Stadionverträge
22.02.2010 - 16:56 Uhr
05.01.2025 - 12:24 Uhr
Zitat von Schmandkante53
Ich verstehe auch das die Situation scheiße ist und hier auch niemandem der Schwarze Peter zugeschoben werden kann. Ich denke die Kürzungen bei sozialen Themen wiegen weit schwerer als unser Mietzuschuss. Nichts desto trotz würde ich mich als Verein umschauen. Wie gesagt, am Ende sind wir Hauptmieter. Im besten Fall müsste die Betreibergesellschaft entgegenkommen weil die Schüssel sonst leer steht. Das ist aber meine bescheidene doch stark von Emotionen geprägte Meinung und das ist mir auch bewusst. Ich bin mir sicher das mich jemand eines Besseren belehren kann.
Zitat von SirKilkenny
Das Bittsteller-Thema nervt nicht nur Dich, aber die kommunalen Kassen sind halt leer und somit hat die Stadt nicht nur den Stadionzuschuss, sondern radikal soziale und kulturelle Strukturen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß in Dresden gestrichen (zerstört) und Bauprojekte etc. auf Eis gelegt.
Die eingestürzte Brücke ist nicht dran Schuld, auch wenn sie unter "normalen" Umständen auch die Stadtkasse belastet hätte.
Zitat von Schmandkante53
Alleine die nächsten 15 Jahre machen 48 Millionen aus 😄 hat die Höhle nicht bloß 52 Mille gekostet? Und da zahlen wir ja schon 15 Jahre....stark ... Aber ja ihr habt ja am Ende Recht. Mich nervt wie der Verein hier aller zwei Jahre zum Bittsteller wird weil vor 15 Jahren oder wann das beschlossen wurde einfach Gülle gemacht wurde. Und am Ende sind wir der Hauptmieter, wenn du da sagst, "OK Freunde wir sind raus" dann wird vielleicht nochmal nachgedacht.
Zitat von Kermit_der_Frosch
Wenn wir Sandhausen oder Wiesbaden wären mit einem Zuschauerschnitt von leicht über 4000, dann würde ich mir wirklich eine Alternat-Stadion überlegen.
Auf der andere Seite spricht niemand über die 29.000 Zuschauereinnahmen pro Heimspiel bei uns, nicht nur die Eintrittskarten, sondern auch die Merchumsätze und der Ertrag von den VIP, wie auch der allgemeine Ertrag von Speis- und Trank.
Unsere Ultras aus dem eigenen Stadion zu bewegen, bekommst du auch so nicht hin. Dann zahlen wir noch 14 Jahre fett weiter und uns gehört scheinbar nichts danach.
Wenn wir Sandhausen oder Wiesbaden wären mit einem Zuschauerschnitt von leicht über 4000, dann würde ich mir wirklich eine Alternat-Stadion überlegen.
Auf der andere Seite spricht niemand über die 29.000 Zuschauereinnahmen pro Heimspiel bei uns, nicht nur die Eintrittskarten, sondern auch die Merchumsätze und der Ertrag von den VIP, wie auch der allgemeine Ertrag von Speis- und Trank.
Unsere Ultras aus dem eigenen Stadion zu bewegen, bekommst du auch so nicht hin. Dann zahlen wir noch 14 Jahre fett weiter und uns gehört scheinbar nichts danach.
Alleine die nächsten 15 Jahre machen 48 Millionen aus 😄 hat die Höhle nicht bloß 52 Mille gekostet? Und da zahlen wir ja schon 15 Jahre....stark ... Aber ja ihr habt ja am Ende Recht. Mich nervt wie der Verein hier aller zwei Jahre zum Bittsteller wird weil vor 15 Jahren oder wann das beschlossen wurde einfach Gülle gemacht wurde. Und am Ende sind wir der Hauptmieter, wenn du da sagst, "OK Freunde wir sind raus" dann wird vielleicht nochmal nachgedacht.
Das Bittsteller-Thema nervt nicht nur Dich, aber die kommunalen Kassen sind halt leer und somit hat die Stadt nicht nur den Stadionzuschuss, sondern radikal soziale und kulturelle Strukturen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß in Dresden gestrichen (zerstört) und Bauprojekte etc. auf Eis gelegt.
Die eingestürzte Brücke ist nicht dran Schuld, auch wenn sie unter "normalen" Umständen auch die Stadtkasse belastet hätte.
Ich verstehe auch das die Situation scheiße ist und hier auch niemandem der Schwarze Peter zugeschoben werden kann. Ich denke die Kürzungen bei sozialen Themen wiegen weit schwerer als unser Mietzuschuss. Nichts desto trotz würde ich mich als Verein umschauen. Wie gesagt, am Ende sind wir Hauptmieter. Im besten Fall müsste die Betreibergesellschaft entgegenkommen weil die Schüssel sonst leer steht. Das ist aber meine bescheidene doch stark von Emotionen geprägte Meinung und das ist mir auch bewusst. Ich bin mir sicher das mich jemand eines Besseren belehren kann.
Für so einen Bluff muss man auch Karten in der Hand haben. Dynamo sitzt aber nackt mit leerer Hand am Tisch.
Ohne das Stadion bekommen wir keine Lizenz und können den Laden zuschließen.
So blöd es ist, aber an den Verträgen wird sich nichts zu unseren Gunsten ändern, da müssen wir jetzt durch.
Die Betriebsgesellschaft wäre ja schön blöd etwas zu Ihrem Ungunsten zu ändern. Das wurde schon oft vergeblich versucht.
05.01.2025 - 12:26 Uhr
Zitat von Schmandkante53
Ich verstehe auch das die Situation scheiße ist und hier auch niemandem der Schwarze Peter zugeschoben werden kann. Ich denke die Kürzungen bei sozialen Themen wiegen weit schwerer als unser Mietzuschuss. Nichts desto trotz würde ich mich als Verein umschauen. Wie gesagt, am Ende sind wir Hauptmieter. Im besten Fall müsste die Betreibergesellschaft entgegenkommen weil die Schüssel sonst leer steht. Das ist aber meine bescheidene doch stark von Emotionen geprägte Meinung und das ist mir auch bewusst. Ich bin mir sicher das mich jemand eines Besseren belehren kann.
Zitat von SirKilkenny
Das Bittsteller-Thema nervt nicht nur Dich, aber die kommunalen Kassen sind halt leer und somit hat die Stadt nicht nur den Stadionzuschuss, sondern radikal soziale und kulturelle Strukturen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß in Dresden gestrichen (zerstört) und Bauprojekte etc. auf Eis gelegt.
Die eingestürzte Brücke ist nicht dran Schuld, auch wenn sie unter "normalen" Umständen auch die Stadtkasse belastet hätte.
Zitat von Schmandkante53
Alleine die nächsten 15 Jahre machen 48 Millionen aus 😄 hat die Höhle nicht bloß 52 Mille gekostet? Und da zahlen wir ja schon 15 Jahre....stark ... Aber ja ihr habt ja am Ende Recht. Mich nervt wie der Verein hier aller zwei Jahre zum Bittsteller wird weil vor 15 Jahren oder wann das beschlossen wurde einfach Gülle gemacht wurde. Und am Ende sind wir der Hauptmieter, wenn du da sagst, "OK Freunde wir sind raus" dann wird vielleicht nochmal nachgedacht.
Zitat von Kermit_der_Frosch
Wenn wir Sandhausen oder Wiesbaden wären mit einem Zuschauerschnitt von leicht über 4000, dann würde ich mir wirklich eine Alternat-Stadion überlegen.
Auf der andere Seite spricht niemand über die 29.000 Zuschauereinnahmen pro Heimspiel bei uns, nicht nur die Eintrittskarten, sondern auch die Merchumsätze und der Ertrag von den VIP, wie auch der allgemeine Ertrag von Speis- und Trank.
Unsere Ultras aus dem eigenen Stadion zu bewegen, bekommst du auch so nicht hin. Dann zahlen wir noch 14 Jahre fett weiter und uns gehört scheinbar nichts danach.
Wenn wir Sandhausen oder Wiesbaden wären mit einem Zuschauerschnitt von leicht über 4000, dann würde ich mir wirklich eine Alternat-Stadion überlegen.
Auf der andere Seite spricht niemand über die 29.000 Zuschauereinnahmen pro Heimspiel bei uns, nicht nur die Eintrittskarten, sondern auch die Merchumsätze und der Ertrag von den VIP, wie auch der allgemeine Ertrag von Speis- und Trank.
Unsere Ultras aus dem eigenen Stadion zu bewegen, bekommst du auch so nicht hin. Dann zahlen wir noch 14 Jahre fett weiter und uns gehört scheinbar nichts danach.
Alleine die nächsten 15 Jahre machen 48 Millionen aus 😄 hat die Höhle nicht bloß 52 Mille gekostet? Und da zahlen wir ja schon 15 Jahre....stark ... Aber ja ihr habt ja am Ende Recht. Mich nervt wie der Verein hier aller zwei Jahre zum Bittsteller wird weil vor 15 Jahren oder wann das beschlossen wurde einfach Gülle gemacht wurde. Und am Ende sind wir der Hauptmieter, wenn du da sagst, "OK Freunde wir sind raus" dann wird vielleicht nochmal nachgedacht.
Das Bittsteller-Thema nervt nicht nur Dich, aber die kommunalen Kassen sind halt leer und somit hat die Stadt nicht nur den Stadionzuschuss, sondern radikal soziale und kulturelle Strukturen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß in Dresden gestrichen (zerstört) und Bauprojekte etc. auf Eis gelegt.
Die eingestürzte Brücke ist nicht dran Schuld, auch wenn sie unter "normalen" Umständen auch die Stadtkasse belastet hätte.
Ich verstehe auch das die Situation scheiße ist und hier auch niemandem der Schwarze Peter zugeschoben werden kann. Ich denke die Kürzungen bei sozialen Themen wiegen weit schwerer als unser Mietzuschuss. Nichts desto trotz würde ich mich als Verein umschauen. Wie gesagt, am Ende sind wir Hauptmieter. Im besten Fall müsste die Betreibergesellschaft entgegenkommen weil die Schüssel sonst leer steht. Das ist aber meine bescheidene doch stark von Emotionen geprägte Meinung und das ist mir auch bewusst. Ich bin mir sicher das mich jemand eines Besseren belehren kann.
Ich verstehe Deinen Gedankengang absolut - vielleicht findet man ja in der Wirtschaft einen Premiumpartner (Sachsenenergie z.B.), der die Kosten tragen möchte und kann ... oder man steigt auf ... benachteiligt bleibt man so oder so ...
Ein Umzug nach Zwickau als Druckmittel hat durchaus seinen Reiz (wird aber weniger Zuschauer im Dauermodus anlocken - befürchte ich - und fühlt sich auch nicht richtig an) oder man teilt sich das neu eröffnete Steyerstadion mit den Monarchs und dem DSC (ach nein, da war ja was) und es passen nur 15.000 rein ... mmh ... beides keine wirklichen Lösungen ... und da es Verträge gibt und hier wäre wieder spannend, was da drin steht ... z.B. Dynamo muss jährlich die und die Kosten tragen ... dann bringt ein Umzug auch nichts ... leider!
Es sei denn, man gewinnt die Betreibergesellschaft als Sponsor und Partner ... aber das scheinen die nicht zu wollen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SirKilkenny am 05.01.2025 um 12:28 Uhr bearbeitet
05.01.2025 - 12:42 Uhr
Es ist so ein Wahnsinn!
Mal angenommen , wir bekommen das hin , die letzten 15 Jahre das Stadion abzuzahlen...
Dann gehört es der Stadt und die ist für die Sanierung zuständig , oder?
Miete müssen wir trotzdem zahlen...wie hoch könnte die sein?
Minge hat damals alles richtig gemacht !
Mal angenommen , wir bekommen das hin , die letzten 15 Jahre das Stadion abzuzahlen...
Dann gehört es der Stadt und die ist für die Sanierung zuständig , oder?
Miete müssen wir trotzdem zahlen...wie hoch könnte die sein?
Minge hat damals alles richtig gemacht !
05.01.2025 - 13:15 Uhr
Hatten wir nicht bewusst auch den Geschäftsführer Kommunikation u.a. für dieses Thema installiert oder täusch ich mich da...?
Aufjedenfall kann ich mich entsinnen, dass die Akte "Stadionverträge" immer wieder mal von Vereinsseite angegangen werden sollte.
Mit dem Wegfall des Zuschusses schmerzt es halt jetzt mal ordentlich und damit kommt vielleicht mal richtig Bewegung rein. Es gilt jetzt alle Optionen zu prüfen und im Dialog mit Stadt und Stadiongesellschaft eine andere Lösung zu finden. Zum Beispiel ein Ligen-abhängiges Mietmodell könnte ich mir hier vorstellen.
Für den Fall, dass die Stadiongesellschaft sich weiter quer stellt:
Die sind auf uns als Hauptmierter angewiesen, da sollten wir unseren Hebel auch mal ausspielen.
Wenn wir die Miete zusammenrechnen die wir (zusammen mit der Stadt) gezahlt haben, hätte man davon schon fast ein neues Stadion bauen können. Ich denke, es gilt langsam auch darum eine Backup-Alternative zu entwickeln und die Betreibergesellschaft so unter Druck zu setzen. Will man denn diesen herben Wettbewerbsnachteil einfach noch weitere 15 Jahre in Kauf nehmen? Wir werden hier nach Strich und Faden verarscht.
Als Faustpfand hat man jetzt ein stattliches Eigenkapital von 11,5 Millionen, damit kann man etwas anfangen.
Aber vielleicht laufen ja solche Pläne bereits?! Wer weiß.
Aufjedenfall kann ich mich entsinnen, dass die Akte "Stadionverträge" immer wieder mal von Vereinsseite angegangen werden sollte.
Mit dem Wegfall des Zuschusses schmerzt es halt jetzt mal ordentlich und damit kommt vielleicht mal richtig Bewegung rein. Es gilt jetzt alle Optionen zu prüfen und im Dialog mit Stadt und Stadiongesellschaft eine andere Lösung zu finden. Zum Beispiel ein Ligen-abhängiges Mietmodell könnte ich mir hier vorstellen.
Für den Fall, dass die Stadiongesellschaft sich weiter quer stellt:
Die sind auf uns als Hauptmierter angewiesen, da sollten wir unseren Hebel auch mal ausspielen.
Wenn wir die Miete zusammenrechnen die wir (zusammen mit der Stadt) gezahlt haben, hätte man davon schon fast ein neues Stadion bauen können. Ich denke, es gilt langsam auch darum eine Backup-Alternative zu entwickeln und die Betreibergesellschaft so unter Druck zu setzen. Will man denn diesen herben Wettbewerbsnachteil einfach noch weitere 15 Jahre in Kauf nehmen? Wir werden hier nach Strich und Faden verarscht.
Als Faustpfand hat man jetzt ein stattliches Eigenkapital von 11,5 Millionen, damit kann man etwas anfangen.
Aber vielleicht laufen ja solche Pläne bereits?! Wer weiß.
05.01.2025 - 13:18 Uhr
Wenn ihr bei Google "Stadion Dresden Projektgesellschaft" eingebt, könnt ihr bei North Data einige Kennzahlen einsehen.
Ist jetzt alles sicher nicht 100%ig aussagekräftig, aber übermäßig Gewinn macht sie auch nicht.
Und Stand 2023 waren auch noch 27 Mio an Krediten offen.
Ist jetzt alles sicher nicht 100%ig aussagekräftig, aber übermäßig Gewinn macht sie auch nicht.
Und Stand 2023 waren auch noch 27 Mio an Krediten offen.
05.01.2025 - 13:31 Uhr
Zitat von SirKilkenny
Okay, danke für die Aufklärung ... spannend wird dann nun aber, wenn die Stadt "ihren" Anteil (weiß nicht, ob man das so nennen kann), ab 25 nicht mehr leisten kann und Dynamo es allein stemmen muss.
Geht dann ein Teil in den Besitz von Dynamo über?
Zitat von LarsSGD
Frage an einen der sich auskennt:
Dynamo zahlte also seit 15 Jahren (zusammen mit der Stadt) Miete, aber auch Baukosten und Kreditzinsen - daher 3 Mille im Jahr, richtig?
Wieso, wenn uns dann das Stadion in 14 Jahren nicht gehört? Wem gehört es dann?
Und was passiert, wenn wir die nächsten 14 Jahre es allein abzahlen? Gehört uns weiterhin dann nichts?
Die "Miete" beinhaltet die Baukosten und Kreditzinsen, als auch die Betriebskosten.
Problem beim Bau war ja, dass weder der Verein noch die Stadt die Finanzierung übernehmen konnte (Dynamo) bzw. wollte (Stadt).
Das hat dann der Bauherr übernommen (damals HBM), der sich das fürstlich bezahlen lässt.
Ich hatte vor einigen Jahren gelesen, dass das Stadion nach dem Ende der Abzahlung in den Besitz der Stadt übergeht. Die Quelle kann ich allerdings leider nicht mehr finden.
Frage an einen der sich auskennt:
Dynamo zahlte also seit 15 Jahren (zusammen mit der Stadt) Miete, aber auch Baukosten und Kreditzinsen - daher 3 Mille im Jahr, richtig?
Wieso, wenn uns dann das Stadion in 14 Jahren nicht gehört? Wem gehört es dann?
Und was passiert, wenn wir die nächsten 14 Jahre es allein abzahlen? Gehört uns weiterhin dann nichts?
Die "Miete" beinhaltet die Baukosten und Kreditzinsen, als auch die Betriebskosten.
Problem beim Bau war ja, dass weder der Verein noch die Stadt die Finanzierung übernehmen konnte (Dynamo) bzw. wollte (Stadt).
Das hat dann der Bauherr übernommen (damals HBM), der sich das fürstlich bezahlen lässt.
Ich hatte vor einigen Jahren gelesen, dass das Stadion nach dem Ende der Abzahlung in den Besitz der Stadt übergeht. Die Quelle kann ich allerdings leider nicht mehr finden.
Okay, danke für die Aufklärung ... spannend wird dann nun aber, wenn die Stadt "ihren" Anteil (weiß nicht, ob man das so nennen kann), ab 25 nicht mehr leisten kann und Dynamo es allein stemmen muss.
Geht dann ein Teil in den Besitz von Dynamo über?
Ich hab mich da vor Jahren mal mit beschäftigt, weil es mich interessiert hat. Überall, inkl. Wikipedia, steht ja immer nur Eigentümer sei die Stadt Dresden, aber über die genauen Verhältnisse spricht keiner öffentlich. Was ich rausbekommen habe ist, dass ursprünglicher Bauherr und auch Eigentümer erstmal die Stadiongesellschaft ist. Die Frage ist, wem diese gehört? Es ist eine GmbH & Co KG, d.h. es gibt einen Komplementärgesellschafter (die GmbH) und mehrere Kommanditgesellschafter. Laut https://www.northdata.de/Stadion+Dresden+Projektgesellschaft+mbH+%26+Co.KG,+Dresden/HRA+6647 ist eine Stadion Dresden Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Komplementär und zwei Tochterunternehmen der Zech Hochbau AG, welche die BAM AG zu der HBM gehörte übernommen hat, vollständige Kommanditaktionäre. D.h. HBM/Zech gehört die Stadiongesellschaft und damit das Stadion komplett. Aussage war damals, dass die Konzession welche die Stadt der Stadiongesellschaft gegeben hat, ausläuft und somit die Stadt vollständiger Eigentümer der Stadiongesellschaft wird, wenn der Baukredit abbezahlt ist (2039). Ab dann könne theoretisch die Miete deutlich gesenkt werden, weil dann nur noch die Betriebskosten fällig werden, aber keine Zinsen (zu Sätzen von 2007) mehr. Allerdings wie schon korrekt vor mir angemerkt wurde, ist das Stadion dann komplett renovierungsbedürftig. D.h. dafür dürfte dann ein neuer Kredit über eine zweistellige Millionensumme anstehen. Dynamo hat jedenfalls keinerlei Rechte am Stadion, auch nach Kreditende nicht. Sie sitzen nur im Beirat der Stadiongesellschaft ohne Gesellschafter zu sein.
Das rechtliche Konstrukt ist ein Knebelvertrag für Dynamo das vollkommen auf Kooperation der Stadt angewiesen ist. Diese wiederum, genauer gesagt ein gewisser Hartmut Vorjohann, hat das 2007 so durchgesetzt, weil sie sich dem Druck ein drittligataugliches Stadion bereitzustellen letzendlich beugen musste. Dafür hat sie versucht das Finanzierung, soweit wie möglich auf Dynamo abzuwälzen. Denn natürlich haftet die Stadt falls die Stadiongesellschaft pleite geht und den Kredit udn die Betriebskosten nicht mehr stemmen kann, z.B. wenn der Hauptmieter Dynamo ausfällt. So kam es dann zu diesen Knebelbedingungen, wo Dynamo fast den gesamten Kredit über die Miete alleine abbezahlen soll, und zudem einen Löwenanteil an Catering-, Werbe-, Stadionnamen und sogar Zuschauereinnahmen an die Stadiongesellschaft abtreten muss.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von amras1311 am 05.01.2025 um 13:48 Uhr bearbeitet
05.01.2025 - 13:48 Uhr
Zitat von amras1311
Ich hab mich da vor Jahren mal mit beschäftigt, weil es mich interessiert hat. Überall, inkl. Wikipedia, steht ja immer nur Eigentümer sei die Stadt Dresden, aber über die genauen Verhältnisse spricht keiner öffentlich. Was ich rausbekommen habe ist, dass ursprünglicher Bauherr und auch Eigentümer erstmal die Stadiongesellschaft ist. Die Frage ist, wem diese gehört? Es ist eine GmbH & Co KG, d.h. es gibt einen Komplementärgesellschafter (die GmbH) und mehrere Kommanditgesellschafter. Ab dann wird es unübersichtlich, denn diese sind nirgendwo online frei einsehbar (das hier findet man bei kurzer Suche: https://www.northdata.de/Stadion+Dresden+Projektgesellschaft+mbH+%26+Co.KG,+Dresden/HRA+6647) und wechseln auch öfters mal. Um es kurz zu machen sind die Stadt und auch HBM (offiziell Zech Hochbau AG, welche die BAM AG zu der HBM gehörte übernommen hat) über diverse Tochterunternehmen Eigentümer der Stadiongesellschaft und die Aussage war damals, dass die Stadt vollständiger Eigentümer der Stadiongesellschaft wird, wenn der Baukredit abbezahlt ist (2039). Ab dann könne theoretisch die Miete deutlich gesenkt werden, weil dann nur noch die Betriebskosten fällig werden, aber keine Zinsen (zu Sätzen von 2007) mehr. Allerdings wie schon korrekt vor mir angemerkt wurde, ist das Stadion dann komplett renovierungsbedürftig. D.h. dafür dürfte dann ein neuer Kredit über eine zweistellige Millionensumme anstehen. Dynamo hat jedenfalls keinerlei Rechte am Stadion, auch nach Kreditende nicht. Sie sitzen nur im Beirat der Stadiongesellschaft ohne Gesellschafter zu sein.
Das rechtliche Konstrukt ist ein Knebelvertrag für Dynamo das vollkommen auf Kooperation der Stadt angewiesen ist. Diese wiederum, genauer gesagt ein gewisser Hartmut Vorjohann, hat das 2007 so durchgesetzt, weil sie sich dem Druck ein drittligataugliches Stadion bereitzustellen letzendlich beugen musste. Dafür hat sie versucht das Finanzierung, soweit wie möglich auf Dynamo abzuwälzen. Denn natürlich haftet die Stadt falls die Stadiongesellschaft pleite geht und den Kredit udn die Betriebskosten nicht mehr stemmen kann, z.B. wenn der Hauptmieter Dynamo ausfällt. So kam es dann zu diesen Knebelbedingungen, wo Dynamo fast den gesamten Kredit über die Miete alleine abbezahlen soll, und zudem einen Löwenanteil an Catering-, Werbe-, Stadionnamen und sogar Zuschauereinnahmen an die Stadiongesellschaft abtreten muss.
Zitat von SirKilkenny
Okay, danke für die Aufklärung ... spannend wird dann nun aber, wenn die Stadt "ihren" Anteil (weiß nicht, ob man das so nennen kann), ab 25 nicht mehr leisten kann und Dynamo es allein stemmen muss.
Geht dann ein Teil in den Besitz von Dynamo über?
Zitat von LarsSGD
Frage an einen der sich auskennt:
Dynamo zahlte also seit 15 Jahren (zusammen mit der Stadt) Miete, aber auch Baukosten und Kreditzinsen - daher 3 Mille im Jahr, richtig?
Wieso, wenn uns dann das Stadion in 14 Jahren nicht gehört? Wem gehört es dann?
Und was passiert, wenn wir die nächsten 14 Jahre es allein abzahlen? Gehört uns weiterhin dann nichts?
Die "Miete" beinhaltet die Baukosten und Kreditzinsen, als auch die Betriebskosten.
Problem beim Bau war ja, dass weder der Verein noch die Stadt die Finanzierung übernehmen konnte (Dynamo) bzw. wollte (Stadt).
Das hat dann der Bauherr übernommen (damals HBM), der sich das fürstlich bezahlen lässt.
Ich hatte vor einigen Jahren gelesen, dass das Stadion nach dem Ende der Abzahlung in den Besitz der Stadt übergeht. Die Quelle kann ich allerdings leider nicht mehr finden.
Frage an einen der sich auskennt:
Dynamo zahlte also seit 15 Jahren (zusammen mit der Stadt) Miete, aber auch Baukosten und Kreditzinsen - daher 3 Mille im Jahr, richtig?
Wieso, wenn uns dann das Stadion in 14 Jahren nicht gehört? Wem gehört es dann?
Und was passiert, wenn wir die nächsten 14 Jahre es allein abzahlen? Gehört uns weiterhin dann nichts?
Die "Miete" beinhaltet die Baukosten und Kreditzinsen, als auch die Betriebskosten.
Problem beim Bau war ja, dass weder der Verein noch die Stadt die Finanzierung übernehmen konnte (Dynamo) bzw. wollte (Stadt).
Das hat dann der Bauherr übernommen (damals HBM), der sich das fürstlich bezahlen lässt.
Ich hatte vor einigen Jahren gelesen, dass das Stadion nach dem Ende der Abzahlung in den Besitz der Stadt übergeht. Die Quelle kann ich allerdings leider nicht mehr finden.
Okay, danke für die Aufklärung ... spannend wird dann nun aber, wenn die Stadt "ihren" Anteil (weiß nicht, ob man das so nennen kann), ab 25 nicht mehr leisten kann und Dynamo es allein stemmen muss.
Geht dann ein Teil in den Besitz von Dynamo über?
Ich hab mich da vor Jahren mal mit beschäftigt, weil es mich interessiert hat. Überall, inkl. Wikipedia, steht ja immer nur Eigentümer sei die Stadt Dresden, aber über die genauen Verhältnisse spricht keiner öffentlich. Was ich rausbekommen habe ist, dass ursprünglicher Bauherr und auch Eigentümer erstmal die Stadiongesellschaft ist. Die Frage ist, wem diese gehört? Es ist eine GmbH & Co KG, d.h. es gibt einen Komplementärgesellschafter (die GmbH) und mehrere Kommanditgesellschafter. Ab dann wird es unübersichtlich, denn diese sind nirgendwo online frei einsehbar (das hier findet man bei kurzer Suche: https://www.northdata.de/Stadion+Dresden+Projektgesellschaft+mbH+%26+Co.KG,+Dresden/HRA+6647) und wechseln auch öfters mal. Um es kurz zu machen sind die Stadt und auch HBM (offiziell Zech Hochbau AG, welche die BAM AG zu der HBM gehörte übernommen hat) über diverse Tochterunternehmen Eigentümer der Stadiongesellschaft und die Aussage war damals, dass die Stadt vollständiger Eigentümer der Stadiongesellschaft wird, wenn der Baukredit abbezahlt ist (2039). Ab dann könne theoretisch die Miete deutlich gesenkt werden, weil dann nur noch die Betriebskosten fällig werden, aber keine Zinsen (zu Sätzen von 2007) mehr. Allerdings wie schon korrekt vor mir angemerkt wurde, ist das Stadion dann komplett renovierungsbedürftig. D.h. dafür dürfte dann ein neuer Kredit über eine zweistellige Millionensumme anstehen. Dynamo hat jedenfalls keinerlei Rechte am Stadion, auch nach Kreditende nicht. Sie sitzen nur im Beirat der Stadiongesellschaft ohne Gesellschafter zu sein.
Das rechtliche Konstrukt ist ein Knebelvertrag für Dynamo das vollkommen auf Kooperation der Stadt angewiesen ist. Diese wiederum, genauer gesagt ein gewisser Hartmut Vorjohann, hat das 2007 so durchgesetzt, weil sie sich dem Druck ein drittligataugliches Stadion bereitzustellen letzendlich beugen musste. Dafür hat sie versucht das Finanzierung, soweit wie möglich auf Dynamo abzuwälzen. Denn natürlich haftet die Stadt falls die Stadiongesellschaft pleite geht und den Kredit udn die Betriebskosten nicht mehr stemmen kann, z.B. wenn der Hauptmieter Dynamo ausfällt. So kam es dann zu diesen Knebelbedingungen, wo Dynamo fast den gesamten Kredit über die Miete alleine abbezahlen soll, und zudem einen Löwenanteil an Catering-, Werbe-, Stadionnamen und sogar Zuschauereinnahmen an die Stadiongesellschaft abtreten muss.
Dann habe ich das offenbar auch richtig verstanden.
Danke dass du es nochmal ausführlich geschrieben hast!
Ich persönlich würde sagen, dass die Projektgesellschaft zu 100% in der Hand von HBM/Zech und Ihren Tochtergesellschaften ist.
05.01.2025 - 14:13 Uhr
Zitat von LarsSGD
Dann habe ich das offenbar auch richtig verstanden.
Danke dass du es nochmal ausführlich geschrieben hast!
Ich persönlich würde sagen, dass die Projektgesellschaft zu 100% in der Hand von HBM/Zech und Ihren Tochtergesellschaften ist.
Dann habe ich das offenbar auch richtig verstanden.
Danke dass du es nochmal ausführlich geschrieben hast!
Ich persönlich würde sagen, dass die Projektgesellschaft zu 100% in der Hand von HBM/Zech und Ihren Tochtergesellschaften ist.
Ja genau - hab das auch gerade nochmal korrigiert. Die Stadt wird mWn Eigentümer, sobald die Konzession ausläuft, was mit Rückzahlung des Baukredits passieren müsste.
Das Ganze ist ein schiefer Kompromiss, verursacht durch externe Zwänge mit dem alle unglücklich sind. Die Zuschüsse waren dann logische Folge, weil Dynamo mit einer solchen Miete in Liga 3 (und 2) nicht überleben kann. Im Grunde ist das auch die einzige Lösung - sowohl für jetzt als auch später wenn der Kredit abbezahlt ist und dafür eine Generalsanierung ansteht: Weiterhin Zuschüsse abhängig von der Liga und vom Finanzbedarf der Stadiongesellschaft. Das Argument andere Dinge seien im Stadtetat wichtiger finde ich unlogisch, weil Dynamo schließlich auch erhebliche Einnahmen für die Stadt bringt (Gewerbesteuer, Lohnsteuer der Angestellten, Lokalsteuern/-abgaben, Förderung der lokalen Wirtschaft usw.). Die dürften ein paar 100k (Liga 2), bzw. 1-2Mio (Liga 3) im Schnitt locker übersteigen. Aber gut - das ist ein weites Feld.
06.01.2025 - 19:07 Uhr
Zitat von Schmandkante53
Am Ende sieht's für uns scheiße aus. Aber schön das man das mal diskutieren konnte. Hat bei mir einiges wieder aufgefrischt. Bleibt eben das man über 90 Mille miete für ein 52 Mille Stadion gezahlt hat. Das hättest du nie an Zinsen gezahlt wenn du als Stadt und Verein die Kosten auf Pump getragen hättest. Aber klar ich stell mir das jetzt so einfach vor. Damals sahs trübe aus und das man da Dynamo nicht als Investitionspartner zum Stadionbau nimmt ist auch klar.
Am Ende sieht's für uns scheiße aus. Aber schön das man das mal diskutieren konnte. Hat bei mir einiges wieder aufgefrischt. Bleibt eben das man über 90 Mille miete für ein 52 Mille Stadion gezahlt hat. Das hättest du nie an Zinsen gezahlt wenn du als Stadt und Verein die Kosten auf Pump getragen hättest. Aber klar ich stell mir das jetzt so einfach vor. Damals sahs trübe aus und das man da Dynamo nicht als Investitionspartner zum Stadionbau nimmt ist auch klar.
Ehrlicherweise geht es dir dann eben auch nur genauso wie den meisten unter uns mit ihrer Mietwohnung.
Und dass mit den nie gezahlten Zinsen würde ich in Frage stellen. Eine Verdopplung der Kosten bei einer Immobilienfinanzierung ist jetzt nicht so abwegig.
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