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Fankultur in Köln

15.03.2012 - 23:46 Uhr
Fankultur in Köln |#7201
16.12.2025 - 10:27 Uhr
Zitat von Zensur

Zitat von Valen

Zitat von broichinator

Zitat von Valen

Den Ausweis kann man ja beim Einlass checken. Muss man ja noch nicht mal flächendeckend tun. Stichproben reichen doch schon damit man besser den korrekten Namen auf dem Ticket hat.
Ich stelle wiederholt die Frage: was hast du davon?


Das derjenige der die Dauerkarte besitzt mehr Verantwortungsgefühl dafür empfindet wem er die Karte gibt. Sie kann dann nicht mehr anonym herumgereicht werden und der Dauerkarteninhaber kann nicht so tun, als ginge ihn das nichts an.

Ich würde mir jedenfalls 3 mal überlegen einen mir völlig unbekannten bei meiner Karte anzugeben. Und wenn derjenige der die Karte hat Mist baut fällt das auf mich zurück. Es ist ja nachvollziehbar wer dem Unruhestifter die Karte überlassen hat.

Unterm Strich dürften es die grenzuberschreiter schwerer haben an Karten zu kommen, was du ivh voll und ganz begrüßen würde.

Dir ist klar, dass die Dauerkarten mittlerweile elektronisch sind?
Und ich z.b. über die Ticket Börse die Karte auch reinstellen kann und dann kauft sie auch ein „fremder“? Dann soll das auf mich zurückfallen, wenn irgendein honk die Karte kauft?


Beim Anbieten über den Fansale springt ja der FC direkt in die Kaufabwicklung ein und stellt dem Ticketkäufer eine Karte zur Verfügung. Von daher wäre der Dauerkarteninhaber eher "haftungsbefreit". Ob Valens Gedankenspiel sinnhaft ist für mehr Kontrolle, weiß ich nicht. Dein Einwand empfinde ich da zumindest nicht als entkräftend.

•     •     •

Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär nur Deine Schuld, wenn Sie so bleibt.
[Die Ärzte, Deine Schuld]

Dieser Beitrag wurde zuletzt von rudy dyer am 16.12.2025 um 10:30 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#7202
16.12.2025 - 10:58 Uhr
Zitat von Valen
Zitat von broichinator

Zitat von amtsschimmel

Auch zeigt es, dass es richtig und wichtig ist, das strenge Kontrollen, personalisierte Tickets und Videoüberwachung kommen. Die ***** en unter den Ultras wirst Du nur los, wenn sie überführt und bestraft werden.
Ich finde dieses Geschrei nach strengen Kontrollen, personalisierten Tickets und Videoüberwachung ja immer wieder interessant. Was genau erhofft ihr euch davon, was nicht sowieso schon vorhanden ist?

Videoüberwachung im Umlauf des Stadions gibt es. Genauso wie die Videoüberwachung hinter dem Block als auch im Block. Habt ihr euch mal die Einsatzleitstellen der Polizei im Stadion angesehen? Der Kölner Keller ist neidisch darauf, auf wie viele Kameras die Polizei Zugriff hat und wie viele Leute die Bilder sichten. Was für Kameras fordert ihr noch? Die dann was genau aufnehmen sollen, was nicht sowieso schon aufgenommen wird? Nennt mir ein Stadion oder Sporteventlocation wo Videoüberwachung nicht eh schon auf der Tagesordnung steht?

Das Gebrüll nach personalisierten Tickets ist auch immer wieder faszinierend und die Diskussion darüber älter als RB Leipzig. Zuletzt gab es diese Diskussion hier in Köln nach den beschissenen Vorfällen in Nizza. Was hätten personalisierte Tickets damals verhindert? Wer vor Ort war oder Leute kennt, die es waren, die wissen wie die Einlasssituation war. Neben 1000 anderen Fehlleistungen an diesem Abend.

Auch die Situation jetzt in Leverkusen hätten personalisierte Tickets doch null entspannt, da die zwei aufgegriffenen Fans ja wohl versucht haben ohne gültiges Ticket ins Stadion zu gelangen. Auch den Einsatz von Pyro verhindert kein personalisiertes Ticket. Personalisiert die Sturmhauben oder die Fahnen unter denen sich versteckt wird, hätte wohl mehr präventiven Erfolg. Der Kram kommt doch oft nicht über den normalen Weg ins Stadion.

Jeder der in der aktuellen Situation schon mal im Stadion war, weiß, was für ein nerviges, zeitaufwendiges Verfahren der Einlass ins Stadion ist. Ihr wollt mir dann noch erklären, die Ordner sollen die Personalien der Leute kontrollieren? Wann wollt ihr die Stadiontore öffnen? 48 Stunden vorher? Mal davon ab, dass, so wie ich zuletzt gelesen habe, es rechtlich gar nicht klar ist, ob Sicherheitsmitarbeiter überhaupt nach einem Personalausweis fragen dürfen.

Die Logistik und der Nutzen hinter personalisierten Tickets beim Einlass ist absolut in keinem Verhältnis. Auch den Zweitmarkt machen personalisierte Tickets zu einem absoluten Krampf.

Ich kann verstehen, dass man sich grundsätzlich Maßnahmen wünscht, nur sehe ich hier einfach null Mehrwert bei personalisierten Tickets und weiterer Videoüberwachung.


Was denn für eine Logistik beim Teilen der Tickets? Du kannst dich jetzt schon beim Teil Len deiner Karte über Eventim freiwillig einen Namen angeben. Der Mehraufwand beim Teilen beschränkt sich auf das eintippen des Namens.


Na dann frag mal Verantwortliche von aktiven Fanclubs, wie schwer die Ticketverteilung jetzt schon ist.
Wird danach sicher nicht einfacher. Zudem sorgt eine Personalisierung nicht gerade dafür, dass Leute spontan vor Ort noch eine Karte erhalten, wenn doch mal jemand krank wird. Einer bleibt auf dem Geld sitzen, einer kann seinen Stadionbesuch nicht wahrnehmen. Und wofür genau? Was willst du genau damit verhindern?

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Aber eins, aber eins, das bleibt bestehen - BORUSSIA DORTMUND wird nie untergehen!


Borussia Dortmund
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Fankultur in Köln |#7203
16.12.2025 - 11:26 Uhr

Quelle: 11 Freunde

Die Einlasskontrollen für Gäste in der BayArena sind mittlerweile berühmt-berüchtigt. Am Samstag traf es die Fans vom 1. FC Köln. Laut Fanhilfe des Effzeh wurden von der Polizei Nacktkontrollen durchgeführt. Die aktive Fanszene entschloss sich deshalb dazu, noch vor der Partie wieder abzureisen. Damit waren die Domstädter die vierte Fanszene, die in diesem Jahr der BayArena noch vor Anpfiff den Rücken kehrte. Die Polizei dementierte besagte Nacktkontrollen, woraufhin sich die Kölner Fanhilfe erneut meldete und den Vorwurf bekräftigte, von einer „Schikane gegen Fußballfans“ sprach.
11 Freunde ist nun kein neutrales Medium und natürlich szenennah einzuordnen. Dennoch erstmal eine nüchterne Einordnung. Sofern es zutrifft, dass wir 2025 die vierte derart betroffene Fanszene waren, ist das sicherlich kein Zufall.

Wobei damit fairerweise nicht gesagt ist, ob in Leverkusen einfach Recht konsequenter durchgesetzt oder wirklich über ein vertretbares Maß hinausgegangen wird.
Fankultur in Köln |#7204
16.12.2025 - 12:44 Uhr
Zitat von Nowitzki41
ob es im Kiosk und der Pizzeria dann auch systematische Auswertungen dieser Aufnahmen gibt wäre natürlich interessant. da kommt man denke ich nicht in eine Kartei der Pizzaesser.
davon ab sowas als Kriminalprävention zu bezeichnen ist bezeichnend und meiner Meinung nach auch sehr unehrlich. es kann ganz vielleicht, unter umständen, in Ausnahmefällen zur Aufklärung von Taten benutzt werden aber es ist sicher keine Prävention.


Hier geht es nicht um systematische Überwachunghsmethoden der Stasi. Wenn man mal vom Begriff der Kriminalprävention absieht, dann helfen solch Maßnahmen auch, um Katastrophen oder Unfälle vorzubeugen. Und ja, wenn man es auf Gewalt und Zerstörung bezieht, wird man dadurch nicht jeden Straftäter überführen können, aber man wird sicherlich die Stadionsicherheit erhöhen, da die ein oder andere Blödblinse von der Kamera abgeschreckt wird.

Zitat von Nowitzki41
Das abtun als kids lass ich mal so stehen. natürlich ist Vandalismus super unnötig und ärgerlich. die genannten Maßnahmen werden das meiner Meinung nach aber nicht verhindern.


Wenn dir einer besoffen vor die Füße kotzt, dann ist das unnötig und ärgerlich. Vandalismus ist nicht unnötig und ärgerlich, es ist eine Straftat. Diese ständigen Abmilderungen sind nicht förderlich. Wenn du zu einer Partie einlädst und einer der Gäste demoliert dir dein Badezimmer, kommst du dann argumentativ auch so um die Ecke? Und nochmal, verhindern nicht, aber man wird die Problematik eindämmen. Wenn man irgendwo zu Gast ist, hat man nicht nur Rechte sondern auch Pflichten. Die Leute dieser gewissen Szene anders erreichen, die sich zum Sport gemacht haben, sich genauso zu präsentieren, wie sie es idR tun, ist auch aberwitzig. Würdest du bei Straftätern auf Eigenverantwortung setzen? Da wirst du noch mehr enttäuscht, als von der Gesellschaft zu besten Corona-Zeiten.

Zitat von Nowitzki41
man muss die Leute anders erreichen, als 50-tausend Zuschauer unter Generalverdacht zu stellen.


Nur weil man Stadionbesucher beobachtet, wird keiner unter Generalverdacht gestellt. Wo ist eigentlich bei manch "Normalo-Fan" das Problem? Wer wird eigentlich in seiner Freiheit eingeschränkt, der sich ganz normal benimmt?

•     •     •

Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
• • •
Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
• • •
Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
Fankultur in Köln |#7205
16.12.2025 - 14:06 Uhr
11 Freunde ist nun nicht gerade Leverkusenaffin. Aber auch in Leverkusen selber werden die Einschränkungen für Gästefans sehr kritisch gesehen. Letztlich werden hier Dinge untersagt die wir selber auswärts in Anspruch nehmen. Verbotene Fahnenhalter verhindern keine zerstörten Toiletten. Das betrifft aber auch Otto Normalverbraucher Bei internationalen Spielen wurde ich so abgetastet wie noch nie. Sogar mein Schlüsselbund musste ich vorzeigen. Die Stellungnahme der Ultras aus Leverkusen zählt ja einiges auf. Wenn man dann im Zusammenhang mit der BayArena dann Guantanamo erwähnt geht das sicher zu weit.
Fankultur in Köln |#7206
16.12.2025 - 15:01 Uhr
Zitat von Bayerfan1991
11 Freunde ist nun nicht gerade Leverkusenaffin. Aber auch in Leverkusen selber werden die Einschränkungen für Gästefans sehr kritisch gesehen. Letztlich werden hier Dinge untersagt die wir selber auswärts in Anspruch nehmen. Verbotene Fahnenhalter verhindern keine zerstörten Toiletten. Das betrifft aber auch Otto Normalverbraucher Bei internationalen Spielen wurde ich so abgetastet wie noch nie. Sogar mein Schlüsselbund musste ich vorzeigen. Die Stellungnahme der Ultras aus Leverkusen zählt ja einiges auf. Wenn man dann im Zusammenhang mit der BayArena dann Guantanamo erwähnt geht das sicher zu weit.


Informatives und klares Statement eurer Ultras. Muss schon sagen, Respekt dafür, in einem solchen Spiel so konsequent für seine Werte (die man gut oder schlecht finden kann) einzustehen.

Wo schon weiter oben mal zugestanden: Da hat sich in Leverkusen definitiv was positives entwickelt in den letzten 10-15 Jahren.
Fankultur in Köln |#7207
16.12.2025 - 17:24 Uhr
Zitat von DonMarvel
Nur weil man Stadionbesucher beobachtet, wird keiner unter Generalverdacht gestellt. Wo ist eigentlich bei manch "Normalo-Fan" das Problem? Wer wird eigentlich in seiner Freiheit eingeschränkt, der sich ganz normal benimmt?
Wann warst du das letzte mal bei einem Auswärtsspiel? Wie oft ich schon eingekesselt und in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden bin, nur weil ich "anwesend" war.

Kann mich da zB an ein 0815 Spiel in Bielefeld erinnern, wo wir mit x anderen FC-Fans normal per Bahn (nicht Sonderzug) angereist, herausgefiltert, in einen separaten Bereich "getrieben" und dann in Busse gezwungen worden sind. War richtig geil.

Zitat von DonMarvel
Hier geht es nicht um systematische Überwachunghsmethoden der Stasi. Wenn man mal vom Begriff der Kriminalprävention absieht, dann helfen solch Maßnahmen auch, um Katastrophen oder Unfälle vorzubeugen. Und ja, wenn man es auf Gewalt und Zerstörung bezieht, wird man dadurch nicht jeden Straftäter überführen können, aber man wird sicherlich die Stadionsicherheit erhöhen, da die ein oder andere Blödblinse von der Kamera abgeschreckt wird.
Auch an dich gerne die Frage, die valen mir nicht beantworten möchte. Was für Kameras wünscht du dir denn, die nicht eh schon vorhanden sind. Wie auf der Seite zuvor schon geschrieben. Die Polizei hat mehr Blickwinkel in den Umlauf, hinter die Blöcke und in die Blöcke als der Kölner Keller auf den Platz gerichtet hat.

Der FC hat übrigens dieses Jahr eine Maßnahme ergriffen, die ich sehr begrüße und die wirklich etwas gebracht hat hinsichtlich Unfall- und Katastrophenvorbeugung. Und zwar die Sektorentrennung Richtung Süd. So kommt nämlich wirklich nicht mehr jeder x-beliebige Zuschauer und auch Ultra-Anhänger hinter die Süd. Die Stehplätze sind endlich mal wieder betretbar und nicht mit hunderten Menschen zu viel viel zu voll.
Fankultur in Köln |#7208
16.12.2025 - 19:15 Uhr
Zitat von broichinator
Zitat von DonMarvel

Nur weil man Stadionbesucher beobachtet, wird keiner unter Generalverdacht gestellt. Wo ist eigentlich bei manch "Normalo-Fan" das Problem? Wer wird eigentlich in seiner Freiheit eingeschränkt, der sich ganz normal benimmt?
Wann warst du das letzte mal bei einem Auswärtsspiel? Wie oft ich schon eingekesselt und in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt worden bin, nur weil ich "anwesend" war.

Kann mich da zB an ein 0815 Spiel in Bielefeld erinnern, wo wir mit x anderen FC-Fans normal per Bahn (nicht Sonderzug) angereist, herausgefiltert, in einen separaten Bereich "getrieben" und dann in Busse gezwungen worden sind. War richtig geil.

Zitat von DonMarvel

Hier geht es nicht um systematische Überwachunghsmethoden der Stasi. Wenn man mal vom Begriff der Kriminalprävention absieht, dann helfen solch Maßnahmen auch, um Katastrophen oder Unfälle vorzubeugen. Und ja, wenn man es auf Gewalt und Zerstörung bezieht, wird man dadurch nicht jeden Straftäter überführen können, aber man wird sicherlich die Stadionsicherheit erhöhen, da die ein oder andere Blödblinse von der Kamera abgeschreckt wird.
Auch an dich gerne die Frage, die valen mir nicht beantworten möchte. Was für Kameras wünscht du dir denn, die nicht eh schon vorhanden sind. Wie auf der Seite zuvor schon geschrieben. Die Polizei hat mehr Blickwinkel in den Umlauf, hinter die Blöcke und in die Blöcke als der Kölner Keller auf den Platz gerichtet hat.

Der FC hat übrigens dieses Jahr eine Maßnahme ergriffen, die ich sehr begrüße und die wirklich etwas gebracht hat hinsichtlich Unfall- und Katastrophenvorbeugung. Und zwar die Sektorentrennung Richtung Süd. So kommt nämlich wirklich nicht mehr jeder x-beliebige Zuschauer und auch Ultra-Anhänger hinter die Süd. Die Stehplätze sind endlich mal wieder betretbar und nicht mit hunderten Menschen zu viel viel zu voll.


Zunächst einmal finde ich es gut, dass wir/ihr diskutiert, ohne den jeweils anderen direkt als doof oder gar Abschaum hin zu stellen. So, wie man es beispielsweise in vielen Insta Kommentaren sieht!

Außerdem muss ich sagen, dass ich nur noch sporadisch (der Grund fafür ist die Aggressivität, die man auf den Rängen erlebt) ins Stadion gehe und es dann vielleicht so ist, als würde der Papst vom Sex erzählen.....

Aber dennoch nehme ich mir das Recht raus (und bei dem Diskussionsstil auch die Sicherheit) ne Meinung äußern zu wollen.

Ein stückweit klingt es bei der Diskussion zwischen Kurve und Polizei wie auf dem Spielplatz: Aber du hast angefangen.

Was ich vermisse ist, dass jemand klar sagt: Ja, da gibt es Dinge, die kann ICH(!!!) besser machen.

In Summe erwarte ich einen größeren Erfolg für die Sache, wenn die Szene damit anfängt.
In meiner Buble ist das Wehklagen und das Fingerpointing auf die "andere" Seite von den Fans viel prägnanter und lauter als von Seiten der Ordnungsorgane.

Hinzu kommt, dass es halt für alle offensichtlich Verhalten in der Anhängerschaft gibt, welches gegen Regel und auch Gesetze verstößt.

Polizeigewalt kann das auch, aber für mich persönlich ist ndoes nicht so allgegenwärtig.

Und: Auch bei sehr sporadischen Stadionbesuchen kommt man sehr schnell in den Dunstkreis von "aktiven Fans", die als einzelne Person einfach NICHT ins Stadion gehören. Und als Gruppe dann schon mal gar nichz. Da wird es selbst ungern Fans des selben Vereins schon knifflig, weil sich da welche wie Primaten verhalten.
Der Fachbegriff für solche Typen ist @rschlöcher.
Wenn mir jemand sagt, dass er die in der aktiven Szene nicht erlebt hat, dann war er noch nie im Stadion.
Und dann werden die noch gedeckt.

Beim Vergehen durch Polizisten schreien alle nach einer unabhängigen Untersuchung. Auch das ist ein Unterschied im Umgang mit der Sache.

Kurzum: Beim Henne Ei Problem (=Du hast aber angefangen) sehe ich 80:20 den schwarzen Peter in der aktiven Szene.

Mir ist noch wichtig zu betonen: Fragt man die, die mich näher kennen, die würden mich als politisch eher links und streng gegen einen Überwachungsstaat beschreiben. Ich bin also kein Blöder, oder wie der Politiker aus Süddeutschland heißt, der eher rechte Parolen nach mehr Staatsgewalt nachplappert. Das noch mal zur Einordnung meiner schwarzen-Peter Aussage.

Ach ja: Welche Kamera soll es noch sein?!?!?
Mittlerweile würde sich sogar auf dem Sche:ßhaus welche aufhängen. Frag mal in Aachen nach.....

•     •     •

Wir werden nie mehr so gut, wie mit Heinz Flohe
Fankultur in Köln |#7209
16.12.2025 - 20:20 Uhr
Wenn man sich nicht auf anekdotische Erfahrungen allein berufen will, um sich eine ausgewogene Meinung zu bilden, hilft ein Blich in die Datenlage. Die seriösen Statistiken der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zeigen ein zwiespältiges Bild: Die Stadien sind im Verhältnis zur Zuschauerzahl sehr sicher, aber es gibt Bereiche, in denen die Probleme zunehmen.

Grundsätzlich sollte man den Umstand, dass die Zuschauerzahlen deutlich steigen, in seine Bewertung einbeziehen. Zuletzt über 28 Millionen, nur in den drei deutschen Top-Ligen. Gleichzeitig, Saison 2024/25: 17% weniger Verletzte. Bei einer Gesamtzahl von über 28 Millionen Stadionbesuchern in einer Saison liegt die Wahrscheinlichkeit, als Stadionbesucher verletzt zu werden, bei unter 0,004 % (basierend auf ZIS-Daten zu Verletzten). Auf 100.000 Zuschauer kommen statistisch nur etwa 3 bis 4 Verletzte. Damit ist das Fußballstadion im Verhältnis zur Menschenmenge und zur berichteten Medienpräsenz extrem sicher. Die große Mehrheit der Fans (über 99,99 %) erlebt ein Spiel ohne jeglichen Schaden.

Pyrotechnik bleibt ein zentraler Konfliktpunkt zwischen Fankultur und Sicherheitspolitik. Und hier besteht der größte Dissens, zwischen Atmosphäre, die durch Pyrro "befeuert" wird, und dem Sicherheitsgefühl und dem Strafenkatalog. Wir haben hohe Strafzahlungen, die nahezu jeden Fan nerven. Die Zahlung sorgt für Unmut, egal ob man die Pyrro im Stadion befürwortet oder sie verdammt.

Pyrro ist Teil der deutschen Fankultur und zwar bundesweit. Nahezu jeder Verein mit einer relevanten Fanbase, zahlt Strafen oder muss diese in seiner Budgetplanung berücksichtigen. Bislang hat es noch keine Strafandrohung, bzw. Umsetzung geschafft, dieser Form der Unterstützung den Gar auszumachen. Es ist auch nicht so, als hätten wir diesbezüglich zu wenig Erfahrungswerte.

Meine anekdotische Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, ich habe keinerlei Sorgen mit meiner gesamten Familie ins Stadion zu gehen. Dass ich bei 50 Tausend Menschen auch auf ***** , entschuldigt bitte den Fachbegriff, treffe, preise ich ein unter Lebensrisiko. Dass sich seriöse, zweifelfrei nicht gewaltaffine Zuschauer im häufiger Kontrollen ausgesetzt sehen, die sogar den rechtzeitigen Zugang zum Spielanpfiff verhindern, ist der Gemengelage in meinen Augen nicht angemessen.

Dabei sind es nicht die Jungs in Uniform, bzw. mit Helm und Schutzausrüstung, sondern eher die jeweilige Einsatzleitung der Polizei vor Ort, die in engerem Kontakt zur Politik, alleinverantwortlich die Festlegung der Einsatzstrategie und der benötigten Mannschaftstärke verantwortet, die ich kritisiere. Die Methoden die dort zum Einsatz kommen, würden anderswo gesellschaftlich deutlich härter kritisiert.

Aus meiner Sicht haben wir als Gesellschaft einen ziemlich schiefen Blick auf den Fußball und seine Anhänger. Dieser Blick wird aber auch von bestimmten Seiten geführt. Ich finde es gut, wenn sich Fußballfans kritisch selbst reflektieren und erstmal vor ihrer eigene Haustür kehren. Dabei sollte es aber nicht päpstlicher als im Vatikan zugehen.

Mit sportlichen Grüßen
👍️

•     •     •

Iehrefeld,Raderthal,Nippes,Poll,Esch,Pesch un Kalk
Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle!
En Rio, en Rom, Jläbbisch, Prüm un Habbelrath,
Üvverall jitt et Fans vom FC Kölle!
...

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Goatstar71 am 16.12.2025 um 20:20 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#7210
16.12.2025 - 20:35 Uhr
Zitat von Goatstar71
Wenn man sich nicht auf anekdotische Erfahrungen allein berufen will, um sich eine ausgewogene Meinung zu bilden, hilft ein Blich in die Datenlage. Die seriösen Statistiken der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) zeigen ein zwiespältiges Bild: Die Stadien sind im Verhältnis zur Zuschauerzahl sehr sicher, aber es gibt Bereiche, in denen die Probleme zunehmen.

Grundsätzlich sollte man den Umstand, dass die Zuschauerzahlen deutlich steigen, in seine Bewertung einbeziehen. Zuletzt über 28 Millionen, nur in den drei deutschen Top-Ligen. Gleichzeitig, Saison 2024/25: 17% weniger Verletzte. Bei einer Gesamtzahl von über 28 Millionen Stadionbesuchern in einer Saison liegt die Wahrscheinlichkeit, als Stadionbesucher verletzt zu werden, bei unter 0,004 % (basierend auf ZIS-Daten zu Verletzten). Auf 100.000 Zuschauer kommen statistisch nur etwa 3 bis 4 Verletzte. Damit ist das Fußballstadion im Verhältnis zur Menschenmenge und zur berichteten Medienpräsenz extrem sicher. Die große Mehrheit der Fans (über 99,99 %) erlebt ein Spiel ohne jeglichen Schaden.

Pyrotechnik bleibt ein zentraler Konfliktpunkt zwischen Fankultur und Sicherheitspolitik. Und hier besteht der größte Dissens, zwischen Atmosphäre, die durch Pyrro "befeuert" wird, und dem Sicherheitsgefühl und dem Strafenkatalog. Wir haben hohe Strafzahlungen, die nahezu jeden Fan nerven. Die Zahlung sorgt für Unmut, egal ob man die Pyrro im Stadion befürwortet oder sie verdammt.

Pyrro ist Teil der deutschen Fankultur und zwar bundesweit. Nahezu jeder Verein mit einer relevanten Fanbase, zahlt Strafen oder muss diese in seiner Budgetplanung berücksichtigen. Bislang hat es noch keine Strafandrohung, bzw. Umsetzung geschafft, dieser Form der Unterstützung den Gar auszumachen. Es ist auch nicht so, als hätten wir diesbezüglich zu wenig Erfahrungswerte.

Meine anekdotische Erfahrungen der letzten Jahrzehnte, ich habe keinerlei Sorgen mit meiner gesamten Familie ins Stadion zu gehen. Dass ich bei 50 Tausend Menschen auch auf ***** , entschuldigt bitte den Fachbegriff, treffe, preise ich ein unter Lebensrisiko. Dass sich seriöse, zweifelfrei nicht gewaltaffine Zuschauer im häufiger Kontrollen ausgesetzt sehen, die sogar den rechtzeitigen Zugang zum Spielanpfiff verhindern, ist der Gemengelage in meinen Augen nicht angemessen.

Dabei sind es nicht die Jungs in Uniform, bzw. mit Helm und Schutzausrüstung, sondern eher die jeweilige Einsatzleitung der Polizei vor Ort, die in engerem Kontakt zur Politik, alleinverantwortlich die Festlegung der Einsatzstrategie und der benötigten Mannschaftstärke verantwortet, die ich kritisiere. Die Methoden die dort zum Einsatz kommen, würden anderswo gesellschaftlich deutlich härter kritisiert.

Aus meiner Sicht haben wir als Gesellschaft einen ziemlich schiefen Blick auf den Fußball und seine Anhänger. Dieser Blick wird aber auch von bestimmten Seiten geführt. Ich finde es gut, wenn sich Fußballfans kritisch selbst reflektieren und erstmal vor ihrer eigene Haustür kehren. Dabei sollte es aber nicht päpstlicher als im Vatikan zugehen.

Mit sportlichen Grüßen
👍️


Ohne Daten ist alles nur ne Meinung. Da gebe ich dir Recht und hab meine Ausführungen deshalb ja auch als solche eingeleitet.

Ich glaub nur, dass selbst die Zahlen ja nicht das "gefühlte" Bild erklären bzw. widerlegen.

Wenn alle in der Stadt sich an die Verkehrsregeln halten, sind illegale Aurorennen dennoch große Kacke.

Wenn man die Statistik dann so dreht: Von denen, die abends mit dem Auto auf der Alfred-Schütte-Allee posen sind 30% "auffällig" (das ist ein fiktives Beispiel!!) klingt das halt anders, als würde ich 50.000 Verkehrsteilnehmer in die Statistik aufnehmen.

Nochmal: Ich gebe Dir Recht, dass ne Meinung als anekdotisch ist. Will nur sagen, dass du/man in dem Thema immer nicht nicht alles beschreiben kann, wann man Daten ohne den gesamten Kontext präsentiert.

•     •     •

Wir werden nie mehr so gut, wie mit Heinz Flohe
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