Arminias Finanzen
23.01.2006 - 20:10 Uhr
01.05.2010 - 12:56 Uhr
@leijona
zunächst einmal Glückwunsch zum 1.000sten!
Ich bin eher Mitleser hier im Forum und schätze deine Beiträge sehr, aber an dieser Stelle muss ich Dir weitestgehend widersprechen.
Eine Insolvenz Arminias bereitet der Stadt noch mehr finanzielle Probleme als sie ohnehin schon hat.
Mit jeder Eintrittskarte, Schal, Trikot usw. werden 19%, mit jeder Bratwurst und jedem Bier 7% Mehrwertsteuer fällig. Die Lohn- bzw. Einkommensteuer der Spieler/Funktionäre/Mitarbeiter werden an das Finanzamt Bielefeld abgeführt.
Die Höhe der städtischen Einnahmen kenne ich natürlich auch nicht, ich befürchte aber, dass die Stadt an Arminia überproportional partizipiert.
Ich habe vor 2 Tagen einen Kollegen der sehr nah am Rat der Stadt ist gebeten, eine Kosten/Nutzenanalyse bezüglich Arminia/Stadt Bielefeld zu erstellen. Ob sich das kurzfristig realisieren bzw. veröffentlichen lässt bleibt abzuwarten.
Auch nach einer Insolvenz werden Erklärungsversuche bzgl. Kitaplätze nicht einfacher, das Gegenteil ist der Fall.
Seit Jahrzehnten betonen Wirtschaft/Stadt wie wichtig Arminia für die Region sei, das Engagement der beiden zielt MMn darauf ab, mit minimalen Aufwand einen maximalen Ertrag zu erzielen, was auch so in Ordnung ist. Ich für meinen Teil brauche keine Euroleague hier, mir reicht 2. Liga/Bundesliga völlig aus.
Dafür sind aus meiner Sicht mehr die Sponsoren als die Stadt gefordert, leider reicht die Zeit nicht mehr, bzw. wollen die Sponsoren nicht mehr.
In einem Punkt stimme ich dir 100%ig zu: Die Stadtkasse darf keinen Schaden erleiden!
zunächst einmal Glückwunsch zum 1.000sten!
Ich bin eher Mitleser hier im Forum und schätze deine Beiträge sehr, aber an dieser Stelle muss ich Dir weitestgehend widersprechen.
Eine Insolvenz Arminias bereitet der Stadt noch mehr finanzielle Probleme als sie ohnehin schon hat.
Mit jeder Eintrittskarte, Schal, Trikot usw. werden 19%, mit jeder Bratwurst und jedem Bier 7% Mehrwertsteuer fällig. Die Lohn- bzw. Einkommensteuer der Spieler/Funktionäre/Mitarbeiter werden an das Finanzamt Bielefeld abgeführt.
Die Höhe der städtischen Einnahmen kenne ich natürlich auch nicht, ich befürchte aber, dass die Stadt an Arminia überproportional partizipiert.
Ich habe vor 2 Tagen einen Kollegen der sehr nah am Rat der Stadt ist gebeten, eine Kosten/Nutzenanalyse bezüglich Arminia/Stadt Bielefeld zu erstellen. Ob sich das kurzfristig realisieren bzw. veröffentlichen lässt bleibt abzuwarten.
Auch nach einer Insolvenz werden Erklärungsversuche bzgl. Kitaplätze nicht einfacher, das Gegenteil ist der Fall.
Seit Jahrzehnten betonen Wirtschaft/Stadt wie wichtig Arminia für die Region sei, das Engagement der beiden zielt MMn darauf ab, mit minimalen Aufwand einen maximalen Ertrag zu erzielen, was auch so in Ordnung ist. Ich für meinen Teil brauche keine Euroleague hier, mir reicht 2. Liga/Bundesliga völlig aus.
Dafür sind aus meiner Sicht mehr die Sponsoren als die Stadt gefordert, leider reicht die Zeit nicht mehr, bzw. wollen die Sponsoren nicht mehr.
In einem Punkt stimme ich dir 100%ig zu: Die Stadtkasse darf keinen Schaden erleiden!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arminia71 am 01.05.2010 um 12:57 Uhr bearbeitet
01.05.2010 - 13:03 Uhr
@ Leijona: So kann ich deinen Beitrag gerne akzeptieren und verstehe auch deinen Standpunkt
Jetzt kann ich gerne dagegen Argumentieren ;)
Zunächst gehe ich davon aus dass die Stadt der Arminia nicht einfach 6 Millionen in kleinen unnummerierten Scheinen zustecken wird sondern, dass es sich dabei um ein Darlehen mit niedrigem Zinssatz handeln wird, dessen Tilgung zunächst gestundet wird.
Wie man den Familien erklären soll, dass man grade dem Fußballverein hilft und nicht dem Unternehmen welches Bankrott gegangen ist? Tja das ist nicht so einfach, da viele ganz einfahc nur kurzfristig denken.
Warum möchte ich also für den Betrag von 6 Millionen € den ich als KREDIT an den Verein geben würde Arminia Bielefeld retten und kein anderes bankrottes Unternehmen retten?
1. Image (Zitat Marketing prof. "Image geht immer, wenn Sie mal nicht weiterwissen: IMAGE!"). Damit meine ich jetzt nicht nur das wir uns zur Lachnummer der republik machen, wenn wir nichteinmal die Einnahmen eines einzelnen Blitzers pro Jahr (einmalig) investieren können um unseren Verein zu retten sondern viel mehr die Möglichkeit der wir den lokalen unternehmen rauben würden sich für dann doch relativ beschränkte Mittel bundesweit auf der großen Bühne präsentieren zu können!
2. Geld, dieser Punkt wird in 3 Abteilungen unterteilt:
2.1 Arminia schuldet verschiedenen Unternehmen der Stadt (wohl hauptsächlich den Stadtwerken) bereits einen 7stelligen Betrag.
Da die Konkursmasse des Vereins wohl hauptsächlich aus dem Stadion besteht, mit dme kein Mensch was anfangen kann wären diese Millionen auf jeden Fall weg! Sollte der Verein keine Lizenz für den Profifußball bekommen, hätten nämclih alle bestehenden Spielerverträge keinen Bestand mehr (sind ja nur für 1.+2. Liga abgeschlossen).
2.2 Das Stadion,
einst günstig dem Verein überlassen der es umgebaut hat würde es wohl an die Stadt fallen und immense Kosten verursachen. SO groß ist das Grundstück nicht als dass es nach nem Abriss durch den verkauf sich wieder ammortisieren würde, sodass es wohl jahrelang da rumstehen würde ohne erkennbaren Nutzen aber wahnsinnige Kosten verursachend! Denn die Stadt muss dafür sorgen, dass es nicht verfällt und somit keine gefahr für die Sicherheit etc. wird. Keine ahnung was das kostet, aber locker ein mittlerer 6 stelliger Betrag im jahr für Sicherheitsdienste, Hausmeister, Reparaturen etc.
2.3 Steuern
Ein Wirtschaftsunternehmen wie die Arminia mit einem Jahresumsatz von round about 25 Millionen € zahlt jedes Jahr Steuern im unteren 7 stelligen Bereich. Dazu kommen indirekte Steuern wie die Einkommenssteuern der Angestellten (Funktionäre, Spieler, Trainer etc.) auch wenn nicht alle in Bielefeld ansässig sind kann man davon ausgehen, dass diese Einnahmen sich auf etwa 1 Millionen € pro Jahr Belaufen. WIe ja bekannt ist mussten wir alleine für zusätzliche Nachzahlungen der Jahre 2005-2007 nocheinmal 400´000€ berappen und solche Nachzahlung sind bekanntermaßen immer nur ein kleiner Teil der Gesamtzahlungen. Wnen ich jetzt ne Bilanz hier hätte könnt cih das natürlich besser belegen, aber dazu müsst ich zum Amtsgericht Bielefeld wuseln und das ist mir heute dann doch etwas weit.
Jetzt ist natürlich die Frage:
"Warum retten wir denn die Arminia und nicht den Möbelladen um die Ecke?? Die zahlen doch auch Steuern und haben Angestellte!!"
Da ich das Wort Nachhaltigkeit hasse nutz ich mal ein anderes und behaupte einfach mal, dass der Verein eine Perspektive hat!
Warum sollte denn so ein Sauhaufen ne Perspektive haben?
Klar muss der Sauhaufen mal ordentlich aufgeräumt werden, die Finanzen gehören ordentlich aufgestellt und mit einer ordentlichen langfristigen Planung ohne die ausgiebige Blauäugigkeit die in den letzten Jahren bei der langfristigen Finanzierung an den Tag gelegt wurde.
Mit einer Lizenz für die nächste Saison in der zweiten Liga, bei einem extrem abgespeckten Kader ist es einem verein wie der Arminia möglich, auch bei mittelmäßigen Ergebnissen, durch garantierte Einnahmen wie einem Mindestmaß an TV-Geldern, Sponsoren Gelder (Stadion + Trikotwerbung) einen Überschuss zu erwirtschaften.
Klar muss gespart werden, aber es ist Möglich, andere Vereine zeigen es ja auch, oder glaubt ihr wirklich, dass Paderborn mehr Geld einnimmt wie wir?
Wir haben die Chance aus dem Loch hinauszukommen, wenn wir uns langfristig mal wieder darauf besinnen, was wir wirklich haben, das Risiko mal zurückstufen und keinen akuten Wahnsinn praktizieren!
Und eben diese Vorzeichen fehlen bei dem Möbelhändler um die Ecke, der kann nicht so einfach seine Personalkosten halbieren und er hat erst Recht keine gesicherten Einnahmen!
Der Stadt würde eine Insolvenz des vereins bei weitem teurer kommen, als eine lebensrettende Maßnahme. Und dies könnte dazu führen, dass wir dann doch mal einen Kindergarten mehr haben.
Wie gesagt hätte ich eine Bilanz könnte ich das noch etwas besser unterfüttern.
Am besten bräuchte man dann noch genau verkaufszahlen der bratwurstbuden etc. um eine echte rechnung aufzustellen, aber ich denke, dass sich 6 Millionen € einmal investiert alleine durch Steuern und Abgaben aller Art die direkt mit dem verein zusammenhängen nach 3-4 jahren zweite Liga (sehr pessimistische Steuerschätzung) wieder ammortisiert hätten.
Jetzt kann ich gerne dagegen Argumentieren ;)
Zunächst gehe ich davon aus dass die Stadt der Arminia nicht einfach 6 Millionen in kleinen unnummerierten Scheinen zustecken wird sondern, dass es sich dabei um ein Darlehen mit niedrigem Zinssatz handeln wird, dessen Tilgung zunächst gestundet wird.
Wie man den Familien erklären soll, dass man grade dem Fußballverein hilft und nicht dem Unternehmen welches Bankrott gegangen ist? Tja das ist nicht so einfach, da viele ganz einfahc nur kurzfristig denken.
Warum möchte ich also für den Betrag von 6 Millionen € den ich als KREDIT an den Verein geben würde Arminia Bielefeld retten und kein anderes bankrottes Unternehmen retten?
1. Image (Zitat Marketing prof. "Image geht immer, wenn Sie mal nicht weiterwissen: IMAGE!"). Damit meine ich jetzt nicht nur das wir uns zur Lachnummer der republik machen, wenn wir nichteinmal die Einnahmen eines einzelnen Blitzers pro Jahr (einmalig) investieren können um unseren Verein zu retten sondern viel mehr die Möglichkeit der wir den lokalen unternehmen rauben würden sich für dann doch relativ beschränkte Mittel bundesweit auf der großen Bühne präsentieren zu können!
2. Geld, dieser Punkt wird in 3 Abteilungen unterteilt:
2.1 Arminia schuldet verschiedenen Unternehmen der Stadt (wohl hauptsächlich den Stadtwerken) bereits einen 7stelligen Betrag.
Da die Konkursmasse des Vereins wohl hauptsächlich aus dem Stadion besteht, mit dme kein Mensch was anfangen kann wären diese Millionen auf jeden Fall weg! Sollte der Verein keine Lizenz für den Profifußball bekommen, hätten nämclih alle bestehenden Spielerverträge keinen Bestand mehr (sind ja nur für 1.+2. Liga abgeschlossen).
2.2 Das Stadion,
einst günstig dem Verein überlassen der es umgebaut hat würde es wohl an die Stadt fallen und immense Kosten verursachen. SO groß ist das Grundstück nicht als dass es nach nem Abriss durch den verkauf sich wieder ammortisieren würde, sodass es wohl jahrelang da rumstehen würde ohne erkennbaren Nutzen aber wahnsinnige Kosten verursachend! Denn die Stadt muss dafür sorgen, dass es nicht verfällt und somit keine gefahr für die Sicherheit etc. wird. Keine ahnung was das kostet, aber locker ein mittlerer 6 stelliger Betrag im jahr für Sicherheitsdienste, Hausmeister, Reparaturen etc.
2.3 Steuern
Ein Wirtschaftsunternehmen wie die Arminia mit einem Jahresumsatz von round about 25 Millionen € zahlt jedes Jahr Steuern im unteren 7 stelligen Bereich. Dazu kommen indirekte Steuern wie die Einkommenssteuern der Angestellten (Funktionäre, Spieler, Trainer etc.) auch wenn nicht alle in Bielefeld ansässig sind kann man davon ausgehen, dass diese Einnahmen sich auf etwa 1 Millionen € pro Jahr Belaufen. WIe ja bekannt ist mussten wir alleine für zusätzliche Nachzahlungen der Jahre 2005-2007 nocheinmal 400´000€ berappen und solche Nachzahlung sind bekanntermaßen immer nur ein kleiner Teil der Gesamtzahlungen. Wnen ich jetzt ne Bilanz hier hätte könnt cih das natürlich besser belegen, aber dazu müsst ich zum Amtsgericht Bielefeld wuseln und das ist mir heute dann doch etwas weit.
Jetzt ist natürlich die Frage:
"Warum retten wir denn die Arminia und nicht den Möbelladen um die Ecke?? Die zahlen doch auch Steuern und haben Angestellte!!"
Da ich das Wort Nachhaltigkeit hasse nutz ich mal ein anderes und behaupte einfach mal, dass der Verein eine Perspektive hat!
Warum sollte denn so ein Sauhaufen ne Perspektive haben?
Klar muss der Sauhaufen mal ordentlich aufgeräumt werden, die Finanzen gehören ordentlich aufgestellt und mit einer ordentlichen langfristigen Planung ohne die ausgiebige Blauäugigkeit die in den letzten Jahren bei der langfristigen Finanzierung an den Tag gelegt wurde.
Mit einer Lizenz für die nächste Saison in der zweiten Liga, bei einem extrem abgespeckten Kader ist es einem verein wie der Arminia möglich, auch bei mittelmäßigen Ergebnissen, durch garantierte Einnahmen wie einem Mindestmaß an TV-Geldern, Sponsoren Gelder (Stadion + Trikotwerbung) einen Überschuss zu erwirtschaften.
Klar muss gespart werden, aber es ist Möglich, andere Vereine zeigen es ja auch, oder glaubt ihr wirklich, dass Paderborn mehr Geld einnimmt wie wir?
Wir haben die Chance aus dem Loch hinauszukommen, wenn wir uns langfristig mal wieder darauf besinnen, was wir wirklich haben, das Risiko mal zurückstufen und keinen akuten Wahnsinn praktizieren!
Und eben diese Vorzeichen fehlen bei dem Möbelhändler um die Ecke, der kann nicht so einfach seine Personalkosten halbieren und er hat erst Recht keine gesicherten Einnahmen!
Der Stadt würde eine Insolvenz des vereins bei weitem teurer kommen, als eine lebensrettende Maßnahme. Und dies könnte dazu führen, dass wir dann doch mal einen Kindergarten mehr haben.
Wie gesagt hätte ich eine Bilanz könnte ich das noch etwas besser unterfüttern.
Am besten bräuchte man dann noch genau verkaufszahlen der bratwurstbuden etc. um eine echte rechnung aufzustellen, aber ich denke, dass sich 6 Millionen € einmal investiert alleine durch Steuern und Abgaben aller Art die direkt mit dem verein zusammenhängen nach 3-4 jahren zweite Liga (sehr pessimistische Steuerschätzung) wieder ammortisiert hätten.
01.05.2010 - 13:35 Uhr
so, hier noch ein Nachtrag. Das Gesamtsteueraufkommen im Jahr 2007 lag bei 6,7 Mio, ohne die indirekten Steuern...
...der eine oder andere Kindergarten konnte davon schon finanziert werden.
http://www.arminia-bielefeld.de/alle-schlagzeilen/detailansicht/viewid-7070.html?no_cache=1
...der eine oder andere Kindergarten konnte davon schon finanziert werden.
http://www.arminia-bielefeld.de/alle-schlagzeilen/detailansicht/viewid-7070.html?no_cache=1
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arminia71 am 01.05.2010 um 13:37 Uhr bearbeitet
01.05.2010 - 13:46 Uhr
Zitat von Arminia71:
so, hier noch ein Nachtrag. Das Gesamtsteueraufkommen im Jahr 2007 lag bei 6,7 Mio, ohne die indirekten Steuern...
...der eine oder andere Kindergarten konnte davon schon finanziert werden.
http://www.arminia-bielefeld.de/alle-schlagzeilen/detailansicht/viewid-7070.html?no_cache=1
Muss man da noch was sagen?
Die Karstadtfiliale bittet um einen Steuererlass, es regt sich neimand auf, es geht ja um Arbeitsplätze...
Ein einem Steuererlass gleichzusetzenden Wert bringt die Bevölkerung auf die Barrikaden!
rettet die Stadt den verein mittels eines kredits haben sie das Geld in etwas mehr als einem jar raus (wir sind ja jetzt 2. Liga) durch direkte Steuern. Rettet sie ihn nicht geht ihr langfristig ein vielfaches verloren. Das risiko ist abschätzbar und bevor da irgendwas über Landesbanken in Immobilien im Ausland versenkt wird dann doch eine Chance hier nutzen langfristig positive Effekte zu generieren!
Das dann auch zum thema: Der Steuerzahler zahlt, die Arminia bezahlt sich indirekt selbst
so, hier noch ein Nachtrag. Das Gesamtsteueraufkommen im Jahr 2007 lag bei 6,7 Mio, ohne die indirekten Steuern...
...der eine oder andere Kindergarten konnte davon schon finanziert werden.
http://www.arminia-bielefeld.de/alle-schlagzeilen/detailansicht/viewid-7070.html?no_cache=1
Muss man da noch was sagen?
Die Karstadtfiliale bittet um einen Steuererlass, es regt sich neimand auf, es geht ja um Arbeitsplätze...
Ein einem Steuererlass gleichzusetzenden Wert bringt die Bevölkerung auf die Barrikaden!
rettet die Stadt den verein mittels eines kredits haben sie das Geld in etwas mehr als einem jar raus (wir sind ja jetzt 2. Liga) durch direkte Steuern. Rettet sie ihn nicht geht ihr langfristig ein vielfaches verloren. Das risiko ist abschätzbar und bevor da irgendwas über Landesbanken in Immobilien im Ausland versenkt wird dann doch eine Chance hier nutzen langfristig positive Effekte zu generieren!
Das dann auch zum thema: Der Steuerzahler zahlt, die Arminia bezahlt sich indirekt selbst
01.05.2010 - 14:11 Uhr
Zitat von Arminia71:
@leijona
zunächst einmal Glückwunsch zum 1.000sten!
Danke! War viel Arbeit!
Zitat von Arminia71:
Ich bin eher Mitleser hier im Forum und schätze deine Beiträge sehr, aber an dieser Stelle muss ich Dir weitestgehend widersprechen.
Das mit dem "eher Mitleser" lässt sich ja ändern. Ich schätze durchaus auch gegenteilige Meinungen und lasse mich auch belehren und/oder bekehren.
Zitat von Arminia71:
Eine Insolvenz Arminias bereitet der Stadt noch mehr finanzielle Probleme als sie ohnehin schon hat.
Mit jeder Eintrittskarte, Schal, Trikot usw. werden 19%, mit jeder Bratwurst und jedem Bier 7% Mehrwertsteuer fällig. Die Lohn- bzw. Einkommensteuer der Spieler/Funktionäre/Mitarbeiter werden an das Finanzamt Bielefeld abgeführt.
Die Höhe der städtischen Einnahmen kenne ich natürlich auch nicht, ich befürchte aber, dass die Stadt an Arminia überproportional partizipiert.
Ich habe vor 2 Tagen einen Kollegen der sehr nah am Rat der Stadt ist gebeten, eine Kosten/Nutzenanalyse bezüglich Arminia/Stadt Bielefeld zu erstellen. Ob sich das kurzfristig realisieren bzw. veröffentlichen lässt bleibt abzuwarten.
Auch nach einer Insolvenz werden Erklärungsversuche bzgl. Kitaplätze nicht einfacher, das Gegenteil ist der Fall.
Das leuchtet mir ja durchaus ein. Die Insolvenz einer Firma ist immer schlimm für die Kommune. Letztlich wird es nicht ohne Kosten-Nutzenanalyse und Prüfung der Arminiazahlen gehen, was ja (sollte die Zeit überhaupt reichen) Voraussetzung ist:
Zitat von Westfalen-Blatt:
Doch bevor sich die Stadt engagiere, müssten laut Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) die Arminia-Zahlen von neutraler Stelle geprüft werden. Dafür kämen die NRW-Bank oder die Unternehmensberatung »Price Waterhouse Coopers« in Frage. Diese Überprüfung fordere auch Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (FDP).
Link: http://westfalen-blatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php?id=37863&artikel=1
Zitat von Arminia71:
Seit Jahrzehnten betonen Wirtschaft/Stadt wie wichtig Arminia für die Region sei, das Engagement der beiden zielt MMn darauf ab, mit minimalen Aufwand einen maximalen Ertrag zu erzielen, was auch so in Ordnung ist. Ich für meinen Teil brauche keine Euroleague hier, mir reicht 2. Liga/Bundesliga völlig aus.
Dafür sind aus meiner Sicht mehr die Sponsoren als die Stadt gefordert, leider reicht die Zeit nicht mehr, bzw. wollen die Sponsoren nicht mehr.
Das hat ja auch lange gut funktioniert. Jetzt aber "mal eben" ein 12-Millionen-Loch stopfen zu wollen halte ich für unrealistisch.
Zitat von Arminia71:
In einem Punkt stimme ich dir 100%ig zu: Die Stadtkasse darf keinen Schaden erleiden!
Letztlich wird sie Schaden nehmen - so oder so. Das hast Du ja treffend beschrieben. Was wir brauchen ist eine Lösung, bei der die Stadt sicher gehen kann, nicht in ein totes Unternehmen Kapital zu pumpen. Und es muss dem Nicht-Fußballfan plausibel gemacht werden, warum der DSC anders behandelt wird als andere Unternehmen.
@leijona
zunächst einmal Glückwunsch zum 1.000sten!
Danke! War viel Arbeit!
Zitat von Arminia71:
Ich bin eher Mitleser hier im Forum und schätze deine Beiträge sehr, aber an dieser Stelle muss ich Dir weitestgehend widersprechen.
Das mit dem "eher Mitleser" lässt sich ja ändern. Ich schätze durchaus auch gegenteilige Meinungen und lasse mich auch belehren und/oder bekehren.
Zitat von Arminia71:
Eine Insolvenz Arminias bereitet der Stadt noch mehr finanzielle Probleme als sie ohnehin schon hat.
Mit jeder Eintrittskarte, Schal, Trikot usw. werden 19%, mit jeder Bratwurst und jedem Bier 7% Mehrwertsteuer fällig. Die Lohn- bzw. Einkommensteuer der Spieler/Funktionäre/Mitarbeiter werden an das Finanzamt Bielefeld abgeführt.
Die Höhe der städtischen Einnahmen kenne ich natürlich auch nicht, ich befürchte aber, dass die Stadt an Arminia überproportional partizipiert.
Ich habe vor 2 Tagen einen Kollegen der sehr nah am Rat der Stadt ist gebeten, eine Kosten/Nutzenanalyse bezüglich Arminia/Stadt Bielefeld zu erstellen. Ob sich das kurzfristig realisieren bzw. veröffentlichen lässt bleibt abzuwarten.
Auch nach einer Insolvenz werden Erklärungsversuche bzgl. Kitaplätze nicht einfacher, das Gegenteil ist der Fall.
Das leuchtet mir ja durchaus ein. Die Insolvenz einer Firma ist immer schlimm für die Kommune. Letztlich wird es nicht ohne Kosten-Nutzenanalyse und Prüfung der Arminiazahlen gehen, was ja (sollte die Zeit überhaupt reichen) Voraussetzung ist:
Zitat von Westfalen-Blatt:
Doch bevor sich die Stadt engagiere, müssten laut Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) die Arminia-Zahlen von neutraler Stelle geprüft werden. Dafür kämen die NRW-Bank oder die Unternehmensberatung »Price Waterhouse Coopers« in Frage. Diese Überprüfung fordere auch Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (FDP).
Link: http://westfalen-blatt.de/nachrichten/ueberregional/arminia.php?id=37863&artikel=1
Zitat von Arminia71:
Seit Jahrzehnten betonen Wirtschaft/Stadt wie wichtig Arminia für die Region sei, das Engagement der beiden zielt MMn darauf ab, mit minimalen Aufwand einen maximalen Ertrag zu erzielen, was auch so in Ordnung ist. Ich für meinen Teil brauche keine Euroleague hier, mir reicht 2. Liga/Bundesliga völlig aus.
Dafür sind aus meiner Sicht mehr die Sponsoren als die Stadt gefordert, leider reicht die Zeit nicht mehr, bzw. wollen die Sponsoren nicht mehr.
Das hat ja auch lange gut funktioniert. Jetzt aber "mal eben" ein 12-Millionen-Loch stopfen zu wollen halte ich für unrealistisch.
Zitat von Arminia71:
In einem Punkt stimme ich dir 100%ig zu: Die Stadtkasse darf keinen Schaden erleiden!
Letztlich wird sie Schaden nehmen - so oder so. Das hast Du ja treffend beschrieben. Was wir brauchen ist eine Lösung, bei der die Stadt sicher gehen kann, nicht in ein totes Unternehmen Kapital zu pumpen. Und es muss dem Nicht-Fußballfan plausibel gemacht werden, warum der DSC anders behandelt wird als andere Unternehmen.
01.05.2010 - 14:17 Uhr
Allein der kostenlose Werbeeffekt von Arminia in den letzten 6 Jahren war schon mehr wert als 6 Mio Euros.
Ich bin aber auch der Meinung wie einige Politiker das die Hilfe nur duch eine Sportlich Perspektive geben kann. Und das heißt für mich ja zu Satzumgsänderung und damit die Möglichkeit nächste Sasion wieder in der 2. Liga spielen zukönnen.
Denn nur wenn Arminia weiter Lebt, kommen auch viele Auswärtige Fans die den einen oder anderen Euro in die leere Stadtkasse fließen lassen.
Ich bin aber auch der Meinung wie einige Politiker das die Hilfe nur duch eine Sportlich Perspektive geben kann. Und das heißt für mich ja zu Satzumgsänderung und damit die Möglichkeit nächste Sasion wieder in der 2. Liga spielen zukönnen.
Denn nur wenn Arminia weiter Lebt, kommen auch viele Auswärtige Fans die den einen oder anderen Euro in die leere Stadtkasse fließen lassen.
01.05.2010 - 14:31 Uhr
O.k., das geht hier alles ein wenig schnell.
@gothi:
Das Blitzer-Argument ist nicht schlecht. Das hat was!
Du sprichst auch genau das an, was mir Bauchschmerzen bereitet: der Möbelhändler um die Ecke (ich nenne ihn mal spontan Finke). Es ist wahr, dass ein Möbelhaus anderweitig Verwendung finden kann, was mit der Alm nicht möglich wäre. Dass die Stadt auf dieser Immobilie sitzen bliebe, war in der Presse bereits Thema.
@Arminia71:
Die Zahl von 6,7 Mio. Steuerabgaben ist ein Wort...
Es dürfte sehr schwierig werden, die Stadt zum Zahlen zu bewegen (oder das Regierungspräsidium zur Zustimmung). Und noch problematischer wird es sein, die Bevölkerung zu überzeugen. Ich schlafe noch ein paar Nächte darüber und gönne mir morgen in Berlin aber eine Denkpause. Danke auf jeden Fall für die Argumente!
Edit:
@Arminia05:
Die Satzungsänderung ist wenigstens etwas, das wir Mitglieder in der Hand haben. Da können wir unseren Beitrag zum Gelingen leisten. Ich komme mir schon nutzlos genug vor... :(
@gothi:
Das Blitzer-Argument ist nicht schlecht. Das hat was!
Du sprichst auch genau das an, was mir Bauchschmerzen bereitet: der Möbelhändler um die Ecke (ich nenne ihn mal spontan Finke). Es ist wahr, dass ein Möbelhaus anderweitig Verwendung finden kann, was mit der Alm nicht möglich wäre. Dass die Stadt auf dieser Immobilie sitzen bliebe, war in der Presse bereits Thema.
@Arminia71:
Die Zahl von 6,7 Mio. Steuerabgaben ist ein Wort...
Es dürfte sehr schwierig werden, die Stadt zum Zahlen zu bewegen (oder das Regierungspräsidium zur Zustimmung). Und noch problematischer wird es sein, die Bevölkerung zu überzeugen. Ich schlafe noch ein paar Nächte darüber und gönne mir morgen in Berlin aber eine Denkpause. Danke auf jeden Fall für die Argumente!
Edit:
@Arminia05:
Die Satzungsänderung ist wenigstens etwas, das wir Mitglieder in der Hand haben. Da können wir unseren Beitrag zum Gelingen leisten. Ich komme mir schon nutzlos genug vor... :(
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Leijona am 01.05.2010 um 14:35 Uhr bearbeitet
01.05.2010 - 19:12 Uhr
Frederiko ist einer der Topverdiener der 2. Liga. Wie kann die Arminia kurz vor Ende des Transferfensters so einen teuren Spieler verpflichten? Zu diesem Zeitpunkt waren doch praktisch sämtliche Zahlen schon bekannt?! Und in der Winterpause hat man trotzdem nichts gemacht. In meinen Augen ist das Wettbewerbsverzerrung; das sah die DFL ähnlich.
Die Zukunft des Vereins auf´s Spiel zu setzen ist grob fahrlässig. Die Verantwortlichen gehören bestraft.
Die Zukunft des Vereins auf´s Spiel zu setzen ist grob fahrlässig. Die Verantwortlichen gehören bestraft.
01.05.2010 - 19:19 Uhr
Zitat von vonfreytag:
Frederiko ist einer der Topverdiener der 2. Liga. Wie kann die Arminia kurz vor Ende des Transferfensters so einen teuren Spieler verpflichten? Zu diesem Zeitpunkt waren doch praktisch sämtliche Zahlen schon bekannt?! Und in der Winterpause hat man trotzdem nichts gemacht. In meinen Augen ist das Wettbewerbsverzerrung; das sah die DFL ähnlich.
Die Zukunft des Vereins auf´s Spiel zu setzen ist grob fahrlässig. Die Verantwortlichen gehören bestraft.
da bist Du aber vollkommen falsch informiert.Federico wurde wärend des Trainingslager ( Juli, das Transferfenster ging bis ende August) verpflichtet und zudiesem Zeitpunkt waren noch nicht alle Zahlen bekannt. Ein Teil der Defizit wurde erst durch fehlender Sponsoren und Zuschauereinnahmen erreicht.
Frederiko ist einer der Topverdiener der 2. Liga. Wie kann die Arminia kurz vor Ende des Transferfensters so einen teuren Spieler verpflichten? Zu diesem Zeitpunkt waren doch praktisch sämtliche Zahlen schon bekannt?! Und in der Winterpause hat man trotzdem nichts gemacht. In meinen Augen ist das Wettbewerbsverzerrung; das sah die DFL ähnlich.
Die Zukunft des Vereins auf´s Spiel zu setzen ist grob fahrlässig. Die Verantwortlichen gehören bestraft.
da bist Du aber vollkommen falsch informiert.Federico wurde wärend des Trainingslager ( Juli, das Transferfenster ging bis ende August) verpflichtet und zudiesem Zeitpunkt waren noch nicht alle Zahlen bekannt. Ein Teil der Defizit wurde erst durch fehlender Sponsoren und Zuschauereinnahmen erreicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arminia05 am 01.05.2010 um 19:20 Uhr bearbeitet
01.05.2010 - 22:23 Uhr
Außerdem sind solche Aussagen wie
Zitat von vonfreytag:
Frederiko ist einer der Topverdiener der 2. Liga.
doch ziemlich gewagt. Aber so ist das eben mit Vermutungen...wenn man sie oft genug wiederholt, werden sie irgendwann bestimmt zu einer unumstößlichen Tatsache.
Zitat von vonfreytag:
Frederiko ist einer der Topverdiener der 2. Liga.
doch ziemlich gewagt. Aber so ist das eben mit Vermutungen...wenn man sie oft genug wiederholt, werden sie irgendwann bestimmt zu einer unumstößlichen Tatsache.
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