Diskussionsrunde

Neue Regionalliga-Reform?

13.10.2013 - 10:59 Uhr
Neue Regionalliga-Reform? |#5141
30.03.2026 - 13:51 Uhr
@Daniel1907 Eine Aufstiegssrunde hätte sehr wohl mit Sportlichkeit zu tun, da eben in 4 Spielen 2 Teams pro Gruppe die Chance hätten, aufzusteigen. Ist mir letztlich auch egal, soll man doch das Modell mit den 80 Teams in 4 Ligen machen. Nur soll sich keiner über die deutlich steigenden Reisekosten aufregen.

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Das Leben ist zu kurz um : schlechten Wein zu trinken und mittelmässigen Fussball zu gucken.
Neue Regionalliga-Reform? |#5142
30.03.2026 - 16:08 Uhr
Zitat von Happyhunter
@Daniel1907 Eine Aufstiegssrunde hätte sehr wohl mit Sportlichkeit zu tun, da eben in 4 Spielen 2 Teams pro Gruppe die Chance hätten, aufzusteigen. Ist mir letztlich auch egal, soll man doch das Modell mit den 80 Teams in 4 Ligen machen. Nur soll sich keiner über die deutlich steigenden Reisekosten aufregen.

Und lass es eine Aufstiegsrunde mit 10 Teams pro Gruppe sein, das macht es nicht besser für mich. Relegationsspiele sind etwas für den Vizemeister, aber nicht für die beste Mannschaft der Saison
Neue Regionalliga-Reform? |#5143
30.03.2026 - 16:09 Uhr
@Timesle1893

Nein ich habe nicht den Artikel geteilt. Meine Meinung darunter bezieht sich auch nicht nur auf das Zitat.

Meine Einschätzung ist, dass das Gebiet der Regionalliga Südwest im heutigen Zuschnitt insgesamt etwas zu groß geworden ist. Genau das trägt aber auch dazu bei, dass diese Liga sportlich und wirtschaftlich oft attraktiver wirkt als manch andere Staffeln.

Rein statistisch hätte man deshalb durchaus darüber sprechen können, einzelne Teilräume moderat anders zuzuschneiden, statt West und Südwest vollständig unangetastet zu lassen - gerade wenn schon ein Regionenmodell vorgeschlagen wird.
Neue Regionalliga-Reform? |#5144
30.03.2026 - 16:45 Uhr
Zitat von nulldrei09

@Timesle1893

Nein ich habe nicht den Artikel geteilt. Meine Meinung darunter bezieht sich auch nicht nur auf das Zitat.

Meine Einschätzung ist, dass das Gebiet der Regionalliga Südwest im heutigen Zuschnitt insgesamt etwas zu groß geworden ist. Genau das trägt aber auch dazu bei, dass diese Liga sportlich und wirtschaftlich oft attraktiver wirkt als manch andere Staffeln.

Rein statistisch hätte man deshalb durchaus darüber sprechen können, einzelne Teilräume moderat anders zuzuschneiden, statt West und Südwest vollständig unangetastet zu lassen - gerade wenn schon ein Regionenmodell vorgeschlagen wird.


Das ist ja historisch bedingt. Bei der letzten echten Reform hat man 6 Staffeln eingeteilt. 2 dieser Staffeln haben entschieden, eine gemeinsame zu bilden. Die Regionalliga Südwest hat also von Beginn an das getan, wogegen sich jetzt alle anderen streuben, sie haben sich zusammengelegt. Deswegen darf es aus dieser historischen Sichtweise auch keine Gleichbehandlung dieser Liga mit den anderen geben. Die Regionalliga Südwest muss als 2 von 6 Ligen anerkannt und bei einer Reform berücksichtigt werden.

Unter diesem Gesichtspunkt ist auch klar, dass die Regionalliga NordOst eben nur 1/6 ausmacht.

Wer im Moment einfach sehr gut gestellt ist, ist die Regionalliga West, die für 1/6 einen ganzen Aufstiegsplatz bekommen hat, weil die Regionalliga Südwest mit 2/6 so froh war auch einen zu bekommen, dass man dem zugestimmt hat. Damit haben die beiden es geschafft als die eine Hälfte die zwei Plätze unter formal 3 Ligen zu verteilen - weil der Südwesten hier zurückgesteckt hat. Und genau deswegen kann man jetzt auch nicht erwarten, dass der Südwesten erneut Zugeständnisse macht und noch weiter von seinen eigentlich 2/6 aus unterberücksichtigt wird.

Wer bei West und Südwest immer nur von 2 statt von 3 Staffeln redet, berücksichtigt diesen Kontext nicht und verhaut sich im Endeffekt mit den Verhältnissmäßigkeiten bei seinen Reformgedanken... Letztlich konnten sich West und Südwest halt mit ihren je 2/3 Aufsfsteigern pro Staffel schon auf einen Modus einigen, mit dem beide bis heute zufrieden sind. Die anderen 3 eben nicht...

Nichts desto weniger halte ich das balancierte Kompassmodell (in dem Verhältnissmäßigkeit ins besondere bei den Aufsteigern aus der Oberliga gewahrt bleibt) für das bessere Modell um von den Landesverbänden auf die DFB Ebene zu kommen, eben weil die Regionen hier schon in Konkurrenz zu einander stehen, man hier Standards vereinheitlichen kann und man so einen vergleichsweise fairen Wettbewerb bekommt, der sowohl dem Übergang nach oben als auch nach unten gerecht wird. Und darum sollte es in der Konstruktion dieser Ligaebene ja genau gehen... Man muss dann halt eben berücksichtigen, dass West und Südwest die Hälfte der initialen Teilnehmer und Aufsteiger stellen wird, damit die Verhältnissmäßigkeit gewahrt bleibt... Im Anschluss darf das gerne in eine andere Richtung kippen, sollten sich die Vertreter aus West und Südwest nicht durchsetzen und mehr Absteiger als Aufsteiger stellen...

Zudem nimmt man damit endlich die ganze Verbandspolitik aus dem Übergang in den Profibereich raus. Aus meiner Sicht hat dieses Modell in seiner Grundidee eigentlich nur Vorteile einer starren Aufteilung gegenüber...

Und ja, wenn man auf 4 Ligen reduziert hat man erstens weniger Teilnehmer und zweitens weitere Wege und drittens große, im Kompassmodel sogar fluide, Regionen... das muss auf der Zwischenebene zum Profifußball eben auch mal ok sein...

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ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von D0Mspatz am 30.03.2026 um 16:50 Uhr bearbeitet
Neue Regionalliga-Reform? |#5145
30.03.2026 - 20:23 Uhr
Zitat von D0Mspatz

Zudem nimmt man damit endlich die ganze Verbandspolitik aus dem Übergang in den Profibereich raus. Aus meiner Sicht hat dieses Modell in seiner Grundidee eigentlich nur Vorteile einer starren Aufteilung gegenüber...

Und ja, wenn man auf 4 Ligen reduziert hat man erstens weniger Teilnehmer und zweitens weitere Wege und drittens große, im Kompassmodel sogar fluide, Regionen... das muss auf der Zwischenebene zum Profifußball eben auch mal ok sein...


Die Definition wie fluide die Ligen sind, hängt am Ende zu einem guten Anteil an den Oberligen. Eigentlich müsste man dort ebenfalls dran, sofern man die Regionalligen neu zuschneidet. Im Idealfall wären es ja 3 Oberligen ja Regionalliga.

Bei der aktuellen Einteilung würde man mittelfristig den Anteil der bisherigen Nord-Liga (durch die OL der Stadtstaaten) deutlich steigern.

Long story short... Die Verbandspolitik wird durch die vorhandenen Strukturen weiterhin relevant bleiben. Zumal es ja erstmal einen Kompromiss geben muss, dem alle Regional- und Landesverbände zustimmen.
Neue Regionalliga-Reform? |#5146
31.03.2026 - 22:36 Uhr
Warum scheitert eine zweigeteilte 4 Liga rein geografisch eingeteilt mit je 2 Aufsteigern zwischen 3 Liga und Regionalliga, dann würde doch den Landesverbänden in den Oberligen nichts weggenommen oder verändert werden

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Meine Vereine , Eintracht Braunschweig
Neue Regionalliga-Reform? |#5147
01.04.2026 - 14:11 Uhr
Zitat von Hucky
Warum scheitert eine zweigeteilte 4 Liga rein geografisch eingeteilt mit je 2 Aufsteigern zwischen 3 Liga und Regionalliga, dann würde doch den Landesverbänden in den Oberligen nichts weggenommen oder verändert werden


Das funktioniert einfach nicht. Wenn du aus den jetzigen Regionalligen 38 Mannschaften abziehst um deine 2 gleisige 4 Liga zu schaffen, verkommen die jetzigen Regionalligen zu reinen Amatuerligen.
Dafür ist der zuschnitt aber nicht geeignet. Du kannst von Amatuerteams nicht erwarten jedes Wochenende 400-500km zu fahren um Spiele zu bestreiten. Das funktioniert weder finanziell noch logistisch.
Und als ersatz für die jetzigen Regionalligen geht auch nicht, da das mit dem Unterbau der Oberligen nicht kompatibel ist.
Neue Regionalliga-Reform? |#5148
01.04.2026 - 18:36 Uhr
Zitat von SGD_Strike
Zitat von Hucky

Warum scheitert eine zweigeteilte 4 Liga rein geografisch eingeteilt mit je 2 Aufsteigern zwischen 3 Liga und Regionalliga, dann würde doch den Landesverbänden in den Oberligen nichts weggenommen oder verändert werden


Das funktioniert einfach nicht. Wenn du aus den jetzigen Regionalligen 38 Mannschaften abziehst um deine 2 gleisige 4 Liga zu schaffen, verkommen die jetzigen Regionalligen zu reinen Amatuerligen.
Dafür ist der zuschnitt aber nicht geeignet. Du kannst von Amatuerteams nicht erwarten jedes Wochenende 400-500km zu fahren um Spiele zu bestreiten. Das funktioniert weder finanziell noch logistisch.
Und als ersatz für die jetzigen Regionalligen geht auch nicht, da das mit dem Unterbau der Oberligen nicht kompatibel ist.


Vor allem findest du auch keine 36 - 40 aktuelle Regionalliga teams, die es stemmen könnten, alle 2 Wochen durch halb Deutschland zu fahren... Die Regionalligisten lehnen aus genau diesem Grund ja schon eine dreigeteilte Regionalliga ab und lange Fahrtwege sind schon bei einer Vierteilung ganz offensichtlich ein thema. Dann ergibt eine Zweiteilung ja gleich gar keinen Sinn mehr.

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ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)
Neue Regionalliga-Reform? |#5149
01.04.2026 - 20:04 Uhr
Zitat von Daniel1907
Zitat von Happyhunter

Das sportlich Fairste wäre eine Aufstiegsrunde mit 10 Vereinen ( die beiden Erstplazierten jeder Liga)( 2mal 5 Vereine), wo jeweils die beiden ersten aufsteigen. Würde auch ordentlich Zuschauer bringen.
Aber das sowas überhaupt nicht vorgeschlagen wird, zeigt schon, das es überhaupt nicht um sportliche Lösungen geht.

Das sehe ich komplett anders. Tatsächlich stand am Anfang in der Arbeitsgruppe kurz eine Aufstiegsrunde mit den besten aus allen Ligen im Raum. Aber das wurde zurecht schnell wieder verworfen, weil das Ergebnis nicht besser wäre, sondern der große Nachteil der Aufstiegsspiele nur auf alle verteilt werden würde, nach dem Motto "wir haben eine schlechte Lösung, aber solange sie für alle schlecht ist, ist es fair".

Der Kerngedanke der Reform ist nicht nur Chancengleichheit, sondern auch Planbarkeit. Bestes Beispiel sind die Kickers 2023/24: Wir sind über 34 Spieltage fast ungeschlagen Meister geworden, haben aber ein einziges Aufstiegsspiel am Ende knapp im Elfmeterschießen verloren.
Am Ende standen wir mit einer kleinen, runden Trophäe mit der Aufschrift "Amateurmeister" da, aber nach einer gerechten Belohnung für die Leistung hat sich das nicht angefühlt. Die ganze Saison war praktisch wertlos, die paar Zuschauer gegen die Zweitmannschaft von Hannover waren für uns ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das hat nichts mehr mit Sportlichkeit zu tun.

Meister müssen aufsteigen und zwar ohne zusätzliche Hürde. Eine Lösung mit Aufstiegsspielen darf es nie mehr geben.


Ich finde nicht, dass die Leistung in der Regionalliga Bayern Meister zu werden ausreicht, um ein Aufstiegsrecht in eine bundesweite Liga zu haben. Der Meister der Regionalliga Bayern muss zurecht noch nachlegen.

Früher ist der Meister der Bayernliga in die Regionalliga Süd aufgestiegen. Das auch zurecht. Aber die gibt es halt nicht mehr. Warum gibt es sie nicht mehr? Tja, weil die Amateur-Vereine in Bayern sie nicht haben wollten und mit Rainer Koch eine gute Lobby hatten.

Die Würzburger Kickers haben damals von der Reform extrem profitiert. Deshalb finde ich es immer etwas schräg, wenn ausgerechnet aus Würzburg Kritik an dem System kommt.
Neue Regionalliga-Reform? |#5150
01.04.2026 - 20:22 Uhr
Zitat von Major-T-O-M

Zitat von Daniel1907

Zitat von Happyhunter

Das sportlich Fairste wäre eine Aufstiegsrunde mit 10 Vereinen ( die beiden Erstplazierten jeder Liga)( 2mal 5 Vereine), wo jeweils die beiden ersten aufsteigen. Würde auch ordentlich Zuschauer bringen.
Aber das sowas überhaupt nicht vorgeschlagen wird, zeigt schon, das es überhaupt nicht um sportliche Lösungen geht.

Das sehe ich komplett anders. Tatsächlich stand am Anfang in der Arbeitsgruppe kurz eine Aufstiegsrunde mit den besten aus allen Ligen im Raum. Aber das wurde zurecht schnell wieder verworfen, weil das Ergebnis nicht besser wäre, sondern der große Nachteil der Aufstiegsspiele nur auf alle verteilt werden würde, nach dem Motto "wir haben eine schlechte Lösung, aber solange sie für alle schlecht ist, ist es fair".

Der Kerngedanke der Reform ist nicht nur Chancengleichheit, sondern auch Planbarkeit. Bestes Beispiel sind die Kickers 2023/24: Wir sind über 34 Spieltage fast ungeschlagen Meister geworden, haben aber ein einziges Aufstiegsspiel am Ende knapp im Elfmeterschießen verloren.
Am Ende standen wir mit einer kleinen, runden Trophäe mit der Aufschrift "Amateurmeister" da, aber nach einer gerechten Belohnung für die Leistung hat sich das nicht angefühlt. Die ganze Saison war praktisch wertlos, die paar Zuschauer gegen die Zweitmannschaft von Hannover waren für uns ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das hat nichts mehr mit Sportlichkeit zu tun.

Meister müssen aufsteigen und zwar ohne zusätzliche Hürde. Eine Lösung mit Aufstiegsspielen darf es nie mehr geben.


Ich finde nicht, dass die Leistung in der Regionalliga Bayern Meister zu werden ausreicht, um ein Aufstiegsrecht in eine bundesweite Liga zu haben. Der Meister der Regionalliga Bayern muss zurecht noch nachlegen.

Früher ist der Meister der Bayernliga in die Regionalliga Süd aufgestiegen. Das auch zurecht. Aber die gibt es halt nicht mehr. Warum gibt es sie nicht mehr? Tja, weil die Amateur-Vereine in Bayern sie nicht haben wollten und mit Rainer Koch eine gute Lobby hatten.

Die Würzburger Kickers haben damals von der Reform extrem profitiert. Deshalb finde ich es immer etwas schräg, wenn ausgerechnet aus Würzburg Kritik an dem System kommt.

Wir sind aber nicht einfach irgendwie Meister geworden.
Außer uns hat kein Team der Liga das Pokalfinale erreicht, also hatten wir die höchste Auslastung mit englischen Wochen.
Wir hatten ein trotzdem ein Torverhältnis von +59 in der Liga.
In der ganzen RL-Saison haben wir trotzdem nur zwei mal verloren.
Wir wurden deswegen auch mit Leverkusen verglichen, die zur selben Zeit die Rekordsaison gespielt haben.
Ich bin mir also ziemlich sicher, dass wir uns auch in jeder anderen Regionalliga durchgesetzt hätten. Wieso hätten wir dann noch nachlegen sollen?
Wenn du schon ad personam argumentierst, dann musst du das auch berücksichtigen.

Wenn dir das noch nicht reicht: Ich würde mich auch mit einer Reform zufrieden geben, bei der wir mit starken Südwest-Clubs in einem Topf landen. Dass die Meisterschaft für uns dann schwieriger wird, nehme ich gerne in Kauf, wenigstens ist der Aufstieg dann für alle fair und planbar!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Daniel1907 am 01.04.2026 um 20:23 Uhr bearbeitet
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