14.04.2026 - 17:09 | Quelle: Sport Bild/TM/dpa | Lesedauer: unter 3 Min.
Borussia Dortmund
Nico Schlotterbeck
Watzke sieht guten Kompromiss 

„Sport Bild“: Schlotterbeck-Klausel gilt nur für 3 Klubs um Real – Wenige Wochen Zeit für Abgang

BVB: Schlotterbeck-Klausel gilt nur für 3 Klubs um Real Madrid – Wenig Zeit
©IMAGO

Nach den langwierigen Verhandlungen mit Nico Schlotterbeck und der langersehnten Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund gab es im Stadion Pfiffe für den Verteidiger. Als Grund für den Unmut der Fans wird neben der Entscheidungsdauer vor allem auch die Ausstiegsklausel gesehen, die sich der 26-Jährige in sein neues Arbeitspapier schreiben ließ. Jetzt berichtet die „Sport Bild“, dass jene Vertragsoption lediglich für drei Klubs gilt.


Marktwert
Nico Schlotterbeck
N. Schlotterbeck Innenverteidiger
55,00 Mio. €


Dazu gehören dem Magazin zufolge Real Madrid und der FC Liverpool, die schon vor der Verlängerung als mögliche neue Klubs für Schlotterbeck gehandelt wurden. Als weiterer Interessent wurde lange auch der FC Bayern diskutiert, zuletzt hieß es jedoch, dass die Münchner die Klausel nicht ziehen können. Der dritte Verein bleibt somit vorerst offen. Als Kostenpunkt kursierte nach der Vertragsunterschrift ein Betrag zwischen 50 Millionen und 60 Millionen Euro für die Ausstiegsklausel. Schlotterbecks aktueller Marktwert liegt bei 55 Mio. Euro. Bis 2031 ist der neue Kontrakt gültig.



Als weiteres Detail der umstrittenen Klausel nennt das Magazin auch den Zeitraum der Gültigkeit. Demnach kann die Option lediglich im Juli und hier auch nicht über den gesamten Monat aktiviert werden. Es heißt, die Frist laufe rund um das Endspiel der Weltmeisterschaft (19. Juli) ab. Dadurch gäbe es für einen möglichen frühzeitigen Abgang Schlotterbecks nur ein Zeitfenster von wenigen Wochen ab Transferstart Anfang Juli und anschließend wiederum noch viel Zeit für die BVB-Verantwortlichen, die hohe Ablöse bis zum Transferschluss Ende August zu reinvestieren.


Schlotterbeck-Diskussion: Watzke verteidigt Ausstiegsklausel


Hans-Joachim Watzke hat Schlotterbeck und die Verantwortlichen von Borussia Dortmund auch gegen die Kritik nach der Verlängerung des Nationalspielers in Schutz genommen. Dabei bestätigte der frühere Geschäftsführer und aktuelle BVB-Präsident erstmals indirekt, dass es eine Ausstiegsklausel gibt. „Ich sage: Es ist ein guter Kompromiss“, erklärte Watzke im Interview mit den „Ruhr Nachrichten“: „Für uns geht es immer darum, als Borussia Dortmund erst mal die Transferwerte zu sichern und dann natürlich auch irgendwann ein bisschen Planungssicherheit zu haben.“



Ausstiegsklauseln im Fußball umschrieb Watzke als mittlerweile normal. „Da müssen wir uns nichts vormachen. Das macht Bayern München genauso wie Paris oder wer auch immer. Das gibt es heute kaum noch anders.“ Er deutete zudem an, dass die Klausel nicht bis zum Ende des Transferfensters gezogen werden kann. „Das Ende der Transferfrist ist der 31. August. Gehen Sie mal davon aus, dass wir unsere Transferplanungen in diesem Sommer früher abgewickelt haben wollen.“


Kovac und Anton kritisierten Pfiffe gegen Schlotterbeck


BVB-Coach Niko Kovac hatte mit Kritik auf die Pfiffe der Fans gegen Schlotterbeck reagiert. Auch Teamkollege Waldemar Anton nahm den Nationalspieler in Schutz. „Ich persönlich habe es nicht gehört, aber ich habe gehört, dass es Pfiffe gab. Natürlich geht sowas nicht“, sagte Kovac im Anschluss an das 0:1 am Samstag gegen Bayer Leverkusen bei „DAZN“. „Der Junge hat sich zum BVB bekannt. Wenn es mal ein bisschen länger dauert, heißt das ja nicht, dass es schlecht sein muss.“ Anton erklärte: „Wir sind sehr, sehr froh, dass Schlotti verlängert hat. Er hat sich das verdient und ich glaube, keiner hat es verdient, ausgepfiffen zu werden – vor allem auch nicht hier im eigenen Stadion. Das sind die Dinge, die überhaupt nicht funktionieren. Das ist ein Unding meiner Meinung nach.“



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Letzte Beiträge Newsforum

jimmy_hogan85 jimmy_hogan85 15.04.2026 - 11:25
Mit der VVL hat der BVB eigentlich eine gute Arbeit geleistet. Verstehe all die Kritik daran auch nicht. Ist doch ein Superdeal. Das ein Spieler mit 26 in seine Prime, bei seinem wahrscheinlich größten und wichtigsten Vertrag in seiner Karriere sich am Ende gegen Real/Liverpool entscheidet und für den BVB wäre doch ohnehin eher unrealistisch und ist reines Wunschdenken.

So hat man sich finanziell als BVB abgesichert , hat am Ende durch den Ablauf am Finaltag noch eine gewisse Planungssicherheit und ich sehe auch nicht, warum man ihn das so negativ auslegen muss. Er ist ja dem BVB durchaus entgegen gekommen und ja natürlich ist der BVB für so ein Spieler nicht der absolute Plan A, aber immerhin ist es der gute Plan B.

Die Pfiffe im Stadion wären evtl. vermeidbar gewesen, hätte man diese VVL nicht so rigoros dort kommuniziert. Das war auch Blödsinn und eher ein kommunikatives Eigentor. Es ist eine VVL die sportlich und wirtschaftlich gut verhandelt ist, aber natürlich am Ende auch keine pure Fanromantik. Ist klar, dass da bei so einer Steilvorlage dann am Ende einige Pfeiffen. Auch wenn ich es für quatsch halte.
Deard Borussia Dortmund Deard 15.04.2026 - 10:40
Zitat von Smokesletsgo
Dortmund ist nun mal inzwischen wieder weit davon weg keine AK mehr zuzulassen. Das war mal die Prämisse wurde dann aber für Haaland aufgeweicht - klar anders kriegst du so ne Weltklasse Stürmer nicht. Aber inzwischen gilt es halt auch für gute IV. Da sind einige Fans natürlich sauer aber aktuell gehts wohl nicht anders.


Die Prämisse war gut, als Spieler noch für den BVB und dessen Möglichkeiten nach Dortmund wollten. Jetzt haben wir kein Alleinstellungsmerkmal mehr, anders als früher, mit überdurchschnittlichem Erfolg und extrem guter Talententwicklung.

Somit kann man auch keine eigenen Spielregelungen mehr durchsetzen. Das hat man eher zu spät erkannt, die ganze Konkurrenz agierte dort viel flexibler.
Bolzplatzheld Borussia Dortmund Bolzplatzheld 15.04.2026 - 10:32
Zitat von Patty
Zitat von Malioc

Madrid, Barcelona, Liverpool. Hauptsache Italien. 😆

Könnte natürlich auch PSG oder ein anderer englischer Top-Club dabei sein. Ich finde die Konstellation für alle Beteiligten günstig. Die Wahrscheinlichkeit, dass wirklich einer der Drei (wer auch immer es ist) ihn unbedingt holen möchte, ist nicht allzu hoch. Andere Interessenten sind abgeschreckt.

Aus Schlotterbecks Sicht ist es eine Ausstiegschance, wenn er noch einmal einen Schritt nach oben machen möchte. Und auch dann fließt eine marktwertgerechte Ablöse.

Sentimentalitäten gegen solche Klauseln verstehe ich zwar, aber der moderne Fußball ist nun einmal ein Business.


Real und Liverpool sind bereits bestätigt und waren im Grunde klar. Der dritte Verein ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Barca, wobei man natürlich auch Arsenal oder ManU nicht ausschließen kann. Ich glaube nicht, dass Schlotterbeck von PSG träumt.


PSG denke ich auch nicht, obwohl Die ihm Titel (zumindest Meisterschaft) auch garantieren können.

Es wird spannend wann und wo der 1. Stein beim IV-Transfer-Domino fällt.
Autor
Piggadilly
Tobias Picker
TM-Username: Piggadilly
Alle Beiträge des Autors
Nico Schlotterbeck
Borussia Dortmund
Nico Schlotterbeck
Geb./Alter:
01.12.1999 (26)
Nat.:  Deutschland
Akt. Verein:
Borussia Dortmund
Vertrag bis:
30.06.2031
Position:
Innenverteidiger
Marktwert:
55,00 Mio. €
Borussia Dortmund
Gesamtmarktwert:
529,20 Mio. €
Wettbewerb:
Bundesliga
Trainer:
Niko Kovac
Kadergröße:
28
Letzter Transfer:
Joey Veerman
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