Diskussionsrunde

Neue Regionalliga-Reform?

13.10.2013 - 10:59 Uhr
Neue Regionalliga-Reform? |#5101
13.11.2025 - 15:08 Uhr
Man könnte sich das einfach machen und alles so lassen und dazwischen eine zweigleisige vierte Liga installieren. Das würde ich aber nicht zielführend finden. Die Regionalligen funktionieren aktuell ganz gut, abgesehen von der ungerechten Aufstiegsreglung. Sie sind aber ein Kompromiss und meistens wenig attraktiv.

Wenn wir jetzt die 8 besten Teams aus diesen Ligen in die 4. Liga abziehen, bleibt in den Regionalligen als 5. Liga so gut wie gar nichts Attraktives mehr. Der Zuschnitt sollte daher deutlich regionaler werden. Denn warum sollte man auch denselben Unterbau zur 4. Liga haben, der momentan derselbe Unterbau zur 3. Liga ist?

Es bietet sich eine Mischung aus Regional- und Oberliga an. Wie auch immer die am Ende heißen mag. 6 Ligen, wiefolgt aufgeteilt: Oberliga Nord (SH/HH/NDS/HB). Oberllga Nordost (jetzige NOFV-RL). NRW-Liga. Oberliga Südwest (HES, RLP, Saarland). Die Regionalliga Bayern wie heute, nur als 5. Liga. Und die OL BaWü rutscht quasi ein Level hoch von Liga 6 auf 5.

Aus jeder Liga steigt der Meister auf. 6 Aufsteiger, 2x3 Absteiger aus der 4. Liga. Da könnte ich sehr gut mit leben. Die mitgliederstärksten Verbände hätten eine eigene Liga. Eine Ostliga würde erhalten bleiben. In Norddeutschland hätte man die geliebte Oberliga Nord zurück, die ohnehin für 90% der Vereine das Höchste der Gefühle wäre.

Natürlich am liebsten gerne unter Ausschluss der II. Teams. Da muss sich aber endlich mal genauso eine Front im Amateurbereich auftun, damit das Vorhaben eine Lobby bekommt.

•     •     •

"Längst vergessene Fußballspieler" - Teil einhundertsiebzehn, heute:

Markus Wuckel (*05.04.1967)

• 125 × DDR-Oberliga/48 Tore
• 43 × 2. Bundesliga/7 Tore

Geburtsort: Blankenburg + Stationen (u.a.): Stahl Brandenburg (bis 1985) + 1.FC Magdeburg (85-91) + 1.SC Göttingen 05 (91/92) + VfB Oldenburg (92/93) + Arminia Bielefeld (93-95) + Rot-Weiß Essen (95/96) + VfB Leipzig (96/97) + 1.FC Saarbrücken (97/98) + 4 Länderspiele für die DDR + Aktuell: Trainer Arminia Bielefeld (Frauen)
Neue Regionalliga-Reform? |#5102
24.11.2025 - 22:31 Uhr
ich verstehe nicht, warum unbedingt an einer eingleisigen 3. Liga festgehalten werden muss?!

2-gleisig Nord und Süd
Die Sieger steigen auf in die 2. Liga.
Die Zweiten spielen in einer Relegation mit dem Dritt- und Viertletzten der 2. Liga.

Beide Staffeln der 3. Liga haben 3 Absteiger + 1 Relegationsteilnehmer.

neu dann 6 Regionalligen statt bisher 5.
6 Regionalligameister steigen direkt auf.
Die Zweiten gehen in das Playoff mit den beiden Relegationsteilnehmern aus Liga 3.

Ist doch eigentlich ganz einfach.

Die eingleisige 3. Liga ist für mich total unattraktiv.

Wer will denn Havelse gg. Sandhausen sehen? Da fehlt jeglicher Lokalkolorit. Aber 3. Liga Nord und Süd böten viele interessante Derbies, weil ja auch Traditionsvereine aus der Regionalliga dann in die 3. Liga einzögen, die dann z.B. 36 Mannschaften statt 20 umfasst.

•     •     •

Laenderspiel TV (bei Twitter)
center of international football
statistics - video archive - match history - tournament simulations - swarm gaming
Neue Regionalliga-Reform? |#5103
25.11.2025 - 06:44 Uhr
Zitat von Gibraldo
ich verstehe nicht, warum unbedingt an einer eingleisigen 3. Liga festgehalten werden muss?!

2-gleisig Nord und Süd
Die Sieger steigen auf in die 2. Liga.
Die Zweiten spielen in einer Relegation mit dem Dritt- und Viertletzten der 2. Liga.

Beide Staffeln der 3. Liga haben 3 Absteiger + 1 Relegationsteilnehmer.

neu dann 6 Regionalligen statt bisher 5.
6 Regionalligameister steigen direkt auf.
Die Zweiten gehen in das Playoff mit den beiden Relegationsteilnehmern aus Liga 3.

Ist doch eigentlich ganz einfach.

Die eingleisige 3. Liga ist für mich total unattraktiv.

Wer will denn Havelse gg. Sandhausen sehen? Da fehlt jeglicher Lokalkolorit. Aber 3. Liga Nord und Süd böten viele interessante Derbies, weil ja auch Traditionsvereine aus der Regionalliga dann in die 3. Liga einzögen, die dann z.B. 36 Mannschaften statt 20 umfasst.


Das sehe ich genauso wie du. Die 3. Liga ist und bleibt ein Todesgrab. Aufwändige und teure Reisen quer durch Deutschland aber dafür sehr wenig Geld.
Havelse gegen Schweinfurt wird wieder ein Spiel unter 1000 Zuschauer sein.

Lieber DFB schafft es endlich euch einzugestehen das es falsch war die 3. Liga einzuführen.
Kommt wieder zurück zur 3. Liga NORD und 3. Liga SÜD.
Darunter wie du schon sagst 6 Regionalligen.
Neue Regionalliga-Reform? |#5104
25.11.2025 - 16:50 Uhr
Zitat von McCafe
Zitat von Gibraldo

ich verstehe nicht, warum unbedingt an einer eingleisigen 3. Liga festgehalten werden muss?!

2-gleisig Nord und Süd
Die Sieger steigen auf in die 2. Liga.
Die Zweiten spielen in einer Relegation mit dem Dritt- und Viertletzten der 2. Liga.

Beide Staffeln der 3. Liga haben 3 Absteiger + 1 Relegationsteilnehmer.

neu dann 6 Regionalligen statt bisher 5.
6 Regionalligameister steigen direkt auf.
Die Zweiten gehen in das Playoff mit den beiden Relegationsteilnehmern aus Liga 3.

Ist doch eigentlich ganz einfach.

Die eingleisige 3. Liga ist für mich total unattraktiv.

Wer will denn Havelse gg. Sandhausen sehen? Da fehlt jeglicher Lokalkolorit. Aber 3. Liga Nord und Süd böten viele interessante Derbies, weil ja auch Traditionsvereine aus der Regionalliga dann in die 3. Liga einzögen, die dann z.B. 36 Mannschaften statt 20 umfasst.


Das sehe ich genauso wie du. Die 3. Liga ist und bleibt ein Todesgrab. Aufwändige und teure Reisen quer durch Deutschland aber dafür sehr wenig Geld.
Havelse gegen Schweinfurt wird wieder ein Spiel unter 1000 Zuschauer sein.

Lieber DFB schafft es endlich euch einzugestehen das es falsch war die 3. Liga einzuführen.
Kommt wieder zurück zur 3. Liga NORD und 3. Liga SÜD.
Darunter wie du schon sagst 6 Regionalligen.


Ich als Fan eines Drittligisten sehe das anders. Ich finde die aktuelle 3. Liga ziemlich attraktiv und bin froh darum, dass sie nicht in eine Nord- und eine Südstaffel aufgeteilt ist.
Ich finde, dass es dadurch zu einigen sehr attraktiven Paarungen kommt, die es ansonsten nicht geben würde.

Natürlich gibt es auch Spiele, die jetzt auf den ersten Blick nicht so attraktiv sind, aber die würde es bei einer Aufteilung in zwei Staffeln noch deutlich häufiger geben.
Ich meine die Staffeln würden ja dann in dem Beispiel jeweils 18 Mannschaften umfassen, also insgesamt 36 Vereine. Heißt 16 Vereine mehr als aktuell. Natürlich würden da dann auch attraktive Vereine nachrücken (wodurch dann btw die Regionalligen quasi gar nicht mehr attraktiv wären ...), aber es würden vermutlich auch weniger attraktive Vereine nachrücken. (Wobei ich die Unterteilung in "attraktiver" und "unattraktiver" Verein ohnehin bisschen doof finde.. wer sich sportlich qualifiziert hats verdient, einzig über Zweitvertretungen und RB kann man streiten 😉).
Wenn ihr jetzt hier Havelse gegen Sandhausen und Havelse gegen Schweinfurt nennt, dann würde es in gleich zwei Staffeln mit 36 statt 20 Vereinen solche Partien noch deutlich mehr geben als aktuell, dafür aber sehr attraktive Paarungen wegfallen (z.B. 1860 - Rostock, Saarbrücken - Cottbus, etc.).

•     •     •

Still not loving Ismaik!

Sechzig München gibts nur in Giesing!

1860 München und Fußball in Berlin und Brandenburg

Neue Regionalliga-Reform? |#5105
29.11.2025 - 11:27 Uhr
Zitat von Gibraldo
ich verstehe nicht, warum unbedingt an einer eingleisigen 3. Liga festgehalten werden muss?!

2-gleisig Nord und Süd
Die Sieger steigen auf in die 2. Liga.
Die Zweiten spielen in einer Relegation mit dem Dritt- und Viertletzten der 2. Liga.
.

Ist doch eigentlich ganz einfach.

Die eingleisige 3. Liga ist für mich total unattraktiv.

Wer will denn Havelse gg. Sandhausen sehen? Da fehlt jeglicher Lokalkolorit. Aber 3. Liga Nord und Süd böten viele interessante Derbies, weil ja auch Traditionsvereine aus der Regionalliga dann in die 3. Liga einzögen, die dann z.B. 36 Mannschaften statt 20 umfasst.


Ich frage mich, was es da nicht zu verstehen gibt, es sei denn man weigert sich partout die Realität zu akzeptieren.
Eine zweigleisige dritte Liga hatten wir schon mal und ist gescheitert.
Zu wenig Wettbewerb, zu wenig TV-Geld
https://www.liga3-online.de/warum-eine-zweigleisige-3-liga-keine-loesung-ist/

Zumal das mit Sandhausen gegen Havelse einfach ein sehr konstruiertes Beispiel ist. Sandhausen war lange Zeit Stammgast, und zwar in der zweiten Liga. Ich will am liebsten auch keine Dorfvereine im Profifussball sehen, aber wenn die sich das sportlich verdient haben ist das nun mal so. Zudem: Je breiter die Pyramide in der Spitze ist, desto eher schafft es ein Dorfverein durch 2 gute Saisons sich auf einmal im Profifussball wiederzufinden. Das wird durch eine zweigleisige 3. Liga noch verstärkt. Halvelse hat sich ebenso den Aufstieg verdient. Aber da der Weg für sie schon wieder nach unten zeigt, brauch man über dieses Beispiel wohl auch langfristig kaum sprechen.

Was bei der Aufteilung der Ligen am meisten betrachten sollte wäre die Professionalisierungsquote der deutschen Fußballvereine und die Vermarktungschancen, weil letzteres mit der Finanzierung zusammenhängt. Neben den TV-Geldern hängt die Finanzierung noch mit dem Zuschauerinteresse zusammen. Als Gegengewicht kommen die oft benannten Reisekosten hinzu.

Im Grunde ist es einfache Mathematik: (Summe der TV-Gelder+Summe der Zuschauereinnahmen-Reisekosten) / Anzahl der Vereine innerhalb einer Ligahöhe = ØNettobudget. Je höher dieser Wert ist, desto besser für den sportlichen Wettbewerb. Dazu kommen dann noch Sponsoreneinnahmen, welche zwar auch durch beeinflussend sind, da eine nationale Liga auch nationale Sponsoren anlockt und eine lokale Liga eher lokale, aber das ist weniger kalkulierbar.

Da sich durch das immer weiter steigende Kapital innerhalb des Profifussballs der oberen Ligen auch die Professionalisierungsquote in den unteren Ligen erhöht, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass eine Splittung einer bereits eingleisigen Profi-Liga wie der 3. Liga Sinn macht.

Oberhausen hat im Westen keinen Bock gegen Vereine wie Bocholt zu spielen.
Jena, Erfurt, Halle und Chemmnitz keinen Bock gegen Zehlendorf
Lübeck im Norden keinen Bock gegen Lohne
Offenbach und die St. Kickers keinen Bock gegen Bahlingen
und Unterhaching und Würzburg im Süden keinen Bock gegen Buchbach

eine zweigleisige 4. Liga mit 18 Teams und darunter je 3 Regionalligen mit festen Aufsteigern wären ein netter Anfang, ich denke am Ende würde es eh auf eine eingleisige 4. Liga hinauslaufen, da ich nicht sehe wie ich 2 Ligen mit insgesamt 36 Profiteams füllen solle. Da werden noch ne Menge Amateur- bzw. Dorfklubs dabei sein, so dass ich eher auf 20 Profiteams in einer eingleisigen 4. Liga komme.

Was jedoch dann machen mit den Regionalligen darunter?
Zunächst einmal sollte man die Historie der oberen Fußballligenstrukturen analysieren und warum diese sich so entwickelt haben.

Gab es seit der Einführung der Fußballbundesliga noch 2 Staffeln in der Liga darunter, wurde in der Saison 81/82 erstmal eine eingleisige zweite Bundesliga eingeführt. Ebenso mit der Liga darunter (unabhängig davon, ob es Oberliga oder Regionalliga hieß) Von 5- auf 4- auf 2-Gleisigkeit bis mit der Saison 2008/09 eine eingleisige 3. Liga geschaffen wurde.
Die Probleme von damals die die gleichen wie heute:
  • 1. Eine hohe finanzielle Fallhöhe für Absteiger einer eingleisigen Liga in eine mehrgleisige Liga aufgrund der geringeren Attraktivität
  • 2. Profi-Strukturen treffen auf Amateur-Strukturen (das meiste davon hatte ich oben bereits gesagt)
  • 3. Einige Vereine wollen gar nicht in die höhere eingleisige Liga aufsteigen aufgrund der hohen Anforderungen des Verbands an die Infrastruktur (In der 3. Liga benötigen Vereine ein Stadion mit mindestens 10.000 Plätzen und wenn sie nicht ständig in einem fremden Stadion spielen wollen, müssen Sie hohe Investitionen auf sich nehmen, auch wenn Sie niemals einen Zuschauerschnitt haben werden, der an diese Grenze kommt)
  • 4. Reisekosten bei einer Verkleinerung - allerdings Beibehaltung der Mehrgleisigkeit( zB von 5 auf 4 Regionalligen) Es muss demnach eine Lösung geschaffen werden, die alle diese Probleme angeht und ganz, oder zumindest zum Großteil beseitigt.


Meine Lösung heißt daher: Eingleisige „4. Liga“ mit professionellem Gerüst, Aufstockung von Bundesliga und zweiter Bundesliga, Abschaffung der Relegation von Liga 1-3 sowie eine 8-gleisige Amateurregionalliga mit vielen Derbys als fünfthöchste Spielklasse mit einer Hinrunde bei der die ersten beiden Teams der Mannschaften, die in die 4. Liga auch aufsteigen wollen und die Lizenz beantragen eine Aufstiegsrückrunde mit 16 Teams gespielt wird.

Die Reisekosten der Rückrunde werden vom DfB für alle Mannschaften, die keine zweiten Mannschaften sind, mit einem pauschalen Reisekostenbudget unterstützt. Gehen wir nochmal der Reihe nach: Die Relegation wurde nicht aufgrund ihrer erzeugten „Spannung“ (wieder)eingeführt, oder weil die Fans ein Bedürfnis danach haben, sondern weil die Chance abzusteigen für die ligahöheren Clubs effektiv geringer als ehemals „3“ geworden ist.
Oftmals setzt sich das Team aus der höheren Spielklasse durch, so dass die durchschnittliche Anzahl der Absteiger mit der Relegation irgendwo bei ~2,25 liegt. Das finde ich sogar noch unfairer, als das nicht jeder Regionalligameister aufsteigen darf, da hier systematisch Teams für ihr Versagen belohnt werden.
Um die Attraktivität zu steigern und gleichzeitig den höherklassigen Teams finanziell entgegenzukommen wird die Liga nach englischem, spanischem und italienischem Vorbild auf 20 Teams erhöht, aber mit 3 festen Absteigern, wobei die Chance eines Abstiegs für die Clubs dann statt 3/18 nur noch 3/20 beträgt.

Das Gleiche ebenso bei der 2. Bundesliga. Durch die Mehrzahl an Spielen steigen die Fernseheinnahmen.

Die Dritte Liga bleibt in Ihrer Form weitestgehend bestehen. 20 Teams mit 3 Aufsteigern, aber nur noch 3 Absteigern.

Die neue „4. Liga“ wäre dann ein Abbild der heutigen dritten Liga. 20 Teams bei 4 Absteigern. Sie bietet den Clubs mit Profistrukturen einen neuen Heimatort mit deutlich geringerer Fallhöhe, als es noch der Schritt von der dritten in die aktuelle Regionalliga ist. In der dritten und vierten Liga sind zwar Zweitvertretungen erlaubt, allerdings lediglich 3 pro Liga. Sollten bereits 3 Zweitvertretungen in Liga 3 spielen, so würde der Aufstiegsplatz in der Liga 4, auf dem aktuell eine Zweitvertretung spielt automatisch an den nächst unterplatzierten fallen. So ist gewährleistet, dass sich nicht zu viele zweite Mannschaften in den unteren beiden Profiligen tummeln, gleichzeitig wird aber auch hervorragende Arbeit in den Nachwuchsleistungszentren belohnt.
Kurzes Exzerpt: Von einer eigenen Liga für U23-Mannschaften halte ich überhaupt nichts. Dies ist verlängerter Jugendfußball bei denen die Talente keine Erfahrungen gegen gestandene Spieler sammeln können. Dies würde der Förderung des Nachwuchsfußballs in Deutschland massiv schaden. Alles nur mit Leihen zu regeln ist ebenfalls keine Lösung, denn der Club, der ein Talent verleiht hat in der Leihzeit keinen direkten Einfluss mehr wie das Talent gefördert wird. Zu viele Talente könnten dann „verlorene“ Jahre haben, da der Leihclub zB. unerwartet im Abstiegskampf steckt etc.

Kommen wir zu den neuen Regionalligen zurück. Den Modus habe ich oben bereits im Detail erklärt. Man könnte behaupten, dass die Fallhöhe für Absteiger aus der vierten Liga in die 8-gleisige Regionalliga sogar noch höher ist. Es gibt allerdings folgende Einwände zu beachten:

1. sind durch die begrenzte flächenmäßige Reichweite jeder Regionalliga viele Derbys möglich, was das Zuschauerinteresse durch Lokalrivalitäten fördert. Zudem ist jeder Absteiger aus der vierten Liga eine „Attraktion“. Nicht jedes Jahr kommt in jede Regionalliga ein Verein „runter“.

2. Könnte es nach englischem Modell eine 3-jährige gestaffelte Kompensation für Viertligaabsteiger in die Regionalligen geben. Das Geld stammt aus einem gemeinsamen Topf von DFL (siehe Fernseheinnahmen) und DfB (siehe Pokalreform) zur Förderung von Profivereinen. Die Kompensation dient den Vereinen dazu sich langsam an die Verhältnisse der Regionalligen anzupassen, sofern ein direkter Wiederaufstieg nicht gelingen sollte. Voraussetzung für den Erhalt der Kompensation ist allerdings, dass die Absteiger ihre Finanzen transparent offenlegen und ein Finanzierungsplan vom DFB genehmigt wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Vereine sich finanziell nicht übernehmen, nur um den sofortigen Wiederaufstieg zu erzwingen.
Kommen wir zu den übriggebliebenen Mannschaften in der Rückrunde der Regionalligen. Hier tummeln sich dann die Vereine, die die Aufstiegsrunde nicht erreicht haben, oder mit hoher Wahrscheinlichkeit es auch nicht wollten. Dennoch geht es sportlich darum einen Abstieg in die jeweilige Oberliga zu vermeiden. Außerdem ist es eine Überlegung wie man den „Meister“ der jeweiligen Rückrunde der Regionalliga belohnt.
Hier ist meine Idee eine Teilnahme in einem reformierten DfB-Pokal in dem es eine Zusatzrunde gibt. Rechenbeispiel: Aktuell spielen die 36 Vereine aus der ersten und zweiten Bundesliga mit, dann noch die ersten 4 Vereine der dritten Liga plus 24 weitere Mannschaften (meistens Verbandspokalsieger). Bei einer weiteren Runde, müssten zu den 64 Vereinen weitere 64 Vereine hinzukommen.
In meiner Reform würden zunächst 4 Plätze an die neuen Erst- und Zweitligisten in den auf 20 Teams erhöhten Ligen fallen. Wenn wir die komplette 3. Und 4. Liga ebenfalls teilnehmen lassen, haben wir 40 weitere Teams. Fehlen noch 24. Wenn man die 8 Regionalliga-Rückrundenmeister teilnehmen lassen würde, dann fehlen allerdings immer noch 16 Plätze. Zufällig ist das ist genau die Anzahl an Teams, die in der Regionalliga Aufstiegsrunde mitspielen.
Der Einwand, was mit den Zweitvertretungen ist, die nicht am DfB-Pokal teilnehmen dürfen, ist berechtigt. Nicht nutzbare Qualifikationsplätze aus der 3. Liga und 4. gehen infolgedessen an die in der jeweiligen Regionalliga-Rückenrunden-Tabelle nächstplatzierte teilnahmeberechtigte Mannschaft aus die die Zweitvertretung örtlich einzugruppieren wäre und die aus den Verbandspokalwettbewerben an die im Wettbewerb nächstplatzierte teilnahmeberechtigte Mannschaft.

Fazit: Eine faire Regionalligareform ist ohne tiefgreifende Veränderung in die gesamte Struktur der oberen Ligen kaum möglich. Mein umfassender Reformvorschlag bietet mehr Fernseheinnahmen, mehr Spieltage für Fans, 24 (2+2+0+20) zusätzliche Ligaplätze für Profivereine, eine geringere Fallhöhe für Absteiger aus der dritten Liga, Beseitigung unfairer Systeme wie Relegationsspiele bei denen zwei Spiele über Auf- und Abstieg entscheiden, Spannung und eine höhere Durchlässigkeit für Vereine mit Profistrukturen aus der Regionalliga in eine neue vierte Profiliga und sportliche Anreize für Amateurvereine aus der Regionalliga durch Qualifikation für die erste Runde in einem reformiertem DfB-Pokal.
Neue Regionalliga-Reform? |#5106
25.12.2025 - 09:24 Uhr
Zitat von HansiHuepper


Oberhausen hat im Westen keinen Bock gegen Vereine wie Bocholt zu spielen.
Jena, Erfurt, Halle und Chemmnitz keinen Bock gegen Zehlendorf
Lübeck im Norden keinen Bock gegen Lohne
Offenbach und die St. Kickers keinen Bock gegen Bahlingen
und Unterhaching und Würzburg im Süden keinen Bock gegen Buchbach



Gibt es dazu irgendwelche Aussagen von Spielern, Trainern oder sonstigen Funktionären? Ich habe noch nie gehört, dass irgendjemand von Verein X gesagt hat, ich habe keinen Bock gegen Verein Y zu spielen. Selbst wenn ein Spieler das nicht sagt, sondern nur denkt, finde ich das eine ziemlich schlechte Einstellung, wenn er auf bestimmte Gegner keinen Bock hat.
Neue Regionalliga-Reform? |#5107
08.02.2026 - 10:47 Uhr
Nennt es Zufall oder nicht - Regionalliga-Flaschenhals....

Entwicklung der Anzahl der Nordost-Vereine in der 3. Liga über die letzten 15 Jahre:

2026/27: 2 Vereine?

2025/26: 3 Vereine (Cottbus, Rostock, Aue)

2024/25: 4 Vereine (Dresden, Rostock, Aue, Cottbus)

2023/24: 3 Vereine (Dresden, Aue, Halle) – Tiefpunkt

2022/23: 4 Vereine (Dresden, Aue, Halle, Zwickau)

2021/22: 4 Vereine (Magdeburg, Halle, Zwickau, Viktoria Berlin)

2020/21: 5 Vereine (Dresden, Rostock, Magdeburg, Halle, Zwickau)

2019/20: 6 Vereine (Rostock, Magdeburg, Halle, Zwickau, Jena, Chemnitz)

2018/19: 5 Vereine (Rostock, Halle, Zwickau, Jena, Cottbus)

2017/18: 7 Vereine (Magdeburg, Rostock, Zwickau, Halle, Erfurt, Chemnitz, Jena)

2016/17: 6 Vereine (Magdeburg, Zwickau, Chemnitz, Halle, Erfurt, Rostock)

2015/16: 8 Vereine (Dresden, Aue, Magdeburg, Halle, Chemnitz, Erfurt, Rostock, Cottbus)


Wer einen garantierten Zugang hat (West/Südwest), wird langfristig immer den Markt dominieren gegenüber denen, die durch ein Nadelöhr müssen (Nord/Nordost/Bayern).

Das System hat versagt, eine bundesweit repräsentative 3. Liga zu schaffen. Es hat eine Liga geschaffen, in der der Osten und Norden strukturell an den Rand gedrängt wurden!

Ich bin gespannt auf die Dynamische 4-Staffel-Lösung...Am 17. Februar gibt es die nächste Sitzung zu den Details.
Neue Regionalliga-Reform? |#5108
16.02.2026 - 14:52 Uhr
Kicker: Konkrete Lösung in Sicht
Regionalliga-Reform: Bringt die KI den langersehnten Durchbruch?

Laut MDR-Informationen hat sich die im Sommer 2025 gebildete Arbeitsgruppe auf ein Modell verständigt, das bald zur Abstimmung gestellt werden soll. Geplant sei, dass es künftig vier statt fünf Regionalliga-Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften geben soll. Der konkrete Zuschnitt soll mithilfe der Künstlichen Intelligenz erfolgen, um möglichst kurze Fahrstrecken und somit geringe Kosten zu gewährleisten. Feste Grenzen, zum Beispiel innerhalb bestimmter Bundesländer, gäbe es dann nicht mehr, die Zuteilung der 80 Vereine auf die vier Staffeln würde stattdessen Jahr für Jahr neu berechnet.


Gab mWn schon 2017/18 einmal einen sehr ähnlichen Vorschlag, der auch ohne feste Länder-/Verbandsgrenzen beim neuen RL-Zuschnitt vorgehen sollte, der damals aber, mangels fehlender Zustimmung, wieder ad acta gelegt wurde.

Finde diese Idee aber grundsätzlich interessant:
a) weil die Fahrtwege (= Kostenfaktor) möglichst so kurz gehalten werden
b) und weil es gleichzeitg trotzdem mehr regionale Duelle (= mutmaßlich mehr Zuschauer, Kostenfaktor) geben wird, da es durch diesen Vorschlag auch Duelle über die sonst starren Länder-/Verbandsgrenzen hinweg geben wird, bspw. im westfälisch-niedersächsischen Grenzgebiet oder im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Thüringen

•     •     •

Hier könnte Schleichwerbung stehen ... .

Namentlich erwähnt in folgenden Startseitenartikeln auf transfermarkt.de:

- 31.05.2010 - Umfrage: TM-User wählen Robben zum Spieler der Saison
- 09.10.2025 - Andrés begeistert vom VfB Stuttgart: „Nie gedacht, dass es mir hier so gut gehen würde“
Neue Regionalliga-Reform? |#5109
26.02.2026 - 22:02 Uhr
Zitat von MaLe8
Kicker: Konkrete Lösung in Sicht
Regionalliga-Reform: Bringt die KI den langersehnten Durchbruch?

Laut MDR-Informationen hat sich die im Sommer 2025 gebildete Arbeitsgruppe auf ein Modell verständigt, das bald zur Abstimmung gestellt werden soll. Geplant sei, dass es künftig vier statt fünf Regionalliga-Staffeln mit jeweils 20 Mannschaften geben soll. Der konkrete Zuschnitt soll mithilfe der Künstlichen Intelligenz erfolgen, um möglichst kurze Fahrstrecken und somit geringe Kosten zu gewährleisten. Feste Grenzen, zum Beispiel innerhalb bestimmter Bundesländer, gäbe es dann nicht mehr, die Zuteilung der 80 Vereine auf die vier Staffeln würde stattdessen Jahr für Jahr neu berechnet.


Gab mWn schon 2017/18 einmal einen sehr ähnlichen Vorschlag, der auch ohne feste Länder-/Verbandsgrenzen beim neuen RL-Zuschnitt vorgehen sollte, der damals aber, mangels fehlender Zustimmung, wieder ad acta gelegt wurde.

Finde diese Idee aber grundsätzlich interessant:
a) weil die Fahrtwege (= Kostenfaktor) möglichst so kurz gehalten werden
b) und weil es gleichzeitg trotzdem mehr regionale Duelle (= mutmaßlich mehr Zuschauer, Kostenfaktor) geben wird, da es durch diesen Vorschlag auch Duelle über die sonst starren Länder-/Verbandsgrenzen hinweg geben wird, bspw. im westfälisch-niedersächsischen Grenzgebiet oder im Dreiländereck Bayern-Sachsen-Thüringen


Klappt ja nicht weil der Nordosten für sich bleiben möchte und gegen jeden Teilungsvorschlag ist.

•     •     •

...und wir werden immer Borussen sein, es gibt NIE NIE NIE einen anderen Verein!
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - בורוסיה לכל החיים - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Neue Regionalliga-Reform? |#5110
03.03.2026 - 16:39 Uhr

Quelle: BILD

So hat die DFL dem DFB nach BILD-Informationen angeboten, die Einsatzbeschränkungen für zweite Mannschaften zu verschärfen. Bundesliga-Reserven sollen in Zukunft statt als U23- nur noch als U21-Teams agieren dürfen. Statt drei Spielern, die bisher über 23 Jahre alt sein durften, soll es in Zukunft nur noch einen einzigen Profi pro Partie geben, der über 21 Jahre ist.
Im Zuge der Regionalliga Reform gibt es von der DFL jetzt auch einen Kompromissvorschlag zum Thema 2.Mannschaften. Diese sollen zukünftig nicht mehr als U23, sondern als U21 agieren. Dazu soll maximal noch ein Spieler auf den Platz über 21 Jahre alt sein dürfen. Dies soll die Jugendförderung verbessern und zeitgleich die Wettbewerbsverzerrung reduzieren.

Wenn das wirklich kommen sollte dürften die 2.Mannschaften ziemlich schnell aus der 3.Liga verschwinden und es auch in der Regionalligen deutlich schwerer haben.

•     •     •

Rot-Weiss Essen du bist mein Verein!
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.