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Transfergerüchte (MIT QUELLE!) - Diskussionen

04.06.2016 - 00:41 Uhr
Vorneweg - ich bin da inhaltlich und meinungstechnisch zu 100% bei Dir, mich kotzen diese Vergleiche auch an.

Aber wenn wir ehrlich sind, so hat es sich aber dennoch quasi entwickelt......


Es ist doch keine Seltenheit mehr heutzutage, dass beinahe ein halber Kader nach einer Saison ausgetauscht wird; sei es weil viele geliehene Spieler zurück müssen; sei es weil sich manche überraschend ins Rampenlicht gespielt haben und weggekauft werden, usw. usw.

Früher konnte man schon fast immer von ausgehen, dass eine langfristige Vertragsverlängerung bedeutete, dass dieser Spieler auch noch lange Zeit für den Verein spielte.

Heute schließt man lange Verträge meistens nur noch ab,um dann eine möglichst hohe Ablösesumme zu bekommen.

Identifikation mit dem Verein gibt es kaum noch.... das gefällt mir auch nicht sehr, ist aber so gekommen.
Zitat von eagle1978
Vorneweg - ich bin da inhaltlich und meinungstechnisch zu 100% bei Dir, mich kotzen diese Vergleiche auch an.

Aber wenn wir ehrlich sind, so hat es sich aber dennoch quasi entwickelt......


Es ist doch keine Seltenheit mehr heutzutage, dass beinahe ein halber Kader nach einer Saison ausgetauscht wird; sei es weil viele geliehene Spieler zurück müssen; sei es weil sich manche überraschend ins Rampenlicht gespielt haben und weggekauft werden, usw. usw.

Früher konnte man schon fast immer von ausgehen, dass eine langfristige Vertragsverlängerung bedeutete, dass dieser Spieler auch noch lange Zeit für den Verein spielte.

Heute schließt man lange Verträge meistens nur noch ab,um dann eine möglichst hohe Ablösesumme zu bekommen.

Identifikation mit dem Verein gibt es kaum noch.... das gefällt mir auch nicht sehr, ist aber so gekommen.


Dem stimme ich pauschal nicht zu. Soviele Bundesligisten sehe ich aktuell nicht, die ihren halben Kader ausgetasucht hätten. Das hast du primär bei Auf- und Absteigern.

Natürlich spielen die Jungs heute nicht mehr ihre ganze Profikarriere beim selben Club bzw. nur in Ausnahmefällen. Deshalb werden Sportler und Menschen aber noch lange nicht zu Waren. Das ist - egal wie man es sich schön reden will- eine Entmenschlichung, die ich einfach nicht akzeptieren kann.
Denn das gleiche Konzept wird auch gerne angewendet, wenn Unternehmen sich zur Gewinnmaximierung einfach mal von einem Teil ihrer Belegschaft trennen. Da geht es dann auch nur noch um Zahlen.
Oder bei dem Thema Liharbeit und Zeitarbeit. Da werden Fachkräfte auch als "Ware" einfach rumgereicht.
Ich kann mit diesem nur auf Geld bezogenem Weltbild einfach nichts anfangen und lehne es kategorisch ab.
Und als persönliche Anmerkung: Wenn die Massen mal merken würden, dass in einer Gesellschaft ohne sie nichts geht, würde das nur noch auf "höher, schneller, weiter" asugerichtete Gesellschaftsmodell, in dem einige wenige Profitieren, während der Rest abgehängt wird, ganz schnell vorbei sein (sorry wegen Offtopic).
.... wie gesagt, vom Prinzip bin ich zu 100% bei Dir.

Aber wenn man sich diesem "Kreislauf" entzieht (wie es Bruchhagen gerne versuchte), dann wird man abgehängt... sieht man ja seit Jahren.

Dieses "Menschliche" (was wir sehr sehr sehr gut gefällt!!!!), was bei uns lange Jahre unter Bruchhagen gang und gäbe war, wurde nicht grade selten massiv von einigen kritisiert.


Wenn man in den ersten beiden Ligen jede Saison mal die Kader nimmt und die Anzahl der Ab-/Zugänge nimmt, dann sieht man seit Jahren eine stetig steigende "Hire and fire"-Mentalität......

Nimmt man dann mal Länder wie beispielsweise England, dann sind ja in manchen Vereinen 50 Wechsel je Transferperiode keine Seltenheit mehr..... das nimmt schon groteske Züge an.
Zitat von eagle1978
.... wie gesagt, vom Prinzip bin ich zu 100% bei Dir.

Aber wenn man sich diesem "Kreislauf" entzieht (wie es Bruchhagen gerne versuchte), dann wird man abgehängt... sieht man ja seit Jahren.

Dieses "Menschliche" (was wir sehr sehr sehr gut gefällt!!!!), was bei uns lange Jahre unter Bruchhagen gang und gäbe war, wurde nicht grade selten massiv von einigen kritisiert.


Wenn man in den ersten beiden Ligen jede Saison mal die Kader nimmt und die Anzahl der Ab-/Zugänge nimmt, dann sieht man seit Jahren eine stetig steigende "Hire and fire"-Mentalität......

Nimmt man dann mal Länder wie beispielsweise England, dann sind ja in manchen Vereinen 50 Wechsel je Transferperiode keine Seltenheit mehr..... das nimmt schon groteske Züge an.


Andere Vereine wie Freiburg, Stuttgart etc. haben sich die letzten Jahre nicht diesem Kreislauf entzogen und sind trotz der Verkäufe von Leistungsträgern abgestiegen.
Ich denke abschließend (um nicht zu lange offtopic zu diskutieren - sorry Mods) sehe ich es so, dass es keine Frage des Prinzips ist, sondern der Qualität der Verantwortlichen. Wenn die gut genug sind, können beide Konzepte funktionieren.
Zitat von eagle1978

Aber wenn man sich diesem "Kreislauf" entzieht (wie es Bruchhagen gerne versuchte), dann wird man abgehängt... sieht man ja seit Jahren.


Und genau das ist Quatsch - und zwar nicht nur aus ethischer, sondern auch aus sportlicher Perspektive
Ronald Reng hat vor einiger Zeit für 11Freunde mal ein Portrait über Alex Meier geschrieben, indem er genau das - Loyalität - zum Qualitätsmerkmal erklärt hat. Mannschaften, die einen eingespielten Kern und eine konstante Struktur haben, spielen idR besser als vergleichbare Mannschaften, die konsequent durchgetauscht werden

Bayern: Neuer, Boateng, Lahm, Müller
Chelsea als CL-Sieger: Cech, Terry, Lampard, Drogba
Juve: Buffon, Chiellini, Barzagli, Bonucci, Marchisio,....
Milan früher: Maldini, Nesta, Pirlo, Gattuso
ManUtd unter Ferguson: Van der Saar, Ferdinand, Giggs, Scholes
Augsburg: Baier, Werner, Klavan, Caiuby, Bobadilla
Oder auch wir 2012: Jung, Rode, Schwegler, Meier

Im Gegensatz dazu: ManCity, Paris, Newcastle, HSV, Wolfsburg.....

Man könnte noch zig Beispiele nennen. Hire-and-Fire ist immer ein Tanz auf der Rasierklinge, weil sofort der Absturz droht, wenn die Transfers einmal nicht sitzen. In den letzten Jahren wurde ständig darüber geklagt, dass wir keinen stabilen Kern für die Mannschaft bilden können und stattdessen dauernd zwangsweise Umbrüche haben. Und das hat ja auch den Erfolg gemindert, wie man 2013 oder letztes Jahr sehen konnte (ja klar, es gab auch andere Gründe). Für mich wäre es deshalb das Wichtigste für die neue Saison, wenn die Achse Hradecky-Abraham-Hasebe-Meier funktioniert. Wenn die Wechsel einschlagen, ist auch mehr drin als das Minimum und dann kann man sich im Hinblick auf die Zukunft auch darauf konzentrieren diesen Kern zu stabilisieren und zu erweitern - um hoffentlich dauerhaft sportlich erfolgreicher zu sein. Aber das Wichtigste sind erstmal die Basics, das ist die Voraussetzung für jede Aufbauarbeit und dazu gehört nunmmal Konstanz, ein Fundament, weil wir sonst die nächsten Jahre nur damit verbringen werden Verluste auszugleichen - und es damit nicht voran gehen wird

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Sprengsätze für Fahrtkosten und Pennplätze
Weil Ich für solche Anlässe,Trend und das letzte Hemd setze
Die Bundesliga als Warenhaus ist, neben den moralischen Einwänden, doch sehr eindimensional gedacht. Die Bundesliga ist in erster Linie ein Wettbewerb, um diesen bestehen zu können, ist finanzielle Liquidität sicher ein Faktor, allerdings nicht der einzige. Zumal der Großteil der Liquidität aus dem sportlichen Erfolg heraus resultiert und nicht aus dem "Warenkorb" Spieler.
Die Bundesliga darauf zu reduzieren zeugt einfach nur von Zynismus und entspricht der Realität in keinerlei Weise. Diese ist wesentlich komplexer, dass wiederum zu negieren, ist entweder ein Mangel an Kompetenz solche Komplexität wahrzunehmen oder eine reine Provokation. Ich tendiere zur zweiten Annahme.

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Auf dem Mars auf dem Mond......

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dutchmen am 24.07.2016 um 21:07 Uhr bearbeitet
Das ist weder eindimensional, noch falsch gedacht.

Letzten Endes sind die Spieler nichts anderes als bewegliche Güter zwischen den einzelnen Teams.... das war früher noch ein wenig anders oder sagen wir noch lange nicht so extrem wie heuer, aber wer was anderes sagt negiert die Entwicklungen der letzten Jahre im internationalen Fussball.

Es gibt kaum noch Vereine,die 3-4 Saisons am Stück die wichtigsten Spieler zusammenhalten können; das ist ein Fakt.

Es sei denn wir sprechen von Topteams wie Real, Barca, Bayern, usw. - also Teams, wo Geld so viel vorhanden ist, dass man eigentlich keinen Spieler abgeben muss weil andere viel mehr bieten als man selbst bieten kann.

Wir hatten es selbst vor einigen Jahren doch erlebt; kaum haben wir mal sehr positiv überrascht waren die besten Spieler im Notizbuch der Konkurrenz. Hätten wir am letzten Spieltag der tollen Wiederaufstiegs-Saison die EL doch noch verpasst - dann wären Spieler wie Jung, usw. wohl (wurde ja schon mehrfach so geschrieben) schon direkt nach dieser Saison gewechselt.

Und aus diesem Kreislauf kommen wir auch so schnell nicht raus; so schade das auch ist.

Ich selbst verteufele das mitnichten; ich hatte und habe immer gesagt dass wir hochvernünftig weiterhin wirtschaften sollen; von Schulden machen halte ich weiterhin nichts.

Aber ich verschließe auch nicht die Augen davor, dass wir quasi nur noch als höchstes der Gefühle (im Normalfall) im Mittelfeld der Liga abschließen werden können und von 4 Saison wahrscheinlich 2-3 eher länger im unteren Drittel feststecken.

Mit "Kreislauf entziehen" meinte ich daher nicht rein das lange festhalten an Spielern; aber eben auch die teilweise verpassten Möglichkeiten mehr Einnahmen zu generieren.

Nicht umsonst bereuen es (klaro, damals hätte ich es auch nicht gemacht, aber es ist halt dennoch nun so wie es ist....) fast alle bei der Eintracht mittlerweile, dass man nach der vorletzten Saison nicht Haris nach Gladbach abgegeben hat.


Nun ja, es ist sicherlich im Nachhinein immer schwer (oder leicht, ganz wie man mag....) zu sagen "so wäre es besser gewesen" - aber ich sehe schon dass wir mittlerweile andere Wege gehen wollen im Verein (so deute ich unsere neue Transferphilosophie); hoffen wir mal (und ich schätzte und schätze Bruchhagen nach wie vor sehr!!!!) dass das uns wieder etwas näher ans obere Mittelfeld bringen kann.
Es geht auch nicht um Spieler als Ware, die auch keine sein können, da sie im Gegensatz zu einer Dosensuppe einen eigenen Willen haben. Sondern es geht um die Bundesliga als Supermarkt.

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Auf dem Mars auf dem Mond......

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dutchmen am 24.07.2016 um 22:32 Uhr bearbeitet
Sorry wirklich viel Offtopic vielleicht in einem anderen Thread

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