Taktik-Diskussionen
23.08.2013 - 10:12 Uhr
08.12.2014 - 01:35 Uhr
Guardiola wollte wahrscheinlich das leverkusener Pressing umgehen, indem er Müller und lewy situativ als Wandspieler einsetzt, die den Ball außen festmachen und die nachrückenden Spieler einsetzen. Dadurch sollten die Av von Bayer hinten festgezurrt werden, sodass Lücken hinter der 4er Pressingkette entstehen und man durch schnelle Rochaden Räume schaffen kann. Durch eine immense Laufleistung der Offensive, eine engmaschige Staffelung und das ein oder andere Foul zum richtigen Zeitpunkt, konnte Leverkusen sich in der ersten Halbzeit behaupten.
09.12.2014 - 09:34 Uhr
die gehalten außenpositionen hatten gleich mehrer effekte. dadurch das die bayer-av´s nicht aufrücken konnte, kam ihr pressing nicht so kompakt daher - vielleicht kann man daher sogar von einem leicht isoliertem 4-2-4 sprechen. augenfällig war auch, dass sich bayer meist mit vier spielern auf die außenverteidiger stürzte und alle passwege abschnitt, so dass unserem av nur noch der unkontrollierter pass die außenlinie runter als option blieb. was ja dann - mit lewandowski, der selbst unkontrollierte bälle zu verarbeiten weiss - durchaus dafür sprechen könnte, dass guardiola dieses isolieren der av´s durchaus auf der uhr hatte und dies als lösungsansatz vorschwebte.
auch scheint es wahrscheinlich das pep auf die zentrale dominanz in der ersten hälfte bewusst verzichtete, weil götze die f9 sehr weit vorn interpretierte und folglich eher als drohkullisse fungierte. mit der reinnahme von rode kam die überzahl in der mitte, unsere av´s konnten wieder hochschieben und verdichten, ganau so wie lewandowski fortan wieder zentraler agierte. in anbetracht das bayer irgendwann auch etwas nachlassen würde erwies sich dies, in summe gesehen, als recht schlüssiger schlachtplan, wenngleich bayer in der anfangsphase, wie zu erwarten, ihre möglichkeiten hatte.
auch scheint es wahrscheinlich das pep auf die zentrale dominanz in der ersten hälfte bewusst verzichtete, weil götze die f9 sehr weit vorn interpretierte und folglich eher als drohkullisse fungierte. mit der reinnahme von rode kam die überzahl in der mitte, unsere av´s konnten wieder hochschieben und verdichten, ganau so wie lewandowski fortan wieder zentraler agierte. in anbetracht das bayer irgendwann auch etwas nachlassen würde erwies sich dies, in summe gesehen, als recht schlüssiger schlachtplan, wenngleich bayer in der anfangsphase, wie zu erwarten, ihre möglichkeiten hatte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von WM1974 am 09.12.2014 um 09:38 Uhr bearbeitet
09.12.2014 - 11:08 Uhr
Zitat von WM1974
die gehalten außenpositionen hatten gleich mehrer effekte. dadurch das die bayer-av´s nicht aufrücken konnte, kam ihr pressing nicht so kompakt daher - vielleicht kann man daher sogar von einem leicht isoliertem 4-2-4 sprechen. augenfällig war auch, dass sich bayer meist mit vier spielern auf die außenverteidiger stürzte und alle passwege abschnitt, so dass unserem av nur noch der unkontrollierter pass die außenlinie runter als option blieb. was ja dann - mit lewandowski, der selbst unkontrollierte bälle zu verarbeiten weiss - durchaus dafür sprechen könnte, dass guardiola dieses isolieren der av´s durchaus auf der uhr hatte und dies als lösungsansatz vorschwebte.
auch scheint es wahrscheinlich das pep auf die zentrale dominanz in der ersten hälfte bewusst verzichtete, weil götze die f9 sehr weit vorn interpretierte und folglich eher als drohkullisse fungierte. mit der reinnahme von rode kam die überzahl in der mitte, unsere av´s konnten wieder hochschieben und verdichten, ganau so wie lewandowski fortan wieder zentraler agierte. in anbetracht das bayer irgendwann auch etwas nachlassen würde erwies sich dies, in summe gesehen, als recht schlüssiger schlachtplan, wenngleich bayer in der anfangsphase, wie zu erwarten, ihre möglichkeiten hatte.
die gehalten außenpositionen hatten gleich mehrer effekte. dadurch das die bayer-av´s nicht aufrücken konnte, kam ihr pressing nicht so kompakt daher - vielleicht kann man daher sogar von einem leicht isoliertem 4-2-4 sprechen. augenfällig war auch, dass sich bayer meist mit vier spielern auf die außenverteidiger stürzte und alle passwege abschnitt, so dass unserem av nur noch der unkontrollierter pass die außenlinie runter als option blieb. was ja dann - mit lewandowski, der selbst unkontrollierte bälle zu verarbeiten weiss - durchaus dafür sprechen könnte, dass guardiola dieses isolieren der av´s durchaus auf der uhr hatte und dies als lösungsansatz vorschwebte.
auch scheint es wahrscheinlich das pep auf die zentrale dominanz in der ersten hälfte bewusst verzichtete, weil götze die f9 sehr weit vorn interpretierte und folglich eher als drohkullisse fungierte. mit der reinnahme von rode kam die überzahl in der mitte, unsere av´s konnten wieder hochschieben und verdichten, ganau so wie lewandowski fortan wieder zentraler agierte. in anbetracht das bayer irgendwann auch etwas nachlassen würde erwies sich dies, in summe gesehen, als recht schlüssiger schlachtplan, wenngleich bayer in der anfangsphase, wie zu erwarten, ihre möglichkeiten hatte.
Wobei das mit den AV nicht wirklich funktioniert hat, Jedvaj hat ja letztlich gespielt wie immer, auch Wendel war da nicht wirklich beeindruckt von, sie haben das durch kluge Bewegungen der IV und der 6er gut ausgeglichen, muss man Bayer lassen. Letztlich dürfte sich aber final gezeigt haben, dass wir ohne ein konstant besetztes Zentrum einfach Probleme bekommen, eine Halbzeit ganz ohne Torchance noch dazu in einem Heimspiel hatten wir jedenfalls auch lange nicht. Die Idee mit Ribéry und Robben als extrem breite 8er ist ja grundsätzlich nicht schlecht - Barca spielt das mit Rakitic und Iniesta ja ähnlich, wobei die sogar noch breiter stehen - aber dann müssten eigentlich die OA enger stehen, was ja gerade wegen der AV von Bayer nicht der Plan war. So war letztlich Götze völlig isoliert im Zentrum, kam nicht in seine Räume, weil Bayer gut zustellte und wir zu wenig Präsenz hatten. Wenn man so will, hat Pep Götze in der ersten Halbzeit geopfert, um Bayer etwas müde zu spielen und dann mit mehr Präsenz im Zentrum nachzulegen, auch wenn die zweite Halbzeit bis auf die ersten 15 Minuten keine große Offenbarung war, 4-2-4 und so. Letztlich kann man echt nur von Glück reden, dass Bellarabi die Chance nach ein paar Minuten vergeigt hat, ob wir das nochmal gedreht hätten, halte ich für höchst fraglich.
09.12.2014 - 12:30 Uhr
Jedenfalls ein interessantes Spiel, weil Pep bzw. die Spieler relativ viel rausgelassen haben an taktischen Hintergründen: Zwei-Mann-Sturm, der die AVs festpinnen sollte, Rode, der in HZ 2 die Position von Ribery übernehmen sollte (was im Umkehrschluß ja heißt, daß Ribery die Acht geben sollte usw.).
Was mir komisch vorkam war, daß Lewandowskis wohl gesagt hat (hab die Interviews nicht mehr gesehen), man habe zum ersten Mal so gespielt. Meinte eigentlich, daß schon öfter gesehen zu haben. Das mit den AVs ist ein interessanter Zusatzaspekt, sah den Clou zuvor allerdings eher darin, daß man bei einem Zwei-Mann-Sturm einen Mann fürs ZM freimacht. Wenn der Zwei-Mann-Sturm immer auf die Seite pendelt, über die der Angriff vorgetragen wird, hat man eigentlich alle bzw. beide relevanten Positionen besetzt: die aufm Flügel und die in der Box. Was brauch ich einen ballfernen Winger, wenn ich über links angreife? Da reichen der ballferne AV und der ballferne Achter, der ebenfalls als Empfänger für Diagonalpässe infrage kommt und in den Raum vorstoßen kann. Zusätzlich kann man so mit zwei Mann die komplette gegnerische Viererkette auf unkonventionelle Weise beschäftigen, weil die IVs nie wissen, ob sie nun mitgehen sollen, zumal dann in der Mitte Götze auftaucht. Finde das ein sehr interessantes Modell und sehe eigentlich auch nicht das Problem mit dem fehlenden Box-Spieler. Angriff über links: Lewa draußen, Müller zentral. Angriff über rechts: andersrum.
Außerdem irgendwie interessant: Man muß sich die Formation im Mittelfeld zunehmend wie ein V mit den Eckpunkten Alonso, Bernat und Rafinha vorstellen, in das dann ganz unterschiedliche Spieler hineinrochieren. Füllen kann man es sogar mit Robben und Ribery als Behelfsachtern. Aus dem U, über das in "Herr Guardiola" immer gemotzt wird (LAV, LIV, RIV, RAV), ist nur ein weiter vorne postiertes V geworden.
Was mir komisch vorkam war, daß Lewandowskis wohl gesagt hat (hab die Interviews nicht mehr gesehen), man habe zum ersten Mal so gespielt. Meinte eigentlich, daß schon öfter gesehen zu haben. Das mit den AVs ist ein interessanter Zusatzaspekt, sah den Clou zuvor allerdings eher darin, daß man bei einem Zwei-Mann-Sturm einen Mann fürs ZM freimacht. Wenn der Zwei-Mann-Sturm immer auf die Seite pendelt, über die der Angriff vorgetragen wird, hat man eigentlich alle bzw. beide relevanten Positionen besetzt: die aufm Flügel und die in der Box. Was brauch ich einen ballfernen Winger, wenn ich über links angreife? Da reichen der ballferne AV und der ballferne Achter, der ebenfalls als Empfänger für Diagonalpässe infrage kommt und in den Raum vorstoßen kann. Zusätzlich kann man so mit zwei Mann die komplette gegnerische Viererkette auf unkonventionelle Weise beschäftigen, weil die IVs nie wissen, ob sie nun mitgehen sollen, zumal dann in der Mitte Götze auftaucht. Finde das ein sehr interessantes Modell und sehe eigentlich auch nicht das Problem mit dem fehlenden Box-Spieler. Angriff über links: Lewa draußen, Müller zentral. Angriff über rechts: andersrum.
Außerdem irgendwie interessant: Man muß sich die Formation im Mittelfeld zunehmend wie ein V mit den Eckpunkten Alonso, Bernat und Rafinha vorstellen, in das dann ganz unterschiedliche Spieler hineinrochieren. Füllen kann man es sogar mit Robben und Ribery als Behelfsachtern. Aus dem U, über das in "Herr Guardiola" immer gemotzt wird (LAV, LIV, RIV, RAV), ist nur ein weiter vorne postiertes V geworden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Trumoi am 09.12.2014 um 12:33 Uhr bearbeitet
09.12.2014 - 14:49 Uhr
vielleicht meint lewandowski auch seine eigene position in diesem reigen - wobei mir die konsequenz der gehaltenen positionen schon neu vorkam - und lewa eben der ideale abnehmer ist, wenn das "u" derart angelaufen wird. müller und lewa konnten theoretisch auch leicht auf die einstartenden ribery und robben ablegen, was zugegebener weise eher nicht stattfand.
robben und ribery in der flexiblen "achterrolle" find ich in anbetracht ihrer spielerischen fähigkeiten sehr genialen - warum das voher noch keiner so umgesetzt hat...?
auch ist es durchaus erwähnenswert, dass pep´s matchpläne die ganzen 90min. + ausschöpfen. früher hat er mit den einwechselungen ab der 70.min. dem spiel die entscheidende wende verpasst, und mittlerweile erledigt er das mit änderung des spielsystems innerhalb der mannschaft, weil ihm die akteure ausgehen und die mannschaft das eben auch drauf hat.
wir kennen das ja von dortmund, wenn die richtig in pressinglaune sind, geht im mittelfeld nichts mehr - und von daher ist diese taktik für mich auch nachvollziehbar. mit der drohkulisse lewa, müller, götze, ribery und robben hält man sie erst mal auf abstand, um dann später nachdrücklicher loszulegen. es ist ja nicht so, das man alles abgeschenkt hätte, und chancen für den gegner kann man nur schwer vermeiden, wenn er mit derartigem einsatz und gefährlichen offensivkräften attackiert. fand es schon recht klug gemacht.
robben und ribery in der flexiblen "achterrolle" find ich in anbetracht ihrer spielerischen fähigkeiten sehr genialen - warum das voher noch keiner so umgesetzt hat...?
auch ist es durchaus erwähnenswert, dass pep´s matchpläne die ganzen 90min. + ausschöpfen. früher hat er mit den einwechselungen ab der 70.min. dem spiel die entscheidende wende verpasst, und mittlerweile erledigt er das mit änderung des spielsystems innerhalb der mannschaft, weil ihm die akteure ausgehen und die mannschaft das eben auch drauf hat.
wir kennen das ja von dortmund, wenn die richtig in pressinglaune sind, geht im mittelfeld nichts mehr - und von daher ist diese taktik für mich auch nachvollziehbar. mit der drohkulisse lewa, müller, götze, ribery und robben hält man sie erst mal auf abstand, um dann später nachdrücklicher loszulegen. es ist ja nicht so, das man alles abgeschenkt hätte, und chancen für den gegner kann man nur schwer vermeiden, wenn er mit derartigem einsatz und gefährlichen offensivkräften attackiert. fand es schon recht klug gemacht.
09.12.2014 - 15:03 Uhr
Zitat von Trumoi
Jedenfalls ein interessantes Spiel, weil Pep bzw. die Spieler relativ viel rausgelassen haben an taktischen Hintergründen: Zwei-Mann-Sturm, der die AVs festpinnen sollte, Rode, der in HZ 2 die Position von Ribery übernehmen sollte (was im Umkehrschluß ja heißt, daß Ribery die Acht geben sollte usw.).
Was mir komisch vorkam war, daß Lewandowskis wohl gesagt hat (hab die Interviews nicht mehr gesehen), man habe zum ersten Mal so gespielt. Meinte eigentlich, daß schon öfter gesehen zu haben. Das mit den AVs ist ein interessanter Zusatzaspekt, sah den Clou zuvor allerdings eher darin, daß man bei einem Zwei-Mann-Sturm einen Mann fürs ZM freimacht. Wenn der Zwei-Mann-Sturm immer auf die Seite pendelt, über die der Angriff vorgetragen wird, hat man eigentlich alle bzw. beide relevanten Positionen besetzt: die aufm Flügel und die in der Box. Was brauch ich einen ballfernen Winger, wenn ich über links angreife? Da reichen der ballferne AV und der ballferne Achter, der ebenfalls als Empfänger für Diagonalpässe infrage kommt und in den Raum vorstoßen kann. Zusätzlich kann man so mit zwei Mann die komplette gegnerische Viererkette auf unkonventionelle Weise beschäftigen, weil die IVs nie wissen, ob sie nun mitgehen sollen, zumal dann in der Mitte Götze auftaucht. Finde das ein sehr interessantes Modell und sehe eigentlich auch nicht das Problem mit dem fehlenden Box-Spieler. Angriff über links: Lewa draußen, Müller zentral. Angriff über rechts: andersrum.
Außerdem irgendwie interessant: Man muß sich die Formation im Mittelfeld zunehmend wie ein V mit den Eckpunkten Alonso, Bernat und Rafinha vorstellen, in das dann ganz unterschiedliche Spieler hineinrochieren. Füllen kann man es sogar mit Robben und Ribery als Behelfsachtern. Aus dem U, über das in "Herr Guardiola" immer gemotzt wird (LAV, LIV, RIV, RAV), ist nur ein weiter vorne postiertes V geworden.
Jedenfalls ein interessantes Spiel, weil Pep bzw. die Spieler relativ viel rausgelassen haben an taktischen Hintergründen: Zwei-Mann-Sturm, der die AVs festpinnen sollte, Rode, der in HZ 2 die Position von Ribery übernehmen sollte (was im Umkehrschluß ja heißt, daß Ribery die Acht geben sollte usw.).
Was mir komisch vorkam war, daß Lewandowskis wohl gesagt hat (hab die Interviews nicht mehr gesehen), man habe zum ersten Mal so gespielt. Meinte eigentlich, daß schon öfter gesehen zu haben. Das mit den AVs ist ein interessanter Zusatzaspekt, sah den Clou zuvor allerdings eher darin, daß man bei einem Zwei-Mann-Sturm einen Mann fürs ZM freimacht. Wenn der Zwei-Mann-Sturm immer auf die Seite pendelt, über die der Angriff vorgetragen wird, hat man eigentlich alle bzw. beide relevanten Positionen besetzt: die aufm Flügel und die in der Box. Was brauch ich einen ballfernen Winger, wenn ich über links angreife? Da reichen der ballferne AV und der ballferne Achter, der ebenfalls als Empfänger für Diagonalpässe infrage kommt und in den Raum vorstoßen kann. Zusätzlich kann man so mit zwei Mann die komplette gegnerische Viererkette auf unkonventionelle Weise beschäftigen, weil die IVs nie wissen, ob sie nun mitgehen sollen, zumal dann in der Mitte Götze auftaucht. Finde das ein sehr interessantes Modell und sehe eigentlich auch nicht das Problem mit dem fehlenden Box-Spieler. Angriff über links: Lewa draußen, Müller zentral. Angriff über rechts: andersrum.
Außerdem irgendwie interessant: Man muß sich die Formation im Mittelfeld zunehmend wie ein V mit den Eckpunkten Alonso, Bernat und Rafinha vorstellen, in das dann ganz unterschiedliche Spieler hineinrochieren. Füllen kann man es sogar mit Robben und Ribery als Behelfsachtern. Aus dem U, über das in "Herr Guardiola" immer gemotzt wird (LAV, LIV, RIV, RAV), ist nur ein weiter vorne postiertes V geworden.
Lewys Aussage war tatsächlich bemerkenswert, allerdings meinte er wohl die Konsequenz, mit der er den linken Flügel halten sollte, Ausweichbewegungen dorthin sind ja diese Saison mehr Regel denn Ausnahme, zumal Pep wohl auch die beiden größten Spieler auf die Außen stellte, um dort Kopfballduelle und damit Ballbesitz zu gewinnen. Es war ja eigentlich im Vorneherein klar, dass Bayer das Zentrum kontrollieren würde, daher haben wir uns halt voll auf die Außen gestürzt, Xabi und Boateng haben ja immer wieder die Diagonalbälle dorthin gespielt. Man muss sich ja nur mal Jeromes Passmuster ansehen: http://www.fourfourtwo.com/statszone/22-2014/matches/758755/player-stats/40691/OVERALL_02#tabs-wrapper-anchor
Wenn man dann noch den Regler unten auf die erste Halbzeit einstellt, dann bleibt bis auf ein paar Quer- bzw. Rückpässe zu Benatia bzw. Neuer nicht mehr viel übrig außer lange Diagonalschläge Richtung Müller, der im Kopfballduell gegen Wendel natürlich überlegen war.
Das mit dem V würde ich aber anders sehen, das U implizierte ja schon irgendwie eine gleichmäßige Verteilung, aber gerade die Rollen von Rafinha und Bernat sind ja gänzlich andere, ich würde da eher Boateng mit reinnehmen, der sich immer mehr zum Aufbauspieler mausert. M.E. hat man hinten eine Achse aus Xabi, Boateng und Rafinha, die das Aufbauspiel schultern, Benatia hält sich da qualitätsbedingt raus, Bernat schiebt höher und fungiert eher als vertikale Zirkulationsstation, Rafinha hat da dagegen m.E. eher einen horizontal-diagonalen Aktionsradius.
09.12.2014 - 15:26 Uhr
Das mit den großen Spielern könnte auch mit der Hybridfunktion als Außen- und Mittelstürmer zu tun haben. Daß sie Diagonalbälle besser festmachen können, ist natürlich auch ein interessanter Aspekt. Also daß wir uns hier mal über die perspektivische Rückkehr der Zwei-Mann-Sturms mit Raute freuen würden, hätte wohl auch niemand gedacht. Sicher auch eine schöne Überraschung für den Uli
Wer kommt als nächstes? Max Kruse statt Reus?
Wer kommt als nächstes? Max Kruse statt Reus?
09.12.2014 - 15:31 Uhr
Zitat von Trumoi
Das mit den großen Spielern könnte auch mit der Hybridfunktion als Außen- und Mittelstürmer zu tun haben. Daß sie Diagonalbälle besser festmachen können, ist natürlich auch ein interessanter Aspekt. Also daß wir uns hier mal über die perspektivische Rückkehr der Zwei-Mann-Sturms mit Raute freuen würden, hätte wohl auch niemand gedacht. Sicher auch eine schöne Überraschung für den Uli
Wer kommt als nächstes? Max Kruse statt Reus? 
Das mit den großen Spielern könnte auch mit der Hybridfunktion als Außen- und Mittelstürmer zu tun haben. Daß sie Diagonalbälle besser festmachen können, ist natürlich auch ein interessanter Aspekt. Also daß wir uns hier mal über die perspektivische Rückkehr der Zwei-Mann-Sturms mit Raute freuen würden, hätte wohl auch niemand gedacht. Sicher auch eine schöne Überraschung für den Uli
Wer kommt als nächstes? Max Kruse statt Reus? 
Ich verstehe allerdings nicht, inwieweit die Größe da ein Kriterium seien soll. Realistisch betrachtet verarbeitet ein Robben die Bälle 100 mal besser als ein Müller, egal in welcher Situation, egal wie sie angeflogen kommen, und meistens auch egal, ob bedrängt im Luftzweikampf oder nicht, da er zum einen seinen Körper einzusetzten weiß, und zum zweiten für den ersten und zweiten Touch eben viel weniger Raum benötigt als Müller. Müller passt in meinen Augen da am wenigsten in die Reihe Henry, Villa ( auch keine Kante ), Lewandowski, Müller.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von philipp234 am 09.12.2014 um 15:31 Uhr bearbeitet
09.12.2014 - 15:33 Uhr
Klar, wenn er sie in den Lauf bekommt, kann der Robben das natürlich besser. Aber in einer statischen Situation, ist Größe von Vorteil. Auch das ist aber ein interessanter Aspekt des Zwei-Mann-Sturms. Indem mal Robben eine Linie dahinter plaziert, hat er mehr Raum, in den er reinlaufen kann.
09.12.2014 - 15:40 Uhr
Zitat von philipp234
Ich verstehe allerdings nicht, inwieweit die Größe da ein Kriterium seien soll. Realistisch betrachtet verarbeitet ein Robben die Bälle 100 mal besser als ein Müller, egal in welcher Situation, egal wie sie angeflogen kommen, und meistens auch egal, ob bedrängt im Luftzweikampf oder nicht, da er zum einen seinen Körper einzusetzten weiß, und zum zweiten für den ersten und zweiten Touch eben viel weniger Raum benötigt als Müller. Müller passt in meinen Augen da am wenigsten in die Reihe Henry, Villa ( auch keine Kante ), Lewandowski, Müller.
Zitat von Trumoi
Das mit den großen Spielern könnte auch mit der Hybridfunktion als Außen- und Mittelstürmer zu tun haben. Daß sie Diagonalbälle besser festmachen können, ist natürlich auch ein interessanter Aspekt. Also daß wir uns hier mal über die perspektivische Rückkehr der Zwei-Mann-Sturms mit Raute freuen würden, hätte wohl auch niemand gedacht. Sicher auch eine schöne Überraschung für den Uli
Wer kommt als nächstes? Max Kruse statt Reus? 
Das mit den großen Spielern könnte auch mit der Hybridfunktion als Außen- und Mittelstürmer zu tun haben. Daß sie Diagonalbälle besser festmachen können, ist natürlich auch ein interessanter Aspekt. Also daß wir uns hier mal über die perspektivische Rückkehr der Zwei-Mann-Sturms mit Raute freuen würden, hätte wohl auch niemand gedacht. Sicher auch eine schöne Überraschung für den Uli
Wer kommt als nächstes? Max Kruse statt Reus? 
Ich verstehe allerdings nicht, inwieweit die Größe da ein Kriterium seien soll. Realistisch betrachtet verarbeitet ein Robben die Bälle 100 mal besser als ein Müller, egal in welcher Situation, egal wie sie angeflogen kommen, und meistens auch egal, ob bedrängt im Luftzweikampf oder nicht, da er zum einen seinen Körper einzusetzten weiß, und zum zweiten für den ersten und zweiten Touch eben viel weniger Raum benötigt als Müller. Müller passt in meinen Augen da am wenigsten in die Reihe Henry, Villa ( auch keine Kante ), Lewandowski, Müller.
M.E. überschätzt du Robben und unterschätzt du Müller in dem Aspekt. Wenn man mal die nackten Zahlen heranzieht, so gewinnt Müller pro Partie 3.2 Kopfballduelle, ist damit die Nr. 4 bei uns im Kader nach den drei IV Badstuber, Dante und Benatia (die dürftige Datenlage bei Badstuber außen vor gelassen, ist Müller sogar auf dem Treppchen). Robben rangiert in dem Bereich mit 0.6 Duellen unter ferner liefen. Wenn man für solche langen Diagonalbälle also eine Ablagestation gesucht hat, was angesichts Boatengs Passmuster wohl das Ziel war, dann ist Müller rechts und Robben zentral eigentlich nicht nur wegen der Kopfballstärke Müllers völlig logisch, sondern auch weil sich Robben zentral natürlich deutlich positiver einbringen kann als Müller. Arjen kommt so öfter zum Abschluss ohne seinen Signature Move bringen zu müssen (siehe den Treffer in Berlin) und Müller kann mit seinen Diagonalläufen Richtung Zentrum mehr Verwirrung stiften, als wenn er schon im Zentrum ist. Diese alte Diskussion um die Position von Müller hatten wir ja schon, als Pep ihn hier vor über einem Jahr als 8er durchdrücken wollte, um festzustellen, dass das einfach nicht sein Spiel ist.
Daher ist Müller für Pep möglicherweise eine Mischung aus Eto'o und Pedro/Alexis. Eto'o, weil den Pep nach der f9-Umstellung teilweise als eben solche "Abprallstation" missbraucht hat, Pedro/Alexis, weil die beiden auch immer ihre Diagonal- oder teilweise sogar Horizontalläufe an der Abseitslinie gestartet haben, um die gegnerische Abwehrreihe zu verunsichern. In letzterer Disziplin ist Müller noch genialer als Pedro, weil er einfach dieses unschlagbare Gespür für die Spielsituation hat.
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