Taktik-Diskussionen
23.08.2013 - 10:12 Uhr
14.01.2015 - 18:58 Uhr
Wobei das von den Spielertypen her schon absolut stimmig war, wenn man sich mal deren Aufstellung ansieht beim 3-1 in München, das die Meisterschaft bedeutet hat:
---------Klasnic--------Aílton-------------
-----------------Micoud---------------------
---------Ernst-----------Borowski---------
Schulz--------Baumann---------Stalteri
----------Krstajic------Ismael--------------
Klasnic war ja schon ein recht moderner Stürmer, der sich häufig fallen ließ und dann Verteidiger für Aílton rauszog. Dazu mit Ernst und Borowski zwei sehr vertikale 8er, wobei ich mich nicht mehr daran erinnere, ob die auch recht breit standen, damals hab ich auf solche Details noch nicht geachtet
Wäre auch interessant, ob Baumann den LaVolpe gemacht hat im Spielaufbau, sicher ist jedenfalls, dass die AV noch nicht ansatzweise so offensiv orientiert waren wie heutzutage, der Schulz gäbe das als Spielertyp auch gar nicht her. Und Le Chef war natürlich ein sehr starker Kicker, dass Kroos vor Kurzem sagte, Micoud sei sein Vorbild gewesen, überrascht mich jedenfalls nicht, der hatte ja einen ähnlichen Ruf ("verträumter, aber genialer Lethargiker"
) Jedenfalls sieht man daran wieder mal, dass sich im Fussball wie in der Mode alles wiederholt, natürlich sind die Anforderungen und die Abläufe anders, aber wer hätte 2004 gedacht, dass man gut zehn Jahre später über die Raute als mögliches System der Zukunft philosophiert
PS: Wenn einer das Video von dem Spiel hat, möge er oder sie mir es bzw. den Link bitte senden, das wäre heute glatt meine Abendunterhaltung
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Riga2011 am 14.01.2015 um 18:59 Uhr bearbeitet
09.02.2015 - 07:58 Uhr
3er kette + 2 dm ? sinn oder unsinn ?
in den letzten spielen agiert nach meinen empfindungen, schweinsteiger zusehend neben alonso, und nicht mehr wie in der hinrunde vor ihm und die 3er kette ist starrer, als in der hinrunde. dh alaba bewegt sich weniger raus.
aus meiner sicht müssten da die avs ein ganz andres feuerwerk abfackeln bzw die aussenivs sich öfters abwechselnd auch mit vorn einschalten, um geöffnete räume zu nutzen. dies ist aber extrem selten passiert und somit hatten ggn stuttgart die bayern oft
6 leute hinterm ball (schweinsteiger, alonso, alaba, dante, benatia, bernat) und 3-4 davor...
im umkehrschluss war das imo auch der grund, wieso das spiel nach vor so zähflüssig war, da es schlicht und ergreifend zu wenig leute gegeben hat, die tempo, bewegung gemacht haben und dazu zuviel leute, die den pass suchen. der ist aber bei so einer eklatanten unterzahl erheblich schwerer zu finden also hat das "angriffspiel" deutlich gestockt ....
klar darf man in ein spiel jetzt nicht zu viel reininterprätieren aber das seh ich als "grund" der chancenknappheit, denn dass sich mannschaften ggn die bayern hinten reinstellen ist ja jetzt nix neues, nur neu ist, dass man sich ggn n team wie stuttgart so dermassen schwer tut überhaupt mal nen torschuss abzufeuern.
in den letzten spielen agiert nach meinen empfindungen, schweinsteiger zusehend neben alonso, und nicht mehr wie in der hinrunde vor ihm und die 3er kette ist starrer, als in der hinrunde. dh alaba bewegt sich weniger raus.
aus meiner sicht müssten da die avs ein ganz andres feuerwerk abfackeln bzw die aussenivs sich öfters abwechselnd auch mit vorn einschalten, um geöffnete räume zu nutzen. dies ist aber extrem selten passiert und somit hatten ggn stuttgart die bayern oft
6 leute hinterm ball (schweinsteiger, alonso, alaba, dante, benatia, bernat) und 3-4 davor...
im umkehrschluss war das imo auch der grund, wieso das spiel nach vor so zähflüssig war, da es schlicht und ergreifend zu wenig leute gegeben hat, die tempo, bewegung gemacht haben und dazu zuviel leute, die den pass suchen. der ist aber bei so einer eklatanten unterzahl erheblich schwerer zu finden also hat das "angriffspiel" deutlich gestockt ....
klar darf man in ein spiel jetzt nicht zu viel reininterprätieren aber das seh ich als "grund" der chancenknappheit, denn dass sich mannschaften ggn die bayern hinten reinstellen ist ja jetzt nix neues, nur neu ist, dass man sich ggn n team wie stuttgart so dermassen schwer tut überhaupt mal nen torschuss abzufeuern.
09.02.2015 - 10:17 Uhr
Zitat von Riga2011
Wobei das von den Spielertypen her schon absolut stimmig war, wenn man sich mal deren Aufstellung ansieht beim 3-1 in München, das die Meisterschaft bedeutet hat:
---------Klasnic--------Aílton-------------
-----------------Micoud---------------------
---------Ernst-----------Borowski---------
Schulz--------Baumann---------Stalteri
----------Krstajic------Ismael--------------
Klasnic war ja schon ein recht moderner Stürmer, der sich häufig fallen ließ und dann Verteidiger für Aílton rauszog. Dazu mit Ernst und Borowski zwei sehr vertikale 8er, wobei ich mich nicht mehr daran erinnere, ob die auch recht breit standen, damals hab ich auf solche Details noch nicht geachtet
Wäre auch interessant, ob Baumann den LaVolpe gemacht hat im Spielaufbau, sicher ist jedenfalls, dass die AV noch nicht ansatzweise so offensiv orientiert waren wie heutzutage, der Schulz gäbe das als Spielertyp auch gar nicht her. Und Le Chef war natürlich ein sehr starker Kicker, dass Kroos vor Kurzem sagte, Micoud sei sein Vorbild gewesen, überrascht mich jedenfalls nicht, der hatte ja einen ähnlichen Ruf ("verträumter, aber genialer Lethargiker"
)
Jedenfalls sieht man daran wieder mal, dass sich im Fussball wie in der Mode alles wiederholt, natürlich sind die Anforderungen und die Abläufe anders, aber wer hätte 2004 gedacht, dass man gut zehn Jahre später über die Raute als mögliches System der Zukunft philosophiert
PS: Wenn einer das Video von dem Spiel hat, möge er oder sie mir es bzw. den Link bitte senden, das wäre heute glatt meine Abendunterhaltung
Wobei das von den Spielertypen her schon absolut stimmig war, wenn man sich mal deren Aufstellung ansieht beim 3-1 in München, das die Meisterschaft bedeutet hat:
---------Klasnic--------Aílton-------------
-----------------Micoud---------------------
---------Ernst-----------Borowski---------
Schulz--------Baumann---------Stalteri
----------Krstajic------Ismael--------------
Klasnic war ja schon ein recht moderner Stürmer, der sich häufig fallen ließ und dann Verteidiger für Aílton rauszog. Dazu mit Ernst und Borowski zwei sehr vertikale 8er, wobei ich mich nicht mehr daran erinnere, ob die auch recht breit standen, damals hab ich auf solche Details noch nicht geachtet
Wäre auch interessant, ob Baumann den LaVolpe gemacht hat im Spielaufbau, sicher ist jedenfalls, dass die AV noch nicht ansatzweise so offensiv orientiert waren wie heutzutage, der Schulz gäbe das als Spielertyp auch gar nicht her. Und Le Chef war natürlich ein sehr starker Kicker, dass Kroos vor Kurzem sagte, Micoud sei sein Vorbild gewesen, überrascht mich jedenfalls nicht, der hatte ja einen ähnlichen Ruf ("verträumter, aber genialer Lethargiker"
) Jedenfalls sieht man daran wieder mal, dass sich im Fussball wie in der Mode alles wiederholt, natürlich sind die Anforderungen und die Abläufe anders, aber wer hätte 2004 gedacht, dass man gut zehn Jahre später über die Raute als mögliches System der Zukunft philosophiert
PS: Wenn einer das Video von dem Spiel hat, möge er oder sie mir es bzw. den Link bitte senden, das wäre heute glatt meine Abendunterhaltung

Dann landen wir aber alsbald wieder bei dem Problem, dass die Flügelschlagkraft verloren geht.
Das war ja dann der Grund, warum man so langsam in Richtung 4-2-2-2 gegangen ist.
Am sinnigsten erscheint mir nach wie vor das Ajax 3-4-3 (Raute). Von mir aus auch exotisch mit False 9 und Quasi-Stürmern wie Robben oder Müller (oder Reus oder Lacazette :)) auf den Außen.
Aber ganz auf ein zentrales Spiel setzen, erscheint mir dann etwas platt nach heutigem Maßstab.
Ja, es gibt "Schienenspieler" (Wingbacks sagen die Briten dazu) aber insgesamt ist das etwas wenig.
Ja, bei unserem Material macht auch ein 3-5-2 Sinn aber auch das ist in meinen Augen nicht das Optimum.
Fakt ist aber, dass der Anspruch an die Spieler nicht geringer wird.
09.02.2015 - 10:24 Uhr
die form ist noch nicht da, die geeigneten spieler sind noch nicht alle da, somit ist es auch nicht verwunderlich, dass es bei der gesamtabstimmung ebenfalls hakt. hinzu kommt dann die mentale konterohrfeige gegen wolfsburg, denen ja alles gelang und die "chelsea-taktiken" von schalke und stuttgart. insgesamt ist das der psychologische rahmen in dem wir uns momentan bewegen und deshalb ist wohl wenig wahrscheinlich, dass man mit weiteren taktischen umstellungen nachhaltigere verbesserungen erzielt. zumal wir auch in bestform schwierigkeiten mit diesen taktiken hatte, nur dass man das nach hinten heraus mit einem torreigen meist auflösen konnte.
ribery, lahm und rafinha fehlen unserem spiel über die außen, zudem fehlt boateng als schneller zentraler mann zur absicherung - deshalb braucht es auch einen schnellen alaba vornehmlich in der defensive. die leistungsstärke setzt sich aus sehr unterschiedlichen faktoren zusammen, die dann in der summe, den ist-zustand ausdrücken und sobald sich das wieder in die positive richtung verschiebt, wird der leistungunterschied auch wieder deutlicher ausfallen, einfach weil der fcb viel mehr potential nach oben hat, als unsere gegner.
was die spielkontrolle betrifft, fand ich die umstellung auf die dreierkette recht wirkungsvoll. da war zum einen das führungsergebnis(psychologisch) und zum anderen das kompaktere mittelfeld(taktisch), dass zu einer wesentlich verbesserten spielkontrolle führte. selbst ein zusätzlicher verteidiger(viererkette), kann wohl die angst vor ballverlusten in den gefährlichen vorderen räumen nicht auflösen - was der dominanz zunächst abträglich war. mit dem kompakteren mittelfeld aus der dreierkette heraus, konnte hingegen schon wesentlich gezielter gepresst werden - und die vorderen ballverluste wurden gleich wieder zurückerobert, ohne das es zu kontersituationen kam. von daher würde ich eher auf eine dreierkette setzen, weil das variieren der abwehrketten, gerade in der viererkette, aufgrund des fehlenden personals, momentan nicht optimal funktioniert.
auch ist mit schweinsteiger eine weitere "neuheit" im spiel, die sich erst integrieren muss, denn scheinbar fehlt auch ihm noch das natürliche gefühl für die situationen mit alonso und den abläufen. aber da momentan die alternativen fehlen, müssen wir uns wohl auch bzgl. eventueller änderungsmaßnahmen noch gedulden. allein mit den besagten lahm, ribery, rafinha und boateng ist dann taktisch schon wieder mehr möglich als es aktuell der fall ist.
ribery, lahm und rafinha fehlen unserem spiel über die außen, zudem fehlt boateng als schneller zentraler mann zur absicherung - deshalb braucht es auch einen schnellen alaba vornehmlich in der defensive. die leistungsstärke setzt sich aus sehr unterschiedlichen faktoren zusammen, die dann in der summe, den ist-zustand ausdrücken und sobald sich das wieder in die positive richtung verschiebt, wird der leistungunterschied auch wieder deutlicher ausfallen, einfach weil der fcb viel mehr potential nach oben hat, als unsere gegner.
was die spielkontrolle betrifft, fand ich die umstellung auf die dreierkette recht wirkungsvoll. da war zum einen das führungsergebnis(psychologisch) und zum anderen das kompaktere mittelfeld(taktisch), dass zu einer wesentlich verbesserten spielkontrolle führte. selbst ein zusätzlicher verteidiger(viererkette), kann wohl die angst vor ballverlusten in den gefährlichen vorderen räumen nicht auflösen - was der dominanz zunächst abträglich war. mit dem kompakteren mittelfeld aus der dreierkette heraus, konnte hingegen schon wesentlich gezielter gepresst werden - und die vorderen ballverluste wurden gleich wieder zurückerobert, ohne das es zu kontersituationen kam. von daher würde ich eher auf eine dreierkette setzen, weil das variieren der abwehrketten, gerade in der viererkette, aufgrund des fehlenden personals, momentan nicht optimal funktioniert.
auch ist mit schweinsteiger eine weitere "neuheit" im spiel, die sich erst integrieren muss, denn scheinbar fehlt auch ihm noch das natürliche gefühl für die situationen mit alonso und den abläufen. aber da momentan die alternativen fehlen, müssen wir uns wohl auch bzgl. eventueller änderungsmaßnahmen noch gedulden. allein mit den besagten lahm, ribery, rafinha und boateng ist dann taktisch schon wieder mehr möglich als es aktuell der fall ist.
12.02.2015 - 16:15 Uhr
Quelle: spielverlagerung.de
Das letzte Spiel haben sie zwar gewonnen, doch für die Bayern sind unabhängig vom Gegner vier Punkte in drei Ligaspielen ein Grund die aktuelle Spielweise zu hinterfragen. Für viele der Fans und Experten liegen die Ursachen an der Mittelfeldbesetzung.
Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso spielen erstmals gemeinsam als klare Doppelsechs in der Rollenverteilung in dieser Saison. Beide können ihr komplettes Potenzial aber in dieser Konstellation nicht abrufen, obwohl sie natürlich sehr gute Spieler sind. Die Stammtischerklärungen „es herrscht Neid und Missgunst“ oder „sie sind beide zu langsam“ reicht uns nicht aus, weswegen wir einen kleinen taktischen Blick auf diesen Aspekt geworfen haben.
Denke das passt hier ganz gut rein.
Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso spielen erstmals gemeinsam als klare Doppelsechs in der Rollenverteilung in dieser Saison. Beide können ihr komplettes Potenzial aber in dieser Konstellation nicht abrufen, obwohl sie natürlich sehr gute Spieler sind. Die Stammtischerklärungen „es herrscht Neid und Missgunst“ oder „sie sind beide zu langsam“ reicht uns nicht aus, weswegen wir einen kleinen taktischen Blick auf diesen Aspekt geworfen haben.
13.02.2015 - 12:49 Uhr
Zitat von FCBest
Quelle: spielverlagerung.de
Das letzte Spiel haben sie zwar gewonnen, doch für die Bayern sind unabhängig vom Gegner vier Punkte in drei Ligaspielen ein Grund die aktuelle Spielweise zu hinterfragen. Für viele der Fans und Experten liegen die Ursachen an der Mittelfeldbesetzung.
Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso spielen erstmals gemeinsam als klare Doppelsechs in der Rollenverteilung in dieser Saison. Beide können ihr komplettes Potenzial aber in dieser Konstellation nicht abrufen, obwohl sie natürlich sehr gute Spieler sind. Die Stammtischerklärungen „es herrscht Neid und Missgunst“ oder „sie sind beide zu langsam“ reicht uns nicht aus, weswegen wir einen kleinen taktischen Blick auf diesen Aspekt geworfen haben.
Denke das passt hier ganz gut rein.Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso spielen erstmals gemeinsam als klare Doppelsechs in der Rollenverteilung in dieser Saison. Beide können ihr komplettes Potenzial aber in dieser Konstellation nicht abrufen, obwohl sie natürlich sehr gute Spieler sind. Die Stammtischerklärungen „es herrscht Neid und Missgunst“ oder „sie sind beide zu langsam“ reicht uns nicht aus, weswegen wir einen kleinen taktischen Blick auf diesen Aspekt geworfen haben.
Momentan der taktisch wohl spannenste und schwierigste Aspekt in unserem System. Danke für den Link! Natürlich (/hoffentlich) legt sich das spätestens mit der Rückkehr von unseren momentanen Ausfällen, aber ich bin gespannt, wie Guardiola damit umgeht.
Ich sehe eigentlich momentan nur zwei Lösungen: Entweder man bringt nur einen der beiden und bringt dafür einen weiteren Spieler, der nominell nicht umbedingt in die erste Elf gehört oder man muss einen der beiden Spieler (eher BS) in eine andere Rolle pressen. Ich würde Basti ja gerne (einfach aus Interesse) auf dem linken Flügel sehen. Selbstverständlich erst, wenn wir uns im Spielaufbau bzw. der Ballzirkulation befinden, aber er scheint als klassische 10 mal hui mal pfui und auf der 6 mit Alonso klafft eben die im bericht genannte Lücke im vorderem Zentrum. Muss leider gleich ne Bahn bekommen, vielleicht schaffe ich es heute Abend meinen Gedanken mal weiter auszuführen.
13.02.2015 - 17:16 Uhr
Zitat von Flex873
Momentan der taktisch wohl spannenste und schwierigste Aspekt in unserem System. Danke für den Link! Natürlich (/hoffentlich) legt sich das spätestens mit der Rückkehr von unseren momentanen Ausfällen, aber ich bin gespannt, wie Guardiola damit umgeht.
Ich sehe eigentlich momentan nur zwei Lösungen: Entweder man bringt nur einen der beiden und bringt dafür einen weiteren Spieler, der nominell nicht umbedingt in die erste Elf gehört oder man muss einen der beiden Spieler (eher BS) in eine andere Rolle pressen. Ich würde Basti ja gerne (einfach aus Interesse) auf dem linken Flügel sehen. Selbstverständlich erst, wenn wir uns im Spielaufbau bzw. der Ballzirkulation befinden, aber er scheint als klassische 10 mal hui mal pfui und auf der 6 mit Alonso klafft eben die im bericht genannte Lücke im vorderem Zentrum. Muss leider gleich ne Bahn bekommen, vielleicht schaffe ich es heute Abend meinen Gedanken mal weiter auszuführen.
Zitat von FCBest
Quelle: spielverlagerung.de
Das letzte Spiel haben sie zwar gewonnen, doch für die Bayern sind unabhängig vom Gegner vier Punkte in drei Ligaspielen ein Grund die aktuelle Spielweise zu hinterfragen. Für viele der Fans und Experten liegen die Ursachen an der Mittelfeldbesetzung.
Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso spielen erstmals gemeinsam als klare Doppelsechs in der Rollenverteilung in dieser Saison. Beide können ihr komplettes Potenzial aber in dieser Konstellation nicht abrufen, obwohl sie natürlich sehr gute Spieler sind. Die Stammtischerklärungen „es herrscht Neid und Missgunst“ oder „sie sind beide zu langsam“ reicht uns nicht aus, weswegen wir einen kleinen taktischen Blick auf diesen Aspekt geworfen haben.
Denke das passt hier ganz gut rein.Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso spielen erstmals gemeinsam als klare Doppelsechs in der Rollenverteilung in dieser Saison. Beide können ihr komplettes Potenzial aber in dieser Konstellation nicht abrufen, obwohl sie natürlich sehr gute Spieler sind. Die Stammtischerklärungen „es herrscht Neid und Missgunst“ oder „sie sind beide zu langsam“ reicht uns nicht aus, weswegen wir einen kleinen taktischen Blick auf diesen Aspekt geworfen haben.
Momentan der taktisch wohl spannenste und schwierigste Aspekt in unserem System. Danke für den Link! Natürlich (/hoffentlich) legt sich das spätestens mit der Rückkehr von unseren momentanen Ausfällen, aber ich bin gespannt, wie Guardiola damit umgeht.
Ich sehe eigentlich momentan nur zwei Lösungen: Entweder man bringt nur einen der beiden und bringt dafür einen weiteren Spieler, der nominell nicht umbedingt in die erste Elf gehört oder man muss einen der beiden Spieler (eher BS) in eine andere Rolle pressen. Ich würde Basti ja gerne (einfach aus Interesse) auf dem linken Flügel sehen. Selbstverständlich erst, wenn wir uns im Spielaufbau bzw. der Ballzirkulation befinden, aber er scheint als klassische 10 mal hui mal pfui und auf der 6 mit Alonso klafft eben die im bericht genannte Lücke im vorderem Zentrum. Muss leider gleich ne Bahn bekommen, vielleicht schaffe ich es heute Abend meinen Gedanken mal weiter auszuführen.
Anders als die Spielverlagerung-Jungs sehe ich Schweinsteiger durchaus dazu in der Lage, auch in einer sehr zentralen Rolle vor Alonso gut zu agieren. Optimal wäre aber wohl entweder, Schweinsteiger auf der 6 zu lassen und Alonso dafür rauszunehmen (die Fehlpässe in letzter Zeit sind schwer zu ertragen), oder aber, ihn auf die 10 zu stellen und auf der 8 einen Spieler wie Lahm oder Thiago einzusetzen, die beide weniger vertikaldynamisch sind, dafür aber den Ball schneller zirkulieren lassen können und pressingresistent sind. Schweinsteiger auf der 10 kann dann seine kurzen Läufe in den 16er starten oder bei starkem gegnerischen Druck zurückeilen und mit dem 8er die Defensive stärken. Eine solche "freie" Rolle hat man ja schon am Anfang gegen Wolfsburg gesehen, bevor wir einen Mann verloren.
Dass eine Doppelsechs unser Spiel hemmt, weil wir dann nur über die Außen oder mit langen Bällen gefährlich sein können, ist ja wirklich nichts neues und hat auch nichts mit den Personen Schweinsteiger oder Alonso zu tun.
13.02.2015 - 17:33 Uhr
Schweini hat auf der 10 nichts verloren, wenn Thiago/Götze/Lahm fitt sind.
Dort vorne ist der Raum eng und entsprechend gute Technik auf engstem Raum,
die auch 1vs.1 gehen können, müssen da spielen.
Leider fehlen halt Thiago und Lahm und Pep lässt lieber Götze draußen,
weil das für ihn auch bequemer ist. Schweini/Ribery auf der Bank würde für Zündstoff sorgen.
Dort vorne ist der Raum eng und entsprechend gute Technik auf engstem Raum,
die auch 1vs.1 gehen können, müssen da spielen.
Leider fehlen halt Thiago und Lahm und Pep lässt lieber Götze draußen,
weil das für ihn auch bequemer ist. Schweini/Ribery auf der Bank würde für Zündstoff sorgen.
13.02.2015 - 17:54 Uhr
Zitat von Eldoron
Schweini hat auf der 10 nichts verloren, wenn Thiago/Götze/Lahm fitt sind.
Dort vorne ist der Raum eng und entsprechend gute Technik auf engstem Raum,
die auch 1vs.1 gehen können, müssen da spielen.
Leider fehlen halt Thiago und Lahm und Pep lässt lieber Götze draußen,
weil das für ihn auch bequemer ist. Schweini/Ribery auf der Bank würde für Zündstoff sorgen.
Schweini hat auf der 10 nichts verloren, wenn Thiago/Götze/Lahm fitt sind.
Dort vorne ist der Raum eng und entsprechend gute Technik auf engstem Raum,
die auch 1vs.1 gehen können, müssen da spielen.
Leider fehlen halt Thiago und Lahm und Pep lässt lieber Götze draußen,
weil das für ihn auch bequemer ist. Schweini/Ribery auf der Bank würde für Zündstoff sorgen.
Lahm hat auf der 10 noch weniger verloren als Schweinsteiger, weil ihm der Zug zum Tor fehlt. Ähnliches gilt für Thiago, der in Barcelona nicht umsonst als Xavi-Nachfolger aufgebaut wurde. Götze ist natürlich in meinen Augen die Idealbesetzung auf der 10 (sofern man die dritte Mittelfeldposition / vordere 8 bei uns so nennen kann), das scheint Guardiola aber anders zu sehen. Und Schweinsteiger bringt eben das physische Element rein, dass dem Filigrantechniker Götze fehlt. Quasi Khedira-artig, nur mit deutlich mehr Ideen und Kontrolle. Klar kann das auch Alaba spielen, aber der ist als IV/LM/ZM-Hybrid ja bestens aufgehoben.
Jedenfalls sehe ich keinen Grund, warum Schweinsteiger dauerhaft auf der Bank sitzen sollte. Zuvor dürfte nämlich der aktuell außer Form geratene Alonso darauf Platz nehmen. Hätte übrigens auch gar nichts dagegen, wenn die beiden sich abwechseln würden. Wenn beide vernünftig sind, dürften sie auch wissen, dass das für ihre Körper wohl das beste wäre.
13.02.2015 - 22:30 Uhr
Gut, also quasi als Fortsetzung zu meinem vorherigem Post:
Welche Konsequenzen hätte es, Schweinsteiger im Offensivspiel auf den linken Flügel zu verschieben. Ich stelle mir das so vor:
-^-----------Lewa---------------------^
-||--Basti------Götze--^--Robben-||
-||------Alaba------------\-Weisser||
Bernat--------Alonso---------------
-----Dante----------Benatia-------
1. Offensichtlich, Alonso und Schweinsteiger stehen sich nicht mehr auf den Füßen. Basti hast auf dem Flügel ein wenig Platz. Von der ähnlichen halblinken Position hat er auch das 1:0 gegen Stuttgart eingeleitet, indem er mit einem kurzem Dribbling einen großen Teil der Abwehrspieler auf die linke Seite gezogen hat. Für Robben und Weisser gab es dadurch Platz...nicht an der Außenlinie, sondern an der Strafraumkante.
Alonso spielt also unseren klassischen Ballverteiler, Weisser ist das Gegenstück zu Bernat, die jeweils ihren Außen überlaufen bzw. halt ihre Aufgaben als "Schienenspieler" erfüllen. Das Zusammenspiel Alaba-BS hat schon früher funktioniert, allerdings mit komplett anderer Raumaufteilung. Man hat also eine sehr flexible linke Seite mit abschlussstarken Spielern, die vielleicht mehr kreieren und konstruiren kann, als ein recht isolierter Götze. Kommen wir damit zum Punkt
2. Im Prinzip tauscht man, im Vergleich zum Stuttgart-Spiel, nur Götze und Schweinsteiger. Ich glaube, dass man aber genau durch diesen einfachen Kniff beide Spieler ihrer Schwächen beraubt :)
Schweinsteiger ist in der Regel schwach, wenn er den Ball mit dem Rücken zur Abwehr bekommt. Er braucht das Spiel vor sich. Ich denke diesen Vorteil hat er auf dem Flügel: In seinem Rücken ist die Außenlinie, er bekommt den Ball von der Seite und hat das ganze Spielfeld im Blickfeld. Durch den überlaufenden Bernat und den absichernden Alaba hat er genügend Optionen für Sicherheitspässe, gleichzeitig hat er Götze und Lewa (plus etwas weiter Robben) im Blick, die er von dort vielleicht (!) gut in Szene setzen kann. Man erinnere sich an 2004-8, da kannte man Schweinsteiger nur als Flügelspieler. Als "klassischer" Flügelläufer konnte er nie konstant überzeugen, aber da sich unser Fußball geändert hat, hat sich das Anforderungsprofil für einen Flügelspieler geändert. Geschwindigkeit kommt seltener zum tragen, Flanken sind ein "verscholltenes" Mittel
Spielmacherfähigkeiten werden dafür häufiger vorrausgesetzt.
Götze scheint in den meisten Spielen blass. Auf dem Flügel eher isoloert. Auf der 10 stach er auch nicht heraus, hat aber seine Tore gemacht...eigentlich eher als falsche 9 (wenn man einen Keks auf bezeichnungen gibt
). Was soll ich groß sagen, zentral schien er torgefährlicher.
3. ist entscheidend, dass/ob Götze sich zentral einbringen kann...Mit der doppel-6 BS/Xabi klaffte eine Lücke zentral vor den beiden Strategen. Alaba und Götze sind die ersten, die sich dort einbringen müssen. Inwiefern ein Weisser dazu fähig ist, gilt zu bezweifeln. Indem man allerdings mit Götze (anstatt BS) einen ganz anderen Spielertyp vor Xabi hat, hat Alaba die Möglichkeit sich mehr als Box-to-Box-Playern einzubringen, der durch sein Stellungsspiel unser Spiel passiv verlagert. Problematisch wird es, wenn Bernat, BS und Alaba es nicht schaffen, sich taktisch geschickt zu verteilen, weil es sonst zu Problemen in der Rückwärtsbewegung kommt. Entscheidend hierfür wäre erneut Alabas Stellungsspiel, der die fehlende Geschwindigkeit von Xabi und Dante ausgleichen muss. Was die rechte Seite angeht will ich gar nicht erst anfangen, aber das war, wenn ich mich recht erinnere, auch nicht die anfälligere Seite in den letzten zwei Spielen?
Das alles ist morgen allerdings Schnee von gestern, da Ribery und Rafinha zurückkehren. Ich hoffe allerdings, dass Pep den beiden noch etwas Pause gönnt und erstmal einen taktischen Kniff ausprobiert! Ich bin auf jeden Fall gespannt!
Welche Konsequenzen hätte es, Schweinsteiger im Offensivspiel auf den linken Flügel zu verschieben. Ich stelle mir das so vor:
-^-----------Lewa---------------------^
-||--Basti------Götze--^--Robben-||
-||------Alaba------------\-Weisser||
Bernat--------Alonso---------------
-----Dante----------Benatia-------
1. Offensichtlich, Alonso und Schweinsteiger stehen sich nicht mehr auf den Füßen. Basti hast auf dem Flügel ein wenig Platz. Von der ähnlichen halblinken Position hat er auch das 1:0 gegen Stuttgart eingeleitet, indem er mit einem kurzem Dribbling einen großen Teil der Abwehrspieler auf die linke Seite gezogen hat. Für Robben und Weisser gab es dadurch Platz...nicht an der Außenlinie, sondern an der Strafraumkante.
Alonso spielt also unseren klassischen Ballverteiler, Weisser ist das Gegenstück zu Bernat, die jeweils ihren Außen überlaufen bzw. halt ihre Aufgaben als "Schienenspieler" erfüllen. Das Zusammenspiel Alaba-BS hat schon früher funktioniert, allerdings mit komplett anderer Raumaufteilung. Man hat also eine sehr flexible linke Seite mit abschlussstarken Spielern, die vielleicht mehr kreieren und konstruiren kann, als ein recht isolierter Götze. Kommen wir damit zum Punkt
2. Im Prinzip tauscht man, im Vergleich zum Stuttgart-Spiel, nur Götze und Schweinsteiger. Ich glaube, dass man aber genau durch diesen einfachen Kniff beide Spieler ihrer Schwächen beraubt :)
Schweinsteiger ist in der Regel schwach, wenn er den Ball mit dem Rücken zur Abwehr bekommt. Er braucht das Spiel vor sich. Ich denke diesen Vorteil hat er auf dem Flügel: In seinem Rücken ist die Außenlinie, er bekommt den Ball von der Seite und hat das ganze Spielfeld im Blickfeld. Durch den überlaufenden Bernat und den absichernden Alaba hat er genügend Optionen für Sicherheitspässe, gleichzeitig hat er Götze und Lewa (plus etwas weiter Robben) im Blick, die er von dort vielleicht (!) gut in Szene setzen kann. Man erinnere sich an 2004-8, da kannte man Schweinsteiger nur als Flügelspieler. Als "klassischer" Flügelläufer konnte er nie konstant überzeugen, aber da sich unser Fußball geändert hat, hat sich das Anforderungsprofil für einen Flügelspieler geändert. Geschwindigkeit kommt seltener zum tragen, Flanken sind ein "verscholltenes" Mittel
Spielmacherfähigkeiten werden dafür häufiger vorrausgesetzt. Götze scheint in den meisten Spielen blass. Auf dem Flügel eher isoloert. Auf der 10 stach er auch nicht heraus, hat aber seine Tore gemacht...eigentlich eher als falsche 9 (wenn man einen Keks auf bezeichnungen gibt
). Was soll ich groß sagen, zentral schien er torgefährlicher. 3. ist entscheidend, dass/ob Götze sich zentral einbringen kann...Mit der doppel-6 BS/Xabi klaffte eine Lücke zentral vor den beiden Strategen. Alaba und Götze sind die ersten, die sich dort einbringen müssen. Inwiefern ein Weisser dazu fähig ist, gilt zu bezweifeln. Indem man allerdings mit Götze (anstatt BS) einen ganz anderen Spielertyp vor Xabi hat, hat Alaba die Möglichkeit sich mehr als Box-to-Box-Playern einzubringen, der durch sein Stellungsspiel unser Spiel passiv verlagert. Problematisch wird es, wenn Bernat, BS und Alaba es nicht schaffen, sich taktisch geschickt zu verteilen, weil es sonst zu Problemen in der Rückwärtsbewegung kommt. Entscheidend hierfür wäre erneut Alabas Stellungsspiel, der die fehlende Geschwindigkeit von Xabi und Dante ausgleichen muss. Was die rechte Seite angeht will ich gar nicht erst anfangen, aber das war, wenn ich mich recht erinnere, auch nicht die anfälligere Seite in den letzten zwei Spielen?
Das alles ist morgen allerdings Schnee von gestern, da Ribery und Rafinha zurückkehren. Ich hoffe allerdings, dass Pep den beiden noch etwas Pause gönnt und erstmal einen taktischen Kniff ausprobiert! Ich bin auf jeden Fall gespannt!
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