Offiziell 18.08.2026 - 06:44 | Quelle: dpa | Lesedauer: unter 2 Min.
FIFA-Council
Gianni Infantino
Gegner der Investorenpläne 

Nach Kritik an Infantino: FIFA trennt sich von Direktor Lamour – Nahm Jobverlust in Kauf

Nach Kritik an Infantino: Direktor Lamour muss FIFA verlassen
©IMAGO

Nach der Kritik an den Investorenplänen von FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich der Weltfußballverband von Betriebsdirektor Kevin Lamour getrennt. „Die FIFA bestätigt, dass die Arbeitsbeziehung zwischen der FIFA und Kevin Lamour in seiner Funktion als Chief Operating Officer der FIFA am 17. August 2026 beendet wurde“, teilte ein Sprecher auf Anfrage der „Deutschen Presse-Agentur“ mit.


Mitarbeiter
Gianni Infantino
G. Infantino Alter: 56
FIFA-Council
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Der Verband dankte Lamour für seine zweijährige Tätigkeit. Zu den Gründen für das Ende der Zusammenarbeit nannte der FIFA-Sprecher keine Details. Lamour war seit November 2024 als Betriebsdirektor der FIFA und zuvor seit 2007 bei der Europäischen Fußball-Union UEFA tätig.



Lamour hatte Ende Juli nach Bekanntwerden der Investorenpläne der FIFA schwere Vorwürfe gegen Infantino erhoben. Infantino habe die Mitarbeiter hintergangen. Sie hätten Besseres verdient als Missachtung und Einschüchterung, hatte es in einem Schreiben Lamours geheißen, das der US-Nachrichtenagentur „Associated Press“ vorlag. Die Pläne sahen vor, dass der Weltfußballverband Anteile an der WM privaten Investoren zugänglich macht. Nach Kritik von mehreren kontinentalen Verbänden wie der UEFA nahm die FIFA Abstand von den milliardenschweren Plänen.



Lamour nahm Jobverlust mit FIFA-Kritik in Kauf


Lamour forderte sogar indirekt Konsequenzen. „Nicht nur darf dieses Projekt nicht weitergehen. Aber die Zeit ist nun gekommen, dass sich die politischen Entscheidungsträger im Fußball die richtigen Fragen stellen und die richtigen Entscheidungen treffen“, hatte er erklärt. Der französisch-schweizerische Staatsangehörige sagte außerdem, er sei bereit, wegen seiner öffentlichen Äußerungen seinen Job zu verlieren. „Wenn das bedeutet, dass ich meinen Job verliere, dann sei es so“, hieß es weiter in seiner Erklärung.



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Letzte Beiträge Newsforum

Loddo Hamburger SV Loddo 18.08.2026 - 18:34
Zitat von Chris_15
DIe FIFA reinigt sich selber - aber eben wieder bloß von Kritikern. Ersetzt werden sie dann sicherlich durch Gefolgsleute, die spuren, wenn der Clown was sagt.

Woher hat der Clown diese Mechanismen bloß? Ach ja - Russland, Katar, USA... er kennt sich ja mittlerweile aus, wie man demokratische Prozesse aushöhlt und eine Organisation zu einer Autokratie umbaut.

Alle Menschen, die für diese Organisation arbeiten, sollten sich schämen, wenn sie ihren Mund weiterhin halten. Der Kipppunkt ist mittlerweile erreicht, dass sie laufende Entwicklung des Fußballs die negativen Punkte bei Weitem nicht mehr aufwiegt.


Das Problem sind weniger die Leite die dort arbeiten, als die Masse die ja scheinbar bereitwillig weiter ihr Geld in das System Fußball pumpt. Das hat eine entsprechende Signal Wirkung.

Wir reden in paar Jahren drüber wenn der blaue Dämon dieses Land komplett korrumpiert hat. Dann wird es auch wieder mal heißen: Ach hätten wir bloß alles getan …
kastenmaier83 Preston North End kastenmaier83 18.08.2026 - 16:41
Zitat von Neomorph
Zitat von taphor

Zitat von GelsenHandy

Klingt als wäre Lamour der beste Kandidat für die FIFA-Präsidentschaft, den wir haben.


Das Problem ist, dass Lamour ein Europäer ist und daher keinen Rückhalt bei anderen Fußballverbänden genießt. Nicht ohne Grund traut man der UEFA auch nicht so richtig. Daher ist wohl der aktuelle concacaf Präsident Victor Montagliani (Kanadier) der aussichtsreichste Kandidat.

Problematisch an der Wahl ist eben, dass jeder Verband das gleiche Stimmrecht hat. So hat der DFB genauso eine Stimme wie San Marino oder die Cap Verde. Das ist zwar auf der einen Seite ein demokratischer Gedanke macht das System aber unglaublich anfällig für den Stimmenkauf, was ja auch schon immer so passiert ist. Schon vor Infantino wurde das System etabliert, dass es "Zuschüsse" für die Verbände an eine "Ja" Stimme gekoppelt waren. Und natürlich sind solche Beträge für kleinere Verbände sehr viel mehr wert und ggfs. überlebenswichtig als für den DFB.

Letztendlich wird es eine sehr knappe Wahl im Frühjahr. Infantino hat die Südamerikaner, Asiaten und Afrikaner größtenteils hinter sich was eine ausreichende Mehrheit ist. Lediglich die Nord- und Mittelamerikaner und Europäer haben sich klar gegen Infantino ausgesprochen. Oceaninien ist auch eher Infantino zugetan. Man bräuchte daher auf jeden Fall "Abweichler" vor allem aus Asien. Dafür ist es aber natürlich wichtig, dass es nur einen gemeinsamen Gegenkandidaten geben wird...



Genau da liegt eben auch das Problem denn ich finde es wenig Demokratisch wenn ein Verband auf irgendeiner Insel die nicht mal eine Liga haben das selbe Stimmrecht wie der Mitgliederstärkste Sportverband der Welt hat. Sicher ist es wichtig die Belange der kleinen nicht außer Acht zu lassen, es ist auch nicht in Ordnung wenn die Großen Verbände die Möglichkeit haben die WM unter sich hin und her zu schieben, aber es kann doch nicht sein das ein paar Inseln die soviel Fußballer hat wie der Teutoburger Wald mehr Stimmen hat als der DFB ................ und ja genau das öffnet der Korruption die Tür

Hier sitz irgend so ein Heino auf einer Insel als Präsi von einem Verband ohne Liga oder sogar Fußballplatz und kassiert richtig Kohle wenn er Infantino recht tief in den Allerwertesten kriecht

Das hat mit Demokratie nix zu tun und schadet dem Fußball insgesamt


Jedes Abstimmungssystem hat Schwächen. Geht man von dem Stimmrecht nach Verbandsmitgliedern aus, dann sind evtl. bald nächste Woche alle Chinesen und Nordkoreaner Mitglied im lokalen Fussballverband... Vielleicht wäre ein Stimmrecht von min. 1 bis max. 5 Stimmen nicht verkehrt, das sich auf mehrere Faktoren gründet.
TiSch FC Liverpool TiSch 18.08.2026 - 14:20
Zitat von taphor

Zitat von GelsenHandy

Problematisch an der Wahl ist eben, dass jeder Verband das gleiche Stimmrecht hat. So hat der DFB genauso eine Stimme wie San Marino oder die Cap Verde. Das ist zwar auf der einen Seite ein demokratischer Gedanke macht das System aber unglaublich anfällig für den Stimmenkauf, was ja auch schon immer so passiert ist. .

Demokratisch ist das nur auf dem Papier. Es ist ein zutiefst korruptes System, was auch noch von Steuergeldern finanziert wird, dank der angeblichen "Gemeinnützigkeit". Die FIFA kann sich ihre Milliarden steuerfrei in die Taschen stecken. Was ist daran eigentlich demokratisch wie immer behauptet?
Würde man bei der nächsten Bundestagswahl das FIFA-Prinzip anwenden, müsste eine Stimme aus Bremen etwa 26-mal so viel zählen wie eine Stimme aus Nordrhein-Westfalen, damit beide Bundesländer trotz der unterschiedlichen Einwohnerzahlen das exakt gleiche Stimmgewicht im Parlament hätten. Bei der FIFA ist es noch extremer: Deutschland hat 19000 mal so viele EInwohner wie Montserrat, aber es zählt genauso. Das ist fast so als wenn ein Dorf Hintertupfingen entscheidet wer der nächste Kanzler wird und nicht der Rest Deutschlands. Und jetzt fragen wir uns mal wen man eher besticht, den Hintertupfinger oder alle anderen Menschen in Deutschland. Genauso funktioniert das System FIFA.
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