Die Kurve
19.05.2011 - 15:11 Uhr
Zitat von lusor:
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken.
Serh gewagte Aussage. Mir stellt sich die Frage, wie alt du bist und wie viele Jahre du in der ehemaligen DDR gelebt hast?
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken.
Serh gewagte Aussage. Mir stellt sich die Frage, wie alt du bist und wie viele Jahre du in der ehemaligen DDR gelebt hast?
Zitat von lusor:
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken. Nix mit selbstständigkeit oder dergleichen. Jetzt, wo die Menschen ihre jahrelang geforderte Freiheit haben, ist das Gejammer groß. Es kann doch nicht sein dass Eltern die Schuld für fehlgeleitete Kinder dem Staat/der Schule in die Schuhe schieben wollen, oder die eigene "angebliche" Perspektivlosigkeit vorschieben. Der Staat hat in meinen Augen zwar eine gewisse Teilschuld, mehr aber auch nicht. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, außerhalb der Schule, muss eindeutig verbessert werden. Das wäre ein Schritt. Den größeren Schritt müssen aber die Eltern machen.
Naja, aber die "eigene Perspektivlosigkeit" ist eine Bedingungsmischung aus historischen, gesellschaftlichen und persönlichen Gründen. Ums mal zu bezeichnen: Der Westen hat den Osten aufgefressen, weil der Osten "Friss mich, bitte, um Gottes Willen, FRISS MICH!" gebrüllt hat. Da ist es natürlich falsch, jetzt dem Westen, dem Kapitalismus und der Gesellschaft die Schuld zu geben. Andererseits gibt es eben kaum Perspektiven, während die finanzielle Unterstützung seitens des Staates nach wie vor nicht die Schlechteste ist.
Die Schuld des Staates ist, immer noch auf Kuschelkurs zu gehen, wenn jemand einfach nicht arbeiten will. Ich sehe das bei entfernten Verwandten von mir (übrigens wohnhaft in Rostock): Da werden so viele Prioritäten vorgeschoben beim Arbeitsamt und trotzdem kann man sich alleinstehend ne 3-Zimmer-Wohnung im Hansaviertel, nen Mazda vor der Tür und diesen Februar ne neue Couchgarnitur leisten. Obwohl man seit, ohne Witz, über 10 Jahren keine Festanstallung für mehr als 6 Monate hatte. Und da war es nicht so, dass die Chance nicht da war, nein, das hat nur nicht zu den og. Prioritäten gepasst, deswegen hat man sich kündigen lassen.
Und wenn man solche Leute brav unterstützt, dann fehlt als Staat natürlich auch das Geld, um a) den Kindern eine gewisse Grundausstattung zu sichern, b) ihnen Freizeitbeschäftigungen zu ermöglichen und c) auch ihren Lehrern mal flächendeckend eine Bezahlung zu gewähren, die ihrem Job und dem Stresspensum gerecht wird und ihnen gleichsam auch Hilfen wie Schulpsychologen zur Verfügung zu stellen.
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken. Nix mit selbstständigkeit oder dergleichen. Jetzt, wo die Menschen ihre jahrelang geforderte Freiheit haben, ist das Gejammer groß. Es kann doch nicht sein dass Eltern die Schuld für fehlgeleitete Kinder dem Staat/der Schule in die Schuhe schieben wollen, oder die eigene "angebliche" Perspektivlosigkeit vorschieben. Der Staat hat in meinen Augen zwar eine gewisse Teilschuld, mehr aber auch nicht. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, außerhalb der Schule, muss eindeutig verbessert werden. Das wäre ein Schritt. Den größeren Schritt müssen aber die Eltern machen.
Naja, aber die "eigene Perspektivlosigkeit" ist eine Bedingungsmischung aus historischen, gesellschaftlichen und persönlichen Gründen. Ums mal zu bezeichnen: Der Westen hat den Osten aufgefressen, weil der Osten "Friss mich, bitte, um Gottes Willen, FRISS MICH!" gebrüllt hat. Da ist es natürlich falsch, jetzt dem Westen, dem Kapitalismus und der Gesellschaft die Schuld zu geben. Andererseits gibt es eben kaum Perspektiven, während die finanzielle Unterstützung seitens des Staates nach wie vor nicht die Schlechteste ist.
Die Schuld des Staates ist, immer noch auf Kuschelkurs zu gehen, wenn jemand einfach nicht arbeiten will. Ich sehe das bei entfernten Verwandten von mir (übrigens wohnhaft in Rostock): Da werden so viele Prioritäten vorgeschoben beim Arbeitsamt und trotzdem kann man sich alleinstehend ne 3-Zimmer-Wohnung im Hansaviertel, nen Mazda vor der Tür und diesen Februar ne neue Couchgarnitur leisten. Obwohl man seit, ohne Witz, über 10 Jahren keine Festanstallung für mehr als 6 Monate hatte. Und da war es nicht so, dass die Chance nicht da war, nein, das hat nur nicht zu den og. Prioritäten gepasst, deswegen hat man sich kündigen lassen.
Und wenn man solche Leute brav unterstützt, dann fehlt als Staat natürlich auch das Geld, um a) den Kindern eine gewisse Grundausstattung zu sichern, b) ihnen Freizeitbeschäftigungen zu ermöglichen und c) auch ihren Lehrern mal flächendeckend eine Bezahlung zu gewähren, die ihrem Job und dem Stresspensum gerecht wird und ihnen gleichsam auch Hilfen wie Schulpsychologen zur Verfügung zu stellen.
Zitat von HansaKnut:
Zitat von lusor:
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken.
Serh gewagte Aussage. Mir stellt sich die Frage, wie alt du bist und wie viele Jahre du in der ehemaligen DDR gelebt hast?
36 Lenze stehen auf meiner Uhr. Ich glaube schon dass du den Sinn meiner Aussage erkannt hast.
@Max
Deine Aussage geht ja mit meiner schon konform.
Zitat von lusor:
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken.
Serh gewagte Aussage. Mir stellt sich die Frage, wie alt du bist und wie viele Jahre du in der ehemaligen DDR gelebt hast?
36 Lenze stehen auf meiner Uhr. Ich glaube schon dass du den Sinn meiner Aussage erkannt hast.
@Max
Deine Aussage geht ja mit meiner schon konform.
Zitat von DuGamlaDuFria:
Zitat von lusor:
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken. Nix mit selbstständigkeit oder dergleichen. Jetzt, wo die Menschen ihre jahrelang geforderte Freiheit haben, ist das Gejammer groß. Es kann doch nicht sein dass Eltern die Schuld für fehlgeleitete Kinder dem Staat/der Schule in die Schuhe schieben wollen, oder die eigene "angebliche" Perspektivlosigkeit vorschieben. Der Staat hat in meinen Augen zwar eine gewisse Teilschuld, mehr aber auch nicht. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, außerhalb der Schule, muss eindeutig verbessert werden. Das wäre ein Schritt. Den größeren Schritt müssen aber die Eltern machen.
Naja, aber die "eigene Perspektivlosigkeit" ist eine Bedingungsmischung aus historischen, gesellschaftlichen und persönlichen Gründen. Ums mal zu bezeichnen: Der Westen hat den Osten aufgefressen, weil der Osten "Friss mich, bitte, um Gottes Willen, FRISS MICH!" gebrüllt hat. Da ist es natürlich falsch, jetzt dem Westen, dem Kapitalismus und der Gesellschaft die Schuld zu geben. Andererseits gibt es eben kaum Perspektiven, während die finanzielle Unterstützung seitens des Staates nach wie vor nicht die Schlechteste ist.
Die Schuld des Staates ist, immer noch auf Kuschelkurs zu gehen, wenn jemand einfach nicht arbeiten will. Ich sehe das bei entfernten Verwandten von mir (übrigens wohnhaft in Rostock): Da werden so viele Prioritäten vorgeschoben beim Arbeitsamt und trotzdem kann man sich alleinstehend ne 3-Zimmer-Wohnung im Hansaviertel, nen Mazda vor der Tür und diesen Februar ne neue Couchgarnitur leisten. Obwohl man seit, ohne Witz, über 10 Jahren keine Festanstallung für mehr als 6 Monate hatte. Und da war es nicht so, dass die Chance nicht da war, nein, das hat nur nicht zu den og. Prioritäten gepasst, deswegen hat man sich kündigen lassen.
Und wenn man solche Leute brav unterstützt, dann fehlt als Staat natürlich auch das Geld, um a) den Kindern eine gewisse Grundausstattung zu sichern, b) ihnen Freizeitbeschäftigungen zu ermöglichen und c) auch ihren Lehrern mal flächendeckend eine Bezahlung zu gewähren, die ihrem Job und dem Stresspensum gerecht wird und ihnen gleichsam auch Hilfen wie Schulpsychologen zur Verfügung zu stellen.
Ich schmeisse mal eine ganz andere These in den Raum.
Das Problem ist, dass die Teilung und der Ost-West Konflikt uns sehr schön beschäftigt hat. West und Ost. Es gab immer das andere viel schlimmere Land im Osten oder im Westen. Da war man dann schon mal zufrieden.
Nun ist alles offen, alles scheint möglich und Uppps man merkt die Beschränkungen sind doch noch da. Nix mit Freiheit für Alle, weil diese eben nur so weit geht wie der Geldbeutel trägt.
Dann sind da die Wessis die immer über ihre ungeliebten Ossis schimpfen, weil die unsere ganze Kohle (die schon vorher fehlte) verprassen usw., usw.
Nun sollen sich Alle plötzlich marktgerecht verhalten und marktgerecht funktionieren. Auch im Westen. Klappt nicht und muss auch nicht klappen.
Das wir Leute haben die nicht arbeiten und faul sind, gab es schon immer, jeder Staat hat das auf seine Weise bezahlt. Schlimm ist nur, dass es ungelernte betrifft die zusehends die Chancen verlieren und keine mehr haben, weil wir als erstes die hohen Gehälter erhöht haben und zweitens die ordentlich bezahlten Jobs für Ungelernte wegrationalisiert haben.
Dazu kommt eine verschärfte Perpektivlosigkeit in bestimmten Landstrichen, die teilweise im Osten liegen, teilweise aber auch im Westen (Saarland, Ruhrgebiet, Friesland).
Da müssen wir ran. Wir müssen die Chancen der Nichtakademiker verbessern.
Zitat von lusor:
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken. Nix mit selbstständigkeit oder dergleichen. Jetzt, wo die Menschen ihre jahrelang geforderte Freiheit haben, ist das Gejammer groß. Es kann doch nicht sein dass Eltern die Schuld für fehlgeleitete Kinder dem Staat/der Schule in die Schuhe schieben wollen, oder die eigene "angebliche" Perspektivlosigkeit vorschieben. Der Staat hat in meinen Augen zwar eine gewisse Teilschuld, mehr aber auch nicht. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, außerhalb der Schule, muss eindeutig verbessert werden. Das wäre ein Schritt. Den größeren Schritt müssen aber die Eltern machen.
Naja, aber die "eigene Perspektivlosigkeit" ist eine Bedingungsmischung aus historischen, gesellschaftlichen und persönlichen Gründen. Ums mal zu bezeichnen: Der Westen hat den Osten aufgefressen, weil der Osten "Friss mich, bitte, um Gottes Willen, FRISS MICH!" gebrüllt hat. Da ist es natürlich falsch, jetzt dem Westen, dem Kapitalismus und der Gesellschaft die Schuld zu geben. Andererseits gibt es eben kaum Perspektiven, während die finanzielle Unterstützung seitens des Staates nach wie vor nicht die Schlechteste ist.
Die Schuld des Staates ist, immer noch auf Kuschelkurs zu gehen, wenn jemand einfach nicht arbeiten will. Ich sehe das bei entfernten Verwandten von mir (übrigens wohnhaft in Rostock): Da werden so viele Prioritäten vorgeschoben beim Arbeitsamt und trotzdem kann man sich alleinstehend ne 3-Zimmer-Wohnung im Hansaviertel, nen Mazda vor der Tür und diesen Februar ne neue Couchgarnitur leisten. Obwohl man seit, ohne Witz, über 10 Jahren keine Festanstallung für mehr als 6 Monate hatte. Und da war es nicht so, dass die Chance nicht da war, nein, das hat nur nicht zu den og. Prioritäten gepasst, deswegen hat man sich kündigen lassen.
Und wenn man solche Leute brav unterstützt, dann fehlt als Staat natürlich auch das Geld, um a) den Kindern eine gewisse Grundausstattung zu sichern, b) ihnen Freizeitbeschäftigungen zu ermöglichen und c) auch ihren Lehrern mal flächendeckend eine Bezahlung zu gewähren, die ihrem Job und dem Stresspensum gerecht wird und ihnen gleichsam auch Hilfen wie Schulpsychologen zur Verfügung zu stellen.
Ich schmeisse mal eine ganz andere These in den Raum.
Das Problem ist, dass die Teilung und der Ost-West Konflikt uns sehr schön beschäftigt hat. West und Ost. Es gab immer das andere viel schlimmere Land im Osten oder im Westen. Da war man dann schon mal zufrieden.
Nun ist alles offen, alles scheint möglich und Uppps man merkt die Beschränkungen sind doch noch da. Nix mit Freiheit für Alle, weil diese eben nur so weit geht wie der Geldbeutel trägt.
Dann sind da die Wessis die immer über ihre ungeliebten Ossis schimpfen, weil die unsere ganze Kohle (die schon vorher fehlte) verprassen usw., usw.
Nun sollen sich Alle plötzlich marktgerecht verhalten und marktgerecht funktionieren. Auch im Westen. Klappt nicht und muss auch nicht klappen.
Das wir Leute haben die nicht arbeiten und faul sind, gab es schon immer, jeder Staat hat das auf seine Weise bezahlt. Schlimm ist nur, dass es ungelernte betrifft die zusehends die Chancen verlieren und keine mehr haben, weil wir als erstes die hohen Gehälter erhöht haben und zweitens die ordentlich bezahlten Jobs für Ungelernte wegrationalisiert haben.
Dazu kommt eine verschärfte Perpektivlosigkeit in bestimmten Landstrichen, die teilweise im Osten liegen, teilweise aber auch im Westen (Saarland, Ruhrgebiet, Friesland).
Da müssen wir ran. Wir müssen die Chancen der Nichtakademiker verbessern.
Zitat von Flecktier:
Da müssen wir ran. Wir müssen die Chancen der Nichtakademiker verbessern.
Grundsätzlich hast du ja Recht, aber das Problem ist doch ein anderes: Aufgabe der Gesellschaft ist es aus "ungelernten" "gelernte" zu machen - sprich Fachpersonal. Und dann muss man natürlich versuchen zu verhindern, dass es überhaupt neue "ungelernte" gibt. Das ist aber umso schwerer, wenn einige aufgrund der Vernachlässigung im Elternhaus quasi dazu verdammt werden. In diesem Fall muss man entweder den Familien helfen - und wenn sie nicht wollen muss man andere Wege gehen, Stichwort "Kindeswohl". Vorschulische Kinderbetreuung muss zur Pflicht werden und wenns nicht wahrgenommen wird muss halt das Jugendamt antanzen. Ganztagesschulen müssen gefördert werden und für Problemkinder im Zweifel auch vorgeschrieben werden. Klar ist das eine Gängelung und ein Eingriff in die Erziehung - aber sonst sind die Kinder von vornherein stark eingeschränkt und letztlich für die Gesellschaft verloren.
Was aber auch wichtig ist: Ich kenne auch Fälle von Eltern, die quasi "hinten runtergefallen" sind ABER ihre freie Zeit nutzen um ihren Kindern ein anderes Schicksal zu ermöglichen! Das ist auch das Grundsätzliche Problem in Deutschland: Der Staat bietet ausreichend Möglichkeiten an, Schule ist frei - schulische Nachunterrichtsförderung wird quasi überall angeboten und wo in der Welt kann man sonst noch kostenlos studieren UND kriegt den Lebensunterhalt bezahlt? Man muss es halt nur nutzen...
BTW: kann es sein, dass wir abschweifen? ;-)
Da müssen wir ran. Wir müssen die Chancen der Nichtakademiker verbessern.
Grundsätzlich hast du ja Recht, aber das Problem ist doch ein anderes: Aufgabe der Gesellschaft ist es aus "ungelernten" "gelernte" zu machen - sprich Fachpersonal. Und dann muss man natürlich versuchen zu verhindern, dass es überhaupt neue "ungelernte" gibt. Das ist aber umso schwerer, wenn einige aufgrund der Vernachlässigung im Elternhaus quasi dazu verdammt werden. In diesem Fall muss man entweder den Familien helfen - und wenn sie nicht wollen muss man andere Wege gehen, Stichwort "Kindeswohl". Vorschulische Kinderbetreuung muss zur Pflicht werden und wenns nicht wahrgenommen wird muss halt das Jugendamt antanzen. Ganztagesschulen müssen gefördert werden und für Problemkinder im Zweifel auch vorgeschrieben werden. Klar ist das eine Gängelung und ein Eingriff in die Erziehung - aber sonst sind die Kinder von vornherein stark eingeschränkt und letztlich für die Gesellschaft verloren.
Was aber auch wichtig ist: Ich kenne auch Fälle von Eltern, die quasi "hinten runtergefallen" sind ABER ihre freie Zeit nutzen um ihren Kindern ein anderes Schicksal zu ermöglichen! Das ist auch das Grundsätzliche Problem in Deutschland: Der Staat bietet ausreichend Möglichkeiten an, Schule ist frei - schulische Nachunterrichtsförderung wird quasi überall angeboten und wo in der Welt kann man sonst noch kostenlos studieren UND kriegt den Lebensunterhalt bezahlt? Man muss es halt nur nutzen...
BTW: kann es sein, dass wir abschweifen? ;-)
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von Flecktier:
Da müssen wir ran. Wir müssen die Chancen der Nichtakademiker verbessern.
Grundsätzlich hast du ja Recht, aber das Problem ist doch ein anderes: Aufgabe der Gesellschaft ist es aus "ungelernten" "gelernte" zu machen - sprich Fachpersonal. Und dann muss man natürlich versuchen zu verhindern, dass es überhaupt neue "ungelernte" gibt. Das ist aber umso schwerer, wenn einige aufgrund der Vernachlässigung im Elternhaus quasi dazu verdammt werden. In diesem Fall muss man entweder den Familien helfen - und wenn sie nicht wollen muss man andere Wege gehen, Stichwort "Kindeswohl". Vorschulische Kinderbetreuung muss zur Pflicht werden und wenns nicht wahrgenommen wird muss halt das Jugendamt antanzen. Ganztagesschulen müssen gefördert werden und für Problemkinder im Zweifel auch vorgeschrieben werden. Klar ist das eine Gängelung und ein Eingriff in die Erziehung - aber sonst sind die Kinder von vornherein stark eingeschränkt und letztlich für die Gesellschaft verloren.
Was aber auch wichtig ist: Ich kenne auch Fälle von Eltern, die quasi "hinten runtergefallen" sind ABER ihre freie Zeit nutzen um ihren Kindern ein anderes Schicksal zu ermöglichen! Das ist auch das Grundsätzliche Problem in Deutschland: Der Staat bietet ausreichend Möglichkeiten an, Schule ist frei - schulische Nachunterrichtsförderung wird quasi überall angeboten und wo in der Welt kann man sonst noch kostenlos studieren UND kriegt den Lebensunterhalt bezahlt? Man muss es halt nur nutzen...
BTW: kann es sein, dass wir abschweifen? ;-)
Gar nicht so sehr :)
Abschweifen ist doch gut. Aber Du kannst halt nicht aus jedem einen Akademiker machen. Und trotzdem müssen wir halt alle lieb haben. Nein, ich meine das ganz Ernst. Eine Welt voller Akademiker ist doch schrecklich. Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Zitat von Flecktier:
Da müssen wir ran. Wir müssen die Chancen der Nichtakademiker verbessern.
Grundsätzlich hast du ja Recht, aber das Problem ist doch ein anderes: Aufgabe der Gesellschaft ist es aus "ungelernten" "gelernte" zu machen - sprich Fachpersonal. Und dann muss man natürlich versuchen zu verhindern, dass es überhaupt neue "ungelernte" gibt. Das ist aber umso schwerer, wenn einige aufgrund der Vernachlässigung im Elternhaus quasi dazu verdammt werden. In diesem Fall muss man entweder den Familien helfen - und wenn sie nicht wollen muss man andere Wege gehen, Stichwort "Kindeswohl". Vorschulische Kinderbetreuung muss zur Pflicht werden und wenns nicht wahrgenommen wird muss halt das Jugendamt antanzen. Ganztagesschulen müssen gefördert werden und für Problemkinder im Zweifel auch vorgeschrieben werden. Klar ist das eine Gängelung und ein Eingriff in die Erziehung - aber sonst sind die Kinder von vornherein stark eingeschränkt und letztlich für die Gesellschaft verloren.
Was aber auch wichtig ist: Ich kenne auch Fälle von Eltern, die quasi "hinten runtergefallen" sind ABER ihre freie Zeit nutzen um ihren Kindern ein anderes Schicksal zu ermöglichen! Das ist auch das Grundsätzliche Problem in Deutschland: Der Staat bietet ausreichend Möglichkeiten an, Schule ist frei - schulische Nachunterrichtsförderung wird quasi überall angeboten und wo in der Welt kann man sonst noch kostenlos studieren UND kriegt den Lebensunterhalt bezahlt? Man muss es halt nur nutzen...
BTW: kann es sein, dass wir abschweifen? ;-)
Gar nicht so sehr :)
Abschweifen ist doch gut. Aber Du kannst halt nicht aus jedem einen Akademiker machen. Und trotzdem müssen wir halt alle lieb haben. Nein, ich meine das ganz Ernst. Eine Welt voller Akademiker ist doch schrecklich. Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Zitat von Flecktier:
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.
Zitat von lusor:
Zitat von Flecktier:
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.Dann frage ich mich warum es Hartz 4 gibt. Es gibt auch Abiturenten die von Hartz 4 leben müssen. Leistungen nicht zu erbringen, ist nicht nur von der Bildung abhänig, oft ist es phychisch bedingt, akoholkrank, oder eine andere Sucht. Krankheiten ADS. Sein Leben nicht auf die Reihe zu bekommen hat nicht mit Bildung zu tun.
Aber schön das Du deiner Statisik glaubst, passt ja so schön, in deine heile Welt.
Zitat von Flecktier:
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.Dann frage ich mich warum es Hartz 4 gibt. Es gibt auch Abiturenten die von Hartz 4 leben müssen. Leistungen nicht zu erbringen, ist nicht nur von der Bildung abhänig, oft ist es phychisch bedingt, akoholkrank, oder eine andere Sucht. Krankheiten ADS. Sein Leben nicht auf die Reihe zu bekommen hat nicht mit Bildung zu tun.
Aber schön das Du deiner Statisik glaubst, passt ja so schön, in deine heile Welt.
Zitat von Harry_Hurtig:
Zitat von lusor:
Zitat von Flecktier:
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.Dann frage ich mich warum es Hartz 4 gibt. Es gibt auch Abiturenten die von Hartz 4 leben müssen. Leistungen nicht zu erbringen, ist nicht nur von der Bildung abhänig, oft ist es phychisch bedingt, akoholkrank, oder eine andere Sucht. Krankheiten ADS. Sein Leben nicht auf die Reihe zu bekommen hat nicht mit Bildung zu tun.
Aber schön das Du deiner Statisik glaubst, passt ja so schön, in deine heile Welt.
Ich wusste nicht dass ich für dich dazu schreiben muss für wen meine Aussage gilt.
Das es immer Menschen gibt die nicht selbstverschuldet in Hartz IV rutschen, ist klar.
Das Leistung nicht von der Bildung abhängig ist, ist auch klar. Das habe ich ja sogar anhand eines Beispiels, welches du sogar zitiertest, dargelegt.
Ich glaube nicht irgendwelchen Statistiken (woher auch immer du deine Vermutung hast), sondern meiner Erfahrung, dem was ich sehe.
Zitat von lusor:
Zitat von Flecktier:
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.Dann frage ich mich warum es Hartz 4 gibt. Es gibt auch Abiturenten die von Hartz 4 leben müssen. Leistungen nicht zu erbringen, ist nicht nur von der Bildung abhänig, oft ist es phychisch bedingt, akoholkrank, oder eine andere Sucht. Krankheiten ADS. Sein Leben nicht auf die Reihe zu bekommen hat nicht mit Bildung zu tun.
Aber schön das Du deiner Statisik glaubst, passt ja so schön, in deine heile Welt.
Ich wusste nicht dass ich für dich dazu schreiben muss für wen meine Aussage gilt.
Das es immer Menschen gibt die nicht selbstverschuldet in Hartz IV rutschen, ist klar.
Das Leistung nicht von der Bildung abhängig ist, ist auch klar. Das habe ich ja sogar anhand eines Beispiels, welches du sogar zitiertest, dargelegt.
Ich glaube nicht irgendwelchen Statistiken (woher auch immer du deine Vermutung hast), sondern meiner Erfahrung, dem was ich sehe.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von lusor am 12.01.2012 um 16:25 Uhr bearbeitet
Zitat von lusor:
Zitat von Flecktier:
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.
Klar gibt es diese Beispiele immer wieder.
Leider sind sie aber nicht repräsentativ.
Beispiel:
In Hamburg sind Nichtakademikerkinder an Unis absolut unterrepräsentiert. Dürfte bundesweit ebenso sein. Und das liegt nicht immer am Wollen, sondern ganz ehrlich am Können.
Es ist einfach durch nichts zu belegen, dass die Chancen für alle Gleich sind.
Es kann in meinem Verständnis nicht richtig sein, dass ein Arbeiterkind mehr leisten muss, um die selben Voraussetzungen zu haben. Wir leben in einer so komischen Gesellschaft, dass Lehrer nach Proben zugeben mussten, dass sie Menschen mit dem falschen Vornamen trotz gleicher Leistung schlechter beurteilen.
Es kann ja keiner was dafür, dass seine Eltern ihn Marvin genannt haben.
Ich könnte jetzt noch von den Erfahrungen unserer beiden neu angestellten Türkinnen berichten, aber dann würde ich hier Fässer öffnen, die ich lieber mal zulassen will. Die haben Ihre Bewerbungsgespräche sogar noch mit Humor genommen, wo er mir schon längst vergangen war.
Du glaubst gar nicht wie viele Hamburger Unternehmen keine Ossis einstellen, oder schlechter bezahlen. Da entscheidet Herkunft über den Arbeitsplatz.
Das soll Alles selbst verschuldet sein. Wenn Du als junger Mensch im Osten an der falschen Stelle wohnst und nicht alle Zelte abbrechen willst, oder schon eine Familie hast, dann sind das einfach keine guten Startvoraussetzungen.
Dann schaue Dir mal nur so zum Spaß die Führungskräfte und ihre Vita an. Vitamin B und Erbhöfe, das sind die Voraussetzungen für Erfolg. Ich finde das peinlich.
Zitat von Flecktier:
Ich möchte das auch Menschen die einfach die geforderten Leistungen nicht erbringen eine Chance haben die nicht Hartz IV heißt.
Haben sie, sie müssen sie nur nutzen. Dafür ist aber jeder selbst verantwortlich.
Ich habe Kunden die Hauptschüler waren und jetzt 6-stellig verdienen.
Dieses Land bietet sehr viele Möglichkeiten. Sendungen wie auf RTL II wären gar nicht nötig.
Klar gibt es diese Beispiele immer wieder.
Leider sind sie aber nicht repräsentativ.
Beispiel:
In Hamburg sind Nichtakademikerkinder an Unis absolut unterrepräsentiert. Dürfte bundesweit ebenso sein. Und das liegt nicht immer am Wollen, sondern ganz ehrlich am Können.
Es ist einfach durch nichts zu belegen, dass die Chancen für alle Gleich sind.
Es kann in meinem Verständnis nicht richtig sein, dass ein Arbeiterkind mehr leisten muss, um die selben Voraussetzungen zu haben. Wir leben in einer so komischen Gesellschaft, dass Lehrer nach Proben zugeben mussten, dass sie Menschen mit dem falschen Vornamen trotz gleicher Leistung schlechter beurteilen.
Es kann ja keiner was dafür, dass seine Eltern ihn Marvin genannt haben.
Ich könnte jetzt noch von den Erfahrungen unserer beiden neu angestellten Türkinnen berichten, aber dann würde ich hier Fässer öffnen, die ich lieber mal zulassen will. Die haben Ihre Bewerbungsgespräche sogar noch mit Humor genommen, wo er mir schon längst vergangen war.
Du glaubst gar nicht wie viele Hamburger Unternehmen keine Ossis einstellen, oder schlechter bezahlen. Da entscheidet Herkunft über den Arbeitsplatz.
Das soll Alles selbst verschuldet sein. Wenn Du als junger Mensch im Osten an der falschen Stelle wohnst und nicht alle Zelte abbrechen willst, oder schon eine Familie hast, dann sind das einfach keine guten Startvoraussetzungen.
Dann schaue Dir mal nur so zum Spaß die Führungskräfte und ihre Vita an. Vitamin B und Erbhöfe, das sind die Voraussetzungen für Erfolg. Ich finde das peinlich.
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