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Alles Gute, Jonas Boldt!

24.05.2019 - 11:17 Uhr
Alles Gute, Jonas Boldt! |#931
19.03.2021 - 08:34 Uhr
@Tagedieb
Ich kann Dir in jedem Punkt nur zustimmen, möchte nur einen Punkt ergänzen. Mir missfällt schlicht diese Attitüde Boldts, dass er dem HSV eine Gnade erweist, in dem er, JONAS BOLDT, sich bereit erklärte, beim HSV den Job anzunehmen und sogar in Erwägung zieht, seinen Vertrag zu erfüllen, wenn...
Vielleicht ist das nur meine Wahrnehmung, aber so ist sie nun mal. Daraus entsteht dann auch für mich die Frage, warum ich mich um Verständnis bemühen sollte, dass er nicht zu einer klaren Aussage bereit ist, weil evtl. vielleicht und unter Umständen der Aufsichtsrat nicht exakt so aufgestellt ist, wie sich Jonas Boldt dies wünscht. Warum soll ich dafür Verständnis haben? Der HSV ist sein Arbeitgeber. Der HSV bezahlt ihn, damit er seinen Job macht. Wenn tatsächlich Veränderungen eingetreten sind und er dann nicht mehr seinen Job so machen kann, wie es seiner Meinung nach erforderlich ist, okay, dann habe ich dafür Verständnis.
So macht er aber entweder Politik oder es ist eine vorgeschobene Ausrede. Für beides habe ich wenig Verständnis, weil die Unruhe schadet. Der HSV ist mir einfach viel wichtiger als die persönlichen Interessen von Boldt. Denn, wenn hier das ruhigere Umfeld in Bern angesprochen wird, das sorgt für mich eigentlich nur dafür, dass die Aussage von Spycher nicht so zwingend erforderlich war.

Warten wir ab. Aber wenn Boldt bei Sky die Unruhe im Verein als schädlich deklariert, ich kriege dann schon ein wenig Hals. März 2020, Oktober 2020, März 2021, Boldt ist nicht unschuldig.

Und bevor hier wieder irgendwas reininterpretiert wurd:
Nein, kein moralischer Vorwurf. Nur eine Bewertung des Verhaltens aus Sicht eines HSV Fans, der sich wünscht, dass alle Verantwortlichen immer im Sinne des HSV agieren.

•     •     •

"Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen"

Thioune, Fußball-Spruch des Jahres 2020
Alles Gute, Jonas Boldt! |#932
19.03.2021 - 09:07 Uhr
Zitat von Tagedieb

Zitat von fanbeauftragter

Wieso geht es weiter?


Die Spekulationen gehen weiter. Ein klares Dementi von Boldt ohne Hintertürchen wäre da durchaus hilfreich gewesen, wobei damit natürlich nicht gesagt ist, dass dann die Gerüchte aufhören. Aber Boldt hätte wenigstens versuchen können Spekulationen mit einem klaren Statement den Nährboden zu entziehen. Leider hat er das nicht getan.


Moin @Tagedieb

Im kurzlebigen Fußballgeschäft sind doch Spekulationen Teil des Business, insbesondere wenn exponierte Positionen neu zu besetzen sind, das ist kaum zu verhindern. In solchen Situationen ist es dann auch nicht zu verhindern, dass der Kontakt aufgenommen wird, vielleicht alleine um zu erfahren, ob Jemand verfügbar sei. Eine Kontaktaufnahme sagt also per se gar nichts.

Aus meiner Sicht hat Boldt ein klares Dementi abgegeben. Ich finde es respektabel, dass er die - m.E. nachvollziehbaren und begründeten - Vorbehalte adressiert hat. Es ist ehrlich und authentisch. Hätte er nur taktisch geredet, obwohl er andere Gedanke hätte, wäre dies zu kritisieren und wenig hilfreich. Die Umstände um das Präsidium und einen möglicherweise deswegen neu zu besetzenden AR sind Fakten bzw. hieraus resultierende Schlussfolgerungen, wie sie ja breit diskutiert werden. Dies ist von Boldt nicht zu beeinflussen.

Vielleicht ist es am Ende sogar so, dass der Vorbehalt von Boldt dazu führt, dass sich die Umstände um das Präsidium beruhigen und die Ratio wieder einzieht, Egothemen zurückgestellt werden, weil eingesehen wird, was die Streitigkeiten bewirken (können). Wir werden sehen.

Zitat von Tagedieb

Da ziehen alle an einem Strang, verzichten auf Eitelkeiten und stellen ihre eigenen Interessen weitestgehend zurück.
Und Letzteres erwarte ich eben auch von Boldt. Wenn Unruhe aufkommt, sollte er alles versuchen um die Wogen zu glätten. Und das hat er eben nicht in ausreichendem Maße getan.


Was erwartest du konkret von Boldt in dieser Situation? Soll er sagen, dass er unter allen Umständen beim HSV bleibt, egal wer im AR sitzt, egal wie der AR agieren würde? Er hat es einmal klar gestellt und mehr nicht, die Verantwortlichen wissen woran sie sind. Wie oben schon gesagt, vielleicht bewirkt gerade dies, die Wogen zu glätten. Ansonsten äußert sich Boldt immer sehr sachlich, wehrt Kritik an der Mannschaft usw. eher ab ohne platt zu argumentieren. Das er das nicht in ausreichendem Maße getan haben soll, kann ich nicht erkennen.

Zitat von Tagedieb

Überhaupt stehen wir derzeit mit einem zweiköpfigen Vorstand da. Schon das ist eine höchst unglückliche Situation.


Was ist daran zu kritisieren, was ist konkret unglücklich daran? Wozu bedarf es 3 Vorstände, die ja auch gut verdienen? Es ist doch eher eine Frage der Aufgabendefinition und -delegation. So sehe ich z.B. nicht die Notwendigkeit eines Finanzvorstandes. Diese Aufgaben könnten i.W. auch auf Direktorenebene erledigt werden. Was Hoffmann z.B. als Aufgabengebiet hatte, war für mich auch ein Rätsel. Womit füllen die ihren ganzen Arbeitstag?

Beim HSV handelt es sich um ein mittelständisches Unternehmen, welches sicher durch 2 Vorstände umfassend geführt werden kann, wenn der Unterbau entsprechend mit Qualität organisiert ist. Generell sollte es sowieso so sein, dass sich Vorstände eher um grundsätzliche Dinge kümmern sollten, weniger um das Tagesgeschäft. Aber dazu müssen die Vorstände über die notwendige Qualitäten verfügen. Es ist also weniger eine Frage der Anzahl denn der Qualität. Mal ganz platt: 3*0=0, 2*1=2 Zwinkernd .
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fanbeauftragter am 19.03.2021 um 09:11 Uhr bearbeitet
Alles Gute, Jonas Boldt! |#933
19.03.2021 - 23:45 Uhr
Zitat von fanbeauftragter
Im kurzlebigen Fußballgeschäft sind doch Spekulationen Teil des Business, insbesondere wenn exponierte Positionen neu zu besetzen sind, das ist kaum zu verhindern. In solchen Situationen ist es dann auch nicht zu verhindern, dass der Kontakt aufgenommen wird, vielleicht alleine um zu erfahren, ob Jemand verfügbar sei. Eine Kontaktaufnahme sagt also per se gar nichts.

Aus meiner Sicht hat Boldt ein klares Dementi abgegeben. Ich finde es respektabel, dass er die - m.E. nachvollziehbaren und begründeten - Vorbehalte adressiert hat. Es ist ehrlich und authentisch. Hätte er nur taktisch geredet, obwohl er andere Gedanke hätte, wäre dies zu kritisieren und wenig hilfreich. Die Umstände um das Präsidium und einen möglicherweise deswegen neu zu besetzenden AR sind Fakten bzw. hieraus resultierende Schlussfolgerungen, wie sie ja breit diskutiert werden. Dies ist von Boldt nicht zu beeinflussen.

Vielleicht ist es am Ende sogar so, dass der Vorbehalt von Boldt dazu führt, dass sich die Umstände um das Präsidium beruhigen und die Ratio wieder einzieht, Egothemen zurückgestellt werden, weil eingesehen wird, was die Streitigkeiten bewirken (können). Wir werden sehen.


Ein klares Dementi wäre eben meines Erachtens ein Dementi gewesen, das nicht irgendwelche Bedingungen wie die Zusammensetzung von AR und Präsidium enthält. Boldt liefert ein Dementi mit einschränkenden Bedingungen. Ob diese Bedingungen nun gerechtfertigt sind oder nicht, ist dabei für mich nachrangig. Entscheidend ist für mich, dass Boldt in so einer Situation eine Aussage formuliert die etwaiger Unruhe vorbeugt. Stattdessen hat er eine Formulierung gewählt, die Spekulationen weiter befeuert. Als Dementi ist die Aussage gerade nicht klar und sowas kann der HSV nicht gebrauchen. Eben weil der Club, wie von mir erwähnt, ein höchst fragiles Gebilde ist und wir uns in einer Medienstadt befinden. Da bedarf es umso mehr eines Statements, das beruhigend wirkt.

Zitat von fanbeauftragter
Was erwartest du konkret von Boldt in dieser Situation? Soll er sagen, dass er unter allen Umständen beim HSV bleibt, egal wer im AR sitzt, egal wie der AR agieren würde? Er hat es einmal klar gestellt und mehr nicht, die Verantwortlichen wissen woran sie sind. Wie oben schon gesagt, vielleicht bewirkt gerade dies, die Wogen zu glätten. Ansonsten äußert sich Boldt immer sehr sachlich, wehrt Kritik an der Mannschaft usw. eher ab ohne platt zu argumentieren. Das er das nicht in ausreichendem Maße getan haben soll, kann ich nicht erkennen.


Ich erwarte wie gesagt, dass er Spekulationen unterbindet. Ein schlichtes Dementi, mehr nicht. Dass ihn die Zusammensetzung des hiesigen Kontrollgremiums tangiert, kann ich zwar nachvollziehen, nur ist seine Meinung dazu an dieser Stelle eben nicht gefordert gewesen.
Boldt hat gesagt: "Ich habe große Lust beim HSV zu arbeiten, wenn..." und das ist ganz sicher eine klare Aussage, das mag auch ehrlich und authentisch sein, nur ein klares Dementi ist es eben nicht. Eine solche Aussage hilft, wie bereits angemerkt wurde, Boldt mehr als dem HSV. Ob Boldt dabei authentisch rüberkommt, ist mir sogar ziemlich egal. Primär geht es darum für Ruhe zu sorgen.
Wie sich Boldt ansonsten äußert, ist doch für diesen Sachverhalt völlig unerheblich. Ich halte ihn grundsätzlich für rhetorisch versiert. Das wäre dann aber eher ein Grund von ihm zu erwarten, dass er in der Lage ist Spekulationen im Keim zu ersticken.
Wenn er den HSV alsbald verlassen sollte, kann er auf diese Aussagen verweisen und manche werden ihn als Person immer noch ehrlich und authentisch finden. Ich finde er sollte in einem solchen Moment eher daran denken was dem HSV nutzt.

Zitat von fanbeauftragter
Zitat von Tagedieb

Überhaupt stehen wir derzeit mit einem zweiköpfigen Vorstand da. Schon das ist eine höchst unglückliche Situation.


Was ist daran zu kritisieren, was ist konkret unglücklich daran? Wozu bedarf es 3 Vorstände, die ja auch gut verdienen? Es ist doch eher eine Frage der Aufgabendefinition und -delegation. So sehe ich z.B. nicht die Notwendigkeit eines Finanzvorstandes. Diese Aufgaben könnten i.W. auch auf Direktorenebene erledigt werden. Was Hoffmann z.B. als Aufgabengebiet hatte, war für mich auch ein Rätsel. Womit füllen die ihren ganzen Arbeitstag?

Beim HSV handelt es sich um ein mittelständisches Unternehmen, welches sicher durch 2 Vorstände umfassend geführt werden kann, wenn der Unterbau entsprechend mit Qualität organisiert ist. Generell sollte es sowieso so sein, dass sich Vorstände eher um grundsätzliche Dinge kümmern sollten, weniger um das Tagesgeschäft. Aber dazu müssen die Vorstände über die notwendige Qualitäten verfügen. Es ist also weniger eine Frage der Anzahl denn der Qualität. Mal ganz platt: 3*0=0, 2*1=2 Zwinkernd .


Bei ziemlich vielen mittelständischen Unternehmen sind die Vorstände größer. Dass die treffende Antwort auf die Frage "Womit füllen die ihren ganzen Arbeitstag?" bei so manchem vormaligem HSV-Vorstand wohl "Er lässt einen wichtigen Aufgabenbereich in fahrlässiger Art und Weise brach liegen" gewesen wäre, heißt ja nicht, dass es für diesen Aufgabenbereich keines Vorstandspostens bedarf.
Ich denke, dass gerade im Fall des HSV etwa der Bereich Marketing einen eigenen Vorstand erfordert. Ob das dann ein Marketing-Vorstand übernimmt oder der Vorstandsvorsitzende es tut, darauf kommt es mir nicht an. Aber wenn etwa die Kunden im Logenbereich scharenweise weglaufen (wie es vor der Corona-Krise der Fall war) oder der Stadionname nicht vermarktet wird, dann scheinen mir da große Potentiale ungenutzt zu bleiben und ich würde denken, dass da ein Verantwortlicher auf Vorstandsebene hilfreich wäre.
Zudem hielte ich es aber auch im Falle eines Boldt-Abgangs für problematisch, wenn dann nur noch Wettstein übrig bleibt. Auch wenn es sich nur um eine Übergangszeit handelt, wäre das meines Erachtens suboptimal.
Dass es aber vor allen Dingen eine Frage der Qualität ist, würde ich nicht bestreiten wollen. Ebenso stimme ich Dir zu, dass der Vorstand sich primär um die grundsätzlichen Dinge kümmern sollte, was jedoch keineswegs heißt, dass auf dieser Ebene nicht jede Menge zu tun wäre.
Alles Gute, Jonas Boldt! |#934
20.03.2021 - 07:44 Uhr
@Tagedieb

Wir haben i.d.A. unterschiedliche Herangehensweisen bzw. Sichtweisen. Dies ist auf der einen Seite durchaus spannend, auf der anderen Seite muss man irgendwann konstatieren, dass man nach einer sachlichen Diskussion nicht wesentlich zueinander kommt. Das ist auch nicht weiter schlimm, da es jeweils nur Interpretationen sind.

Eine Spekulation ist im Wesentlichen eine Vermutung oder Mutmaßung. Diese kann bezüglich gegenwärtig nicht überprüfbarer Gegebenheiten oder zukünftiger Ereignisse angestellt werden, es besteht also eine gewisse Unsicherheit ob des Wahrheitsgehalt bzw. der Eintrittswahrscheinlichkeit. Wir wissen nicht, was sich beim HSV in den nächsten Wochen, Monaten in den Grundfesten entwickeln wird, wir wissen aber mit Blick in die Vergangenheit und auf bestimmte Personen, dass mal wieder alles auf links gedreht werden könnte. Insofern halte ich nichts davon etwas zu sagen, von dem man weiss, dass es bei Eintritt gewisser nicht ganz unrealistischer Ereignisse einfach nicht belastbar sein könnte.

Insofern ist es für mich ein klares Dementi, d.h. wenn sich nichts verändert in negativer Hinsicht z.B. beim Aufsichtsrat, bleibt er. Das wäre ein mögliches zukünftiges Ereignis. Umgekehrt gesprochen, gibt es aktuell nichts, was seinem Verbleiben entgegensteht.

Die Frage ist zudem, von wem und wo Spekulationen stattfinden. Jetzt hat mal wieder das Qualitätsblatt Mopo sich etwas zurecht philosophiert, na und? Wer liest schon die Mopo? Das ist wirklicher Journalisten-Mumpitz. Meinst du, die hätten diesen Artikel nicht geschrieben, wenn der Halbsatz von Boldt nicht gefallen wäre? Alleine aufgrund der Bekanntschaft zu Hellmann, wäre dies vermutlich erfolgt (wie vorher ja auch schon), da die Position i Frankfurt noch nicht neu besetzt ist. Wo wird Unruhe dadurch geschürt? Entscheidend ist im Hinblick auf die Spieler, was ggf. intern kommuniziert wird. Hierzu liegen uns keinerlei Informationen vor.
Alles Gute, Jonas Boldt! |#935
20.03.2021 - 09:47 Uhr
@fanbeauftragter

Stört es Dich überhaupt nicht, wenn ein Angestellter des Vereins erklärt, er sei nur dann bereit seinen Vertrag zu erfüllen, wenn eine bestimmte Konstellation bestehen bleibt? Wenn jetzt Kittel, Kinsombi und Terodde beim Abendblatt - Interview erklären, dass sie nur noch für den HSV auflaufen wollen, wenn Thioune durch Neururer ersetzt wird, wäre das für Dich auch in Ordnung?
Für mich ist schon die Hintertür, die er sich öffentlich offen hält etwas, was ich persönlich kritisch sehe. Intern kann er das meinetwegen so kommunizieren, in der Öffentlichkeit steht ihm eine solche Aussage als Angestellter schlicht nicht zu. Was ist, wenn Wettstein das gleiche Recht für sich in Anspruch nimmt?
Die Aussage Boldts wird m. E. nur deswegen unkritisch gesehen, weil die Aussage und er als Sportvorstand populär sind. Dass ein Vorstandsmitglied öffentlich Vertragstreue nur dann verspricht, wenn eine von ihm gewünschte Konstellation erhalten bleibt ist aber für die Unternehmenskultur eigentlich ein no go.

Ich sehe auch überhaupt keine Notwendigkeit für diese Einschränkung.
1. Niemand könnte ihm ein aktuelles uneingeschränktes Bekenntnis vorwerfen, wenn er nach einer Neubesetzung des AR keine Basis für eine Fortsetzung der Tätigkeit sehen würde. Wenn sich entscheidende für die eigene Tätigkeit maßgebliche Umstände ändern, hat jeder das Recht die persönliche Situation zu überdenken und eine andere Entscheidung zu treffen. Aber auch da gilt zunächst einmal, dass er einen Vertrag hat und grundsätzlich verpflichtet ist, diesen zu erfüllen. Da darf man gerne mal einen Blick nach Frankfurt werfen, wo Bobic auf die Nase bekam, als er vorpreschte.
2. Der Präsidiunsstreit wurde ausgesetzt. Bis zum Sommer ist Ruhe. Frankfurt wird nicht darauf warten, die Bobic-Nachfolge zu regeln, bis beim HSV klar ist, wie das zukünftige Präsidium und der zukünftige AR aussieht. Für Frankfurt ist die Hintertür daher eigentlich nutzlos, wenn seine Aussage einen Wert hat. Dann hätte er allerdings bezüglich des Frankfurt - Gerüchts ein uneingeschränktes Dementi abgeben können.

Kurz gesagt, ich verstehe nicht, was Boldt mit seiner Hintertür bezweckt, sehe nicht die Notwendigkeit, erwarte von einem Vorstandsmitglied eine andere andere Verhaltensweise und denke, dass er damit weiterer Unruhe Vorschub leistet.

Korrekt ist, dass der einzelne Artikel der Mopo jetzt niemanden um den Schlaf bringen muss. War das nur die Ouvertüre und es geht in den nächsten Wochen weiter hat dies Boldt zu verantworten.

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"Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen"

Thioune, Fußball-Spruch des Jahres 2020
Alles Gute, Jonas Boldt! |#936
20.03.2021 - 10:29 Uhr
Wir haben doch nun hoffentlich mittlerweile alle durchgeholt, dass in dieser leistungsdichten 2.Liga NUANCEN über Aufstieg oder Klassenerhalt entscheiden.

Boldt hat wissentlich in Kauf genommen, dass durch das von ihm offengelassene Hintertürchen nicht nur er selbst, sondern auch die Schundpresse gehen kann.

Der Hund kann immer nur in die Hand beißen, die durch den Zaun gesteckt wird.

•     •     •

„Smart“ may have the brains.
But „stupid“ has the balls.
Alles Gute, Jonas Boldt! |#937
20.03.2021 - 11:02 Uhr
@Hope

Ich will das mit dir jetzt nicht weiter diskutieren, da ich meine Interpretation ja nun ausgiebig erläutert und begründet habe. Du magst dir ja wünschen, was für den HSV am besten ist, das ist okay, tue ich i.Ü auch, ohne für mich in Anspruch zu nehmen, was das konkret ist. In der Causa Hoffmann z.B. hast du bei deiner anfänglichen Interpretation falsch gelegen. Aufgrund meiner Lebens- und Berufserfahrung bin ich Realist, auch im Hinblick auf die HSV-Historie.

Mich stört es nicht, da ich es nicht so interpretiere wie du. Wie geschrieben, gehe ich davon aus, dass er beim HSV bleibt, da sich aktuell nichts ändern wird. Das schreibst du ja auch.

ich verstehe aber echt nicht, was man daran gut finden kann intern etwas anders zu kommunizieren als extern. Als ob damit irgendetwas erreicht werden würde. Das soll gut für den HSV sein?

Siehst du es nur kritisch, weil er bei dir unpopulär ist?

Um es noch mal klar zu machen, was er konkret gesagt hat:
Zitat von Jonas Boldt

Solange hier die Möglichkeit besteht, dass wir hier etwas trotz der weiterhin vorhandenen Schwierigkeiten voranbringen können, habe ich große Lust, beim HSV zu arbeiten.

https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article231740359/Jonas-Boldt-Eintracht-Frankfurt-HSV-Wechsel-Bobic.html

Er will nicht vor Schwierigkeiten (meine Interpretation: Unruhen im e.V., schlechte Finanzen) weglaufen, sondern will den HSV voranzubringen. Das ist doch genau das, was wir alle wollen. Sollte er etwa nur seinen Vertrag absitzen wollen? Er will etwas erreichen, gut so. Wenn die Geschäftsgrundlage fehlen sollte, macht es für beide Seiten keinen Sinn.

Interessant ist, was der Manager von Union Berlin gerade gesagt hat (auch wenn es jetzt keinen direkten Bezug zum Thema gibt):
Zitat von Oliver Ruhnert

Mit seinem Wunsch, aus einem bis 2023 laufenden Vertrag auszusteigen, hat der Kollege einige Irritationen ausgelöst. Finden Sie es nicht verwerflich, wenn sich nicht mal die Manager gebunden fühlen?

Es gibt immer eine Vereinssicht und eine Sicht des Arbeitnehmers. Vereine trennen sich auch von Trainern und Managern, obwohl Verträge laufen. Im Fußball ergeben sich manche Dinge genau dann, wenn man es eigentlich gar nicht will. Auf einmal gehen Türen auf, wo man selbst gebunden ist, aber weiß, dass diese Chance im Jahr drauf obsolet ist. In exponierten Stellungen passiert das in der Wirtschaft übrigens genauso wie im Profisport.

Sie haben Ihren Vertrag an Weihnachten verlängert. Können Sie denn ausschließen, dass Sie vertragsbrüchig werden?

Nein, ausschließen kann man nie etwas. Allein deshalb, weil man ja auch nie weiß, wie sich private Lebensverhältnisse entwickeln. Ich habe oft für mich persönlich gesagt, dass ich irgendwann zurück ins Sauerland möchte, wo ich herkomme. Aber als Manager hat man ja die Möglichkeit, die Vertragslaufzeit kurz zu halten, um sich solche Freiheiten zu bewahren.

https://www.berliner-zeitung.de/sport-leidenschaft/1-fc-union-berlin/oliver-ruhnert-wir-muessen-mehr-in-loesungen-und-weniger-in-verboten-denken-li.146982

Denke, wir sollten das etwas entspannter sehen, ändern können wir es sowieso nicht.

Marcel Jansen äußert sich heute wie folgt:
Zitat von Marcel Jansen

Wir pflegen eine vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit. Ich spüre bei Jonas jeden Tag die Lust, den HSV weiterzuentwickeln. Spekulationen an anderen Standorten können und wollen wir nicht beurteilen.

https://www.bild.de/sport/fussball/fussball/hsv-bobic-nachfolger-marcell-jansen-sicher-dass-jonas-boldt-bleibt-75786478.bild.html

Unruhe sieht für mich anders aus.
Alles Gute, Jonas Boldt! |#938
20.03.2021 - 11:09 Uhr
Zitat von fosbury

Der Hund kann immer nur in die Hand beißen, die durch den Zaun gesteckt wird.


Ja, das ist gewiss richtig. Wobei die Lage hierbei doch etwas anders liegt. Boldt wird bereits kritisiert, weil er VOR DEM Zaun steht und dies vom Hundebesitzer, weil der Hund dann eben bellt und aggressiv wird.

Und Boldt hat eben den Fehler gemacht, seine Hand durch den Zaun zu stecken. Dabei wäre die Lösung ganz einfach gewesen.

Entweder Boldt betritt das Grundstück komplett oder er geht weg und entfernt sich vom Zaun. Eine der beiden Varianten wird erwartet und mMn auch zurecht.

Er verneint ganz klar, dass er nicht den HSV verlassen wird oder er sagt ganz klar, dass er geht.
Boldt entschied sich aber weiter am Zaun zu stehen und dass der Hund dann nicht aufhört zu bellen, ist allein Boldts Entscheidung gewesen.

Am Zaun stehen zu bleiben, ist immer die dümmste Entscheidung neben dem Hand durch stecken. Entweder man betritt das Grundstück oder man geht seiner Wege.

Es werden nicht ohne Grund mehr Postboten gebissen, als Besucher, die das Grundstück betreten, um mal in dem Bild zu bleiben.

Ein Hund bellt aus Unsicherheit und braucht klare Ansagen.
Boldt hat Angst vor klaren Ansagen und genau das stachelt den Hund an.

PS:
Klare eindeutige Aussagen. Mehr wird ja gar nicht verlangt. Dann wird auch niemand gebissen.
Alles Gute, Jonas Boldt! |#939
20.03.2021 - 12:42 Uhr
@fanbeauftragter

Ich hatte Dir eine konkrete Frage gestellt auf die Du nicht eingehst, obwohl Du dazu sicher eine eigene Meinung hast. Wie würdest Du es bewerten, wenn sich Wettstein jetzt ähnlich äußern würde, nur vielleicht mit dem versteckten Hinweis, dass er ohne Veränderungen im AR nicht weiter machen wird?

Was Jansen sagt ist inhaltsleeres Wischiwaschi. Zumindest für mich. Allerdings gehe ich auch davon aus, dass die externe Kommunikation selten mit der internen Kommunikation deckungsgleich ist, es eine Frage ist, die der Interessenabwägung unterliegt. Ich wüsste jetzt ad hoc eher kein Beispiel, wo ich davon ausgehen würde, dass das immer deckungsgleich ist. Gut oder schlecht, richtig oder falsch, das muss man am jeweiligen Einzelfall beurteilen und hier hätte ich es auch aus den anderen von mir vorgetragenen Gründen als definitiv richtig betrachtet, potenzielle interne Veränderungen nicht als Grund für einen möglichen Abgang anzuführen.

Warten wir einfach ab. Wenn das Thema weiter schwelt, darfst Du gerne weiter den Standpunkt vertreten, dass Boldt die Angelegenheit gut beendet hat oder dass Spekulationen über die Zukunft des SV keine Unruhe im Team verursachen kann. Ich bin und bleibe da bei der Aussage von Spycher, dass solche Spekulationen nur Unruhe reinbringen, die nicht gut sein kann.

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"Wer es nicht schafft, gegen den HSV zu punkten, sollte nicht auf dem Rücken eines Flüchtlings, der niemandem etwas getan hat, versuchen, einen Vorteil herauszuholen, sondern besser auf die eigenen sportlichen Fehler schauen"

Thioune, Fußball-Spruch des Jahres 2020
Alles Gute, Jonas Boldt! |#940
24.03.2021 - 08:10 Uhr
Im Thread “Transferpolitik” wird u.a. gerade wieder über Boldt diskutiert und seine Arbeit bewertet. Die Transferpolitik gehört zu seinem Aufgabenbereich, aber eben nicht nur. Gemäß seiner Aufgabenbeschreibung ist er verantwortlich für den Bereich Sport und den Bereich Medien und Kommunikation.

Wenn man einmal zurückblickt zu seiner Verpflichtung, dann beschreibt er seine Motivation wie folgt:
Zitat von Jonas Boldt, 24.5.2019

Als Sportvorstand in erster Reihe zu stehen, bedeutet für mich eine neue Aufgabe. Es ist kein Geheimnis, dass ich deshalb ähnliche Gedanken schon vor einem Jahr hatte, bevor ich in Leverkusen verlängert habe. Nach einer so langen Zeit in einem Club, der vermutlich in der aktuellen Situation nicht unterschiedlicher sein könnte als der HSV, spüre ich eine riesige Vorfreude auf diese Herausforderung.

Ich spüre diesbezüglich eine Verantwortung, diese ganze Energie zu bündeln und in die richtige Richtung zu bringen. Wer mich kennt und weiß, wie ich in Leverkusen stets die sportlichen Ziele formuliert habe, der kann sehr schnell erkennen, dass ich mit Ambitionen nach Hamburg komme.

https://www.hsv.de/news/hsv-stellt-neuen-sportvorstand-jonas-boldt-vor

Er hat also klar seine Karriereziele verbunden mit ehrgeizigen Ambitionen formuliert. Insofern ist klar, dass er bestimmte Vorstellungen von der Zukunft hat, was dann auch zu Entscheidungen und Maßnahmen führt. Veränderungen gefallen nicht jedem, ist auch klar.

1) Bereich Sport

a) Transferpolitik

Allzu zu großen Einfluss auf die Transferpolitik und die Verpflichtung Heckings zur Vorsaison würde ich ihm nicht zubilligen, weder im positiven noch im negativen Sinne. Zur Winterpause verpflichtete er die Wunschspieler Heckings, das Ende ist bekannt. Die erste Saison würde ich deshalb auch nicht wirklich bewerten wollen.

Zu aktuellen Saison sollte die Entwicklung im Vordergrund stehen. Mir war nie richtig klar, wie das tatsächlich definiert werden sollte. Sicher wurde einiges gesagt, so richtig schlüssig fand ich es als Konzept nicht, insbesondere die Verpflichtung der “Säulenspieler”. Wenn man allerdings die Möglichkeit hat einen Terodde zu vernünftigen Konditionen zu bekommen, muss man das machen, um die Wahrscheinlichkeit des Aufstiegs, das eigentliche sportliche Ziel, zu erhöhen. Die Verpflichtung der anderen habe ich nicht wirklich verstanden, wobei mich Leistner positiv überrascht hat.

Wenn allerdings Thioune aktuell sagt, dass:
Zitat von Daniel Thioune

Simon Terodde hat unheimlich viele Qualitäten und versucht sie im Mannschaftsverbund einzubringen. Simon zu ersetzen fällt uns sehr schwer. Aber wir können es kompensieren. Ich habe aber immer gesagt, dass die Breite des Kaders beim HSV sehr gut ist, dass ich Spieler bei mir habe, die mit den Hufen scharren. Sie werden niemals von mir hören, dass ich jammere, dass zu viele bei uns ausfallen.

https://www.hsv.de/news/wer-ersetzt-terodde-antwort-das-kollektiv

dann ist in der Transferpolitik sicher vieles richtig gelaufen.

b) Verpflichtung des Trainers

Zu Saisonbeginn konnte ich die Verpflichtung schwer einschätzen. Er hatte seine ersten Erfolge, klar, aber ob er als Teil der Entwicklung, wie ich es im Erwartungsthread geschrieben hatte, auch erfolgreich in Hamburg sein könnte, war zumindest keine ausgemachte Sache, deshalb auch aus der Außensicht ein Risiko. Aktuell muss man i.d.Z. aber konstatieren, unabhängig, ob der Aufstieg gelingt, eine positive Wahl von Boldt.

c) Personelle Organisation

Mit Beginn seiner Verpflichtung sind zu Beginn diverse Personalrochaden auf den Weg gebracht worden. Nicht nur beim Scoutingchef (Spors/Costa), sondern insbesondere im Nachwuchsbereich. Dies war schon erheblich. Was es richtig oder falsch? Keine Ahnung. Es ist auch so schwierig dies zu bewerten, da coronabedingt z.Zt. nichts läuft und Erfolge länger brauchen in diesem Bereich.

Wie lange haben sich so viele Hrubesch beim HSV gewünscht. Niemanden ist es gelungen ihn zu einer Rückkehr zu bewegen und diesen Verdienst muss man Boldt auch anrechnen.

2) Bereich Medien und Kommunikation

Auch dieser Bereich ist mangels interner Informationen nicht einfach zu beurteilen. Man weiß nicht, wie er z.B. mit Sponsoren, potentiellen Sponsoren, Beratern usw. kommuniziert.

Man weiß aber, wie er öffentlich kommuniziert. Zu der “Hintertür”-Diskussion will ich mich hier nicht weiter äußern, meine Auffassung habe ich klar gemacht. Klar ist aber auch, dass er nicht nur Schön-Wetter-Reden hält, sondern auch Klartext, ggf, etwas verklausuliert, spricht. Dies finde ich grundsätzlich gut, norddeutsch und sachlich. Beispiele sind das Thema Jatta oder die Streitereien im e.V. Das Thema “Hoffmann” wird naturgemäß unterschiedlich bewertet, die aktuelle Ruhe scheint der Angelegenheit eher Recht zu geben.

Auch in Bezug auf den Aufsichtsrat hat es historisch immer wieder Problem gegeben. Hierzu äußert sich Boldt wie folgt:
Zitat von Jonas Boldt

Aber es geht dann darum, im Sinne des HSV die Gespräche zu führen und Entscheidungen zu treffen, anstatt immer mit dem Finger auf andere zu zeigen. Das haben wir in vielen Bereichen verinnerlicht, weshalb zum Beispiel auch die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat sehr gut funktioniert. Auch in diesem Zusammenspiel ist man nicht immer einer Meinung, aber alle Beteiligten wissen, dass es um das große Ganze und die gemeinsame Verantwortung für den HSV geht. Auch auf diesem Gebiet haben wir Schritte nach vorn gemacht.

https://hsvlive.hsv.de/wp-906fd-content/uploads/2021/02/HSVlive-6-online-DS.pdf

Insgesamt kann man aus meiner Sicht klar resümieren, dass die Außendarstellung des HSV seit Jahren nicht mehr so positiv war wie aktuell. Dies hat auch eindeutig etwas mit Boldt zu tun. Für die negativen Aspekte des Präsidiumsstreits kann er nichts. Aber in der Kommunikation nach innen scheint vieles zu passen, z.B. auch, wenn man so liest wie sich Hrubesch so äußert.

Fazit:

Ein Fazit kann man noch nicht ziehen, da insbesondere die sportliche Entwicklung dieser Saison von Relevanz ist. Davon abgesehen meine ich, dass sich der sportliche Bereich gemessen an den letzten Jahren positiv entwickelt hat, was nicht heißt, dass alles gut ist. Auch die Außendarstellung hat sich m.E. spürbar positiv entwickelt, auch intern scheint es durchaus positiv zu sein. Insofern sollten wir froh sein, dass wir ihn aktuell haben und er hoffentlich noch einiges bewirken wird. Ein kritisches Begleiten ist deshalb trotzdem nicht verboten.
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