Robert Enke ist tot
10.11.2009 - 20:17 Uhr
16.11.2009 - 09:00 Uhr
Zitat von Valen:
Zitat von -NINETYSIXER-:
ABER: Ich möchte festhalten, dass weder Teresa Enke, noch Hannover 96 irgendetwas dazu können, dass die Boukevardmedien den Tod so ausgeschlachtet haben.
Ds ist so nicht richtig. Frau Enke hat unmittelbar nach dem Tod ihres Mannes eine PK gegeben unter Mithilfe des Vereins. Außerdem ist die Trauerfeier im Stadion sicherlich von h96 geplant und von Frau Enke gebilligt worden. Frau Enke hätte sich ohne Probleme zurückziehen könnnen und eine Trauerfeier im privaten Familienkreis organisieren können und H96 hätte einfach auf diesen Wunsch von Frau Enke verweisen können. Ohne den Input von Frau Enke und H96 wäre die Story niemals so hochgepusht worden.Jeder, der solche Situationen kennt und Frau Enke gesehen hat, wird auch erkannt haben, dass die Frau völlig neben sich stand und wahrscheinlich auch das ein oder andere Beruhigungsmittel genommen hat.
In so einer Situation werden die nächsten Angehörigen ungewollt schnell zu vorübergehenden Ja-Sagern.
WENN hier jemand den Schwarzen Peter verdient hat, dann die Medien und auch der Verein.
Die Witwe nehme ich hier zu 100% aus der Kritik.
Und zu der Stadon-Trauerfeier könnte ich mir vorstellen, dass die Familie diese gebilligt hat, um dann wenigstens die Beisetzung im kleinen Kreis zu halten. Denn diese wäre sonst bei dem eingesetzten Hype sicherlich ausgeufert.
@Vulture01
Manches was du aufführst mag stimmen.
Aber die Sache mit dem Voyeurismus sehe ich anders. Ich denke schon, dass der überwiegende Teil der Leute echte Trauer emfpunden haben, denn Voyeure weinen z.B. nicht in Kameras.
Allerdings denke ich, dass viele gar nicht so genau wussten, warum sie denn trauern.
Das ganze erinnerte mich z.T. an Gruppendynamik und ein Stückweit an Lemming-Verhalten.
Zitat von -NINETYSIXER-:
ABER: Ich möchte festhalten, dass weder Teresa Enke, noch Hannover 96 irgendetwas dazu können, dass die Boukevardmedien den Tod so ausgeschlachtet haben.
Ds ist so nicht richtig. Frau Enke hat unmittelbar nach dem Tod ihres Mannes eine PK gegeben unter Mithilfe des Vereins. Außerdem ist die Trauerfeier im Stadion sicherlich von h96 geplant und von Frau Enke gebilligt worden. Frau Enke hätte sich ohne Probleme zurückziehen könnnen und eine Trauerfeier im privaten Familienkreis organisieren können und H96 hätte einfach auf diesen Wunsch von Frau Enke verweisen können. Ohne den Input von Frau Enke und H96 wäre die Story niemals so hochgepusht worden.Jeder, der solche Situationen kennt und Frau Enke gesehen hat, wird auch erkannt haben, dass die Frau völlig neben sich stand und wahrscheinlich auch das ein oder andere Beruhigungsmittel genommen hat.
In so einer Situation werden die nächsten Angehörigen ungewollt schnell zu vorübergehenden Ja-Sagern.
WENN hier jemand den Schwarzen Peter verdient hat, dann die Medien und auch der Verein.
Die Witwe nehme ich hier zu 100% aus der Kritik.
Und zu der Stadon-Trauerfeier könnte ich mir vorstellen, dass die Familie diese gebilligt hat, um dann wenigstens die Beisetzung im kleinen Kreis zu halten. Denn diese wäre sonst bei dem eingesetzten Hype sicherlich ausgeufert.
@Vulture01
Manches was du aufführst mag stimmen.
Aber die Sache mit dem Voyeurismus sehe ich anders. Ich denke schon, dass der überwiegende Teil der Leute echte Trauer emfpunden haben, denn Voyeure weinen z.B. nicht in Kameras.
Allerdings denke ich, dass viele gar nicht so genau wussten, warum sie denn trauern.
Das ganze erinnerte mich z.T. an Gruppendynamik und ein Stückweit an Lemming-Verhalten.
16.11.2009 - 12:54 Uhr
Zitat von JerryElson:
Zitat
ABER wie man die Trauerfeier ansich hier kritisieren kann ist doch völlig daneben. Es war eine Trauerfeier für eine beliebte Person, die vielen Leuten in der Umgebung von Hannover und auch ganz Deutschland einiges gegeben hat. Er hat einiges durchmachen müssen und auch das Schicksal seiner Frau hat sicher viele bewegt. Das da viele mittrauern wollen bzw. mitfühlen ist doch absolut ok. Eine Trauerfeier ist dazu da einen Mensch ein letztes mal zu ehren. Das wollten ebenfalls viele Menschen tun
Du hast zwar Recht aber ich stimme trotzdem nicht hundertprozentig überein. Trauerst du um den Fussballer/Unterhalter oder um den Freund?
Es wird tatsächlich ein wenig zu viel Trauer geheuchelt?
Ich wette in deiner unmittelbaren verwandschaft ist der letzte Kindstot keine 60 Jahre her? Jedoch haben die Eltern (die Eltern/Großeltern/Onkeln & Tanten) dies verarbeiten müssen ohne anschließend auf eine bestialische Art und Weise Selbstmord zu begehen.
Ich habe bedacht das Wort "bestialisch" verwendet.
Wenn jemand Sterbehilfe wünscht und sich einen Stecker (mit letztlicher Entscheidungskraft des Handeln) ziehen lässt ist es, wesentlich gefühlvoller als wenn sich jemand den Lokführer vor die Bahn wirft. Der wird in 30 Jahren noch von diesem Anblick, wie Enke zerfetzt wird, traumen.
Enke hat entschieden und nicht der Lokführer!
Natürlich wird sicher auch Trauer geheuchelt aber ich denke der Großteil der Menschen hat hier ehrlich sein Mitgefühl gezeigt. Der Spagat zwischen Trauer und tiefem Mitgefühl ist für mich nicht so groß wie hier viele zu meinen scheinen.
Natürlich gabs auch bei mir Schicksalsschläge, aber auch da war immer die Anteilnahme groß, natürlich in einem anderen Umfang. Und man ist drüber hinweggekommen. Aber sollte man nicht vergessen das Enke nunmal krank war und wohl auch nicht mehr Herr seiner Sinne. Er war kein Rücksichtsloser Mensch, sein Engagement für schwächere hat das gezeigt. In diesem Sinne ist der Vergleich mit der Sterbehilfe hier völlig fehl am Platz. Insofern kreide ich das RE nicht an das er diesen Weg gewählt hat.
Und nochwas zu den Lokführern. Bei aller Liebe, natürlich ist es nicht ok unbeteiligte in diesen Plan einzubeziehen. Mag sein das die Lokführer stark betroffen sind. Sie wurden aber nicht getötet sondern haben lediglich beeinträchtigt. Für die es ebenfalls Hilfe gibt. So hart es klingt, Lokführer müssen mit sowas rechnen und es ist eine Art Berufsrisiko. In irgendeiner Weise ist das anprangern von Enke bezüglich der Lokführer doch auch eine gewisse Heuchelei.
Zitat
ABER wie man die Trauerfeier ansich hier kritisieren kann ist doch völlig daneben. Es war eine Trauerfeier für eine beliebte Person, die vielen Leuten in der Umgebung von Hannover und auch ganz Deutschland einiges gegeben hat. Er hat einiges durchmachen müssen und auch das Schicksal seiner Frau hat sicher viele bewegt. Das da viele mittrauern wollen bzw. mitfühlen ist doch absolut ok. Eine Trauerfeier ist dazu da einen Mensch ein letztes mal zu ehren. Das wollten ebenfalls viele Menschen tun
Du hast zwar Recht aber ich stimme trotzdem nicht hundertprozentig überein. Trauerst du um den Fussballer/Unterhalter oder um den Freund?
Es wird tatsächlich ein wenig zu viel Trauer geheuchelt?
Ich wette in deiner unmittelbaren verwandschaft ist der letzte Kindstot keine 60 Jahre her? Jedoch haben die Eltern (die Eltern/Großeltern/Onkeln & Tanten) dies verarbeiten müssen ohne anschließend auf eine bestialische Art und Weise Selbstmord zu begehen.
Ich habe bedacht das Wort "bestialisch" verwendet.
Wenn jemand Sterbehilfe wünscht und sich einen Stecker (mit letztlicher Entscheidungskraft des Handeln) ziehen lässt ist es, wesentlich gefühlvoller als wenn sich jemand den Lokführer vor die Bahn wirft. Der wird in 30 Jahren noch von diesem Anblick, wie Enke zerfetzt wird, traumen.
Enke hat entschieden und nicht der Lokführer!
Natürlich wird sicher auch Trauer geheuchelt aber ich denke der Großteil der Menschen hat hier ehrlich sein Mitgefühl gezeigt. Der Spagat zwischen Trauer und tiefem Mitgefühl ist für mich nicht so groß wie hier viele zu meinen scheinen.
Natürlich gabs auch bei mir Schicksalsschläge, aber auch da war immer die Anteilnahme groß, natürlich in einem anderen Umfang. Und man ist drüber hinweggekommen. Aber sollte man nicht vergessen das Enke nunmal krank war und wohl auch nicht mehr Herr seiner Sinne. Er war kein Rücksichtsloser Mensch, sein Engagement für schwächere hat das gezeigt. In diesem Sinne ist der Vergleich mit der Sterbehilfe hier völlig fehl am Platz. Insofern kreide ich das RE nicht an das er diesen Weg gewählt hat.
Und nochwas zu den Lokführern. Bei aller Liebe, natürlich ist es nicht ok unbeteiligte in diesen Plan einzubeziehen. Mag sein das die Lokführer stark betroffen sind. Sie wurden aber nicht getötet sondern haben lediglich beeinträchtigt. Für die es ebenfalls Hilfe gibt. So hart es klingt, Lokführer müssen mit sowas rechnen und es ist eine Art Berufsrisiko. In irgendeiner Weise ist das anprangern von Enke bezüglich der Lokführer doch auch eine gewisse Heuchelei.
16.11.2009 - 12:59 Uhr
Also ich verstehe zwar dass es hier zwei seiten gibt, aber die diskussionen gehen wir jetzt schon zu sehr in die Tiefe.
Natürlich ist von seinem Tod, den Trauerfeiern und der Bestattung sehr intensiv berichtet worden und bei dem ein oder anderen Artikel muss man auch sagen, dass hätte jetzt nicht unbedingt in die Öffentlichkeit gehört.
Klar war Robert Enke auch nur ein Mensch wie du und ich.
Mit 2 Beinen, 2 Armen und einem Kopf.
Allerdings war eben auch Fußballprofi mit dem an jedem Wochenende unzählige Menschen mitgefiebert haben und bei Länderspielen sogar ein ganze Nation.
Ich bin unserer Nationalmannschafft knapp 800 km nachgereist zum EM-Finale nach Wien, habe sie unterstützt, mit gefiebert, mit gelitten und nach der Niederlage auch getrauert.
Und wenn man mit jemandem so mitfühlt (auch wenn er nicht gespielt hat) und ihn so unterstützt, dann kann man ihn einfach nicht wie einen normalen Menschen aus Hannover beerdigen.
Natürlich ist von seinem Tod, den Trauerfeiern und der Bestattung sehr intensiv berichtet worden und bei dem ein oder anderen Artikel muss man auch sagen, dass hätte jetzt nicht unbedingt in die Öffentlichkeit gehört.
Klar war Robert Enke auch nur ein Mensch wie du und ich.
Mit 2 Beinen, 2 Armen und einem Kopf.
Allerdings war eben auch Fußballprofi mit dem an jedem Wochenende unzählige Menschen mitgefiebert haben und bei Länderspielen sogar ein ganze Nation.
Ich bin unserer Nationalmannschafft knapp 800 km nachgereist zum EM-Finale nach Wien, habe sie unterstützt, mit gefiebert, mit gelitten und nach der Niederlage auch getrauert.
Und wenn man mit jemandem so mitfühlt (auch wenn er nicht gespielt hat) und ihn so unterstützt, dann kann man ihn einfach nicht wie einen normalen Menschen aus Hannover beerdigen.
16.11.2009 - 13:23 Uhr
Langsam scheinen sich ja einige zu trauen, nicht nur die Medien, sondern auch die Trauernden zu kritisieren. Ich selbst war bei dem Trauermarsch am Mittwoch und muss sagen, dass ich dort viele sehr erschütterte und geschockte Menschen gesehen habe, die ganz bestimmt kein Bedürfnis hatten, aus Enkes Tod ein Event zu machen.
Der Aufruf zum Trauermarsch kam aus Fankreisen und nicht vom Verein oder den Medien.
Als gemerkt wurde, wie hoch die Resonanz auf Enkes Tod ist, lief die Presse erst richtig zur Hochform auf. Ich selbst hatte im Leben nicht mit so vielen Menschen gerechnet, die an dem Trauermarsch teilnehmen. Ich dachte, es würden vielleicht 2000-3000 Menschen kommen. Und so dachten auch diejenigen, die die Idee zum Trauermarsch hatte, da sie ja zunächst den Kröpcke als Treffpunkt genannt hatten und nicht sofort den viel größeren Opernplatz.
Für die Menschen, die es nicht verstehen, warum so ein "Hype" um den Tod Enkes gemacht wird, vielleicht mal ein Vergleich: Robert Enke hat in Hannover einen Stellenwert wie Podolski in Köln. Hätte der sich umgebracht, wäre das Verständnis für die Reaktion der Massen sicher größer gewesen.
Ich habe erwachsene Männer weinen sehen und zwar nicht, weil sie irgendwelche Schuldgefühle hatten (wie auch schon in der Presse zu lesen) oder das "Event" es verlangt hat. Nein, sie haben getrauert, weil Robert Enke ihnen in den letzten fünf Jahren viele schöne Momente geschenkt hat und weil er einer der fairsten und besten Sportler (Menschen) war, die sie je (bei 96) gesehen haben.
Er hat sie in den letzten fünf Jahren täglich begleitet und nicht wie viele von den Fans anderer Vereine, die jetzt hier die Trauernden kritisieren, nur samstags in einer 3-minütigen Zusammenfassung der Sportschau.
Die Kritik, die "unbekannten" Selbstmörder würden keinen interessieren, ist ja auch totaler Quatsch. Natürlich interessieren sich Menschen für den Tod eines "Normalbürgers", nämlich die, die in irgendeiner Form mit ihm zu tun hatten, und wenn sie ihn nur mittags in der Kantine zu Gesicht bekommen hätten. Dass der Kreis der Trauernden bei einem prominenten und menschlich so einwandfreien Opfer wie Enke deutlich größer ist, ist ja wohl sonnenklar.
http://www.ftd.de/sport/fussball/1bundesliga/news/:gedenkfeier-fuer-robert-enke-keine-trauer-ist-zu-gross/50037569.html
Der Aufruf zum Trauermarsch kam aus Fankreisen und nicht vom Verein oder den Medien.
Als gemerkt wurde, wie hoch die Resonanz auf Enkes Tod ist, lief die Presse erst richtig zur Hochform auf. Ich selbst hatte im Leben nicht mit so vielen Menschen gerechnet, die an dem Trauermarsch teilnehmen. Ich dachte, es würden vielleicht 2000-3000 Menschen kommen. Und so dachten auch diejenigen, die die Idee zum Trauermarsch hatte, da sie ja zunächst den Kröpcke als Treffpunkt genannt hatten und nicht sofort den viel größeren Opernplatz.
Für die Menschen, die es nicht verstehen, warum so ein "Hype" um den Tod Enkes gemacht wird, vielleicht mal ein Vergleich: Robert Enke hat in Hannover einen Stellenwert wie Podolski in Köln. Hätte der sich umgebracht, wäre das Verständnis für die Reaktion der Massen sicher größer gewesen.
Ich habe erwachsene Männer weinen sehen und zwar nicht, weil sie irgendwelche Schuldgefühle hatten (wie auch schon in der Presse zu lesen) oder das "Event" es verlangt hat. Nein, sie haben getrauert, weil Robert Enke ihnen in den letzten fünf Jahren viele schöne Momente geschenkt hat und weil er einer der fairsten und besten Sportler (Menschen) war, die sie je (bei 96) gesehen haben.
Er hat sie in den letzten fünf Jahren täglich begleitet und nicht wie viele von den Fans anderer Vereine, die jetzt hier die Trauernden kritisieren, nur samstags in einer 3-minütigen Zusammenfassung der Sportschau.
Die Kritik, die "unbekannten" Selbstmörder würden keinen interessieren, ist ja auch totaler Quatsch. Natürlich interessieren sich Menschen für den Tod eines "Normalbürgers", nämlich die, die in irgendeiner Form mit ihm zu tun hatten, und wenn sie ihn nur mittags in der Kantine zu Gesicht bekommen hätten. Dass der Kreis der Trauernden bei einem prominenten und menschlich so einwandfreien Opfer wie Enke deutlich größer ist, ist ja wohl sonnenklar.
http://www.ftd.de/sport/fussball/1bundesliga/news/:gedenkfeier-fuer-robert-enke-keine-trauer-ist-zu-gross/50037569.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von -NINETYSIXER- am 16.11.2009 um 13:25 Uhr bearbeitet
16.11.2009 - 15:41 Uhr
Ohh man, was muss Frau Enke noch alles durchmachen!?
Ist schon trauig wenn man in unserer Gesellschaft sich nicht mehr öffnen kann und aufgrund dessen einen Selbstmord wählt.
Der Selbstmord von Robert Enke stimmt mich aber nicht nur traurig sondern auch wütend.
Ich kann es wirklich nicht verstehen wie er sich vor einen Zug werfen konnte. Die nächsten die unter einem Lebenslangen Trauma leiden werden sind vermutlich der Zugführer und die Polizei und Feuerwehrbeamten welche die aufräumarbeiten durchführen mussten.
Wenn man sich selbstumbringen möchte dann doch bitte so ,dass keine anderen Menschen unnötig mit reingezogen werden. :angry
Ist schon trauig wenn man in unserer Gesellschaft sich nicht mehr öffnen kann und aufgrund dessen einen Selbstmord wählt.
Der Selbstmord von Robert Enke stimmt mich aber nicht nur traurig sondern auch wütend.
Ich kann es wirklich nicht verstehen wie er sich vor einen Zug werfen konnte. Die nächsten die unter einem Lebenslangen Trauma leiden werden sind vermutlich der Zugführer und die Polizei und Feuerwehrbeamten welche die aufräumarbeiten durchführen mussten.
Wenn man sich selbstumbringen möchte dann doch bitte so ,dass keine anderen Menschen unnötig mit reingezogen werden. :angry
Dieser Beitrag wurde zuletzt von m.schere am 16.11.2009 um 15:42 Uhr bearbeitet
16.11.2009 - 16:47 Uhr
Meint ihr die Profis von Barcelona haben in ihrer Gedenkminute an Robert Enke geacht oder an das Spiel danach?
16.11.2009 - 16:55 Uhr
Zitat von Hassabamba:
Schwachsinn. Ohne das Vorgehen von Frau Enke hätten sich die Aasgeier wochenlang auf irgendwelche Räubergeschichten spezialisiert. Sie hat genau das richtige getan, ist in die Offensive gegangen und hat damit allen unseriösen Schreiberlingen von Anfang an den Wind aus den Segeln genommen.
Das hätte sie aber auch mit einer schlichten vom Anwalt verlesenen ausführlichen Presseerklärung tun können ohne das sie selbst dafür ins TV gemusst hätte.
Zitat von Hassabamba:
Zu dem Medienhype habe ich auch meine Meinung, aber eines ist klar: Offensichtlich bestand Bedarf, gemeinsam trauern zu dürfen. Und es gibt wahrlich schlimmere Zusammenkünfte als die gestern. Letztlich tut es keinem weh, wenn sich 40.000 versammeln um Enke zu gedenken. Und wie ein Schreiber vor mir schon erwähnte....eine kleine, private Trauerfeier wäre verdammt schwierig geworden, wenn man der Öffentlichkeit nicht vorher diesen großen Abschied...nun...von mir aus "zum Fraß vorgeworfen hätte".
Das Bedürfnis gemeinsam zu trauern sehe ich eher als Folge des Medienhypes. Ich denke nicht, dass wirklich jeder etwas zu trauern hatte der am Sonntag im Stradion war. Viele werden einfach nur Fassungslos gewesen sein, dass Enke sich aus heiterem Himmel das Leben genommen hat. Um wirklich zu trauern muss man eine gewisse emotionale Nähe zu Enke aufgebaut haben und zwar zu seinen Lebzeiten. Dabei muss Enke mehr gewesen sein als blos der TW der NM oder von H96. Ich möchte dabei niemanden seine Gefühle ausreden. Auch ohne Enke wirklich zu kennen, kann er Menschen die ihn bewundert haben bewegt haben. Trotzdem denke ich, dass Enke nicht für 10.000en oder gar 100.000en so nah war, dass man von echter Trauer sprechen kann. Fassungslosigkeit trifft es da schon eher.
Mein Kommentar dazu am Sonntag lautete wie folgt:
Zitat
Lasst die Trauer denjenigen, die wirklich etwas zu betrauern haben. Wenn Enke euch zu Lebzeiten bewegt hat, trauert, wenn es lediglich sein Tod ist der euch Fassungslos macht, tretet zur Seite, macht euch eure Gedanken und versucht zu verstehen wieso es soweit kommen konnte, aber lasst diejenigen unter sich, die wirklich etwas verloren haben.
Die Frage ist nun, ob das Ventil Stadiontrauerfeier nun wirklich für so viele so wichtig war, oder ob nicht die überwältigende Mehrheit auch ohne eine solche Veranstaltung genau so schnell über das tragische Ereignis hinweg gekommen wäre.
Aus den Fernsehinterviews von "Trauergästen" meine ich zumindestens herausgehört zu haben, dass viele es als Fan als ihre Pflicht verstanden haben Enke auf seinem letzten Weg zu begleiten. Wäre dies nicht angeboten worden, hätte diesen Menschen aus meiner Sicht auch nichts gefehlt.
Schwachsinn. Ohne das Vorgehen von Frau Enke hätten sich die Aasgeier wochenlang auf irgendwelche Räubergeschichten spezialisiert. Sie hat genau das richtige getan, ist in die Offensive gegangen und hat damit allen unseriösen Schreiberlingen von Anfang an den Wind aus den Segeln genommen.
Das hätte sie aber auch mit einer schlichten vom Anwalt verlesenen ausführlichen Presseerklärung tun können ohne das sie selbst dafür ins TV gemusst hätte.
Zitat von Hassabamba:
Zu dem Medienhype habe ich auch meine Meinung, aber eines ist klar: Offensichtlich bestand Bedarf, gemeinsam trauern zu dürfen. Und es gibt wahrlich schlimmere Zusammenkünfte als die gestern. Letztlich tut es keinem weh, wenn sich 40.000 versammeln um Enke zu gedenken. Und wie ein Schreiber vor mir schon erwähnte....eine kleine, private Trauerfeier wäre verdammt schwierig geworden, wenn man der Öffentlichkeit nicht vorher diesen großen Abschied...nun...von mir aus "zum Fraß vorgeworfen hätte".
Das Bedürfnis gemeinsam zu trauern sehe ich eher als Folge des Medienhypes. Ich denke nicht, dass wirklich jeder etwas zu trauern hatte der am Sonntag im Stradion war. Viele werden einfach nur Fassungslos gewesen sein, dass Enke sich aus heiterem Himmel das Leben genommen hat. Um wirklich zu trauern muss man eine gewisse emotionale Nähe zu Enke aufgebaut haben und zwar zu seinen Lebzeiten. Dabei muss Enke mehr gewesen sein als blos der TW der NM oder von H96. Ich möchte dabei niemanden seine Gefühle ausreden. Auch ohne Enke wirklich zu kennen, kann er Menschen die ihn bewundert haben bewegt haben. Trotzdem denke ich, dass Enke nicht für 10.000en oder gar 100.000en so nah war, dass man von echter Trauer sprechen kann. Fassungslosigkeit trifft es da schon eher.
Mein Kommentar dazu am Sonntag lautete wie folgt:
Zitat
Lasst die Trauer denjenigen, die wirklich etwas zu betrauern haben. Wenn Enke euch zu Lebzeiten bewegt hat, trauert, wenn es lediglich sein Tod ist der euch Fassungslos macht, tretet zur Seite, macht euch eure Gedanken und versucht zu verstehen wieso es soweit kommen konnte, aber lasst diejenigen unter sich, die wirklich etwas verloren haben.
Die Frage ist nun, ob das Ventil Stadiontrauerfeier nun wirklich für so viele so wichtig war, oder ob nicht die überwältigende Mehrheit auch ohne eine solche Veranstaltung genau so schnell über das tragische Ereignis hinweg gekommen wäre.
Aus den Fernsehinterviews von "Trauergästen" meine ich zumindestens herausgehört zu haben, dass viele es als Fan als ihre Pflicht verstanden haben Enke auf seinem letzten Weg zu begleiten. Wäre dies nicht angeboten worden, hätte diesen Menschen aus meiner Sicht auch nichts gefehlt.
16.11.2009 - 17:24 Uhr
Zitat von m.schere:
Die nächsten die unter einem Lebenslangen Trauma leiden werden sind vermutlich der Zugführer und die Polizei und Feuerwehrbeamten welche die aufräumarbeiten durchführen mussten.
Mach dir da mal keine Sorgen. In unserer Stadt passiert es öffter mal, dass sich einer vor den Zug wirft, oder die Person einen anderen Freitod wählt. Weder ich, noch meine Kollegen haben irgendwelche Traumas erlitten, noch haben wir mit dem Einsatz an sich zu kämpfen. Es ist mir kein einziger Fall bekannt, dass jemand nach einem Einsatz psychisch ausgebrannt wäre.
Da kann ich dich beruhigen.
Die nächsten die unter einem Lebenslangen Trauma leiden werden sind vermutlich der Zugführer und die Polizei und Feuerwehrbeamten welche die aufräumarbeiten durchführen mussten.
Mach dir da mal keine Sorgen. In unserer Stadt passiert es öffter mal, dass sich einer vor den Zug wirft, oder die Person einen anderen Freitod wählt. Weder ich, noch meine Kollegen haben irgendwelche Traumas erlitten, noch haben wir mit dem Einsatz an sich zu kämpfen. Es ist mir kein einziger Fall bekannt, dass jemand nach einem Einsatz psychisch ausgebrannt wäre.
Da kann ich dich beruhigen.
16.11.2009 - 18:17 Uhr
Zitat
96-Star Hanno Balitsch
Ich habe von Enkes Depressionen gewusst
Doch jetzt sagt Enkes Mitspieler Hanno Balitsch: „Es gab Leute im Team, die von Roberts Problemen wussten, das waren ich und unsere beiden Physiotherapeuten.“
Balitsch wusste Bescheid – und hielt seinem Kollegen zuliebe dicht.
„Wir haben versucht, ihm eine Stütze zu sein, ohne sein Vertrauen zu missbrauchen“, erklärte Balitsch. Die Stütze war leider nicht stark genug.
http://sportbild.bild.de/SPORT/bundesliga/vereine/hannover-96/2009/11/16/hanno-balitsch/ich-habe-von-robert-enkes-depressionen-gewusst.html
96-Star Hanno Balitsch
Ich habe von Enkes Depressionen gewusst
Doch jetzt sagt Enkes Mitspieler Hanno Balitsch: „Es gab Leute im Team, die von Roberts Problemen wussten, das waren ich und unsere beiden Physiotherapeuten.“
Balitsch wusste Bescheid – und hielt seinem Kollegen zuliebe dicht.
„Wir haben versucht, ihm eine Stütze zu sein, ohne sein Vertrauen zu missbrauchen“, erklärte Balitsch. Die Stütze war leider nicht stark genug.
http://sportbild.bild.de/SPORT/bundesliga/vereine/hannover-96/2009/11/16/hanno-balitsch/ich-habe-von-robert-enkes-depressionen-gewusst.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lukas95 am 16.11.2009 um 18:21 Uhr bearbeitet
16.11.2009 - 18:22 Uhr
Zitat von Lukas95:
Meint ihr die Profis von Barcelona haben in ihrer Gedenkminute an Robert Enke geacht oder an das Spiel danach?
Klar warum auch nicht?
Das sind alles Erwachsene und ebenfalls Profifussballer. Sie haben mit Sicherheit an ihre eigene Zukunft gedacht und sich gewünscht, das ihnen das nicht passiert o.ä.
Einige werden vllt. auch gedacht haben, warum er so früh ging u.ä...
Die wenigsten haben an das Spiel gedacht/sich darauf fokusiert.
Da kann man nur spekulieren, weil keiner einem in den Kopf gucken kann.
Meint ihr die Profis von Barcelona haben in ihrer Gedenkminute an Robert Enke geacht oder an das Spiel danach?
Klar warum auch nicht?
Das sind alles Erwachsene und ebenfalls Profifussballer. Sie haben mit Sicherheit an ihre eigene Zukunft gedacht und sich gewünscht, das ihnen das nicht passiert o.ä.
Einige werden vllt. auch gedacht haben, warum er so früh ging u.ä...
Die wenigsten haben an das Spiel gedacht/sich darauf fokusiert.
Da kann man nur spekulieren, weil keiner einem in den Kopf gucken kann.
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