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Marcelinho

23.02.2004 - 21:03 Uhr
Marcelinho |#21
05.02.2005 - 09:56 Uhr
Marcelo muss heut mit nach Mainz, da noch Werbe Termine anstehen

Gut so, dann hat man ihn ständig unter Beobachtung er hätte bestimmt in Berlin massig, ausgiebig Karneval gefeiert & wäre stockbesoffen zum MO Training erschienen :+
Marcelinho |#22
06.02.2005 - 21:08 Uhr
2 Mio. Jahresgehalt - so verpulvert er sein Geld

Leben in Saus und Braus: Egal ob beim Shopping (o.), auf Party-Tour (l.) oder im Luxus-Auto (u.) - sein Clan ist immer dabei. Handy und Outfit (r.) kosten

Berlin - Als Marcelinho im Sommer 2002 seinen Vertrag vorzeitig bis 2007 verlängerte, klingelte es richtig in der Kasse des Mittelfeld-Regisseurs. Rund 2 Mio. Dollar brutto kassiert er seitdem pro Jahr. Doch selbst das scheint nicht zu langen. BZ erklärt, wofür Marcello seine Millionen verpulvert:

Sein Clan. Marcello hat ständig 4 bis 8 Freunde und Verwandte um sich. Er bezahlt deren Wohnungen, gibt großzügiges Taschengeld. Kostenpunkt: Zwischen 30 000 und 50 000 EUR im Monat. In Brasilien hat er 13 Hektar Land für sich und seine Familie gekauft, läßt 10 Häuser für seine Geschwister und Eltern bauen - Fußballplatz und Swimmingpool inbegriffen. Hoeneß warnt: "Er ist zu gutmütig, hat möglicherweise falsche Freunde."

Der Dollar-Kurs. Bereits im Dezember 2003 berichtete die BZ, daß sein Gehalt zum Großteil in US-Dollar ausbezahlt wird - und mit dem schwachen Dollarkurs kontinuierlich fällt. Bei seiner Vertragsverlängerung 2002 waren Dollar- und Eurokurs nahezu gleich. Heute ist ein Dollar nur noch 77 Cent wert - ein Verlust von 23 Prozent.

La dolce vita. Marcelinho genießt das "süße Leben" in vollen Zügen. Nachts zieht er mit seinem Gefolge durch die Bars, liebt teure Designer-Klamotten und schnelle Autos. Seine letzten Luxus-Schlitten (alle von Mercedes): E-Klasse, M-Klasse. Aktuell fährt er einen CLS 350 (kostet rund 60 000 EUR).

Marcelinho |#23
06.02.2005 - 21:09 Uhr
Wie pleite ist Marcelinho?
Flucht nach Brasilien - Häuser gepfändet?
Hertha zittert: Ist er gegen Nürnberg dabei?
LARS WALLRODT, SAHMI EL NAJJAR und CATHRIN GILBERT
Berlin - Freitagabend klingelte das Handy von Dieter Hoeneß. Was er hörte, ließ ihn blaß werden. Marcelinhos Berater Luiz Taveira berichtete dem Hertha-Manager, daß sein Schützling in wenigen Minuten Richtung Brasilien abheben würde. Um dort "geschäftliche Probleme" zu regeln...

Der Hammer! Marcellos Blitz-Trip in die Heimat - und das zur besten Karnevals-Zeit...

Alles nur ein Vorwand zum Feiern für den in Mainz gelbgesperrten Brasilianer? Wohl kaum! Denn akute Geldprobleme machten die Reise nötig. Hoeneß: "Er verzichtet ungern auf ein Wochenende, daß wie gemalt gewesen wäre für sein Freizeitverhalten. Aber bei Marcelinho ist ein privates geschäftliches Problem aufgetaucht. Er ist mit seiner Frau nach Brasilien geflogen. Morgen erwarten wir ihn pünktlich zum Vormittagstraining zurück."

Was ist geschehen?

BZ erfuhr: Marcello hat sich finanziell übernommen, muß nun vor Ort Probleme mit seinen Häusern lösen, die er gerade in seinem Heimatort Campina Grande (Provinz Paraiba/165 000 Einwohner) für sich und seine Familie baut (siehe Extra-Kasten). Sogar Pfändungen sollen im Raum gestanden haben.

Hoeneß nachdenklich: "Ich habe keine Ahnung, wie Marcelinhos geschäftliche Dinge geregelt sind, kenne auch das aktuelle Problem nicht bis ins kleinste Detail. Es hat aber mit Geldanlagen zu tun. Fakt ist, daß er nicht optimal mit Geld umgehen kann."

Nett umschrieben. Marcello (rund 2 Mio. Dollar Jahresgehalt) ist nicht zum ersten Mal klamm. Schon in der Vergangenheit stand er bei Hoeneß auf der Matte, als das Geld nicht mehr langte. Hoeneß: "Es gab schon viele Situationen, wo Marcello bei mir war. Er ist bei uns in sehr guten Händen, aber jedes Problem können wir auch nicht lösen."

Heißt: Von Hertha kriegt der Top-Scorer der Liga (9 Tore/9 Vorlagen) keine Finanzspritze. Statt dessen eine "Entwicklungshilfe" der anderen Art.

Hoeneß hat da schon eine Idee: "Ich würde ihm am liebsten jemanden zur Seite stellen, der sich seriös um seine Geschäfte kümmert, dort Ordnung schafft. Bisher ist Marcello nicht auf diesen Vorschlag eingegangen, aber jetzt wäre der richtige Zeitpunkt dafür." Ein geschäftlicher "Babysitter" für Millionär Marcelinho - es scheint dringend nötig...

Marcelinho |#24
06.02.2005 - 21:11 Uhr
Marcelinho
ALLES GELD WEG?

Marcelinho reiste überraschend nach Brasilien. Hoeneß: "Wenn die Not groß ist, braucht man nicht zu diskutieren"
Foto: Klinge
Berlin - Schock Sonntag beim Hertha-Training: Marcelinho fehlte - und war weit weg. Schon Freitagabend düste er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Brasilien. Etwa zum Samba-Tanzen auf dem Karneval?

Nein!

Es steckt viel mehr dahinter. Marcelinho hat massive finanzielle Probleme, mußte vor Ort Verhandlungen führen. Manager Dieter Hoeneß: "Ihm ist nicht zum Feiern zumute. Es gab kurzfristige geschäftliche Probleme. Er mußte ganz schnell weg." Ist das ganze Geld weg? Immerhin ist Marcello (2 Mio. Dollar Jahresgehalt) für seine spendable Art bekannt, füttert seit Jahren einen Riesen-Clan aus Freunden und Verwandten durch.

Aufregung bei Hertha. Hoeneß wurde erst kurz vor Marcelinhos Abflug von dessen Berater über den Blitz-Trip informiert.

Wann er wiederkommt, was das wahre Problem ist und wie er seine Millionen verpulvert hat, lesen Sie auf den Seiten 54/55.
Marcelinho |#25
07.02.2005 - 14:33 Uhr

>ich hoffe stark, dass das ganze jetzt keinen starken einfluss
>auf marcellos leistung nimmt.
>

Das hoffe ich auch. Marcello mach keinen Scheiß - wir brauchen dich!!!

•     •     •

Bert Papon : Irgendwelche Fragen, bevor ich gehe und mich aufhänge?
Der Trainer vom Dunfermline Athletic FC aus Schottland, auf einer Pressekonferenz nach einer 0:7 Niederlage
Marcelinho |#26
07.02.2005 - 16:15 Uhr
>das sich die probleme nachhaltig auf die leistung auswirkt,
>ist wohl klar.
>vllt sollte DH ihm, neben einem berater, auch noch die zahlung
>seines gehaltes in euro anbieten.
>also 2 mille euros statt 2 mille dollar.
>würde marcello vllt wieder etwas luft geben und hertha nicht
>soooo sehr wehtun.
>zumal hier gehts um marcello.
>am besten nur, wenn marcello den "unterstellten" berater
>akzeptiert.
>wenn jemand sowas verdient hat, dann er.

100% Agree! Hertha könnte so Marcelinho zeigen wieviel er dem Verein wert ist, das tut ihm sicherlich gut. Ausserdem ist Marcelinho nun mal wirklich die 2Mio € wert, wenn ich so sehe wer sonst noch so ein Gehalt kassiert! Hoffe Hoeness kommt auch auf die Idee!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von marcello84 am 07.02.2005 um 16:25 Uhr bearbeitet
Marcelinho |#27
10.02.2005 - 19:40 Uhr
Ich seh schwarz für Samstag was Marcellos Einsatz anbenlangt:
http://bz.berlin1.de/aktuell/hertha/050211/hertha.html

Auszug von der BZ (11.02.05)

Berlin - Manchmal kann die eigene Seele einen Menschen viel kranker machen als die Viren...

Hertha in Angst: Gestern um 14.52 Uhr meldete sich ein kreidebleicher Marcelinho bei Trainer Falko Götz: "Mir geht's nicht gut." Erste Diagnose: Fieber, Schüttelfrost - Grippe. Der Coach zögerte nicht lang, schickte seinen Star unverzüglich ab ins Bett. Ob er sich bis zum Nürnberg-Spiel wieder erholt - keiner weiß es... Marcello schwer angeschlagen - und alle fragen sich: Haben ihn seine Geldsorgen krank gemacht? Schließlich mußte er für sechs Tage in die Heimat jetten, um einen "finanziellen Engpaß" zu lösen (), kam erst am Mittwoch wieder zurück nach Berlin.

"Für Marcello kam in letzter Zeit viel zusammen: Der Reisestreß, der Klimawandel zwischen Brasilien und Deutschland, die Sorgen und der Streß. Jetzt hat er Fieber und eine Erkältung. Ich weiß nicht, ob er bis zum Spiel am Sonnabend gegen Nürnberg fit wird", sorgt sich Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Schleicher um Herthas Spielmacher.

Die Chancen für einen Einsatz stehen "50:50"! Zwar hat Hertha auch schon letzte Woche in Mainz (3:0) bewiesen, daß sie auch ohne ihren Spielmacher brillieren können. Doch Götz läßt keinen Zweifel daran, daß er sich seinen Mittelfeld-Zauberer schnell zurückwünscht: "Wir wollen mit der besten Aufstellung spielen, da gehört er nun mal dazu. Hoffentlich erholt er sich schnell."

Marcello wird jetzt mit Infusionen und Vitaminspritzen behandelt, muß erst mal das Bett hüten. Dabei würde er viel lieber morgen auf dem Feld schwitzen...
Marcelinho |#28
20.02.2005 - 12:57 Uhr
Hoeneß: "Wir haben eine Gesamtlösung gefunden!"

Marcelinho vor der Fast-Pleite gerettet

Jetzt kann sich Marcelinho wieder auf den Fußball konzentrieren

Berlin - Die Rettung kam gerade zur rechten Zeit: Am Freitag, zwei Tage vor dem Spitzen-Duell in Stuttgart (Sonntag, 17.30 Uhr), hat Hertha den Durchbruch im Kampf um die maroden Finanzen von Super-Star Marcelinho bekanntgegeben...

Stolz verkündete Manager Dieter Hoeneß: "Eine Gesamtlösung für Marcelinhos Finanzprobleme ist in Sicht. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Marcello nimmt zum ersten Mal Hilfe an. Wir haben einen Partner gefunden, der ihm helfen wird."

Endlich! Mit Grausen erinnern wir uns: Vor 15 Tagen verschwand der Mittelfeld-Virtuose in einer Nacht-und-Nebel-Aktion nach Brasilien. Noch nicht einmal Hoeneß kannte die genauen Hintergründe, wurde nur kurz von Marcelinhos Berater informiert.

Es stellte sich heraus: Der Ball-Zauberer versuchte, in der Heimat kurzfristig Baugrund zu verkaufen, um einen finanziellen Engpaß auszuräumen ().

Das mißlang! Mit Tränen in den Augen landete Marcello vier Tage später wieder in Berlin: "Nichts ist gut", stammelte er. Sein ausschweifendes Leben mit seinem Clan, diverse dubiose Bauprojekte in Brasilien und Kredithaie mit Wucherzinsen hatten sein Vermögen aufgefressen. Selbst sein Gehalt von 100 000 EUR netto im Monat reichte nicht mehr. Nun wird alles gut. Hoeneß ist der Sache in vielen Gesprächen mit Marcelinho, seinem Berater Luiz Taveira (extra aus Brasilien angereist) und dessen Anwalt auf den Grund gegangen, hat sich einen kompletten Überblick verschafft: "Marcello hat in der Vergangenheit Fehler gemacht. Aber nun wird die Sache neu strukturiert, auf solide Beine gestellt." Jetzt werden Finanzexperten die Geschäftssituation von Marcelinho analysieren und ihn in Zukunft beraten. Der Brasilianer wird allerdings nicht darum herumkommen, seine Großzügigkeit zu zügeln, falsche Freunde abzustoßen.

Nur seinen Gegnern darf er weiterhin kräftig einschenken...

Marcelinho |#29
03.03.2005 - 20:00 Uhr
Akuten Geldsorgen
Marcelinho: Schluß mit Clan-Wahn
CARSTEN PRIEFER und SAHMI EL NAJJAR

Marcellos Feier-Clan: Sogenannte Freunde, mindestens 10, schwirrten jahrelang um Marcelinho rum. Er finanzierte alles: Wohnung & Vergnügen
Foto: Hamaiel
BERLIN - Es ist seine letzte Chance, um finanziell nicht den Bach runter zu gehen. Und er nutzt sie. Herthas Marcelinho krempelt sein Leben um, hat sich von seinem geliebten Clan getrennt.

"Ja, das stimmt. Ab jetzt sind nur noch zwei Freunde bei mir in Berlin, den Rest habe ich zurück nach Brasilien geschickt", sagt er. Hintergrund der Aktion sind seine akuten Geldsorgen ().

Seine Großzügigkeit war stadtbekannt. In Berlin fütterte er eine 10köpfige Gruppe mit seinem Jahresgehalt von rund 1,8 Mio. EUR durch. "Die hohen Spesen für meine Freunde stören mich nicht. Ich hänge nicht am Geld", sagte er damals.


Der Rest vom Fest: Toninho (l.) & Chris, die Einzigen, die bei Marcello in Berlin bleiben durften. Der Rest wurde nach Brasilien geschickt
Foto: ROGMANS
Schluß mit Clan-Wahn!

Jetzt steht ihm das Wasser bis zum Hals. Marcello ist endlich einsichtig: "Es ist aus finanzieller Sicht besser für mich, daß ich nur noch Chris und Toninho bei mir habe. Und auch besser für meinen Beruf. Jetzt kann ich mich mehr auf den Fußball konzentrieren."

Auch Manager Dieter Hoeneß ist über die Wandlung des Zuckerhut-Zauberers erfreut: "Wir sind auf einem sehr guten Weg. Marcello nimmt zum ersten Mal Hilfe an. Und wir haben einen Partner gefunden, der ihm helfen wird."

Der neue Marcelinho. Stark auf dem Feld, einsichtig im Privatleben.



Marcelinho |#30
06.03.2005 - 20:57 Uhr
http://morgenpost.berlin1.de/content/2005/03/06/sport/739369.html

Er ist der Top-Star von Fußball-Bundesligist Hertha BSC. Und mitunter dessen größtes Sorgenkind. Marcelinho (29) sorgt für Schlagzeilen. Auf dem Platz und im Privatleben. Die Berliner Morgenpost sprach mit dem Brasilianer vor dem Heimspiel heute (17.30 Uhr, Olympiastadion) gegen den 1. FC Kaiserslautern über seine finanziellen Probleme, seine Erfahrungen in Deutschland und seine Pläne.

Berliner Morgenpost: Marcelinho, zehn Treffer und elf Torvorlagen stehen auf Ihrem Konto. Das sind Bestwerte im Verein. Können Sie Ihre Rekordmarke von 14 Toren aus 2002/03 bis Saisonende überbieten?

Marcelinho: Das würde ich gern. Mein größtes Ziel ist es aber, mit Hertha in der nächsten Saison in der Champions League zu spielen.

Mit dieser Zielsetzung stehen Sie ziemlich allein im Verein.

Natürlich weiß ich, daß das schwer wird. Wir haben es jedoch selbst in der Hand, müssen möglichst jedes Spiel gewinnen. Wenn Werder Bremen stolpert, haben wir eine gute Chance auf Platz drei. Wir spielen ja selbst noch gegen Bremen.

Hertha gab einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel aus, Sie dagegen sprachen schon in der Hinrunde von der Champions League. Gab es deshalb intern Ärger?

Man hat mir gesagt, daß man mich nicht daran hindern könne, so zu denken, ich es aber lieber für mich behalten solle. Ich habe einfach weitergeredet. Ich war immer optimistisch und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Ich bin es gewohnt, mir hohe Ziele zu setzen. In Brasilien ist es ganz normal, wenn man während der Vorbereitung sagt, daß man Meister werden will. In Deutschland ist man mit solchen Aussagen viel vorsichtiger.

Was macht den Unterschied zur vergangenen Saison aus, als Hertha gegen den Abstieg spielte?

Das war eine Lektion, aus der wir gelernt haben. Ich bin mit der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden. Wir sind besser eingespielt, haben mehr Selbstvertrauen, und die Kommunikation mit dem Trainer ist hervorragend. Außerdem helfen uns Yildiray Bastürk und Gilberto im Kreativbereich spürbar weiter, ihre Pässe kommen an.

Auf Herthas Starcard-DVD haben Sie den Fans versprochen, hart an Ihrer Disziplin außerhalb des Platzes zu arbeiten. Wie ist das zu verstehen?

Ich hatte in der Vergangenheit einige Probleme, habe meinen Führerschein verloren und bin sehr oft zu spät gekommen. Das ist für einen Profi nicht gut. Ich habe in Deutschland gelernt, daß ich mich nicht nur auf dem Platz vorbildlich verhalten muß. Das ist wichtig für meine Zukunft. Das kann ich weitergeben an meine Kinder und die jungen Spieler. In Brasilien wird das mit der Disziplin viel lockerer gesehen. Hier dagegen wird darauf geachtet, daß man pünktlich ist, werden alle Dinge sehr ernst genommen. Das fängt bei den Dehnübungen an.

Probleme hatten Sie nicht nur mit der Disziplin. Anfang Februar sorgten Ihre finanziellen Schwierigkeiten für Schlagzeilen. Hertha soll Ihnen inzwischen bei der Lösung der Probleme geholfen haben. Sie haben sich dafür bei Manager Dieter Hoeneß bedankt.

Seit ich in Berlin bin, hat Dieter Hoeneß immer versucht, mir zu helfen, wo es möglich war. Als er nun mitbekam, was ich alles durchgemacht habe, hat er sich oft mit mir unterhalten, nach Lösungen gesucht. Ich bin ihm dafür sehr dankbar und versuche, auf dem Platz etwas von der Hilfe zurückzugeben und Hertha Freude zu bereiten.

Deswegen auch die leuchtend roten Haare im vergangenen Heimspiel gegen den Hamburger SV?

Ich wollte ein bißchen anders aussehen. Vielleicht hat das mit meiner Eitelkeit zu tun. Die Farbe paßt auch gut zu meinen neuen Schuhen. Aber ich wollte zeigen, daß meine Lust am Fußball wieder da ist und ich für Hertha BSC kämpfen werde.

Bedingung war allerdings, daß Sie einen Finanzberater an Ihrer Seite akzeptieren.

Damit habe ich kein Problem. Ich brauche so etwas.

Trainer Falko Götz befürchtete keine negativen Auswirkungen auf Ihre Leistungen. Wenn Sie auf dem Platz stünden, würden Sie nur noch an Fußball denken.

Ich habe Spaß an meiner Arbeit, spiele gern, aber ganz wegstecken konnte ich die Probleme nicht. Sie waren wirklich schwerwiegend und schlimm. Das hat mich schon beeinträchtigt. Deswegen bin ich nach Brasilien geflogen, um eine schnelle Lösung zu finden. Je länger ich gewartet hätte, desto stärker wäre ich vom Fußball abgelenkt gewesen.

Sie haben Ihren brasilianischen Freundeskreis, den Sie in Berlin unterhielten, auf zwei Personen reduziert. Waren Sie jahrelang zu großzügig und spendabel?

Ich werde meine Freunde nie vergessen, aber ich muß versuchen, den Kreis in Berlin zu verkleinern. Ich muß Ordnung in mein Leben bringen und eine gewisse Ruhe um mich herum haben. Alles andere ist Vergangenheit.

Blicken wir in die Zukunft. Ihr Vertrag bei Hertha läuft noch bis 2007. Hat es Sie nie gereizt, bei einem europäischen Top-Klub zu spielen?

Ich habe immer mal wieder vom Interesse großer Klubs gehört, einige Berater haben bei mir angefragt, ob ich wechseln wolle. Ich bin aber glücklich in Berlin. Hertha hat immer alle Verpflichtungen eingehalten und mich unterstützt. Ich möchte meinen Vertrag erfüllen und würde ihn gern um vier weitere Jahre bis 2011 verlängern. Dann könnten meine Kinder auf derselben Schule bleiben.

Sie wollten aber doch irgendwann einmal mit Ihrem Freund und Landsmann Ailton in einer Mannschaft spielen . . .

Dann muß Ailton in ein paar Jahren eben zu Hertha wechseln. Ich will jedenfalls noch lange in Deutschland bleiben. Momentan habe ich auch kein Interesse, zurück nach Brasilien oder nach Spanien zu gehen.

Das Interesse an der WM-Teilnahme 2006 in Deutschland mit der Selecao dürfte dagegen kaum erloschen sein.

Selbstverständlich träume ich davon, aber die Konkurrenz in der Selecao ist riesengroß. Ich konzentriere mich jetzt erst einmal auf den Verein.
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