Köln baut am Kader der Zukunft
Keller wollte Urbig „Monster-Karriere-Chance“ nicht verbauen – Gespräche mit Maina & Downs
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Hinter dem 1. FC Köln und Sport-Geschäftsführer Christian Keller liegt ein reger Transferwinter. Nach dem Ende der Registrierungssperre nahm der Zweitligist mit Joël Schmied, , Imad Rondic und Anthony Racioppi vier neue Spieler unter Vertrag, den Effzeh verließ unter anderem Torhüter Jonas Urbig für eine Millionen-Summe.
7 Mio. Euro zahlte der FC Bayern für die Dienste des 21-Jährigen – nur zehnmal wurde in der Bundesliga-Geschichte mehr für einen Keeper gezahlt. Dass Köln sein Eigengewächs, das als Nummer eins in die Saison gestartet war, seinen Platz aber nach zehn Spieltagen an Marvin Schwäbe verlor, nicht halten könnte, betrachtet Keller mit gemischten Gefühlen.
„Wenn ich mein Fußballer-Herz frage, dann würde ich mir wünschen, dass beim FC auf jeder Position ein Junge aus unserem Nachwuchs eine tragende Rolle spielt. Jonas hätte das sportlich gekonnt. Aus einer Manager-Perspektive haben wir für alle Beteiligten eine gute Lösung gefunden“, sagte der 46-Jährige im Interview mit der „Bild“: „Bayern hat einen hervorragenden Torwart bekommen, wir eine sehr gute Ablöse – und der Spieler hat eine Monster-Karriere-Chance, die wir ihm nicht verweigern konnten.“
1. FC Kölns Keller über Vertragsgespräche mit Maina und Downs
Nach dem Winter richtet sich der Blick des Vereins auf die Zukunft. Zehn Verträge laufen im kommenden Sommer aus, darunter auch der von Linton Maina, der bei vielen Erstligisten auf dem Zettel stehen soll. Ob die Domstädter den 25 Jahre alten Flügelstürmer halten können, ließ Keller offen: „Linton hat sich sehr gut entwickelt und zeigt, dass er in jedem Spiel den Unterschied machen kann. Er hat eine große Verbundenheit zum FC – und wir ein großes Vertrauen in ihn. Natürlich ist er ein Spieler, den wir uns gerne länger im FC-Trikot wünschen.“
Dejan Ljubicic tendiere hingegen klar zu einem Wechsel und könnte bald wieder unter seinem Ex-Trainer Steffen Baumgart aktiv sein. Denn Union Berlin soll an dem defensiven Mittelfeldmann interessiert sein. Mittelstürmer Tim Lemperle kündigte dagegen bereits an, dass er den Effzeh im Sommer ablösefrei verlässt. Den 23-Jährigen zieht es dem Vernehmen nach zur TSG Hoffenheim.
Noch bis 2026 ist wiederum Damion Downs gebunden, der mit neun Toren und vier Vorlagen bester Scorer der Kölner ist. Gespräche über eine Verlängerungen laufen. „Er hat eine sehr gute Leistungsentwicklung hinter sich. Ich habe bereits im Trainingslager mit vielen Spielern über Perspektiv-Themen gesprochen, natürlich auch mit Damion. Wir befinden uns im Austausch“, so Keller und ließ indirekt mitschwingen, dass vieles von einem Aufstieg in die Bundesliga abhänge. „Im Moment steht im Vordergrund, dass wir die Saison bestmöglich beenden.“ Nach dem 22. Spieltag ist der FC Erster der 2. Bundesliga, der Vorsprung auf die Verfolger ist jedoch gering.
Einem Bericht der „Sport Bild“ zufolge steigt der Personaletat für die Profi-Mannschaft im Falle einer Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus von derzeit 25 Mio. auf rund 45 Mio. Euro – wie vor dem Abstieg 2024. Für Transfers sollen Keller dann rund 10 Mio. Euro zur Verfügung stehen.
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