Taktik(tisch)thread
17.12.2008 - 20:13 Uhr
04.11.2020 - 14:24 Uhr
Zitat von Muh87
Das Problem ist, dass wir in der offensive Außen momentan keine Qualität auf den Platz bekommen und uns gleichzeitig auf der 8 quantitativ spielstarke Leute fehlen.
Das Problem ist, dass wir in der offensive Außen momentan keine Qualität auf den Platz bekommen und uns gleichzeitig auf der 8 quantitativ spielstarke Leute fehlen.
Beim ersten Satzteil bzgl. der mangelnden Qualität auf den offensiven Außen bin ich ja voll bei dir. Ich sehe aber auch nicht, wie wir das mit den vorhandenen Bordmitteln lösen wollen.
Beim zweiten Satzteil bin ich wiederum nicht bei dir. Ich finde, wir haben mit Ritter, Skarla, Ciftci und einem fitten Sessa genügend spielstarke Leute auf der 8. Sie werden aktuell nur nicht richtig eingesetzt (sondern z.B. auf Außen) bzw. müssen andere Aufgaben erledigen.
04.11.2020 - 14:35 Uhr
Skarlatidis, Ritter und Sessa sehe ich deutlich weiter vorne und nicht als Taktgeber im Zentrum.
04.11.2020 - 14:41 Uhr
Zitat von guggemool
Ritter würde ich nach den bisher gesehenen Ansätzen eher nicht in vorderster Front sehen. Eher als der Spieler, der mit Tempo auf die letzte Reihe zuläuft und evtl. ins 1:1 geht oder ablegt. Also maximal als hängende Spitze, eher als 10er...oder eben auf Außen, wo er für mich die bislang besten Spiele im FCK-Trikot gemacht hat (wie gesagt: Bayern, Ingolstadt und Meppen habe ich nicht gesehen).
Mangels Alternativen auf den Aussen in Saibenes System, sehe ich ihn eigentlich sogar zwingend dort.
Hanslik hat bislang auch noch nicht wirklich viele Qualitäten gezeigt, die ihn für mich zu etwas anderem als einen Strafraumstürmer machen und so als tiefere Alternative zu Pourié befähigen. Weder hat er sich im Postitions- und Passspiel als besonders befähigt gezigt, noch ist er durch Geschwindigkeit und Technik aufgefallen.
Klar, ich sehe nur ab und an mal ein Spiel und nicht das tägliche Training. Aber wenn es in drei aufeinander folgenden Spielen nicht funktioniert, dann ist die Chance recht hoch, dass die Positionierung grundsätzlich nicht ganz glücklich ist.
Ich würde wirklich, wirklich gerne sehen, wie es liefe, wenn wir offensiv auf unsere spielstarken Männer setzen, sowohl zentral als auch auf der Aussenbahn (dann natürlich mit Einbindung zum Kombinationsspiel).
Zitat von Klingenstaedter
Ich würde eher Ritter in einem 4-4-2 neben Pourié stellen und Hanslik in Minute 60 für einen der beiden bringen. Zuck links ins Mittelfeld (der kann auch den vorrückenden Hlousek ordentlich absichern) und rechts... Hercher (und Jensen auf RV)? Gözütok? Morabet? Fesser? Bonianga? Kölle?
Ich würde eher Ritter in einem 4-4-2 neben Pourié stellen und Hanslik in Minute 60 für einen der beiden bringen. Zuck links ins Mittelfeld (der kann auch den vorrückenden Hlousek ordentlich absichern) und rechts... Hercher (und Jensen auf RV)? Gözütok? Morabet? Fesser? Bonianga? Kölle?
Ritter würde ich nach den bisher gesehenen Ansätzen eher nicht in vorderster Front sehen. Eher als der Spieler, der mit Tempo auf die letzte Reihe zuläuft und evtl. ins 1:1 geht oder ablegt. Also maximal als hängende Spitze, eher als 10er...oder eben auf Außen, wo er für mich die bislang besten Spiele im FCK-Trikot gemacht hat (wie gesagt: Bayern, Ingolstadt und Meppen habe ich nicht gesehen).
Mangels Alternativen auf den Aussen in Saibenes System, sehe ich ihn eigentlich sogar zwingend dort.
Hanslik hat bislang auch noch nicht wirklich viele Qualitäten gezeigt, die ihn für mich zu etwas anderem als einen Strafraumstürmer machen und so als tiefere Alternative zu Pourié befähigen. Weder hat er sich im Postitions- und Passspiel als besonders befähigt gezigt, noch ist er durch Geschwindigkeit und Technik aufgefallen.
Klar, ich sehe nur ab und an mal ein Spiel und nicht das tägliche Training. Aber wenn es in drei aufeinander folgenden Spielen nicht funktioniert, dann ist die Chance recht hoch, dass die Positionierung grundsätzlich nicht ganz glücklich ist.
Ich würde wirklich, wirklich gerne sehen, wie es liefe, wenn wir offensiv auf unsere spielstarken Männer setzen, sowohl zentral als auch auf der Aussenbahn (dann natürlich mit Einbindung zum Kombinationsspiel).
Ritter würde ich nach den bisher gesehenen Ansätzen eher auf der Bank oder Tribüne sehen - oder auf dem Trainingsplatz, um läuferische Defizite zu beheben, aber nicht auf dem Platz. Wenn Du das Spiel gegen Rostock gesehen hättest, würdest Du auch nicht den Begriff 'Tempo' im gleichen Atemzug mit seinem Namen nennen. Bis auf zwei oder drei Halbzeiten ist das sehr enttäuschend, was er bisher geboten hat. Wenn ich Ciftci auf der 8 sehe, könnte er aber in der Tat (aber nur mit stark verbesserter Form/Fitness) auf unserer schwach besetzten Außenbahn seinen Platz finden.
Hanslik finde ich technisch nicht schwach, gehört aber in den Sturm. Ich glaube, dass er dort mit Pourié harmonieren und diesen auch entlasten würde.
04.11.2020 - 15:10 Uhr
Bei Saibene spielen halt unsere Flügelspieler als nach innengezogene Außen. Ich kann daher den Gedanken verstehen dass man Redondo und Hanslik hier aufstellt, da sie mehr Zug zur Box haben und natürlich auch gefährlicher sind als ein Zuck oder Skarla. Leider sind beide spielerisch so limitiert dass man sich mittlerweile fragen muss ob dies der richtige Weg ist. In einer Liga in der ein Doppelpass die ganze Abwehr aushebeln kann, setzen wir auf 2 Außenspieler die leider wenig mit dem Ball anfangen können. Zwar fehlt es Zuck an Torgefährlichkeit und Geschwindigkeit aber dies macht er durch seine Spielübersicht und technischen Fähigkeiten locker wieder wett. Auch Skarla, trotz des bescheidenen Spiels gegen Meppen aber der Junge hat auch wenig Spielpraxis, eignet sich für unser Spiel über die Flügel eher ... Gerne auch Ritter auf die Außen und Skarla nach innen, da hat mir Ritter bisher am besten gefallen, er lässt da viel Spielintelligenz aufblinzeln. In der Mitte sehe ich Ritter irgendwie gehemmt da er auch wenig Leute neben sich hat, die mit ihm sein Spiel aufziehen können. Im Prinzip eigentlich nur Pourie und eventuell Ciftci, wenn er dann mal nach vorne rückt. Ihm würden sicherlich Spieler wie Zuck, Skarla und auch Bagdad gut tun.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von T0rpedo am 04.11.2020 um 15:12 Uhr bearbeitet
04.11.2020 - 15:43 Uhr
Zitat von Old_Icebear
Ritter würde ich nach den bisher gesehenen Ansätzen eher auf der Bank oder Tribüne sehen - oder auf dem Trainingsplatz, um läuferische Defizite zu beheben, aber nicht auf dem Platz. Wenn Du das Spiel gegen Rostock gesehen hättest, würdest Du auch nicht den Begriff 'Tempo' im gleichen Atemzug mit seinem Namen nennen. Bis auf zwei oder drei Halbzeiten ist das sehr enttäuschend, was er bisher geboten hat. Wenn ich Ciftci auf der 8 sehe, könnte er aber in der Tat (aber nur mit stark verbesserter Form/Fitness) auf unserer schwach besetzten Außenbahn seinen Platz finden.
Hanslik finde ich technisch nicht schwach, gehört aber in den Sturm. Ich glaube, dass er dort mit Pourié harmonieren und diesen auch entlasten würde.
Ritter würde ich nach den bisher gesehenen Ansätzen eher auf der Bank oder Tribüne sehen - oder auf dem Trainingsplatz, um läuferische Defizite zu beheben, aber nicht auf dem Platz. Wenn Du das Spiel gegen Rostock gesehen hättest, würdest Du auch nicht den Begriff 'Tempo' im gleichen Atemzug mit seinem Namen nennen. Bis auf zwei oder drei Halbzeiten ist das sehr enttäuschend, was er bisher geboten hat. Wenn ich Ciftci auf der 8 sehe, könnte er aber in der Tat (aber nur mit stark verbesserter Form/Fitness) auf unserer schwach besetzten Außenbahn seinen Platz finden.
Hanslik finde ich technisch nicht schwach, gehört aber in den Sturm. Ich glaube, dass er dort mit Pourié harmonieren und diesen auch entlasten würde.
Ich bin mir nicht sicher, ob dich das beruhigt, aber ich habe das Spiel gegen Rostock in voller länge gesehen.
Dennoch (oder besser deswegen) bleibe ich bei meiner Meinung.
Er hat recht offensichtlich noch konditionelle Defizite, die es aufzuholen gilt, aber aus diesem Grund spielt er ja auch selten durch.
05.11.2020 - 09:39 Uhr
Zitat von AlexSilva_87
Nach Jahren der reinen Lektüre in diesem Forum, gilt mein erster eigener Beitrag einer taktischen Ausrichtung, mit der ich mich als intensiver Beobachter des italienischen Fußballs ohnehin schon sehr lange befasse. Vielleicht sehe ich auch deshalb eher die Vorteile der flexiblen Ausgestaltung als mögliche Nachteile.
Tatsächlich finde ich aber, dass auch dem FCK 2020 mit seinem Kader ein 5-3-2 gut stehen und die durchaus gegebenen Potentiale heben könnte:
Pourie - Hanslik
Ritter - Rieder - Ciftci
Hlousek - Winkler - Sickinger - Kraus - Hercher
Spahic
In der Defensive angefangen, hätte man nach Genesung von Winkler innen eine stabile Dreierreihe, die es ermöglicht, dass Hercher und Hlousek entsprechend marschieren können. Den Akku dafür traue ich beiden zu.
Das müssten sie auch, um das Vakuum auf den Flügeln auszugleichen. Böswillig könnte man wiederum meinen, dass das Vakuum auf den Flügeln ohnehin auch mit der nominellen Aufstellung der letzten Wochen bestand.
Im Mittelfeld würde Rieder den Abräumer geben, während Ciftci und Ritter erste Wahl für eine doppelte 8 wären. Rieder hätte seinen Backup in Bachmann, erste Alternativen für die 8 wären Skarlatidis und Sessa.
Vorne drin dann Pourie und Hanslik, der als Flügel verschenkt ist und in die Box muss. Für die letzten 15/30 Minuten Huth.
Ob die Mannschaft ein solch "neues" System hinbekommt - keine Ahnung. Aber einen Versuch wäre es m.E. wert. Auch wenn ich persönlich nicht davon ausgehe, je diese Aufstellung auf dem Platz zu sehen.
Nach Jahren der reinen Lektüre in diesem Forum, gilt mein erster eigener Beitrag einer taktischen Ausrichtung, mit der ich mich als intensiver Beobachter des italienischen Fußballs ohnehin schon sehr lange befasse. Vielleicht sehe ich auch deshalb eher die Vorteile der flexiblen Ausgestaltung als mögliche Nachteile.
Tatsächlich finde ich aber, dass auch dem FCK 2020 mit seinem Kader ein 5-3-2 gut stehen und die durchaus gegebenen Potentiale heben könnte:
Pourie - Hanslik
Ritter - Rieder - Ciftci
Hlousek - Winkler - Sickinger - Kraus - Hercher
Spahic
In der Defensive angefangen, hätte man nach Genesung von Winkler innen eine stabile Dreierreihe, die es ermöglicht, dass Hercher und Hlousek entsprechend marschieren können. Den Akku dafür traue ich beiden zu.
Das müssten sie auch, um das Vakuum auf den Flügeln auszugleichen. Böswillig könnte man wiederum meinen, dass das Vakuum auf den Flügeln ohnehin auch mit der nominellen Aufstellung der letzten Wochen bestand.
Im Mittelfeld würde Rieder den Abräumer geben, während Ciftci und Ritter erste Wahl für eine doppelte 8 wären. Rieder hätte seinen Backup in Bachmann, erste Alternativen für die 8 wären Skarlatidis und Sessa.
Vorne drin dann Pourie und Hanslik, der als Flügel verschenkt ist und in die Box muss. Für die letzten 15/30 Minuten Huth.
Ob die Mannschaft ein solch "neues" System hinbekommt - keine Ahnung. Aber einen Versuch wäre es m.E. wert. Auch wenn ich persönlich nicht davon ausgehe, je diese Aufstellung auf dem Platz zu sehen.
Kann leider keine Wertung vergeben, sonst täte ich es.
Einen Tag zuvor schrieb ich an dieser Stelle ja, dass ich mir mit mit unserem Kader durchaus ein offensives 5-3-2 vorstellen kann.
Zumindest so lange Winkler noch nicht bei 100% ist, könnte man Hlousek als LIV aufbieten. Die linke Aussenbahn dafür man mit Zuck besetzen (im Verbandspokal hat er bspw. schon 2x als LAV gespielt und war gegen Gonsenheim für mich bester Lautrer). Er ist zwar kein "Flügelflitzer", jedoch taktisch sehr stabil, hat defensiv ein okayes Stellungsspiel und, das wäre für mich der entscheidende Punkt, man kann mit ihm Fußballspielen. Ganz gleich ob Hlousek, Rieder, Ciftci oder Pourié, die auf seiner Seite Anspielstationen wären, recht sicher könnte man sich auch nach vorne kombinieren.
Rieder sähe ich auf der 6 auch an erster Stelle, jedoch kann ich mir dort durchaus auch Ciftci vorstellen.
Das sind aber von uns nur Gedankenspiele, denn Saibene hat noch nie etwas anderes als Viererkette gespielt. Ein Umbau birgt daher für ihn einige Gefahren. Noch bevor er seinen Spielern ein neues System implementiert, müsste er es zunächst einmal selbst erlernen. Das halte ich im laufenden Wettbewerb für ausgeschlossen.
05.11.2020 - 12:01 Uhr
Zitat von guggemool
Kann leider keine Wertung vergeben, sonst täte ich es.
Einen Tag zuvor schrieb ich an dieser Stelle ja, dass ich mir mit mit unserem Kader durchaus ein offensives 5-3-2 vorstellen kann.
Zumindest so lange Winkler noch nicht bei 100% ist, könnte man Hlousek als LIV aufbieten. Die linke Aussenbahn dafür man mit Zuck besetzen (im Verbandspokal hat er bspw. schon 2x als LAV gespielt und war gegen Gonsenheim für mich bester Lautrer). Er ist zwar kein "Flügelflitzer", jedoch taktisch sehr stabil, hat defensiv ein okayes Stellungsspiel und, das wäre für mich der entscheidende Punkt, man kann mit ihm Fußballspielen. Ganz gleich ob Hlousek, Rieder, Ciftci oder Pourié, die auf seiner Seite Anspielstationen wären, recht sicher könnte man sich auch nach vorne kombinieren.
Rieder sähe ich auf der 6 auch an erster Stelle, jedoch kann ich mir dort durchaus auch Ciftci vorstellen.
Das sind aber von uns nur Gedankenspiele, denn Saibene hat noch nie etwas anderes als Viererkette gespielt. Ein Umbau birgt daher für ihn einige Gefahren. Noch bevor er seinen Spielern ein neues System implementiert, müsste er es zunächst einmal selbst erlernen. Das halte ich im laufenden Wettbewerb für ausgeschlossen.
Zitat von AlexSilva_87
Nach Jahren der reinen Lektüre in diesem Forum, gilt mein erster eigener Beitrag einer taktischen Ausrichtung, mit der ich mich als intensiver Beobachter des italienischen Fußballs ohnehin schon sehr lange befasse. Vielleicht sehe ich auch deshalb eher die Vorteile der flexiblen Ausgestaltung als mögliche Nachteile.
Tatsächlich finde ich aber, dass auch dem FCK 2020 mit seinem Kader ein 5-3-2 gut stehen und die durchaus gegebenen Potentiale heben könnte:
Pourie - Hanslik
Ritter - Rieder - Ciftci
Hlousek - Winkler - Sickinger - Kraus - Hercher
Spahic
In der Defensive angefangen, hätte man nach Genesung von Winkler innen eine stabile Dreierreihe, die es ermöglicht, dass Hercher und Hlousek entsprechend marschieren können. Den Akku dafür traue ich beiden zu.
Das müssten sie auch, um das Vakuum auf den Flügeln auszugleichen. Böswillig könnte man wiederum meinen, dass das Vakuum auf den Flügeln ohnehin auch mit der nominellen Aufstellung der letzten Wochen bestand.
Im Mittelfeld würde Rieder den Abräumer geben, während Ciftci und Ritter erste Wahl für eine doppelte 8 wären. Rieder hätte seinen Backup in Bachmann, erste Alternativen für die 8 wären Skarlatidis und Sessa.
Vorne drin dann Pourie und Hanslik, der als Flügel verschenkt ist und in die Box muss. Für die letzten 15/30 Minuten Huth.
Ob die Mannschaft ein solch "neues" System hinbekommt - keine Ahnung. Aber einen Versuch wäre es m.E. wert. Auch wenn ich persönlich nicht davon ausgehe, je diese Aufstellung auf dem Platz zu sehen.
Nach Jahren der reinen Lektüre in diesem Forum, gilt mein erster eigener Beitrag einer taktischen Ausrichtung, mit der ich mich als intensiver Beobachter des italienischen Fußballs ohnehin schon sehr lange befasse. Vielleicht sehe ich auch deshalb eher die Vorteile der flexiblen Ausgestaltung als mögliche Nachteile.
Tatsächlich finde ich aber, dass auch dem FCK 2020 mit seinem Kader ein 5-3-2 gut stehen und die durchaus gegebenen Potentiale heben könnte:
Pourie - Hanslik
Ritter - Rieder - Ciftci
Hlousek - Winkler - Sickinger - Kraus - Hercher
Spahic
In der Defensive angefangen, hätte man nach Genesung von Winkler innen eine stabile Dreierreihe, die es ermöglicht, dass Hercher und Hlousek entsprechend marschieren können. Den Akku dafür traue ich beiden zu.
Das müssten sie auch, um das Vakuum auf den Flügeln auszugleichen. Böswillig könnte man wiederum meinen, dass das Vakuum auf den Flügeln ohnehin auch mit der nominellen Aufstellung der letzten Wochen bestand.
Im Mittelfeld würde Rieder den Abräumer geben, während Ciftci und Ritter erste Wahl für eine doppelte 8 wären. Rieder hätte seinen Backup in Bachmann, erste Alternativen für die 8 wären Skarlatidis und Sessa.
Vorne drin dann Pourie und Hanslik, der als Flügel verschenkt ist und in die Box muss. Für die letzten 15/30 Minuten Huth.
Ob die Mannschaft ein solch "neues" System hinbekommt - keine Ahnung. Aber einen Versuch wäre es m.E. wert. Auch wenn ich persönlich nicht davon ausgehe, je diese Aufstellung auf dem Platz zu sehen.
Kann leider keine Wertung vergeben, sonst täte ich es.
Einen Tag zuvor schrieb ich an dieser Stelle ja, dass ich mir mit mit unserem Kader durchaus ein offensives 5-3-2 vorstellen kann.
Zumindest so lange Winkler noch nicht bei 100% ist, könnte man Hlousek als LIV aufbieten. Die linke Aussenbahn dafür man mit Zuck besetzen (im Verbandspokal hat er bspw. schon 2x als LAV gespielt und war gegen Gonsenheim für mich bester Lautrer). Er ist zwar kein "Flügelflitzer", jedoch taktisch sehr stabil, hat defensiv ein okayes Stellungsspiel und, das wäre für mich der entscheidende Punkt, man kann mit ihm Fußballspielen. Ganz gleich ob Hlousek, Rieder, Ciftci oder Pourié, die auf seiner Seite Anspielstationen wären, recht sicher könnte man sich auch nach vorne kombinieren.
Rieder sähe ich auf der 6 auch an erster Stelle, jedoch kann ich mir dort durchaus auch Ciftci vorstellen.
Das sind aber von uns nur Gedankenspiele, denn Saibene hat noch nie etwas anderes als Viererkette gespielt. Ein Umbau birgt daher für ihn einige Gefahren. Noch bevor er seinen Spielern ein neues System implementiert, müsste er es zunächst einmal selbst erlernen. Das halte ich im laufenden Wettbewerb für ausgeschlossen.
Seh ich auch so wie ihr!
Optionen hätten wir definitiv. Ich könnte mir sogar Ciftci auch hinten links als Alternative vorstellen und dann Sessa neben Ritter und vor Rieder.
Optionen gibt es genug, personell passt das schon. Fakt ist dass Hanslik vorne rein gehört und nicht auf den Flügel. Das würde klar für ein 5-3-2 bzw in der offensiven Bewegungen 3-5-2 sprechen.
Die Alternative bei unserem Kader ist nach wie vor das aktuell gespielte 4-1-4-1 von dem ich auch überzeugt bin. Aber hier sollte man Hanslik nicht auf rechts verbrennen!
05.11.2020 - 13:24 Uhr
Quelle: Der Betze brennt
xG-Analyse: Die Konzentration stimmt, die Balance nicht Wieder kein Sieg, wieder 0:0: Gegen Tabellenführer Hansa Rostock strapaziert das Team des 1. FC Kaiserslautern erneut die Nerven seines Anhangs. An der Defensivleistung gibt es nicht viel zu meckern, vorne aber fehlt es an Abstimmung - und das nach 8. Spieltagen.
09.11.2020 - 14:30 Uhr
Da ich auf Grund einer glücklichen Fügung das Spiel am Samstag gegen Zwickau live verfolgen konnte, gibt es heute mal wieder eine kurze Spielanalyse von mir. Wobei das Wort "Spielanalyse" ein wenig hoch gegriffen ist, angesichts der nahazu 100% zutreffenden Analysen von Eric Scherer (@Kohlmeyer) auf DBB. Diese sind zudem mit wunderschönen Grafiken und Statistiken unterfüttert, sodass sich meine Beiträge hier immer ein wenig wie das Stochern im Nebel anfühlen, ehe eben jener Eric Scherer meine subjektiven Beobachtungen entwender bestätigt oder Lügen straft.
Zum Glück für mein Selbstwertgefühl kommt ersteres deutlich häufiger vor, sonst würde ich mich kaum noch trauen, meine Eindrücke hier noch vor seiner Analyse zu posten.
Zunächst einmal war ich überrascht, dass unser Trainer auf die exakt gleiche Elf wie letzte Woche vertraute. Meinte ich doch ,die ein oder andere Unwucht in unserem Spiel zu erkennen und hätte daher persönlich eher umgestellt. Warum er dies jedoch nicht tat, erklärte er vor dem Spiel in einem Interview: Er wollte der Mannschaft die Möglichkeit geben, sich einzuspielen und die Abläufe zu verfestigen.
Nach dem Spiel muss ich ihm Recht geben. So gerne ich die ein oder andere Entscheidung kritisiert habe, so schien die Bindung der einzelnen Mannschaftsteile sowie der einzelnen Spieler untereinander besser zu sein als noch gegen Rostock. Insbesondere beim Offensivvortrag.
Auf jenen möchte ich nämlich auch mein Hauptaugenmerk legen. Defensiv war das im großen und ganzen nämlich im üblichen 4-4-2 gewohnt stabil. Das Mittelfeldpressing steht unserer Mannschaft meines Erachtens zumindest zum aktuellen Zeitpunkt auch viel besser zu Gesicht, als das zum Teil vogelwilde Angriffspressing der ersten Spiele unter Saibene. Nur Situativ lief vor allem Pourié, dann flankiert von Ritter, die zentralen Abwehrspieler von Zwickau weit in deren Hälfte an. Meist fand das Anlaufen jedoch kurz vor der Mittellinie statt, sodass sich zwischen erster und zweiter Reihe kaum Lücken in unserem Defensivverbund ergaben.
Die Zuordnungen waren grundsätzlich auch 1:1 gespiegelt, auch hier alles ganz klassich und wenig überraschend.
Was jedoch einen großen Unterschied zu vielen der vorherigen Spiele darstellte: Nicht wir waren die Mannschaft, welche weite Schläge in die gegenerische Hälfte als Stilmittel auserkoren haben. Zumindest nicht annähernd so konsequent und alternativlos wie Zwickau. Ja, das war ein sehr, sehr schlechtes Fußballspiel, aber das kreide ich primär unserem Gegener an, der das Wort "Spiel" aus seinem Matchplan völlig gestrichen hatte. Selbst wenn die Ablage nach Außen oder eine Ballbehauptung durch König, der mit seinem Gardemaß das primäre Ziel dieser Bälle war, den Zwickauern gelang, so konnten wir nach dem zweiten Ball die Gegner meist stoppen. Der Gegentreffer fiel dann auch nach einer Standardsituation (lag für mich bei dieser Eckenfolge auch in der Luft), bei der die Zuordnung im Strafraum nicht ganz passte. Zuck gegen Schikora im Luftduell ist auch gewagt, wie ich finde. Hier sollte die Einwechlung von Bachmann abhilfe schaffen...was auch gelang. (An dieser Stelle gleich noch ein Lob an Saibene, dessen Wechsel fast immer Wirkung zeigen!) Aus dem Spiel heraus kam der Gegener aber zu keiner wirklich aussichtsreichen Gelegenheit.
Wen ich letzte Woche gelobt hatte, heute aber mit ein ganz klein wenig Kritik bedenken muss, ist Kevin Kraus. Im Gegensatz zu Sickinger hat Kraus nahezu immer lange Bälle statt einem aufbauenden Pass gespielt. Eventuell war das auch die Vorgabe vom Trainer, aber wir wurden eigentlich immer dann gefährlich, wenn wir schnell und flach, meist durch die Mitte, kombinieren konnten.
Hier möchte ich das Wechselspiel von Rieder und Ciftci hervorheben. Ist der eine marschiert, hat der andere abgesichert. Lücken im DF sind so quasi nie entstanden. Das war sehr diszipliniert und wirkte bisweilen so, als spielten sie schon länger Seit' an Seit'. Nachdem mich die Postitionsgrafik vom Spiel gegen Rostock an einer Stelle überrascht hat (Rieder stand offensiver als Ciftci), habe ich dieses mal ganz genau auf die beiden geachtet. Und Rieder hat wirklich einen enormen Aktionsradius, dank einem Ciftci kann er sich diesen auch erlauben. In seiner Entscheidungsfindung ist er zwar noch nicht immer sicher, aber das wird von Woche zu Woche besser. Ich wage die Prognose, dass das DM in dieser Saison unser Herzstück wird.
Ebenfalls positiv überrascht hat mich Redondo. Defensiv kennt er zwar ganz offensichtlich nur das Mittel "Foul" (hier sollte er definitiv einige Extraschichten in Sachen defensiver Zweikampf einlegen!), aber offensiv war das schon sehr ordentlich. Mit tollem Pass die Großchance von Hanslik vorbereitet, den Elfmeter herausgeholt und den Siegtreffer vorbereitet.
Daniel Hanslik hingegen...war bemüht.
Auffällig war jedoch wieder die Vorgabe, den ballfernen Aussenspieler mit einrücken zu lassen. Da viel über links lief, war das Häufig von Hanslik zu sehen, leider ohne Erfolg.
Ritter auf rechts, Skarla oder Zuck (der nach seiner Einwechslung jedoch überhaupt keine Bindung hatte, der Siegtreffer hat seine schlechte Leistung aber etwas kaschiert) zentral, das könnte doch eine Option sein.
Alles in allem hat die Mannschaft neben dem Kick-and-Rush der letzten Wochen eine zusätzliche Facette von Anfang an in ihrem Spiel: Das vertikale Kurzpasspiel. Selbstverständlich ist dieses ausbaufähig, aber in Ansätzen sah das schon okay aus. Insbesondere gegen ein zwickauer Team, welches das Mitspielen komplett verweigert hat.
Ich hatte das Gefühl, als würden die einzelnen Rädchen immer besser ineinander greifen. Zudem zeigen sich einzelne Spieler taktisch disziplinierter als noch vor ein paar Wochen, insbesondere das Duo Ciftci-Rieder sowie Redondo und Hercher möchte ich bezüglich ihres Sprungs hervorheben.
An Sickinger, Kraus, Hlousek und Pourié hatte ich ohnehin nicht viel zu mäkeln.
Ritter war okay, angesichts seiner Fähigkeiten und seines scheinbaren Fitnessrückstands sehe ich da aber noch eine Menge Luft nach oben.
Bleibt "Problemkind" Hanslik. Wobei ich das gar nicht an seiner Person festmachen möchte, sondern eher an der Position. Andererseits, macht er die beiden Buden in der ersten Hälfte, ist er wahrscheinlich der beste Mann.
Zum Glück für mein Selbstwertgefühl kommt ersteres deutlich häufiger vor, sonst würde ich mich kaum noch trauen, meine Eindrücke hier noch vor seiner Analyse zu posten.
Zunächst einmal war ich überrascht, dass unser Trainer auf die exakt gleiche Elf wie letzte Woche vertraute. Meinte ich doch ,die ein oder andere Unwucht in unserem Spiel zu erkennen und hätte daher persönlich eher umgestellt. Warum er dies jedoch nicht tat, erklärte er vor dem Spiel in einem Interview: Er wollte der Mannschaft die Möglichkeit geben, sich einzuspielen und die Abläufe zu verfestigen.
Nach dem Spiel muss ich ihm Recht geben. So gerne ich die ein oder andere Entscheidung kritisiert habe, so schien die Bindung der einzelnen Mannschaftsteile sowie der einzelnen Spieler untereinander besser zu sein als noch gegen Rostock. Insbesondere beim Offensivvortrag.
Auf jenen möchte ich nämlich auch mein Hauptaugenmerk legen. Defensiv war das im großen und ganzen nämlich im üblichen 4-4-2 gewohnt stabil. Das Mittelfeldpressing steht unserer Mannschaft meines Erachtens zumindest zum aktuellen Zeitpunkt auch viel besser zu Gesicht, als das zum Teil vogelwilde Angriffspressing der ersten Spiele unter Saibene. Nur Situativ lief vor allem Pourié, dann flankiert von Ritter, die zentralen Abwehrspieler von Zwickau weit in deren Hälfte an. Meist fand das Anlaufen jedoch kurz vor der Mittellinie statt, sodass sich zwischen erster und zweiter Reihe kaum Lücken in unserem Defensivverbund ergaben.
Die Zuordnungen waren grundsätzlich auch 1:1 gespiegelt, auch hier alles ganz klassich und wenig überraschend.
Was jedoch einen großen Unterschied zu vielen der vorherigen Spiele darstellte: Nicht wir waren die Mannschaft, welche weite Schläge in die gegenerische Hälfte als Stilmittel auserkoren haben. Zumindest nicht annähernd so konsequent und alternativlos wie Zwickau. Ja, das war ein sehr, sehr schlechtes Fußballspiel, aber das kreide ich primär unserem Gegener an, der das Wort "Spiel" aus seinem Matchplan völlig gestrichen hatte. Selbst wenn die Ablage nach Außen oder eine Ballbehauptung durch König, der mit seinem Gardemaß das primäre Ziel dieser Bälle war, den Zwickauern gelang, so konnten wir nach dem zweiten Ball die Gegner meist stoppen. Der Gegentreffer fiel dann auch nach einer Standardsituation (lag für mich bei dieser Eckenfolge auch in der Luft), bei der die Zuordnung im Strafraum nicht ganz passte. Zuck gegen Schikora im Luftduell ist auch gewagt, wie ich finde. Hier sollte die Einwechlung von Bachmann abhilfe schaffen...was auch gelang. (An dieser Stelle gleich noch ein Lob an Saibene, dessen Wechsel fast immer Wirkung zeigen!) Aus dem Spiel heraus kam der Gegener aber zu keiner wirklich aussichtsreichen Gelegenheit.
Wen ich letzte Woche gelobt hatte, heute aber mit ein ganz klein wenig Kritik bedenken muss, ist Kevin Kraus. Im Gegensatz zu Sickinger hat Kraus nahezu immer lange Bälle statt einem aufbauenden Pass gespielt. Eventuell war das auch die Vorgabe vom Trainer, aber wir wurden eigentlich immer dann gefährlich, wenn wir schnell und flach, meist durch die Mitte, kombinieren konnten.
Hier möchte ich das Wechselspiel von Rieder und Ciftci hervorheben. Ist der eine marschiert, hat der andere abgesichert. Lücken im DF sind so quasi nie entstanden. Das war sehr diszipliniert und wirkte bisweilen so, als spielten sie schon länger Seit' an Seit'. Nachdem mich die Postitionsgrafik vom Spiel gegen Rostock an einer Stelle überrascht hat (Rieder stand offensiver als Ciftci), habe ich dieses mal ganz genau auf die beiden geachtet. Und Rieder hat wirklich einen enormen Aktionsradius, dank einem Ciftci kann er sich diesen auch erlauben. In seiner Entscheidungsfindung ist er zwar noch nicht immer sicher, aber das wird von Woche zu Woche besser. Ich wage die Prognose, dass das DM in dieser Saison unser Herzstück wird.
Ebenfalls positiv überrascht hat mich Redondo. Defensiv kennt er zwar ganz offensichtlich nur das Mittel "Foul" (hier sollte er definitiv einige Extraschichten in Sachen defensiver Zweikampf einlegen!), aber offensiv war das schon sehr ordentlich. Mit tollem Pass die Großchance von Hanslik vorbereitet, den Elfmeter herausgeholt und den Siegtreffer vorbereitet.
Daniel Hanslik hingegen...war bemüht.
Auffällig war jedoch wieder die Vorgabe, den ballfernen Aussenspieler mit einrücken zu lassen. Da viel über links lief, war das Häufig von Hanslik zu sehen, leider ohne Erfolg. Ritter auf rechts, Skarla oder Zuck (der nach seiner Einwechslung jedoch überhaupt keine Bindung hatte, der Siegtreffer hat seine schlechte Leistung aber etwas kaschiert) zentral, das könnte doch eine Option sein.
Alles in allem hat die Mannschaft neben dem Kick-and-Rush der letzten Wochen eine zusätzliche Facette von Anfang an in ihrem Spiel: Das vertikale Kurzpasspiel. Selbstverständlich ist dieses ausbaufähig, aber in Ansätzen sah das schon okay aus. Insbesondere gegen ein zwickauer Team, welches das Mitspielen komplett verweigert hat.
Ich hatte das Gefühl, als würden die einzelnen Rädchen immer besser ineinander greifen. Zudem zeigen sich einzelne Spieler taktisch disziplinierter als noch vor ein paar Wochen, insbesondere das Duo Ciftci-Rieder sowie Redondo und Hercher möchte ich bezüglich ihres Sprungs hervorheben.
An Sickinger, Kraus, Hlousek und Pourié hatte ich ohnehin nicht viel zu mäkeln.
Ritter war okay, angesichts seiner Fähigkeiten und seines scheinbaren Fitnessrückstands sehe ich da aber noch eine Menge Luft nach oben.
Bleibt "Problemkind" Hanslik. Wobei ich das gar nicht an seiner Person festmachen möchte, sondern eher an der Position. Andererseits, macht er die beiden Buden in der ersten Hälfte, ist er wahrscheinlich der beste Mann.
10.11.2020 - 14:57 Uhr
Diesmal leider ohne xG-Grafiken...
Quelle: Der Betze brennt
Die Taktikanalyse: Wer gewinnt, hat rechtNicht unbedingt besser spielen, aber dennoch gewinnen - bei seinem 2:1-Sieg in Zwickau hat der 1. FC Kaiserslautern erstmals die allgemein gültige Erfolgsformel der Dritten Liga angewandt. Wenn ihm das noch ungefähr 21-mal gelingt, ist alles gut.
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