Robert Enke ist tot
10.11.2009 - 20:17 Uhr
16.11.2009 - 22:50 Uhr
Zitat von Roman_Colderan:
Zitat von Fabregas89:
So extrem sind unsere User auch nicht.
Der extreme User ist ja auch den ganzen Tag Online - ich stell mir grad Adiles vor, auf dem Weg zu Beitrag 100.000 ;)
Adi ist aber kein gewaltbereiter Irrer. Nur ein Ironie und Zynismus Fanatiker, der alle vor den Kopf stößt, damit aber die Leute zum nachdenken bringt.
@Koelschfan
NAtürlich hast du Recht, aber dieses Thema wird uns alle noch eine geraume Zeit begleiten.
Zitat von Fabregas89:
So extrem sind unsere User auch nicht.
Der extreme User ist ja auch den ganzen Tag Online - ich stell mir grad Adiles vor, auf dem Weg zu Beitrag 100.000 ;)
Adi ist aber kein gewaltbereiter Irrer. Nur ein Ironie und Zynismus Fanatiker, der alle vor den Kopf stößt, damit aber die Leute zum nachdenken bringt.
@Koelschfan
NAtürlich hast du Recht, aber dieses Thema wird uns alle noch eine geraume Zeit begleiten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fabregas89 am 16.11.2009 um 22:53 Uhr bearbeitet
17.11.2009 - 01:28 Uhr
manchmal glaub ich echt das einige garnicht wissen was sie hier schreiben !
am meisten stört es mich hier das man nichts negatives zu diesem thema sagen darf.
weil man dann eh von allen angegriffen wird.
am meisten stört es mich hier das man nichts negatives zu diesem thema sagen darf.
weil man dann eh von allen angegriffen wird.
17.11.2009 - 12:46 Uhr
Zitat von scherleboy81:
manchmal glaub ich echt das einige garnicht wissen was sie hier schreiben !
am meisten stört es mich hier das man nichts negatives zu diesem thema sagen darf.
weil man dann eh von allen angegriffen wird.
Letzendlich ist der Tod eben eine mögliche Folge von Depressionen. Diese Krankheit ist genau so eine wie Krebs, auch davon kann man sterben. Enke wurde Opfer dieser Krankheit, sie hat in in den Selbstmord getrieben. Deshalb sollte man mMn vorsichtig mit Aussagen sein, dass Enke ein schlechtes Beispiel gewesen wäre oder so was.
manchmal glaub ich echt das einige garnicht wissen was sie hier schreiben !
am meisten stört es mich hier das man nichts negatives zu diesem thema sagen darf.
weil man dann eh von allen angegriffen wird.
Letzendlich ist der Tod eben eine mögliche Folge von Depressionen. Diese Krankheit ist genau so eine wie Krebs, auch davon kann man sterben. Enke wurde Opfer dieser Krankheit, sie hat in in den Selbstmord getrieben. Deshalb sollte man mMn vorsichtig mit Aussagen sein, dass Enke ein schlechtes Beispiel gewesen wäre oder so was.
17.11.2009 - 13:51 Uhr
Einen faden Beigeschmack hinterlassen die Umstände ohne Frage, insbesondere rästel ich z.Bsp. über die Rolle eines Hr. Neblung, der sich in den Medien weniger als Berater mehr als Freund Enke's bezeichnet hat.
Die Frage sei gestattet, inwieweit ein Mensch, der primär vom Sportler "Enke" seinen Lebensunterhalt bestritten hat (Auer und Reinhardt sind dann schon die anderen "großen" Stars, die er berät), unvoreingenommen an eine Krankheit seines "Schützlings" herantritt.
Auch Hr. Neblung wird im Konflikt gestanden haben, er verdient an Enke nur dann, wenn dieser möglichst starke Leistungen zeigt und hoch dotierte Verträge abschließt. Dies im Hintergrund kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sein Umfeld ihm eine wirklich große Hilfe sein konnte. Genau genommen waren etliche Personen, die ihm nahestanden, zugleich auch derartig abhängig (finanziell betrachtet) von ihm, dass eine wirkliche Unabhängigkeit bezweifelt werden kann.
Solange Enke nie konkret gesagt hatte, er habe Depressionen und will eine Pause o.ä., kann im Nachhinein jede/r sagen "er habe von nichts gewusst" oder "nicht gewusst, wie schlimm es tatsächlich gewesen ist". Aber ob ein Hr. Neblung wirklich die richtige Person für Robert Enke gewesen ist um ihn aus diesem "Loch" zu holen, mag ich leise bezweifeln - da ist mir (wie gesagt) seine finanzielle Abhängigkeit von Enke zu groß gewesen.
Und wenn man jetzt hört, dass Spieler und Betreuer im Verein (Balitsch und Physiotherapeuten) doch vom Befund Enkes wussten (wenngleich nicht in seiner vollen Gänze), muss die Frage erlaubt sein, ob vielleicht nicht doch jahrelang Enkes Krankheit nicht nur von ihm selbst sondern auch insbesondere von seinem beruflichem Umfeld (Klub, Berater etc.) "gerne" unterschätzt worden ist, um in erster Linie wirtschaftliche Interessen zu schützen. Dafür werden gerade in der "belle étage" des deutschen Fußballs viel zu große Summen bewegt (da stellen Spieler - auch Enke - Millionenwerte dar, die in den Bücher der Vereine stehen wie bei Privatpersonen ein Eigenheim oder Auto als Vermögen darstehen), sodass kein Platz für persönliche Befindlichkeiten (egal was jetzt von den Vereinsoberen medienwirksam postuliert wird) im millionenschweren Alltag der Bundesliga ist.
Und klar ist doch auch: Hätte Enke bereits beim Aufkommen seiner Krankheit 2002(?) seine Karriere unterbrochen oder beendet, wäre das auch finanziell nur schwierig zu stemmen gewesen. Er hat sicher nicht schlecht verdient und bei moderatem Lebensstil hätte das Geld sicher auch gereicht. Aber wenn man während seines Berufes Millionen verdient hat, ist man im Anschluss an die Karriere sicher gewillt seinen gewohnten Lebensstil beizubehalten.
Und mal ganz ehrlich:
Jetzt sagt ein Kind und/oder co., dass man ihm hätte helfen können usw... . Das ist aber völlig praxisfern, klar, man kann ihn an eine Einrichtung vermitteln, aber man kann im Sinne des Vereins keine große Nachsicht mit dem Spieler haben. Und auch wenn es hart klingt, ein an Depressionen leidender Spieler ist (in Zahlen ausgedrückt) ein finanzielles Risiko - und in Wirtschaftsunternehmen (nichts anderes sind Fußballvereine heutzutage) gilt es finanzielle Risiken zu minimieren.
Der Tod Enkes wird absolut nichts verändern, für ein paar Tage haben Fans, Vereine und der DFB die "rosarote-Brille" ausgepackt, sehen im Tod Enkes eine Chance für ähnliche "Fälle", sagen das Länderspiel ab, Hannover's Stadtoberen überlegen einen Platz nach Enke zu benennen um den "Bonus" der trauernden Bevölkerung einzusacken etc. pp.
Und noch was: Hätte Enke sich nicht umgebracht sondern "nur" seine Krankheit öffentlich gemacht und wäre einen ähnlichen Weg wie Deisler seinerzeit gegangen, hätten all die Leute, die jetzt groß trauern um ihr Idol, doch genauso wenig Verständnis wie für Deisler. Manche mögen ihn sogar als Mimose (wie Deisler) beschimpfen und den Kopf fragend schütteln "Häh? Wieso? Der verdient doch Millionen, kann zur WM fahren. Ist der blöd?"
Manche scheinen nicht zu begreifen, dass nicht Enkes Tod das wirklich tragische ist, sondern das wir alle (also die Gesellschaft) derart leistungsorientiert denken und Menschen fast immer nach Leistung beurteilen! Ein sich zur Depression bekennender Enke wäre den Menschen nicht als "unsere Nummer 1 für immer" im Gedächnis geblieben, für den wäre auch nicht die Nummer 1 gesperrt worden, für den gäbe es keinen Marsch durch die Stadt... nein, "dieser" Enke wäre allen als gescheiterter Spieler in Erinnerung geblieben, als der, der es nicht gepackt hat.
Übrigens frage ich mich, ob das die gleichen um Enke trauernden Fans sind, die zur Zeit fleißig bei Ebay ihre Enke-Trikots, Handschuhe, Autogrammkarten und co. zu Höchstpreisen verschleudern (normale Trikots für 300€ usw...). Irgendwie passt das doch nicht ins Bild, aber vermutlich hört die Trauer um Enke beim Geld auf oder anders ausgedrückt: "Trikot kann ich ruhig für 300€ verkaufen, dafür kann ich ja nen neues Enke-Video bei youtube hochladen - quasi als Wiedergutmachung". Dabei muss man bedenken, dass diese Sachen so gut wie immer doch von "eingefleischten H96-Fans" kommen (Fans anderer Vereine sammeln wohl eher weniger Enke) - komisch, sind denn nicht alle 96-Fans beim Trauermarsch dabei gewesen und haben um ihr Idol getrauert!? Warscheinlich dann am Abend noch schnell die Autogrammkarte bei Ebay reingesetzt.
Das finde - ich persönlich - ekelhaft und zeigt wie oppurtunistisch die Fans und Menschen im allgemeinen sind. Ich bin zwar kein Freund des Denunziantentums, aber diese "Fans" würde ich gerne mal mit Bild in der HAZ zu sehen bekommen.
Die Frage sei gestattet, inwieweit ein Mensch, der primär vom Sportler "Enke" seinen Lebensunterhalt bestritten hat (Auer und Reinhardt sind dann schon die anderen "großen" Stars, die er berät), unvoreingenommen an eine Krankheit seines "Schützlings" herantritt.
Auch Hr. Neblung wird im Konflikt gestanden haben, er verdient an Enke nur dann, wenn dieser möglichst starke Leistungen zeigt und hoch dotierte Verträge abschließt. Dies im Hintergrund kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sein Umfeld ihm eine wirklich große Hilfe sein konnte. Genau genommen waren etliche Personen, die ihm nahestanden, zugleich auch derartig abhängig (finanziell betrachtet) von ihm, dass eine wirkliche Unabhängigkeit bezweifelt werden kann.
Solange Enke nie konkret gesagt hatte, er habe Depressionen und will eine Pause o.ä., kann im Nachhinein jede/r sagen "er habe von nichts gewusst" oder "nicht gewusst, wie schlimm es tatsächlich gewesen ist". Aber ob ein Hr. Neblung wirklich die richtige Person für Robert Enke gewesen ist um ihn aus diesem "Loch" zu holen, mag ich leise bezweifeln - da ist mir (wie gesagt) seine finanzielle Abhängigkeit von Enke zu groß gewesen.
Und wenn man jetzt hört, dass Spieler und Betreuer im Verein (Balitsch und Physiotherapeuten) doch vom Befund Enkes wussten (wenngleich nicht in seiner vollen Gänze), muss die Frage erlaubt sein, ob vielleicht nicht doch jahrelang Enkes Krankheit nicht nur von ihm selbst sondern auch insbesondere von seinem beruflichem Umfeld (Klub, Berater etc.) "gerne" unterschätzt worden ist, um in erster Linie wirtschaftliche Interessen zu schützen. Dafür werden gerade in der "belle étage" des deutschen Fußballs viel zu große Summen bewegt (da stellen Spieler - auch Enke - Millionenwerte dar, die in den Bücher der Vereine stehen wie bei Privatpersonen ein Eigenheim oder Auto als Vermögen darstehen), sodass kein Platz für persönliche Befindlichkeiten (egal was jetzt von den Vereinsoberen medienwirksam postuliert wird) im millionenschweren Alltag der Bundesliga ist.
Und klar ist doch auch: Hätte Enke bereits beim Aufkommen seiner Krankheit 2002(?) seine Karriere unterbrochen oder beendet, wäre das auch finanziell nur schwierig zu stemmen gewesen. Er hat sicher nicht schlecht verdient und bei moderatem Lebensstil hätte das Geld sicher auch gereicht. Aber wenn man während seines Berufes Millionen verdient hat, ist man im Anschluss an die Karriere sicher gewillt seinen gewohnten Lebensstil beizubehalten.
Und mal ganz ehrlich:
Jetzt sagt ein Kind und/oder co., dass man ihm hätte helfen können usw... . Das ist aber völlig praxisfern, klar, man kann ihn an eine Einrichtung vermitteln, aber man kann im Sinne des Vereins keine große Nachsicht mit dem Spieler haben. Und auch wenn es hart klingt, ein an Depressionen leidender Spieler ist (in Zahlen ausgedrückt) ein finanzielles Risiko - und in Wirtschaftsunternehmen (nichts anderes sind Fußballvereine heutzutage) gilt es finanzielle Risiken zu minimieren.
Der Tod Enkes wird absolut nichts verändern, für ein paar Tage haben Fans, Vereine und der DFB die "rosarote-Brille" ausgepackt, sehen im Tod Enkes eine Chance für ähnliche "Fälle", sagen das Länderspiel ab, Hannover's Stadtoberen überlegen einen Platz nach Enke zu benennen um den "Bonus" der trauernden Bevölkerung einzusacken etc. pp.
Und noch was: Hätte Enke sich nicht umgebracht sondern "nur" seine Krankheit öffentlich gemacht und wäre einen ähnlichen Weg wie Deisler seinerzeit gegangen, hätten all die Leute, die jetzt groß trauern um ihr Idol, doch genauso wenig Verständnis wie für Deisler. Manche mögen ihn sogar als Mimose (wie Deisler) beschimpfen und den Kopf fragend schütteln "Häh? Wieso? Der verdient doch Millionen, kann zur WM fahren. Ist der blöd?"
Manche scheinen nicht zu begreifen, dass nicht Enkes Tod das wirklich tragische ist, sondern das wir alle (also die Gesellschaft) derart leistungsorientiert denken und Menschen fast immer nach Leistung beurteilen! Ein sich zur Depression bekennender Enke wäre den Menschen nicht als "unsere Nummer 1 für immer" im Gedächnis geblieben, für den wäre auch nicht die Nummer 1 gesperrt worden, für den gäbe es keinen Marsch durch die Stadt... nein, "dieser" Enke wäre allen als gescheiterter Spieler in Erinnerung geblieben, als der, der es nicht gepackt hat.
Übrigens frage ich mich, ob das die gleichen um Enke trauernden Fans sind, die zur Zeit fleißig bei Ebay ihre Enke-Trikots, Handschuhe, Autogrammkarten und co. zu Höchstpreisen verschleudern (normale Trikots für 300€ usw...). Irgendwie passt das doch nicht ins Bild, aber vermutlich hört die Trauer um Enke beim Geld auf oder anders ausgedrückt: "Trikot kann ich ruhig für 300€ verkaufen, dafür kann ich ja nen neues Enke-Video bei youtube hochladen - quasi als Wiedergutmachung". Dabei muss man bedenken, dass diese Sachen so gut wie immer doch von "eingefleischten H96-Fans" kommen (Fans anderer Vereine sammeln wohl eher weniger Enke) - komisch, sind denn nicht alle 96-Fans beim Trauermarsch dabei gewesen und haben um ihr Idol getrauert!? Warscheinlich dann am Abend noch schnell die Autogrammkarte bei Ebay reingesetzt.
Das finde - ich persönlich - ekelhaft und zeigt wie oppurtunistisch die Fans und Menschen im allgemeinen sind. Ich bin zwar kein Freund des Denunziantentums, aber diese "Fans" würde ich gerne mal mit Bild in der HAZ zu sehen bekommen.
17.11.2009 - 15:55 Uhr
Zitat von Baseruner:
Zitat von Quincy2008:
Zitat von Baseruner:
Zitat von m.schere:
Die nächsten die unter einem Lebenslangen Trauma leiden werden sind vermutlich der Zugführer und die Polizei und Feuerwehrbeamten welche die aufräumarbeiten durchführen mussten.
Mach dir da mal keine Sorgen. In unserer Stadt passiert es öffter mal, dass sich einer vor den Zug wirft, oder die Person einen anderen Freitod wählt. Weder ich, noch meine Kollegen haben irgendwelche Traumas erlitten, noch haben wir mit dem Einsatz an sich zu kämpfen. Es ist mir kein einziger Fall bekannt, dass jemand nach einem Einsatz psychisch ausgebrannt wäre.
Da kann ich dich beruhigen.
Mann, bist Du cool! Und wenn ich Dir jetzt sage, dass ich schon einige Soldaten, Feuerwehrleute und Polizisten behandelt habe? Wegen Depressionen, Ängsten und einer PTSD (Posttraumatischen Belastungsstörung). Und dass ich einen Lokführer kenne, der seinen Beruf nach dem vierten (!) Selbstmörder vor seinem Zug nun nicht mehr ausüben möchte?
Du liegst so daneben mit Deiner Äußerung und gleichzeitig bist Du ein herrliches Beispiel: Wegen Leuten wie Dir haben es Leute wie Enke so schwer, sich zu ihren Depressionen öffentlich zu bekennen. Ist ja auch unmännlich, wie mein Feuerwehr-Patient gesagt hätte... :ugly
Du hast schon Leute behandelt? Ich bitte dich, so wie du schreibst, bist du vielleicht gerade volljährig.
Nimm es nicht persönlich. Es ist nämlich so, wie ich es sage. Das hat nichts mit Coolheit zu tun. Oder wie sollten wir sonst in Mainhattan unseren Dienst tun, wenn wir nach jedem Einsatz selber zum Psychologen müßten?
Und lehne dich nicht so weit aus dem Fenster mit deinen Aussagen. Denn in keinster Weise habe ich was gegen kranke, depressive Menschen gesagt. Denn die sind ebenfalls mein tägliches Brot wenn ich mal den Rettungswagen besetze.
Ich meinte nur, dass es den Einsatzkräften nicht so viel (ja, fast garnicht)ausmacht nach solch einem Einsatz. Erstens sieht man genug im (Berufs)Leben und zweitens lernt man das ganze mit Abstand zu betrachten, ohne jeglichen persönlichen Bezug. Es ist so, das kannst du mir glauben.
Edit: Gerne per PN weiter
So, so! So wie ich schreibe bin ich nicht volljährig. Naja, darauf abzuzielen aus ein paar geschriebenen Zeilen diskreditiert Dich doch ein wenig selbst, meinst Du nicht auch ;)
Ich bin übrigens mit Baujahr 74 wahrscheinlich älter als Du (?), zumindest älter als viele andere hier im Forum, und als Arzt im Gebiet Psychotherapie an einer deutschen Universitätsklinik hab ich halt andere Erfahrungen gemacht.
Was glaubst Du? Reden die Kollegen, die Depressionen, die Ängste vor solchen Einsätzen entwickeln, mit einem wie Dir, der sagt, "och alles easy, man lernt doch Abstand dazu?"
Aber ich denke, die Diskussion brauchen wir weder hier noch per pn weiterzuführen. Fakt ist: Hier gibt es offensichtlich unterschiedliche Erfahrungen. Freu Dich, wenn Du oder Deine Kollegen (Deines Wissens nach) psychotherapeutische Hilfe noch nicht nötig hatten.
Zitat von Quincy2008:
Zitat von Baseruner:
Zitat von m.schere:
Die nächsten die unter einem Lebenslangen Trauma leiden werden sind vermutlich der Zugführer und die Polizei und Feuerwehrbeamten welche die aufräumarbeiten durchführen mussten.
Mach dir da mal keine Sorgen. In unserer Stadt passiert es öffter mal, dass sich einer vor den Zug wirft, oder die Person einen anderen Freitod wählt. Weder ich, noch meine Kollegen haben irgendwelche Traumas erlitten, noch haben wir mit dem Einsatz an sich zu kämpfen. Es ist mir kein einziger Fall bekannt, dass jemand nach einem Einsatz psychisch ausgebrannt wäre.
Da kann ich dich beruhigen.
Mann, bist Du cool! Und wenn ich Dir jetzt sage, dass ich schon einige Soldaten, Feuerwehrleute und Polizisten behandelt habe? Wegen Depressionen, Ängsten und einer PTSD (Posttraumatischen Belastungsstörung). Und dass ich einen Lokführer kenne, der seinen Beruf nach dem vierten (!) Selbstmörder vor seinem Zug nun nicht mehr ausüben möchte?
Du liegst so daneben mit Deiner Äußerung und gleichzeitig bist Du ein herrliches Beispiel: Wegen Leuten wie Dir haben es Leute wie Enke so schwer, sich zu ihren Depressionen öffentlich zu bekennen. Ist ja auch unmännlich, wie mein Feuerwehr-Patient gesagt hätte... :ugly
Du hast schon Leute behandelt? Ich bitte dich, so wie du schreibst, bist du vielleicht gerade volljährig.
Nimm es nicht persönlich. Es ist nämlich so, wie ich es sage. Das hat nichts mit Coolheit zu tun. Oder wie sollten wir sonst in Mainhattan unseren Dienst tun, wenn wir nach jedem Einsatz selber zum Psychologen müßten?
Und lehne dich nicht so weit aus dem Fenster mit deinen Aussagen. Denn in keinster Weise habe ich was gegen kranke, depressive Menschen gesagt. Denn die sind ebenfalls mein tägliches Brot wenn ich mal den Rettungswagen besetze.
Ich meinte nur, dass es den Einsatzkräften nicht so viel (ja, fast garnicht)ausmacht nach solch einem Einsatz. Erstens sieht man genug im (Berufs)Leben und zweitens lernt man das ganze mit Abstand zu betrachten, ohne jeglichen persönlichen Bezug. Es ist so, das kannst du mir glauben.
Edit: Gerne per PN weiter
So, so! So wie ich schreibe bin ich nicht volljährig. Naja, darauf abzuzielen aus ein paar geschriebenen Zeilen diskreditiert Dich doch ein wenig selbst, meinst Du nicht auch ;)
Ich bin übrigens mit Baujahr 74 wahrscheinlich älter als Du (?), zumindest älter als viele andere hier im Forum, und als Arzt im Gebiet Psychotherapie an einer deutschen Universitätsklinik hab ich halt andere Erfahrungen gemacht.
Was glaubst Du? Reden die Kollegen, die Depressionen, die Ängste vor solchen Einsätzen entwickeln, mit einem wie Dir, der sagt, "och alles easy, man lernt doch Abstand dazu?"
Aber ich denke, die Diskussion brauchen wir weder hier noch per pn weiterzuführen. Fakt ist: Hier gibt es offensichtlich unterschiedliche Erfahrungen. Freu Dich, wenn Du oder Deine Kollegen (Deines Wissens nach) psychotherapeutische Hilfe noch nicht nötig hatten.
17.11.2009 - 16:34 Uhr
Zitat von Quincy2008:
Zitat von Baseruner:
Zitat von Quincy2008:
Zitat von Baseruner:
Zitat von m.schere:
.
Edit: Gerne per PN weiter
Was ist für dich an diesem Satz so schwer zu verstehen?
Oder ist es die Geilheit zur Schaustellung, die dich dazu verleitet immer und immer wieder ein Thema aufzuwärmen, welches am Hauptthema des Threads gnadenlos vorbei zielt und eigentlich seit einem Tag abgeschloßen ist?
Nocheinmal für dich: Gerne per PN, weil am Thema vorbei.
Zitat von Baseruner:
Zitat von Quincy2008:
Zitat von Baseruner:
Zitat von m.schere:
.
Edit: Gerne per PN weiter
Was ist für dich an diesem Satz so schwer zu verstehen?
Oder ist es die Geilheit zur Schaustellung, die dich dazu verleitet immer und immer wieder ein Thema aufzuwärmen, welches am Hauptthema des Threads gnadenlos vorbei zielt und eigentlich seit einem Tag abgeschloßen ist?
Nocheinmal für dich: Gerne per PN, weil am Thema vorbei.
17.11.2009 - 17:05 Uhr
Hannover 96 hat einen der besten Torhüter der Welt verloren, was für ein Verlust!
Wirklich Schade, dass es soo enden musste.
Wirklich Schade, dass es soo enden musste.
17.11.2009 - 21:53 Uhr
Zitat von Paolo56:
Einen faden Beigeschmack hinterlassen die Umstände ohne Frage, insbesondere rästel ich z.Bsp. über die Rolle eines Hr. Neblung, der sich in den Medien weniger als Berater mehr als Freund Enke's bezeichnet hat.
Die Frage sei gestattet, inwieweit ein Mensch, der primär vom Sportler "Enke" seinen Lebensunterhalt bestritten hat (Auer und Reinhardt sind dann schon die anderen "großen" Stars, die er berät), unvoreingenommen an eine Krankheit seines "Schützlings" herantritt.
Auch Hr. Neblung wird im Konflikt gestanden haben, er verdient an Enke nur dann, wenn dieser möglichst starke Leistungen zeigt und hoch dotierte Verträge abschließt. Dies im Hintergrund kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sein Umfeld ihm eine wirklich große Hilfe sein konnte. Genau genommen waren etliche Personen, die ihm nahestanden, zugleich auch derartig abhängig (finanziell betrachtet) von ihm, dass eine wirkliche Unabhängigkeit bezweifelt werden kann.
Solange Enke nie konkret gesagt hatte, er habe Depressionen und will eine Pause o.ä., kann im Nachhinein jede/r sagen "er habe von nichts gewusst" oder "nicht gewusst, wie schlimm es tatsächlich gewesen ist". Aber ob ein Hr. Neblung wirklich die richtige Person für Robert Enke gewesen ist um ihn aus diesem "Loch" zu holen, mag ich leise bezweifeln - da ist mir (wie gesagt) seine finanzielle Abhängigkeit von Enke zu groß gewesen.
Du hast ja in vielen Punkten recht. Bitte beachte, daß Enke bei Hannoi 96 spielte und definitiv das Zeug und für kommendes Jahr das Angebot hatte, auch höher zu spielen - EL; CL beim großen HSV z.B.
Der Berater könnte ihm auch geraten haben, eben in Hannover zu bleiben und nicht den noch höheren Aufstieg zu suchen. Vielleicht war auch dort der Druck zu hoch, vielleicht wäre er anderswo geringer gewesen. Aber in Hamburg, München oder Stuttgart wäre die Medienpräsenz wohl eher noch intensiver gewesen.
Ich glaub, daß der Berater wissentlich nicht alles ausgereizt hat und verteidige hiermit den Angeklagten im Sinne der Unschuldsvermutung.
Einen faden Beigeschmack hinterlassen die Umstände ohne Frage, insbesondere rästel ich z.Bsp. über die Rolle eines Hr. Neblung, der sich in den Medien weniger als Berater mehr als Freund Enke's bezeichnet hat.
Die Frage sei gestattet, inwieweit ein Mensch, der primär vom Sportler "Enke" seinen Lebensunterhalt bestritten hat (Auer und Reinhardt sind dann schon die anderen "großen" Stars, die er berät), unvoreingenommen an eine Krankheit seines "Schützlings" herantritt.
Auch Hr. Neblung wird im Konflikt gestanden haben, er verdient an Enke nur dann, wenn dieser möglichst starke Leistungen zeigt und hoch dotierte Verträge abschließt. Dies im Hintergrund kann ich mir nur schwer vorstellen, dass sein Umfeld ihm eine wirklich große Hilfe sein konnte. Genau genommen waren etliche Personen, die ihm nahestanden, zugleich auch derartig abhängig (finanziell betrachtet) von ihm, dass eine wirkliche Unabhängigkeit bezweifelt werden kann.
Solange Enke nie konkret gesagt hatte, er habe Depressionen und will eine Pause o.ä., kann im Nachhinein jede/r sagen "er habe von nichts gewusst" oder "nicht gewusst, wie schlimm es tatsächlich gewesen ist". Aber ob ein Hr. Neblung wirklich die richtige Person für Robert Enke gewesen ist um ihn aus diesem "Loch" zu holen, mag ich leise bezweifeln - da ist mir (wie gesagt) seine finanzielle Abhängigkeit von Enke zu groß gewesen.
Du hast ja in vielen Punkten recht. Bitte beachte, daß Enke bei Hannoi 96 spielte und definitiv das Zeug und für kommendes Jahr das Angebot hatte, auch höher zu spielen - EL; CL beim großen HSV z.B.
Der Berater könnte ihm auch geraten haben, eben in Hannover zu bleiben und nicht den noch höheren Aufstieg zu suchen. Vielleicht war auch dort der Druck zu hoch, vielleicht wäre er anderswo geringer gewesen. Aber in Hamburg, München oder Stuttgart wäre die Medienpräsenz wohl eher noch intensiver gewesen.
Ich glaub, daß der Berater wissentlich nicht alles ausgereizt hat und verteidige hiermit den Angeklagten im Sinne der Unschuldsvermutung.
17.11.2009 - 22:00 Uhr
Könnt ihr mir mal die 3 Links dieser Sche**** senden, sorry finde den Beitrag nicht mehr! :/:
17.11.2009 - 22:34 Uhr
Zitat von Flashnike:
Könnt ihr mir mal die 3 Links dieser Sche**** senden, sorry finde den Beitrag nicht mehr! :/:
Der ist gelöscht worden (aus gutem Grund). Links dieser Art werden alarmiert.
Könnt ihr mir mal die 3 Links dieser Sche**** senden, sorry finde den Beitrag nicht mehr! :/:
Der ist gelöscht worden (aus gutem Grund). Links dieser Art werden alarmiert.
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