Wer sehen will was passiert wenn 50+1 fällt, sollte sich die spanische Liga ansehen.
Bis in die 90er waren alle Vereine reine eVs. Aufgrund finanzieller Probleme im spanischen Fußball (hohe Schulden, unbezahlte Gehälter, etc.) hat die Regierung ein Gesetz eingeführt das alle Vereine (Ausnahmen Madrid, Barça, Bilbao und Osasuna, da sie als einzige die letzten fünf Jahre keine roten Zahlen geschrieben hatten) in SAD verwandelt wurden, Aktiengesellschaften, und für un es geöffnet. Manche wie la Real haben ein System etabliert das niemand mehr als 2% Anteile haben können und somit de facto weiterhin Mitglieder kontrolliert sind.
Die meisten wurden aufgekauft und man kann ja sehen was passiert ist. Valencia wird in den 2000ern aufgekauft und von eine der Größen des Landes komplett abgestürzt.
Wiederum ist Villarreal, ein Dorf Club der ab und zu mal in der ersten Liga gespielt hat, wird vom Erben des spanischen Äquivalents von Aldi gekauft weil er Valencia nicht kaufen konnte und ist jetzt ein top 4 Verein.
Der damalige Atleti Präsident in einem Betrugsfall alle Anteile übernommen und sukzessive verkauft, die letzten Anteile vor kürzlich an einem amerikanischen Fond verkauft von seinem Partner. Der Betrugsfall wurde erst vor kurzem vor Gericht entschieden.
Sevilla ist komplett abgestürzt weil der ehemalige Präsident und sein Sohn einen Bürgerkrieg führen und verschiedene Investoren an Bord holen wollen und Anteile aufkaufen um sie wieder zu verkaufen, zum Nachteil der Fans.
Español wurde von Chinesen gekauft als der China investment Boom kam und als dieser endete wurde der Geldhahn zugedreht, mit großen finanziellen Problemen bis sie jetzt von Amis gekauft wurden.
Und das sind nur die großen Vereine der ersten Liga. In der gesamten Pyramide gibt es solche Geschichten, viele schlimmer die auch mit Vereinsauflösungen geendet haben oder drohen (siehe Lleida).
Und trotzdem wird die Meisterschaft weiterhin zwischen den drei Vereinen die bereits vorher am meisten ligen gewonnen haben: Atleti, Barça, Madrid. Die Abstände zwischen den beiden letzteren zum Rest sind auch nur noch größer geworden.
Wer also glaubt das das Ende von 50+1 die Bayern Serienmeisterschaft beenden wird, die Abstände verringern wird und es kompetitiver werden wird irrt sich enorm. Es wird die aktuellen Strukturen nur verstärken, nicht Schwächen.
bester Beitrag zum Thema.
Wenn 50+1 fällt sollte man ganz klare Regeln für Investoren einführen. Grundsätzlich gibt es auch genug Beispiele wo Investoren geführte Ligen gut funktionieren von NBA, NFL und MLB bis zur Premier League gibt es sehr wenig Probleme mit Investoren, verweist man auf Amerika, wir haben bei der WM die Stadien bestaunt, die wurden alle mit einem Grossteil von Investorengelder bezahlt da stehen halt Schüsseln die 2 Milliarden kosten....Ich sehe nicht den Need für einen Amerikaner Dortmund für 2 Milliarden zu kaufen aber wenn er es täte hätte er auch Interesse das es besser läuft. Wenn man hier Manchester United als schlechtes Beispiel präsentiert muss man sagendas waren die Anfänge, damals hat man versucht alles an Geld rauszuziehen und nichts zu investieren. Mittlerweile sind die Käufer dann doch anders es wird sogar wie wild investiert.
Das die Fans darunter safe leiden werden ist ein Fakt auch hier kann ich alle genannten Ligen gerne erneut nennen, nirgendwo gibt es eine Fankultur, nirgendwo wird Rücksicht genommen, das Ticketpreise steigen werden ist ein Fakt. Wir müssten uns von vielem liebgewonnen trennen, selbst ein stark investierender Manager will Geld zurückbekommen, das man mit Gladbach morgen und wahrscheinlich auch in 3 Jahren nicht die Champions League gewinnen kann selbst wenn man jedes Jahr 100 Mio investiert und Gehälter mit 20 Mio Plus zahlt ist ein weiterer Fakt. Aber grundsätzlich weiss das auch jemand der 10 Milliarden in Manchester United steckt, das er deswegen morgen nicht CL Sieger wird.
Ich bin ganz klar für 50+1, aber wenn es jemals fallen sollte sollten die Regeln für einen Investor einstieg sehr hoch sein und allein das wird den meisten Kraut und Rüben Käufer abschrecken. Einem Hasan Ismaik, Windhorst und einem Pomarev hat man es leicht gemacht und keiner der drei haben wirklich Geld verdient nur verbrannt. Wir haben in vielen Ligen gesehen was passiert wenn es passiert, im Endeffekt gibt es keinen Need für Investoren siehe Spanien, dominiert die Liga Europa ? Nein, die Nationalmannschaft schon aber die Liga halt nicht. Von daher hoffe ich das man Lösungen findet bei Wolfsburg und Leverkusen und was mit RB passiert ist mir herzlich egal, gerne einen Neuanfang in Liga 6 unter VFB Leipzig, das dieses Konstrukt es je in den deutschen Fussball geschafft hat war sicher eins der grössten Fehler. Aber Fehler kann man korrigieren und RB hat genug Ersatzstandorte auf die man ausweichen könnte.
Wobei die Stadien in den USA alle über Steuergelder der jeweiligen Stadt und Bundesstaat bezahlt werden, nicht von den Besitzern der Teams. Der Besitzer der clippers hat das Stadion komplett selbst finanziert und das hat eben deswegen Schlagzeilen gemacht weil so etwas nicht in den Staaten passiert. Da erpressen die Team Besitzer regelmäßig die Gemeinden mit baut mir ein neues Stadion oder das Team geht woanders hin (passiert sogar aktuell in Portland und mit dem nfl Team in chicago). Die wechseln Städte und Bundesstaaten wie nichts.
Und die Gewinne von den Stadien gehen danach natürlich zu 100% an die Team Besitzer, die dann auch die Stadion Besitzer sind obwohl sie keinen Pfennig in den Bau investiert haben. Aber so sind nun mal die Amis....
Generell sind die USA wohl das schlechteste Vorbild was Investoren im Sport angeht.









