Neue Regionalliga-Reform?
13.10.2013 - 10:59 Uhr
01.07.2026 - 14:52 Uhr
@nulldrei09 Dein letzter Satz trifft die Analyse der Problematik hundertprozentig auf den Kopf.
02.07.2026 - 01:11 Uhr
Man könnte beinahe auf die Idee kommen, die fairste Lösung sei es, alles wieder auf den Stand von 2012-2018 zurückzudrehen, inklusive nur drei Ab-/Aufsteigern zwischen 3. Liga und RLs. Nur diesmal mit sechs Regionalligen mittels der damals vermiedenen Teilung der Südwestregion (da man dort vermutlich keine Lust haben würde, sich nochmal den eigenen Pragmatismus zum Vorwurf machen zu lassen). Und dann warten wir einfach 10 bis 20 Jahre, ob vielleicht eine zweigleisige 4. Liga zwischen 3. und RLs doch irgendwann finanziell gangbar wird...
04.07.2026 - 08:50 Uhr
Das Problem ist, dass jeder der 5 Verbände nicht auf seine Macht ( und Existenz ) verzichten will und das mit allem Einsatz verteidigt. Damit kann es nicht zu 4 Ligen führen. Und ein weiteres Problem ist die Heterogenität in der Zielsetzung innerhalb der Ligen. Gerade in Bayern gibt es eben rund ein Dutzend Vereine, die niemals den Anspruch haben werden, aufzusteigen und mit ihrer ( regionaldominierten) Situation zufrieden sind.
Nur sollten die da ehrlich sein und zugeben, dass das Ziel " Meister müssen aufsteigen " für sie kein Ziel ist.
Dazu macht der Bayern- Vorschlag von Kern klar, dass es zu keinem Konsens kommen kann , da hinter diesem Modell wohl nur Bayern stehen würde.
Leider ist bei der Regionalliga eben kaum der sportliche Erfolg im Mittelpunkt ( mit den wenigen Ausnahmen der Vereine, die ernsthaft aufsteigen wollen, aber das sind höchstens 12-15 von aktuell 90 Klubs).
Mein Modell wäre weiterhin 5 Ligen mit 16-18 Vereinen und einer Aufstiegsrunde der 5 Meister ( oder plus dem besten Zweitplatzierten ( das wären dann zwei 3er Gruppen, die mit Hin-und Rückspiel jeweils 2 Aufsteiger ausspielen). Sowohl sportlich als auch finanziell wäre das für die Vereine, die ernsthaft aufsteigen wollen ( und das ist ja nicht bei jedem Regionalligameister der Fall) eine faire Lösung.
Nur sollten die da ehrlich sein und zugeben, dass das Ziel " Meister müssen aufsteigen " für sie kein Ziel ist.
Dazu macht der Bayern- Vorschlag von Kern klar, dass es zu keinem Konsens kommen kann , da hinter diesem Modell wohl nur Bayern stehen würde.
Leider ist bei der Regionalliga eben kaum der sportliche Erfolg im Mittelpunkt ( mit den wenigen Ausnahmen der Vereine, die ernsthaft aufsteigen wollen, aber das sind höchstens 12-15 von aktuell 90 Klubs).
Mein Modell wäre weiterhin 5 Ligen mit 16-18 Vereinen und einer Aufstiegsrunde der 5 Meister ( oder plus dem besten Zweitplatzierten ( das wären dann zwei 3er Gruppen, die mit Hin-und Rückspiel jeweils 2 Aufsteiger ausspielen). Sowohl sportlich als auch finanziell wäre das für die Vereine, die ernsthaft aufsteigen wollen ( und das ist ja nicht bei jedem Regionalligameister der Fall) eine faire Lösung.
08.07.2026 - 20:41 Uhr
Zitat von amateurligen
Für Bayern kann ich das ganz gut beantworten, da ich Kontakt zu Vereinsvertretern aus Liga 4 und 5 vor Ort habe: Dort kommt die grundsätzliche Idee des 2-Phasen-Modells durchaus gut an. Das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar. In Bayern gibt es viele kleinere Vereine, für die die Regionalliga die höchstmögliche Spielklasse ist. Für diese Klubs wirkt das Modell in seinen Grundzügen deshalb erst einmal attraktiv.
Hinzu kommt, dass Bayern als großes Flächenland vom bisherigen Kompassmodell kaum Planungssicherheit gehabt hätte. Theoretisch hätten die bayerishen Vereine auf drei verschiedene Ligen aufgeteilt werden können. Im Extremfall hätte das auch zu einer höheren Zahl möglicher bayerischer Absteiger geführt – ein Szenario, auf das die Oberliga Vereine verständlicherweise wenig Lust hatten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man in Bayern offenbar über die Art der Berichterstattung in den vergangenen Wochen und Monaten ziemlich verbittert war. Das sollte man bei der ganzen Diskussion ebenfalls nicht außer Acht lassen.
Zitat von nulldrei09
Ja, genau da liegt aus meiner Sicht ein berechtigter Punkt.
Der Südwesten ist ja nicht einfach eine kompakte Region, die man fast sauber in eine neue Süd-Regionalliga übertragen kann. Gerade Saarland und Hessen würden im Kompassmodell vermutlich eher Richtung Westen rutschen - zumindest einige Vereine.
Dann stellt sich natürlich die Frage: Was passiert mit diesen Vereinen? Wie werden sie eingeordnet? Und wie wirkt sich das auf die Startverteilung und später auf die Oberliga-Aufsteiger aus?
Deswegen kann ich schon verstehen, dass der Südwesten hier genauer wissen will, wie die erste Kompass-Einteilung überhaupt aussehen würde. Nur allgemein zu sagen, dass es nach Entfernungen berechnet wird, reicht an der Stelle vielleicht nicht.
Bayern ist für mich nochmal ein eigenes Thema.
Wenn dort 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle stimmen, ist die entscheidende Frage doch: Was soll dieses neue Modell am Ende konkret sein?
Man kann natürlich sagen, dass man mit Kompass- oder Regionenmodell unzufrieden ist. Aber irgendwann muss man auch beantworten, wie man das alles unter einen Hut bekommen will. Gerade wenn viele Vereine dort offenbar gar kein großes Interesse an einer stärkeren Professionalisierung oder an einer grundlegenden Veränderung der aktuellen Struktur haben.
Ob ein neues Modell für bayerische Vereine am Ende wirklich längere Wege bedeuten würde, kann man pauschal gar nicht sagen. Aber klar ist: Eine eigene Regionalliga nur für Bayern wäre in einem echten Vier-Staffel-Modell kaum noch zu halten.
Dann geht es am Ende wahrscheinlich weniger um einzelne Fahrtstrecken, sondern um den Verlust von Kontrolle, Planungssicherheit und dem bisherigen Sonderstatus.
Zitat von Zeyes
Wenigstens kann jetzt mal die gerne gebrachte Erzählung begraben werden, dass die Vereine der RL West blockieren würden. Hatte ja nie wirklich Sinn ergeben, da man dort sicherlich in vielen Vereinen schon lange verstanden hat, dass man selbst vom Kompassmodell am allerwenigsten an Veränderungen zu befürchten hätte. Das Abstimmungsergebnis zeigt das jetzt auch.
Und der Südwesten, na ja, auch keine große Überraschung. Zumindest nachdem es im Vorfeld der Abstimmung wieder mal Presseberichte gab, in denen es praktisch vorausgesetzt wurde, dass zum Start des Kompassmodells alle fünf aktuellen RLs gleich viele Vereine in die neuen vier RLs einbringen würden (ca. je 12, plus Liga3-Absteiger und OL-Aufsteiger aus der Übergangssaison). Dass man da in der Region mit dem mit Abstand stärksten Unterbau - halt der 2012er Entscheidung geschuldet, auf dem Südwest-Gebiet in nur einer statt der zahlenmäßig angemessenen zwei RLs zu spielen - keinen großen Bock darauf hat, gleich behandelt zu werden wie in der Breite deutlich schwächer besetzte andere Regionen...jo, war erwartbar.
Meiner Meinung nach hat das Kompassmodell immer noch eine Chance, aber nur, wenn man wirklich alle Rahmenbedingungen vor einer erneuten Abstimmung ausarbeitet. Wie sieht die regionale Verteilung der ersten 80 Teilnehmer genau aus, wie werden zukünftig die Aufstiegsplätze aus den Oberligen verteilt, welche Aspekte werden beim jährlichen Zuschnitt der vier Staffeln speziell berücksichtigt ("das macht die KI" ist keine Antwort darauf). Damit könnte man *vielleicht* auch den Südwesten irgendwann dafür gewinnen, sofern deren begründete Vorbehalte berücksichtigt werden. Ich glaube aber nicht, dass das passieren wird...dafür hat speziell die RL Bayern gesorgt mit ihrer recht irren Forderung, erneut alle möglichen alternativen Modelle durchzukauen, die noch nicht mal in ihren Grundzügen konsensfähig sind.
Wenigstens kann jetzt mal die gerne gebrachte Erzählung begraben werden, dass die Vereine der RL West blockieren würden. Hatte ja nie wirklich Sinn ergeben, da man dort sicherlich in vielen Vereinen schon lange verstanden hat, dass man selbst vom Kompassmodell am allerwenigsten an Veränderungen zu befürchten hätte. Das Abstimmungsergebnis zeigt das jetzt auch.
Und der Südwesten, na ja, auch keine große Überraschung. Zumindest nachdem es im Vorfeld der Abstimmung wieder mal Presseberichte gab, in denen es praktisch vorausgesetzt wurde, dass zum Start des Kompassmodells alle fünf aktuellen RLs gleich viele Vereine in die neuen vier RLs einbringen würden (ca. je 12, plus Liga3-Absteiger und OL-Aufsteiger aus der Übergangssaison). Dass man da in der Region mit dem mit Abstand stärksten Unterbau - halt der 2012er Entscheidung geschuldet, auf dem Südwest-Gebiet in nur einer statt der zahlenmäßig angemessenen zwei RLs zu spielen - keinen großen Bock darauf hat, gleich behandelt zu werden wie in der Breite deutlich schwächer besetzte andere Regionen...jo, war erwartbar.
Meiner Meinung nach hat das Kompassmodell immer noch eine Chance, aber nur, wenn man wirklich alle Rahmenbedingungen vor einer erneuten Abstimmung ausarbeitet. Wie sieht die regionale Verteilung der ersten 80 Teilnehmer genau aus, wie werden zukünftig die Aufstiegsplätze aus den Oberligen verteilt, welche Aspekte werden beim jährlichen Zuschnitt der vier Staffeln speziell berücksichtigt ("das macht die KI" ist keine Antwort darauf). Damit könnte man *vielleicht* auch den Südwesten irgendwann dafür gewinnen, sofern deren begründete Vorbehalte berücksichtigt werden. Ich glaube aber nicht, dass das passieren wird...dafür hat speziell die RL Bayern gesorgt mit ihrer recht irren Forderung, erneut alle möglichen alternativen Modelle durchzukauen, die noch nicht mal in ihren Grundzügen konsensfähig sind.
Ja, genau da liegt aus meiner Sicht ein berechtigter Punkt.
Der Südwesten ist ja nicht einfach eine kompakte Region, die man fast sauber in eine neue Süd-Regionalliga übertragen kann. Gerade Saarland und Hessen würden im Kompassmodell vermutlich eher Richtung Westen rutschen - zumindest einige Vereine.
Dann stellt sich natürlich die Frage: Was passiert mit diesen Vereinen? Wie werden sie eingeordnet? Und wie wirkt sich das auf die Startverteilung und später auf die Oberliga-Aufsteiger aus?
Deswegen kann ich schon verstehen, dass der Südwesten hier genauer wissen will, wie die erste Kompass-Einteilung überhaupt aussehen würde. Nur allgemein zu sagen, dass es nach Entfernungen berechnet wird, reicht an der Stelle vielleicht nicht.
Bayern ist für mich nochmal ein eigenes Thema.
Wenn dort 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle stimmen, ist die entscheidende Frage doch: Was soll dieses neue Modell am Ende konkret sein?
Man kann natürlich sagen, dass man mit Kompass- oder Regionenmodell unzufrieden ist. Aber irgendwann muss man auch beantworten, wie man das alles unter einen Hut bekommen will. Gerade wenn viele Vereine dort offenbar gar kein großes Interesse an einer stärkeren Professionalisierung oder an einer grundlegenden Veränderung der aktuellen Struktur haben.
Ob ein neues Modell für bayerische Vereine am Ende wirklich längere Wege bedeuten würde, kann man pauschal gar nicht sagen. Aber klar ist: Eine eigene Regionalliga nur für Bayern wäre in einem echten Vier-Staffel-Modell kaum noch zu halten.
Dann geht es am Ende wahrscheinlich weniger um einzelne Fahrtstrecken, sondern um den Verlust von Kontrolle, Planungssicherheit und dem bisherigen Sonderstatus.
Für Bayern kann ich das ganz gut beantworten, da ich Kontakt zu Vereinsvertretern aus Liga 4 und 5 vor Ort habe: Dort kommt die grundsätzliche Idee des 2-Phasen-Modells durchaus gut an. Das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar. In Bayern gibt es viele kleinere Vereine, für die die Regionalliga die höchstmögliche Spielklasse ist. Für diese Klubs wirkt das Modell in seinen Grundzügen deshalb erst einmal attraktiv.
Hinzu kommt, dass Bayern als großes Flächenland vom bisherigen Kompassmodell kaum Planungssicherheit gehabt hätte. Theoretisch hätten die bayerishen Vereine auf drei verschiedene Ligen aufgeteilt werden können. Im Extremfall hätte das auch zu einer höheren Zahl möglicher bayerischer Absteiger geführt – ein Szenario, auf das die Oberliga Vereine verständlicherweise wenig Lust hatten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man in Bayern offenbar über die Art der Berichterstattung in den vergangenen Wochen und Monaten ziemlich verbittert war. Das sollte man bei der ganzen Diskussion ebenfalls nicht außer Acht lassen.
Wenn man auf das Abstimmungsergebnis in Bayern schaut, ist das aber bei weitem nicht so eindeutig. Man könnte 45,2% für das Kompassmodell auch als Denkzettel für den BFV verstehen, das auch nur durch den Taschenspielertrick, kurz vor der Abstimmung bekanntzugeben, dass nur je 18 statt 20 Vereine pro RL im Kompassmodell spielen sollen, zu Stande gekommen ist.
Wie sollen denn bayrische Vereine auf 3 Ligen aufgeteilt werden? Süd und Ost, OK, aber welches soll die 3. RL sein?
Das 2-Phasen-Modell ist auch nicht zu Ende gedacht, da man in der "Vorrunde" nur gegen die Hälfte der Gegner ein Heimspiel hätte. In einer Saison wie der kommenden stelle ich mir die langen Gesichter bei den Vereinen vor, die nur auswärts gegen 1860 ran dürfen.
09.07.2026 - 22:31 Uhr
Zitat von nowo
Wenn man auf das Abstimmungsergebnis in Bayern schaut, ist das aber bei weitem nicht so eindeutig. Man könnte 45,2% für das Kompassmodell auch als Denkzettel für den BFV verstehen, das auch nur durch den Taschenspielertrick, kurz vor der Abstimmung bekanntzugeben, dass nur je 18 statt 20 Vereine pro RL im Kompassmodell spielen sollen, zu Stande gekommen ist.
Wie sollen denn bayrische Vereine auf 3 Ligen aufgeteilt werden? Süd und Ost, OK, aber welches soll die 3. RL sein?
Das 2-Phasen-Modell ist auch nicht zu Ende gedacht, da man in der "Vorrunde" nur gegen die Hälfte der Gegner ein Heimspiel hätte. In einer Saison wie der kommenden stelle ich mir die langen Gesichter bei den Vereinen vor, die nur auswärts gegen 1860 ran dürfen.
Zitat von amateurligen
Für Bayern kann ich das ganz gut beantworten, da ich Kontakt zu Vereinsvertretern aus Liga 4 und 5 vor Ort habe: Dort kommt die grundsätzliche Idee des 2-Phasen-Modells durchaus gut an. Das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar. In Bayern gibt es viele kleinere Vereine, für die die Regionalliga die höchstmögliche Spielklasse ist. Für diese Klubs wirkt das Modell in seinen Grundzügen deshalb erst einmal attraktiv.
Hinzu kommt, dass Bayern als großes Flächenland vom bisherigen Kompassmodell kaum Planungssicherheit gehabt hätte. Theoretisch hätten die bayerishen Vereine auf drei verschiedene Ligen aufgeteilt werden können. Im Extremfall hätte das auch zu einer höheren Zahl möglicher bayerischer Absteiger geführt – ein Szenario, auf das die Oberliga Vereine verständlicherweise wenig Lust hatten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man in Bayern offenbar über die Art der Berichterstattung in den vergangenen Wochen und Monaten ziemlich verbittert war. Das sollte man bei der ganzen Diskussion ebenfalls nicht außer Acht lassen.
Zitat von nulldrei09
Ja, genau da liegt aus meiner Sicht ein berechtigter Punkt.
Der Südwesten ist ja nicht einfach eine kompakte Region, die man fast sauber in eine neue Süd-Regionalliga übertragen kann. Gerade Saarland und Hessen würden im Kompassmodell vermutlich eher Richtung Westen rutschen - zumindest einige Vereine.
Dann stellt sich natürlich die Frage: Was passiert mit diesen Vereinen? Wie werden sie eingeordnet? Und wie wirkt sich das auf die Startverteilung und später auf die Oberliga-Aufsteiger aus?
Deswegen kann ich schon verstehen, dass der Südwesten hier genauer wissen will, wie die erste Kompass-Einteilung überhaupt aussehen würde. Nur allgemein zu sagen, dass es nach Entfernungen berechnet wird, reicht an der Stelle vielleicht nicht.
Bayern ist für mich nochmal ein eigenes Thema.
Wenn dort 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle stimmen, ist die entscheidende Frage doch: Was soll dieses neue Modell am Ende konkret sein?
Man kann natürlich sagen, dass man mit Kompass- oder Regionenmodell unzufrieden ist. Aber irgendwann muss man auch beantworten, wie man das alles unter einen Hut bekommen will. Gerade wenn viele Vereine dort offenbar gar kein großes Interesse an einer stärkeren Professionalisierung oder an einer grundlegenden Veränderung der aktuellen Struktur haben.
Ob ein neues Modell für bayerische Vereine am Ende wirklich längere Wege bedeuten würde, kann man pauschal gar nicht sagen. Aber klar ist: Eine eigene Regionalliga nur für Bayern wäre in einem echten Vier-Staffel-Modell kaum noch zu halten.
Dann geht es am Ende wahrscheinlich weniger um einzelne Fahrtstrecken, sondern um den Verlust von Kontrolle, Planungssicherheit und dem bisherigen Sonderstatus.
Zitat von Zeyes
Wenigstens kann jetzt mal die gerne gebrachte Erzählung begraben werden, dass die Vereine der RL West blockieren würden. Hatte ja nie wirklich Sinn ergeben, da man dort sicherlich in vielen Vereinen schon lange verstanden hat, dass man selbst vom Kompassmodell am allerwenigsten an Veränderungen zu befürchten hätte. Das Abstimmungsergebnis zeigt das jetzt auch.
Und der Südwesten, na ja, auch keine große Überraschung. Zumindest nachdem es im Vorfeld der Abstimmung wieder mal Presseberichte gab, in denen es praktisch vorausgesetzt wurde, dass zum Start des Kompassmodells alle fünf aktuellen RLs gleich viele Vereine in die neuen vier RLs einbringen würden (ca. je 12, plus Liga3-Absteiger und OL-Aufsteiger aus der Übergangssaison). Dass man da in der Region mit dem mit Abstand stärksten Unterbau - halt der 2012er Entscheidung geschuldet, auf dem Südwest-Gebiet in nur einer statt der zahlenmäßig angemessenen zwei RLs zu spielen - keinen großen Bock darauf hat, gleich behandelt zu werden wie in der Breite deutlich schwächer besetzte andere Regionen...jo, war erwartbar.
Meiner Meinung nach hat das Kompassmodell immer noch eine Chance, aber nur, wenn man wirklich alle Rahmenbedingungen vor einer erneuten Abstimmung ausarbeitet. Wie sieht die regionale Verteilung der ersten 80 Teilnehmer genau aus, wie werden zukünftig die Aufstiegsplätze aus den Oberligen verteilt, welche Aspekte werden beim jährlichen Zuschnitt der vier Staffeln speziell berücksichtigt ("das macht die KI" ist keine Antwort darauf). Damit könnte man *vielleicht* auch den Südwesten irgendwann dafür gewinnen, sofern deren begründete Vorbehalte berücksichtigt werden. Ich glaube aber nicht, dass das passieren wird...dafür hat speziell die RL Bayern gesorgt mit ihrer recht irren Forderung, erneut alle möglichen alternativen Modelle durchzukauen, die noch nicht mal in ihren Grundzügen konsensfähig sind.
Wenigstens kann jetzt mal die gerne gebrachte Erzählung begraben werden, dass die Vereine der RL West blockieren würden. Hatte ja nie wirklich Sinn ergeben, da man dort sicherlich in vielen Vereinen schon lange verstanden hat, dass man selbst vom Kompassmodell am allerwenigsten an Veränderungen zu befürchten hätte. Das Abstimmungsergebnis zeigt das jetzt auch.
Und der Südwesten, na ja, auch keine große Überraschung. Zumindest nachdem es im Vorfeld der Abstimmung wieder mal Presseberichte gab, in denen es praktisch vorausgesetzt wurde, dass zum Start des Kompassmodells alle fünf aktuellen RLs gleich viele Vereine in die neuen vier RLs einbringen würden (ca. je 12, plus Liga3-Absteiger und OL-Aufsteiger aus der Übergangssaison). Dass man da in der Region mit dem mit Abstand stärksten Unterbau - halt der 2012er Entscheidung geschuldet, auf dem Südwest-Gebiet in nur einer statt der zahlenmäßig angemessenen zwei RLs zu spielen - keinen großen Bock darauf hat, gleich behandelt zu werden wie in der Breite deutlich schwächer besetzte andere Regionen...jo, war erwartbar.
Meiner Meinung nach hat das Kompassmodell immer noch eine Chance, aber nur, wenn man wirklich alle Rahmenbedingungen vor einer erneuten Abstimmung ausarbeitet. Wie sieht die regionale Verteilung der ersten 80 Teilnehmer genau aus, wie werden zukünftig die Aufstiegsplätze aus den Oberligen verteilt, welche Aspekte werden beim jährlichen Zuschnitt der vier Staffeln speziell berücksichtigt ("das macht die KI" ist keine Antwort darauf). Damit könnte man *vielleicht* auch den Südwesten irgendwann dafür gewinnen, sofern deren begründete Vorbehalte berücksichtigt werden. Ich glaube aber nicht, dass das passieren wird...dafür hat speziell die RL Bayern gesorgt mit ihrer recht irren Forderung, erneut alle möglichen alternativen Modelle durchzukauen, die noch nicht mal in ihren Grundzügen konsensfähig sind.
Ja, genau da liegt aus meiner Sicht ein berechtigter Punkt.
Der Südwesten ist ja nicht einfach eine kompakte Region, die man fast sauber in eine neue Süd-Regionalliga übertragen kann. Gerade Saarland und Hessen würden im Kompassmodell vermutlich eher Richtung Westen rutschen - zumindest einige Vereine.
Dann stellt sich natürlich die Frage: Was passiert mit diesen Vereinen? Wie werden sie eingeordnet? Und wie wirkt sich das auf die Startverteilung und später auf die Oberliga-Aufsteiger aus?
Deswegen kann ich schon verstehen, dass der Südwesten hier genauer wissen will, wie die erste Kompass-Einteilung überhaupt aussehen würde. Nur allgemein zu sagen, dass es nach Entfernungen berechnet wird, reicht an der Stelle vielleicht nicht.
Bayern ist für mich nochmal ein eigenes Thema.
Wenn dort 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle stimmen, ist die entscheidende Frage doch: Was soll dieses neue Modell am Ende konkret sein?
Man kann natürlich sagen, dass man mit Kompass- oder Regionenmodell unzufrieden ist. Aber irgendwann muss man auch beantworten, wie man das alles unter einen Hut bekommen will. Gerade wenn viele Vereine dort offenbar gar kein großes Interesse an einer stärkeren Professionalisierung oder an einer grundlegenden Veränderung der aktuellen Struktur haben.
Ob ein neues Modell für bayerische Vereine am Ende wirklich längere Wege bedeuten würde, kann man pauschal gar nicht sagen. Aber klar ist: Eine eigene Regionalliga nur für Bayern wäre in einem echten Vier-Staffel-Modell kaum noch zu halten.
Dann geht es am Ende wahrscheinlich weniger um einzelne Fahrtstrecken, sondern um den Verlust von Kontrolle, Planungssicherheit und dem bisherigen Sonderstatus.
Für Bayern kann ich das ganz gut beantworten, da ich Kontakt zu Vereinsvertretern aus Liga 4 und 5 vor Ort habe: Dort kommt die grundsätzliche Idee des 2-Phasen-Modells durchaus gut an. Das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar. In Bayern gibt es viele kleinere Vereine, für die die Regionalliga die höchstmögliche Spielklasse ist. Für diese Klubs wirkt das Modell in seinen Grundzügen deshalb erst einmal attraktiv.
Hinzu kommt, dass Bayern als großes Flächenland vom bisherigen Kompassmodell kaum Planungssicherheit gehabt hätte. Theoretisch hätten die bayerishen Vereine auf drei verschiedene Ligen aufgeteilt werden können. Im Extremfall hätte das auch zu einer höheren Zahl möglicher bayerischer Absteiger geführt – ein Szenario, auf das die Oberliga Vereine verständlicherweise wenig Lust hatten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man in Bayern offenbar über die Art der Berichterstattung in den vergangenen Wochen und Monaten ziemlich verbittert war. Das sollte man bei der ganzen Diskussion ebenfalls nicht außer Acht lassen.
Wenn man auf das Abstimmungsergebnis in Bayern schaut, ist das aber bei weitem nicht so eindeutig. Man könnte 45,2% für das Kompassmodell auch als Denkzettel für den BFV verstehen, das auch nur durch den Taschenspielertrick, kurz vor der Abstimmung bekanntzugeben, dass nur je 18 statt 20 Vereine pro RL im Kompassmodell spielen sollen, zu Stande gekommen ist.
Wie sollen denn bayrische Vereine auf 3 Ligen aufgeteilt werden? Süd und Ost, OK, aber welches soll die 3. RL sein?
Das 2-Phasen-Modell ist auch nicht zu Ende gedacht, da man in der "Vorrunde" nur gegen die Hälfte der Gegner ein Heimspiel hätte. In einer Saison wie der kommenden stelle ich mir die langen Gesichter bei den Vereinen vor, die nur auswärts gegen 1860 ran dürfen.
Ich habe mich umgehört bei teilnehmenden Vereinen der Sitzung:
1. Die RL West könnte für Vereine aus Unterfranken (Aschaffenburg, Aubstadt als Beispiele) zusätzlich in Frage kommen.
2. Dass es möglicherweise kein Heimspiel gegen einen Zuschauermagneten wie 1860 gibt wurde angesprochen und wohl als bewusster "Makel" akzeptiert. Argumentiert wurde wohl unter anderem damit, dass das im neuen Champions League Format genauso ist und man Lösungen sucht, dass man auf jeden Fall ein Highlightspiel zu Hause hat.
10.07.2026 - 23:16 Uhr
Zitat von amateurligen
Ich habe mich umgehört bei teilnehmenden Vereinen der Sitzung:
1. Die RL West könnte für Vereine aus Unterfranken (Aschaffenburg, Aubstadt als Beispiele) zusätzlich in Frage kommen.
2. Dass es möglicherweise kein Heimspiel gegen einen Zuschauermagneten wie 1860 gibt wurde angesprochen und wohl als bewusster "Makel" akzeptiert. Argumentiert wurde wohl unter anderem damit, dass das im neuen Champions League Format genauso ist und man Lösungen sucht, dass man auf jeden Fall ein Highlightspiel zu Hause hat.
Zitat von nowo
Wenn man auf das Abstimmungsergebnis in Bayern schaut, ist das aber bei weitem nicht so eindeutig. Man könnte 45,2% für das Kompassmodell auch als Denkzettel für den BFV verstehen, das auch nur durch den Taschenspielertrick, kurz vor der Abstimmung bekanntzugeben, dass nur je 18 statt 20 Vereine pro RL im Kompassmodell spielen sollen, zu Stande gekommen ist.
Wie sollen denn bayrische Vereine auf 3 Ligen aufgeteilt werden? Süd und Ost, OK, aber welches soll die 3. RL sein?
Das 2-Phasen-Modell ist auch nicht zu Ende gedacht, da man in der "Vorrunde" nur gegen die Hälfte der Gegner ein Heimspiel hätte. In einer Saison wie der kommenden stelle ich mir die langen Gesichter bei den Vereinen vor, die nur auswärts gegen 1860 ran dürfen.
Zitat von amateurligen
Für Bayern kann ich das ganz gut beantworten, da ich Kontakt zu Vereinsvertretern aus Liga 4 und 5 vor Ort habe: Dort kommt die grundsätzliche Idee des 2-Phasen-Modells durchaus gut an. Das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar. In Bayern gibt es viele kleinere Vereine, für die die Regionalliga die höchstmögliche Spielklasse ist. Für diese Klubs wirkt das Modell in seinen Grundzügen deshalb erst einmal attraktiv.
Hinzu kommt, dass Bayern als großes Flächenland vom bisherigen Kompassmodell kaum Planungssicherheit gehabt hätte. Theoretisch hätten die bayerishen Vereine auf drei verschiedene Ligen aufgeteilt werden können. Im Extremfall hätte das auch zu einer höheren Zahl möglicher bayerischer Absteiger geführt – ein Szenario, auf das die Oberliga Vereine verständlicherweise wenig Lust hatten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man in Bayern offenbar über die Art der Berichterstattung in den vergangenen Wochen und Monaten ziemlich verbittert war. Das sollte man bei der ganzen Diskussion ebenfalls nicht außer Acht lassen.
Zitat von nulldrei09
Ja, genau da liegt aus meiner Sicht ein berechtigter Punkt.
Der Südwesten ist ja nicht einfach eine kompakte Region, die man fast sauber in eine neue Süd-Regionalliga übertragen kann. Gerade Saarland und Hessen würden im Kompassmodell vermutlich eher Richtung Westen rutschen - zumindest einige Vereine.
Dann stellt sich natürlich die Frage: Was passiert mit diesen Vereinen? Wie werden sie eingeordnet? Und wie wirkt sich das auf die Startverteilung und später auf die Oberliga-Aufsteiger aus?
Deswegen kann ich schon verstehen, dass der Südwesten hier genauer wissen will, wie die erste Kompass-Einteilung überhaupt aussehen würde. Nur allgemein zu sagen, dass es nach Entfernungen berechnet wird, reicht an der Stelle vielleicht nicht.
Bayern ist für mich nochmal ein eigenes Thema.
Wenn dort 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle stimmen, ist die entscheidende Frage doch: Was soll dieses neue Modell am Ende konkret sein?
Man kann natürlich sagen, dass man mit Kompass- oder Regionenmodell unzufrieden ist. Aber irgendwann muss man auch beantworten, wie man das alles unter einen Hut bekommen will. Gerade wenn viele Vereine dort offenbar gar kein großes Interesse an einer stärkeren Professionalisierung oder an einer grundlegenden Veränderung der aktuellen Struktur haben.
Ob ein neues Modell für bayerische Vereine am Ende wirklich längere Wege bedeuten würde, kann man pauschal gar nicht sagen. Aber klar ist: Eine eigene Regionalliga nur für Bayern wäre in einem echten Vier-Staffel-Modell kaum noch zu halten.
Dann geht es am Ende wahrscheinlich weniger um einzelne Fahrtstrecken, sondern um den Verlust von Kontrolle, Planungssicherheit und dem bisherigen Sonderstatus.
Zitat von Zeyes
Wenigstens kann jetzt mal die gerne gebrachte Erzählung begraben werden, dass die Vereine der RL West blockieren würden. Hatte ja nie wirklich Sinn ergeben, da man dort sicherlich in vielen Vereinen schon lange verstanden hat, dass man selbst vom Kompassmodell am allerwenigsten an Veränderungen zu befürchten hätte. Das Abstimmungsergebnis zeigt das jetzt auch.
Und der Südwesten, na ja, auch keine große Überraschung. Zumindest nachdem es im Vorfeld der Abstimmung wieder mal Presseberichte gab, in denen es praktisch vorausgesetzt wurde, dass zum Start des Kompassmodells alle fünf aktuellen RLs gleich viele Vereine in die neuen vier RLs einbringen würden (ca. je 12, plus Liga3-Absteiger und OL-Aufsteiger aus der Übergangssaison). Dass man da in der Region mit dem mit Abstand stärksten Unterbau - halt der 2012er Entscheidung geschuldet, auf dem Südwest-Gebiet in nur einer statt der zahlenmäßig angemessenen zwei RLs zu spielen - keinen großen Bock darauf hat, gleich behandelt zu werden wie in der Breite deutlich schwächer besetzte andere Regionen...jo, war erwartbar.
Meiner Meinung nach hat das Kompassmodell immer noch eine Chance, aber nur, wenn man wirklich alle Rahmenbedingungen vor einer erneuten Abstimmung ausarbeitet. Wie sieht die regionale Verteilung der ersten 80 Teilnehmer genau aus, wie werden zukünftig die Aufstiegsplätze aus den Oberligen verteilt, welche Aspekte werden beim jährlichen Zuschnitt der vier Staffeln speziell berücksichtigt ("das macht die KI" ist keine Antwort darauf). Damit könnte man *vielleicht* auch den Südwesten irgendwann dafür gewinnen, sofern deren begründete Vorbehalte berücksichtigt werden. Ich glaube aber nicht, dass das passieren wird...dafür hat speziell die RL Bayern gesorgt mit ihrer recht irren Forderung, erneut alle möglichen alternativen Modelle durchzukauen, die noch nicht mal in ihren Grundzügen konsensfähig sind.
Wenigstens kann jetzt mal die gerne gebrachte Erzählung begraben werden, dass die Vereine der RL West blockieren würden. Hatte ja nie wirklich Sinn ergeben, da man dort sicherlich in vielen Vereinen schon lange verstanden hat, dass man selbst vom Kompassmodell am allerwenigsten an Veränderungen zu befürchten hätte. Das Abstimmungsergebnis zeigt das jetzt auch.
Und der Südwesten, na ja, auch keine große Überraschung. Zumindest nachdem es im Vorfeld der Abstimmung wieder mal Presseberichte gab, in denen es praktisch vorausgesetzt wurde, dass zum Start des Kompassmodells alle fünf aktuellen RLs gleich viele Vereine in die neuen vier RLs einbringen würden (ca. je 12, plus Liga3-Absteiger und OL-Aufsteiger aus der Übergangssaison). Dass man da in der Region mit dem mit Abstand stärksten Unterbau - halt der 2012er Entscheidung geschuldet, auf dem Südwest-Gebiet in nur einer statt der zahlenmäßig angemessenen zwei RLs zu spielen - keinen großen Bock darauf hat, gleich behandelt zu werden wie in der Breite deutlich schwächer besetzte andere Regionen...jo, war erwartbar.
Meiner Meinung nach hat das Kompassmodell immer noch eine Chance, aber nur, wenn man wirklich alle Rahmenbedingungen vor einer erneuten Abstimmung ausarbeitet. Wie sieht die regionale Verteilung der ersten 80 Teilnehmer genau aus, wie werden zukünftig die Aufstiegsplätze aus den Oberligen verteilt, welche Aspekte werden beim jährlichen Zuschnitt der vier Staffeln speziell berücksichtigt ("das macht die KI" ist keine Antwort darauf). Damit könnte man *vielleicht* auch den Südwesten irgendwann dafür gewinnen, sofern deren begründete Vorbehalte berücksichtigt werden. Ich glaube aber nicht, dass das passieren wird...dafür hat speziell die RL Bayern gesorgt mit ihrer recht irren Forderung, erneut alle möglichen alternativen Modelle durchzukauen, die noch nicht mal in ihren Grundzügen konsensfähig sind.
Ja, genau da liegt aus meiner Sicht ein berechtigter Punkt.
Der Südwesten ist ja nicht einfach eine kompakte Region, die man fast sauber in eine neue Süd-Regionalliga übertragen kann. Gerade Saarland und Hessen würden im Kompassmodell vermutlich eher Richtung Westen rutschen - zumindest einige Vereine.
Dann stellt sich natürlich die Frage: Was passiert mit diesen Vereinen? Wie werden sie eingeordnet? Und wie wirkt sich das auf die Startverteilung und später auf die Oberliga-Aufsteiger aus?
Deswegen kann ich schon verstehen, dass der Südwesten hier genauer wissen will, wie die erste Kompass-Einteilung überhaupt aussehen würde. Nur allgemein zu sagen, dass es nach Entfernungen berechnet wird, reicht an der Stelle vielleicht nicht.
Bayern ist für mich nochmal ein eigenes Thema.
Wenn dort 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle stimmen, ist die entscheidende Frage doch: Was soll dieses neue Modell am Ende konkret sein?
Man kann natürlich sagen, dass man mit Kompass- oder Regionenmodell unzufrieden ist. Aber irgendwann muss man auch beantworten, wie man das alles unter einen Hut bekommen will. Gerade wenn viele Vereine dort offenbar gar kein großes Interesse an einer stärkeren Professionalisierung oder an einer grundlegenden Veränderung der aktuellen Struktur haben.
Ob ein neues Modell für bayerische Vereine am Ende wirklich längere Wege bedeuten würde, kann man pauschal gar nicht sagen. Aber klar ist: Eine eigene Regionalliga nur für Bayern wäre in einem echten Vier-Staffel-Modell kaum noch zu halten.
Dann geht es am Ende wahrscheinlich weniger um einzelne Fahrtstrecken, sondern um den Verlust von Kontrolle, Planungssicherheit und dem bisherigen Sonderstatus.
Für Bayern kann ich das ganz gut beantworten, da ich Kontakt zu Vereinsvertretern aus Liga 4 und 5 vor Ort habe: Dort kommt die grundsätzliche Idee des 2-Phasen-Modells durchaus gut an. Das ist aus meiner Sicht auch nachvollziehbar. In Bayern gibt es viele kleinere Vereine, für die die Regionalliga die höchstmögliche Spielklasse ist. Für diese Klubs wirkt das Modell in seinen Grundzügen deshalb erst einmal attraktiv.
Hinzu kommt, dass Bayern als großes Flächenland vom bisherigen Kompassmodell kaum Planungssicherheit gehabt hätte. Theoretisch hätten die bayerishen Vereine auf drei verschiedene Ligen aufgeteilt werden können. Im Extremfall hätte das auch zu einer höheren Zahl möglicher bayerischer Absteiger geführt – ein Szenario, auf das die Oberliga Vereine verständlicherweise wenig Lust hatten.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man in Bayern offenbar über die Art der Berichterstattung in den vergangenen Wochen und Monaten ziemlich verbittert war. Das sollte man bei der ganzen Diskussion ebenfalls nicht außer Acht lassen.
Wenn man auf das Abstimmungsergebnis in Bayern schaut, ist das aber bei weitem nicht so eindeutig. Man könnte 45,2% für das Kompassmodell auch als Denkzettel für den BFV verstehen, das auch nur durch den Taschenspielertrick, kurz vor der Abstimmung bekanntzugeben, dass nur je 18 statt 20 Vereine pro RL im Kompassmodell spielen sollen, zu Stande gekommen ist.
Wie sollen denn bayrische Vereine auf 3 Ligen aufgeteilt werden? Süd und Ost, OK, aber welches soll die 3. RL sein?
Das 2-Phasen-Modell ist auch nicht zu Ende gedacht, da man in der "Vorrunde" nur gegen die Hälfte der Gegner ein Heimspiel hätte. In einer Saison wie der kommenden stelle ich mir die langen Gesichter bei den Vereinen vor, die nur auswärts gegen 1860 ran dürfen.
Ich habe mich umgehört bei teilnehmenden Vereinen der Sitzung:
1. Die RL West könnte für Vereine aus Unterfranken (Aschaffenburg, Aubstadt als Beispiele) zusätzlich in Frage kommen.
2. Dass es möglicherweise kein Heimspiel gegen einen Zuschauermagneten wie 1860 gibt wurde angesprochen und wohl als bewusster "Makel" akzeptiert. Argumentiert wurde wohl unter anderem damit, dass das im neuen Champions League Format genauso ist und man Lösungen sucht, dass man auf jeden Fall ein Highlightspiel zu Hause hat.
Zu 1) Aubstadt landet mit allergrößter Wahrscheinlichkeit in der RL Ost. Dass die RL West noch auf Aschaffenburg zum Auffüllen angewiesen sein könnte, kann ich auch nicht glauben. Da sind zum einen die Vereine aus RLP/SL, aber auch in Hessen gibt es noch einige Vereine, die näher an NRW liegen als Aschaffenburg.
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