Offiziell 05.05.2025 - 11:33 | Quelle: 1. FC Köln/dpa | Lesedauer: unter 4 Min.
1.FC Köln
Friedhelm Funkel
Aufstiegsspezialist übernimmt 

1. FC Köln bestätigt Trennung von Struber und Keller – Funkel kehrt noch mal zurück

1. FC Köln trennt sich von Struber und Keller – Funkel kehrt zurück
©IMAGO

Der 1. FC Köln hat sich wie erwartet von Trainer Gerhard Struber und Sportchef Christian Keller getrennt. Das gab der Zweitligist am Montag offiziell bekannt und nannte im selben Zug auch die Nachfolger. Friedhelm Funkel soll den Effzeh an der Seitenlinie zurück in die Bundesliga führen. Der bisherige Lizenzleiter Thomas Kessler übernimmt als Sportdirektor die Aufgaben Kellers.


Mitarbeiter
Friedhelm Funkel
F. Funkel Alter: 72
1.FC Köln
1.FC Köln
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35
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16
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22


Es ist bereits Funkels dritte Amtszeit bei den Kölnern, der interimistisch bis zum Saisonende einspringt. Schon von Februar 2002 bis Oktober 2003 und von April 2021 bis Juni 2021 saß er beim Effzeh auf der Bank. 2021 konnte Funkel die Domstädter in der Relegation gegen Kiel in der Bundesliga halten. Schon sechsmal stieg Funkel mit verschiedenen Teams ins Oberhaus auf – so häufig wie kein anderer Trainer.



Am Sonntagabend hatten sich die Kölner Gremien für die überraschende Trennung von Struber und Keller ausgesprochen. Tags zuvor hatte der Effzeh gegen den damit abgestiegenen SSV Jahn Regensburg nur ein 1:1 erreicht und dadurch die Tabellenführung an den Hamburger SV verloren. Aus den letzten fünf Spielen holte Köln nur einen Sieg. Die Fans hatten ihren Unmut lautstark kundgetan, forderten das Ende von Trainer und Sportchef.



„Unsere Entscheidung ist das Ergebnis einer eingehenden Analyse der sportlichen Entwicklung in den letzten Wochen. Angesichts der noch immer großen Chance auf den direkten Wiederaufstieg müssen wir alles daransetzen, diese Chance auch zu nutzen“, begründete FC-Präsident Werner Wolf die Entscheidung. „Wir können uns nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz verlassen. Das Team muss sich für die letzten beiden Spiele auf die eigene Stärke besinnen. Es braucht dafür jetzt neue Impulse. Die haben wir nicht mehr gesehen. Deswegen haben wir uns nach sorgfältiger Abwägung mit dem Kompetenzteam Sport als Vorstand zu diesem Schritt entschieden.“



Man übergebe den Verein nun an „zwei absolute FC-Kenner“, so Wolf weiter. „Thomas ist nicht nur mit ganzem Herzen ein Kölner, er war auch in sämtliche Abläufe der Kaderplanung eingebunden und kann dementsprechend alle Gespräche nahtlos fortführen. In Friedhelm gewinnen wir einen äußerst erfahrenen Trainer, der den FC und solche Drucksituationen bestens kennt. Er hat bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er Mannschaften in entscheidenden Phasen stabilisieren und zum Erfolg führen kann, beispielsweise bei seiner erfolgreichen FC-Rettung 2021. Wir sind überzeugt, dass er der richtige Mann ist, um das Team mit seiner Ruhe und Expertise in den letzten beiden Spielen zum Aufstieg zu führen.“ Mit Matthias Lust stößt zudem ein neuer Co-Trainer dazu.


Keller wollte Struber-Aus beim 1. FC Köln nicht mittragen


Der 46-jährige Keller war seit April 2022 im Amt, der 48-jährige Struber übernahm im vergangenen Sommer. In 36 Partien unter dem Österreicher holte das Team im Schnitt 1,78 Punkte. Die Kölner haben weiter gute Chancen auf die Rückkehr in die Bundesliga. Die Rheinländer haben zwei Spieltage vor dem Saisonende noch drei Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz drei.



„Ich habe im Laufe der Saison oft von einem Marathon gesprochen, den wir gemeinsam zu gehen haben. Wie hart dieses Rennen für alle Mannschaften ist, zeigt die Tabellensituation. Jetzt, da die Ziellinie vor Augen ist und wir noch dazu aussichtsreich dabei sind, tut die Entscheidung besonders weh. Ich wünsche dem Team und dem gesamten Klub für die verbleibenden Spiele maximalen Erfolg“, sagte Struber.


Mitarbeiter
Gerhard Struber
G. Struber Alter: 49
1.FC Köln
1.FC Köln
Alle Saisons -
Alle Wettbewerbe
Spiele
36
Gewonnen
19
Unentschieden
7
Verloren
10


Keller ergänzte: „Ich wünsche dem gesamten FC, allen voran unserer Mannschaft und allen unseren Mitarbeitenden nur das Allerbeste und bin überzeugt, dass der Aufstieg in die Bundesliga gelingen wird. Mit dem Rückenwind des Aufstiegs wird ersichtlich werden, dass der Grundstein für eine nachhaltigere FC-Zukunft auf zahlreichen Ebenen gelegt wurde. Eine kurzfristige Änderung auf der Trainerposition konnte und wollte ich in diesem Kontext aber nicht mittragen, da diese nicht meinen Überzeugungen und Werten entsprochen hätte. Sehr wichtig ist mir noch, mich bei den zahlreichen FC-Fans zu bedanken, die mich während meiner FC-Zeit trotz teils unruhiger Phasen stets unterstützt und mich das FC-Gefühl haben spüren lassen.“



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Letzte Beiträge Newsforum

DeMarcSBR 1.FC Kaiserslautern DeMarcSBR 06.05.2025 - 11:17
Zitat von Jay_Cook
Zitat von DeMarcSBR

Also wenn jetzt alle Verein im Aufstiegsrennen den Trainer wechseln, können 3 am Ende von sich behaupten "es hat was gebracht" Lachend


Wenn's dabei bleibt und weder Hannover 😜 Köln und Lautern aufsteigen kann man auch sagen, ***** enmove ....


Da hast du Recht 😆
Gatwick Gatwick 05.05.2025 - 17:57
Zitat von Fohlen1980
Zitat von Freidachs

Zitat von Fohlen1980

Ich finde den Aktionismus in der zweiten Liga bemerkenswert. So viele Vereine wittern die Chance doch in die erste Liga zu kommen, dass man sich von Schwächephasen irritieren lässt. Man argumentiert dann, dass ja die letzten Spiele so schlecht waren, aber wer war denn der Trainer, der die Mannschaft davor nach oben geführt hat?

Ich lobe mir da den HSV oder Magdeburg, die trotz der letzten Spiele weiter an ihren Trainer halten und sie machen lassen. Der FC hat immer noch gute Chancen aufzusteigen. Ich verstehe da auch die Fans nicht, die dann pfeifen. Als ob es das besser macht in der jetzigen Situation.
Funkel traue ich den Aufstieg zu, Struber allerdings auch.

Was ist eigentlich in der nächsten Saison? Welcher Trainer wird dann wieder schnell geopfert? Oder macht Funkel weiter - was ich nicht glaube. Bin mal gespannt, ob das alles so klug war.


Das ist eben die Sache, wenn man nicht in der Materie drin ist. Christian Keller war schon letzten Sommer nach dem Abstieg in der Kritik. Auch Stuber wird seit Monaten kritisiert, weil die Anhänger Ihm zurecht Ideenlosigkeit bei der Taktik vorwerfen. Der Zeitpunkt mag kritisch sein, die Entlassungen selber nicht. Der FC hätte vor einem Monat bereits handeln können und müssen.


Vor einen Monat? Also genau dann, als sie Negativserie begann. Das Problem ist, dass in dieser Branche andere Trainer das sehr wohl sehen, wie der Verein mit dem Personal umgeht. Was ist das auch für eine Botschaft? Solang die Ergebnisse stimmen, lassen wir dich gewähren, aber bei der ersten Krise war es das für dich? Das lockt garantiert gute andere Trainer nach Köln und Co..

Aber lass dir eine Geschichte erzählen, um zu untermauern, warum es Sinn macht am Trainer fest zu halten. Gladbach hatte damals Frontzeck als Trainer. Es lief nicht gut. Anfang der Saison war man mitten im Abstiegskampf. Bis zur Rückrunde hielt man an ihm fest, obwohl Medien und Fans sehr viel Druck machten. Dann kam Favre und viele kennen noch die Erfolgsgeschichte, die dann begann. Favre sagte damals in einem Interview, dass ein großer Faktor für Gladbach war, dass sie damals so lange an Frontzeck fest hielten. Sonst hätte er vielleicht gar nicht unterschrieben.

Entlässt du einen Trainer bei dem ersten Gegenwind, dann beschneidest du dich automatisch bei der nächsten Auswahl an kompetenten Trainer. Denn viele sagen dann schon vorher ab. Es hat eben alles Konsequenzen.

Du hast den Fußball aber schon gesehen, den der FC gespielt hat? Wenn nicht, dann ist es natürlich schwer nachzuvollziehen warum Struber entlassen wurde. Hier war wirklich alles Richtig an der Entlassung Strubers, denn das war halt wirklich gar nichts und das bescheinigt sogar fast jeder Fan anderer Vereine, welche die Spiele gesehen haben. Das war echt Grotesk was Köln da gezeigt hat und noch Grotesker, dass damit teilweise echt gepunktet wurde. Wer die Spiele gesehen hat, der wird keinerlei Zweifel an der Entlassung haben.

Aha und weil Favre das gesagt hat, bekommt Köln wegen der Entlassung keinen Trainer mehr? Übrigens Köln hat an Struber länger festgehalten als Gladbach an Frontzeck. Demnach dürfte Köln es ja noch besser gelingen als Gladbach damals.
Bei Struber war wirklich für jeden ersichtlich, so gehts nicht weiter. Salzburg hat witzigerweise letzte Saison genauso gehandelt, aus den selben Gründen auch wegen Struber.

Das war auch nicht der erste Gegenwind, der Gegenwind steht schon bald seit 20 Spieltagen und wurde jetzt wo neben der fehlenden Leistung auch die Ergebnisse fehlten zu einem Orkan. Aber die fehlende Leistung war halt wirklich so offensichtlich, dass niemand Zweifeln wird ob des Umgangs mit den Trainern.
Fohlen1980 Fohlen1980 05.05.2025 - 17:19
Zitat von Freidachs

Zitat von Fohlen1980

Ich finde den Aktionismus in der zweiten Liga bemerkenswert. So viele Vereine wittern die Chance doch in die erste Liga zu kommen, dass man sich von Schwächephasen irritieren lässt. Man argumentiert dann, dass ja die letzten Spiele so schlecht waren, aber wer war denn der Trainer, der die Mannschaft davor nach oben geführt hat?

Ich lobe mir da den HSV oder Magdeburg, die trotz der letzten Spiele weiter an ihren Trainer halten und sie machen lassen. Der FC hat immer noch gute Chancen aufzusteigen. Ich verstehe da auch die Fans nicht, die dann pfeifen. Als ob es das besser macht in der jetzigen Situation.
Funkel traue ich den Aufstieg zu, Struber allerdings auch.

Was ist eigentlich in der nächsten Saison? Welcher Trainer wird dann wieder schnell geopfert? Oder macht Funkel weiter - was ich nicht glaube. Bin mal gespannt, ob das alles so klug war.


Das ist eben die Sache, wenn man nicht in der Materie drin ist. Christian Keller war schon letzten Sommer nach dem Abstieg in der Kritik. Auch Stuber wird seit Monaten kritisiert, weil die Anhänger Ihm zurecht Ideenlosigkeit bei der Taktik vorwerfen. Der Zeitpunkt mag kritisch sein, die Entlassungen selber nicht. Der FC hätte vor einem Monat bereits handeln können und müssen.


Vor einen Monat? Also genau dann, als sie Negativserie begann. Das Problem ist, dass in dieser Branche andere Trainer das sehr wohl sehen, wie der Verein mit dem Personal umgeht. Was ist das auch für eine Botschaft? Solang die Ergebnisse stimmen, lassen wir dich gewähren, aber bei der ersten Krise war es das für dich? Das lockt garantiert gute andere Trainer nach Köln und Co..

Aber lass dir eine Geschichte erzählen, um zu untermauern, warum es Sinn macht am Trainer fest zu halten. Gladbach hatte damals Frontzeck als Trainer. Es lief nicht gut. Anfang der Saison war man mitten im Abstiegskampf. Bis zur Rückrunde hielt man an ihm fest, obwohl Medien und Fans sehr viel Druck machten. Dann kam Favre und viele kennen noch die Erfolgsgeschichte, die dann begann. Favre sagte damals in einem Interview, dass ein großer Faktor für Gladbach war, dass sie damals so lange an Frontzeck fest hielten. Sonst hätte er vielleicht gar nicht unterschrieben.

Entlässt du einen Trainer bei dem ersten Gegenwind, dann beschneidest du dich automatisch bei der nächsten Auswahl an kompetenten Trainer. Denn viele sagen dann schon vorher ab. Es hat eben alles Konsequenzen.
Friedhelm Funkel
Vereinslos
Friedhelm Funkel
Geb./Alter:
10.12.1953 (72)
Nat.:  Deutschland
Akt. Verein:
Vereinslos
Aktuelle Funktion:
Interimstrainer
Gerhard Struber
Vereinslos
Gerhard Struber
Geb./Alter:
24.01.1977 (49)
Nat.:  Österreich
Akt. Verein:
Vereinslos
Aktuelle Funktion:
Trainer
1.FC Köln
Gesamtmarktwert:
132,90 Mio. €
Wettbewerb:
Bundesliga
Kadergröße:
29
Letzter Transfer:
Thijs Dallinga
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