Marcelinho
23.02.2004 - 21:03 Uhr
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/sport/319086.html
Der Ballzauberer fremdelt
Marcelinho verkörpert die Probleme von Hertha
VON MICHAEL JAHN
BERLIN, 23. Februar. Aus dem Daimler drang Musik. Nicht so laut wie oft, aber auch nicht leise. Im Wagen warteten wie immer geduldig die Freunde von Marcelinho und Bruder Claudio. Der Anhang, der den 28-jährigen brasilianischen Mittelfeldspieler von Hertha BSC jeden Tag zum Training begleitet, hatte zuvor bei der Übungsstunde nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Eintracht Frankfurt mächtig gefroren. Der eiskalte Wind war daran schuld und wohl auch ein wenig die gedrückte Atmosphäre.
Marcelinho, eigentlich der kreative Kopf von Berlins Bundesligisten, war wie alle seine Teamkollegen in der öffentlichen Beurteilung seiner Leistung schlecht weggekommen. Nach den Ursachen seines Formtiefs befragt, befolgte Marcelinho den Reflex fast aller Bundesliga-Profis nach Niederlagen: "Kein Kommentar", knurrte er, "ich möchte nichts sagen." Das klang bei seiner Gestik und Mimik fast schon ein wenig entschuldigend.
Es wäre unfair und unrichtig, den "Rückfall in den Herbst", wie Trainer Hans Meyer sagte, zuvorderst Marcelinho zuzuschreiben. Viele andere Profis wehrten sich am Sonntagabend auch nicht energisch, nicht aggressiv genug gegen die drohende Niederlage und den erneuten Absturz auf einen der Abstiegsränge. Doch bei einem Spieler mit dem Potenzial eines Marcelinho fallen schwache Auftritte ganz besonders auf. Zudem ist es kein Geheimnis, dass das Spiel von Hertha BSC oft in starkem Maße von dessen Befindlichkeit abhängig ist. Trainer Meyer wollte nach der bitteren Niederlage gegen einen direkten Kontrahenten im turbulenten Abstiegskampf allerdings keine Marcelinho-Kritik betreiben. Er hob vielmehr dessen positive Auftritte in der jüngsten Vergangenheit hervor. "Marcello hatte seinen Anteil am Sieg gegen Stuttgart mit einem Freistoß vor dem Treffer", sagte Meyer. "Und auch in Freiburg hat er ordentlich gespielt, aber nicht das, was er an Glanztagen geschafft hat."
Bei Hertha wollen sie ihren wertvollsten Mann - geschätzter Transferwert rund acht Millionen Euro - offenbar schützen und nicht mit harscher Kritik noch weiter verunsichern. Der inzwischen berühmte Rückpass des Brasilianers beim 0:4 in Bremen ausgerechnet auf seinen Freund und Landsmann Ailton, der zu einem Gegentreffer führte, hatte Marcelinho schwer getroffen.
Meyer meinte zudem mit Blick auf mehrere Profis: "Ich bin nicht in der Lage, bei jedem jede Woche neu zu erforschen, wo die Ursachen für schwächere Auftritte liegen." Außerdem besitzt der Trainer, der den Auftrag hat, den Abstieg zu verhindern, dafür gar keine Zeit. Marcelinho neige dazu, den Ball zu lange zu halten, aber "er ist viel auf dem Platz unterwegs und versteckt sich nicht", gab der Trainer am Montag doch noch eine klitzekleine Einzelkritik ab, eine Sache, die er in der Öffentlichkeit liebend gern vermeidet. "Marcelinhos Aktivitäten helfen uns zur Zeit nicht allzu sehr", gab Meyer zu, stellte aber mit Bestimmtheit fest: "Wir haben kein Marcelinho-Problem!"
Corinthians an Luizão interessiert
In seiner Heimat Brasilien spielt Marcelinho in den Medien zurzeit überhaupt keine Rolle mehr, dafür sein Landsmann Luizão. Der Stürmer von Hertha BSC (Vertrag bis 2006) weckt offenbar die Begehrlichkeiten seines ehemaligen Klubs Corinthians Sao Paulo. Der neue Trainer Osvaldo Oliveira, der Corinthians 2000 zur Klubweltmeisterschaft geführt hatte (mit Luizão), sagte: "Mir fehlt ein Strafraumspieler." Und Sportdirektor Rivelino, der Weltmeister von 1970, wird so zitiert: "Luizão ist ein interessanter Spieler. Der könnte unsere Probleme im Angriff lösen." Luizão schoss einst für Corinthians 73 Tore in 109 Spielen, für Hertha BSC traf er in 26 Partien erst viermal.
Marcelinhos Arbeitsnachweis
2001/02: 33 Spiele/13 Tore/5 Vorlagen
2002/03: 33 Spiele/14 Tore/11 Vorlagen
2003/04: 12 Spiele/0 Tore/4 Vorlagen
Der Ballzauberer fremdelt
Marcelinho verkörpert die Probleme von Hertha
VON MICHAEL JAHN
BERLIN, 23. Februar. Aus dem Daimler drang Musik. Nicht so laut wie oft, aber auch nicht leise. Im Wagen warteten wie immer geduldig die Freunde von Marcelinho und Bruder Claudio. Der Anhang, der den 28-jährigen brasilianischen Mittelfeldspieler von Hertha BSC jeden Tag zum Training begleitet, hatte zuvor bei der Übungsstunde nach dem enttäuschenden 1:2 gegen Eintracht Frankfurt mächtig gefroren. Der eiskalte Wind war daran schuld und wohl auch ein wenig die gedrückte Atmosphäre.
Marcelinho, eigentlich der kreative Kopf von Berlins Bundesligisten, war wie alle seine Teamkollegen in der öffentlichen Beurteilung seiner Leistung schlecht weggekommen. Nach den Ursachen seines Formtiefs befragt, befolgte Marcelinho den Reflex fast aller Bundesliga-Profis nach Niederlagen: "Kein Kommentar", knurrte er, "ich möchte nichts sagen." Das klang bei seiner Gestik und Mimik fast schon ein wenig entschuldigend.
Es wäre unfair und unrichtig, den "Rückfall in den Herbst", wie Trainer Hans Meyer sagte, zuvorderst Marcelinho zuzuschreiben. Viele andere Profis wehrten sich am Sonntagabend auch nicht energisch, nicht aggressiv genug gegen die drohende Niederlage und den erneuten Absturz auf einen der Abstiegsränge. Doch bei einem Spieler mit dem Potenzial eines Marcelinho fallen schwache Auftritte ganz besonders auf. Zudem ist es kein Geheimnis, dass das Spiel von Hertha BSC oft in starkem Maße von dessen Befindlichkeit abhängig ist. Trainer Meyer wollte nach der bitteren Niederlage gegen einen direkten Kontrahenten im turbulenten Abstiegskampf allerdings keine Marcelinho-Kritik betreiben. Er hob vielmehr dessen positive Auftritte in der jüngsten Vergangenheit hervor. "Marcello hatte seinen Anteil am Sieg gegen Stuttgart mit einem Freistoß vor dem Treffer", sagte Meyer. "Und auch in Freiburg hat er ordentlich gespielt, aber nicht das, was er an Glanztagen geschafft hat."
Bei Hertha wollen sie ihren wertvollsten Mann - geschätzter Transferwert rund acht Millionen Euro - offenbar schützen und nicht mit harscher Kritik noch weiter verunsichern. Der inzwischen berühmte Rückpass des Brasilianers beim 0:4 in Bremen ausgerechnet auf seinen Freund und Landsmann Ailton, der zu einem Gegentreffer führte, hatte Marcelinho schwer getroffen.
Meyer meinte zudem mit Blick auf mehrere Profis: "Ich bin nicht in der Lage, bei jedem jede Woche neu zu erforschen, wo die Ursachen für schwächere Auftritte liegen." Außerdem besitzt der Trainer, der den Auftrag hat, den Abstieg zu verhindern, dafür gar keine Zeit. Marcelinho neige dazu, den Ball zu lange zu halten, aber "er ist viel auf dem Platz unterwegs und versteckt sich nicht", gab der Trainer am Montag doch noch eine klitzekleine Einzelkritik ab, eine Sache, die er in der Öffentlichkeit liebend gern vermeidet. "Marcelinhos Aktivitäten helfen uns zur Zeit nicht allzu sehr", gab Meyer zu, stellte aber mit Bestimmtheit fest: "Wir haben kein Marcelinho-Problem!"
Corinthians an Luizão interessiert
In seiner Heimat Brasilien spielt Marcelinho in den Medien zurzeit überhaupt keine Rolle mehr, dafür sein Landsmann Luizão. Der Stürmer von Hertha BSC (Vertrag bis 2006) weckt offenbar die Begehrlichkeiten seines ehemaligen Klubs Corinthians Sao Paulo. Der neue Trainer Osvaldo Oliveira, der Corinthians 2000 zur Klubweltmeisterschaft geführt hatte (mit Luizão), sagte: "Mir fehlt ein Strafraumspieler." Und Sportdirektor Rivelino, der Weltmeister von 1970, wird so zitiert: "Luizão ist ein interessanter Spieler. Der könnte unsere Probleme im Angriff lösen." Luizão schoss einst für Corinthians 73 Tore in 109 Spielen, für Hertha BSC traf er in 26 Partien erst viermal.
Marcelinhos Arbeitsnachweis
2001/02: 33 Spiele/13 Tore/5 Vorlagen
2002/03: 33 Spiele/14 Tore/11 Vorlagen
2003/04: 12 Spiele/0 Tore/4 Vorlagen
01.03.2004 - 22:04 Uhr
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/sport/321162.html
Küsse auf der Baustelle
Marcelinho schießt sich und Hertha BSC in Form
Michael Jahn
HANNOVER, 1. März. Es gab Zeiten, da wähnte sich der Berliner Fußball-Bundesligist auf dem Weg zum weltoffenen Samba-Klub und firmierte als Hertha do Brasil oder FC Santos von der Spree. Mit Alex Alves, Marcelinho, Nené und Luizão liefen zeitweise gleich vier Ballzauberer aus dem Lande des fünfmaligen Weltmeisters auf. Inzwischen sind Alves (Vasco da Gama) und Nené (Gremio Porto Alegre), zwei der nur schwer integrierbaren Südländer, von Bord gegangen. Und mit Weltmeister Luizão machte ein dritter Brasilianer erst kürzlich seinen Wunsch öffentlich, wieder in die Heimat zurückkehren zu wollen. Das brachte ihm angesichts der nach wie vor prekären sportlichen Lage einen Rüffel von Herthas Manager Dieter Hoeneß ein. "Luizão sollte lieber überlegen, wie er uns auf dem Platz weiterhelfen kann", tadelte Hoeneß.
Das gravierende Problem aber stellte bis dato Marcelinho dar. Der 28-Jährige galt, trotz diverser Karneval-Eskapaden, immer als der bestintegrierte und pflegeleichteste Brasilianer in Berlin. Doch in der sportlichen Krise des Vereins verlor auch er seine Form und Kreativität. Der Niedergang Herthas konnte am Niedergang des Marcelo dos Santos Paraiba abgelesen werden. Gilt das nun auch für den Aufschwung?
Gesündigt über Gebühr
Am Sonntag beim 3:1-Sieg über Hannover 96 steuerte ein glänzend aufgelegter Marcelinho auf der Baustelle namens AWD-Arena zwei Tore bei. Es waren seine Bundesligatreffer Nummer 28 und 29, womit er in der ewigen Hertha-Torjägerliste nunmehr auf Rang sieben liegt. Diese beiden Treffer - ein fulminanter Schuss aus 25 Metern Entfernung und ein Tor nach wunderbarer Vorarbeit von Arne Friedrich - könnten noch Gold wert sein.
Eine Niederlage in Hannover angesichts der vielen vergebenen Großchancen - namentlich Fredi Bobic und Giuseppe Reina sündigten über Gebühr - hätte es für Mannschaft und Trainer extrem schwierig gemacht, den drohenden Abstieg zu vermeiden. So aber kletterte man erst einmal wieder auf den rettenden 15. Tabellenplatz.
Die Ereignisse des Sonntags könnten sich als Wiedergeburt Marcelinhos erweisen. "In Hannover ist eine Zentnerlast von Marcello abgefallen", sagte Herthas Trainer Hans Meyer nach dem Sieg, "der ist kein eiskalter Typ, der eine Krise lächelnd wegsteckt." Giuseppe Reina, Schütze des 2:1 für die Berliner, lobte: "Marcello hat zwei sensationelle Tore gemacht. Die hat er aber auch dringend gebraucht." Nicht nur er. Marcelinho schrie seine Freude zweimal in den Stadionhimmel, herzte und knuddelte Trainer Meyer ("Der hat immer zu mir gehalten") und küsste das Vereinslogo vor der Berliner Fankurve. So sieht niemand aus, der sich mit Abwanderungsgedanken trägt, wie mancher in Berlin schon gemutmaßt hatte.
Kostspieliger Clan
Vom Werben des FC Schalke 04, der ab Sommer Marcelinhos Landsmann und Freund Ailton verpflichtet hat, war die Rede. Und von privaten Problemen und finanziellen Schwierigkeiten. Nach wie vor hält Marcelinho einen vielköpfigen Clan (Bruder samt Familie und Freunden) aus, die alle in teuren Appartements in Charlottenburg logieren. Von rund 30 000 Euro Kosten für Marcelinho pro Monat ist die Rede. Nun heißt es, Marcelinho wolle seine Entourage verkleinern. Ganz ohne Freunde aus der Heimat wird es aber nicht gehen. Dann nehme man ihm ein Stück Lebensfreude, was negative Auswirkungen auf dem Platz bringen würde.
Um den gutgläubigen Profi aus Brasilien zu schützen, hat der Verein vorgesorgt. Als man im Sommer 2002 Marcelinhos Vertrag vorzeitig bis 2007 verlängerte, wurde sein Gehalt nicht angehoben. Erst 2006, also ein Jahr vor dem Vertragsende, soll der kreative Kopf der Hertha eine Million Euro netto als Einmalzahlung erhalten. Geld, dass er vorher nicht ausgeben kann.
Beste Erstliga-Torjäger der Klubgeschichte: Michael Preetz 84 Tore, Erich Beer 83, Lorenz Horr 75, Erwin Hermandung 34, Karl-Heinz Granitza 34, Wolfgang Gayer 30, Marcelinho 29.
ich hoffe, daß er nach abschluß dieser saison auf platz 4 der besten torschützen ist !
Küsse auf der Baustelle
Marcelinho schießt sich und Hertha BSC in Form
Michael Jahn
HANNOVER, 1. März. Es gab Zeiten, da wähnte sich der Berliner Fußball-Bundesligist auf dem Weg zum weltoffenen Samba-Klub und firmierte als Hertha do Brasil oder FC Santos von der Spree. Mit Alex Alves, Marcelinho, Nené und Luizão liefen zeitweise gleich vier Ballzauberer aus dem Lande des fünfmaligen Weltmeisters auf. Inzwischen sind Alves (Vasco da Gama) und Nené (Gremio Porto Alegre), zwei der nur schwer integrierbaren Südländer, von Bord gegangen. Und mit Weltmeister Luizão machte ein dritter Brasilianer erst kürzlich seinen Wunsch öffentlich, wieder in die Heimat zurückkehren zu wollen. Das brachte ihm angesichts der nach wie vor prekären sportlichen Lage einen Rüffel von Herthas Manager Dieter Hoeneß ein. "Luizão sollte lieber überlegen, wie er uns auf dem Platz weiterhelfen kann", tadelte Hoeneß.
Das gravierende Problem aber stellte bis dato Marcelinho dar. Der 28-Jährige galt, trotz diverser Karneval-Eskapaden, immer als der bestintegrierte und pflegeleichteste Brasilianer in Berlin. Doch in der sportlichen Krise des Vereins verlor auch er seine Form und Kreativität. Der Niedergang Herthas konnte am Niedergang des Marcelo dos Santos Paraiba abgelesen werden. Gilt das nun auch für den Aufschwung?
Gesündigt über Gebühr
Am Sonntag beim 3:1-Sieg über Hannover 96 steuerte ein glänzend aufgelegter Marcelinho auf der Baustelle namens AWD-Arena zwei Tore bei. Es waren seine Bundesligatreffer Nummer 28 und 29, womit er in der ewigen Hertha-Torjägerliste nunmehr auf Rang sieben liegt. Diese beiden Treffer - ein fulminanter Schuss aus 25 Metern Entfernung und ein Tor nach wunderbarer Vorarbeit von Arne Friedrich - könnten noch Gold wert sein.
Eine Niederlage in Hannover angesichts der vielen vergebenen Großchancen - namentlich Fredi Bobic und Giuseppe Reina sündigten über Gebühr - hätte es für Mannschaft und Trainer extrem schwierig gemacht, den drohenden Abstieg zu vermeiden. So aber kletterte man erst einmal wieder auf den rettenden 15. Tabellenplatz.
Die Ereignisse des Sonntags könnten sich als Wiedergeburt Marcelinhos erweisen. "In Hannover ist eine Zentnerlast von Marcello abgefallen", sagte Herthas Trainer Hans Meyer nach dem Sieg, "der ist kein eiskalter Typ, der eine Krise lächelnd wegsteckt." Giuseppe Reina, Schütze des 2:1 für die Berliner, lobte: "Marcello hat zwei sensationelle Tore gemacht. Die hat er aber auch dringend gebraucht." Nicht nur er. Marcelinho schrie seine Freude zweimal in den Stadionhimmel, herzte und knuddelte Trainer Meyer ("Der hat immer zu mir gehalten") und küsste das Vereinslogo vor der Berliner Fankurve. So sieht niemand aus, der sich mit Abwanderungsgedanken trägt, wie mancher in Berlin schon gemutmaßt hatte.
Kostspieliger Clan
Vom Werben des FC Schalke 04, der ab Sommer Marcelinhos Landsmann und Freund Ailton verpflichtet hat, war die Rede. Und von privaten Problemen und finanziellen Schwierigkeiten. Nach wie vor hält Marcelinho einen vielköpfigen Clan (Bruder samt Familie und Freunden) aus, die alle in teuren Appartements in Charlottenburg logieren. Von rund 30 000 Euro Kosten für Marcelinho pro Monat ist die Rede. Nun heißt es, Marcelinho wolle seine Entourage verkleinern. Ganz ohne Freunde aus der Heimat wird es aber nicht gehen. Dann nehme man ihm ein Stück Lebensfreude, was negative Auswirkungen auf dem Platz bringen würde.
Um den gutgläubigen Profi aus Brasilien zu schützen, hat der Verein vorgesorgt. Als man im Sommer 2002 Marcelinhos Vertrag vorzeitig bis 2007 verlängerte, wurde sein Gehalt nicht angehoben. Erst 2006, also ein Jahr vor dem Vertragsende, soll der kreative Kopf der Hertha eine Million Euro netto als Einmalzahlung erhalten. Geld, dass er vorher nicht ausgeben kann.
Beste Erstliga-Torjäger der Klubgeschichte: Michael Preetz 84 Tore, Erich Beer 83, Lorenz Horr 75, Erwin Hermandung 34, Karl-Heinz Granitza 34, Wolfgang Gayer 30, Marcelinho 29.
ich hoffe, daß er nach abschluß dieser saison auf platz 4 der besten torschützen ist !
07.03.2004 - 09:45 Uhr
>ohne marcelinho in form oder ganz ohne ihn können wir gleich
>für die 2te liga planen ... ich würde ihn drinlassen er
>braucht nur endlich wieder ein erfolgserlebnis und spielpraxis
>dann wird er auch wieder zur alten stärke zurückfinden !!!
Gestern hat er meiner Meinung anch ein Super Spiel gezeigt und das Freistosstor zum 2:0 war vollkommen korrekt!
>für die 2te liga planen ... ich würde ihn drinlassen er
>braucht nur endlich wieder ein erfolgserlebnis und spielpraxis
>dann wird er auch wieder zur alten stärke zurückfinden !!!
Gestern hat er meiner Meinung anch ein Super Spiel gezeigt und das Freistosstor zum 2:0 war vollkommen korrekt!
11.03.2004 - 13:35 Uhr
Das Thema mit Assauer dürfte sich aller Voraussicht nach erledigt haben.
Es entstand ja durch den Wunsch von Ailton, dass er gerne mit Marcelinho spielen möchte.
Und nachdem jetzt Schalke schon Ärger mit Ailton hat, bevor er überhaupt da ist, werden sie wohl nicht mehr so wohltuend geneigt zu Ailton sein und für ihn diese finanziellen Belastungen eingehen. ;-)
Es entstand ja durch den Wunsch von Ailton, dass er gerne mit Marcelinho spielen möchte.
Und nachdem jetzt Schalke schon Ärger mit Ailton hat, bevor er überhaupt da ist, werden sie wohl nicht mehr so wohltuend geneigt zu Ailton sein und für ihn diese finanziellen Belastungen eingehen. ;-)
23.03.2004 - 23:14 Uhr
24.03.2004
Der nächste Schreck
Jetzt hat sich auch Herthas Spielmacher Marcelinho verletzt
Von André Görke
Berlin. Und dann hatte es der Fußballer aus Nigeria doch geschafft, ein wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Es war am Dienstagmittag, exakt 11.28 Uhr, als der Testspieler Solomon Ndubisi Okoronkwo seinen Gegenspieler am Torschuss hinderte. Dieser ging zu Boden, verzog das Gesicht, fasste sich an den Fuß und humpelte vom Platz.
Von nun an gerieten die Fotografen in Hektik. „Klick-klick-klick“. Der Mann am Boden war… Marcelinho.
Noch ein Verletzter bei Hertha BSC, nicht irgendeiner, sondern Herthas vielleicht wichtigster. Nach den Ausfällen von Andreas Neuendorf und Giuseppe Reina fällt nun auch Herthas Spielmacher aus. „Wie lange Marcelinho fehlen wird, wissen wir noch nicht“, sagte Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher nach der Diagnose. Der Brasilianer erlitt am rechten Fuß eine Prellung.
Noch während des Trainings hatte sich Herthas Physiotherapeut David de Mel um Marcelinho gekümmert und ihn anschließend zur Limousine des Managers gebracht, die neben dem Trainingsplatz parkte. Dieter Hoeneß fuhr dann seinen Spielmacher zur Kabine, anschließend ging es in die Praxis. „Im Auto hat er mir gesagt, dass er am Wochenende spielen kann“, erzählte Hoeneß später. „Vielleicht hatte er einfach Angst. Hoffen wir das Beste.“
Das mit dem rechten Mittelfuß des Brasilianers ist nämlich so eine Sache. Im August des vergangenen Jahres brach sich Marcelinho im ersten Saisonspiel gegen Werder Bremen den Fuß und fiel mehr als zwei Monate aus. Für Marcelinho war es die erste schwere Verletzung seiner Karriere, er hatte bis dahin fast alle Bundesligaspiele für Hertha bestritten.
Am Nachmittag immerhin konnte Mannschaftsarzt Schleicher ein wenig Entwarnung geben. „Es ist nicht die selbe Stelle wie damals“, sagte er nach dem Röntgen. In den nächsten Tagen werde Marcelinho dennoch nicht trainieren können, „und danach müssen wir sehen, ob er belastet werden kann. Wir haben nicht mehr viel Zeit.“ Um genauer zu sein: vier Tage.
Am Sonnabend muss Hertha bei Bayer Leverkusen antreten. Verteidiger Marko Rehmer, der sich gegen die Bayern das Knie verdrehte, wird spielen können. Schlechter dagegen sieht es bei Stürmer Giuseppe Reina (Meniskusbeschwerden) und Andreas Neuendorf (Sprunggelenk) aus. „Eine kleine Chance besteht noch, dass sie es schaffen“, sagt Schleicher. Reina immerhin, der vor drei Jahren am Knie operierte wurde, droht kein weiterer Eingriff. Nimmt die Schwellung ab, ist ein Einsatz sogar möglich.
Mit Marcelinho jedenfalls fehlt Hertha ein weiterer Offensivspieler in der Vorbereitung auf das Wochenende. Heute lässt Trainer Hans Meyer jene elf Profis zusammen spielen, die am Wochenende auflaufen sollen. Solomon Ndubisi Okoronkwo wird nicht dazu gehören. Er durfte das Training nach seiner Attacke gegen Marcelinho beenden.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/sport/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24.03.2004/1039497.asp#art
Der nächste Schreck
Jetzt hat sich auch Herthas Spielmacher Marcelinho verletzt
Von André Görke
Berlin. Und dann hatte es der Fußballer aus Nigeria doch geschafft, ein wenig Aufmerksamkeit zu erregen. Es war am Dienstagmittag, exakt 11.28 Uhr, als der Testspieler Solomon Ndubisi Okoronkwo seinen Gegenspieler am Torschuss hinderte. Dieser ging zu Boden, verzog das Gesicht, fasste sich an den Fuß und humpelte vom Platz.
Von nun an gerieten die Fotografen in Hektik. „Klick-klick-klick“. Der Mann am Boden war… Marcelinho.
Noch ein Verletzter bei Hertha BSC, nicht irgendeiner, sondern Herthas vielleicht wichtigster. Nach den Ausfällen von Andreas Neuendorf und Giuseppe Reina fällt nun auch Herthas Spielmacher aus. „Wie lange Marcelinho fehlen wird, wissen wir noch nicht“, sagte Mannschaftsarzt Ulrich Schleicher nach der Diagnose. Der Brasilianer erlitt am rechten Fuß eine Prellung.
Noch während des Trainings hatte sich Herthas Physiotherapeut David de Mel um Marcelinho gekümmert und ihn anschließend zur Limousine des Managers gebracht, die neben dem Trainingsplatz parkte. Dieter Hoeneß fuhr dann seinen Spielmacher zur Kabine, anschließend ging es in die Praxis. „Im Auto hat er mir gesagt, dass er am Wochenende spielen kann“, erzählte Hoeneß später. „Vielleicht hatte er einfach Angst. Hoffen wir das Beste.“
Das mit dem rechten Mittelfuß des Brasilianers ist nämlich so eine Sache. Im August des vergangenen Jahres brach sich Marcelinho im ersten Saisonspiel gegen Werder Bremen den Fuß und fiel mehr als zwei Monate aus. Für Marcelinho war es die erste schwere Verletzung seiner Karriere, er hatte bis dahin fast alle Bundesligaspiele für Hertha bestritten.
Am Nachmittag immerhin konnte Mannschaftsarzt Schleicher ein wenig Entwarnung geben. „Es ist nicht die selbe Stelle wie damals“, sagte er nach dem Röntgen. In den nächsten Tagen werde Marcelinho dennoch nicht trainieren können, „und danach müssen wir sehen, ob er belastet werden kann. Wir haben nicht mehr viel Zeit.“ Um genauer zu sein: vier Tage.
Am Sonnabend muss Hertha bei Bayer Leverkusen antreten. Verteidiger Marko Rehmer, der sich gegen die Bayern das Knie verdrehte, wird spielen können. Schlechter dagegen sieht es bei Stürmer Giuseppe Reina (Meniskusbeschwerden) und Andreas Neuendorf (Sprunggelenk) aus. „Eine kleine Chance besteht noch, dass sie es schaffen“, sagt Schleicher. Reina immerhin, der vor drei Jahren am Knie operierte wurde, droht kein weiterer Eingriff. Nimmt die Schwellung ab, ist ein Einsatz sogar möglich.
Mit Marcelinho jedenfalls fehlt Hertha ein weiterer Offensivspieler in der Vorbereitung auf das Wochenende. Heute lässt Trainer Hans Meyer jene elf Profis zusammen spielen, die am Wochenende auflaufen sollen. Solomon Ndubisi Okoronkwo wird nicht dazu gehören. Er durfte das Training nach seiner Attacke gegen Marcelinho beenden.
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/sport/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24.03.2004/1039497.asp#art
17.05.2004 - 10:10 Uhr
na denn alles gute euch beiden :-)
17.05.2004 - 11:36 Uhr
>na denn alles gute euch beiden :-)
schließe mich an. der klassenerhalt ist wohl für beide das schönste geschenk.
schließe mich an. der klassenerhalt ist wohl für beide das schönste geschenk.
17.05.2004 - 18:36 Uhr
Herzliche Glückwunsche euch beiden auch von mir!
:-)
:-)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Spaetzle am 17.05.2004 um 18:36 Uhr bearbeitet
28.06.2004 - 20:03 Uhr
Hertha: Spielmacher verlängert Heimaturlaub eigenmächtig - 28.06.2004 14:31
Geldstrafe für Marcelinho
Alle Jahre wieder: Die Bundesliga-Klubs trommeln ihre Spieler nach der Sommerpause zum Trainingsauftakt zusammen, und ein paar Brasilianer hängen noch ein paar Tage Strandurlaub an ihre Freizeit dran - so könnte man dies überspitzt formulieren.
Wird gemaßregelt: Herthas Marcelinho.
Spielmacher Marcelinho von Hertha BSC fügt sich auch in diesem Sommer nahtlos in die Reihe jener südamerikanischer Profis ein, die ihren ersten Übungstermin eigenhändig umdatieren.
Am Montag fehlte der blondierte Ballzauberer jedenfalls. Wie im Vorjahr, als er für seine disziplinarische Verfehlung 20.000 Euro zahlen musste, werden auch 2004 wieder ein paar Taler fällig.
"Die Strafe, die Marcelinho zahlen muss, ist neben dem Erlös aus dem Dauerkarten-Verkauf unsere erste Einnahmequelle der neuen Saison", kommentierte Hertha-Manager Dieter Hoeneß süffisant.
Der Betrag könnte ähnlich hoch ausfallen. Am Dienstag wird Marcelinho in der Hauptstadt erwartet. Sein Landsmann Dede (Borussia Dortmund) hatte vergangene Woche seinen Flieger nach Deutschland verpasst und versäumte den Auftakt unter dem neuen Coach Bert van Marwijk ebenfalls.
Quelle: http://www.kicker.de/content/news/artikel.asp?folder=3400&object=300967&liga=1&saison=2004/05&spieltag=1&spielpaarung=29
Geldstrafe für Marcelinho
Alle Jahre wieder: Die Bundesliga-Klubs trommeln ihre Spieler nach der Sommerpause zum Trainingsauftakt zusammen, und ein paar Brasilianer hängen noch ein paar Tage Strandurlaub an ihre Freizeit dran - so könnte man dies überspitzt formulieren.
Wird gemaßregelt: Herthas Marcelinho.
Spielmacher Marcelinho von Hertha BSC fügt sich auch in diesem Sommer nahtlos in die Reihe jener südamerikanischer Profis ein, die ihren ersten Übungstermin eigenhändig umdatieren.
Am Montag fehlte der blondierte Ballzauberer jedenfalls. Wie im Vorjahr, als er für seine disziplinarische Verfehlung 20.000 Euro zahlen musste, werden auch 2004 wieder ein paar Taler fällig.
"Die Strafe, die Marcelinho zahlen muss, ist neben dem Erlös aus dem Dauerkarten-Verkauf unsere erste Einnahmequelle der neuen Saison", kommentierte Hertha-Manager Dieter Hoeneß süffisant.
Der Betrag könnte ähnlich hoch ausfallen. Am Dienstag wird Marcelinho in der Hauptstadt erwartet. Sein Landsmann Dede (Borussia Dortmund) hatte vergangene Woche seinen Flieger nach Deutschland verpasst und versäumte den Auftakt unter dem neuen Coach Bert van Marwijk ebenfalls.
Quelle: http://www.kicker.de/content/news/artikel.asp?folder=3400&object=300967&liga=1&saison=2004/05&spieltag=1&spielpaarung=29
28.06.2004 - 21:08 Uhr
>egaaaaaaaaal ...soll er doch ne Woche später
>kommen...hauptsache er spielt dann in Top-Form :)
wenn er ne woche dranhängt, dann könnte er sich glatt lapa leisten :-)
>kommen...hauptsache er spielt dann in Top-Form :)
wenn er ne woche dranhängt, dann könnte er sich glatt lapa leisten :-)
28.06.2004 - 22:03 Uhr
Und täglich grüsst das Murmeltier, nix neues für Marcelo.
Jetzt braucht er eine gute Ausrede sonst wirds teuer !
Jetzt braucht er eine gute Ausrede sonst wirds teuer !
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