VfB Lübeck
20.09.2006 - 21:41 Uhr
24.09.2009 - 15:58 Uhr
Hat sich wirklich gelohnt. Unser VfB hat die ersten 70 min. super mitgehalten.
Dann fehlte einfach die Kraft. Aber spielerisch, bzw. kämpferisch war kaum Klassenunterschied zu sehen.
Mit diesem Willen ist einiges zu holen in der Regionalliga.
Und ich hoffe, dass durch das Spiel mal wieder einige "Fans" motiviert werden häufiger auf die Mühle zu kommen.
Die Spieler (und der Trainer) haben es im Moment wirklich verdient.
Dann fehlte einfach die Kraft. Aber spielerisch, bzw. kämpferisch war kaum Klassenunterschied zu sehen.
Mit diesem Willen ist einiges zu holen in der Regionalliga.
Und ich hoffe, dass durch das Spiel mal wieder einige "Fans" motiviert werden häufiger auf die Mühle zu kommen.
Die Spieler (und der Trainer) haben es im Moment wirklich verdient.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Flippon am 24.09.2009 um 15:59 Uhr bearbeitet
27.09.2009 - 20:29 Uhr
Ja, das war heut nicht das Gelbe vom Ei. Recht dynamischer Anfang, der dann mit dem Führungstor endete und im Gegentor mündete. Plauen war nicht auf sehr viel mehr aus; spielerisch sehr fahrig, die Gäste aus Sachsen. Landerl dann mit einem fantastischen direkten Freistoß über die Mauer. Das war der einzige Weg zum Sieg in dieser Phase. Röhr und Marheineke erneut sehr stark wieder.
Aber auch solche Spiele müssen erst mal gewonnen werden. Mit sicherlich schweren Beinen und vielleicht etwas heruntergefahrener Konzentration. Jetzt wird sich zeigen, ob man auf einem Spitzenplatz überwintern kann. Nächste Woche wartet Wolfsburg und dann kommen ja auch Babelsberg und Hannover demnächst.
Und 2400 Zuschauer sind enttäuschend. Auch wenn das ein ungünstiger Termin war. Unglaublich, dass es die Presse geschafft hat, gegen Stuttgart 15.000 Fans zu rekrutieren ...
Aber auch solche Spiele müssen erst mal gewonnen werden. Mit sicherlich schweren Beinen und vielleicht etwas heruntergefahrener Konzentration. Jetzt wird sich zeigen, ob man auf einem Spitzenplatz überwintern kann. Nächste Woche wartet Wolfsburg und dann kommen ja auch Babelsberg und Hannover demnächst.
Und 2400 Zuschauer sind enttäuschend. Auch wenn das ein ungünstiger Termin war. Unglaublich, dass es die Presse geschafft hat, gegen Stuttgart 15.000 Fans zu rekrutieren ...
29.09.2009 - 21:51 Uhr
Oh ja, gerade jetzt kommt das natürlich sehr überraschend! Da kann man sich in etwa ableiten, wie Hirsch vergütet wird/wurde. Na ja, aber Schuberts Methoden hinterlassen durchaus einen "Supervisor"-Eindruck. Ich denke, Hirschs Position wird dementsprechend nicht zu Unrecht getilgt.
30.09.2009 - 13:56 Uhr
Überraschend? Absolut. Verständlich? Bedingt.
Das erste was mir dazu einfiel war "Das fällt denen ja früh auf!?". Ich meine, klar, ein Sportdirektor in Liga 4 ist nicht unbedingt nötig. Aber das wusste man doch auch früher. Und die Einnahmen sind zur Zeit (durch den DFB-Pokal) wohl auch höher ausgefallen als gedacht.
Ich finde die Lösung unglücklich. Mit Hirsch hatten die Spieler einen Sportdirektor, mit dem die meisten von ihnen vorher noch 1 Jahr selbst zusammen gespielt haben und der wohl auch recht beliebt in der Mannschaft war. Nun ist dieser weg. Das wird bei Vertragsverhandlungen mit Leistungsträgern hoffentlich nicht negativ auf den VfB zurück fallen.
Ich stimme jedoch absolut damit überein, dass ich auch glaube, dass Schubert das ganze im Griff hat.
Das erste was mir dazu einfiel war "Das fällt denen ja früh auf!?". Ich meine, klar, ein Sportdirektor in Liga 4 ist nicht unbedingt nötig. Aber das wusste man doch auch früher. Und die Einnahmen sind zur Zeit (durch den DFB-Pokal) wohl auch höher ausgefallen als gedacht.
Ich finde die Lösung unglücklich. Mit Hirsch hatten die Spieler einen Sportdirektor, mit dem die meisten von ihnen vorher noch 1 Jahr selbst zusammen gespielt haben und der wohl auch recht beliebt in der Mannschaft war. Nun ist dieser weg. Das wird bei Vertragsverhandlungen mit Leistungsträgern hoffentlich nicht negativ auf den VfB zurück fallen.
Ich stimme jedoch absolut damit überein, dass ich auch glaube, dass Schubert das ganze im Griff hat.
30.09.2009 - 15:33 Uhr
Gebe RawJah absolut Recht.
Das wusste man doch auch schon früher. Und gerade jetzt, wo auf der Einnahmenseite definitiv ein größeres Plus zu vermelden ist, eine sehr unglückliche Entscheidung!
Nicht nur für die Spieler geht ein Ansprechpartner, Hirsch ist auch Jemand der Verbindungen hat und bei anderen Vereinen beliebt ist.
Ausserdem ist er für die Fans klar eine von wenigen Identifikationsfiguren. Wenn ich mir auf der Lohmühle anhöre wie wenig Leute die Namen der Spieler wissen ist das erschreckend. Hirsch ist beliebt bei den Fans und da wird diese Kündigung für Unmut sorgen.
Ich finde solche Entscheidungen manchmal etwas kurzfristig gedacht! Klar muss man Geld sparen, aber mehr Fans kommen durch solche Aktionen auch nicht auf die Mühle, was ja wiederum Geld bringt und der Mannschaft hilft!
Das wusste man doch auch schon früher. Und gerade jetzt, wo auf der Einnahmenseite definitiv ein größeres Plus zu vermelden ist, eine sehr unglückliche Entscheidung!
Nicht nur für die Spieler geht ein Ansprechpartner, Hirsch ist auch Jemand der Verbindungen hat und bei anderen Vereinen beliebt ist.
Ausserdem ist er für die Fans klar eine von wenigen Identifikationsfiguren. Wenn ich mir auf der Lohmühle anhöre wie wenig Leute die Namen der Spieler wissen ist das erschreckend. Hirsch ist beliebt bei den Fans und da wird diese Kündigung für Unmut sorgen.
Ich finde solche Entscheidungen manchmal etwas kurzfristig gedacht! Klar muss man Geld sparen, aber mehr Fans kommen durch solche Aktionen auch nicht auf die Mühle, was ja wiederum Geld bringt und der Mannschaft hilft!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Flippon am 30.09.2009 um 15:35 Uhr bearbeitet
30.09.2009 - 16:42 Uhr
Na ja, man muss diesen Schritt auch richtig einordnen. Auf dem Nach-Hause-Weg eben im Radio, hörte ich, dass dies einzig und allein der Entschluss des Insolvenzverwalters gewesen sei, dem der VfB Folge leistete. Deutlich wurde auch nochmal gesagt, dass ein vorzeitiges Ende der Insolvenz erst bei Erreichen der dritten DFB-Pokalrunde garantiert gewesen wäre. Finanziell sieht's an der Lohmühle also immer noch recht düster aus.
Trotzdem stellt man sich die Frage zu Recht: "Das fällt denen ja früh auf". Das mag vielleicht am Vertrag liegen; das kann aber auch mit der derzeitigen Situation zusammenhängen. In die Saison ist man gut gestartet, der DFB-Pokal lief soweit sensationell - vielleicht dämmerte es einigen schon länger, dieser Schritt ist notwendig; und vielleicht wollte man die Entwicklung der Mannschaft/des Vereins nicht gefährden?
Gerne ist man diesen Schritt sicherlich nicht gegangen. Aber dahinter wird definitiv etwas stecken.
Trotzdem stellt man sich die Frage zu Recht: "Das fällt denen ja früh auf". Das mag vielleicht am Vertrag liegen; das kann aber auch mit der derzeitigen Situation zusammenhängen. In die Saison ist man gut gestartet, der DFB-Pokal lief soweit sensationell - vielleicht dämmerte es einigen schon länger, dieser Schritt ist notwendig; und vielleicht wollte man die Entwicklung der Mannschaft/des Vereins nicht gefährden?
Gerne ist man diesen Schritt sicherlich nicht gegangen. Aber dahinter wird definitiv etwas stecken.
30.09.2009 - 17:17 Uhr
Ich ordne das schon richtig ein! Aber enttäuscht sein darf man doch. :( ;) :( Und ich denke das wird nicht nur mir so gehen.
Und trotzdem sagen ich auch an die Adresse von Marc Zeuner, dass so eine Entscheidung kurzfristig gedacht ist.
Und trotzdem sagen ich auch an die Adresse von Marc Zeuner, dass so eine Entscheidung kurzfristig gedacht ist.
30.09.2009 - 17:21 Uhr
Keine Frage ;). Aber ich glaube, Schubert hält die Zügel fachgerecht in der Hand. Und die fetten Zeiten sind halt leider Gottes vorbei ...
01.10.2009 - 16:19 Uhr
Übelst welch eine Stimmung auf Grund dieser Kündigung zur Zeit herrscht!
Auch wenn man bestimmt viele Antistimmen abziehen muss , da es sich eh um Leute handelt, die sich höchstens mal zum Stuttgardspiel um den Verein bemüht haben.
Aber gerade was Sponsorenaussagen angeht. sage ich nochmal, dass diese Entscheidung kurzfristig gedacht war.
Und wenn schon hätte man zumindest den Hype nach dem Stuttgardspiel abwarten sollen, dann hätten viele "Fans" das wahrscheinlich gar nicht richtig mitbekommen. Was nicht heissen soll, dass es die Aktion besser gemacht hätte.
Tut mir jedenfalls schwer um Didi und seine Familie leid. Wird schwer so einen Sympathieträger wieder zu finden!
Auch wenn man bestimmt viele Antistimmen abziehen muss , da es sich eh um Leute handelt, die sich höchstens mal zum Stuttgardspiel um den Verein bemüht haben.
Aber gerade was Sponsorenaussagen angeht. sage ich nochmal, dass diese Entscheidung kurzfristig gedacht war.
Und wenn schon hätte man zumindest den Hype nach dem Stuttgardspiel abwarten sollen, dann hätten viele "Fans" das wahrscheinlich gar nicht richtig mitbekommen. Was nicht heissen soll, dass es die Aktion besser gemacht hätte.
Tut mir jedenfalls schwer um Didi und seine Familie leid. Wird schwer so einen Sympathieträger wieder zu finden!
02.10.2009 - 00:37 Uhr
Zitat von Windhund:
Offener Brief des Entwicklungsteams zur Entlassung von Dietmar Hirsch
01.10.2009
Liebe Fans, liebe Sponsoren, liebe Freunde des VfB Lübeck,
die Reaktionen auf die Trennung von Dietmar Hirsch waren geteilt (tatsächlich gab es weit mehr Verständnis von Fans und Sponsoren als es in der Berichterstattung zum Ausdruck kommt) und sie waren vor allem emotional. Wir begleiten den Verein als Entwicklungsteam seit nunmehr rund einem Dreivierteljahr „hautnah“. Deshalb glauben wir, ein umfassendes Bild von der Situation des Vereins zu haben und möchten mit der an Fakten orientierten nachfolgenden Darstellung zur Versachlichung der Diskussion beitragen:
Dietmar Hirsch hat sich große und unbestreitbare Verdienste als Spieler und Kapitän des VfB Lübeck erworben. Dafür gebührt ihm Dank und Respekt. Darüber hinaus schätzen wir Dietmar Hirsch als Person. Dies alles kann aber nicht dazu führen, dass jedwede betriebswirtschaftliche Notwendigkeit ausgeblendet wird. Die Entscheidung des Insolvenzverwalters, Dietmar Hirsch betriebsbedingt zu kündigen, war richtig und unumgänglich. Sie war zwingend erforderlich, um den Verein zeitnah in das Insolvenzplanverfahren zu überführen und die Insolvenz abschließen zu können. Die Entscheidung dient darüber hinaus der Sicherung der weiteren Arbeitsplätze im sportlichen Bereich und auf der Geschäftsstelle. Dies alles weiß Dietmar Hirsch. Denn anders als man nach der öffentlichen Berichterstattung meinen könnte, beschränkte sich seine Aufgabe nicht auf die sportliche Leitung. Vielmehr gehörte die Leitung der Geschäftsstelle maßgeblich zu seinen Aufgaben und vor allem trug er die Budgetverantwortung.
Dietmar Hirsch wurde während des laufenden Insolvenzverfahrens eingestellt. Ein Insolvenzverwalter, der – wie hier – den Betrieb des Insolvenzschuldners fortführt, ist noch mehr als ohnehin schon jeder Unternehmer gehalten, die wirtschaftliche Entwicklung und die wirtschaftlichen Perspektiven des Betriebes, einschließlich getroffener kostenintensiver Maßnahmen, einer ständigen Prüfung zu unterziehen. Auch dies war Dietmar Hirsch bekannt und ein Grund dafür, warum der Anstellungsvertrag von Dietmar Hirsch eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit enthielt und nicht zeitlich befristet unter Ausschluss des ordentlichen Kündigungsrechts geschlossen wurde.
In der vergangenen Saison hat der VfB Lübeck – auch wegen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – weniger Einnahmen erzielt als geplant. Als das Entwicklungsteam seine Arbeit im vergangenen Dezember begann, zeigte sich, dass das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht ausgewogen war. Darüber hinaus wurde deutlich, dass die Ausgaben für den Verwaltungsapparat vollkommen außer Verhältnis zum Gesamtetat und zu den Ausgaben für den Lizenzspielerbereich standen. An dieser Bestandsaufnahme waren außer dem Insolvenzverwalter, dem Präsidenten und uns selbstverständlich auch Dietmar Hirsch als Budgetverantwortlicher beteiligt. Er hat auch im Folgenden an diversen Sitzungen des Entwicklungsteams teilgenommen und stand mit uns, dem Präsidenten und Herrn Dr. Zeuner in einem stetigen Austausch.
Nach der Bestandsaufnahme erfolgten im ersten Halbjahr 2009 eine Reihe schmerzhafter Maßnahmen, die zur Trennung von Mitarbeitern der Geschäftsstelle führten. Dabei war von vornherein klar und mit Dietmar Hirsch besprochen, dass diese Maßnahmen allein nicht ausreichen würden.
In der Sommerpause erhielt Dietmar Hirsch den ausdrücklichen Auftrag vom Präsidenten, konkrete Maßnahmen zur weiteren Kostenreduzierung im Verwaltungsapparat aufzuzeigen. Hierauf teilte er mit, dass kein weiteres Einsparpotential bestehe.
Für die Einleitung des Insolvenzplanverfahrens und die Entlassung des VfB Lübeck aus der Insolvenz muss die Aussicht bestehen, dass der Verein zur Bedienung des Insolvenzplans bescheidene Gewinne erwirtschaftet. Darüber hinaus muss der Insolvenzverwalter die Überzeugung gewinnen, dass der Verein nachhaltig saniert ist und auf eigenen Füßen stehen kann. All dies wäre nicht gewährleistet, wenn sehenden Auges an einem zu hohen Kostenblock festgehalten worden wäre. Dabei wäre es auch falsch, wegen Sondereffekten wie den jetzt erzielten Pokaleinnahmen davon abzusehen, einen als zu hoch identifizierten Kostenblock zu restrukturieren, zumal die Pokaleinnahmen dem Verein wegen der laufenden Insolvenz auch gar nicht voll zur Verfügung stehen werden. Eine nachhaltige Sicherung des Vereins wäre auf einer solchen Grundlage nicht möglich gewesen. Die Entscheidung von Herrn Dr. Zeuner konnte demgemäß nicht anders ausfallen.
Tatsächlich hat sich die bisher von Dietmar Hirsch besetzte Stelle als entbehrlich erwiesen. Dietmar Hirsch hat zwar seinen Anteil am sportlichen Aufschwung der Lizenzspielermannschaft, aber der sportliche Aufschwung ist nicht gleich Dietmar Hirsch. Das Trainerteam hat schon bisher Aufgaben wahrgenommen, die über die eigentliche Tätigkeit als Cheftrainer und Co-Trainer deutlich hinausgehen. Wir sind gemeinsam mit dem Trainerteam der Überzeugung, dass die sportliche Entwicklung durch die Trennung von Dietmar Hirsch nicht beeinträchtigt wird. Auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind mit uns einig, dass die Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt werden und die anstehenden Aufgaben bewältigt werden können.
Soweit die Art und Weise der Trennung kritisiert worden ist, wissen wir, dass die Notwendigkeit der Kündigung sowohl Herrn Dr. Zeuner als auch Wolfgang Piest sehr betroffen gemacht hat. Dies geht uns nicht anders. Das Erfordernis weiterer Einsparungen war Dietmar Hirsch aber bekannt und wir geben zu bedenken, dass es sich hier nicht um eine außerordentliche Kündigung handelt, sondern betriebsbedingt ordentlich gekündigt worden ist.
Mit sportlichen Grüßen
Holger Leu, Thomas Timm, Uwe Walter, Eckhard Durst , Thomas Schikorra
Erstmal finde ich es gut, dass dieser sehr offene Brief da ist und für mich ist diese Entscheidung nun auch wirtschaftlich nachvollziehbar..
Interessant ist, dass Hirsch dann ja wirklich wahnsinnig gut für VfB-Verhältnisse verdient haben muss.
Was mich nur interessiert ist, was ist ein Entwicklungsteam und was machen die? Ich hoffe nur, die arbeiten ehrenamtlich! :D
Offener Brief des Entwicklungsteams zur Entlassung von Dietmar Hirsch
01.10.2009
Liebe Fans, liebe Sponsoren, liebe Freunde des VfB Lübeck,
die Reaktionen auf die Trennung von Dietmar Hirsch waren geteilt (tatsächlich gab es weit mehr Verständnis von Fans und Sponsoren als es in der Berichterstattung zum Ausdruck kommt) und sie waren vor allem emotional. Wir begleiten den Verein als Entwicklungsteam seit nunmehr rund einem Dreivierteljahr „hautnah“. Deshalb glauben wir, ein umfassendes Bild von der Situation des Vereins zu haben und möchten mit der an Fakten orientierten nachfolgenden Darstellung zur Versachlichung der Diskussion beitragen:
Dietmar Hirsch hat sich große und unbestreitbare Verdienste als Spieler und Kapitän des VfB Lübeck erworben. Dafür gebührt ihm Dank und Respekt. Darüber hinaus schätzen wir Dietmar Hirsch als Person. Dies alles kann aber nicht dazu führen, dass jedwede betriebswirtschaftliche Notwendigkeit ausgeblendet wird. Die Entscheidung des Insolvenzverwalters, Dietmar Hirsch betriebsbedingt zu kündigen, war richtig und unumgänglich. Sie war zwingend erforderlich, um den Verein zeitnah in das Insolvenzplanverfahren zu überführen und die Insolvenz abschließen zu können. Die Entscheidung dient darüber hinaus der Sicherung der weiteren Arbeitsplätze im sportlichen Bereich und auf der Geschäftsstelle. Dies alles weiß Dietmar Hirsch. Denn anders als man nach der öffentlichen Berichterstattung meinen könnte, beschränkte sich seine Aufgabe nicht auf die sportliche Leitung. Vielmehr gehörte die Leitung der Geschäftsstelle maßgeblich zu seinen Aufgaben und vor allem trug er die Budgetverantwortung.
Dietmar Hirsch wurde während des laufenden Insolvenzverfahrens eingestellt. Ein Insolvenzverwalter, der – wie hier – den Betrieb des Insolvenzschuldners fortführt, ist noch mehr als ohnehin schon jeder Unternehmer gehalten, die wirtschaftliche Entwicklung und die wirtschaftlichen Perspektiven des Betriebes, einschließlich getroffener kostenintensiver Maßnahmen, einer ständigen Prüfung zu unterziehen. Auch dies war Dietmar Hirsch bekannt und ein Grund dafür, warum der Anstellungsvertrag von Dietmar Hirsch eine ordentliche Kündigungsmöglichkeit enthielt und nicht zeitlich befristet unter Ausschluss des ordentlichen Kündigungsrechts geschlossen wurde.
In der vergangenen Saison hat der VfB Lübeck – auch wegen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – weniger Einnahmen erzielt als geplant. Als das Entwicklungsteam seine Arbeit im vergangenen Dezember begann, zeigte sich, dass das Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben nicht ausgewogen war. Darüber hinaus wurde deutlich, dass die Ausgaben für den Verwaltungsapparat vollkommen außer Verhältnis zum Gesamtetat und zu den Ausgaben für den Lizenzspielerbereich standen. An dieser Bestandsaufnahme waren außer dem Insolvenzverwalter, dem Präsidenten und uns selbstverständlich auch Dietmar Hirsch als Budgetverantwortlicher beteiligt. Er hat auch im Folgenden an diversen Sitzungen des Entwicklungsteams teilgenommen und stand mit uns, dem Präsidenten und Herrn Dr. Zeuner in einem stetigen Austausch.
Nach der Bestandsaufnahme erfolgten im ersten Halbjahr 2009 eine Reihe schmerzhafter Maßnahmen, die zur Trennung von Mitarbeitern der Geschäftsstelle führten. Dabei war von vornherein klar und mit Dietmar Hirsch besprochen, dass diese Maßnahmen allein nicht ausreichen würden.
In der Sommerpause erhielt Dietmar Hirsch den ausdrücklichen Auftrag vom Präsidenten, konkrete Maßnahmen zur weiteren Kostenreduzierung im Verwaltungsapparat aufzuzeigen. Hierauf teilte er mit, dass kein weiteres Einsparpotential bestehe.
Für die Einleitung des Insolvenzplanverfahrens und die Entlassung des VfB Lübeck aus der Insolvenz muss die Aussicht bestehen, dass der Verein zur Bedienung des Insolvenzplans bescheidene Gewinne erwirtschaftet. Darüber hinaus muss der Insolvenzverwalter die Überzeugung gewinnen, dass der Verein nachhaltig saniert ist und auf eigenen Füßen stehen kann. All dies wäre nicht gewährleistet, wenn sehenden Auges an einem zu hohen Kostenblock festgehalten worden wäre. Dabei wäre es auch falsch, wegen Sondereffekten wie den jetzt erzielten Pokaleinnahmen davon abzusehen, einen als zu hoch identifizierten Kostenblock zu restrukturieren, zumal die Pokaleinnahmen dem Verein wegen der laufenden Insolvenz auch gar nicht voll zur Verfügung stehen werden. Eine nachhaltige Sicherung des Vereins wäre auf einer solchen Grundlage nicht möglich gewesen. Die Entscheidung von Herrn Dr. Zeuner konnte demgemäß nicht anders ausfallen.
Tatsächlich hat sich die bisher von Dietmar Hirsch besetzte Stelle als entbehrlich erwiesen. Dietmar Hirsch hat zwar seinen Anteil am sportlichen Aufschwung der Lizenzspielermannschaft, aber der sportliche Aufschwung ist nicht gleich Dietmar Hirsch. Das Trainerteam hat schon bisher Aufgaben wahrgenommen, die über die eigentliche Tätigkeit als Cheftrainer und Co-Trainer deutlich hinausgehen. Wir sind gemeinsam mit dem Trainerteam der Überzeugung, dass die sportliche Entwicklung durch die Trennung von Dietmar Hirsch nicht beeinträchtigt wird. Auch die Mitarbeiter der Geschäftsstelle sind mit uns einig, dass die Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt werden und die anstehenden Aufgaben bewältigt werden können.
Soweit die Art und Weise der Trennung kritisiert worden ist, wissen wir, dass die Notwendigkeit der Kündigung sowohl Herrn Dr. Zeuner als auch Wolfgang Piest sehr betroffen gemacht hat. Dies geht uns nicht anders. Das Erfordernis weiterer Einsparungen war Dietmar Hirsch aber bekannt und wir geben zu bedenken, dass es sich hier nicht um eine außerordentliche Kündigung handelt, sondern betriebsbedingt ordentlich gekündigt worden ist.
Mit sportlichen Grüßen
Holger Leu, Thomas Timm, Uwe Walter, Eckhard Durst , Thomas Schikorra
Erstmal finde ich es gut, dass dieser sehr offene Brief da ist und für mich ist diese Entscheidung nun auch wirtschaftlich nachvollziehbar..
Interessant ist, dass Hirsch dann ja wirklich wahnsinnig gut für VfB-Verhältnisse verdient haben muss.
Was mich nur interessiert ist, was ist ein Entwicklungsteam und was machen die? Ich hoffe nur, die arbeiten ehrenamtlich! :D
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