Die Kurve
19.05.2011 - 15:11 Uhr
Zitat von Eisi_pro_HRO:
Zitat von fierce:
Diese Antwort zeigt vielleicht auch, wie sich die Verhältnisse in Deutschland geändert haben. Denn genau diesen Respekt scheint es auch im alltäglichen Leben immer weniger zu geben. Und anscheinend muss man das jetzt wirklich anfangen zu erklären (nichts gegen dich persönlich HROyal). Aber wie gesagt, dass ist ein Gesamtdeutsches Problem und betrifft nicht nur Fußballinteressierte. Wir leben nun einmal in einer Ellenbogengesellschaft, in der jeder nur noch auf sich schaut. Gleichzeitig sinken die Hemmschwellen seine Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen. Das gilt sowohl für den reichen Banker, als auch den arbeitslosen Jugendlichen. Die Taten unterscheiden sich, dass Ergebnis ist aber ähnlich. Der eine nutzt rohe Gewalt, der andere die Unwissenheit. Im Endeffekt schaden beide ihrem jeweiligen Gegner. Sicher ist Gewalt wesentlich schlimmer. Aber der Grundtenor ist bei beiden gleich. Das diese beiden Personengruppen nur exemplarisch für einen Großteil der Bevölkerung stehen, dass will ich hier noch einmal klar anmerken. Ist nur ein Beispiel und in nahezu allen Gesellschaftsschichten anzutreffen. Es müssen, in meinen Augen, wieder mehr moralische Werte vermittelt werden. Ich bin nicht gläubig, aber die 10 Gebote (zumindest die ohne Bezug zu Gott) sollten mal wieder etwas mehr in den gesellschaftlichen Blickpunkt rücken.
Sauguter Beitrag! *daumen hoch*
Es ist vielleicht noch anzumerken, dass der Mensch im Allgemeinen nach seiner Fasson handelt und die ist bei der Mehrheit jeder Population der eigene, individuelle Vorteil. Aber wie du es schon sagtest, gab es in der Vergangenheit höhere moralische Grenzen, die zivilisatorisch entstanden und nun immer mehr verkümmern. Wir als Gesellschaft entwickeln uns sozusagen zurück in die Urzeit.
Dabei verschläft die Politik diese Entwicklung und setzt mehr noch darauf Symptome statt Ursachen zu bekämpfen und den freien Geist zu ersticken.
Danke, das war noch genau der Teil, der mir irgendwie gefehlt hatte, auf den ich aber einfach nicht kommen wollte. :)
Zitat von fierce:
Diese Antwort zeigt vielleicht auch, wie sich die Verhältnisse in Deutschland geändert haben. Denn genau diesen Respekt scheint es auch im alltäglichen Leben immer weniger zu geben. Und anscheinend muss man das jetzt wirklich anfangen zu erklären (nichts gegen dich persönlich HROyal). Aber wie gesagt, dass ist ein Gesamtdeutsches Problem und betrifft nicht nur Fußballinteressierte. Wir leben nun einmal in einer Ellenbogengesellschaft, in der jeder nur noch auf sich schaut. Gleichzeitig sinken die Hemmschwellen seine Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen. Das gilt sowohl für den reichen Banker, als auch den arbeitslosen Jugendlichen. Die Taten unterscheiden sich, dass Ergebnis ist aber ähnlich. Der eine nutzt rohe Gewalt, der andere die Unwissenheit. Im Endeffekt schaden beide ihrem jeweiligen Gegner. Sicher ist Gewalt wesentlich schlimmer. Aber der Grundtenor ist bei beiden gleich. Das diese beiden Personengruppen nur exemplarisch für einen Großteil der Bevölkerung stehen, dass will ich hier noch einmal klar anmerken. Ist nur ein Beispiel und in nahezu allen Gesellschaftsschichten anzutreffen. Es müssen, in meinen Augen, wieder mehr moralische Werte vermittelt werden. Ich bin nicht gläubig, aber die 10 Gebote (zumindest die ohne Bezug zu Gott) sollten mal wieder etwas mehr in den gesellschaftlichen Blickpunkt rücken.
Sauguter Beitrag! *daumen hoch*
Es ist vielleicht noch anzumerken, dass der Mensch im Allgemeinen nach seiner Fasson handelt und die ist bei der Mehrheit jeder Population der eigene, individuelle Vorteil. Aber wie du es schon sagtest, gab es in der Vergangenheit höhere moralische Grenzen, die zivilisatorisch entstanden und nun immer mehr verkümmern. Wir als Gesellschaft entwickeln uns sozusagen zurück in die Urzeit.
Dabei verschläft die Politik diese Entwicklung und setzt mehr noch darauf Symptome statt Ursachen zu bekämpfen und den freien Geist zu ersticken.
Danke, das war noch genau der Teil, der mir irgendwie gefehlt hatte, auf den ich aber einfach nicht kommen wollte. :)
Es ging mir ncht um eine Debatte über den Respekt dem ich gegenüber einem Menschen aufbringe.Ich hatte nicht verstanden warum ich bei einem Fussballspiel jemand mir Respekt aufgrund meiner politischen Überzeugungen entgegenbringen soll?
Zitat von HROyal:
Es ging mir ncht um eine Debatte über den Respekt dem ich gegenüber einem Menschen aufbringe.Ich hatte nicht verstanden warum ich bei einem Fussballspiel jemand mir Respekt aufgrund meiner politischen Überzeugungen entgegenbringen soll?
Dann muss ich mich bei dir entschuldigen und tue das hiermit! Dann hatte ich deine Aussage falsch interpretiert.
Ändert allerdings nichts an meiner Meinung. ;)
Es ging mir ncht um eine Debatte über den Respekt dem ich gegenüber einem Menschen aufbringe.Ich hatte nicht verstanden warum ich bei einem Fussballspiel jemand mir Respekt aufgrund meiner politischen Überzeugungen entgegenbringen soll?
Dann muss ich mich bei dir entschuldigen und tue das hiermit! Dann hatte ich deine Aussage falsch interpretiert.
Ändert allerdings nichts an meiner Meinung. ;)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fierce am 12.01.2012 um 13:30 Uhr bearbeitet
Zitat von fierce:
Zitat von HROyal:
Es ging mir ncht um eine Debatte über den Respekt dem ich gegenüber einem Menschen aufbringe.Ich hatte nicht verstanden warum ich bei einem Fussballspiel jemand mir Respekt aufgrund meiner politischen Überzeugungen entgegenbringen soll?
Dann muss ich mich bei dir entschuldigen und tue das hiermit! Dann hatte ich deine Aussage falsch interpretiert.
Ändert allerdings nichts an meiner Meinung. ;)
HROyal hat ja die Aussage, auf die er sich falsch interpretiert - von daher habt ihr beide Unrecht ;-)
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Zitat von HROyal:
Es ging mir ncht um eine Debatte über den Respekt dem ich gegenüber einem Menschen aufbringe.Ich hatte nicht verstanden warum ich bei einem Fussballspiel jemand mir Respekt aufgrund meiner politischen Überzeugungen entgegenbringen soll?
Dann muss ich mich bei dir entschuldigen und tue das hiermit! Dann hatte ich deine Aussage falsch interpretiert.
Ändert allerdings nichts an meiner Meinung. ;)
HROyal hat ja die Aussage, auf die er sich falsch interpretiert - von daher habt ihr beide Unrecht ;-)
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Zitat von fierce:
Zitat von lusor:
Zitat von HROyal:
Zitat von Flecktier:
Ich erwarte von niemandem, dass er meine politische Meinung teilt, sondern einzig und allein Respekt.
Den Punkt verstehe ich nicht.
Respekt wofür?
Dafür das du eine politische Meinung hast?
Den Respekt den man anderen/fremden Menschen im Allgemeinen entgegen bringen sollte.
Diese Antwort zeigt vielleicht auch, wie sich die Verhältnisse in Deutschland geändert haben. Denn genau diesen Respekt scheint es auch im alltäglichen Leben immer weniger zu geben. Und anscheinend muss man das jetzt wirklich anfangen zu erklären (nichts gegen dich persönlich HROyal). Aber wie gesagt, dass ist ein Gesamtdeutsches Problem und betrifft nicht nur Fußballinteressierte. Wir leben nun einmal in einer Ellenbogengesellschaft, in der jeder nur noch auf sich schaut. Gleichzeitig sinken die Hemmschwellen seine Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen. Das gilt sowohl für den reichen Banker, als auch den arbeitslosen Jugendlichen. Die Taten unterscheiden sich, dass Ergebnis ist aber ähnlich. Der eine nutzt rohe Gewalt, der andere die Unwissenheit. Im Endeffekt schaden beide ihrem jeweiligen Gegner. Sicher ist Gewalt wesentlich schlimmer. Aber der Grundtenor ist bei beiden gleich. Das diese beiden Personengruppen nur exemplarisch für einen Großteil der Bevölkerung stehen, dass will ich hier noch einmal klar anmerken. Ist nur ein Beispiel und in nahezu allen Gesellschaftsschichten anzutreffen. Es müssen, in meinen Augen, wieder mehr moralische Werte vermittelt werden. Ich bin nicht gläubig, aber die 10 Gebote (zumindest die ohne Bezug zu Gott) sollten mal wieder etwas mehr in den gesellschaftlichen Blickpunkt rücken.
Das ist etwas was sehr gut passt. Wobei ich die Unterlegenheitsgefühle des Ostens verdammt gut nachvollziehen kann. Ich sollte ja als es die Mauer noch gab, auch immer rüber ziehen.
Es geht tatsächlich um Moral und Verantwortung und um gar nichts anderes.
Zitat von lusor:
Zitat von HROyal:
Zitat von Flecktier:
Ich erwarte von niemandem, dass er meine politische Meinung teilt, sondern einzig und allein Respekt.
Den Punkt verstehe ich nicht.
Respekt wofür?
Dafür das du eine politische Meinung hast?
Den Respekt den man anderen/fremden Menschen im Allgemeinen entgegen bringen sollte.
Diese Antwort zeigt vielleicht auch, wie sich die Verhältnisse in Deutschland geändert haben. Denn genau diesen Respekt scheint es auch im alltäglichen Leben immer weniger zu geben. Und anscheinend muss man das jetzt wirklich anfangen zu erklären (nichts gegen dich persönlich HROyal). Aber wie gesagt, dass ist ein Gesamtdeutsches Problem und betrifft nicht nur Fußballinteressierte. Wir leben nun einmal in einer Ellenbogengesellschaft, in der jeder nur noch auf sich schaut. Gleichzeitig sinken die Hemmschwellen seine Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen. Das gilt sowohl für den reichen Banker, als auch den arbeitslosen Jugendlichen. Die Taten unterscheiden sich, dass Ergebnis ist aber ähnlich. Der eine nutzt rohe Gewalt, der andere die Unwissenheit. Im Endeffekt schaden beide ihrem jeweiligen Gegner. Sicher ist Gewalt wesentlich schlimmer. Aber der Grundtenor ist bei beiden gleich. Das diese beiden Personengruppen nur exemplarisch für einen Großteil der Bevölkerung stehen, dass will ich hier noch einmal klar anmerken. Ist nur ein Beispiel und in nahezu allen Gesellschaftsschichten anzutreffen. Es müssen, in meinen Augen, wieder mehr moralische Werte vermittelt werden. Ich bin nicht gläubig, aber die 10 Gebote (zumindest die ohne Bezug zu Gott) sollten mal wieder etwas mehr in den gesellschaftlichen Blickpunkt rücken.
Das ist etwas was sehr gut passt. Wobei ich die Unterlegenheitsgefühle des Ostens verdammt gut nachvollziehen kann. Ich sollte ja als es die Mauer noch gab, auch immer rüber ziehen.
Es geht tatsächlich um Moral und Verantwortung und um gar nichts anderes.
Zitat von HROyal:
Es ging mir ncht um eine Debatte über den Respekt dem ich gegenüber einem Menschen aufbringe.Ich hatte nicht verstanden warum ich bei einem Fussballspiel jemand mir Respekt aufgrund meiner politischen Überzeugungen entgegenbringen soll?
Ich will es mal probieren. Ich würde mal wetten, wenn wir uns zum Bier treffen und uns unterhalten, dann werden wir merken, dass wir politisch nicht weit voneinander entfernt sind. Wenn es uns dann noch gelingt unsere Vorurteile zu entrümpeln und die Beißreflexe und Beißringe aus unseren Zähnen zu verbannen und uns darauf einigen auch mal um die Ecke zu denken, dann saufen wir 20 Bier.
Es ging mir ncht um eine Debatte über den Respekt dem ich gegenüber einem Menschen aufbringe.Ich hatte nicht verstanden warum ich bei einem Fussballspiel jemand mir Respekt aufgrund meiner politischen Überzeugungen entgegenbringen soll?
Ich will es mal probieren. Ich würde mal wetten, wenn wir uns zum Bier treffen und uns unterhalten, dann werden wir merken, dass wir politisch nicht weit voneinander entfernt sind. Wenn es uns dann noch gelingt unsere Vorurteile zu entrümpeln und die Beißreflexe und Beißringe aus unseren Zähnen zu verbannen und uns darauf einigen auch mal um die Ecke zu denken, dann saufen wir 20 Bier.
Zitat von Forever_Hansa:
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Wirklich ne gewagte These. Die Frage wäre, was die Eltern dieser Kinder ruiniert hat. Zu Ostzeiten hatte die Mehrheit eine ordentliche Lebensgrundlage in einer Gesellschaft, die auf ein Miteinander ausgelegt war. Die Eltern dieser Kinder sind also nicht in den allerschlechtesten Verhältnissen aufgewachsen, wieso fällt es ihnen nun heute schwer, diese Werte an ihre Kinder weiterzuvermitteln?
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Wirklich ne gewagte These. Die Frage wäre, was die Eltern dieser Kinder ruiniert hat. Zu Ostzeiten hatte die Mehrheit eine ordentliche Lebensgrundlage in einer Gesellschaft, die auf ein Miteinander ausgelegt war. Die Eltern dieser Kinder sind also nicht in den allerschlechtesten Verhältnissen aufgewachsen, wieso fällt es ihnen nun heute schwer, diese Werte an ihre Kinder weiterzuvermitteln?
Zitat von DuGamlaDuFria:
Zitat von Forever_Hansa:
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Wirklich ne gewagte These. Die Frage wäre, was die Eltern dieser Kinder ruiniert hat. Zu Ostzeiten hatte die Mehrheit eine ordentliche Lebensgrundlage in einer Gesellschaft, die auf ein Miteinander ausgelegt war. Die Eltern dieser Kinder sind also nicht in den allerschlechtesten Verhältnissen aufgewachsen, wieso fällt es ihnen nun heute schwer, diese Werte an ihre Kinder weiterzuvermitteln?
Vielleicht weil die Erziehung durch die Eltern noch vorhanden sein mag, aber nicht mehr die Erziehung in der Schule. Letztenendes war das Ganze außerhalb des Elternhauses früher eher durchstrukturiert als heute, z.B. Freizeit.
Kenne aber auch Eltern aus Greifswald, die in der DDR aufwuchsen, die aber dermaßen resigniert zu sein scheinen, dass die Kinder mehr oder weniger vernachlässigt werden.
Zitat von Forever_Hansa:
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Wirklich ne gewagte These. Die Frage wäre, was die Eltern dieser Kinder ruiniert hat. Zu Ostzeiten hatte die Mehrheit eine ordentliche Lebensgrundlage in einer Gesellschaft, die auf ein Miteinander ausgelegt war. Die Eltern dieser Kinder sind also nicht in den allerschlechtesten Verhältnissen aufgewachsen, wieso fällt es ihnen nun heute schwer, diese Werte an ihre Kinder weiterzuvermitteln?
Vielleicht weil die Erziehung durch die Eltern noch vorhanden sein mag, aber nicht mehr die Erziehung in der Schule. Letztenendes war das Ganze außerhalb des Elternhauses früher eher durchstrukturiert als heute, z.B. Freizeit.
Kenne aber auch Eltern aus Greifswald, die in der DDR aufwuchsen, die aber dermaßen resigniert zu sein scheinen, dass die Kinder mehr oder weniger vernachlässigt werden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eisi_pro_HRO am 12.01.2012 um 13:58 Uhr bearbeitet
Zitat von DuGamlaDuFria:
Zitat von Forever_Hansa:
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Wirklich ne gewagte These. Die Frage wäre, was die Eltern dieser Kinder ruiniert hat. Zu Ostzeiten hatte die Mehrheit eine ordentliche Lebensgrundlage in einer Gesellschaft, die auf ein Miteinander ausgelegt war. Die Eltern dieser Kinder sind also nicht in den allerschlechtesten Verhältnissen aufgewachsen, wieso fällt es ihnen nun heute schwer, diese Werte an ihre Kinder weiterzuvermitteln?
Völlig richtig! Das war der Bruch, der uns jetzt so zusetzt. In Westdeutschland gab es den in ähnlicher Weise - nur mit anderen Protagonisten.
Also: Zu Ostzeiten hatte der Staat einen Finger auf die Kinder - einen guten Teil der Fehlerziehungen konnte man verhindern, indem man Leute sozialisiert hat, die es selbst nicht schaffen würden. Dadurch konnte man ein Mindestmaß an guter Erziehung fördern und hat den Rest halt über Kinderkrippe/-garten/Schule/Pioniere/FDJ selber übernommen. Mit viel (diskutablen) Aufwand konnte man einige Entwicklungen eindämmen.
Heute wird das Gegenteil gemacht: Kinderkriegen lohnt sich - zum Kistenstapeln zu faul oder zu dämlich, für Erziehung kompetent. Das Ergebnis sehen wir heute in vielen Lebenslagen.
Zitat von Forever_Hansa:
Zu dem Thema mal ne gewagte Aussagen: Asoziales Verhalten wird zur Hälfte vererbt und zur Hälfte anerzogen. Ich hab lange genug im Friedenshof in Wismar gewohnt um zu wissen, dass es viele Kinder gibt, die ansich keine Chancen haben gesellschaftsfähiges Verhalten zu erlernen. Und das ist im Grunde wirklich traurig...
Wirklich ne gewagte These. Die Frage wäre, was die Eltern dieser Kinder ruiniert hat. Zu Ostzeiten hatte die Mehrheit eine ordentliche Lebensgrundlage in einer Gesellschaft, die auf ein Miteinander ausgelegt war. Die Eltern dieser Kinder sind also nicht in den allerschlechtesten Verhältnissen aufgewachsen, wieso fällt es ihnen nun heute schwer, diese Werte an ihre Kinder weiterzuvermitteln?
Völlig richtig! Das war der Bruch, der uns jetzt so zusetzt. In Westdeutschland gab es den in ähnlicher Weise - nur mit anderen Protagonisten.
Also: Zu Ostzeiten hatte der Staat einen Finger auf die Kinder - einen guten Teil der Fehlerziehungen konnte man verhindern, indem man Leute sozialisiert hat, die es selbst nicht schaffen würden. Dadurch konnte man ein Mindestmaß an guter Erziehung fördern und hat den Rest halt über Kinderkrippe/-garten/Schule/Pioniere/FDJ selber übernommen. Mit viel (diskutablen) Aufwand konnte man einige Entwicklungen eindämmen.
Heute wird das Gegenteil gemacht: Kinderkriegen lohnt sich - zum Kistenstapeln zu faul oder zu dämlich, für Erziehung kompetent. Das Ergebnis sehen wir heute in vielen Lebenslagen.
Zu Ostzeiten wurde den Menschen ALLES abgenommen, selbst das Denken. Nix mit selbstständigkeit oder dergleichen. Jetzt, wo die Menschen ihre jahrelang geforderte Freiheit haben, ist das Gejammer groß. Es kann doch nicht sein dass Eltern die Schuld für fehlgeleitete Kinder dem Staat/der Schule in die Schuhe schieben wollen, oder die eigene "angebliche" Perspektivlosigkeit vorschieben. Der Staat hat in meinen Augen zwar eine gewisse Teilschuld, mehr aber auch nicht. Das Angebot für Kinder und Jugendliche, außerhalb der Schule, muss eindeutig verbessert werden. Das wäre ein Schritt. Den größeren Schritt müssen aber die Eltern machen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von lusor am 12.01.2012 um 14:26 Uhr bearbeitet
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