11.08.2026 - 06:15 | Quelle: dpa | Lesedauer: unter 2 Min.
FIFA-Council
Gianni Infantino
Ablösung wäre „schrecklicher Fehler“ 

Trump stützt Infantino: Ohne den FIFA-Boss „nie wieder solch eine profitable WM“

FIFA: US-Präsident Donald Trump stützt Gianni Infantino
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Der stark in der Kritik stehende FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält trotz seinem umstrittenen Investorenplans Rückendeckung aus dem Weißen Haus. US-Präsident Donald Trump schrieb in einer kurzen Stellungnahme auf seiner Plattform Truth Social, der Fußball-Weltverband würde einen schrecklichen Fehler begehen, wenn er aus irgendeinem Grund auch nur erwägen sollte, Infantino abzulösen.


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Gianni Infantino
G. Infantino Alter: 56
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Trump schwärmte in höchsten Tönen von dem Mann, der ihm 2025 den FIFA-Friedenspreis verliehen hatte: „Er ist fantastisch und hat gerade die erfolgreichste Weltmeisterschaft aller Zeiten geleitet“, schrieb er weiter. Wenn Infantino nicht mehr da wäre, würde es „nie wieder solch eine erfolgreiche oder profitable WM geben“. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, Infantino habe wegen seines gescheiterten Investorenplans Unterstützung im Weißen Haus gesucht.


Die FIFA wies Berichte über Anrufe bei Trump oder anderen Regierungsmitgliedern jedoch als „frei erfunden“ zurück. Auch Trump selbst sagte, er habe mit Infantino darüber nicht gesprochen.



Der FIFA-Boss steht wegen seiner bisherigen Amtsführung und umstrittenen Zukunftsplänen in der Kritik - es gibt einige Rücktrittsforderungen. Infantino wollte Rechte an den Turnieren des Weltverbandes an private Investoren verkaufen und damit Milliarden erlösen. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.


Angesichts der riesigen Empörung musste Infantino sein Vorhaben wieder begraben. Der offen entbrannte Machtkampf im Fußball hat alle Kontinentalverbände erfasst. Am Montag wandten sich die Dachverbände Europas (UEFA), Asiens (AFC), Nord- und Mittelamerikas sowie der Karibik (Concacaf) in einem offenen Brief gemeinsam an die Öffentlichkeit. Sie bekräftigten ihre Kritik an Infantino, warfen ihm Täuschung vor und fordern weiter einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes.



Infantino hat Trump in der Vergangenheit mehrmals als „großartigen Freund“ bezeichnet. Unter seiner Ägide vergab die FIFA die WM-Endrunde 2026 an die USA, Kanada und Mexiko. Infantino und Trump traten mehrfach gemeinsam auf, unter anderem bei der Siegerehrung nach dem Finale der WM 2026. Anfang 2025 war der Schweizer auch dabei gewesen, als der ehemalige Geschäftsmann Trump zum zweiten Mal ins Amt des US-Präsidenten eingeführt wurde.


Infantino verlieh Trump Ende 2025 außerdem einen neu erfundenen FIFA-Friedenspreis, den irritierte Kritiker sofort als maßgeschneiderte Gefälligkeit für den US-Präsidenten einstuften. Einem unbestätigten Bericht der „New York Post“ zufolge wollte sich Trump revanchieren, indem er Infantino angeblich für das Amt des künftigen UN-Generalsekretärs ins Rennen schicken wollte.


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phelps Borussia Dortmund phelps 12.08.2026 - 00:10
Zitat von Dimson90
Wenn man nur das Geld in Betracht zieht dann ja.
Ansonsten gab es erfolgreichere/bessere.
Das fängt schon mit 1994 an.
Auch in den USA aber mit höheren Zuschauerschnitt (auch durch die meist Football Stadien,aber eben trotzdem ein höherer Schnitt)
2006 war organisierter.
2022 hatte auf jeden Fall das bessere Finale und war auch so eine gute WM.
1970 war Legendär und 1982 unfassbar packend.
Aber klar.. Trump muss jetzt seinem Brudi schützend die Hand vorhalten,damit die bösen Mächte ihn nicht komplett fressen.
Was für ne Clownshow.


Der sportliche Aspekt einer WM hat für einen Donald Trump doch keinerlei Bedeutung.
Er will sich mit diesen positiven Worten für diese finanziell sehr erfolgreiche WM auch selbst loben.
Scani86 Scani86 11.08.2026 - 15:59
Zitat von Charrua
@CrushBMG & @Werder-Fossil

Also laut euch beiden können Verbände etc machen was sie wollen die Spieler haben zu spuren? Ich glaube tatsächlich, dass ihr da beide den ideellen Wert einer Weltmeisterschaft für "die Spieler" unterschätzt.

Und faktisch ist der Profifussball ohne die Spieler nichts Wert. Schaut euch doch mal das finanziell von vielen Seiten verteufelte Barcelona an - zack ist da ein neuer Superstar an Land gezogen laufen auch hierzulande viele Kids mit Yamal-Trikots durch die Gegend. Es reicht ein Spieler in diesen Sphären und schon bricht die schöne Verbandeinigkeit von WM-Boykott in sich zusammen

Und dessen sind sich sicherlich auch die Kontinentalverbände durchaus bewusst.
Wieso macht Ceferin für seine CL pseudowitzige Videos mit Zlatan? Die Nähe zu den Spielern bzw. Ex-Spielern ist auch den Nicht-Infantinos sehr wichtig und daher werden die Verbände je näher 2030 rückt, sich weit genug von irgendwelchen Boykott-Aufrufen etc. distanzieren.

Denn so wie die UEFA gegen die Superleague geschlagen hat, bin ich mir ziemlich sicher wird die Spielergewerkschaft sollte es weiter eskalieren irgendwann von sich aus Druck ausüben. Und man kann gar nicht so schnell schauen, stehen dann die vermeintlich weißen Ritter von der UEFA in ähnlich schlechtem Licht wie die Macht die sie bekämpfen wollen.


Wenn die Spieler sich zwischen UEFA-Veranstaltungen und FIFA-Veranstaltungen entscheiden müssen, werden sie die Seite wählen bei denen sie am meisten verdienen und das ist ganz sicher nicht die Seite der FIFA.

Die Spieler werden zweifelsfrei Druck auf die UEFA ausüben, aber wenn es hart auf hart kommt, wird auch keine Südamerikanischen oder Afrikanischer Spieler seinen gut dotierten Vertrag bei einem Europäischen Topverein aufs Spiel setzen um bei einer FIFA WM ohne Europäische Nationalmannschaften mitzuspielen. Oder glaubst du das eine Afrikanischer oder Südamerikanischer Spieler zu einem WM-Qualifikationsspiel fliegt, wenn sein Verein ihn dann nicht mehr bezahlt?

Die abhängigkeit der FIFA von den Kontinentalverbänden ist viel größer als umgekehrt.
Gandalf446 1.FC Kaiserslautern Gandalf446 11.08.2026 - 14:36
Zitat von Smokesletsgo

Zitat von Gandalf446

Zitat von Smokesletsgo

Zitat von Gandalf446

Zitat von Kju91

Zitat von Gandalf446

Zitat von Prinz96

Zitat von Gandalf446

Zitat von Prinz96

Zitat von Jarnautovic

Also wenn gerade Don Donny sagt, dass es ein Fehler wäre, dann muss man Infantino ja spätestens jetzt gnadenlos absägen grins


Jep, da sollte es keine zwei Meinungen mehr geben.
Vor allem seit wann ist es bei einer WM entscheidend das sie profitabel war?
Erfolgreich empfand ich das Ganze nicht, da kam selbst bei der WM in Katar bei mir mehr Stimmung auf.
Die Hydration Break egal ob nötig von der Temperstur oder nicht und die lächerliche Halbzeitshow sind jetzt nur die Punkte die mich am Spiel gestört haben.
Die ganzen Sachen drumherum anzuprangern würde jetzt zu lange dauern


Die gesamte (westliche?) Welt entwickelt sich seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten in genau die Richtung, dass Profit die einzig interessante Metrik ist, um Erfolg zu messen. Es ist nur konsequent, die WM nach genau dem Maßstab zu bewerten. FIFA intern wird das, denke ich, genaus so auch geschehen.


Ja und das kritisiere ich auch in anderen Bereichen, wie zb Gesundheitswesen, es gibt aus meiner Sicht einfach Bereichewo nicht Profit als Maßstabgenommen werden sollte.
Ich kann mich damit auch abfinden das der Vereinsfussball so ist wie es nun ist, aber eine WM, Olympia oder vergleichbare Events sollten für die breite Masse der Menschen sein und kein Luxusgut werden.
Wenn die Pläne mit den Investoren durchgesetzt werden, würde nicht nur der Stadionbesuch für 90% der Menschen nicht mehr erschwinglich sein, sondern es wird darauf hinauslaufen das man es nichtmal mehr im TV wirklich verfolgen kann und auch Public Viewing irgendwann nicht mehr kostenfrei angeboten werden kann.
Dies kann man akzeptieren und gut heißen, ich befürworte aber dagegen sich zu wehren.


Da gebe ich dir uneingeschränkt Recht!
Ich sehe allerdings leider nicht, dass es relevante Gegenströmungen zu den Entwicklungen gibt. Ganz im Gegenteil. Aus mir unbegreiflichen Gründen finden das sehr viele ganz super, obwohl sie ganz weit davon entfernt sind zu den Leuten zu gehören, die davon profitieren könnten - ganz im Gegenteil


Die Eskalation von Seiten der UEFA ist für dich keine relevante Gegenströmung?
Es gibt eben Widerstand. Es gibt die Satzung der FIFA. Die FIFA hat immer noch den Auftrag, den Fußball weltweit zu fördern und seine Integrität zu schützen. Daran ändert auch nichts, dass sie seit Jahrzehnten wie ein geldgeiler Großkonzern agiert. Und auch der Verrückte aus dem weißen Haus wird daran nichts ändern. Er hatte eh noch einen Gut bei seinem Kumpel wegen des Friendenspreises und Balogun. Infantino steht unter Druck. Und das gibt sowas wie Hoffnung, dass es eben nicht immer NUR um Geld geht. Es gibt diese Grenzen. Es gibt noch irgendwo das Gute in einigen Menschen. Man muss es nur sehen wollen.


Mein Kommentar war eher auf die Gesamtgesellschaft bezogen. Aber nein, noch ist die Eskalation der UEFA für mich keine relevante Gegenströmung. Noch ist es nur eine Ankündigung. Wenn sie es tatsächlich durchziehen, wird sich meine Meinung dazu ändern


Wie sähe denn für dich eine "Gesamtgesellschaftliche" Gegenströmung aus?

Und dass die Uefa jetzt offen von Vertrauensbruch und Täuschung spricht und Infantinos Rücktritt fordert ist definitiv eine Eskalation und nicht ganz irrelevant. Zumal andere Verbände mitziehen.

Ich frag mich eher wo du siehst, dass "sehr viele ganz super" finden?!


Eine Gesammtgesellschaftliche Gegenströmung würde sich für mich in einer Trendwende zum Beispiel beim Wahlverhalten zeigen. In der westlichen Welt werden gerade mehr und mehr Parteien und Personen gewählt, die außer Wirtschaftswachstum, also mehr Profit, nicht viel Interessiert. Trump ist da einer davon. Da sehe ich es auch, dass das offensichtlich viele ganz super finden, da solche Leute ja immernoch gewählt werden. Aber mal die Midterms in den USA abwarten.

Bei der UEFA bin ich gespant, ob aus dem bisherigen Reden, auch tatsächlich Taten folgen. Groß zu reden ist relativ billig und relativ leicht. Wie gesagt, wenn auf die Reden von Seiten der UEFA auch Taten folgen - wie zum Beispiel einen eigenen Kandidaten für die FIFA-Präsidentschaft aufzubauen - werde ich meine Meinung dazu auch anpassen


Sorry aber was hat das damit zu tun? grins
Gerade Trump wurde aus Protest gegen das Establishment gewählt. Wäre für mich kein Indiz dafür, dass Infantino "sehr viel ganz super" finden grins


Ich glaube, wir reden gerade aneinander vorbei. In meinem ursprünglichen Post habe ich darauf Bezug genommen, dass es überall nur noch ums Geld geht, dass Profit die einzige Metrik ist, um Erfolg zu messen. Genauso agieren und denken sowohl Infantino, als auch Trump. Und die Tendenzen sehe ich auch in der "allgemeinen" Bevölkerung
Gianni Infantino
FIFA-Council
Gianni Infantino
Geb./Alter:
23.03.1970 (56)
Nat.:  Schweiz Italien
Akt. Verein:
FIFA-Council
Aktuelle Funktion:
Präsident
Vertrag bis:
31.03.2027
Im Amt seit:
26.02.2016
FIFA-Council
Gesamtmarktwert:
-
Kadergröße:
0
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