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Wolles Risiko! Plaudern wie der Trainer.

20.06.2022 - 18:33 Uhr
Zitat von Ovidiu_Burca

Meinem Kenntnisstand nach existieren alle hier genannten Vereine immer noch, kaum einer zählte in seinem jeweiligen Herkunftsland zur Elite und muss nun in den Abgründen des Amateurfußballs leiden.


Dein Kenntnisstand braucht ein Update!

Mouscron existiert nicht mehr, wurde nach der Insolvenz gänzlich aufgelöst.

Girondins Bordeaux war regelmäßiger Europapokal-Teilnehmer, ein großer Traditionsverein und nun als Sechstligist muss nun in den Abgründen des Amateurfußballs leiden.

Und Boavista steht alles noch auf der Kippe. Zwar sammelte eine Crowdfunding-Kampagne 55.000 €, um die endgültige Auflösung des Vereins zu verhindern, das finale Gerichtsurteil steht noch aus. Und Boavista war keine Laufkundschaft, sondern ein regelmäßiger Europapokal-Teilnehmer hinter The Big 3 Portugals und der letzte Meister (2001), der nicht Benfica, Sporting oder Porto hieß.

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„Die Tradition ist so ein komplexes Phänomen, dass man es schon nicht auf das Gründungsjahr reduzieren kann. Da kommen viele Dinge zusammen. Tradition ist so etwas wie ein Fundus an Grundwerten, an gemeinsamen Erfahrungen, an Ritualen, die für viele Menschen bewusstseinsstiftend wirken, die viele Menschen als Teil ihres Lebens und ihrer eigenen Vergangenheit verstehen." - Hansi Küpper

Dieser Beitrag wurde zuletzt von cerwjeny_rak am 14.08.2026 um 10:05 Uhr bearbeitet
Nach der Sensationsmeisterschaft 2001 und dem UEFA-Cup-Halbfinale 2003 geriet der Verein durch einen Zwangsabstieg 2008 infolge von Schiedsrichterbestechung ins Chaos. Trotz der Rückkehr in die Primeira Liga 2014 plagten finanzielle Probleme den Klub, die 2023 zu einer FIFA-Transfersperre führten. Nach dem sportlichen Abstieg aus der ersten Liga 2025 wurde Boavista aufgrund der massiven Verschuldung die Lizenz für die zweiten und dritten Ligen verweigert, was den erzwungenen Abstieg in die fünfte Liga zur Saison 2025/26 bedeutete.


Schiedsrichterbestechungen…soso. Ok, um das nochmal deutlicher zu machen, für wen auch immer das notwendig ist. Wir reden hier von Investorenbeteiligungen, nicht von Kriminellen, die kriminelle Handlungen durchführen. Das wirfst du hier aber in einen Topf.

Ich wiederhole mich: Augen auf bei der Investorenwahl.

Wenn sich Dortmund ein Putin oder Trump als Investor ins Boot holt, braucht man sich natürlich nicht wundern, wenn Leute am Ende im Gefängnis landen. Na gut, zumindest war das mal so. Aber theoretisch.
Zitat von Kuhru
Zitat von El_Burro

Zitat von Kuhru

Wie bereits geschrieben, diese Entscheidungsfreiheit ist eine Illusion. Wenn Investoren ungehindert Geld in eine Liga pumpen können, betrifft das alle Vereine und verändert den Wettbewerb per se. Es verändert, wie andere Vereine wirtschaften müssen und welche Preise aufgerufen werden. Es sorgt dafür, dass der sportliche Wettbewerb zu einem "Wer findet den reichsten Milliardär/die reichste Diktatur" verkommt. Um den Sport selbst zu beschützen, muss die Liga gegen Investoren vorgehen.


Ok, ist sicherlich eine prinzipielle Auffassungsfrage, in etwa so wie Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft. Der jetzige Modis Vivendi ist sicherlich in einer Weise ein Schutz, auf der anderen Seite aber auch Besitzstandswahrung, die es nahezu verhindert, dass neue Vereine in Deutschland sich auf Dauer ganz ganz oben etablieren können.
Solange man Argumente sachlich austauscht ist ja alles auch in Ordnung -was mir aber z.B. gerade beim Thema RB nicht überall und immer der Fall zu sein scheint. Die haben genau die gleiche Existenzberechtigung wie wir - ohne dass ich persönlich deren Geschäftsmodell zustimmen muss. Leben und leben lassen. Aber sei´s drum .


Es ist weniger "Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft" als "Neoliberalismus vs. Ordoliberalism", wenn wir bei dem Vergleich bleiben. Dass die Akkumulation von Kapital einen Wettbewerb weniger frei macht, ist glaube ich nicht strittig. Und dieser weniger freie Wettbewerb ist dann auch diese "Besitzstandwahrung", vor der du warnst. Es ist ja auch kein Zufall, dass die Zeit, in der RB in der Bundesliga spielt, die mit Abstand einseitigste der deutschen Fußballgeschichte ist. Das war vor Investoren noch sehr, sehr viel ausgeglichener.
Es geht dabei auch gar nicht um Existenzberechtigung per se, sondern darum, dass die Modelle RB, Bayer etc. den Deutschen Fußball, sowohl kulturell, finanziell als auch als Wettbewerb, schlechter machen.


Ist das tatsächlich so? Da sehe ich tatsächlich keinen Zusammenhang, sogar eher im Gegenteil. RB und Bayer rekrutieren ja ihre Spieler nicht überwiegend von der Konkurrenz aus Frankfurt oder Stuttgart. Leverkusen stand erst kürzlich im Finale der EL, RBL vor 6 Jahren im HF der CL...

Im Gegenteil, gerade bei RB kommen sehr viele Spieler in die BL, die eben nicht woandershin gegangen wären (Ausnahme Bayern und -mit Abstrichen- Dortmund) -und die Qualiät angehoben haben (Szaboszlai, Konate, Xaxi Simmons, Openda, Diomande, Olmo, Nkunku...). Es ist doch ein Trugschluss anzunehmen, ohne die genannten Vereine wäre heute das Gap zwischen Bayern und dem Rest geringer als jetzt.

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"Ich kann jetzt nicht verstehen warum die Schärfe hier reinkommt." Waldemar Hartmann
Zitat von Ovidiu_Burca
Zu den Beispielen, die immer noch nicht die Fälle von Insolvenzen Vereine ohne Investor decken, lässt sich im Grunde doch nur eins sagen.


In deiner Ausgangsfrage ging es dir doch aber darum, dass du (englische) Vereine genannt haben wolltest, welche auf launische Investoren getroffen sind, denen der Verein egal war!? Diese wurden dir genannt. Auch aus anderen Ländern mit teils schlimmeren Folgen. Warum erweiterst du denn plötzlich die Parameter und stellst eine Insolvenz mit Investor gegen eine Insolvenz ohne Investor? Oder verstehe ich dich hier jetzt einfach falsch!?

Zitat von Ovidiu_Burca
Augen auf bei der Investorwahl. Das selbe gilt übrigens auch bei der Trainerwahl, Sportdirektorwahl, Spielerwahl. Holt man dort die falschen Leute, geht’s mal schnell nach unten. Ist das ne News? 🤷‍♂️


Natürlich hast du hierbei völlig Recht. Das kannst du jetzt natürlich auf alle möglichen Lebenslagen erweitern. Was mit den falschen Leuten drohen kann, hat man schließlich vor der Lemke-Ära in Cottbus gesehen. Für mich sind allein die nur hier aufgeführten Beispiele an gescheiterten Vereinen mit Investoren ein deutliches mahnendes Signal, dass das nicht der richtige Weg sein kann. Denn durch den Einstieg eines Investors verschieben sich in meinen Augen die Machtverhältnisse gewaltig. Die Einflussnahme wird zu groß, ohne Rücksicht auf Verluste. Am Ende geht es nämlich in der Regel nur darum, seinen A**** zu retten, indem das Invest nicht gänzlich verbrannt wird.

Zitat von Ovidiu_Burca
Meinem Kenntnisstand nach existieren alle hier genannten Vereine immer noch, kaum einer zählte in seinem jeweiligen Herkunftsland zur Elite und muss nun in den Abgründen des Amateurfußballs leiden. Die meisten Vereine haben ihren „natürlichen“ Zustand wiederhergestellt. Wigan, Reading nix davon ist Premiere League royalty.


Verstehe ich das jetzt richtig, dass für dich eine Insolvenz eines Vereins nur eine so richtig "gute" Insolvenz ist/war, wenn der Verein 25 Titel hat und zur Creme de la Creme ihrer jeweiligen nationalen Liga gehört? Also wäre eine Insolvenz von Liverpool oder Man City eine "bessere" als die von Wigan oder Sheffield?
Und die Insolvenz wird erst so richtig richtig gut, wenn der Verein aus dem Vereinsregister gelöscht werden muss? Weil immerhin existieren ja die aufgezählten Beispiele noch. Man sollte ggf. nicht den emotionalen Wert eines Vereins für die Fans vergessen. Gleichzeitig kann er Arbeitgeber sein, wo Angestellte ihre Lebensaufgabe drin sehen und ihr ganzes Herzblut opfern. Das kann einem den Boden unten den Füßen wegziehen.

Zitat von Ovidiu_Burca
Wenn die Bundesliga irgendwann vor meinem Tod nochmal den Status erreichen wird, dass ich mich dafür interessiere, dass es neben Bayern noch 4-5 andere Vereine gibt, die dauerhaft auf diesem Niveau mitspielen können und dass die halbe Liga nicht von einem Ipswich gekauft werden kann, wäre ich sofort bereit ein Augsburg oder Mönchengladbach dafür zu opfern.


Dementsprechend würdest du auch Energie Cottbus opfern, falls die es schaffen sollten, sich in den nächsten 10-20 Jahren in der Bundesliga zu etablieren? Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass Augsburger Fans genauso auf Energie Cottbus schauen, so wie du es hier jetzt gerade mit ihrem Verein machst.

Zitat von Ovidiu_Burca
Und vielleicht kommt man so auch mal in den Genuss wieder ein paar Ostvereine oben zu sehen, oder generell mal andere Clubs. Denn mit den aktuellen Richtlinien wird das nix mehr. RB Leipzig m u s s t e diesen Weg gehen. Ein den Fans genehmer Weg würde bedeuten, erstmal 80 Jahre in der Oberliga kleben, dann darf man vielleicht mal ein bisschen Geld investieren. Alles andere wäre ja unfair gegenüber den älteren Vereinen, die eh schon massive Vorteile genießen.


RB Leipzig konnte diesen Weg allerdings auch nur gehen, weil Markranstädt die Notlösung war, nachdem man zuvor in Hamburg, München und Düsseldorf sich eine Absage einhandelte. Selbst innerhalb Leipzigs ist man beim damaligen FC Sachsen Leipzig abgeblitzt. Es geht hier nicht um den Standort Leipzig, den ich ehrlich gesagt sogar sehr clever gewählt finde, wenn man sich Einzugsgebiet, Infrastruktur etc. anschaut. Daher müsste es meiner Meinung nach heißen, das Konzern RED BULL diesen Weg gehen musste und nicht (RB) Leipzig.
Zitat von Ovidiu_Burca

Und vielleicht kommt man so auch mal in den Genuss wieder ein paar Ostvereine oben zu sehen, oder generell mal andere Clubs. Denn mit den aktuellen Richtlinien wird das nix mehr. RB Leipzig m u s s t e diesen Weg gehen. Ein den Fans genehmer Weg würde bedeuten, erstmal 80 Jahre in der Oberliga kleben, dann darf man vielleicht mal ein bisschen Geld investieren. Alles andere wäre ja unfair gegenüber den älteren Vereinen, die eh schon massive Vorteile genießen.

Kurzgesagt: für mich ist das 90% Angstmacherei. Wenn’s krachen geht ist man halt wieder auf Null. Und diese Null liegt immer noch weit vor vielen anderen Vereinen.


Naja, da gibt es erstmal den Unterschied Investor mit echter Entscheidungs-Mehrheit (ohne 50+1: Ausland, Bayer, VW, (RB)) und ohne (diverse andere Modelle in Deutschland).
Die kann man ja nicht einfach in einen Topf werfen bei der Frage: soll man oder soll man nicht Investor?

RB Leipzig „musste“ diesen Weg gehen? Ohne diesen Weg, gäbe es RB Leipzig als Verein wahrscheinlich schlicht nicht. RB als Konzern wiederum hatte genug Wege im Fußball einzusteigen und sich aber für diesen (rechtlich nach wie vor umstrittenen) entschieden.

Wenn RB jetzt bei Lok angeklopft hätte (der Markt Leipzig war fairerweise noch mit offenem Potenzial) und gesagt, wir gehen auf eure Brust, Banden und machen vielleicht die RB-Arena im Bruno-Plache-Stadion draus.
Ihr behaltet eure Stimmrechte, wir wollen aber Aufsichtsratsplätze und keinen massiven Gegenwind bei sportlichen Entscheidungen. Wäre da in Lok sofort jemand aufgesprungen und hätte sich beklagt?
Macht hier mit der Leag doch auch keiner?
Nur RB wollte halt nicht das langsamen Weg, der auch scheitern kann. Die wollten „sicher“ in die Bundesliga. Das ging nur, in dem man jedes Risiko von Gegenwind ausschließt. Und damit auch jegliche Mitbestimmung der Fans bei gravierenden Themen. Daher entstand das Konstrukt.
Ja es ist erfolgreich. Weil Geld nun mal Tore schießt. Aber dann wechselt der Wettbewerb halt von welche Vereine können am besten Sponsoren akquirieren und daraus sportliche Erfolge generieren zu: welcher Konzern kann am besten alleine einen Fußballverein lenken und hat das beste Produkt, um daraus Werbeeffekt zu generieren (desto besser der ist, desto freier kann ich „reinbuttern“).

Beides gegeneinander antreten lassen macht nur meinem aktuellen Gefühl nach wenig Spaß oder Sinn - es sind einfache andere Voraussetzungen.

Entweder oder.

Und dann aber für alle.

Wenn dann immer noch alle oder genügend in die Stadien gehen (oder selbst den TV mit stillem Stadion einschalten) und sich nicht stattdessen plötzlich lieber zum Regionalligafußball treffen, dann ist ja alles richtig gemacht. Dann brauchen wir 50+1 vielleicht nicht. Und dann hält man ohne vielleicht besser mit England mit.
Das ist halt die Frage.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Shax_ am 14.08.2026 um 10:56 Uhr bearbeitet
Bei der ganzen Diskussion um RB sollte man nicht vergessen, dass es - neben der reinen Geldmacherei - vor allem um Marketing geht. Der Konzern nutzt Fußball und seine RB-Klubs weltweit als gigantisches Werbe-Konstrukt für seine Plörre. Ein RB-Salzburg-Fanshop in Salzburg ist im Grunde genommen ein Shop mit Red-Bull-Devotionalien, nach Schriftzug "Salzburg" muss man mit einer Lupe suchen.

Würde ich jeden Tag 3 Red Bulls trinken, wäre RB der Klub meines Lebens. Ich esse dennoch lieber Kartoffeln mit Quark und Leinöl, allerdings nicht dreimal täglich 😇

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„Die Tradition ist so ein komplexes Phänomen, dass man es schon nicht auf das Gründungsjahr reduzieren kann. Da kommen viele Dinge zusammen. Tradition ist so etwas wie ein Fundus an Grundwerten, an gemeinsamen Erfahrungen, an Ritualen, die für viele Menschen bewusstseinsstiftend wirken, die viele Menschen als Teil ihres Lebens und ihrer eigenen Vergangenheit verstehen." - Hansi Küpper
Zitat von El_Burro
Zitat von Kuhru

Zitat von El_Burro

Zitat von Kuhru

Wie bereits geschrieben, diese Entscheidungsfreiheit ist eine Illusion. Wenn Investoren ungehindert Geld in eine Liga pumpen können, betrifft das alle Vereine und verändert den Wettbewerb per se. Es verändert, wie andere Vereine wirtschaften müssen und welche Preise aufgerufen werden. Es sorgt dafür, dass der sportliche Wettbewerb zu einem "Wer findet den reichsten Milliardär/die reichste Diktatur" verkommt. Um den Sport selbst zu beschützen, muss die Liga gegen Investoren vorgehen.


Ok, ist sicherlich eine prinzipielle Auffassungsfrage, in etwa so wie Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft. Der jetzige Modis Vivendi ist sicherlich in einer Weise ein Schutz, auf der anderen Seite aber auch Besitzstandswahrung, die es nahezu verhindert, dass neue Vereine in Deutschland sich auf Dauer ganz ganz oben etablieren können.
Solange man Argumente sachlich austauscht ist ja alles auch in Ordnung -was mir aber z.B. gerade beim Thema RB nicht überall und immer der Fall zu sein scheint. Die haben genau die gleiche Existenzberechtigung wie wir - ohne dass ich persönlich deren Geschäftsmodell zustimmen muss. Leben und leben lassen. Aber sei´s drum .


Es ist weniger "Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft" als "Neoliberalismus vs. Ordoliberalism", wenn wir bei dem Vergleich bleiben. Dass die Akkumulation von Kapital einen Wettbewerb weniger frei macht, ist glaube ich nicht strittig. Und dieser weniger freie Wettbewerb ist dann auch diese "Besitzstandwahrung", vor der du warnst. Es ist ja auch kein Zufall, dass die Zeit, in der RB in der Bundesliga spielt, die mit Abstand einseitigste der deutschen Fußballgeschichte ist. Das war vor Investoren noch sehr, sehr viel ausgeglichener.
Es geht dabei auch gar nicht um Existenzberechtigung per se, sondern darum, dass die Modelle RB, Bayer etc. den Deutschen Fußball, sowohl kulturell, finanziell als auch als Wettbewerb, schlechter machen.


Ist das tatsächlich so? Da sehe ich tatsächlich keinen Zusammenhang, sogar eher im Gegenteil. RB und Bayer rekrutieren ja ihre Spieler nicht überwiegend von der Konkurrenz aus Frankfurt oder Stuttgart. Leverkusen stand erst kürzlich im Finale der EL, RBL vor 6 Jahren im HF der CL...

Im Gegenteil, gerade bei RB kommen sehr viele Spieler in die BL, die eben nicht woandershin gegangen wären (Ausnahme Bayern und -mit Abstrichen- Dortmund) -und die Qualiät angehoben haben (Szaboszlai, Konate, Xaxi Simmons, Openda, Diomande, Olmo, Nkunku...). Es ist doch ein Trugschluss anzunehmen, ohne die genannten Vereine wäre heute das Gap zwischen Bayern und dem Rest geringer als jetzt.


Woher die Spieler kommen, ist ja nun erstmal irrelevant, solange sie hier spielen und bezahlt werden. Solange die Gehälter und Ablösesummen steigen, steigt auch die Inflation. Natürlich ist RB individuell nur ein kleiner Teil der Gleichung, sämtliche externen Geldflüsse, also auch Fernsehgelder und internationale Prämien, fließen da mit rein. Aber sie sind trotzdem ein Teil davon. Ich hab ja auch geschrieben: "Es ist kein Zufall". Es sind alles Symptome der immer weiter eskalierenden Kommerzialisierung im Fußball, die dem Sport nichts dazu gibt, aber den Fans viel wegnimmt.

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Die Tabelle ist kalt und hässlich.

"Jedoch - es ist Zeit, dass wir gehen: ich, zum sterben, und ihr, zu Energie Cottbus. Wer aber von uns beiden das bessere Los gezogen habe, das ist allen verborgen außer Gott." - Apologie des Sokrates
Mich verwundert das Argument auch, dass übertrieben gesagt nur Insolvenzen bzw Auflösungen ein Argument gegen Investoren sein sollen ?

Ein unglaublich schlechtes Argument bei all den guten Argumenten auf beiden Seiten.


Ich persönlich habe ja schon öfter meine Position dargestellt. Die ist unverändert und möchte sie nochmal in der aktuellen Diskussion darlegen.


Ich bin pro 50+1. und zwar ohne Ausnahme. Der Gerechtigkeit wegen. Warum soll es für 3,4,5 Clubs andere Regeln geben ? Alle oder keiner.
Deutsches Solidarprinzip eben.

Dementsprechend befürworte ich die Kartellentscheidung.

Ich bin aber nicht grundsätzlich gegen Investoren. Es soll sie geben . Aber eben im Rahmen von 50+1.

Hast du 50+1 nicht , dann sind die genannten Beispiele auch in Deutschland möglich.

Da reicht dann eine einzige Fehlentscheidung beim Anteilsverkauf und du wirst ggf. nie wieder als Verein Kontrolle über dich haben.

Denn ein unkontrollierter Investoreneinstieg ist nicht einfach rückgängig zu machen wie nen Trainerwechsel.
Die Annahme ist völliger Humbug.

Gibst du einmal die Kontrolle ab werden Wirtschaftsinvestoren dich im negativfall an den nächsten weiter verkaufen. Der Investor will Profit sehen.
Bleibt der Erfolg aus dann wird er seine Anteile an den nächsten ggf zwielichtigen weiterverkaufen.

Du hast als Verein gar keine Kontrolle mehr darüber wer gerade dein Investor ist.

Genau dieser Umstand hat ehemalige erfolgreiche nationale Spitzenclubs ins nirgendwo abstürzen lassen.

Aber Burca hat recht.

Der e.V ist auch nicht der heilige Gral der jegliche Misswirtschaft verhindert.

Im e.V. bist du auch nur so gut wie du verantwortlich mit deiner Mitgliedschaft umgehst.

Wenn du dann wie in Uerdingen dir auf deiner MV den Ponomarev zum Präsidenten wählst, ja dann bist du halt selber schuld.

Aber der 50+1 räumt dir zumindest rechtlich die Möglichkeit ein die Kontrolle an deinen Verein zurückzuerlangen, falls man an den falschen geraten sein soll.

Natürlich wird dieser Prozess auch immer mit Verwerfungen verbunden. Siehe 60, siehe Hertha.

Aber es wird verhindert das deutsche Clubs zu Wanderpokalen werden für zwielichtige Geschäftsleute bis irgendwann mal einer den eigenen Club pleite gehen lässt weil in seinem Firmengeflecht vllt gerade günstig ist.

Ja richtig gelesen. In Holdinggesellschaften kann es Sinn ergeben auch mal eine Tochterfirma über die Klinge springen zu lassen, wenn andere Geschäftsfelder liefern.

Und genau davor sollen deutsche Verein, die einfach Kulturgut sind in dem Land, geschützt werden.

Wie gesagt, das entbindet den eV nicht davon gut arbeiten zu müssen.
Sei es mit oder ohne angeschlossenem Fußballunternehmen.

Es gibt die positiven Beispiele.
Bayern München funktioniert seit Jahrzehnten vorbildlich in dem Modell eV plus AG.
Jetzt steigt da Viessmann mit ein.

Borussia Dortmund seit Watzke da ist auch mit stabilem Weg zurück zur Nr2 mit dem Gespann eV und KGaA. Unter anderem evonik als Investor.

Eintracht Frankfurt seit Jahren mit eV und AG.

Wenn eine Firma oder eine einzelne Person (über seine Vermögensholding) investieren will kann er das über 50+1 jederzeit tun. Und wer seriös ist, wird sich von geteilter Kontrolle nichz abschrecken lassen.

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Immer vorwärts Energie !
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