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2. Bundesliga

18.09.2015 - 15:52 Uhr
2. Bundesliga |#261
23.12.2015 - 12:56 Uhr
Zitat von Devil_till_Death
Thesker hat sich mit seiner Aktion schon genug geschadet. Sein Image ist den Bach runter. Ich bin aber kein nachtragender Mensch und auch der Herr Thesker hat eine Chance zur Rehabilitation verdient. Dazu gehört aber nicht, irgendwelche Summen an irgendeine Institution zu spenden, sondern zuallererst sich die Adresse des Türstehers zu besorgen, dorthin zu gehen und aufrichtig um Verzeihung zu bitten. Dies aber im Stillen und nicht mit den Herren Reporter und Kameramann an der Hand.

Ein Urteil über den Menschen Thesker zu fällen, das maße ich mir aber nicht an. Auch nicht nach dieser strunzdummen Episode.

Darüber hinaus will ich doch mal die Frage stellen, welche Vorbildfunktion ein Sportler haben und auf welche Bereiche sich dies erstrecken soll. Vorbild in Ausübung seiner Tätigkeit? Ganz gewiss! – Vorbild im privaten Bereich? Ich bitte euch!

Wer kennt den schon die Menschen hinter der Fassade? Wer sagt mir denn, ob der Herr Stiftungsgründer, der sich in der Öffentlichkeit einen sozialen Anstrich gibt privat nicht doch ein Drecksack ist, der Frau und Kinder schlägt, Katzen quält und gegenüber seinen Nachbarn ein Tyrann ist?

Beispiel Boris Becker: Als Sportler sicher geradezu prädestiniert, als Vorbild zu dienen. Aber als Privatmann? Und das ist auch in Ordnung so. Denn jeder hat das Recht darauf, sein Privatleben so zu gestalten, wie es ihm passt. Und zwar ohne Rücksicht auf eine öffentliche Meinung und die von Außen kommende Forderung, eine Vorbildfunktion zu übernehmen zu nehmen.

Außerdem kennen ja nur die kleinen Skandälchen, mit denen Becker im Blätterwald präsent gewesen ist. Wie die Person wirklich ist, wer kann darüber urteilen? Vielleicht ist er der angenehmste Mensch der Welt, treuer Freund, guter Vater, liebender Partner? Wer will da ein Urteil fällen?

Beispiel Fritz Walter: Als Sportler eine Ikone der Kameradschaft und der Fairness. Aber wer weiß denn, ob sich hinter der nach Außen getragenen Bescheidenheit und Bodenständigkeit nicht doch ein durch und durch egoistischer, selbstverliebter und berechnender Charakter verborgen hat? Wer will das beurteilen? Auch ein Fritz Walter kann demnach nur bedingt als Vorbild dienen.

Insofern ist die Forderung, dass Sportler außerhalb des Platzes Vorbild sein sollen, schlichtweg Unsinn. Und wer sich einen Sportler als Vorbild nimmt, dem ist umgekehrt sowieso nicht zu helfen.


Anmerkung: Vielen neureichen Jungprofis täten allerdings Zusatzschichten im Fach »Sozialverhalten« gut.


Ich habe schon die besonnesten und nettesten Menschen im Suff austicken sehen, inklusive mir selbst grins
Von daher denke ich auch, dass man das nicht zu hoch hängen sollte. Der Wortschatz ist natürlich fragwürdig, untescheidet sich aber auch nicht extrem von den Geprächen die man an der Tanke oder in der Füßgängerzone aufschnappt wenn da ein Rudel Halbstarker vorbeizieht. Das in einer Mannschaft unter lauter 18-25-jährigen, teilweise im Kopf noch jünger anzusiedelnden Burschen solch ein Slang nicht außergewöhnlich ist würde mich auch nicht wundern.

•     •     •

With your feet in the air and your head on the ground
Try this trick and spin it, yeah
Your head will collapse
But there's nothing in it
And you'll ask yourself

Where is my mind
2. Bundesliga |#262
23.12.2015 - 13:11 Uhr
Zitat von Devil_till_Death

Insofern ist die Forderung, dass Sportler außerhalb des Platzes Vorbild sein sollen, schlichtweg Unsinn. Und wer sich einen Sportler als Vorbild nimmt, dem ist umgekehrt sowieso nicht zu helfen.

Nee Devil, da bin ich diesmal nicht ganz bei Dir. Die Vorbildfunktion ist in Sportvereinen schon sehr wichtig. Im Nachwuchsbereich betrifft das vor allem die Trainer, aber bei BL-Vereinen halt eben auch die Profis, an denen sich kids im Zweifelsfall schon mal orientieren, was cool oder uncool ist.

Wir vergessen die Sozialisationsfunktion des organisierten Sports inzwischen gerne mal: Und angesichts der perversen Geldsummen, um die es im Profigeschäft geht - und natürlich auch in Anbetracht des (aktuellen) Gebarens der Spitzenverbände und Spitzenfunktionäre - klingt "Sozialisationsfunktion" da eher wie eine bigotte Lachnummer. Dennoch kann ich sogar anhand aktueller Studien aus meinem eigenen Arbeitskontext nachweisen, wie wichtig Sportvereine - und die hier gelebten Werte - für ein gelingendes Aufwachsen nach wie vor sind. Und auch BL-Vereine haben diese Verankerung im Breitensport und in der Nachwuchsförderung - und somit auch die damit einhergehende erzieherische Verantwortung mitzutragen.

Der zweite Punkt ist dann natürlich das Vereinsimage, das durch solche Aktionen beschädigt wird. Darauf reagiert die Vereinsführung sicherlich vor allem.

Profisportler stehen in der Öffentlichkeit und verdienen selbst als Gelegenheitsarbeiter wie Thesker Summen, von denen ein Disco-Türsteher (oder auch ich) nur träumen kann. Sie sollten dies aber durchaus auch als "Schmerzensgeld" für ein einwandfreies Auftreten in der Öffentlichkeit verstehen. Selbst ich kleines Licht dürfte unter meinem Klarnamen nicht alles tun, was ich (z.B. politisch) vielleicht gerne tun würde, weil es mich in meiner beruflichen Stellung beschädigen würde. Wieviel mehr darf ein BL-Verein als Arbeitgeber da seinen Profis in Sachen Lebensführung abverlangen! "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps" gilt da nicht so ohne Weiteres, Privates und Öffentliches lassen sich nicht so sauber trennen wie das in weniger herausgehobenen Positionen möglich und auch üblich sein mag.

Ist aber sicher ein kontroverses Thema, dessen bin ich mir bewusst.

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nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 23.12.2015 um 13:12 Uhr bearbeitet
2. Bundesliga |#263
23.12.2015 - 13:25 Uhr
Grundsätzlich hat jede Person, die im öffentlichen Interesse steht, Vorbildfunktion. Das ist der Preis, den man für die Asche und den Ruhm bezahlt. Kollege Thesker kann, wenn mit der Situation insgesamt richtig umgeht, dieser Vorbildfunktion immer noch nachkommen.

Beste Grüße
Lullaby
2. Bundesliga |#264
23.12.2015 - 13:52 Uhr
Dass Personen des öffentlich Lebens mit größerer Ressonanz wahrgenommen werden, wie die meisten hier schreibenden, ist klar.

Ob Thesker, oder andere Mensche, die sich in ähnlichen Verhältnissen (Umfeld) bewegen als Vorbild taugen, regelt im übrigen eher eine gesunde Gesellschaft, in dem sie das Verhalten honoriert oder verpöhnt.

Dementsprechend ist es eben zwingend notwendig, dass Konsequenzen folgen, die aufzeigen, dass es sich nicht lohnt so zu handeln, wie es eben Thesker getan hat. (Junge) Menschen, die in schwierigen Umfeldern erwachsen, suchen sich die Vorbilder, die sie am ehesten mit ihrem eigenen Umfeld assoziieren. Als Vorbild, wie man es aus bestimmten Verhältnissen nach oben schaffen kann. Es obliegt der Gesellschaft das zu regulieren, denn den Menschen etwas abzuverlangen, was sie von Haus aus nicht anders gewohnt sind, ist schon ein starkes Stück. Von sich aus werden sie das nämlich kaum tun, weil sie es im Normalfall nicht können.
2. Bundesliga |#265
23.12.2015 - 15:15 Uhr
Fortuna hat wohl Nachfolger für Kramer gefunden

Düsseldorf vor Verpflichtung von Kurz als Trainer

Fortuna Düsseldorf hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge einen neuen Trainer gefunden, der das Team zur Rückrunde übernehmen soll. Mit Marco Kurz soll ein zweitligaerfahrener Coach zunächst bis zum Saisonende kommen. ...
Letzte Chance für Marco Kurz im Profigeschäft Fuß zu fassen, würde ich mal sagen. Wünsche ihm (außer gegen uns) viel Erfolg!

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502 Bad Gateway
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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 23.12.2015 um 15:33 Uhr bearbeitet
2. Bundesliga |#266
23.12.2015 - 15:26 Uhr
Das, finde ich, ist eine überraschende Entscheidung.

Viel Erfolg beim Klassenerhalt!

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Autoritäre Herrschaft braucht keine Superschurken, die sie von langer Hand planen. Sie ist schlichtweg die bequemste Art, Komplexität zu reduzieren.
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Das Leben ist die Schule, der Schmerz ist der Lehrer.
2. Bundesliga |#267
23.12.2015 - 17:42 Uhr
Viel Erfolg, Marco Kurz!!!

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Hinten ist die Ente fett
2. Bundesliga |#268
24.12.2015 - 09:39 Uhr
Gänsehaut-Atmosphäre im Stadion: Das traditionelle Weihnachtssingen des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin hat am Vorweihnachtsabend mit 28.500 Fans eine Rekordbeteiligung.

Geile Aktion!

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Der FCK war jahrelang eine Lachnummer in Deutschland. Wir werden uns den Respekt mit Einsatz und Mut Stück für Stück zurück holen, das war gestern ein erster, wichtiger Schritt." Zitat T. Boyd bei der Aufstiegsfeier
2. Bundesliga |#269
28.12.2015 - 13:55 Uhr
Quelle: www.bild.de
INVESTOR HAT VON 1860 DIE NASE VOLL
Ismaik zieht es nach England

Im Mai 2011 ist Hasan Ismaik (39) als Investor bei 1860 eingestiegen, hat seither nach eigenen Angaben 38,3 Millionen in den Verein gesteckt.
Es sieht ganz so aus, als sollten keine weiteren Millionen mehr folgen. Denn Ismaik hat offenbar die Nase voll von der deutschen 50+1-Regel und den „beschämenden Niederlagen“ der Löwen.

Ismaik wolle in England „groß einsteigen“. Angeblich laufen Gespräche mit vier Klubs, je zwei aus der Premier League und der „Championship“, der zweithöchsten Spielklasse.
Gut oder schlecht für die 60er!
2. Bundesliga |#270
28.12.2015 - 14:13 Uhr
Beides, zum einen hat Ismaik "den Krumpel" bei 1860 rein gebracht, zum anderen hat er aber jede Saison 3,4 Mio Euro in den Verein investiert, womit andere Verein sicherlich mehr gemacht hätten, als das was die Löwen daraus gemacht haben. Gefühlt nämlich kicken die seit dessen Einstieg trotzdem nur in der unteren Tabellenhälfte.
Grundsätzlich kann man sage, dass die 60er seitdem mehr Chaosclub als ernst zu nehmender Aufstiegsaspirant sind/waren. Zu Beginn wird der Aufstieg oder die oberen Tabellenplätze ausgegeben, dann steht man nach 10 Spieltagen wieder unten, die Fans rebellieren, der Trainer wird entlassen, im Winter am Kader was verändert, nach Ostern gerade so der Klassenerhalt gefeiert und im Sommer geht das Spiel von vorne los.

Ich habe nur zwei Wünsche:
1. Dass es bei allem Frust über die Verantwortlichen, dem Wunsch etwas zu verändern und dem Wunsch, wieder Bundesliga zu spielen niemals zu so einem affigen Theater wie dort kommt. Dann ertrage ich lieber den Kuntz noch eine Weile, zumindest, bis dessen Vertrag ausläuft.
2. Dass man gegen die Münchener Löwen wieder gerne hoch oder nach München fährt und auch ein keines Spektakel, wie 2010 und die Jahre davor, erlebt. Dazu gehört selbstredend ein sportlich stärkerer Löwenverein.
Mir hat es immer Spaß gemacht, den Kitzel zwischen Aufstiegsduell und Fanfreundschaft zu erleben. Es waren für die junge Generation immer super spannende Spiele, wenn nicht sogar highlights.
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