| Geburtsdatum | 14.02.2002 |
|---|---|
| Alter | 24 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,98m |
| Vertrag bis | 30.06.2031 |
| Position | Mittelstürmer |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Newcastle United |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 54 | 12 | 5 | ||
![]() | Premier League | 33 | 8 | 3 | |
![]() | UEFA Champions League | 10 | 1 | 1 | |
![]() | EFL Cup | 5 | 1 | - | |
![]() | FA Cup | 3 | 1 | 1 | |
![]() | Bundesliga | 1 | - | - | |
![]() | DFB-Pokal | 1 | 1 | - | |
![]() | DFL-Supercup | 1 | - | - | |
Nick Woltemade [11]
05.04.2024 - 19:53 Uhr
21.01.2025 - 07:08 Uhr
Zitat von ilfenomeno9
Ein paar Dingen die du schreibst stimme ich zu, einige sehe ich anders. Zum Thema positionsspezifisches Potentialtraining haben einige Vorredner hier gerade im Bezug auf den VfB und die Umstrukturierung unter Krücken schon viel richtiges gesagt, u.a der angesprochene Podcast ist ein guter Hörtipp.
Dass es im deutschen Nachwuchsfußball kaum bis wenig spezifisches Kopfballtraining gibt halte ich für richtig. Das hat wissenschaftliche medizinische Gründe. Bei dem geringen Prozentsatz an Jugendlichen die es am Ende zum Profi schaffen halte ich es für richtig sich hier an die Empfehlungen des DFB zu halten.
Der oben angesprochene Punkt bzgl Körpergröße und offensiven Kopfballspiel triggert mich jedoch regelmäßig. Es gibt nur eine geringe Verbindung zwischen Offensivkopfball und Körpergröße, vielmehr ist das zum einen Timing und zum anderen ein fast komplettes athletisches Explosivitätsthema, v.a aus Körpermitte und Nackenmuskulatur. Es kommt nicht von ungefähr dass die meisten Ü-1,95 Spieler einen relativ schwachen Offensivkopfball haben, während z.b mutmaßlich der aktuell beste offensive Kopfball eines Stürmers in der Bundesliga momentan beim nur knapp 1,70 großen Amoura zu finden ist.
Die Kritik an der fehlenden klassischen 9 im Ausbildungssystem kommt zu spät. Viele Jahre war das so und hat mich auch riesig aufgeregt. Aber ab den Jungs die jetzt dann im Profifußball ankommen (Jg. 04/05 und jünger) gibt es da schon einige die dem Rollenbild der klassischen 9 sehr nahe kommen und großes Potential mitbringen.
Zitat von Ger90
Ich verstehe nicht, warum viele sagen, dass er sein Kopfballspiel nicht verbessern muss und schwach bleiben kann. Für einen Spieler, der 1,98 m groß ist, sollte es relativ einfach sein, das zu einer Waffe zu machen.
Ich verstehe nicht, warum viele sagen, dass er sein Kopfballspiel nicht verbessern muss und schwach bleiben kann. Für einen Spieler, der 1,98 m groß ist, sollte es relativ einfach sein, das zu einer Waffe zu machen.
Ein paar Dingen die du schreibst stimme ich zu, einige sehe ich anders. Zum Thema positionsspezifisches Potentialtraining haben einige Vorredner hier gerade im Bezug auf den VfB und die Umstrukturierung unter Krücken schon viel richtiges gesagt, u.a der angesprochene Podcast ist ein guter Hörtipp.
Dass es im deutschen Nachwuchsfußball kaum bis wenig spezifisches Kopfballtraining gibt halte ich für richtig. Das hat wissenschaftliche medizinische Gründe. Bei dem geringen Prozentsatz an Jugendlichen die es am Ende zum Profi schaffen halte ich es für richtig sich hier an die Empfehlungen des DFB zu halten.
Der oben angesprochene Punkt bzgl Körpergröße und offensiven Kopfballspiel triggert mich jedoch regelmäßig. Es gibt nur eine geringe Verbindung zwischen Offensivkopfball und Körpergröße, vielmehr ist das zum einen Timing und zum anderen ein fast komplettes athletisches Explosivitätsthema, v.a aus Körpermitte und Nackenmuskulatur. Es kommt nicht von ungefähr dass die meisten Ü-1,95 Spieler einen relativ schwachen Offensivkopfball haben, während z.b mutmaßlich der aktuell beste offensive Kopfball eines Stürmers in der Bundesliga momentan beim nur knapp 1,70 großen Amoura zu finden ist.
Die Kritik an der fehlenden klassischen 9 im Ausbildungssystem kommt zu spät. Viele Jahre war das so und hat mich auch riesig aufgeregt. Aber ab den Jungs die jetzt dann im Profifußball ankommen (Jg. 04/05 und jünger) gibt es da schon einige die dem Rollenbild der klassischen 9 sehr nahe kommen und großes Potential mitbringen.
wenn man sein Kopfballtor am 32. ST für Werder gegen Gladbach analysiert, Kalle Riedle hätte den nicht besser wuchten können. Perfekter Kopfball! Der kann es also...
https://youtu.be/bnTk1GFjEx0?si=UxIy5orRTe8yWU_a
Minute 6
21.01.2025 - 09:30 Uhr
Ich glaube wir sind uns einig, dass Nick bei uns große Entwicklungsschritte macht. Man kann nunmal nicht alles gleichzeitig trainieren. Im Normalfall identifiziert man wenige Entwicklungsfelder und arbeitet konsequent an diesen. Möglicherweise sind SH andere Dinge in der Entwicklung wichtiger und das Kopfballspiel kommt wenn überhaupt später dran...
21.01.2025 - 10:07 Uhr
Zitat von Khedira
Ich glaube wir sind uns einig, dass Nick bei uns große Entwicklungsschritte macht. Man kann nunmal nicht alles gleichzeitig trainieren. Im Normalfall identifiziert man wenige Entwicklungsfelder und arbeitet konsequent an diesen. Möglicherweise sind SH andere Dinge in der Entwicklung wichtiger und das Kopfballspiel kommt wenn überhaupt später dran...
Ich glaube wir sind uns einig, dass Nick bei uns große Entwicklungsschritte macht. Man kann nunmal nicht alles gleichzeitig trainieren. Im Normalfall identifiziert man wenige Entwicklungsfelder und arbeitet konsequent an diesen. Möglicherweise sind SH andere Dinge in der Entwicklung wichtiger und das Kopfballspiel kommt wenn überhaupt später dran...
Bei diesen Spielen von Bremen sieht man sehr schön, dass er viel weiter hinten gespielt hat. Nick betonte ja, dass Hoeneß ihn mehr in die Box beordert hat. Ergebnis, wie zu sehen! Top!
21.01.2025 - 10:14 Uhr
sooo schlecht ist das Kopfballspiel gar nicht mehr. Immerhin gewinnt er jetzt bei langen Bällen sehr oft die Duelle und kann mit dem Kopf ablegen, das war am Anfang bei weitem noch nicht so gut.
Und wie gesagt, dieses spezielle Timing und Explosivität beim Kopfball - ich erinnere an Nico Gonzalez -kann man sicher bedingt verbessern, aber da hat jeder Spieler schon ein sehr unterschiedliches Basislevel. Der eine hat eben das spezielle Gefühl, der andere nicht.
Und wie gesagt, dieses spezielle Timing und Explosivität beim Kopfball - ich erinnere an Nico Gonzalez -kann man sicher bedingt verbessern, aber da hat jeder Spieler schon ein sehr unterschiedliches Basislevel. Der eine hat eben das spezielle Gefühl, der andere nicht.
21.01.2025 - 11:04 Uhr
Zitat von Ger90
Thomas Krücken kann sagen, was er will, aber Stuttgart hat niemanden aus seiner Akademie gefördert, und es ist leichter gesagt als getan.
Di Benedetto, Raimund, Dennis Seimen, Dennis Seimen, Herwerth, Laurin Ullrich und natürlich der bald 22-jährige Thomas Kastanaras – niemand hat es in den Profikader geschafft und bekommt regelmäßige Spielminuten. Wenn Krückens Ansatz funktioniert, warum hat dann niemand den Sprung in den Profikader geschafft?
Selbst Raimund hat vor seiner Verletzung nicht viel gespielt, und die anderen haben einfach nicht ausreichend trainiert, um auf Profiniveau zu bestehen.
Wie schneiden die Talente in Stuttgart II ab? Oder wie haben sie sich geschlagen, als sie ausgeliehen wurden?
Werder Bremen hat ähnliche Probleme, und deren Nachwuchstraining ist einfach zu allgemein und legt nicht genug Wert auf die individuelle Entwicklung.
In den entscheidenden Jahren der Nachwuchsentwicklung, wahrscheinlich zwischen 12 und 16 Jahren, müssen die Spieler an ihren technischen Fähigkeiten individuell arbeiten, und das fehlt in vielen NLZs.
Thomas Krücken kann sagen, was er will, aber Stuttgart hat niemanden aus seiner Akademie gefördert, und es ist leichter gesagt als getan.
Di Benedetto, Raimund, Dennis Seimen, Dennis Seimen, Herwerth, Laurin Ullrich und natürlich der bald 22-jährige Thomas Kastanaras – niemand hat es in den Profikader geschafft und bekommt regelmäßige Spielminuten. Wenn Krückens Ansatz funktioniert, warum hat dann niemand den Sprung in den Profikader geschafft?
Selbst Raimund hat vor seiner Verletzung nicht viel gespielt, und die anderen haben einfach nicht ausreichend trainiert, um auf Profiniveau zu bestehen.
Wie schneiden die Talente in Stuttgart II ab? Oder wie haben sie sich geschlagen, als sie ausgeliehen wurden?
Werder Bremen hat ähnliche Probleme, und deren Nachwuchstraining ist einfach zu allgemein und legt nicht genug Wert auf die individuelle Entwicklung.
In den entscheidenden Jahren der Nachwuchsentwicklung, wahrscheinlich zwischen 12 und 16 Jahren, müssen die Spieler an ihren technischen Fähigkeiten individuell arbeiten, und das fehlt in vielen NLZs.
Ich versuche auf die beiden Punkte Nachwucharbeit und Woltemade mal getrennt einzugehen. Das sind für mich zwei unterschiedliche Diskussionen. Berichtige mich gerne, aber ich habe den Eindruck, dass es dir primär um die Nachwuchsarbeit geht und Woltemade lediglich als Beispiel dient um deine Thesen zu untermauern.
Wir sind uns glaube ich hier alle einig, dass es in der Vergangengheit Defizite bei der positionsspezifischen Ausbildung in Deutschland gab. Möglicherweise gibt es die an anderen Standorten auch weiterhin. Für den VfB stimmt das aber einfach nicht (mehr). Die Aussage, dass der VfB niemanden aus seinem NLZ gefördert hat ist schlicht falsch.
Ich kann dir das Interview von Krücken wirklich nur ans Herz legen. Da macht er u.a. auch ganz deutlich, dass die angestoßenen Veränderungen in der Nachwuchsarbeit erst verzögert sichtbar werden. Wir sprechen hier über die Jahrgänge 2006 und jünger. Die älteren Nachwuchsspieler haben einfach zu kurz unter den neuen Rahmenbedingungen trainiert. Gerade der Grundlagenbereich war da noch nicht betroffen. Deswegen macht es, bezogen auf dieses Thema, auch wenig Sinn die (berechtigte) Debatte über die fehlende Durchlässigkeit auf die aktuellen Jahrgänge der U19 oder zweiten Mannschaft zu führen.
Dass die von dir genannten Spieler keine Spielzeit in der Bundesliga bekommen, hat ganz individuelle Gründe und liegt aktuell v.a. am sehr hohen Niveau der Mannschaft. Ich glaube niemand, der regelmäßig die Spiele der zweiten Mannschaft verfolgt, kommt auf die Idee einen di Benedetto oder einen Kastanaras in der Bundesliga einzusetzen. Kastanaras ist übrigens der mittelstürmerigste Mittelstürmer, den wir seit Jahren haben und wahnsinnig trainingsfleißig. Bei ihm reicht es offenbar aber einfach vom Talent her nicht.
Abschließend noch kurz zum Thema Kopfballtraining. Der geschätzte ilfenomeno hat da einen wichtigen Punkt eingebracht. Die wissenschaftliche Studienlage stellt absolut klar, dass Kopfballtraining bei Jugendlichen langfristig negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Meiner Meinung nach haben Vereine nicht nur den Auftrag die Spieler sportlich auszubilden, sondern auch zu schützen. Deshalb finde ich es gut, dass die Zeiten der Kopfballpendel vorbei sind. Ich bin alt genug, dass ich noch so Sch**ße wie Kopfballtraining mit hartgefrorenen Bällen im November machen musste. Dass man sowas heute nicht mehr macht, hat m.M.n. nichts mit mangelhafter Ausbildung, sondern mit Verantwortung zu tun.
21.01.2025 - 11:43 Uhr
Zitat von VinniJ
Abschließend noch kurz zum Thema Kopfballtraining. Der geschätzte ilfenomeno hat da einen wichtigen Punkt eingebracht. Die wissenschaftliche Studienlage stellt absolut klar, dass Kopfballtraining bei Jugendlichen langfristig negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Meiner Meinung nach haben Vereine nicht nur den Auftrag die Spieler sportlich auszubilden, sondern auch zu schützen. Deshalb finde ich es gut, dass die Zeiten der Kopfballpendel vorbei sind. Ich bin alt genug, dass ich noch so Sch**ße wie Kopfballtraining mit hartgefrorenen Bällen im November machen musste. Dass man sowas heute nicht mehr macht, hat m.M.n. nichts mit mangelhafter Ausbildung, sondern mit Verantwortung zu tun.
Abschließend noch kurz zum Thema Kopfballtraining. Der geschätzte ilfenomeno hat da einen wichtigen Punkt eingebracht. Die wissenschaftliche Studienlage stellt absolut klar, dass Kopfballtraining bei Jugendlichen langfristig negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Meiner Meinung nach haben Vereine nicht nur den Auftrag die Spieler sportlich auszubilden, sondern auch zu schützen. Deshalb finde ich es gut, dass die Zeiten der Kopfballpendel vorbei sind. Ich bin alt genug, dass ich noch so Sch**ße wie Kopfballtraining mit hartgefrorenen Bällen im November machen musste. Dass man sowas heute nicht mehr macht, hat m.M.n. nichts mit mangelhafter Ausbildung, sondern mit Verantwortung zu tun.
Jau, evtl. könnte man es mit weichen Schaumstoffbällen machen.
21.01.2025 - 12:06 Uhr
Zitat von Der-Tor-im-zm
Das zum Beispiel. Vor dem Spiel gegen Freiburg gabs eine Statistik, das Woltemade in Europa in den Ballaktionen im Strafraum (in den Top5 Ligen) auf Platz 2! ist. Das hat sich nach dem Auftritt dort sicher nicht geändert. Oder was verstehst du unter "Strafraum dominieren"?
Die Daten von Fbref bestätigen das.
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12552/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
Und das ist die krasse Diskrepanz zu letzter Saison:
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12212/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
99% diese Saison, 28!% letzte.
Zitat von Ger90
Um jemanden wie Havertz oder Woltemade den Übergang zum 9er besser zu ermöglichen, sollten sie wirklich lernen, "den Strafraum zu dominieren", das ist der Schlüsselbegriff.
Und mental sollten sie nicht immer daran denken, ins Mittelfeld zurückzufallen, sondern vielmehr den Strafraum zu dominieren und so viele Duelle wie möglich zu gewinnen. Natürlich spielen auch die Kopfballduelle eine Rolle.
Um jemanden wie Havertz oder Woltemade den Übergang zum 9er besser zu ermöglichen, sollten sie wirklich lernen, "den Strafraum zu dominieren", das ist der Schlüsselbegriff.
Und mental sollten sie nicht immer daran denken, ins Mittelfeld zurückzufallen, sondern vielmehr den Strafraum zu dominieren und so viele Duelle wie möglich zu gewinnen. Natürlich spielen auch die Kopfballduelle eine Rolle.
Das zum Beispiel. Vor dem Spiel gegen Freiburg gabs eine Statistik, das Woltemade in Europa in den Ballaktionen im Strafraum (in den Top5 Ligen) auf Platz 2! ist. Das hat sich nach dem Auftritt dort sicher nicht geändert. Oder was verstehst du unter "Strafraum dominieren"?
Die Daten von Fbref bestätigen das.
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12552/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
Und das ist die krasse Diskrepanz zu letzter Saison:
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12212/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
99% diese Saison, 28!% letzte.
Ich finde das ist allgemein eine sehr spannende Diskussion, wo ich gerne unterschiedliche Perspektiven lese, aber hier muss ich einmal kurz eingrätschen. Die Ballaktionen im Strafraum werden bei Woltemade sehr stark vom Spiel gegen St. Pauli nach oben geschraubt, wo er 17 (!) solche Aktionen hatte, allerdings ohne dass wirklich was Zählbares rumgekommen wäre. Wir hatten in diesem Spiel nicht einen Abschluss mit einem xG oberhalb von 0,3, während St. Pauli drei davon hatte. Gegen Freiburg hatte er nur zwei Ballaktionen im Strafraum, das hat seinen Schnitt also schon runtergezogen, er hat ja auch bisher nur knapp 600 Minuten gespielt. Da sind solche Statistiken noch mit Vorsicht zu genießen, weil sie stark von Ausreißern dominiert werden können.
Insgesamt würde ich sagen, dass wir gut daran tun, den Jungen einfach mal in der Liga ankommen und sich auf seine Stärken besinnen zu lassen. Jetzt darüber zu reden, wie er sich zu einem Marktwert jenseits der 60 Mio. entwickeln kann, halte ich für arg verfrüht. Wenn er sich dann mal als Stammspieler etabliert hat und vor allem mental Kapazität für weitere Entwicklungen hat, dann kann man immernoch schauen, wie er sein Spiel innerhalb der Box verbessern kann, vor allem was Positionierung und Laufwege angeht. Dass er aktuell nicht als alleiniger Mittelstürmer in Frage kommt sehe ich auch so, muss er aber auch nicht.
21.01.2025 - 12:24 Uhr
Zitat von nurleser
Ich finde das ist allgemein eine sehr spannende Diskussion, wo ich gerne unterschiedliche Perspektiven lese, aber hier muss ich einmal kurz eingrätschen. Die Ballaktionen im Strafraum werden bei Woltemade sehr stark vom Spiel gegen St. Pauli nach oben geschraubt, wo er 17 (!) solche Aktionen hatte, allerdings ohne dass wirklich was Zählbares rumgekommen wäre. Wir hatten in diesem Spiel nicht einen Abschluss mit einem xG oberhalb von 0,3, während St. Pauli drei davon hatte. Gegen Freiburg hatte er nur zwei Ballaktionen im Strafraum, das hat seinen Schnitt also schon runtergezogen, er hat ja auch bisher nur knapp 600 Minuten gespielt. Da sind solche Statistiken noch mit Vorsicht zu genießen, weil sie stark von Ausreißern dominiert werden können.
Insgesamt würde ich sagen, dass wir gut daran tun, den Jungen einfach mal in der Liga ankommen und sich auf seine Stärken besinnen zu lassen. Jetzt darüber zu reden, wie er sich zu einem Marktwert jenseits der 60 Mio. entwickeln kann, halte ich für arg verfrüht. Wenn er sich dann mal als Stammspieler etabliert hat und vor allem mental Kapazität für weitere Entwicklungen hat, dann kann man immernoch schauen, wie er sein Spiel innerhalb der Box verbessern kann, vor allem was Positionierung und Laufwege angeht. Dass er aktuell nicht als alleiniger Mittelstürmer in Frage kommt sehe ich auch so, muss er aber auch nicht.
Zitat von Der-Tor-im-zm
Das zum Beispiel. Vor dem Spiel gegen Freiburg gabs eine Statistik, das Woltemade in Europa in den Ballaktionen im Strafraum (in den Top5 Ligen) auf Platz 2! ist. Das hat sich nach dem Auftritt dort sicher nicht geändert. Oder was verstehst du unter "Strafraum dominieren"?
Die Daten von Fbref bestätigen das.
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12552/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
Und das ist die krasse Diskrepanz zu letzter Saison:
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12212/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
99% diese Saison, 28!% letzte.
Zitat von Ger90
Um jemanden wie Havertz oder Woltemade den Übergang zum 9er besser zu ermöglichen, sollten sie wirklich lernen, "den Strafraum zu dominieren", das ist der Schlüsselbegriff.
Und mental sollten sie nicht immer daran denken, ins Mittelfeld zurückzufallen, sondern vielmehr den Strafraum zu dominieren und so viele Duelle wie möglich zu gewinnen. Natürlich spielen auch die Kopfballduelle eine Rolle.
Um jemanden wie Havertz oder Woltemade den Übergang zum 9er besser zu ermöglichen, sollten sie wirklich lernen, "den Strafraum zu dominieren", das ist der Schlüsselbegriff.
Und mental sollten sie nicht immer daran denken, ins Mittelfeld zurückzufallen, sondern vielmehr den Strafraum zu dominieren und so viele Duelle wie möglich zu gewinnen. Natürlich spielen auch die Kopfballduelle eine Rolle.
Das zum Beispiel. Vor dem Spiel gegen Freiburg gabs eine Statistik, das Woltemade in Europa in den Ballaktionen im Strafraum (in den Top5 Ligen) auf Platz 2! ist. Das hat sich nach dem Auftritt dort sicher nicht geändert. Oder was verstehst du unter "Strafraum dominieren"?
Die Daten von Fbref bestätigen das.
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12552/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
Und das ist die krasse Diskrepanz zu letzter Saison:
https://fbref.com/de/fussballspieler/7ca196eb/scout/12212/Nick-Woltemade-Scouting-Bericht
99% diese Saison, 28!% letzte.
Ich finde das ist allgemein eine sehr spannende Diskussion, wo ich gerne unterschiedliche Perspektiven lese, aber hier muss ich einmal kurz eingrätschen. Die Ballaktionen im Strafraum werden bei Woltemade sehr stark vom Spiel gegen St. Pauli nach oben geschraubt, wo er 17 (!) solche Aktionen hatte, allerdings ohne dass wirklich was Zählbares rumgekommen wäre. Wir hatten in diesem Spiel nicht einen Abschluss mit einem xG oberhalb von 0,3, während St. Pauli drei davon hatte. Gegen Freiburg hatte er nur zwei Ballaktionen im Strafraum, das hat seinen Schnitt also schon runtergezogen, er hat ja auch bisher nur knapp 600 Minuten gespielt. Da sind solche Statistiken noch mit Vorsicht zu genießen, weil sie stark von Ausreißern dominiert werden können.
Insgesamt würde ich sagen, dass wir gut daran tun, den Jungen einfach mal in der Liga ankommen und sich auf seine Stärken besinnen zu lassen. Jetzt darüber zu reden, wie er sich zu einem Marktwert jenseits der 60 Mio. entwickeln kann, halte ich für arg verfrüht. Wenn er sich dann mal als Stammspieler etabliert hat und vor allem mental Kapazität für weitere Entwicklungen hat, dann kann man immernoch schauen, wie er sein Spiel innerhalb der Box verbessern kann, vor allem was Positionierung und Laufwege angeht. Dass er aktuell nicht als alleiniger Mittelstürmer in Frage kommt sehe ich auch so, muss er aber auch nicht.
Das ist natürlich richtig, wobei man sich mögliche statistischen Ausreißer der anderen Topspieler (ich glaube es waren Martinez und Lukaku) auch anschauen müsste. Ist z.B. Frage, ob die jüngst so einen Assist hatten wie Woltemade in Heidenheim auf Mittelstädt, da war er halt einen Meter außerhalb des Strafraums. Und natürlich sind es wenig Minuten bisher. Mir ging es auch nicht darum, ihn direkt mal zu einem Top3 Strafraumstürmer Europas zu machen, das ist er natürlich nicht, wird er möglicherweise auch nie. Aber die Diskrepanz aus dem geschriebenen, den (bei uns) gezeigten und dem statistisch erhobenen war in der Facette schon enorm.
21.01.2025 - 14:22 Uhr
Zitat von VinniJ
Ich versuche auf die beiden Punkte Nachwucharbeit und Woltemade mal getrennt einzugehen. Das sind für mich zwei unterschiedliche Diskussionen. Berichtige mich gerne, aber ich habe den Eindruck, dass es dir primär um die Nachwuchsarbeit geht und Woltemade lediglich als Beispiel dient um deine Thesen zu untermauern.
Wir sind uns glaube ich hier alle einig, dass es in der Vergangengheit Defizite bei der positionsspezifischen Ausbildung in Deutschland gab. Möglicherweise gibt es die an anderen Standorten auch weiterhin. Für den VfB stimmt das aber einfach nicht (mehr). Die Aussage, dass der VfB niemanden aus seinem NLZ gefördert hat ist schlicht falsch.
Ich kann dir das Interview von Krücken wirklich nur ans Herz legen. Da macht er u.a. auch ganz deutlich, dass die angestoßenen Veränderungen in der Nachwuchsarbeit erst verzögert sichtbar werden. Wir sprechen hier über die Jahrgänge 2006 und jünger. Die älteren Nachwuchsspieler haben einfach zu kurz unter den neuen Rahmenbedingungen trainiert. Gerade der Grundlagenbereich war da noch nicht betroffen. Deswegen macht es, bezogen auf dieses Thema, auch wenig Sinn die (berechtigte) Debatte über die fehlende Durchlässigkeit auf die aktuellen Jahrgänge der U19 oder zweiten Mannschaft zu führen.
Dass die von dir genannten Spieler keine Spielzeit in der Bundesliga bekommen, hat ganz individuelle Gründe und liegt aktuell v.a. am sehr hohen Niveau der Mannschaft. Ich glaube niemand, der regelmäßig die Spiele der zweiten Mannschaft verfolgt, kommt auf die Idee einen di Benedetto oder einen Kastanaras in der Bundesliga einzusetzen. Kastanaras ist übrigens der mittelstürmerigste Mittelstürmer, den wir seit Jahren haben und wahnsinnig trainingsfleißig. Bei ihm reicht es offenbar aber einfach vom Talent her nicht.
Abschließend noch kurz zum Thema Kopfballtraining. Der geschätzte ilfenomeno hat da einen wichtigen Punkt eingebracht. Die wissenschaftliche Studienlage stellt absolut klar, dass Kopfballtraining bei Jugendlichen langfristig negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Meiner Meinung nach haben Vereine nicht nur den Auftrag die Spieler sportlich auszubilden, sondern auch zu schützen. Deshalb finde ich es gut, dass die Zeiten der Kopfballpendel vorbei sind. Ich bin alt genug, dass ich noch so Sch**ße wie Kopfballtraining mit hartgefrorenen Bällen im November machen musste. Dass man sowas heute nicht mehr macht, hat m.M.n. nichts mit mangelhafter Ausbildung, sondern mit Verantwortung zu tun.
Zitat von Ger90
Thomas Krücken kann sagen, was er will, aber Stuttgart hat niemanden aus seiner Akademie gefördert, und es ist leichter gesagt als getan.
Di Benedetto, Raimund, Dennis Seimen, Dennis Seimen, Herwerth, Laurin Ullrich und natürlich der bald 22-jährige Thomas Kastanaras – niemand hat es in den Profikader geschafft und bekommt regelmäßige Spielminuten. Wenn Krückens Ansatz funktioniert, warum hat dann niemand den Sprung in den Profikader geschafft?
Selbst Raimund hat vor seiner Verletzung nicht viel gespielt, und die anderen haben einfach nicht ausreichend trainiert, um auf Profiniveau zu bestehen.
Wie schneiden die Talente in Stuttgart II ab? Oder wie haben sie sich geschlagen, als sie ausgeliehen wurden?
Werder Bremen hat ähnliche Probleme, und deren Nachwuchstraining ist einfach zu allgemein und legt nicht genug Wert auf die individuelle Entwicklung.
In den entscheidenden Jahren der Nachwuchsentwicklung, wahrscheinlich zwischen 12 und 16 Jahren, müssen die Spieler an ihren technischen Fähigkeiten individuell arbeiten, und das fehlt in vielen NLZs.
Thomas Krücken kann sagen, was er will, aber Stuttgart hat niemanden aus seiner Akademie gefördert, und es ist leichter gesagt als getan.
Di Benedetto, Raimund, Dennis Seimen, Dennis Seimen, Herwerth, Laurin Ullrich und natürlich der bald 22-jährige Thomas Kastanaras – niemand hat es in den Profikader geschafft und bekommt regelmäßige Spielminuten. Wenn Krückens Ansatz funktioniert, warum hat dann niemand den Sprung in den Profikader geschafft?
Selbst Raimund hat vor seiner Verletzung nicht viel gespielt, und die anderen haben einfach nicht ausreichend trainiert, um auf Profiniveau zu bestehen.
Wie schneiden die Talente in Stuttgart II ab? Oder wie haben sie sich geschlagen, als sie ausgeliehen wurden?
Werder Bremen hat ähnliche Probleme, und deren Nachwuchstraining ist einfach zu allgemein und legt nicht genug Wert auf die individuelle Entwicklung.
In den entscheidenden Jahren der Nachwuchsentwicklung, wahrscheinlich zwischen 12 und 16 Jahren, müssen die Spieler an ihren technischen Fähigkeiten individuell arbeiten, und das fehlt in vielen NLZs.
Ich versuche auf die beiden Punkte Nachwucharbeit und Woltemade mal getrennt einzugehen. Das sind für mich zwei unterschiedliche Diskussionen. Berichtige mich gerne, aber ich habe den Eindruck, dass es dir primär um die Nachwuchsarbeit geht und Woltemade lediglich als Beispiel dient um deine Thesen zu untermauern.
Wir sind uns glaube ich hier alle einig, dass es in der Vergangengheit Defizite bei der positionsspezifischen Ausbildung in Deutschland gab. Möglicherweise gibt es die an anderen Standorten auch weiterhin. Für den VfB stimmt das aber einfach nicht (mehr). Die Aussage, dass der VfB niemanden aus seinem NLZ gefördert hat ist schlicht falsch.
Ich kann dir das Interview von Krücken wirklich nur ans Herz legen. Da macht er u.a. auch ganz deutlich, dass die angestoßenen Veränderungen in der Nachwuchsarbeit erst verzögert sichtbar werden. Wir sprechen hier über die Jahrgänge 2006 und jünger. Die älteren Nachwuchsspieler haben einfach zu kurz unter den neuen Rahmenbedingungen trainiert. Gerade der Grundlagenbereich war da noch nicht betroffen. Deswegen macht es, bezogen auf dieses Thema, auch wenig Sinn die (berechtigte) Debatte über die fehlende Durchlässigkeit auf die aktuellen Jahrgänge der U19 oder zweiten Mannschaft zu führen.
Dass die von dir genannten Spieler keine Spielzeit in der Bundesliga bekommen, hat ganz individuelle Gründe und liegt aktuell v.a. am sehr hohen Niveau der Mannschaft. Ich glaube niemand, der regelmäßig die Spiele der zweiten Mannschaft verfolgt, kommt auf die Idee einen di Benedetto oder einen Kastanaras in der Bundesliga einzusetzen. Kastanaras ist übrigens der mittelstürmerigste Mittelstürmer, den wir seit Jahren haben und wahnsinnig trainingsfleißig. Bei ihm reicht es offenbar aber einfach vom Talent her nicht.
Abschließend noch kurz zum Thema Kopfballtraining. Der geschätzte ilfenomeno hat da einen wichtigen Punkt eingebracht. Die wissenschaftliche Studienlage stellt absolut klar, dass Kopfballtraining bei Jugendlichen langfristig negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Meiner Meinung nach haben Vereine nicht nur den Auftrag die Spieler sportlich auszubilden, sondern auch zu schützen. Deshalb finde ich es gut, dass die Zeiten der Kopfballpendel vorbei sind. Ich bin alt genug, dass ich noch so Sch**ße wie Kopfballtraining mit hartgefrorenen Bällen im November machen musste. Dass man sowas heute nicht mehr macht, hat m.M.n. nichts mit mangelhafter Ausbildung, sondern mit Verantwortung zu tun.
Woltemade ist 22 Jahre alt, nicht 12. Er kann ein professioneller Fußballer sein und muss trotzdem nicht das Kopfballspiel trainieren und seine Schwächen verbessern? Vielleicht braucht er dann nicht professioneller Fußballer zu sein. Er kann Basketball oder einen anderen Sport spielen, aber das Kopfballspiel wird im Fußball immer wichtig bleiben. (Baseball zu spielen kann auch gefährlich sein, wenn er vom Ball getroffen wird, während die Gegner schlagen.)
Ich bringe den Punkt vor, dass er bereits 22 oder bald 23 Jahre alt ist, sein Schädelknochen vollständig gewachsen ist und es an der Zeit ist, sich auf das Kopfballspiel zu konzentrieren. Nach 8-9 Jahren wird seine Karriere vorbei sein. Soll er es nach seiner Retirement lernen?
Ich verstehe nicht, warum du hunderte von Ausreden gibst, dass er das Kopfballspiel nicht trainieren muss. Und ich denke, in Deutschland haben wir im Allgemeinen zu viele Ausreden für junge Spieler, nicht dies und das zu trainieren (lange Schüsse, schwächere Fuß, Kopfball, Volleys, Überkopf-Kicks und so weiter). Das ist einfach völliger Bullshit.
Das Thema Kopfball ist auch ein Mythos. Es ist nicht zu 100 % wissenschaftlich bewiesen, nur vier andere Länder in der ganzen Welt haben gesagt, dass das wahr ist. In anderen Nationen gibt es diese Diskussion beispielsweise in Frankreich, Spanien und Italien einfach nicht.
Der DFB hat übrigens auch ein Kopfballverbot abgelehnt, da sie der Meinung sind, dass das Kopfballspiel immer Teil von Fußballspielen sein wird und es gefährlich ist, wenn Spieler nicht trainiert und vorbereitet sind. Es ist besser, die Technik, das Timing und die richtigen Muskeln für Kopfballspiele zu lernen.
"Verbote auszusprechen wäre gefährlich. Der Kopfball spielt ja weiterhin eine Rolle im Fußball, er verschwindet ja nicht. Es geht daher um das schonende Erlernen des Kopfballspiels." - Dr. Tim Meyer
https://www.kicker.de/das-kinder-kopfball-konzept-dfb-will-veraenderungen-aber-keine-verbote-887792/artikel
So denken wir nicht, dass ein Kopfballverbot kommt, und außer England, Schottland und den USA stimmen keine anderen Nationen dem zu.
Und es ist sicherlich kein Grund, warum Woltemade (der 23 Jahre alt ist) es nicht lernen sollte. Sein schwaches Kopfballspiel wird ihm in Zukunft Probleme bereiten.
Hrubesch, Kalle Riedle, Bierhoff und Miro Klose sind übrigens immer noch kerngesund
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ger90 am 21.01.2025 um 14:29 Uhr bearbeitet
21.01.2025 - 15:28 Uhr
Zitat von Ger90
Und es ist sicherlich kein Grund, warum Woltemade (der 23 Jahre alt ist) es nicht lernen sollte. Sein schwaches Kopfballspiel wird ihm in Zukunft Probleme bereiten.
Hrubesch, Kalle Riedle, Bierhoff und Miro Klose sind übrigens immer noch kerngesund
Und es ist sicherlich kein Grund, warum Woltemade (der 23 Jahre alt ist) es nicht lernen sollte. Sein schwaches Kopfballspiel wird ihm in Zukunft Probleme bereiten.
Hrubesch, Kalle Riedle, Bierhoff und Miro Klose sind übrigens immer noch kerngesund
Da wir nicht mehr zusammenfinden, bringt es glaube ich nicht so viel weiter zu diskutieren. Ich finde es gut, wie überzeugt du für deinen Standpunkt eintrittst und stimme dir z.B. was die Ausbildung im Nachwuchsbereich angeht in Teilen auch zu. Deswegen finde ich es auch schade, dass dein letzter Beitrag so ein bisschen emotional rüberkommt.
Ich habe nie geschrieben, dass ein gutes Kopfballspiel für einen Mittelstürmer unwichtig ist oder nicht trainiert werden sollte. Ich bin nur nicht überzeugt, dass es den speziellen Spielertyp Woltemade daran hindert eine tolle Karriere zu haben. Wenn er sich da noch verbessert - super. Wenn nicht - sein Ding.
Was die Nachwuchsförderung angeht, stimme ich dir bis auf das Thema Kopfballtraining doch zu. Mir ist auch klar, dass Kopfbälle immer zum Fußball gehören werden und will die auch nicht verbieten. Es gibt aber m.M.n. einen Unterschied zwischen "ich bereite die Spieler darauf vor" und "ich lege im Training einen Fokus darauf". Mit zweiterem hätte ich tatsächlich ein Problem.
Den Umgang des DFB mit dem Thema finde ich deswegen richtig (danke für das Verlinken des Artikels).
Da ich Sportverbände - gerade im Fußball - als nicht sonderlich offen für wissenschaftliche Erkenntnisse empfinde, überrascht es mich das Desinteresse anderer Nationen auch nicht. Es ist im wissenschaftlichen Diskurs auch nicht an irgendwelchen Verbänden Studienergebnisse zu validieren.
Meines Wissens nach ist es wissenschaftlicher Konsens, dass die Risiken für gesundheitliche Spätfolgen bei Kontaktsportarten signifikant steigen. Ein hundertprozentiger Beweis ist wissenschaftlich gar nicht möglich. Es geht immer um Wahrscheinlichkeiten. Ich glaube aber nicht, dass ich erklären muss wie Wissenschaft funktioniert
Die Debatte um Kopfverletzungen wird übrigens in den von dir genannten Ländern USA und GB schon deutlich länger und ernsthafter geführt. In den USA hat das Thema CTE bereits vor Jahren hohe Wellen geschlagen und wird spätestens seitdem intensiv beforscht. Auch GB ist durch viele frühzeitige Demenzfälle unter ehemaligen Fußballspielern aufgerüttelt. Vermutlich braucht es aber hier erst ein paar tragische öffentliche Fälle, um da eine größere gesellschaftliche Diskussion daraus zu machen. Deswegen ist es umso positiver, dass sich der DFB bereits heute dazu Gedanken macht.
Das alles führt aber weit weg von Nick Woltemade, deswegen lasse ich es hiermit auch gut sein.
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