfmeter-Punkt aus gemacht hat. Als einzige Spitze sehe ich ihn nicht. Wenn im Zentrum, dann als Teil einer Doppelspitze.

Und wenn Qualitätzuwachs auf den Flügeln gefordert wird, dann gebe ich zu bedenken, dass wir auf den einem Flügel einen Spieler haben, der derzeit mit einer Ablöse von 4 bis 6 Mio. Euro gehandelt wird. Wer soll denn dann zur Qualitätssteigerung kommen? Olise?

Ich bin auch der Meinung, dass uns ein Knipser als ganz klassischer Mittelstürmer fehlt.


Das mit den Elfmetern stimmt natürlich zu einem gewissen Teil, betrifft allerdings auch nur drei Tore in den Spielen, die er als MS bestritt. Im Übrigen würde ich mich ja, wie auch geschrieben, auch nie gegen eines neuen Knipser wehren, ich wollte nur betonen, dass ich dort nicht die größte Baustelle sehe.

Es ist auch richtig, dass Arminia trotz eines starken Flügelspielers wie Momuluh keine angemessene Durchschlagskraft hatte, aber ich schrieb ja auch nicht, dass man einfach nur neue Flügelspieler holen soll, sondern habe für eine Systemumstellung plädiert. Innerhalb dieser Systemumstellung, plus Momuluh-Abgang wären die neuen Flügelspieler dann die entscheidenden Neuzugänge. Die neu geschaffene 10er-Position wäre mit Wörl (und vielleicht ja sogar doch noch einmal Mehlem) potentiell gut abgedeckt, die MS-Position mit Grodowski als mitspielendem Stürmer oder Uldrikis als Knipser mMn erstmal solide besetzt, Verstärkungen trotzdem willkommen.

Grodowski wäre in diesem System im übrigen ja auch kein MS, der allein auf weiter Flur agiert, sondern gerne integriert zwischen Flügelspielern, die auch im Strafraum agieren können. Dass es für für einen Verein wie Arminia nicht leicht wird, diese Qualität zu verpflichten, ist natürlich auch klar.

•     •     •

DSC Arminia | TSV 1860 | Djurgårdens IF

Heimatverein: Sportfreunde Siegen



Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1484
19.05.2026 - 16:02 Uhr
Für mich wäre erstmal wichtig, dass man es schafft 2 ebenbürtige Flügel zu kreieren.

Das wir wirklich 2 Seiten hatten die gleich gut funktionieren, hatten wir in den 3 Jahren unter Kniat eigentlich noch nie oder? Liegt natürlich auch am vorhandenen Personal und nicht am Trainer das muss man dazu sagen.
Das müsste für mich die oberste Priorität sein. Tatsächlich hätte ich deshalb im Winter auch lieber einen Spielertypen vom Profil Momuluh für die andere Seite gehabt als einen Rochelt.

Gegen Hertha hat das mit der Überlagerung rechts hervorragende funktioniert, über eine ganze Saison kann man das aber nicht erfolgreich spielen, also es sei denn wir hätten wirklich olise. Aber ich bin mir sicher, dass wenn wir diese Woche noch ein Spiel hätten und mit der gleichen Aufstellung spielen würden, dass man Momuluh die tiefe nehmen würde und dann würde auf Links der Kombi aus Corboz und Sicker die Qualität fehlen um für Entlastung und ein ausgewogenes Verhältnis zu sorgen und wir hätten wieder harte Kost vor uns.

Tatsächlich glaube ich auch nicht wirklich an eine Systemumstellung, die einen 10er ermöglicht und gleichzeitig 2 ebenbürtige Flügel einsetzt.
Am Wochenende wurde Corboz ja sogar noch weiter nach vorne geschoben als er ohnehin schon immer war. Das hat er am Sonntag natürlich auch gut gemacht, da gibt's denke ich keine 2 Meinungen. Eine Dauerlösung kann das aber offensichtlich auch nicht werden.
Da besteht für mich momentan eine noch größere Sonderstellung als sie Fabian Klos unter Uwe Neuhaus damals inne hatte, an der damals übrigens das Innenverhältnis der Truppe zerrüttet ist. E
Und da sehe ich auch tatsächlich Kniats größte Chance hier wirklich irgendwann seinen Job zu verlieren, da es in der momentanen Konstellation unfassbar schwer wird, diese Einseitigkeit unseres Offensivspiels bei gleichzeitiger Absicherung der Mitte zu korrigieren.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1485
19.05.2026 - 18:20 Uhr
Wieso ist das an den Haaren herbeigezogen?
Fußball ist ein low-scoring Ergebnissport in dem Fehlentscheidungen/individuelle Fehler einen kompletten Spielverlauf auf den Kopf drehen können.

Schalke unter tedesco, Union und zahlreiche andere Beispiele haben perfekt untermauert wir unterschiedlich zwei aufeinander folgende Saisons laufen können, obwohl der statistischen Output ( XG & co.) vergleichbar ist.

In der "wahren Tabelle" hier ist die Arminia auf Platz 9. Mit nur 5 Punkten mehr als Ausbeute. Das wäre als Aufsteiger ein überragendes Saisonergebnis gewesen.

Ist deswegen alles in Ordnung? Nein. Aber wir sind mit einem der schwächsten Kader in die Saison gegangen und die Spiele in denen wir komplett chancenlos waren, sind überschaubar.

Ich denke eine bessere Kaderplanung hätte uns extrem geholfen, weil wir nur einen Spieler im Kader haben, der von sich aus etwas kreieren kann (momuluh) und unsere Torgefahr komplett abhanden gekommen ist, als ein Spieler (grodowski) mal in eine schwächere Phase gekommen ist.

Die Torgefahr kam neben Standards fast ausschließlich von diesen beiden Spielern. Uldrikis hat am Ende der Saison noch mal ein spannendes Element reingebracht, weil er als Zielspieler viele lange Bälle weiterleiten/festmachen konnte.

Davon abgesehen spielen wir mit einer horrenden offensive, wenn ich mir überlege wie über Spieler beim Abstieg zuletzt in die 3. Liga geredet wurde, muss ich sagen, dass ich selbst einen Lasme oder Serra als Bereicherung für den Kader empfunden hätte. Ganz zu schweigen von Leuten wie Hack, Klos oder Okugawa.

Für die Defensive galt in der Hinrunde selbiges. Bis auf Handwerker, der defensiv auch seine Schwächen hat, sind wir auf keiner Position überdurchschnittlich ( schon gar nicht gut) besetzt gewesen. Da wurde insbesondere mit Bauer, aber auch Knoche, extrem nachgerüstet.

Meiner Meinung nach erlaubt sich der Pessimismus bei einem Klassenerhalt als Aufsteiger, der in dem Jahr davor sogar kurz vorm Abstieg in die Regionalliga stand, nicht. Ich habe das Gefühl, dass zu viele Leute komplett den Bezug zur Realität verloren haben durch unseren historischen Pokal-run.

Man vergleiche mal unseren Kader mit denen der anderen Teams da unten (düsseldorf, Magdeburg, Kiel) und dann sollte meiner Meinung nach der Blick eher dahin gehen, was können wir machen, um weiterhin die sportliche Entwicklung voran zu treiben, anstatt so zu tun als wären wir nur grade so dem super gau entgangen. Als Aufsteiger wird ein direkter Abstieg immer ein realistisches Szenario sein.
Unterm Strich haben wir die Ziele erreicht und gemessen an dem Kader einen guten Tabellenplatz. Das wir zwischenzeitlich 17. waren und am Ende doch auf 13 gelandet sind, spricht für die unfassbare Dichte in der 2. Liga.

Man sollte daher schauen, wo man jetzt punktuell den Kader stärkt und ob es eine bessere Alternative zu Kniat gibt. Sehe im Kader mindestens 3 Positionen, die qualitativ wie quantitativ für die kommende Saison nicht Zweitliga-tauglich besetzt sind.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1486
19.05.2026 - 18:24 Uhr
Natürlich gibt es jeweils für sich stimmige Argumente pro und contra Kniat. Ich möchte den Akzent meiner Betrachtung eher darauf legen, dass ich wenig Entwicklung des Trainers Kniat in seiner Zeit in Bielefeld sehe. Spätestens mit der Verpflichtung von Corboz (auch wenn dieser zunächst defensiver spielte) sehen wir ein mehr oder weniger stabiles Coaching-Muster. Zwar spielt man 2 Systeme (433 und 5er-Kette), aber viele Prinzipien bleiben gleich. Häufig ein "falscher Flügel" auf links (früher mit Kunze auch rechts), frühes Spiel auf die Flügel unter Meidung des Zentrums, Überlagern des rechten Flügels, meistens hohes Anlaufen, zwischendurch lange Bälle auf Uldrikis. Die Taktikumstellungen der abgelaufenen Saison oszillierten erratisch zwischen hohem Anlaufen mit hinten blank und Beton anrühren mit eigenem xGoal-Wert von annähernd 0. Die Balance wurde viel zu selten erreicht. Weiter entwickeln kann man das nicht nennen. Die größte "Innovation" dieser Saison sind lange Einwürfe als Offensiv-Standard, während offensive Mittelfeldspieler und klassische 9er nach wie vor keine Rolle spielen. Eine attraktive und anspruchsvolle Spielkultur ist das nicht. Worauf es mir hier aber ankommt: es gibt fast keine Entwicklung - außer ausgerechnet ein so primitives Mittel wie weite Einwürfe.
Die meisten Pro-Kniat-Stimmen argumentieren wesentlich mit der Hoffnung auf Weiterentwicklung des Trainers. Meine Argumentation zieht diese Hoffnung fundamental in Zweifel. Ich sehe nahezu keine Entwicklung des Trainers in seiner Zeit in Bielefeld, jedenfalls wenn man die chaotische Anfangsphase abzieht.
Als Fazit ziehe ich, dass ich keine hinreichende Begründung für eine Fortsetzung mit Kniat sehe. Die nächste Saison würde fussballerisch keinen Fortschritt bringen. Abzüglich der diesjährigen Anfangseuphorie als Aufsteiger dürfte das den Abstieg bringen. Das droht eine Kopie der diesjährigen Saison von Preußen Münster zu werden.
Ich plädiere daher klar für einen Trainerwechsel!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Volkie am 19.05.2026 um 18:30 Uhr bearbeitet
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1487
19.05.2026 - 18:44 Uhr
Finde deine taktische Analyse sehr treffend. Da aber meine Gegenfrage: hast du das Gefühl, dass die Taktik an sich nicht funktioniert hat? Insbesondere momuluh ist in seiner Rolle komplett aufgegangen. Das Problem meiner Meinung nach ist unsere grauenhafte Besetzung für die inverse Position auf links. Wörl hat bereits für einen offensiven 8er/10er ein zu undynamisches und technisch-limitiertes Profil. In dieser Rolle hatten wir einen Spieler im Kader, der überhaupt dieses Profil ausfüllen könnte mit young. Der wiederum qualitativ schon in der 3. Liga nicht wirklich überzeugen könnte. Rochelt, Mehlem, bazee & co. füllen diese Rolle auch nur bedingt aus bis gar nicht aus.

Konzeptuell finde ich hat das Sturmzentrum+ corboz und momuluh gut funktioniert, aber unsere linke Seite war die komplette Saison über tot. Handwerker würde potenziell ja auch mehr Platz auf links bekommen, wenn du einen funktionieren inversen Flügel hast.

Da kann man gerne auch Kniat kritisieren dafür, dass seine Taktik sehr unflexibel ist, aber mir würde jetzt auf Anhieb auch nix besseres einfallen mit dem Spieler Material. Der von vielen verhasste Versuch grodowski auf dem Flügel zu parken, ist ja auch dem Fakt geschuldet, dass wir keine passende Besetzung für die Position/Rolle haben.
Boakye ist sehr gradlinig und funktioniert daher meiner Meinung nach als Inverser null und der Rest konnte auch nicht überzeugen.

Ähnlich wie bei Bremen hat unser Trainer einen sehr unausgewogen Kader bekommen.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1488
19.05.2026 - 18:57 Uhr
Auf die Weiterentwicklung des Trainers und damit verbunden der Spielkultur
von Arminia Bielefeld würde es entscheidend ankommewn.
In der kommenden Saison wünscht man sich doch mehr Beständigkeit,
Effizienz und fußballerisches Können auf dem Platz.
Nur so kann man es vermeiden, wieder gegen den Abstieg zu spielen
und vielleicht eine gesicherte Position im Mitteldeld zu erreichen.
Haben wir die richtigen Spieler mit den wünschenswerten Qualitäten?
Das ist und bleibt für mich fraglich.
Somit istt es in der jetzigen Situation nicht der Trainer, an dem man alles festmachen kann und soll.
Mit dem erreichten 13. Platz hat Mitchr sich aber eine gute Ausgangsposition# für ein "weiter so"
geschaffen, das man respektieren muß.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1489
19.05.2026 - 19:05 Uhr
Zitat von DSC_777


Ähnlich wie bei Bremen hat unser Trainer einen sehr unausgewogen Kader bekommen.


Aber das ist der Punkt den ich nicht verstehen kann. Er bekommt ja nicht irgendwelche Spieler vorgesetzt und hat kein Mitspracherecht. Er muss doch klar sagen, welche Spieler er haben möchte. Da werden Mutzel und Kniat zu gleichen Teilen beteiligt sein, aber wenn man 1,5 Mio für einen Spieler raushaut, welcher dann nicht einmal die extreme Verstärkung darstellt (was von Anfang an klar war), wo soll dann das Geld für weitere qualitative Transfer herkommen?

Wenn man dann noch betrachtet, dass wir angeblich bereit waren 750.000 € für Eitschberger zu bezahlen, dann weiß ich nicht, ob es nicht noch Mittel gegeben hätte um adäquate Verstärkung holen zu können.

•     •     •

Schwarz - Weiß - Blau
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1490
19.05.2026 - 19:09 Uhr
Zu guter letzt entwickeln sich Trainer und Mannschaft einfach weiter,
dann kann doch nichts mehr passieren und wir etablieren uns folglich
dauerhaft in der 2. Liga (oder auch in der 1. Liga in einpaar Jahren)
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