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Kevin Behrens [17]

31.01.2024 - 20:14 Uhr
Kevin Behrens [17] |#61
10.10.2024 - 20:41 Uhr
Zitat von marush

Das Positive daran ist. Es ist zumindest ehrlich.
Er hätte es einfach unterschreiben können und es für sich halten können was er davon hält. Dann hätte er sich Ärger erspart.

Vielleicht hat Behrens nichts gegen homosexuelle Menschen. Vielleicht ist er auch einfach etwas dumm. Intern wird nun Mal anders geredet. Vielleicht haben die vorher miteinander geredet und gesagt so etwas unterschreiben wir nicht. Als Behrens dann unterschreiben sollte hat er gesagt " So eine Schwule Scheisse unterschreibe ich nicht" und die anderen haben so getan als ob sie davon nichts wüssten. " Kevin so etwas kannst du doch nicht sagen. Wir distanzieren uns davon".


Sorry, man kann das Verhalten und vor allem auch die verbale Äußerungen doch nicht damit abtun mit der Bemerkung: "er ist zumindest ehrlich.". Ja, scheinbar ist das seine ehrliche Meinung, schlimm genug. Aber das gibt ihm noch lange nicht das Recht, andere zu beleidigen.

Seine 'Entschuldigung" nimmt ihm doch keiner ab. So einen Spruch macht man doch nicht einfach so, wenn man nicht eine homophobe Einstellung hat.

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⚽ Rassismus hat viele Gesichter - und alle sind hässlich ⚽
¯\_(ツ)_/¯

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eckpunkt am 10.10.2024 um 20:42 Uhr bearbeitet
Kevin Behrens [17] |#62
11.10.2024 - 00:00 Uhr
Zitat von pejaroo

Mir ist es vollkommen egal, wie seine Haltung gegenüber allem möglichen ist (solange er nicht ausländerfeindlich ist)


grins Das hat ja gut funktioniert "politischen Scheiß" nicht in den Sport rein zu mischen.


Zum Thema: Wie man sich da als Spieler entschuldigen kann nach dem Motto "War nicht so gemeint", ist mir ein Rätsel. Die Aussage muss nicht zwangsläufig eine klare ideologische Haltung im Sinne einer gewünschten Verfolgung von Homosexuellen implizieren, aber die Aussage impliziert mindestens die gesellschaftlich nach wie vor verbreitete "Igitt, Homosexualität, widerlich, geh mir weg damit"-Haltung. In den Milieus, aus denen viele Fußballer stammen, sieht es wahrscheinlich noch weitaus schlimmer aus.
Kevin Behrens [17] |#63
11.10.2024 - 02:07 Uhr
Zitat von pejaroo
So ist das halt, wenn man den politischen Scheiß in den Sport rein mischt... Widerliche Zeit aktuell... Vielleicht sollte man sich einfach nur aufs Fußballspielen konzentrieren und aufhören anderen Leuten ihre Meinung aufzuzwingen.

Mir ist es vollkommen egal, wie seine Haltung gegenüber allem möglichen ist (solange er nicht ausländerfeindlich ist), wenn er wenigstens seine Leistungen bringen würde.


Toleranz gegenüber Homosexuellen und Transsexuellen Menschen ist kein "politischer Scheiß" sondern ein Menschenrecht.
Kevin Behrens [17] |#64
11.10.2024 - 06:54 Uhr
Zitat von pejaroo

So ist das halt, wenn man den politischen Scheiß in den Sport rein mischt... Widerliche Zeit aktuell... Vielleicht sollte man sich einfach nur aufs Fußballspielen konzentrieren und aufhören anderen Leuten ihre Meinung aufzuzwingen.

Mir ist es vollkommen egal, wie seine Haltung gegenüber allem möglichen ist (solange er nicht ausländerfeindlich ist), wenn er wenigstens seine Leistungen bringen würde.


Es macht doch keinen Unterschied, welche Gruppe von Menschen er anfeindet. Die sexuelle Orientierung ist Grundbaustein deiner eigenen Selbstwahrnehmung und Identität, nicht "politisch" - Wenn ich anfange, Menschen diese abzusprechen, vielleicht noch zu unterstellen, dass es dabei viel weniger als um sie denn um eine irgendwie geartete "Agenda" geht, dann ist man deutlich (!) eher beim von dir angesprochenen "Aufzwingen" von Meinungen.

Diese Jammerei, man würde Menschen die "Meinungsfreiheit" beschneiden oder ihnen irgendeine Meinung aufoktroyieren kann ich langsam nicht mehr lesen. Beleidigungen sind nicht meinungsäußerungsfähig, und die allermeisten derer, die so laut ihre eigenen Rechte und Denkweisen bedroht sehen, die tendieren dazu, einfach anderen selbige Rechtspositionen abzusprechen, schlicht weil ihnen deren Meinung nicht gefällt. Und mal ganz ehrlich: So viele Hohlbirnen, wie gerade bei bestimmten Parteien und öffentlichen Veranstaltungen in Deutschland herumlaufen, wäre die insinuierte "Meinungsdiktatur" manchmal eine Wohltat - Nicht rechtlich, keineswegs, aber dann müsste man sich wenigstens den allergrößten Nonsense nicht mehr anhören. Stattdessen darf in Deutschland jeder über alles jammern, und das sollten wir mal ausdrücklich festhalten, wenn hier schon wieder die alte Mär von "Unterdrückung" und "politischer Agenda" erzählt werden soll.

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"Trier trauert, Trier leidet, Trier resigniert aber nicht!"

OB Wolfram Leibe, 02. Dezember 2020

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Tara_noastra am 11.10.2024 um 06:56 Uhr bearbeitet
Kevin Behrens [17] |#65
11.10.2024 - 11:16 Uhr
Zitat von Tara_noastra
Zitat von pejaroo

So ist das halt, wenn man den politischen Scheiß in den Sport rein mischt... Widerliche Zeit aktuell... Vielleicht sollte man sich einfach nur aufs Fußballspielen konzentrieren und aufhören anderen Leuten ihre Meinung aufzuzwingen.

Mir ist es vollkommen egal, wie seine Haltung gegenüber allem möglichen ist (solange er nicht ausländerfeindlich ist), wenn er wenigstens seine Leistungen bringen würde.


Es macht doch keinen Unterschied, welche Gruppe von Menschen er anfeindet. Die sexuelle Orientierung ist Grundbaustein deiner eigenen Selbstwahrnehmung und Identität, nicht "politisch" - Wenn ich anfange, Menschen diese abzusprechen, vielleicht noch zu unterstellen, dass es dabei viel weniger als um sie denn um eine irgendwie geartete "Agenda" geht, dann ist man deutlich (!) eher beim von dir angesprochenen "Aufzwingen" von Meinungen.

Diese Jammerei, man würde Menschen die "Meinungsfreiheit" beschneiden oder ihnen irgendeine Meinung aufoktroyieren kann ich langsam nicht mehr lesen. Beleidigungen sind nicht meinungsäußerungsfähig, und die allermeisten derer, die so laut ihre eigenen Rechte und Denkweisen bedroht sehen, die tendieren dazu, einfach anderen selbige Rechtspositionen abzusprechen, schlicht weil ihnen deren Meinung nicht gefällt. Und mal ganz ehrlich: So viele Hohlbirnen, wie gerade bei bestimmten Parteien und öffentlichen Veranstaltungen in Deutschland herumlaufen, wäre die insinuierte "Meinungsdiktatur" manchmal eine Wohltat - Nicht rechtlich, keineswegs, aber dann müsste man sich wenigstens den allergrößten Nonsense nicht mehr anhören. Stattdessen darf in Deutschland jeder über alles jammern, und das sollten wir mal ausdrücklich festhalten, wenn hier schon wieder die alte Mär von "Unterdrückung" und "politischer Agenda" erzählt werden soll.


Wie hätte man bzw. hätten wir denn reagiert, wenn Behrens verbal nicht so entgleist wäre, sondern seine offenkundig ablehendene Haltung diplomatisch ausgedrückt hätte? Oder einfach nahezu gar nichts gesagt und stumpf nichts unterschrieben hätte? Damit wären wir dann nämlich bei dem was pejaroo im Grunde ausgedrückt hat.

Die Welt ist ja nicht binär und es ist durchaus möglich weder Befürworter noch Gegner zu sein. Einen Menschen dann in die eine oder andere Richtung zu zwingen fördert weder Akzeptanz noch Toleranz und genau das sollte ja eigentlich das Ziel von z.B. so einer Symbolik auf Trikots sein, oder? Aber das würde jetzt eine Diskussion fernab vom thematischen Schwerpunkt dieser Plattform entfachen.
Kevin Behrens [17] |#66
11.10.2024 - 12:12 Uhr
Manchmal gibt´s halt mehr als schwarz und weiß.

Ich hab schwule, schwarze, weiße, Behinderte, Kranke "was auch immer" - Bekannte und Freunde. Dabei bin ich niemands Herr und Niemands Untertan und versuche jedem auf Augenhöhe zu begegnen. Das erwarte ich wiederum von jedem anderen.

Nichtsdestotrotz werde ich mich nicht für irgendeine Fraktion instrumentalisieren. Ich werde weder öffentlichkeitswirksam ein Regenbogentrikot tragen (was ich schon gefragt wurde), noch bei der Antifa oder den rechten Schlechten mit marschieren, selbst das Foto mit meinen Rollstuhlbasketballern (für die Zeitung) verweigere ich. Weniger, weil ich es nicht wollen würde, sondern weil mich (gefühlt) jemand für seine Zwecke "benutzt". Egal wo, gibt es zwangsläufig ein Für und Wider, es gibt Vernünftige die in der Lage sind über den Tellerrand hinaus zu blicken und es gibt überall auch solche die nur in der Lage sind ihre eigenen Sicht der Dinge als gegeben zu akzeptieren. Aber strukturell, ohne Vorbehalt eine Partei ergreifen, seh ich keinen rationalen Grund zu. Die Mehrheit der Betroffenen will sowas in der Regel auch gar nicht, die wollen als das akzeptiert werden was sie sind, jemand wie du und ich, nicht mehr und nicht weniger.

In erster Linie, stört mich daher schon, dass so eine Angelegenheit an die Öffentlichkeit gerät. Aber da scheint´s heut ausreichend Maulwürfe zu geben, die auch ihre Großmutter verkaufen würden, sollte es ihrer Sache dienlich sein. Die Aussage von Behrens "die schwule Scheisse unterschreib ich nicht" ist fraglos daneben. Nichtsdestotrotz, ist er nicht verpflichtet dass die Trikot zu unterschreiben, schon gar nicht ohne seine Beweggründe äußern zu dürfen. Die Vertragsunterschrift sollte in erster Linie seinen fußballerischen Qualitäten geschuldet sein, trotz öffentlichem Leben ist m.E. niemand verpflichtet jegliche persönliche Meinung an der Pforte abzugeben, auch wenn´s die meisten heute so handhaben.

Habe fertig, schönen Nachmittag zwinker

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Symbadisch: KSC, Bremen, Bayern, Liverpool, AC Milan

Dieser Beitrag wurde zuletzt von teamgeist am 11.10.2024 um 12:13 Uhr bearbeitet
Kevin Behrens [17] |#67
11.10.2024 - 12:48 Uhr
Zitat von Tara_noastra
Zitat von pejaroo

So ist das halt, wenn man den politischen Scheiß in den Sport rein mischt... Widerliche Zeit aktuell... Vielleicht sollte man sich einfach nur aufs Fußballspielen konzentrieren und aufhören anderen Leuten ihre Meinung aufzuzwingen.

Mir ist es vollkommen egal, wie seine Haltung gegenüber allem möglichen ist (solange er nicht ausländerfeindlich ist), wenn er wenigstens seine Leistungen bringen würde.


Es macht doch keinen Unterschied, welche Gruppe von Menschen er anfeindet. Die sexuelle Orientierung ist Grundbaustein deiner eigenen Selbstwahrnehmung und Identität, nicht "politisch" - Wenn ich anfange, Menschen diese abzusprechen, vielleicht noch zu unterstellen, dass es dabei viel weniger als um sie denn um eine irgendwie geartete "Agenda" geht, dann ist man deutlich (!) eher beim von dir angesprochenen "Aufzwingen" von Meinungen.

Diese Jammerei, man würde Menschen die "Meinungsfreiheit" beschneiden oder ihnen irgendeine Meinung aufoktroyieren kann ich langsam nicht mehr lesen. Beleidigungen sind nicht meinungsäußerungsfähig, und die allermeisten derer, die so laut ihre eigenen Rechte und Denkweisen bedroht sehen, die tendieren dazu, einfach anderen selbige Rechtspositionen abzusprechen, schlicht weil ihnen deren Meinung nicht gefällt. Und mal ganz ehrlich: So viele Hohlbirnen, wie gerade bei bestimmten Parteien und öffentlichen Veranstaltungen in Deutschland herumlaufen, wäre die insinuierte "Meinungsdiktatur" manchmal eine Wohltat - Nicht rechtlich, keineswegs, aber dann müsste man sich wenigstens den allergrößten Nonsense nicht mehr anhören. Stattdessen darf in Deutschland jeder über alles jammern, und das sollten wir mal ausdrücklich festhalten, wenn hier schon wieder die alte Mär von "Unterdrückung" und "politischer Agenda" erzählt werden soll.


Da sitze ich hier, lese die Beiträge und überlege wie ich das am besten formuliere was ich denke. Und dann schreibst du diesen Beitrag und sprichst mir zu 100 % aus der Seele. Vielen Dank!

Der VfL hat hier mal wieder verpennt, spürbare Konsequenzen zu ziehen. Und ich kann es leider überhaupt nicht verstehen. Bei F. Nmecha hat man wahrscheinlich an die zu erwartende Ablöse gedacht. Bei Behrens gibt es ja aber noch nicht mal ein nennenswertes wirtschaftliches Risiko.
Kevin Behrens [17] |#68
11.10.2024 - 12:51 Uhr
Zitat von teamgeist

Manchmal gibt´s halt mehr als schwarz und weiß.

Ich hab schwule, schwarze, weiße, Behinderte, Kranke "was auch immer" - Bekannte und Freunde. Dabei bin ich niemands Herr und Niemands Untertan und versuche jedem auf Augenhöhe zu begegnen. Das erwarte ich wiederum von jedem anderen.

Nichtsdestotrotz werde ich mich nicht für irgendeine Fraktion instrumentalisieren. Ich werde weder öffentlichkeitswirksam ein Regenbogentrikot tragen (was ich schon gefragt wurde), noch bei der Antifa oder den rechten Schlechten mit marschieren, selbst das Foto mit meinen Rollstuhlbasketballern (für die Zeitung) verweigere ich. Weniger, weil ich es nicht wollen würde, sondern weil mich (gefühlt) jemand für seine Zwecke "benutzt". Egal wo, gibt es zwangsläufig ein Für und Wider, es gibt Vernünftige die in der Lage sind über den Tellerrand hinaus zu blicken und es gibt überall auch solche die nur in der Lage sind ihre eigenen Sicht der Dinge als gegeben zu akzeptieren. Aber strukturell, ohne Vorbehalt eine Partei ergreifen, seh ich keinen rationalen Grund zu. Die Mehrheit der Betroffenen will sowas in der Regel auch gar nicht, die wollen als das akzeptiert werden was sie sind, jemand wie du und ich, nicht mehr und nicht weniger.

In erster Linie, stört mich daher schon, dass so eine Angelegenheit an die Öffentlichkeit gerät. Aber da scheint´s heut ausreichend Maulwürfe zu geben, die auch ihre Großmutter verkaufen würden, sollte es ihrer Sache dienlich sein. Die Aussage von Behrens "die schwule Scheisse unterschreib ich nicht" ist fraglos daneben. Nichtsdestotrotz, ist er nicht verpflichtet dass die Trikot zu unterschreiben, schon gar nicht ohne seine Beweggründe äußern zu dürfen. Die Vertragsunterschrift sollte in erster Linie seinen fußballerischen Qualitäten geschuldet sein, trotz öffentlichem Leben ist m.E. niemand verpflichtet jegliche persönliche Meinung an der Pforte abzugeben, auch wenn´s die meisten heute so handhaben.

Habe fertig, schönen Nachmittag zwinker

Dass Du Dich nicht für irgendeine Fraktion instrumentalisieren lassen willst, kannst Du halten, wie Du willst. Aber jeder Angestellte eines Vereins ist in der Regel auch verpflichtet, an PR-Terminen teilzunehmen. Das gehört nun mal schon seit Jahren mit zu dem Job. Will man das nicht, sollte man das halt entsprechend im Vorfeld vertraglich regeln. Hat er wohl nicht. Dann muss er halt da durch. Aber es geht hier ja auch nicht nur um die Weigerung, ein Regenbogenshirt zu unterschreiben. Untermauert wurde dies dann ja auch noch mit einem beleidigenden, abwertenden, homophoben Spruch. Das kann man doch nicht damit abtun, dass das seine persönliche Meinung ist, die er nicht an der Pforte abgeben muss....

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¯\_(ツ)_/¯

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eckpunkt am 11.10.2024 um 12:55 Uhr bearbeitet
Kevin Behrens [17] |#69
11.10.2024 - 15:40 Uhr
Zitat von razooN1
Zitat von Tara_noastra

Zitat von pejaroo

So ist das halt, wenn man den politischen Scheiß in den Sport rein mischt... Widerliche Zeit aktuell... Vielleicht sollte man sich einfach nur aufs Fußballspielen konzentrieren und aufhören anderen Leuten ihre Meinung aufzuzwingen.

Mir ist es vollkommen egal, wie seine Haltung gegenüber allem möglichen ist (solange er nicht ausländerfeindlich ist), wenn er wenigstens seine Leistungen bringen würde.


Es macht doch keinen Unterschied, welche Gruppe von Menschen er anfeindet. Die sexuelle Orientierung ist Grundbaustein deiner eigenen Selbstwahrnehmung und Identität, nicht "politisch" - Wenn ich anfange, Menschen diese abzusprechen, vielleicht noch zu unterstellen, dass es dabei viel weniger als um sie denn um eine irgendwie geartete "Agenda" geht, dann ist man deutlich (!) eher beim von dir angesprochenen "Aufzwingen" von Meinungen.

Diese Jammerei, man würde Menschen die "Meinungsfreiheit" beschneiden oder ihnen irgendeine Meinung aufoktroyieren kann ich langsam nicht mehr lesen. Beleidigungen sind nicht meinungsäußerungsfähig, und die allermeisten derer, die so laut ihre eigenen Rechte und Denkweisen bedroht sehen, die tendieren dazu, einfach anderen selbige Rechtspositionen abzusprechen, schlicht weil ihnen deren Meinung nicht gefällt. Und mal ganz ehrlich: So viele Hohlbirnen, wie gerade bei bestimmten Parteien und öffentlichen Veranstaltungen in Deutschland herumlaufen, wäre die insinuierte "Meinungsdiktatur" manchmal eine Wohltat - Nicht rechtlich, keineswegs, aber dann müsste man sich wenigstens den allergrößten Nonsense nicht mehr anhören. Stattdessen darf in Deutschland jeder über alles jammern, und das sollten wir mal ausdrücklich festhalten, wenn hier schon wieder die alte Mär von "Unterdrückung" und "politischer Agenda" erzählt werden soll.


Wie hätte man bzw. hätten wir denn reagiert, wenn Behrens verbal nicht so entgleist wäre, sondern seine offenkundig ablehendene Haltung diplomatisch ausgedrückt hätte? Oder einfach nahezu gar nichts gesagt und stumpf nichts unterschrieben hätte? Damit wären wir dann nämlich bei dem was pejaroo im Grunde ausgedrückt hat.

Die Welt ist ja nicht binär und es ist durchaus möglich weder Befürworter noch Gegner zu sein. Einen Menschen dann in die eine oder andere Richtung zu zwingen fördert weder Akzeptanz noch Toleranz und genau das sollte ja eigentlich das Ziel von z.B. so einer Symbolik auf Trikots sein, oder? Aber das würde jetzt eine Diskussion fernab vom thematischen Schwerpunkt dieser Plattform entfachen.


Tut mir leid, aber das ist Quatsch. Der ganze Streit entzündet sich an der Aussage "So eine schwule Sche.ße unterschreibe ich nicht!". Diese Aussage geht nicht, Punktum. Hätte er es anders ausgedrückt, wäre immer noch eine gewisse homophobe Tendenz zum Ausdruck gekommen, aber er hätte eben nicht derart krass die Loyalitätspflicht zu seinem Arbeitgeber untergraben, dessen Arbeitskleidung samt Trägern er derart bezeichnet und gleichsam verunglimpft hat.

Da sind wir eben nicht bei dem, was @pejaroo gesagt hat, sondern bei stinknormalen arbeits- und strafrechtlichen Pflichten, die jeder von uns hat und die seit Jahrzehnten in ihren Grundfesten anerkannt sind. Daraus jetzt eine wie auch immer geartete "Meinungsdiktatur" oder einen gesellschaftlichen Klassenkampf zu bauen ist eine Scheindiskussion. Hinsichtlich vollkommen normaler Benimm- und Verhaltensregeln wird so getan, als wären sie erfunden worden um eine politische Agenda hinsichtlich anderweitiger sexueller Orientierung durchzudrücken, dabei ist das Gegenteil der Fall. Es war schlicht noch nie en vogue, sich bei Terminen des Arbeitgebers (oder generell) an andere zu wenden und von sich zu geben: "Du trägst aber eine schwule Sche.ße". Der Assimilationszwang, der hier immer wieder angedeutet wird, existiert faktisch nicht, wird aber in der Diskussion ebenso immer wieder zum bestimmenden Faktor hochstilisiert. Am Ende spaltet aber nicht das Wolfsburger Regenbogentrikot die Gesellschaft, sondern die Polarisierung mit Narrativen wie "Ihr werdet instrumentalisiert!", "Wir werden gezwungen!", "Kinder dürfen das aber nicht sehen!", "Überall nur noch Regenbogen!" - Diese Liste berühmt sich keiner Ausschließlichkeit.

Das Grundthema der Diskussion ist allerdings seit Jahrhunderten das Gleichen: Du als Individualperson hast das "Anderssein", die Differenz anderer Menschen von dem, was du für dich als "Mainstream" definierst, nicht herabzuwürdigen. DAS ist des Pudels Kern, und es wäre schön, wenn wir uns wieder darauf besinnen könnten. Dass der geistige Horizont des Herrn Behrens in diesem Punkt anscheinend maximal von Berlin nach Spandau reicht, wenn er wirklich denkt, mit einem "Jo, war impulsiv, sorry! Weiter möchte ich mich nicht dazu äußern!" sei es getan, entbindet allerdings nicht den VfL Wolfsburg als seinen Arbeitgeber von der Pflicht, die Werte, die man propagiert und mit denen man sich schmückt, auch zu verteidigen. Unter anderem auch gegen solche vor Intoleranz stinkenden Aktionen wie der des Herrn Behrens.

Ich muss von einem Fußballspieler keine geistigen Höchstleistungen erwarten können. Allerdings bleibt ein Fußballspieler Arbeitnehmer und als solcher seinem Arbeitgeber verpflichtet. Was ich erwarten kann ist also ein mündiger Bürger dieses Landes, der ein verdammtes Trikot seines Arbeitgebers unterschreibt, auf dem ein paar Farben mehr sind als sonst, sich seinen Teil denkt und dabei sowohl einen glücklichen Fan als auch KEINEN Skandal hinterlässt. Ich erwarte das, was Millionen Arbeitnehmer in diesem Land tagtäglich unfallfrei schaffen, und das erwarte ich insbesondere von einem Arbeitnehmer mit medial wie wirtschaftlich so herausgehobener Stellung wie ein Bundesligafussballer beim VfL. Was Kevin Behrens auf offiziellen Veranstaltungen des VfL Wolfsburg sagt und tut fällt nämlich nicht nur auf ihn, sondern auf den Club, den Konzern und uns alle als Fanbasis zurück.

Und ich möchte nicht in einen Topf geworfen werden mit Intoleranz. Dabei nehme ich schlicht das Toleranzparadoxon für mich in Anspruch - Wer gegenüber Intoleranz zu häufig Toleranz zeigt, der wird ab einem gewissen Zeitpunkt schlicht und einfach nicht mehr die Möglichkeit haben, eine Intoleranz gegenüber Intoleranz zu zeigen. Eine Entwicklung, die keiner von uns will, das garantiere ich dir.

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"Trier trauert, Trier leidet, Trier resigniert aber nicht!"

OB Wolfram Leibe, 02. Dezember 2020
Kevin Behrens [17] |#70
11.10.2024 - 17:34 Uhr
Ich finde es immer wieder lustig wie in solchen Situationen (nicht auf das Forum beschränkt) mit dem Wort Meinungsfreiheit umgegangen wird gerne in Kombination mit einer Variante von "das darf man ja nicht mehr laut sagen".

Doch darfst du. Solange du dich an gewisse Einschränkungen der Meinungsfreiheit hälst (Beleidigung, Volksverhetzung, etc) darfst du sagen was du möchtest ohne dass du dafür rechtliche Konsequenzen zu spüren bekommst.
Meinungsfreiheit heißt nicht, dass deine Meinung unwidersprochen bleibt.

Die laute intolerante Minderheit schreit regelmäßig laut auf wenn solchen Aussagen entschieden widersprochen werden "Zensur" heißt es dann sofort ohne dabei zu bemerken dass sie damit anderslautende Meinungen "verbieten/zensieren" wollen.

Diese Ironie erkennen sie dann nicht oder wollen es auch gar nicht.

Ich nehme Behrens seine Entschuldigung im übrigen nicht ab. Für ihn ist "schwul" eine abwertende Beleidigung und er ist in einem Alter in dem man eine gewisse Reife haben sollte dies auch nicht mehr zu tun.
Das sagt man nicht im Affekt.
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