12.08.2026 - 13:20 | Quelle: dpa | Lesedauer: unter 4 Min.
Deutsche Fußball Liga
Hans-Joachim Watzke
Watzke reagiert 

Kartellamt: Keine generellen Bedenken gegen 50+1-Regel – Was sind die Folgen?

Der Artikel erschien in erster Version am 12. August um 11:31 Uhr und wurde im weiteren Verlauf mit neuen Informationen aktualisiert.


Das Bundeskartellamt hat keine grundsätzlichen kartellrechtlichen Bedenken gegen die 50+1-Regel im deutschen Fußball. Nach Abschluss des Verfahrens gab die Behörde jedoch Hinweise an die Bundesliga-Dachorganisation, um die Regel auch zukünftig rechtssicher anzuwenden. Erste Reaktionen seitens der Klubs folgten prompt, u. a. aus Wolfsburg und Leverkusen. Auch die Liga selbst bezog Stellung. Die Regel gibt im Kern vor, dass Investoren keine Stimmenmehrheit an den Kapitalgesellschaften von Vereinen übernehmen können.



Voraussetzung für die 50+1-Regel sei, dass sie konsequent und ohne Unterschiede angewendet werde, hieß es in einer Mitteilung weiter. Die Bundesliga müsse für Mitbestimmung der Fans und einen offenen Zugang zur Mitgliedschaft sorgen, sagte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Dies kann als Hinweis an RB Leipzig verstanden werden, den eingetragenen Verein für weitere Mitglieder zu öffnen. „Liga und Klubs stehen im ständigen und guten Austausch, wir sehen dem Fortgang unaufgeregt und wie gehabt konstruktiv entgegen“, teilten die Sachsen mit.


Mitarbeiter
Hans-Joachim Watzke
H. Watzke Alter: 67
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund


Die Bundesliga-Dachorganisation kündigte an, nun mit ihren 36 Klubs „eine solidarische Lösung“ erarbeiten zu wollen. Es gehe darum, eine Verbesserung der Rechtssicherheit der Regelung zu erzielen. Zugleich begrüßte das Präsidium der Bundesliga e.V., dass das Bundeskartellamt keine grundlegenden Bedenken erhoben habe. „Die Haltung des Präsidiums ist klar und bekannt: Die 50+1-Regel ist ein zentraler Bestandteil des deutschen Fußballs. Es ist ein bedeutender Schritt, dass das Bundeskartellamt in seiner finalen Bewertung keine grundlegenden Bedenken gegen die Regel erhebt“, sagte Ligapräsident Hans-Joachim Watzke und betonte: „Es gilt nun im Ligaverband mit allen 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga Lösungen zu finden.“



Die Ausnahmen VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen


Bereits 2023 hatten sich die damalige DFL und das Kartellamt grundsätzlich auf Änderungen der umstrittenen 50+1-Regel verständigt. Man sehe aber weiterhin „bei der vorgesehenen Neuregelung des Bestandsschutzes für die bisherigen Förderklubs Nachbesserungsbedarf“, sagte Mundt.


Ausnahmen gibt es bisher für den VfL Wolfsburg und Bayer Leverkusen. Im Juni 2025 hatte das Kartellamt bereits Nachbesserungen gefordert: „Nach der neuen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) erscheint es allerdings nicht mehr möglich, zu den bislang vorgeschlagenen Bedingungen einen dauerhaften Bestandsschutz für Vereine vorzusehen, die bereits eine Förderausnahme erhalten haben“, hieß es damals.



Leverkusen ist eng mit dem Chemiekonzern Bayer verbunden. Die langjährige Förderung bildete die Grundlage für eine Ausnahme von der 50+1-Regel, die nur dann gestattet wird, wenn ein Investor einen Verein mindestens 20 Jahre lang erheblich gefördert hat. Die Regel fand 1999 bei Leverkusen Anwendung.


Der Werksklub teilte am Mittwoch mit: „Bayer 04 hat sich in den vergangenen Jahren mit erheblichem Aufwand und mehreren konkreten Lösungsvorschlägen in den Prozess um die 50+1-Regel eingebracht. Ziel war und bleibt eine faire, praktikable und möglichst langfristige Lösung für den gesamten deutschen Profifußball, die zugleich den historisch gewachsenen Strukturen und den Interessen aller Beteiligten Rechnung trägt. Bayer 04 sieht dafür auf Basis der Stellungnahme des Bundeskartellamts einige vielversprechende Ansatzpunkte. Der Klub wird auch weiterhin aktiv und konstruktiv an einer solchen Lösung mitarbeiten und die seit dem Jahr 2021 laufenden Gespräche mit der Bundesliga und den weiteren Beteiligten fortsetzen.“


Wolfsburg reagiert: Klub fällt seit 2001 unter Ausnahmeregel


Volkswagen erhielt 2001 eine Ausnahme für den VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen verkündeten, man werde „die Ausführungen nun sorgfältig prüfen“. Weiter hieß es in einer Stellungnahme: „Aus unserer Sicht bedarf es einer praktikablen Lösung, die Rechtssicherheit schafft, faire und zuverlässige Wettbewerbsbedingungen gewährleistet und zugleich den unterschiedlich gewachsenen Strukturen im deutschen Profifußball Rechnung trägt.“ Man werde sich „weiterhin konstruktiv in diesen Prozess einbringen und die Gespräche mit der Bundesliga-Gruppe, den Klubs und den weiteren Beteiligten fortsetzen“.


Der Volkswagen-Konzern teilte mit: „Unser Ziel ist es, im vernünftigen Miteinander einen alle Interessen berücksichtigenden, tragfähigen Kompromiss zu finden. Dieser muss den Wettbewerb sowie die Leistungskraft der Vereine und der Bundesligen stärken und darüber hinaus das Wesen des deutschen Fußballs erhalten. Unsere Bereitschaft hierzu haben wir schon seit längerem signalisiert. Nun ist es an der Bundesliga-Gruppe, auch im Dialog mit weiteren Akteuren aus Politik und Wirtschaft, gemeinsam mit allen Klubs eine faire, praktikable und langfristig tragfähige Lösung zu erarbeiten.“ Gleichzeitig weise man darauf hin, „dass die Volkswagen AG verpflichtet ist, die Interessen seiner Aktionärinnen und Aktionäre zu wahren. Deshalb behalten wir uns alle angemessenen weiteren Schritte vor“.



50+1 im deutschen Fußball: Der Fall Hannover 96


Kartellamtspräsident Mundt erklärte am Mittwoch des Weiteren, es solle sichergestellt werden, „dass die Wertungen der 50+1-Regel auch bei ihren eigenen Abstimmungen konsequent beachtet werden“. So habe die Deutsche Fußball Liga bei der Abstimmung über eine Investorenbeteiligung an ihren Medienerlösen im Dezember 2023 im Falle von Hannover 96 die Regel nicht konsequent umgesetzt.


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Albendea FC Barcelona Albendea 13.08.2026 - 00:20
Zitat von CrushBMG
Zitat von Albendea

Wer sehen will was passiert wenn 50+1 fällt, sollte sich die spanische Liga ansehen.
Bis in die 90er waren alle Vereine reine eVs. Aufgrund finanzieller Probleme im spanischen Fußball (hohe Schulden, unbezahlte Gehälter, etc.) hat die Regierung ein Gesetz eingeführt das alle Vereine (Ausnahmen Madrid, Barça, Bilbao und Osasuna, da sie als einzige die letzten fünf Jahre keine roten Zahlen geschrieben hatten) in SAD verwandelt wurden, Aktiengesellschaften, und für un es geöffnet. Manche wie la Real haben ein System etabliert das niemand mehr als 2% Anteile haben können und somit de facto weiterhin Mitglieder kontrolliert sind.
Die meisten wurden aufgekauft und man kann ja sehen was passiert ist. Valencia wird in den 2000ern aufgekauft und von eine der Größen des Landes komplett abgestürzt.
Wiederum ist Villarreal, ein Dorf Club der ab und zu mal in der ersten Liga gespielt hat, wird vom Erben des spanischen Äquivalents von Aldi gekauft weil er Valencia nicht kaufen konnte und ist jetzt ein top 4 Verein.
Der damalige Atleti Präsident in einem Betrugsfall alle Anteile übernommen und sukzessive verkauft, die letzten Anteile vor kürzlich an einem amerikanischen Fond verkauft von seinem Partner. Der Betrugsfall wurde erst vor kurzem vor Gericht entschieden.
Sevilla ist komplett abgestürzt weil der ehemalige Präsident und sein Sohn einen Bürgerkrieg führen und verschiedene Investoren an Bord holen wollen und Anteile aufkaufen um sie wieder zu verkaufen, zum Nachteil der Fans.
Español wurde von Chinesen gekauft als der China investment Boom kam und als dieser endete wurde der Geldhahn zugedreht, mit großen finanziellen Problemen bis sie jetzt von Amis gekauft wurden.

Und das sind nur die großen Vereine der ersten Liga. In der gesamten Pyramide gibt es solche Geschichten, viele schlimmer die auch mit Vereinsauflösungen geendet haben oder drohen (siehe Lleida).

Und trotzdem wird die Meisterschaft weiterhin zwischen den drei Vereinen die bereits vorher am meisten ligen gewonnen haben: Atleti, Barça, Madrid. Die Abstände zwischen den beiden letzteren zum Rest sind auch nur noch größer geworden.

Wer also glaubt das das Ende von 50+1 die Bayern Serienmeisterschaft beenden wird, die Abstände verringern wird und es kompetitiver werden wird irrt sich enorm. Es wird die aktuellen Strukturen nur verstärken, nicht Schwächen.



bester Beitrag zum Thema.

Wenn 50+1 fällt sollte man ganz klare Regeln für Investoren einführen. Grundsätzlich gibt es auch genug Beispiele wo Investoren geführte Ligen gut funktionieren von NBA, NFL und MLB bis zur Premier League gibt es sehr wenig Probleme mit Investoren, verweist man auf Amerika, wir haben bei der WM die Stadien bestaunt, die wurden alle mit einem Grossteil von Investorengelder bezahlt da stehen halt Schüsseln die 2 Milliarden kosten....Ich sehe nicht den Need für einen Amerikaner Dortmund für 2 Milliarden zu kaufen aber wenn er es täte hätte er auch Interesse das es besser läuft. Wenn man hier Manchester United als schlechtes Beispiel präsentiert muss man sagendas waren die Anfänge, damals hat man versucht alles an Geld rauszuziehen und nichts zu investieren. Mittlerweile sind die Käufer dann doch anders es wird sogar wie wild investiert.
Das die Fans darunter safe leiden werden ist ein Fakt auch hier kann ich alle genannten Ligen gerne erneut nennen, nirgendwo gibt es eine Fankultur, nirgendwo wird Rücksicht genommen, das Ticketpreise steigen werden ist ein Fakt. Wir müssten uns von vielem liebgewonnen trennen, selbst ein stark investierender Manager will Geld zurückbekommen, das man mit Gladbach morgen und wahrscheinlich auch in 3 Jahren nicht die Champions League gewinnen kann selbst wenn man jedes Jahr 100 Mio investiert und Gehälter mit 20 Mio Plus zahlt ist ein weiterer Fakt. Aber grundsätzlich weiss das auch jemand der 10 Milliarden in Manchester United steckt, das er deswegen morgen nicht CL Sieger wird.
Ich bin ganz klar für 50+1, aber wenn es jemals fallen sollte sollten die Regeln für einen Investor einstieg sehr hoch sein und allein das wird den meisten Kraut und Rüben Käufer abschrecken. Einem Hasan Ismaik, Windhorst und einem Pomarev hat man es leicht gemacht und keiner der drei haben wirklich Geld verdient nur verbrannt. Wir haben in vielen Ligen gesehen was passiert wenn es passiert, im Endeffekt gibt es keinen Need für Investoren siehe Spanien, dominiert die Liga Europa ? Nein, die Nationalmannschaft schon aber die Liga halt nicht. Von daher hoffe ich das man Lösungen findet bei Wolfsburg und Leverkusen und was mit RB passiert ist mir herzlich egal, gerne einen Neuanfang in Liga 6 unter VFB Leipzig, das dieses Konstrukt es je in den deutschen Fussball geschafft hat war sicher eins der grössten Fehler. Aber Fehler kann man korrigieren und RB hat genug Ersatzstandorte auf die man ausweichen könnte.


Wobei die Stadien in den USA alle über Steuergelder der jeweiligen Stadt und Bundesstaat bezahlt werden, nicht von den Besitzern der Teams. Der Besitzer der clippers hat das Stadion komplett selbst finanziert und das hat eben deswegen Schlagzeilen gemacht weil so etwas nicht in den Staaten passiert. Da erpressen die Team Besitzer regelmäßig die Gemeinden mit baut mir ein neues Stadion oder das Team geht woanders hin (passiert sogar aktuell in Portland und mit dem nfl Team in chicago). Die wechseln Städte und Bundesstaaten wie nichts.

Und die Gewinne von den Stadien gehen danach natürlich zu 100% an die Team Besitzer, die dann auch die Stadion Besitzer sind obwohl sie keinen Pfennig in den Bau investiert haben. Aber so sind nun mal die Amis....


Generell sind die USA wohl das schlechteste Vorbild was Investoren im Sport angeht.
Albendea FC Barcelona Albendea 13.08.2026 - 00:20
Zitat von CrushBMG
Zitat von Albendea

Wer sehen will was passiert wenn 50+1 fällt, sollte sich die spanische Liga ansehen.
Bis in die 90er waren alle Vereine reine eVs. Aufgrund finanzieller Probleme im spanischen Fußball (hohe Schulden, unbezahlte Gehälter, etc.) hat die Regierung ein Gesetz eingeführt das alle Vereine (Ausnahmen Madrid, Barça, Bilbao und Osasuna, da sie als einzige die letzten fünf Jahre keine roten Zahlen geschrieben hatten) in SAD verwandelt wurden, Aktiengesellschaften, und für un es geöffnet. Manche wie la Real haben ein System etabliert das niemand mehr als 2% Anteile haben können und somit de facto weiterhin Mitglieder kontrolliert sind.
Die meisten wurden aufgekauft und man kann ja sehen was passiert ist. Valencia wird in den 2000ern aufgekauft und von eine der Größen des Landes komplett abgestürzt.
Wiederum ist Villarreal, ein Dorf Club der ab und zu mal in der ersten Liga gespielt hat, wird vom Erben des spanischen Äquivalents von Aldi gekauft weil er Valencia nicht kaufen konnte und ist jetzt ein top 4 Verein.
Der damalige Atleti Präsident in einem Betrugsfall alle Anteile übernommen und sukzessive verkauft, die letzten Anteile vor kürzlich an einem amerikanischen Fond verkauft von seinem Partner. Der Betrugsfall wurde erst vor kurzem vor Gericht entschieden.
Sevilla ist komplett abgestürzt weil der ehemalige Präsident und sein Sohn einen Bürgerkrieg führen und verschiedene Investoren an Bord holen wollen und Anteile aufkaufen um sie wieder zu verkaufen, zum Nachteil der Fans.
Español wurde von Chinesen gekauft als der China investment Boom kam und als dieser endete wurde der Geldhahn zugedreht, mit großen finanziellen Problemen bis sie jetzt von Amis gekauft wurden.

Und das sind nur die großen Vereine der ersten Liga. In der gesamten Pyramide gibt es solche Geschichten, viele schlimmer die auch mit Vereinsauflösungen geendet haben oder drohen (siehe Lleida).

Und trotzdem wird die Meisterschaft weiterhin zwischen den drei Vereinen die bereits vorher am meisten ligen gewonnen haben: Atleti, Barça, Madrid. Die Abstände zwischen den beiden letzteren zum Rest sind auch nur noch größer geworden.

Wer also glaubt das das Ende von 50+1 die Bayern Serienmeisterschaft beenden wird, die Abstände verringern wird und es kompetitiver werden wird irrt sich enorm. Es wird die aktuellen Strukturen nur verstärken, nicht Schwächen.



bester Beitrag zum Thema.

Wenn 50+1 fällt sollte man ganz klare Regeln für Investoren einführen. Grundsätzlich gibt es auch genug Beispiele wo Investoren geführte Ligen gut funktionieren von NBA, NFL und MLB bis zur Premier League gibt es sehr wenig Probleme mit Investoren, verweist man auf Amerika, wir haben bei der WM die Stadien bestaunt, die wurden alle mit einem Grossteil von Investorengelder bezahlt da stehen halt Schüsseln die 2 Milliarden kosten....Ich sehe nicht den Need für einen Amerikaner Dortmund für 2 Milliarden zu kaufen aber wenn er es täte hätte er auch Interesse das es besser läuft. Wenn man hier Manchester United als schlechtes Beispiel präsentiert muss man sagendas waren die Anfänge, damals hat man versucht alles an Geld rauszuziehen und nichts zu investieren. Mittlerweile sind die Käufer dann doch anders es wird sogar wie wild investiert.
Das die Fans darunter safe leiden werden ist ein Fakt auch hier kann ich alle genannten Ligen gerne erneut nennen, nirgendwo gibt es eine Fankultur, nirgendwo wird Rücksicht genommen, das Ticketpreise steigen werden ist ein Fakt. Wir müssten uns von vielem liebgewonnen trennen, selbst ein stark investierender Manager will Geld zurückbekommen, das man mit Gladbach morgen und wahrscheinlich auch in 3 Jahren nicht die Champions League gewinnen kann selbst wenn man jedes Jahr 100 Mio investiert und Gehälter mit 20 Mio Plus zahlt ist ein weiterer Fakt. Aber grundsätzlich weiss das auch jemand der 10 Milliarden in Manchester United steckt, das er deswegen morgen nicht CL Sieger wird.
Ich bin ganz klar für 50+1, aber wenn es jemals fallen sollte sollten die Regeln für einen Investor einstieg sehr hoch sein und allein das wird den meisten Kraut und Rüben Käufer abschrecken. Einem Hasan Ismaik, Windhorst und einem Pomarev hat man es leicht gemacht und keiner der drei haben wirklich Geld verdient nur verbrannt. Wir haben in vielen Ligen gesehen was passiert wenn es passiert, im Endeffekt gibt es keinen Need für Investoren siehe Spanien, dominiert die Liga Europa ? Nein, die Nationalmannschaft schon aber die Liga halt nicht. Von daher hoffe ich das man Lösungen findet bei Wolfsburg und Leverkusen und was mit RB passiert ist mir herzlich egal, gerne einen Neuanfang in Liga 6 unter VFB Leipzig, das dieses Konstrukt es je in den deutschen Fussball geschafft hat war sicher eins der grössten Fehler. Aber Fehler kann man korrigieren und RB hat genug Ersatzstandorte auf die man ausweichen könnte.


Wobei die Stadien in den USA alle über Steuergelder der jeweiligen Stadt und Bundesstaat bezahlt werden, nicht von den Besitzern der Teams. Der Besitzer der clippers hat das Stadion komplett selbst finanziert und das hat eben deswegen Schlagzeilen gemacht weil so etwas nicht in den Staaten passiert. Da erpressen die Team Besitzer regelmäßig die Gemeinden mit baut mir ein neues Stadion oder das Team geht woanders hin (passiert sogar aktuell in Portland und mit dem nfl Team in chicago). Die wechseln Städte und Bundesstaaten wie nichts.

Und die Gewinne von den Stadien gehen danach natürlich zu 100% an die Team Besitzer, die dann auch die Stadion Besitzer sind obwohl sie keinen Pfennig in den Bau investiert haben. Aber so sind nun mal die Amis....


Generell sind die USA wohl das schlechteste Vorbild was Investoren im Sport angeht.
RS-SVB Bayer 04 Leverkusen RS-SVB 12.08.2026 - 22:20
Zitat von SGE-Monnem
Zitat von thomi

Zitat von SGE-Monnem

Deine Behauptung, dass das gesetzlich verboten wäre, ist aber nicht korrekt.


? Nirgends behauptet, aber so einfach wie du dir das vorstellst, funktioniert es halt nicht. Nicht umsonst das entsprechende Statement "Die Bayer AG wird die finale, rechtlich nicht bindende Stellungnahme des Bundeskartellamts zur 50+1-Thematik sorgfältig prüfen und hält sich ausdrücklich alle Optionen offen, um die Rechte und Interessen des Unternehmens und seiner Anteilseigner im Hinblick auf die Bayer 04 Fußball GmbH zu wahren."

Stimmt. Sorry, da waren zu viele Leute in der Zitatkette drin. Habe dich da mit einem Vorposter verwechselt, der sagte: "Auch die Rückgabe der Anteile zu guten Konditionen ist so rechtlich nicht möglich, da man auch dort selbstverständlich gesetzlichen Regelungen unterliegt." Nicht möglich klang für mich jetzt eher nach verboten, aber da ist natürlich auch Interpretationsspielraum mit drin.

Dass es einfach wäre, habe ich auch nicht behauptet. Ich vermute aber mal, dass ein weltweit agierender Konzern, der bei anderen juristischen Themen wie z.B. Glyphosat in den USA mit sicherlich sehr guten und auch sehr teuren Anwälten so einige rechtlich nicht einfache Klagen überstehen konnte, sich auch die nötige Kompetenz besorgen kann, dass auch so ein Rückübertrag der Anteile für Bayer an ihrer Fussball Gmbh am Ende relativ einfach wäre aus Bayer-Sicht. Die Schwierigkeit hat ja nicht Bayer, denn dafür gibt es externe Experten. Bayer müsste für diese am Ende "nur" die Rechnung zahlen.

Ja fair, schlecht formuliert, auch wenn ich im Kern schon das richtige ausdrücken wollte denke ich.
Selbst wenn Bayer morgen beschließen würde diesen Schritt zu gehen (was als börsennotierte AG an sich schon schwierig wäre und ein mit Sicherheit wahnsinnig komplizierter Prozess um Anteilseigner, Steuerrecht etc. wäre) gäbe es noch wahnsinnig hohe gesetzliche Hürden und vor allem Folgekosten. Ein Notar macht die Transaktion ja nicht automatisch legal.

Das Steuerrecht kennt verdeckte Gewinnausschüttungen und verdeckte Einlagen ebenfalls sehr gut. Wenn ein Vermögensgegenstand unter Wert an eine nahestehende Gesellschaft übertragen wird, wird beim Steuerrecht nicht einfach auf den tatsächlich vereinbarten Kaufpreis geschaut. Wir reden hier von mehreren 100 Millionen Euro und den entsprechenden Steuern. Da sind wir dann sehr sehr weit weg von einer Übertragung von einem Euro.

Der Fremdvergleich ist ebenfalls zu berücksichtigen. Eine quasi unentgeltliche Übertragung der Anteile ist halt letztlich alles andere als ein simples zurückgeben, sondern würde erheblichen gesellschafts- und steuerrechtlichen Hürden unterliegen. Ob sich das so überhaupt komplett rechtssicher umsetzen lässt, ist fraglich.
Hans-Joachim Watzke
Borussia Dortmund
Hans-Joachim Watzke
Geb./Alter:
21.06.1959 (67)
Nat.:  Deutschland
Akt. Verein:
Borussia Dortmund
Aktuelle Funktion:
Präsident
Im Amt seit:
23.11.2025
Deutsche Fußball Liga
Gesamtmarktwert:
-
Kadergröße:
0
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