Krisensitzung beim 1. FC Köln – „Struber raus“-Rufe und Stimmung wie im Abstiegskampf
Trübe Mienen, Weltuntergangsstimmung und „Struber raus“-Rufe: Beim 1. FC Köln hat der nächste Patzer im zähen Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga übel auf die Stimmung geschlagen. Nach dem enttäuschenden 1:1 (0:0) gegen den damit abgestiegenen Jahn Regensburg entlud sich der Frust der FC-Fans deutlich: Lautstark forderten sie das Ende von Trainer Gerhard Struber und Sportchef Christian Keller.
„Die Jungs saßen da, als wäre die Welt untergegangen“, beschrieb Keller die Stimmung in der Kabine. „Aber wir haben nach wie vor alles in der eigenen Hand.“ Kapitän Timo Hübers fühlte sich an schwierige Zeiten erinnert und versuchte sich dennoch in Optimismus: „Der Grundton fühlt sich gerade nach Abstiegskampf an, aber letztlich können wir eine Riesen-Sache schaffen und die ist absolut im Rahmen des Möglichen“, betonte der Abwehrspieler.
Update 21:05 Uhr: Nach Informationen des „Express“ und von „Sky“ wird hinter den Kulissen am Sonntagabend über mögliche personelle Konsequenzen beraten. Nicht alle aus den Führungsgremien des Klubs würden Trainer Struber ein erfolgreiches Saisonfinale zutrauen. Auch Sport-Geschäftsführer Keller steht in der Kritik. Eine interne Übergangslösung mit U19-Trainer Stefan Ruthenbeck und Lizenzleiter Thomas Kessler sei denkbar. Als Alternative wird über einen externen Retter wie Friedhelm Funkel spekuliert.
Köln abgelöst: Neuer Tabellenführer HSV hofft auf Aufstiegsparty
Durch das Remis am Samstagabend ist die Tabellenführung weg, an der Spitze thront jetzt der zuletzt auf dem Weg zum Ziel ebenfalls ins Schlingern geratene Hamburger SV. Nach dem souveränen 4:0 (1:0) bei Darmstadt 98 wirkte der ausgelassene Jubel der Profis und Fans des HSV wie ein Testlauf für die erhoffte Aufstiegsparty, die am kommenden Samstagabend beim Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SSV Ulm steigen könnte. Nur ein Sieg fehlt noch, um nach sieben Jahren endlich die Rückkehr in die Bundesliga perfekt zu machen.
Dem FC droht indes ein nervenaufreibender Saisonendspurt. Nach nur fünf Punkten aus den vergangenen fünf Spielen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch drei Zähler. Mit Nürnberg und Kaiserslautern warten fordernde Gegner. „Wir müssen jetzt noch mal den Schalter umlegen, ansonsten wird es sehr eng“, warnte Hübers. „Wir müssen jetzt intern sprechen und uns nicht von Nebenkriegsschauplätzen oder äußeren Einflüssen leiten lassen.“
1. FC Köln: Rückendeckung für Struber
Trainer Struber zeigte Verständnis für den Fan-Frust, sah sich als „Blitzableiter“ und mahnte, sich nicht durch „nervöse Stimmungen oder Emotionen aus der Bahn werfen zu lassen“. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir nach wie vor eine komfortable Situation haben. Wir müssen jetzt klar am Ruder bleiben“, so der Österreicher. Vom Verein erhielt er volle Rückendeckung. Keller betonte, dass Struber „zu 100 Prozent“ Vertrauen genieße: „Ich kann ausschließen, kurzfristig etwas zu verändern, weil ich von so etwas nichts halte.“
In Köln will man sich trotz der angespannten Lage nicht entmutigen lassen. „Die Welt ist nicht untergegangen und die Sonne geht morgen wieder auf – auch wenn das ein flapsiger Spruch ist. Der Blick geht nach vorne, nicht zurück“, betonte Keller. Für die beiden Endspiele brauche es „Rückenwind“ und „Zuspruch“. Dass sich der Wind schnell drehen kann, zeigt der HSV, der zuletzt Rückschläge verkraften musste – und nun kurz vor dem Aufstieg steht.
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Fakt ist aber auch, dass der FC zwei Spieltage vor Schluss auf einem Aufstiegsplatz steht. So viel kann der Trainer nicht falsch gemacht haben. Dass der Aufstieg auch mit einem starken Kader kein Selbstläufer ist hat man doch die letzten Jahre beim HSV gesehen.
Das hast du aber wenig den Effzeh verfolgt.
Mal kleine Fakten zum Rückrunden Check.
- 2 schlechteste Offensive, nur der Jahn als 18. ist ungefährlicher
- man hat lediglich gegen Münster einen souveränen Sieg mit 2 Toren unterschied eingefahren.
- Spieler die desolat performen und teilweise mit dem Kopf schon bei neuen Klubs sind (Ljubicic) spielen ständig von Anfang an
- ich kenne keinen Trainer der so viele schlechte Wechsel vorgenommen hat, wie Struber. Teilweise taktisch falsche Wechsel oder opfert innerhalb von 3 min ein Wechselfenster. (Und nein, nicht aus Gründen eines Platzverweises, Verletzung)
- keine spielidee. Der fc spielt getreu nach dem Motto „hoch und weit, bringt Sicherheit“ überhaupt keine Spielidee. Gegen Mannschaften aus dem Keller ( das Spiel gegen Münster mal ausgeklammert), findet der fc keine spielerischen Lösungen und muss rein mit hohen Bällen aus dem Halbfeld zu torabschlüssen kommen.
Natürlich sieht das von außen dämlich aus, wenn der zweite seinen Trainer kickt.
Struber hätte aber nach dem 10 Spieltag normal gehen müssen. Da hat er seine ganze Spielidee über Haufen geworfen und es auf Kick and Rush umgestellt. Hinten Schotten dicht und vorne auf gut Glück irgendwie was reinmurmeln.
Irgendwie hat das funktioniert, „leider“ sogar ziemlich oft. (Leider, weil das für mich einfach kein Fußball ist. Ich war einer der wenigen, der diese Spielweise seit der RR kritisiert hat und es nicht langfristig für tauglich befunden hat)
- Geb./Alter:
- 20.07.1996 (30)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- 1.FC Köln
- Vertrag bis:
- 30.06.2027
- Position:
- Innenverteidiger
- Marktwert:
- 1,50 Mio. €
- Geb./Alter:
- 24.01.1977 (49)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- Vereinslos
- Aktuelle Funktion:
- Trainer
- Geb./Alter:
- 26.11.1978 (47)
-
Nat.:
- Akt. Verein:
- Deutsche Fußball Liga
- Aktuelle Funktion:
- Aufsichtsratsmitglied
- Im Amt seit:
- 03.03.2023
- Gesamtmarktwert:
- 132,90 Mio. €
- Wettbewerb:
- Bundesliga
- Trainer:
- René Wagner
- Kadergröße:
- 29
- Letzter Transfer:
- Thijs Dallinga














