Nächster hochrangiger FIFA-Direktor macht Infantino Vorwürfe: Mitarbeiter hintergangen
Ein weiterer hochrangiger FIFA-Mitarbeiter hat wegen der Investorenpläne schwere Vorwürfe gegen Präsident Gianni Infantino erhoben. Betriebsdirektor Kevin Lamour beschuldigte Infantino, die Mitarbeiter hintergangen zu haben. Sie hätten Besseres verdient als Missachtung und Einschüchterung, hieß es in einem Schreiben, das der Nachrichtenagentur „AP“ vorliegt.
Zuvor war Carlos Cordeiro, ein hochrangiger Berater Infantinos, aus Protest gegen das Vorhaben zurückgetreten. Er hatte dies ebenfalls mit scharfer Kritik verbunden. Auch er betonte, an den Plänen nicht beteiligt gewesen zu sein.
„Es ist das Projekt einer Person“, schrieb Lamour und forderte indirekt Konsequenzen. „Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen. Aber die Zeit ist nun gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen.“ Lamour erklärte zwar nicht den Rücktritt von seinem Amt, das er seit dem 1. November 2024 ausübt, und begründete dies mit der Verpflichtung gegenüber seinen Kollegen. Der Franzose, der auch Schweizer Staatsbürger ist, stellte aber klar: „Falls das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann ist es so. Ich werde diese Entscheidung verstehen und respektieren. Zumindest werde ich nachts ruhig schlafen.“
Mehrheit für Infantinos Pläne inzwischen fraglich
Seit dem Bekanntwerden der FIFA-Pläne hat sich massiver Widerstand dagegen formiert. Die Europäische Fußball-Union mit ihren 55 Mitgliedsverbänden kündigte einen Boykott bei FIFA-Wettbewerben an. Außerdem solidarisierten sich der asiatische Fußballverband AFC und der für Nord- und Mittelamerika und die Karibik zuständige CONCACAF mit der UEFA.
Nach Angaben der FIFA sollen private Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FFE erwerben können, dessen Wert zunächst auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgelegt ist. Im FFE werden die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Klub-WM gebündelt. Die FIFA würde Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens bleiben und hätte nach eigenen Angaben auch weiter die Kontrolle über den Spielkalender und alle Fragen des Regelwerks.
Berichte: FIFA treibt erneute WM-Aufstockung voran
Die FIFA treibt unterdessen offenbar die mögliche Ausweitung der Weltmeisterschaft auf 64 Mannschaften weiter voran. Wie unter anderem der „Guardian“, „ESPN“ und „Sky News“ mit Verweis auf ihnen vorliegende Dokumente des Weltverbandes berichten, will die FIFA die Auswirkungen einer möglichen Aufstockung untersuchen lassen.
Laut der Berichte soll bis zum 14. August ein unabhängiges Unternehmen dafür ausgewählt werden. Dieses Unternehmen habe dann vier Wochen Zeit, um die vorgeschlagene Erweiterung zu analysieren. Während der WM in den USA, Kanada und Mexiko, die erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen wurde, hatte Infantino die Diskussion um eine weitere Vergrößerung des Teilnehmerfeldes entfacht. Es sei ein Thema, über das man „auf jeden Fall“ nach der WM nachdenken solle, sagte der 56-Jährige. Die ganze Welt müsse von der WM träumen dürfen und „nicht nur Europa und Südamerika“.
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Letzte Beiträge Newsforum
Da bereits mehrere Medien darüber berichten, scheint wohl diese Farce beendet zu sein. Natürlich keine Einsicht von Herrn Infantino, stattdessen will er keine Spaltung. Darüber hätte er sich vorher Gedanken machen müssen.
Ob da ein Mr Trump vllt seinem "Telefonjoker"
etwas ins Ohr gesetzt hatte?Keine willentliche Entscheidung Infantinos. Vielmehr ist die WM ohne Europa für die Investoren nicht mehr lukrativ genug und der Deal platzt.
Ob da ein Mr Trump vllt seinem "Telefonjoker"
etwas ins Ohr gesetzt hatte?
- Geb./Alter:
- 23.03.1970 (56)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- FIFA-Council
- Aktuelle Funktion:
- Präsident
- Vertrag bis:
- 31.03.2027
- Im Amt seit:
- 26.02.2016










