Arminias Finanzen
23.01.2006 - 20:10 Uhr
+++ MILLIONEN-MINUS BEI ARMINIA BIELEFELD +++
Zitat von transfermarkt.de:
(...) Die finanzielle Lage beim Tabellen-Vierten der 2. Liga sei dramatisch, berichtet die Zeitung in ihrem Online-Dienst (nw- news.de). Arminias Konten sollen zwischenzeitlich zwei Tage gesperrt gewesen sein. Das Mobiliar der VIP-Logen soll an die örtliche Sparkasse verkauft und von Arminia wieder zurückgeleast worden sein.» http://transfermarkt.de/de/news/35814/millionen-minus-bei-arminia-bielefeld.html
Zitat von transfermarkt.de:
(...) Die finanzielle Lage beim Tabellen-Vierten der 2. Liga sei dramatisch, berichtet die Zeitung in ihrem Online-Dienst (nw- news.de). Arminias Konten sollen zwischenzeitlich zwei Tage gesperrt gewesen sein. Das Mobiliar der VIP-Logen soll an die örtliche Sparkasse verkauft und von Arminia wieder zurückgeleast worden sein.» http://transfermarkt.de/de/news/35814/millionen-minus-bei-arminia-bielefeld.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jaysus am 04.02.2010 um 20:25 Uhr bearbeitet
23.01.2006 - 20:11 Uhr
Quelle: Markt & Wirtschaft Westfalen 1/2006
(...) "Die 2005 zu erwartenden Erlöse in Höhe von rund 25 Mio. € setzen sich aus dem Ticketverkauf (4,6 Mio.), TV-Rechten (11,5 Mio.), Werbung und Sponsoren (5,5 Mio.) sowie Spielerverkäufen (4 Mio.) zusammen. Trotz eines zu erwartenden operativen Gewinns von 5 Mio. € sei der Stadionausbau nicht aus eigenen Mitteln zu schaffen, betonte Kentsch. Viele gute Gründe führte der Manager an, die für Arminia sprechen: der Bekanntheitsgrad liege Bundesweit bei 96%. (...)
Quelle: Markt & Wirtschaft westfalenn 1/2006
5 Mio. Gewinn hört sich doch wirklich sehr gut an, so hoch hätte ich den aufgrund von Spielerkäufen nicht erwartet.
Meinen Respekt hat Herr Kentsch!!!
Weil 5 Mio. doch erwähnenswert sind, habe ich das hier noch einmal reinkopiert!
(...) "Die 2005 zu erwartenden Erlöse in Höhe von rund 25 Mio. € setzen sich aus dem Ticketverkauf (4,6 Mio.), TV-Rechten (11,5 Mio.), Werbung und Sponsoren (5,5 Mio.) sowie Spielerverkäufen (4 Mio.) zusammen. Trotz eines zu erwartenden operativen Gewinns von 5 Mio. € sei der Stadionausbau nicht aus eigenen Mitteln zu schaffen, betonte Kentsch. Viele gute Gründe führte der Manager an, die für Arminia sprechen: der Bekanntheitsgrad liege Bundesweit bei 96%. (...)
Quelle: Markt & Wirtschaft westfalenn 1/2006
5 Mio. Gewinn hört sich doch wirklich sehr gut an, so hoch hätte ich den aufgrund von Spielerkäufen nicht erwartet.
Meinen Respekt hat Herr Kentsch!!!
Weil 5 Mio. doch erwähnenswert sind, habe ich das hier noch einmal reinkopiert!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bielefelder am 23.01.2006 um 20:13 Uhr bearbeitet
25.01.2006 - 21:50 Uhr
Roland Kentsch hat gerade bei Radio Bielefeld von etwa 1 Mio. € Zusatzeinnahmen durch das Erreichen des Halbfinales gesprochen! :-)
26.01.2006 - 12:17 Uhr
>Wie kommen die auf 11,5 mio. aus TV-Rechten?
>Das hört sich sehr hoch an.
Wahrscheinlich hat man die 1,5-2 Mio. € aus dem DFB-Pokal mit eingerechnet. Zudem wurde durch die letzte Saison in der man immer im Mittelfeld gestanden hatte wohl auch über die Platzierung etwas mehr eingenommen. Das sind zwar nur vermutungen, aber anders kann ich es mir auch nicht erklären.
>Das hört sich sehr hoch an.
Wahrscheinlich hat man die 1,5-2 Mio. € aus dem DFB-Pokal mit eingerechnet. Zudem wurde durch die letzte Saison in der man immer im Mittelfeld gestanden hatte wohl auch über die Platzierung etwas mehr eingenommen. Das sind zwar nur vermutungen, aber anders kann ich es mir auch nicht erklären.
26.01.2006 - 21:05 Uhr
In der LZ hab ich letztens gelesen, dass die Arminia 500.000€ netto durch den Einzug ins Semifinale des DFB-Pokals bekommt, wie kommen dann die 1Mio zu stande?
Und ein paar Tage vorher hab ich der Zeitung entnommen, dass
die Arminia Steuern zurückgezahlt haben, und somit Schulden abbauen konnten.
Also finanziell scheints gut zu laufen, hoffen wir mal es bleibt dabei!
Und ein paar Tage vorher hab ich der Zeitung entnommen, dass
die Arminia Steuern zurückgezahlt haben, und somit Schulden abbauen konnten.
Also finanziell scheints gut zu laufen, hoffen wir mal es bleibt dabei!
26.01.2006 - 21:26 Uhr
>In der LZ hab ich letztens gelesen, dass die Arminia 500.000€
>netto durch den Einzug ins Semifinale des DFB-Pokals bekommt,
>wie kommen dann die 1Mio zu stande?
Durch das erreichen des Viertelfinales hat man 500.000 € eingenommen,
das mit den 1 Mio. vom Halbfinale passt schon. Arbeitet die LZ nicht
komplett mit der NW zusammen? Da stand das eigentlich passend drin.
>netto durch den Einzug ins Semifinale des DFB-Pokals bekommt,
>wie kommen dann die 1Mio zu stande?
Durch das erreichen des Viertelfinales hat man 500.000 € eingenommen,
das mit den 1 Mio. vom Halbfinale passt schon. Arbeitet die LZ nicht
komplett mit der NW zusammen? Da stand das eigentlich passend drin.
26.01.2006 - 21:58 Uhr
>>In der LZ hab ich letztens gelesen, dass die Arminia
>500.000€
>>netto durch den Einzug ins Semifinale des DFB-Pokals
>bekommt,
>>wie kommen dann die 1Mio zu stande?
>
>Durch das erreichen des Viertelfinales hat man 500.000 €
>eingenommen,
>das mit den 1 Mio. vom Halbfinale passt schon. Arbeitet die LZ
>nicht
>komplett mit der NW zusammen? Da stand das eigentlich passend
>drin.
Ja, bis auf das Layout und ein paar Lokalsachen ist das ziemlich das gleiche, habe die Artikel nicht mehr so ganz im Kopf und habe keine Online-quelle gefunden.
>500.000€
>>netto durch den Einzug ins Semifinale des DFB-Pokals
>bekommt,
>>wie kommen dann die 1Mio zu stande?
>
>Durch das erreichen des Viertelfinales hat man 500.000 €
>eingenommen,
>das mit den 1 Mio. vom Halbfinale passt schon. Arbeitet die LZ
>nicht
>komplett mit der NW zusammen? Da stand das eigentlich passend
>drin.
Ja, bis auf das Layout und ein paar Lokalsachen ist das ziemlich das gleiche, habe die Artikel nicht mehr so ganz im Kopf und habe keine Online-quelle gefunden.
27.01.2006 - 09:51 Uhr
Gelohnt hat sich der Pokalwettbewerb für die Ostwestfalen schon vor dem Halbfinale. Inklusive des Spiels gegen Offenbach kassierten die Arminen etwa 500.000 Euro Netto durch den Pokalwettbewerb.
Geld, das in das Trainingszentrum oder in den Ausbau der Schüco-Arena investiert werden könnte. Beide Projekte stehen noch auf der Agenda der DSC-Verantwortlichen. So soll 2006 in die Plätze auf dem vereinseigenen Trainingsgelände investiert werden.
www.nw-news.de
Geld, das in das Trainingszentrum oder in den Ausbau der Schüco-Arena investiert werden könnte. Beide Projekte stehen noch auf der Agenda der DSC-Verantwortlichen. So soll 2006 in die Plätze auf dem vereinseigenen Trainingsgelände investiert werden.
www.nw-news.de
17.03.2006 - 22:25 Uhr
2005: Sportlich und wirtschaftlich ein Rekordjahr
In den letzten Wochen hatte Arminias Finanzabteilung alle Hände voll zu tun, galt es doch, die Lizenzierungsunterlagen für die kommende Saison vorzubereiten. Außerdem musste der Jahresabschluss 2005 erstellt werden. Zur gesamten wirtschaftlichen Situation des DSC Arminia Bielefeld bezogen Roland Kentsch und Finanzprokurist Henrik Wiehl heute in einer Pressekonferenz ausführlich Stellung.
Das Kalenderjahr 2005 kann als das wirtschaftlich erfolgreichste der gesamten Clubgeschichte gewertet werden. Es wurde mit einem Rekordumsatz i.H.v. 31,3 Millionen Euro abgeschlossen. Dazu kamen weitere 700.00 Euro Jahresumsatz der „Planet Arminia GmbH“ (Fanartikel-Verkauf). Abzüglich aller Aufwendungen blieb am Ende ein positiver Ertrag i.H.v. 3,3 Millionen Euro. „Das ist natürlich ein Riesenerfolg für Arminia“, freute sich Kentsch, nicht ohne jedoch anzumerken, dass abseits eventueller Investitionen in neue Spieler weiterhin Restverbindlichkeiten aus dem bisherigen Stadionumbau abzutragen sind. Insgesamt muss der Club in den nächsten 5 Jahren noch etwa 3 Millionen tilgen. Außerdem, so Kentsch, stehen kurz- und mittelfristige Investitionen am Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße an. Etwa 700.000 Euro sind 2005 dort in den Ausbau investiert worden, die gleiche Summe soll im laufenden Jahr noch einmal fließen. Allerdings konnte der Überschuss aus 2005 den Verlust aus der letzten Zweitliga-Saison 03/04 endlich kompensieren.
Das unerwartet erfolgreiche sportliche Abschneiden der Profi-Mannschaft in Liga und Pokal war hauptverantwortlich für das wirtschaftliche Rekordergebnis. Vor allem die Mehreinnahmen durch die DFB-Pokalspiele sorgten für Zuwachs in den Bereichen Zuschauereinnahmen (5,7 Millionen Euro) und TV-Geldern (13,7 Millionen Euro). „Was für die Bayern die Champions-League, ist für uns halt der Pokal“, so Kentsch, um noch einmal die Bedeutung dieses Wettbewerbes für einen Verein wie Arminia Bielefeld klarzumachen. „Eine Mehreinnahme von etwa 2 Millionen Euro ist bei unserem Umsatz natürlich wesentlich bedeutender als bei einem Verein, der jährlich 180 Millionen Euro umsetzt“. Aus Sponsoring-Verträgen setzte der DSC im vergangenen Jahr insgesamt 5,7 Millionen Euro um. Hier schlug eine teil-erfolgsorientierte Komponente aus dem Vertrag mit Hauptsponsor Krombacher zusätzlich positiv zu Buche. Ebenfalls vorher nicht einkalkuliert waren die aus Spielerverkäufen erzielten 4 Millionen Euro, wobei diese Summe im Gegenzug für Gehälter, Ablösen und Berater-Provisionen annähernd reinvestiert wurde.
Für das laufende Jahr hat der DSC eine Umsatzerwartung i.H.v. 27,5 Millionen Euro aufgestellt: 5,2 Mio aus Zuschauereinnahmen, 15,0 Mio aus TV-Gelder und 6,0 Mio aus Sponsoring und Lizenzgebühren. Überschüsse aus Transfererlösen werden nicht einkalkuliert. Roland Kentsch: „Das ist zunächst einmal eine konservativ-vorsichtige Planung, die natürlich nur für die erste Bundesliga gilt“. Auch gab er zu verstehen, dass die gestern vorgestellten Stadionpläne und die damit möglicherweise erhöhten Vermarktungsmöglichkeiten nicht mit in diese Planung eingeflossen sind. „Das muss man trennen. Erstens ist immer noch nicht klar, ob und wann gebaut wird. Zweitens ist der Stadionbau eine Sache des Vereins und nicht der KGaA, die aber wiederum als Lizenzträger bei der DFL auftritt“.
In Zusammenhang mit den anstehenden Investitionen für den Stadionendausbau arbeitet der DSC an einem Fananleihe-Model. Von den insgesamt benötigten etwa 11 Millionen Euro sollen ca. 5 Millionen durch die Vermarktung von Teilflächen (Büroräumlichkeiten) abgedeckt werden. Die fehlenden 6 Millionen sollen zur Hälfte fremd finanziert werden (Bankdarlehen). Der Rest soll über ein „modernes Finanzierungskonzept“ – also etwa durch eine Fan-Anleihe – generiert werden.
Das Ergebnis des DSC ist umso bemerkenswerter angesichts der von der DFL veröffentlichten Liga-Daten. Durchschnittlich setzten die Bundesliga-Clubs in der vergangenen Saison 71 Millionen Euro (Arminia: 31,3) um und gaben knapp 28 Millionen Euro für Spielergehälter aus (Arminia: 12,0). Dieses Ergebnis verdeutlicht noch einmal, mit welch beschränkten Mitteln Arminia Bielefeld seit längerer Zeit Maximales leistet.
Quelle: www.arminia-bielefeld.de
In den letzten Wochen hatte Arminias Finanzabteilung alle Hände voll zu tun, galt es doch, die Lizenzierungsunterlagen für die kommende Saison vorzubereiten. Außerdem musste der Jahresabschluss 2005 erstellt werden. Zur gesamten wirtschaftlichen Situation des DSC Arminia Bielefeld bezogen Roland Kentsch und Finanzprokurist Henrik Wiehl heute in einer Pressekonferenz ausführlich Stellung.
Das Kalenderjahr 2005 kann als das wirtschaftlich erfolgreichste der gesamten Clubgeschichte gewertet werden. Es wurde mit einem Rekordumsatz i.H.v. 31,3 Millionen Euro abgeschlossen. Dazu kamen weitere 700.00 Euro Jahresumsatz der „Planet Arminia GmbH“ (Fanartikel-Verkauf). Abzüglich aller Aufwendungen blieb am Ende ein positiver Ertrag i.H.v. 3,3 Millionen Euro. „Das ist natürlich ein Riesenerfolg für Arminia“, freute sich Kentsch, nicht ohne jedoch anzumerken, dass abseits eventueller Investitionen in neue Spieler weiterhin Restverbindlichkeiten aus dem bisherigen Stadionumbau abzutragen sind. Insgesamt muss der Club in den nächsten 5 Jahren noch etwa 3 Millionen tilgen. Außerdem, so Kentsch, stehen kurz- und mittelfristige Investitionen am Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße an. Etwa 700.000 Euro sind 2005 dort in den Ausbau investiert worden, die gleiche Summe soll im laufenden Jahr noch einmal fließen. Allerdings konnte der Überschuss aus 2005 den Verlust aus der letzten Zweitliga-Saison 03/04 endlich kompensieren.
Das unerwartet erfolgreiche sportliche Abschneiden der Profi-Mannschaft in Liga und Pokal war hauptverantwortlich für das wirtschaftliche Rekordergebnis. Vor allem die Mehreinnahmen durch die DFB-Pokalspiele sorgten für Zuwachs in den Bereichen Zuschauereinnahmen (5,7 Millionen Euro) und TV-Geldern (13,7 Millionen Euro). „Was für die Bayern die Champions-League, ist für uns halt der Pokal“, so Kentsch, um noch einmal die Bedeutung dieses Wettbewerbes für einen Verein wie Arminia Bielefeld klarzumachen. „Eine Mehreinnahme von etwa 2 Millionen Euro ist bei unserem Umsatz natürlich wesentlich bedeutender als bei einem Verein, der jährlich 180 Millionen Euro umsetzt“. Aus Sponsoring-Verträgen setzte der DSC im vergangenen Jahr insgesamt 5,7 Millionen Euro um. Hier schlug eine teil-erfolgsorientierte Komponente aus dem Vertrag mit Hauptsponsor Krombacher zusätzlich positiv zu Buche. Ebenfalls vorher nicht einkalkuliert waren die aus Spielerverkäufen erzielten 4 Millionen Euro, wobei diese Summe im Gegenzug für Gehälter, Ablösen und Berater-Provisionen annähernd reinvestiert wurde.
Für das laufende Jahr hat der DSC eine Umsatzerwartung i.H.v. 27,5 Millionen Euro aufgestellt: 5,2 Mio aus Zuschauereinnahmen, 15,0 Mio aus TV-Gelder und 6,0 Mio aus Sponsoring und Lizenzgebühren. Überschüsse aus Transfererlösen werden nicht einkalkuliert. Roland Kentsch: „Das ist zunächst einmal eine konservativ-vorsichtige Planung, die natürlich nur für die erste Bundesliga gilt“. Auch gab er zu verstehen, dass die gestern vorgestellten Stadionpläne und die damit möglicherweise erhöhten Vermarktungsmöglichkeiten nicht mit in diese Planung eingeflossen sind. „Das muss man trennen. Erstens ist immer noch nicht klar, ob und wann gebaut wird. Zweitens ist der Stadionbau eine Sache des Vereins und nicht der KGaA, die aber wiederum als Lizenzträger bei der DFL auftritt“.
In Zusammenhang mit den anstehenden Investitionen für den Stadionendausbau arbeitet der DSC an einem Fananleihe-Model. Von den insgesamt benötigten etwa 11 Millionen Euro sollen ca. 5 Millionen durch die Vermarktung von Teilflächen (Büroräumlichkeiten) abgedeckt werden. Die fehlenden 6 Millionen sollen zur Hälfte fremd finanziert werden (Bankdarlehen). Der Rest soll über ein „modernes Finanzierungskonzept“ – also etwa durch eine Fan-Anleihe – generiert werden.
Das Ergebnis des DSC ist umso bemerkenswerter angesichts der von der DFL veröffentlichten Liga-Daten. Durchschnittlich setzten die Bundesliga-Clubs in der vergangenen Saison 71 Millionen Euro (Arminia: 31,3) um und gaben knapp 28 Millionen Euro für Spielergehälter aus (Arminia: 12,0). Dieses Ergebnis verdeutlicht noch einmal, mit welch beschränkten Mitteln Arminia Bielefeld seit längerer Zeit Maximales leistet.
Quelle: www.arminia-bielefeld.de
18.03.2006 - 15:02 Uhr
Der "kleinen Familie" geht’s gut wie nie
Rekordumsatz im Jubiläumsjahr
Bielefeld. Im Jahr 2005 hat Arminia Bielefeld nicht nur den 100. Geburtstag groß gefeiert. "Wir haben auch das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte hinter uns, sportlich wie wirtschaftlich", berichtete DSC-Geschäftsführer Roland Kentsch. Die Arminia Bielefeld Kommanditgesellschaft auf Aktien (KgaA) bilanzierte einen Rekordumsatz von 31,3 Millionen Euro und fuhr 3,3 Millionen Euro Gewinn ein. Dieser resultierte aus dem Verkauf von Patrick Owomoyela, Delron Buckley und Matthias Langkamp für rund vier Millionen Euro.
Da im Lizenzantrag für die nächste Saison ("Wir planen für die erste Liga", Kentsch) keine Transfererlöse veranschlagt sind, fallen Umsatz und Gewinnerwartung für 2006 dementsprechend geringer aus. Allerdings rechnen die Arminen mit steigenden Einnahmen im Werbebereich und bei den TV-Einnahmen. Für die Lizenzspielerabteilung veranschlagen die Arminen in der Spielzeit 06/07 12,5 Millionen Euro (ohne Transferkosten und Beraterhonorare).
Mit diesem Betrag liegen die Bielefelder bei der Hälfte des Ligadurchschnitts und im letzten Drittel der Konkurrenz. "Der Blick auf die Gesamtzahlen der Liga bestätigt die These, dass Geld Tore schießt. Unsere Siege über Dortmund, Stuttgart und Leverkusen zeigen aber auch, was wir mit unseren vergleichsweise bescheidenen Mitteln erreichen können", sagte Kentsch.
Nur noch drei Millionen Euro Restschulden
Der Finanz-Fachmann ist nicht nur über den erwirtschafteten Gewinn der KgaA, sondern auch über das Plus von 56.000 Euro der hundertprozentigen Tochter, das Merchandising-Unternehmen "Planet Arminia", erfreut. Mit Blick auf den eingetragenen Verein Arminia, der ebenfalls schwarze Zahlen schreibt, kreierte Roland Kentsch den Begriff von der "kleinen Familie Arminia", auf deren Ergebnisse sich aufbauen lasse.
Auf dieser Basis hofft die Klubführung, die Behausung der kleinen Familie Arminia erweitern und ausbauen zu können. Nachdem nur noch drei Millionen Restschulden für den bisherigen Stadionumbau abzuzahlen sind, steht nun die Komplettierung der Schüco-Arena (der Namensgeber verlängerte bis 2010) an. Um den finanziellen Eigenaufwand (sechs von elf Millionen Euro) zu decken, erwägt der Klub eine Fananleihe oder eine Beteiligungsgesellschaft.
Im Vergleich mit manchem Konkurrenten fällt dem DSC die Finanzierung des Eigenheims ungleich schwerer. "Dass Stadien wie in Berlin zum Teil mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, ist für uns ein erheblicher Wettbewerbsnachteil", betont Kentsch. Schließlich müsse der DSC auch in das Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße investieren. In diesem Jahr soll einer der Plätze für 500.000 Euro renoviert werden.
Quelle: www.nw-news.de
Rekordumsatz im Jubiläumsjahr
Bielefeld. Im Jahr 2005 hat Arminia Bielefeld nicht nur den 100. Geburtstag groß gefeiert. "Wir haben auch das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte hinter uns, sportlich wie wirtschaftlich", berichtete DSC-Geschäftsführer Roland Kentsch. Die Arminia Bielefeld Kommanditgesellschaft auf Aktien (KgaA) bilanzierte einen Rekordumsatz von 31,3 Millionen Euro und fuhr 3,3 Millionen Euro Gewinn ein. Dieser resultierte aus dem Verkauf von Patrick Owomoyela, Delron Buckley und Matthias Langkamp für rund vier Millionen Euro.
Da im Lizenzantrag für die nächste Saison ("Wir planen für die erste Liga", Kentsch) keine Transfererlöse veranschlagt sind, fallen Umsatz und Gewinnerwartung für 2006 dementsprechend geringer aus. Allerdings rechnen die Arminen mit steigenden Einnahmen im Werbebereich und bei den TV-Einnahmen. Für die Lizenzspielerabteilung veranschlagen die Arminen in der Spielzeit 06/07 12,5 Millionen Euro (ohne Transferkosten und Beraterhonorare).
Mit diesem Betrag liegen die Bielefelder bei der Hälfte des Ligadurchschnitts und im letzten Drittel der Konkurrenz. "Der Blick auf die Gesamtzahlen der Liga bestätigt die These, dass Geld Tore schießt. Unsere Siege über Dortmund, Stuttgart und Leverkusen zeigen aber auch, was wir mit unseren vergleichsweise bescheidenen Mitteln erreichen können", sagte Kentsch.
Nur noch drei Millionen Euro Restschulden
Der Finanz-Fachmann ist nicht nur über den erwirtschafteten Gewinn der KgaA, sondern auch über das Plus von 56.000 Euro der hundertprozentigen Tochter, das Merchandising-Unternehmen "Planet Arminia", erfreut. Mit Blick auf den eingetragenen Verein Arminia, der ebenfalls schwarze Zahlen schreibt, kreierte Roland Kentsch den Begriff von der "kleinen Familie Arminia", auf deren Ergebnisse sich aufbauen lasse.
Auf dieser Basis hofft die Klubführung, die Behausung der kleinen Familie Arminia erweitern und ausbauen zu können. Nachdem nur noch drei Millionen Restschulden für den bisherigen Stadionumbau abzuzahlen sind, steht nun die Komplettierung der Schüco-Arena (der Namensgeber verlängerte bis 2010) an. Um den finanziellen Eigenaufwand (sechs von elf Millionen Euro) zu decken, erwägt der Klub eine Fananleihe oder eine Beteiligungsgesellschaft.
Im Vergleich mit manchem Konkurrenten fällt dem DSC die Finanzierung des Eigenheims ungleich schwerer. "Dass Stadien wie in Berlin zum Teil mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, ist für uns ein erheblicher Wettbewerbsnachteil", betont Kentsch. Schließlich müsse der DSC auch in das Trainingsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße investieren. In diesem Jahr soll einer der Plätze für 500.000 Euro renoviert werden.
Quelle: www.nw-news.de
10.04.2006 - 11:55 Uhr
"Für Arminia macht es keinen Sinn zu pokern"
Pascal Wizenti von der Fachhochschule des Mittelstandes präsentiert Studie zu wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren beim Fußball
Bielefeld (kurt). Längst geht es nicht mehr um das Spiel alleine, hat der Fußball vor allem eine wirtschaftliche Basis. Klingt banal, ist aber so – und ist die Basis einer Studie von Pascal Wizenti von der Fachhochschule des Mittelstandes. Er setzte sich mit den wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren im Profifußball auseinander – und präsentierte diese am Samstag vor dem Kick gegen Frankfurt.
Für den heimischen Bundesligisten hat Wizenti eine gute Nachricht: Besonders für kleine (Unterhaching, Fürth) und mittlere Fußballvereine (Köln, Bielefeld, Mainz) bestünden künftig gute wirtschaftliche Entwicklungsperspektiven. Wenn die Vereine nicht aus den Augen verlieren, woher sie kommen. Also: Bodenständig mit Geld umgehen, nicht, wie Schalke und Bayern, erst in der Zukunft erwartete Einnahmen verplanen, sondern sich ausschließlich am Vorhandenen orientieren und Eigenkapital nur aus erzielten Gewinnen aufbauen.
Erfolgsfaktoren für Klubs wie den DSC seien, so Wizenti, ein qualifiziertes Management mit klarer Trennung zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Bereich, leistungs- und spielklassenorientierte Verträge, möglichst breit angelegte Ertragsquellen und eine hohe Transparenz gegenüber Sponsoren, Investoren und Fans. Professor Oliver Kruse von der FHM: "Für mittlere Vereine wie den DSC macht es keinen Sinn zu pokern – Übermut tut selten gut."
Dass aber gerade die kleineren Klubs – in ihrem Rahmen – positive Perspektiven haben, zeigen laut Wizenti die Ertragssteigerungen in der 2. Liga, die mit 27 Prozent zuletzt höher lagen als die der 1. Liga (18 Prozent).
Kruse unterfütterte den Optimismus mit dieser Wahrnehmung: "Es gibt ein zunehmendes Interesse am Fußball, und es ist für jeden Fußballfan eine Bundesliga ohne kleine Klubs nicht denkbar."
Für DSC-Finanzgeschäftsführer Roland Kentsch gute Nachrichten, er sieht den Kurs der Arminia bestätigt: "Wir achten darauf, dass die Ausgaben für den Spielerkader im Einklang mit unseren Finanzen stehen, wir streben mit all unseren Aktionen ein solides Wachstum an." Allerdings lehnt er auch kurzfristige Einnahmeexplosionen nicht ab – wie eine Bemerkung kurz vor dem Spiel am Samstag verdeutlichte: "Heute ein Sieg, Dienstag ein Sieg – das wär’s." Der Sieg am Samstag klappte, der Klassenerhalt scheint sicher, die Fernsehgelder sprudeln weiter. Und ein Sieg am Dienstag in Frankfurt hieße: Arminia spielt zu 99 Prozent im Europapokal, der weitere Einnahmen garantiert.
Einen Artikel über ihre Studie haben Wizenti und Kruse in der Zeitschrift die bank veröffentlicht.
Quelle: www.nw-news.de
Pascal Wizenti von der Fachhochschule des Mittelstandes präsentiert Studie zu wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren beim Fußball
Bielefeld (kurt). Längst geht es nicht mehr um das Spiel alleine, hat der Fußball vor allem eine wirtschaftliche Basis. Klingt banal, ist aber so – und ist die Basis einer Studie von Pascal Wizenti von der Fachhochschule des Mittelstandes. Er setzte sich mit den wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren im Profifußball auseinander – und präsentierte diese am Samstag vor dem Kick gegen Frankfurt.
Für den heimischen Bundesligisten hat Wizenti eine gute Nachricht: Besonders für kleine (Unterhaching, Fürth) und mittlere Fußballvereine (Köln, Bielefeld, Mainz) bestünden künftig gute wirtschaftliche Entwicklungsperspektiven. Wenn die Vereine nicht aus den Augen verlieren, woher sie kommen. Also: Bodenständig mit Geld umgehen, nicht, wie Schalke und Bayern, erst in der Zukunft erwartete Einnahmen verplanen, sondern sich ausschließlich am Vorhandenen orientieren und Eigenkapital nur aus erzielten Gewinnen aufbauen.
Erfolgsfaktoren für Klubs wie den DSC seien, so Wizenti, ein qualifiziertes Management mit klarer Trennung zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Bereich, leistungs- und spielklassenorientierte Verträge, möglichst breit angelegte Ertragsquellen und eine hohe Transparenz gegenüber Sponsoren, Investoren und Fans. Professor Oliver Kruse von der FHM: "Für mittlere Vereine wie den DSC macht es keinen Sinn zu pokern – Übermut tut selten gut."
Dass aber gerade die kleineren Klubs – in ihrem Rahmen – positive Perspektiven haben, zeigen laut Wizenti die Ertragssteigerungen in der 2. Liga, die mit 27 Prozent zuletzt höher lagen als die der 1. Liga (18 Prozent).
Kruse unterfütterte den Optimismus mit dieser Wahrnehmung: "Es gibt ein zunehmendes Interesse am Fußball, und es ist für jeden Fußballfan eine Bundesliga ohne kleine Klubs nicht denkbar."
Für DSC-Finanzgeschäftsführer Roland Kentsch gute Nachrichten, er sieht den Kurs der Arminia bestätigt: "Wir achten darauf, dass die Ausgaben für den Spielerkader im Einklang mit unseren Finanzen stehen, wir streben mit all unseren Aktionen ein solides Wachstum an." Allerdings lehnt er auch kurzfristige Einnahmeexplosionen nicht ab – wie eine Bemerkung kurz vor dem Spiel am Samstag verdeutlichte: "Heute ein Sieg, Dienstag ein Sieg – das wär’s." Der Sieg am Samstag klappte, der Klassenerhalt scheint sicher, die Fernsehgelder sprudeln weiter. Und ein Sieg am Dienstag in Frankfurt hieße: Arminia spielt zu 99 Prozent im Europapokal, der weitere Einnahmen garantiert.
Einen Artikel über ihre Studie haben Wizenti und Kruse in der Zeitschrift die bank veröffentlicht.
Quelle: www.nw-news.de
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