Werner Spinner [Präsident]
23.04.2012 - 21:54 Uhr
22.01.2014 - 13:25 Uhr
Zitat von Pierre1982:
http://www.11freunde.de/interview/werner-spinner-ueber-den-neuen-fc-peter-stoeger-und-einen-supergau
Interview mit unserem Präses
Zitat von 11freunde.de:
Zugriff verweigert
Sie haben keine Zugriffsberechtigung für diese Seite.
:(
Woran liegt das? Gibts bei 11freunde mittlerweile auch einen Bezahlbereich?!?! :o
http://www.11freunde.de/interview/werner-spinner-ueber-den-neuen-fc-peter-stoeger-und-einen-supergau
Interview mit unserem Präses
Zitat von 11freunde.de:
Zugriff verweigert
Sie haben keine Zugriffsberechtigung für diese Seite.
:(
Woran liegt das? Gibts bei 11freunde mittlerweile auch einen Bezahlbereich?!?! :o
Dieser Beitrag wurde zuletzt von klueppes am 22.01.2014 um 13:26 Uhr bearbeitet
22.01.2014 - 13:34 Uhr
Zitat von klueppes:
Zitat von Pierre1982:
http://www.11freunde.de/interview/werner-spinner-ueber-den-neuen-fc-peter-stoeger-und-einen-supergau
Interview mit unserem Präses
Zitat von 11freunde.de:
Zugriff verweigert
Sie haben keine Zugriffsberechtigung für diese Seite.
:(
Woran liegt das? Gibts bei 11freunde mittlerweile auch einen Bezahlbereich?!?! :o
scheinbar hat man das Interview erstmal noch wieder rausgenommen. Ging heute vormittag einwandfrei.
Zitat von Pierre1982:
http://www.11freunde.de/interview/werner-spinner-ueber-den-neuen-fc-peter-stoeger-und-einen-supergau
Interview mit unserem Präses
Zitat von 11freunde.de:
Zugriff verweigert
Sie haben keine Zugriffsberechtigung für diese Seite.
:(
Woran liegt das? Gibts bei 11freunde mittlerweile auch einen Bezahlbereich?!?! :o
scheinbar hat man das Interview erstmal noch wieder rausgenommen. Ging heute vormittag einwandfrei.
17.02.2014 - 11:51 Uhr
Quelle: www.11freunde.de
Keine Störfeuer aus dem »Kölschen Klüngel« mehr?
Nein. Da fällt mir, was solche Dinge betrifft, eigentlich nur noch eine Sache ein. Wir haben unsere Klubveteranen vor Weihnachten zum Essen eingeladen, auch Wolfgang Overath. Er ist leider nicht gekommen. Ich würde mir wünschen, dass wir diese Baustelle noch schließen, denn Overath hat unheimlich viel für den Verein geleistet. Das ist das, was mich noch ein bisschen beschäftigt. Ansonsten ist es ruhig.
Hier nochmal das Interview, ist jetzt wieder online. Nein. Da fällt mir, was solche Dinge betrifft, eigentlich nur noch eine Sache ein. Wir haben unsere Klubveteranen vor Weihnachten zum Essen eingeladen, auch Wolfgang Overath. Er ist leider nicht gekommen. Ich würde mir wünschen, dass wir diese Baustelle noch schließen, denn Overath hat unheimlich viel für den Verein geleistet. Das ist das, was mich noch ein bisschen beschäftigt. Ansonsten ist es ruhig.
Denke Intressante Aussagen dabei auch wenn der großteil nicht sonderlich neu ist.
Bin der selben Meinung wie W.S. bezüglich Overath, denke über das alte Präsidium wurde nun zum gefühlten 1000sten mal alles durchdiskutiert, das negative und auch das postive.
Unabhängin von Overaths Vorstandsarbeit ist er einer der größten der Fc Geschichte und hat viel für den Verein geleistet . Ich würde mich ebenfalls freuen, wenn es da doch nochmal zu einem versöhlichem Ende kommt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von koerschi4 am 17.02.2014 um 11:52 Uhr bearbeitet
17.02.2014 - 18:50 Uhr
Wobei man ja grad zu Beginn immer von "desaströsen Zustand und Strukturen" gesprochen hat... Damit hat man ja den Umbruch um jeden Preis begründet und öffentlichkeitswirksam vorangetrieben. Wenn ich nach Ende meiner Tätigkeit ein Jahr lang immer wieder was drauf bekomme, wäre ich dort auch ziemlich angepisst und würde Abstand suchen.
17.02.2014 - 19:58 Uhr
Zitat von k.sch1:
Wobei man ja grad zu Beginn immer von "desaströsen Zustand und Strukturen" gesprochen hat... Damit hat man ja den Umbruch um jeden Preis begründet und öffentlichkeitswirksam vorangetrieben. Wenn ich nach Ende meiner Tätigkeit ein Jahr lang immer wieder was drauf bekomme, wäre ich dort auch ziemlich angepisst und würde Abstand suchen.
Allein schon wegen der presse kann Overath sich das doch nicht geben. Der boulevard würde das Thema doch sofort vom neuen durchkauen. Ich glaube das Overath spinner einen riesen gefallen tut das er sich öffentlich nicht sehen lässt.
Wobei man ja grad zu Beginn immer von "desaströsen Zustand und Strukturen" gesprochen hat... Damit hat man ja den Umbruch um jeden Preis begründet und öffentlichkeitswirksam vorangetrieben. Wenn ich nach Ende meiner Tätigkeit ein Jahr lang immer wieder was drauf bekomme, wäre ich dort auch ziemlich angepisst und würde Abstand suchen.
Allein schon wegen der presse kann Overath sich das doch nicht geben. Der boulevard würde das Thema doch sofort vom neuen durchkauen. Ich glaube das Overath spinner einen riesen gefallen tut das er sich öffentlich nicht sehen lässt.
17.02.2014 - 20:25 Uhr
Wäre es denn andersrum nicht in der Presse gelandet?
Ich würde wetten, dass es ebenso wäre... Vermutlich sogar noch deutlich intensiver als nun in einem Nebensatz im Interview.
Ich würde wetten, dass es ebenso wäre... Vermutlich sogar noch deutlich intensiver als nun in einem Nebensatz im Interview.
17.02.2014 - 20:29 Uhr
Verstehe ich nicht. Wieso andersrum? Wenn Spinner nicht zu overaths Geburtstag gekommen wäre oder worauf willst du hinaus? Ich glaube nicht, dass Wolfgang ihm einladen würde, aber wenn doch. wäre es besser wenn Spinner dort ebenfalls nicht hingeht.
17.02.2014 - 20:32 Uhr
Nein.. Ich meine wenn er teilgenommen hätte... Hab aber grad nochmal deinen Beitrag gelesen und glaub ich hatte den beim ersten lesen falsch interpretiert :D
01.06.2014 - 16:04 Uhr
Wie ich finde ein netter Artikel zu unserem Präsidenten
:
http://www.ksta.de/mein-veedel/-praesident-des-1--fc-koeln-veedelspaziergang-mit-werner-spinner,16375410,27174774.html
26.10.2014 - 23:47 Uhr
Auf die Knie!!! Senkt eure Häupter Richtung Geißbockheim!
Es spricht der Präsident des 1. Fußballclubs Köln:
""Wir lassen uns nicht treiben"
Er arbeitete 30 Jahre für die Bayer AG. Jetzt führt er als Präsident Aufsteiger 1. FC Köln. Im Interview spricht WERNER SPINNER (65) über Pläne, Investoren und einen Lernprozess.
Herr Spinner, wie zufrieden sind Sie derzeit mit Ihrer Mannschaft in unserem kicker-Manager-Spiel?
Ich spiele es seit dem Anfang und habe schon herbe Niederlagen gegen meine damals 13-jährige Tochter eingesteckt. Momentan bin ich nicht so ganz zufrieden, unter anderem auch, weil mein 14-jähriger Sohn um Längen vor mir liegt.
Und wie sieht es mit der aktuellen FC-Mannschaft aus?
Als Präsident schaue ich nur auf Platz 15. Im Moment bin ich ganz ruhig.
Wie war das im Herbst 2012, als der FC nach der 0:2-Pleite in Aalen auf dem 12. Platz der 2. Liga stand?
Das erste Jahr im Amt war für uns als Vorstand das genaue Gegenteil der jetzigen Situation. Bevor Toni Schumacher, Markus Ritterbach und ich hier angefangen haben, wussten wir zum Beispiel nicht, dass wir kurzfristig millionenschwere Darlehen zurückzahlen mussten - und dass es keinen Plan B für den Fall des Abstiegs gab. Dann haben wir die Anleihe aufgelegt, die 12,5 Millionen Euro einbrachte. Die war die Rettung.
Drohte wirklich die Insolvenz?
Was damals geworden wäre, kann ich nicht sagen. Irgendwelche Leute hätten wohl geholfen, aber die Anleihe war die einzige seriöse Alternative. Und als es sportlich gestottert hat, bin ich schon nervös geworden.
Wie sieht es damit heute aus?
Die Nervosität ist weg. Die Leute haben enormes Vertrauen in die Führung. Und sie sehen, dass wir uns den Hintern aufreißen. Wir arbeiten mit voller Transparenz mit den neuen Gremien, und es ist trotzdem nichts Brisantes nach außen gereicht worden - zum Leidwesen einiger Medien.
Können Sie ausschließen, dass der Klub unter Ihnen noch mal in eine finanziell so prekäre Situation gerät?
Ja. Denn wir wissen auch im Falle eines Abstiegs, wie wir die 2. Liga finanziell meistern können. Von daher habe ich keine Angst, dass wir noch mal in so eine Situation kommen können.
Was waren die wichtigsten Entscheidungen?
Jörg Schmadtke, Alexander Wehrle und Jörg Jakobs, dazu Peter Stöger und sein Team - dass alle Personalentscheidungen so gepasst haben, ist für mich selber überraschend. Ich habe ja viele solcher Entscheidungen in meinem Leben getroffen, aber es gelingt selten, eine hundertprozentige Trefferquote zu erzielen. Peter Stöger, den Jörg Jakobs vorgeschlagen hat, kannte kaum einer. Dass er sich mit Manfred Schmid so schnell in Deutschland einfinden würde, konnte keiner wissen. Das ist einer der Momente, über die ich sehr glücklich bin.
Von Ihrem Vorgänger wurde nach einem Aufstieg gerne ein Dreijahresplan verkündet mit dem Ziel Europacup. Wie sieht Ihr Plan für die nächsten drei FC-Jahre aus?
Unser Plan heißt, in der Bundesliga bleiben und Schulden abbauen. Und sollten Transfererlöse kommen, die nicht eingeplant sind, bauen wir die Schulden schneller ab. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagt, er würde nie mehr eine Verschuldung zulassen, um sportliche Ziele zu erreichen. Das kann ich definitiv nachvollziehen. Wir wollen Eigenkapital aufbauen und zugleich noch mehr in die Jugendarbeit
investieren, möglichst auch in die Infrastruktur.
Kann man die Position auch halten, wenn es nach zwei, drei Jahren heißt: Jetzt muss der FC angreifen?
Wer soll uns das denn sagen?
Die Medien in Köln.
In der Rede am Abend unserer Wahl habe ich gesagt, die Außendarstellung des Vereins sei nicht so gut. Was ich da nicht wusste: Die Innendarstellung war genauso wie die Außendarstellung. Wir sind als Vorstand mit bestimmten Vorhaben gewählt worden. Wir haben klar gesagt, was wir machen wollen. Wer es anders machen möchte, kann nach der neuen Satzung eine Abwahl des Vorstands sehr viel einfacher beantragen als früher. Wenn das geschehen sollte, weil unsere Ziele zu langweilig sind, stürze ich mich nicht aus dem Fenster.
Sie kommen nicht aus dem Fußball, haben das Geschäft lange von außen verfolgt. Ist es ein Manko vieler Klubs, sich von der öffentlichen Meinung treiben zu lassen?
Das kann eines der Probleme sein. Auch in Köln. Natürlich ist es ein Bonbon für die Öffentlichkeit, wenn wir sagen, wir holen einen Superstar wie Lukas Podolski zurück und bauen um ihn eine Elf auf, die seinem Niveau entspricht. Die Diskussion wird ja bei einigen schon wieder geführt. Aber wenn man sich das nicht leisten kann, Investoren dazu braucht, dann tut man weder Club noch Spieler einen Gefallen. Die Realität sieht eben anders aus. Wir funktionieren so nicht.
Mit RB Leipzig drängt der nächste fremdfinanzierte Klub in die Bundesliga. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?
Die Frage ist, was passiert im deutschen Fußball. Der FC Bayern hat den dritten Investor im Boot und einen Wert von 1,2 Milliarden. Sie sind das Apple des Fußballs. An Wertsteigerung bin ich auch interessiert, weil ich wegwill von dieser Wasserkante Abstieg. RB braucht das nicht, weil der Investor die Wertsteigerung aus seinen Getränkedosen bekommt, aber auch für Leipzig gilt: Der Klub hat das Recht, Bundesliga zu spielen, wenn er sich qualifiziert. Ich beobachte das trotzdem mit Aufmerksamkeit.
Und ohne Chance dagegenzuhalten?
Die Herausforderung ist es, uns mit solider Arbeit in der Bundesliga zu etablieren. Dann kann man über die nächsten Schritte nachdenken. In der Situation, in der wir aktuell sind, sind Investoren allerdings kein Thema.
Hat man ohne Investor noch eine Chance anzugreifen?
Sehen Sie sich Gladbach an. Die haben mit Reus und Dante auf einen Schlag mehr als 20 Millionen Euro eingenommen. Die standen vor dreieinhalb Jahren in der Relegation. Das heißt: Es kann sich sehr schnell drehen. Wir laufen nicht los nach dem Lemminge-Syndrom: Die anderen suchen Investoren, wir müssen hinterher. Wir schließen das zwar nicht grundsätzlich aus, aber wir lassen uns nicht von öffentlichem Druck treiben. Es ergibt nur Sinn, Anteile abzugeben, wenn das Gebilde einen signifikanten Wert hat -
und den haben wir noch nicht.
Wie sieht Ihre Vision vom FC aus?
Für Visionen habe ich zu wenig Ahnung vom Fußball. Wir haben einen Plan. Das Fußballgeschäft ist zu sehr von Zufällen abhängig und zu volatil, als dass ich mich trauen würde, eine Vision zu entwickeln, die Substanz hat. Ich kann natürlich sagen, ich würde mir wünschen, dass der FC Champions League spielt. Aber dann ist das ein Traum, und der ist durch nichts begründet.
Das Image hat sich gewandelt, der FC wird als seriös wahrgenommen. Hat sich der Präsident auch entwickelt?
Der Präsident hat auf jeden Fall viel über Fußball gelernt. Zudem war für mich das Thema Presse völlig neu. Ich habe mich über jeden Mist aufgeregt. Das mache ich jetzt nicht mehr so oft.
Erst waren Sie sehr präsent in den Medien, jetzt nicht mehr. Ein Lernprozess?
Der Chefredakteur einer lokalen Zeitung hat mir damals gesagt: Der alte Vorstand ist weg, die Geschäftsführung ist weg, Podolski ist weg - wer steht denn jetzt für den FC, wenn nicht der neue Präsident? Aber ich habe mich mitnichten da reingedrängt. Inzwischen bin ich entspannter geworden, aber ich bin immer noch nicht geschaffen für den diplomatischen Dienst. Dass ich nicht mehr so viel in den Medien auftauche, ist gewollt. Zuletzt wurde mir vor einem TV-Termin gesagt: Sie gehören jetzt zu den Promis. Das ist das Letzte, was ich wollte. Wenn der FC als seriös wahrgenommen wird, freue ich mich darüber. Aber der Promi-Status ist eine Belastung für mich.
FRANK LUßEM, Stephan von Nocks"
Es spricht der Präsident des 1. Fußballclubs Köln:
""Wir lassen uns nicht treiben"
Er arbeitete 30 Jahre für die Bayer AG. Jetzt führt er als Präsident Aufsteiger 1. FC Köln. Im Interview spricht WERNER SPINNER (65) über Pläne, Investoren und einen Lernprozess.
Herr Spinner, wie zufrieden sind Sie derzeit mit Ihrer Mannschaft in unserem kicker-Manager-Spiel?
Ich spiele es seit dem Anfang und habe schon herbe Niederlagen gegen meine damals 13-jährige Tochter eingesteckt. Momentan bin ich nicht so ganz zufrieden, unter anderem auch, weil mein 14-jähriger Sohn um Längen vor mir liegt.
Und wie sieht es mit der aktuellen FC-Mannschaft aus?
Als Präsident schaue ich nur auf Platz 15. Im Moment bin ich ganz ruhig.
Wie war das im Herbst 2012, als der FC nach der 0:2-Pleite in Aalen auf dem 12. Platz der 2. Liga stand?
Das erste Jahr im Amt war für uns als Vorstand das genaue Gegenteil der jetzigen Situation. Bevor Toni Schumacher, Markus Ritterbach und ich hier angefangen haben, wussten wir zum Beispiel nicht, dass wir kurzfristig millionenschwere Darlehen zurückzahlen mussten - und dass es keinen Plan B für den Fall des Abstiegs gab. Dann haben wir die Anleihe aufgelegt, die 12,5 Millionen Euro einbrachte. Die war die Rettung.
Drohte wirklich die Insolvenz?
Was damals geworden wäre, kann ich nicht sagen. Irgendwelche Leute hätten wohl geholfen, aber die Anleihe war die einzige seriöse Alternative. Und als es sportlich gestottert hat, bin ich schon nervös geworden.
Wie sieht es damit heute aus?
Die Nervosität ist weg. Die Leute haben enormes Vertrauen in die Führung. Und sie sehen, dass wir uns den Hintern aufreißen. Wir arbeiten mit voller Transparenz mit den neuen Gremien, und es ist trotzdem nichts Brisantes nach außen gereicht worden - zum Leidwesen einiger Medien.
Können Sie ausschließen, dass der Klub unter Ihnen noch mal in eine finanziell so prekäre Situation gerät?
Ja. Denn wir wissen auch im Falle eines Abstiegs, wie wir die 2. Liga finanziell meistern können. Von daher habe ich keine Angst, dass wir noch mal in so eine Situation kommen können.
Was waren die wichtigsten Entscheidungen?
Jörg Schmadtke, Alexander Wehrle und Jörg Jakobs, dazu Peter Stöger und sein Team - dass alle Personalentscheidungen so gepasst haben, ist für mich selber überraschend. Ich habe ja viele solcher Entscheidungen in meinem Leben getroffen, aber es gelingt selten, eine hundertprozentige Trefferquote zu erzielen. Peter Stöger, den Jörg Jakobs vorgeschlagen hat, kannte kaum einer. Dass er sich mit Manfred Schmid so schnell in Deutschland einfinden würde, konnte keiner wissen. Das ist einer der Momente, über die ich sehr glücklich bin.
Von Ihrem Vorgänger wurde nach einem Aufstieg gerne ein Dreijahresplan verkündet mit dem Ziel Europacup. Wie sieht Ihr Plan für die nächsten drei FC-Jahre aus?
Unser Plan heißt, in der Bundesliga bleiben und Schulden abbauen. Und sollten Transfererlöse kommen, die nicht eingeplant sind, bauen wir die Schulden schneller ab. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sagt, er würde nie mehr eine Verschuldung zulassen, um sportliche Ziele zu erreichen. Das kann ich definitiv nachvollziehen. Wir wollen Eigenkapital aufbauen und zugleich noch mehr in die Jugendarbeit
investieren, möglichst auch in die Infrastruktur.
Kann man die Position auch halten, wenn es nach zwei, drei Jahren heißt: Jetzt muss der FC angreifen?
Wer soll uns das denn sagen?
Die Medien in Köln.
In der Rede am Abend unserer Wahl habe ich gesagt, die Außendarstellung des Vereins sei nicht so gut. Was ich da nicht wusste: Die Innendarstellung war genauso wie die Außendarstellung. Wir sind als Vorstand mit bestimmten Vorhaben gewählt worden. Wir haben klar gesagt, was wir machen wollen. Wer es anders machen möchte, kann nach der neuen Satzung eine Abwahl des Vorstands sehr viel einfacher beantragen als früher. Wenn das geschehen sollte, weil unsere Ziele zu langweilig sind, stürze ich mich nicht aus dem Fenster.
Sie kommen nicht aus dem Fußball, haben das Geschäft lange von außen verfolgt. Ist es ein Manko vieler Klubs, sich von der öffentlichen Meinung treiben zu lassen?
Das kann eines der Probleme sein. Auch in Köln. Natürlich ist es ein Bonbon für die Öffentlichkeit, wenn wir sagen, wir holen einen Superstar wie Lukas Podolski zurück und bauen um ihn eine Elf auf, die seinem Niveau entspricht. Die Diskussion wird ja bei einigen schon wieder geführt. Aber wenn man sich das nicht leisten kann, Investoren dazu braucht, dann tut man weder Club noch Spieler einen Gefallen. Die Realität sieht eben anders aus. Wir funktionieren so nicht.
Mit RB Leipzig drängt der nächste fremdfinanzierte Klub in die Bundesliga. Wie bewerten Sie diese Entwicklung?
Die Frage ist, was passiert im deutschen Fußball. Der FC Bayern hat den dritten Investor im Boot und einen Wert von 1,2 Milliarden. Sie sind das Apple des Fußballs. An Wertsteigerung bin ich auch interessiert, weil ich wegwill von dieser Wasserkante Abstieg. RB braucht das nicht, weil der Investor die Wertsteigerung aus seinen Getränkedosen bekommt, aber auch für Leipzig gilt: Der Klub hat das Recht, Bundesliga zu spielen, wenn er sich qualifiziert. Ich beobachte das trotzdem mit Aufmerksamkeit.
Und ohne Chance dagegenzuhalten?
Die Herausforderung ist es, uns mit solider Arbeit in der Bundesliga zu etablieren. Dann kann man über die nächsten Schritte nachdenken. In der Situation, in der wir aktuell sind, sind Investoren allerdings kein Thema.
Hat man ohne Investor noch eine Chance anzugreifen?
Sehen Sie sich Gladbach an. Die haben mit Reus und Dante auf einen Schlag mehr als 20 Millionen Euro eingenommen. Die standen vor dreieinhalb Jahren in der Relegation. Das heißt: Es kann sich sehr schnell drehen. Wir laufen nicht los nach dem Lemminge-Syndrom: Die anderen suchen Investoren, wir müssen hinterher. Wir schließen das zwar nicht grundsätzlich aus, aber wir lassen uns nicht von öffentlichem Druck treiben. Es ergibt nur Sinn, Anteile abzugeben, wenn das Gebilde einen signifikanten Wert hat -
und den haben wir noch nicht.
Wie sieht Ihre Vision vom FC aus?
Für Visionen habe ich zu wenig Ahnung vom Fußball. Wir haben einen Plan. Das Fußballgeschäft ist zu sehr von Zufällen abhängig und zu volatil, als dass ich mich trauen würde, eine Vision zu entwickeln, die Substanz hat. Ich kann natürlich sagen, ich würde mir wünschen, dass der FC Champions League spielt. Aber dann ist das ein Traum, und der ist durch nichts begründet.
Das Image hat sich gewandelt, der FC wird als seriös wahrgenommen. Hat sich der Präsident auch entwickelt?
Der Präsident hat auf jeden Fall viel über Fußball gelernt. Zudem war für mich das Thema Presse völlig neu. Ich habe mich über jeden Mist aufgeregt. Das mache ich jetzt nicht mehr so oft.
Erst waren Sie sehr präsent in den Medien, jetzt nicht mehr. Ein Lernprozess?
Der Chefredakteur einer lokalen Zeitung hat mir damals gesagt: Der alte Vorstand ist weg, die Geschäftsführung ist weg, Podolski ist weg - wer steht denn jetzt für den FC, wenn nicht der neue Präsident? Aber ich habe mich mitnichten da reingedrängt. Inzwischen bin ich entspannter geworden, aber ich bin immer noch nicht geschaffen für den diplomatischen Dienst. Dass ich nicht mehr so viel in den Medien auftauche, ist gewollt. Zuletzt wurde mir vor einem TV-Termin gesagt: Sie gehören jetzt zu den Promis. Das ist das Letzte, was ich wollte. Wenn der FC als seriös wahrgenommen wird, freue ich mich darüber. Aber der Promi-Status ist eine Belastung für mich.
FRANK LUßEM, Stephan von Nocks"
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.


