Neue Regionalliga-Reform?
13.10.2013 - 10:59 Uhr
07.04.2026 - 11:13 Uhr
Zitat von Zeyes
So richtig weiß ich damit immer noch nicht, was du dir genau vorstellst. Eine Verteilung, in der alle vier Viertel der Liga ähnlich weite Wege zu absolvieren haben?
Zitat von Daniel1907
Ich meinte damit, dass die KI die Ligen aus einer Kombination der Faktoren Distanz und Vereinsdichte berechnet. Man muss ja nicht immer nur schwarz und weiß sehen.
Ich meinte damit, dass die KI die Ligen aus einer Kombination der Faktoren Distanz und Vereinsdichte berechnet. Man muss ja nicht immer nur schwarz und weiß sehen.
So richtig weiß ich damit immer noch nicht, was du dir genau vorstellst. Eine Verteilung, in der alle vier Viertel der Liga ähnlich weite Wege zu absolvieren haben?
Man kann für eine Entscheidung auch mehrere Faktoren nutzen. So funktioniert ja zum Beispiel auch die Bererchnung der xGoals in Profiligen.
Natürlich muss man da eine Gewichtung vornehmen, damit die KI sich nicht verselbstständigt, aber das sind dann Detailfragen
07.04.2026 - 19:59 Uhr
Zitat von Daniel1907
Man kann für eine Entscheidung auch mehrere Faktoren nutzen. So funktioniert ja zum Beispiel auch die Bererchnung der xGoals in Profiligen.
Natürlich muss man da eine Gewichtung vornehmen, damit die KI sich nicht verselbstständigt, aber das sind dann Detailfragen
Man kann für eine Entscheidung auch mehrere Faktoren nutzen. So funktioniert ja zum Beispiel auch die Bererchnung der xGoals in Profiligen.
Natürlich muss man da eine Gewichtung vornehmen, damit die KI sich nicht verselbstständigt, aber das sind dann Detailfragen
"Man kann" - dann sag doch, wie. Was willst du optimiert wissen: Minimale Gesamtreisestrecke über alle 80 Teams? Möglichst geringe Unterschiede zwischen den vier Staffeln? Möglichst geringe Unterschiede zwischen den 20 Teams einer Staffel? Möglichst geringe Unterschiede zwischen allen 80 Teams? Grad der geographischen "Kompaktheit" der vier Regionen? Etc. etc.
Anfangen hat dieser Diskussionsstrang mit folgender Frage von dir an Major-T-O-M:
Zitat von Daniel1907
Und wenn man im Kompassmodell sowohl Distanzen als auch Mannschaftszahlen berücksichtigt?
Und wenn man im Kompassmodell sowohl Distanzen als auch Mannschaftszahlen berücksichtigt?
Du musst doch *irgendeine* konzeptionelle Vorstellung beim Formulieren dieser Frage gehabt haben, mit welchem Ziel du ein "sowohl als auch" verlangst. Oder doch nicht?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zeyes am 07.04.2026 um 20:06 Uhr bearbeitet
10.04.2026 - 13:05 Uhr
Quelle: www.youtube.com
Regionalliga-Reform erklärt! Wie löst man das 4.Liga-Problem?
Die Regionalliga ist ein Massengrab für Traditionsvereine und soll reformiert werden: aus 5 Ligen sollen 4 Regionalligen entstehen. Ich blicke auf die aktuelle Situation, die Notwendigkeit der Reformen & die veranschlagten Lösungen, also Kompassmodell & Regionenmodell.
Inhalt Die Regionalliga ist ein Massengrab für Traditionsvereine und soll reformiert werden: aus 5 Ligen sollen 4 Regionalligen entstehen. Ich blicke auf die aktuelle Situation, die Notwendigkeit der Reformen & die veranschlagten Lösungen, also Kompassmodell & Regionenmodell.
00:00 Intro (Kapitel 1)
01:37 aktuelle Situation (Kapitel 2)
03:56 Reformen 2008 und 2012 (Kapitel 3)
05:13 Kampf um Reformen (Kapitel 4)
08:52 Kompassmodell (Kapitel 5)
12:06 Regionenmodell (Kapitel 6)
16:23 Fazit (Kapitel 7)
Bennet hat auf seinem Kanal "artsy_football" ein Video (18:05) zur geplanten Regionalligareform hochgeladen.
10.04.2026 - 14:40 Uhr
Zitat von ScottishLion
00:00 Intro (Kapitel 1)
01:37 aktuelle Situation (Kapitel 2)
03:56 Reformen 2008 und 2012 (Kapitel 3)
05:13 Kampf um Reformen (Kapitel 4)
08:52 Kompassmodell (Kapitel 5)
12:06 Regionenmodell (Kapitel 6)
16:23 Fazit (Kapitel 7)
Bennet hat auf seinem Kanal "artsy_football" ein Video (18:05) zur geplanten Regionalligareform hochgeladen.
Quelle: www.youtube.com
Regionalliga-Reform erklärt! Wie löst man das 4.Liga-Problem?
Die Regionalliga ist ein Massengrab für Traditionsvereine und soll reformiert werden: aus 5 Ligen sollen 4 Regionalligen entstehen. Ich blicke auf die aktuelle Situation, die Notwendigkeit der Reformen & die veranschlagten Lösungen, also Kompassmodell & Regionenmodell.
Inhalt Die Regionalliga ist ein Massengrab für Traditionsvereine und soll reformiert werden: aus 5 Ligen sollen 4 Regionalligen entstehen. Ich blicke auf die aktuelle Situation, die Notwendigkeit der Reformen & die veranschlagten Lösungen, also Kompassmodell & Regionenmodell.
00:00 Intro (Kapitel 1)
01:37 aktuelle Situation (Kapitel 2)
03:56 Reformen 2008 und 2012 (Kapitel 3)
05:13 Kampf um Reformen (Kapitel 4)
08:52 Kompassmodell (Kapitel 5)
12:06 Regionenmodell (Kapitel 6)
16:23 Fazit (Kapitel 7)
Bennet hat auf seinem Kanal "artsy_football" ein Video (18:05) zur geplanten Regionalligareform hochgeladen.
Aus meiner Sicht ist das leider schon recht oberflächlich und teilweise auch falsch.
Immer wieder betont er, dass die Aufteilung aktuell auf den Mitgliederzahlen beruht - richtig wären natürlich die Mannschaftszahlen.
Dann erwähnt er, dass es von der vierten Liga einen weiteren Absteiger gab, ohne zu erwähnen, dass die Bedingung dafür war, dass aus 5 Regionalligen 4 werden.
Natürlich wird auch nicht erwähnt, dass die Zweiteilung in West und Südwest auf der einen und Bayern, Nord und Nordost auf der anderen Seite (mit je zwei Aufsteigern je "Bereich" auf einem Vorschlag von Nord und Nordost beruft. Und auch hier bereits mit dem Hintergrundwissen, dass dann trotzdem aus den drei Ligen im Bereich Nord, Nordost und Bayern eigentlich zwei werden sollten.
Dafür wird oft genug erwähnt, dass die Zuschauerzahlen im Nordosten deutlich besser sind. Das mag zwar so sein, ist aber (zumindest bislang) kein Kriterium.
Außerdem wird oft erwähnt, dass West und Südwest bevorteilt werden.
Und immer wieder schön ist, wenn man als Vorteil beim Kompassmodell liest, dass die Nordostliga zusammenbleibt. Das aber natürlich irgendwo eine Teilung erfolgen muss und dann zwangsläufig andere Ligen geteilt werden, dass sollen diese Ligen dann mal schön schlucken - sind ja schließlich schon genug bevorteilt ...
Ich will gar nicht so salty klingen. Er trägt das ja sachlich vor und ich sehe durchaus den ein oder anderen Punkt (Benachteiligung des Nordosten nach der Wiedervereinigung) aber wenn du so ein Video machst, dann kann da schon fachlich ein bisschen mehr Tiefe dahinterstecken. Und mich triggert es halt ziemlich, wenn dann im Video schon genannt und erkannt wird, dass bei der gemeinsamen Aufstiegsrunde der zweitplatzierte aus dem Südwesten dabei war, dies dann mit einem Kriterium (Mitglieder, aber eigentlich Mannschaften) begründet wird und trotzdem jetzt alle Regionalligen als gleichwertig betrachtet werden, so dass dann im Kompassmodell auch aus allen Regionalligen die gleiche Anzahl an Mannschaften teilnehmen soll. Da denke ich mir dann: Klar, wenn du deine (bevorzugte) Regionalliga als gleichwertig erachtest, dann fühlst du dich natürlich benachteiligt, aber denk doch mal drüber nach, warum die eben nicht gleichwertig sind. Und überlege dann, warum dann der Südwesten im DFB Bundestag für ein Kompassmodell stimmen soll bei dem er - nach dem bislang anerkannten Kriterium der Mannschaftszahlen - deutlich benachteiligt werden soll. Vielleicht werden die Vertreter aus dem Südwesten ja überzeugt mit dem Argument "weil Jena mehr Fans hat" - ich glaube es aber nicht.
10.04.2026 - 18:31 Uhr
Zitat von Timesle1893
Dann erwähnt er, dass es von der dritten (nicht vierten Liga, Anm. meimnerseits) Liga einen weiteren Absteiger gab, ohne zu erwähnen, dass die Bedingung dafür war, dass aus 5 Regionalligen 4 werden.
Zitat von ScottishLion
Quelle: www.youtube.com
Regionalliga-Reform erklärt! Wie löst man das 4.Liga-Problem?
Die Regionalliga ist ein Massengrab für Traditionsvereine und soll reformiert werden: aus 5 Ligen sollen 4 Regionalligen entstehen. Ich blicke auf die aktuelle Situation, die Notwendigkeit der Reformen & die veranschlagten Lösungen, also Kompassmodell & Regionenmodell.
Die Regionalliga ist ein Massengrab für Traditionsvereine und soll reformiert werden: aus 5 Ligen sollen 4 Regionalligen entstehen. Ich blicke auf die aktuelle Situation, die Notwendigkeit der Reformen & die veranschlagten Lösungen, also Kompassmodell & Regionenmodell.
Dann erwähnt er, dass es von der dritten (nicht vierten Liga, Anm. meimnerseits) Liga einen weiteren Absteiger gab, ohne zu erwähnen, dass die Bedingung dafür war, dass aus 5 Regionalligen 4 werden.
Genau diese Abmachung (4 statt 3 Absteiger aus Liga 3 + aus 5 RL werden 4 RL = Reform-Deal) aus 18/19 (?) scheint aber auch viele andere nicht mehr zu interessieren bzw. sie haben diese schon wieder verdrängt.
Es wird ja durchaus von mehr als nur einzelnen Vertretern gefordert: 5 Absteiger aus Liga 3, damit das 5er-RL-Modell stur weitergefahren werden kann, obwohl Liga 3 ihren Teil dieses (bisweilen nur halben) Deals schon vor ca. 7 Jahren umgesetzt hat.
Zitat von Timesle1893
Natürlich wird auch nicht erwähnt, dass die Zweiteilung in West und Südwest auf der einen und Bayern, Nord und Nordost auf der anderen Seite (mit je zwei Aufsteigern je "Bereich" auf einem Vorschlag von Nord und Nordost beruft. Und auch hier bereits mit dem Hintergrundwissen, dass dann trotzdem aus den drei Ligen im Bereich Nord, Nordost und Bayern eigentlich zwei werden sollten.
Natürlich wird auch nicht erwähnt, dass die Zweiteilung in West und Südwest auf der einen und Bayern, Nord und Nordost auf der anderen Seite (mit je zwei Aufsteigern je "Bereich" auf einem Vorschlag von Nord und Nordost beruft. Und auch hier bereits mit dem Hintergrundwissen, dass dann trotzdem aus den drei Ligen im Bereich Nord, Nordost und Bayern eigentlich zwei werden sollten.
Das ist ja mittlerweile auch schon fast ein Klassiker. Der Nordosthälfte Deutschlands (= RLs Bayern, Nordost + Nord) stehen nun mal – nach Berechnung auf Grundlage der dort gemeldeten Vereine – 2 von 4 Aufstiegsplätzen zu, weil sie die Hälfte aller in Deutschland beheimateten Vereine beherbergt. Das scheinen aber einige auch vergessen zu haben.
Zitat von Timesle1893
Dafür wird oft genug erwähnt, dass die Zuschauerzahlen im Nordosten deutlich besser sind. Das mag zwar so sein, ist aber (zumindest bislang) kein Kriterium. (...) Vielleicht werden die Vertreter aus dem Südwesten ja überzeugt mit dem Argument "weil Jena mehr Fans hat" - ich glaube es aber nicht.
Dafür wird oft genug erwähnt, dass die Zuschauerzahlen im Nordosten deutlich besser sind. Das mag zwar so sein, ist aber (zumindest bislang) kein Kriterium. (...) Vielleicht werden die Vertreter aus dem Südwesten ja überzeugt mit dem Argument "weil Jena mehr Fans hat" - ich glaube es aber nicht.
Die Zuschauerzahlen in den RLs sind ja auch durchaus schwankend, je nachdem, wer aus Liga 3 ab- und aus den RL aufsteigt, und deswegen IMO kein besonders valides Argument für oder gegen einen festen Aufstiegsplatz.
Man stelle sich mal vor, aus Liga 3 würden Aachen, Duisburg und Essen in den Westen absteigen. Dann würden dort die Zuschauerzahlen mehr als nur explodieren → gäbe es dann als zuschauerstärkste RL für den Westen einen Aufstiegsplatz mehr? Oder für den dann „nur noch zuschauer-zweitstärksten“ Nordosten keinen festen Aufstiegsplatz mehr alle 3 Jahre?
Die ganze Chose zeigt eines sehr gut: Es ging/geht doch eher darum, dass einzelne RVs/LVs und ihre Funktionäre Ihre eigene RL bekommen - für ihr Ego. Völlig egal, ob der Meister dann direkt aufsteigen darf oder eben nicht. Ist ja schließlich das Problem des Meisters und nicht das der Funktionäre ...
10.04.2026 - 18:54 Uhr
Die legen sich doch eh die Kriterien so, wie es gerade für sie günstig ist. Hat vor 8 Jahren irgendjemand gefordert, dass Zuschauerzahlen berücksichtigt werden? Achnee, damals hat man sich ja auf die erforderlichen Relegationsergebnisse berufen. Warum redet heute niemand mehr davon?
11.04.2026 - 01:00 Uhr
Zitat von Major-T-O-M
Die legen sich doch eh die Kriterien so, wie es gerade für sie günstig ist. Hat vor 8 Jahren irgendjemand gefordert, dass Zuschauerzahlen berücksichtigt werden? Achnee, damals hat man sich ja auf die erforderlichen Relegationsergebnisse berufen. Warum redet heute niemand mehr davon?
Die legen sich doch eh die Kriterien so, wie es gerade für sie günstig ist. Hat vor 8 Jahren irgendjemand gefordert, dass Zuschauerzahlen berücksichtigt werden? Achnee, damals hat man sich ja auf die erforderlichen Relegationsergebnisse berufen. Warum redet heute niemand mehr davon?
Ja, das waren noch Zeiten, als es hieß, der Nordosten verdiene eigentlich am ehesten einen direkten Aufstiegsplatz, weil man ja sowieso ständig die Relegationen gewinnt... Auf heute bezogen: Wenn a) die Nordost-Vereine so stark sind, wie gern von ihren Fans behauptet wird, und b) der NOFV wirklich die Interessen dieser Vereine vertritt, und c) das große Ziel wirklich ist, so vielen Nordost-Vereinen wie möglich den Weg in die 3. Liga zu bereiten, dann: müssten sich doch alle Beteiligten alle zehn Finger danach ablecken, die Nordost-Klubs gleich in zwei verschiedenen RLs unterzubringen. Berlin könnte die norddeutschen Dorfklubs plattmachen, und Mitteldeutschland die bayerischen. Alles top. Wollte aber seltsamerweise keiner je austesten.
11.04.2026 - 07:59 Uhr
Der Podcast deckt eigentlich nur mal wieder auf, dass die Berichterstattung schief ist. Diese wird weitgehend nur von einem einzigen Reporter getrieben, der neben MDR und Sportschau auch u.a. für die Bild aktiv ist und hat ein Bild gezeichnet, welches von vielen annahmen und fehleinschätzungen ausgeht, die jetzt überall (Fans, Podcast, andere Medien) widerhall findet.
Hier ein paar Klassiker:
A) dass Kompass Modell sei eine neue und innovative Idee:
Ist falsch. Das gab's schon immer und gibt es auch aktuell. Im Osten wird die Oberliga auf diese Weise in 2 Staffeln geteilt. Vor Jahren gab es eine zweigeteilte dritte Liga nach dem gleichen Prinzip. Auch andere Sportarten machen sowas immer wieder. In den kreisligen Land auf Land ab ist dieses Konzept ebenso sehr verbreitet zur Staffeleinteilung. Dieser vorstoß als neu ist absolutes framing...
Passend dazu
B) die KI würde dann die Staffeln einteilen. Als jemand, der aus dem Bereich kommt kann ich sagen: wenn man das wirklich eine KI machen lässt, ist das Quark. Erstens ist das für das Kompass Modell völlig egal, wer oder was die Staffeln einteilt. Zweitens hat man dafür in der Vergangenheit keine KI gebraucht und braucht diese auch heute nicht. Drittens ist ein LLM nichtmals ein gutes Tool dafür. Ein algorythmischen Aufgaben ist unsere heutige KI nämlich schwach und unpräzise. Es gibt ganz herkömmliche Algorithmen, die 80 Punkte in 4 Gruppen optimieren können. Selbst wenn man vorher derbies sicher in der gleichen Gruppe haben will. Bei 80 punkten wäre hier sogar brute force besser als die KI und würde auf jeden Fall das beste Ergebniss in angemessener Zeit raushauen... Auch das Thema KI soll hier eine Innovation framen, die es gar nicht gibt.
C) der Osten bleibt zusammen. Das ist eine Falschaussage. Zum ersten wird der Charakter der Staffel schon ein anderer, wenn ein Drittel der Teams gar nicht aus dem Osten kommt. Zweitens ist dann auch schnell klar, dass der jetzige Osten gar keinen festen Aufsteiger bekommt. Man hat jetzt einen 2/3 Aufsteiger, und wenn man 2/3 der Staffel Bildet bleibt das auch genau so. Zum dritten, und das ist aus meiner Sicht total schwerwiegend: wer sagt denn, das die optimale Aufteilung der 80 Punkte in 4 Gruppen nicht zu einer Trennung der heutigen ist Clubs führt? Das hängt doch komplett vom der Platzierung der Punkte ab? Diese ganzen Szenarios wer dann wo mit wem in welcher Staffel landen wird, ist doch total spekulativ und abhängig von den Teilnehmern und kann sich von Jahr zu Jahr schnell ändern. Es könnste sogar sein, dass die Staffeln sich leicht drehen und es dann nicht Nord, süd, ost, west sondern Nordost, Nordwest, südost, südwest gibt oder irgendwas ganz wildes, was dann gar nichts mehr mit Himmelsrichtungen zu tun hat. Die Himmelsrichtungen sind nämlich bei näherer Betrachtung gar kein Kriterium bei der Einteilung und der Name Kompass Modell daher sogar irreführend. Alle diese Thesen wie eine Einteilung aussähe basieren ja auf annahmen, die teils sehr zweifelhaft sind und definitiv nicht über Jahre hinaus gucken. Wenn man sich für das Modell entscheidet sollte man weniger Schwerpunkt drauf setzen, was in der ersten Saison sein wird sondern wohin sich das entwickeln könnte...
Dazu passt:
D) die Teilnehmer kommen aus allem regionalligen in gleicher Anzahl und die Aufsteiger orientieren sich an die heutigen Oberligen.
Halte ich so in der Form für eine steile These des Autors, die niemals mehrheitsfähig sein wird. Wenn das Modell kommt werden ganz sicher die Teilnehmer gewichtet und die Aufsteiger zumindest mal neu verhandelt. Das wiederum führt die rumgeisternde Prognose über eine mögliche Staffeleinteilung ad absurdum. Zudem kommt die Entwicklung gemessen an den aufsteigern aus der Oberliga komplett zu kurz.
E) der Osten ist die zuschauerstärkste Liga: das ist ein absurdes Argument und sogar falsch. Erstens zeigt die Vergangenheit, dass das ziemlich stark wechselt. Guckt man sich an, welche regionalligen seit 2012 in Summe wie viele Zuschauer hatten, ist die Regionalliga nordost nicht außergewöhnlich zuschauerstark. Wir reden also von einer momentaufnahme, welche kein Kriterium für eine große Reform sein sollte. Zweitens sind immer die regionalligen zuschauerstark, deren Clubs an wenigsten erfolgreich im profifußball sind. Das Argument sagt also, dass man bevorteilt werden sollte, wenn man sportlich schlecht abschneidet. Halte ich für äußerst fragwürdig...
Ich könnte jetzt immer so weiter machen, aber ich glaube, mein Punkt wird klar. Die öffentliche Berichterstattung zu diesem Thema ist einfach durch einen einzigen jornalisten, der sich sehr stark dahinter geklemmt hat, in eine ziemliche Schieflage geraten. Nicht zuletzt hat er ja auch die Kommission vor sich her getrieben, als er von landesfürsten oder gefahren für den Osten schrieb und hat damit die ganze Stimmung rund um die Reform geprägt. Eigentlich ein Unding! Letztlich ist der Podcast jetzt auch nur ein weiterer Spiegel dessen.
Und bevor das jetzt falsch rüber kommt. Ich bin eigentlich für das Kompass Modell, wenn man es richtig und fair implementiert, weil es einen guten übergang von den Regionen (Oberligen) zum profitum (3. Liga) darstellt und viele gute und richtige Dinge mitbringt (sportlicher Wettbewerb der Regionen, überschaubare wege, einheitliche Standards, etc.). Ich bin nur gegen die Berichterstattung, weil ich finde, dass man schon sachlich gucken sollte, was das dann konkret für alle bedeuten würde. Aber wie bei so vielen Themen haben Sachlichkeit und Analyse im öffentlichen Diskurs mal wieder Platz gemacht für empörung und wut...
Hier ein paar Klassiker:
A) dass Kompass Modell sei eine neue und innovative Idee:
Ist falsch. Das gab's schon immer und gibt es auch aktuell. Im Osten wird die Oberliga auf diese Weise in 2 Staffeln geteilt. Vor Jahren gab es eine zweigeteilte dritte Liga nach dem gleichen Prinzip. Auch andere Sportarten machen sowas immer wieder. In den kreisligen Land auf Land ab ist dieses Konzept ebenso sehr verbreitet zur Staffeleinteilung. Dieser vorstoß als neu ist absolutes framing...
Passend dazu
B) die KI würde dann die Staffeln einteilen. Als jemand, der aus dem Bereich kommt kann ich sagen: wenn man das wirklich eine KI machen lässt, ist das Quark. Erstens ist das für das Kompass Modell völlig egal, wer oder was die Staffeln einteilt. Zweitens hat man dafür in der Vergangenheit keine KI gebraucht und braucht diese auch heute nicht. Drittens ist ein LLM nichtmals ein gutes Tool dafür. Ein algorythmischen Aufgaben ist unsere heutige KI nämlich schwach und unpräzise. Es gibt ganz herkömmliche Algorithmen, die 80 Punkte in 4 Gruppen optimieren können. Selbst wenn man vorher derbies sicher in der gleichen Gruppe haben will. Bei 80 punkten wäre hier sogar brute force besser als die KI und würde auf jeden Fall das beste Ergebniss in angemessener Zeit raushauen... Auch das Thema KI soll hier eine Innovation framen, die es gar nicht gibt.
C) der Osten bleibt zusammen. Das ist eine Falschaussage. Zum ersten wird der Charakter der Staffel schon ein anderer, wenn ein Drittel der Teams gar nicht aus dem Osten kommt. Zweitens ist dann auch schnell klar, dass der jetzige Osten gar keinen festen Aufsteiger bekommt. Man hat jetzt einen 2/3 Aufsteiger, und wenn man 2/3 der Staffel Bildet bleibt das auch genau so. Zum dritten, und das ist aus meiner Sicht total schwerwiegend: wer sagt denn, das die optimale Aufteilung der 80 Punkte in 4 Gruppen nicht zu einer Trennung der heutigen ist Clubs führt? Das hängt doch komplett vom der Platzierung der Punkte ab? Diese ganzen Szenarios wer dann wo mit wem in welcher Staffel landen wird, ist doch total spekulativ und abhängig von den Teilnehmern und kann sich von Jahr zu Jahr schnell ändern. Es könnste sogar sein, dass die Staffeln sich leicht drehen und es dann nicht Nord, süd, ost, west sondern Nordost, Nordwest, südost, südwest gibt oder irgendwas ganz wildes, was dann gar nichts mehr mit Himmelsrichtungen zu tun hat. Die Himmelsrichtungen sind nämlich bei näherer Betrachtung gar kein Kriterium bei der Einteilung und der Name Kompass Modell daher sogar irreführend. Alle diese Thesen wie eine Einteilung aussähe basieren ja auf annahmen, die teils sehr zweifelhaft sind und definitiv nicht über Jahre hinaus gucken. Wenn man sich für das Modell entscheidet sollte man weniger Schwerpunkt drauf setzen, was in der ersten Saison sein wird sondern wohin sich das entwickeln könnte...
Dazu passt:
D) die Teilnehmer kommen aus allem regionalligen in gleicher Anzahl und die Aufsteiger orientieren sich an die heutigen Oberligen.
Halte ich so in der Form für eine steile These des Autors, die niemals mehrheitsfähig sein wird. Wenn das Modell kommt werden ganz sicher die Teilnehmer gewichtet und die Aufsteiger zumindest mal neu verhandelt. Das wiederum führt die rumgeisternde Prognose über eine mögliche Staffeleinteilung ad absurdum. Zudem kommt die Entwicklung gemessen an den aufsteigern aus der Oberliga komplett zu kurz.
E) der Osten ist die zuschauerstärkste Liga: das ist ein absurdes Argument und sogar falsch. Erstens zeigt die Vergangenheit, dass das ziemlich stark wechselt. Guckt man sich an, welche regionalligen seit 2012 in Summe wie viele Zuschauer hatten, ist die Regionalliga nordost nicht außergewöhnlich zuschauerstark. Wir reden also von einer momentaufnahme, welche kein Kriterium für eine große Reform sein sollte. Zweitens sind immer die regionalligen zuschauerstark, deren Clubs an wenigsten erfolgreich im profifußball sind. Das Argument sagt also, dass man bevorteilt werden sollte, wenn man sportlich schlecht abschneidet. Halte ich für äußerst fragwürdig...
Ich könnte jetzt immer so weiter machen, aber ich glaube, mein Punkt wird klar. Die öffentliche Berichterstattung zu diesem Thema ist einfach durch einen einzigen jornalisten, der sich sehr stark dahinter geklemmt hat, in eine ziemliche Schieflage geraten. Nicht zuletzt hat er ja auch die Kommission vor sich her getrieben, als er von landesfürsten oder gefahren für den Osten schrieb und hat damit die ganze Stimmung rund um die Reform geprägt. Eigentlich ein Unding! Letztlich ist der Podcast jetzt auch nur ein weiterer Spiegel dessen.
Und bevor das jetzt falsch rüber kommt. Ich bin eigentlich für das Kompass Modell, wenn man es richtig und fair implementiert, weil es einen guten übergang von den Regionen (Oberligen) zum profitum (3. Liga) darstellt und viele gute und richtige Dinge mitbringt (sportlicher Wettbewerb der Regionen, überschaubare wege, einheitliche Standards, etc.). Ich bin nur gegen die Berichterstattung, weil ich finde, dass man schon sachlich gucken sollte, was das dann konkret für alle bedeuten würde. Aber wie bei so vielen Themen haben Sachlichkeit und Analyse im öffentlichen Diskurs mal wieder Platz gemacht für empörung und wut...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von D0Mspatz am 11.04.2026 um 08:26 Uhr bearbeitet
11.04.2026 - 17:01 Uhr
Zitat von D0Mspatz
Passend dazu
B) die KI würde dann die Staffeln einteilen. Als jemand, der aus dem Bereich kommt kann ich sagen: wenn man das wirklich eine KI machen lässt, ist das Quark. Erstens ist das für das Kompass Modell völlig egal, wer oder was die Staffeln einteilt. Zweitens hat man dafür in der Vergangenheit keine KI gebraucht und braucht diese auch heute nicht. Drittens ist ein LLM nichtmals ein gutes Tool dafür. Ein algorythmischen Aufgaben ist unsere heutige KI nämlich schwach und unpräzise. Es gibt ganz herkömmliche Algorithmen, die 80 Punkte in 4 Gruppen optimieren können. Selbst wenn man vorher derbies sicher in der gleichen Gruppe haben will. Bei 80 punkten wäre hier sogar brute force besser als die KI und würde auf jeden Fall das beste Ergebniss in angemessener Zeit raushauen... Auch das Thema KI soll hier eine Innovation framen, die es gar nicht gibt.
Passend dazu
B) die KI würde dann die Staffeln einteilen. Als jemand, der aus dem Bereich kommt kann ich sagen: wenn man das wirklich eine KI machen lässt, ist das Quark. Erstens ist das für das Kompass Modell völlig egal, wer oder was die Staffeln einteilt. Zweitens hat man dafür in der Vergangenheit keine KI gebraucht und braucht diese auch heute nicht. Drittens ist ein LLM nichtmals ein gutes Tool dafür. Ein algorythmischen Aufgaben ist unsere heutige KI nämlich schwach und unpräzise. Es gibt ganz herkömmliche Algorithmen, die 80 Punkte in 4 Gruppen optimieren können. Selbst wenn man vorher derbies sicher in der gleichen Gruppe haben will. Bei 80 punkten wäre hier sogar brute force besser als die KI und würde auf jeden Fall das beste Ergebniss in angemessener Zeit raushauen... Auch das Thema KI soll hier eine Innovation framen, die es gar nicht gibt.
Ist halt der aktuelle Zeitgeist, jeden stinknormalen, teilweise seit Jahrzehnten Verwendung findenden Algorithmus als "KI" zu bezeichnen / zu vermarkten. Ich vermute, der von dir angesprochene Journalist weiß es einfach selbst nicht besser. I weiß gar nicht, ob man das in dem Fall wirklich als Innovations-Framing bezeichnen kann. Framing ist wahrscheinlich am ehesten noch die Implikation, "das wird dann nicht mehr von voreingenommenen Menschen entschieden", was natürlich auch Quatsch ist, weil es nicht *die* eine objektiv optimale Staffeleinteilung gibt, sondern irgendwelche a priori gesetzten Rahmenbedingungen immer notwendig sein werden.
11.04.2026 - 20:29 Uhr
Zitat von Zeyes
"Man kann" - dann sag doch, wie. Was willst du optimiert wissen: Minimale Gesamtreisestrecke über alle 80 Teams? Möglichst geringe Unterschiede zwischen den vier Staffeln? Möglichst geringe Unterschiede zwischen den 20 Teams einer Staffel? Möglichst geringe Unterschiede zwischen allen 80 Teams? Grad der geographischen "Kompaktheit" der vier Regionen? Etc. etc.
Anfangen hat dieser Diskussionsstrang mit folgender Frage von dir an Major-T-O-M:
Du musst doch *irgendeine* konzeptionelle Vorstellung beim Formulieren dieser Frage gehabt haben, mit welchem Ziel du ein "sowohl als auch" verlangst. Oder doch nicht?
Zitat von Daniel1907
Man kann für eine Entscheidung auch mehrere Faktoren nutzen. So funktioniert ja zum Beispiel auch die Bererchnung der xGoals in Profiligen.
Natürlich muss man da eine Gewichtung vornehmen, damit die KI sich nicht verselbstständigt, aber das sind dann Detailfragen
Man kann für eine Entscheidung auch mehrere Faktoren nutzen. So funktioniert ja zum Beispiel auch die Bererchnung der xGoals in Profiligen.
Natürlich muss man da eine Gewichtung vornehmen, damit die KI sich nicht verselbstständigt, aber das sind dann Detailfragen
"Man kann" - dann sag doch, wie. Was willst du optimiert wissen: Minimale Gesamtreisestrecke über alle 80 Teams? Möglichst geringe Unterschiede zwischen den vier Staffeln? Möglichst geringe Unterschiede zwischen den 20 Teams einer Staffel? Möglichst geringe Unterschiede zwischen allen 80 Teams? Grad der geographischen "Kompaktheit" der vier Regionen? Etc. etc.
Anfangen hat dieser Diskussionsstrang mit folgender Frage von dir an Major-T-O-M:
Zitat von Daniel1907
Und wenn man im Kompassmodell sowohl Distanzen als auch Mannschaftszahlen berücksichtigt?
Und wenn man im Kompassmodell sowohl Distanzen als auch Mannschaftszahlen berücksichtigt?
Du musst doch *irgendeine* konzeptionelle Vorstellung beim Formulieren dieser Frage gehabt haben, mit welchem Ziel du ein "sowohl als auch" verlangst. Oder doch nicht?
Vielleicht verstehest du es anhand eines fiktiven Beispiels besser, dafür wird es jetzt aber komplex (wer das nicht versteht, liest bitte wenigstens den letzten Absatz):
In Liga A ist die Lage noch einfach. Die Reise-Distanz für Auswärtsfahrten liegt in einer Saison insgesamt 40 % über dem nationalen Durchschnitt und auch die Mannschaftszahlen in der Region sind zu dem Zeitpunkt 10 % über dem Durchschnitt.
Im Ergebnis muss diese Liga verkleinert werden, weil beide Faktoren dafür sprechen. Damit wird der Vorteil gegenüber anderen Ligen ausgeglichen.
In Liga B ist die Reisezeit für Auswärtsfahrten zwar insgesamt 10 % höher als im nationalen Durchschnitt, aber die Mannschaftszahlen in der Region liegen 40 % unter dem Durchschnitt. Einfach gesagt: Die Regio-Vereine müssen ein bisschen weiter reisen, aber unterhalb der Regionalliga gibt es nur sehr wenige Vereine auf dem Gebiet.
Hier fällt die Vereinsdichte also stark ins Gewicht, sodass die Liga vergrößert werden muss, um mehr Vereine abzudecken. Das geht auf Kosten der Reisedistanz, diesen Tod muss man dann sterben.
In Liga C sieht es anders aus: Hier ist die Gesamtdistanz für Auswärtsfahrten 40 % höher als im nationalen Durchschnitt und die Mannschaftszahlen liegen 10 % über dem Durchschnitt. Sprich: Die Vereine müssen sehr weit fahren, die Region hat dafür ein paar mehr Vereine als der Rest der Nation.
Ergebnis: Die Liga muss sich trotz der etwas höheren Mannschaftsdichte verkleinern, damit die Regionalligisten nicht so enorm hohe Reisekosten haben.
Fazit: Man kann mehrere Faktoren berücksichtigen und kommt am Ende zu einer Aufteilung, die die größten Nachteile der Ligen ausgleicht. Dieses Modell kann man immer weiterspinnen und zusätzliche Faktoren in den Topf werfen, wenn diese ihre Daseinsberechtigung haben.
Das ganze System ist vielleicht schwer zu vermitteln, aber vielleicht muss das auch gar nicht jeder im Detail verstehen. Diese Sorge hatte ich nämlich bei Einführung der xGoals auch, heute sind sie aber ein gängiges Mittel, um die Performance von Teams zu vergleichen.
Das ganze System funktioniert aber nur, wenn wir in ganz Deutschland ein flexibles Modell haben und nicht einzelne Verbände weiter auf ihren starren Grenzen ruhen.
Der Kompass gibt die Richtung vor!
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