Diskussionsrunde

Robert Enke ist tot

10.11.2009 - 20:17 Uhr
Robert Enke ist tot |#971
13.11.2009 - 17:41 Uhr
Zitat von Westphalian:
Wenn sich ein Mensch vor den Zug wirft, dann mit der Gewissheit, dass diese Variante in jedem Fall tödlich ist. Als Lokführer muss man das genau so einordnen. Was hätte er machen können? Wo ist denn der körperliche Schaden für den Lokführer?

Schlimm ist es, wenn man zB als Autofahrer einen Mensch durch eigene Fahrlässigkeit in den Tod reißt. Das nagt doch wesentlich mehr, denke ich.


Warum körperlich. Der psychische Schaden ist das Problem

•     •     •

Es ist ein Jammer, dass die
Dummköpfe so selbstsicher sind
und die Klugen so voller Zweifel.

Bertrand Arthur William Russell
Robert Enke ist tot |#972
13.11.2009 - 17:44 Uhr
Zitat von lusor:
Zitat von Westphalian:
Wenn sich ein Mensch vor den Zug wirft, dann mit der Gewissheit, dass diese Variante in jedem Fall tödlich ist. Als Lokführer muss man das genau so einordnen. Was hätte er machen können? Wo ist denn der körperliche Schaden für den Lokführer?

Schlimm ist es, wenn man zB als Autofahrer einen Mensch durch eigene Fahrlässigkeit in den Tod reißt. Das nagt doch wesentlich mehr, denke ich.


Warum körperlich. Der psychische Schaden ist das Problem


Psychischer Schaden? Ich denke so ein Vorfall ist doch ganz gut einzuordnen. Enke hat gewählt und fertig. Das ist traurig genug.

Der Lokführer ist für mich kein direktes Opfer so einer Tat.
Robert Enke ist tot |#973
13.11.2009 - 17:45 Uhr
Zitat von bananenboot:

Es nimmt trotzdem eine ganz fatale Richtung ein, wenn man den Selbstmord quasi salonfähig macht, indem man ihn unter Berufsrisiken stellt. Hier wird für Verständnis für Robert Enke geworben, bei dem Zugführer stellt man es jedoch unter ein "Berufsrisiko". Warum? Weil dieser nie das deutsche Tor hütete? Ich meine ja noch immer, dieser Mann hat den Beruf gewählt, um einen Zug zu fahren und wird auch dafür bezahlt. Inklusive aller Schwächen und Stärken, aber abzüglich aller Eventualitäten, auf die man im Vorfeld gar nicht genug vorbereitet werden kann. Einem Robert Enke wird diese Schwäche doch auch zugestanden, sowie er eben auch gewisse Berufsrisiken hatte, für die er scheinbar nicht geschaffen war ... der Druck der Öffentlichkeit zum Beispiel (denn so, fingen laut PK die Probleme an - Versagensängste).


Es geht nicht darum etwas salonfähig zu machen und man kann sich als Lokführer auf solch eine Situation auch nicht vorbereiten. Nichtsdestotrotz ist es ein Risiko dieses Berufes das man in solch eine Situation kommt. Mehr nicht!

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Dummköpfe so selbstsicher sind
und die Klugen so voller Zweifel.

Bertrand Arthur William Russell
Robert Enke ist tot |#974
13.11.2009 - 17:51 Uhr
Zitat von Westphalian:
Zitat von lusor:
Zitat von Westphalian:
Wenn sich ein Mensch vor den Zug wirft, dann mit der Gewissheit, dass diese Variante in jedem Fall tödlich ist. Als Lokführer muss man das genau so einordnen. Was hätte er machen können? Wo ist denn der körperliche Schaden für den Lokführer?

Schlimm ist es, wenn man zB als Autofahrer einen Mensch durch eigene Fahrlässigkeit in den Tod reißt. Das nagt doch wesentlich mehr, denke ich.


Warum körperlich. Der psychische Schaden ist das Problem


Psychischer Schaden? Ich denke so ein Vorfall ist doch ganz gut einzuordnen. Enke hat gewählt und fertig. Das ist traurig genug.

Der Lokführer ist für mich kein direktes Opfer so einer Tat.


du faehrst mit dem auto, dir faehrt jemand rein und zwar heftig dir passiert nichts aber der im anderem auto stirbt und du nimmst keinen schaden davon weil du ja kein direktes Opfer bist ? Respekt! *kopfschuettel

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-Its nice to be important but its more important to support!-
Robert Enke ist tot |#975
13.11.2009 - 17:52 Uhr
Zitat von Westphalian:


Der Lokführer ist für mich kein direktes Opfer so einer Tat.


Lies Dir den Thread nochmal durch und lass Dich eines besseren belehren: Ein derart traumatisierter Lokführer ist sehr wohl Opfer dieser Tat. Er wird missbraucht und erleidet unter Umständen irreparable psychische Schäden, die auch auf die Physis schlagen können. Es gibt zwar Rehaprogramme für die Betroffenen, aber diese sind durchaus nicht bei allen erfolgreich.
Robert Enke ist tot |#976
13.11.2009 - 17:54 Uhr
Zitat von bananenboot:


Mundabputzen und weiter? Komisch, wirbt man doch allgemein gerade für mehr Verständnis für Depressionen, warum darf die eine solcher Mensch also nicht auch haben.


Weil genau diese Form der Ignoranz gegenüber psychischen Problemen, das Abtun derselben als "nicht so schlimm" etc., die Wurzel des Übels sind. Vor dieser Art Reaktion hatte sicher auch Enke Angst.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von berlinruine am 13.11.2009 um 17:57 Uhr bearbeitet
Robert Enke ist tot |#977
13.11.2009 - 20:40 Uhr
Sicherlich wird Enke garnicht mehr dran gedacht haben was er dem Lokführer und alle anderen Betroffenen antut. Der Lokführer wird wahrscheinlich nie wieder Lok fahren bzw ein glückliches Leben führen.
Trotzdem darf man Enke keinen Vorwurf machen weil er in dem Moment alle Gedanken ausgeblendet hat und nur noch aus dem Leben treten wollte.
Ich wünsche seinen Angehörigen dass sie alle Kraft der Welt finden werden um mit dieser Tragödie fertig zu werden. R.I.P Robert Enke
Robert Enke ist tot |#978
14.11.2009 - 00:30 Uhr
Zitat von carloseduardo:
Was christoph daum jetzt gemacht hat,finde ich übrigens auch unmöglich.der kann doch nichjt einfach hingehen und sagen:ich weiß was aber sags euch nicht....wahnsinn.....
das sagt, glaube ich, alles über herrn daum... mehr worte möchte ich darüber nicht verlieren. einfach geschmacklos

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"da sind sie alle aufgestanden, es hält keinen mehr auf der Bremer Bank. Die Fotographen prügeln sich förmlich, und jetzt ist Schluss! Werder Bremen ist Deutscher Meister!"
Robert Enke ist tot |#979
14.11.2009 - 01:38 Uhr
Nur soll Christoph Daum jetzt einfach ruhig sein. Widerlich finde ich jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen und sich aufzuspielen.
Außerdem sagte Daum ja sowas wie, ich weiß noch was zu den Hintergründen, aber ich sage es nicht und da gilt die alte Weisheit:
Si tacuisses, philosophus mansisses.
Robert Enke ist tot |#980
14.11.2009 - 09:08 Uhr
Daums Ansage, er wisse was, könne dies aber nicht sagen, klingt leider sehr nach Preistreiberei für ein Exklusivinterview: Ich hab hier was, wer bietet mehr?! Und da muss man leider sagen, dass man von diesem Herrn auch nichts anderes kennt.
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