Joe Simunic
01.12.2003 - 18:58 Uhr
25.03.2004 - 18:17 Uhr
>Auch wenn Simunic jetzt in der Rückrunde deutlich besser
>geworden ist, bleibt das Problem, dass er jederzeit für einen
>eklatanten Aussetzer gut ist.
daher würde ich ihn auch ins defensive mittelfeld vorziehen. seine offensivqualitäten sind nicht schlecht und konnten vorzüglich beim spiel gegen freiburg bewundert werden !
>Irgendwie scheint er Konzentrationsprobleme zu haben.
es gibt wohl im ganzen team keinen spieler, der psychisch labiler ist als simunic....zumindest seit deisler nicht mehr bei uns ist ;-)
wenn er diese schwäche ablegt, dann wäre er einer der besten verteidiger der liga.
>geworden ist, bleibt das Problem, dass er jederzeit für einen
>eklatanten Aussetzer gut ist.
daher würde ich ihn auch ins defensive mittelfeld vorziehen. seine offensivqualitäten sind nicht schlecht und konnten vorzüglich beim spiel gegen freiburg bewundert werden !
>Irgendwie scheint er Konzentrationsprobleme zu haben.
es gibt wohl im ganzen team keinen spieler, der psychisch labiler ist als simunic....zumindest seit deisler nicht mehr bei uns ist ;-)
wenn er diese schwäche ablegt, dann wäre er einer der besten verteidiger der liga.
26.03.2004 - 00:46 Uhr
>
>>daher würde ich ihn auch ins defensive mittelfeld vorziehen.
>>seine offensivqualitäten sind nicht schlecht und konnten
>>vorzüglich beim spiel gegen freiburg bewundert werden !
>
>das sehe ich anders, er ist ein Riesenturm und schon physisch
>nicht wenidig genug fürs MF. Wenn er gut drauf ist, sollte
>seine Stärke klar in der IV liegen, da kann er gegen die
>dicksten Brocken gegenhalten.
aber als riesenturm könnte er z.b. all die hohen bälle des gegners schon im mittelfeld abfangen und mit seiner spielintelligenz sofort einen gegenangriff einleiten. er ist zwar keine typische nr. 6 aber wenn er in der iv spielt, dann habe ich immer angst....
>>daher würde ich ihn auch ins defensive mittelfeld vorziehen.
>>seine offensivqualitäten sind nicht schlecht und konnten
>>vorzüglich beim spiel gegen freiburg bewundert werden !
>
>das sehe ich anders, er ist ein Riesenturm und schon physisch
>nicht wenidig genug fürs MF. Wenn er gut drauf ist, sollte
>seine Stärke klar in der IV liegen, da kann er gegen die
>dicksten Brocken gegenhalten.
aber als riesenturm könnte er z.b. all die hohen bälle des gegners schon im mittelfeld abfangen und mit seiner spielintelligenz sofort einen gegenangriff einleiten. er ist zwar keine typische nr. 6 aber wenn er in der iv spielt, dann habe ich immer angst....
27.03.2004 - 19:52 Uhr
>Auch wenn Simunic jetzt in der Rückrunde deutlich besser
>geworden ist, bleibt das Problem, dass er jederzeit für einen
>eklatanten Aussetzer gut ist.
>Irgendwie scheint er Konzentrationsprobleme zu haben.
Meine Vorahnung, die auch leicht so haben war, ist heute mehr als deutlich eingetroffen.
Gott sein Dank ist er jetzt gesperrt und wird auch danach erstmal nicht eingesetzt.
Denn Simunic ist dem nervenaufreiben Abstiegskampf nicht gewachsen!
>geworden ist, bleibt das Problem, dass er jederzeit für einen
>eklatanten Aussetzer gut ist.
>Irgendwie scheint er Konzentrationsprobleme zu haben.
Meine Vorahnung, die auch leicht so haben war, ist heute mehr als deutlich eingetroffen.
Gott sein Dank ist er jetzt gesperrt und wird auch danach erstmal nicht eingesetzt.
Denn Simunic ist dem nervenaufreiben Abstiegskampf nicht gewachsen!
27.03.2004 - 19:55 Uhr
und auch ich bleibe dabei: simunic darf vorerst nicht in die iv sondern ins defensive mittelfeld !
heute hatte er auch ein paar gute aktionen nach vorne, nachdem ihm wohl klar geworden ist, das hinten nichts mehr zu holen ist ;-)
wenn er ein richtiger führungsspieler ohne mentale probleme wäre, dann hätte er sich dennoch nicht so dermaßen hängen gelassen.
heute hatte er auch ein paar gute aktionen nach vorne, nachdem ihm wohl klar geworden ist, das hinten nichts mehr zu holen ist ;-)
wenn er ein richtiger führungsspieler ohne mentale probleme wäre, dann hätte er sich dennoch nicht so dermaßen hängen gelassen.
27.03.2004 - 19:58 Uhr
>und auch ich bleibe dabei: simunic darf vorerst nicht in die
>iv sondern ins defensive mittelfeld !
Besser wäre der Platz neben Kiraly, denn er dann für die gesamten 90 Minuten bewachen soll!
}( ;)
>iv sondern ins defensive mittelfeld !
Besser wäre der Platz neben Kiraly, denn er dann für die gesamten 90 Minuten bewachen soll!
}( ;)
14.05.2004 - 10:56 Uhr
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/sport/story678121.html
Abwehrstark ins Abstiegsfinale
Herthas neue Defensivqualität ist auch ein Verdienst von Verteidiger Josip Simunic
Von Jörg Runde
Als erster und mit zufriedenem Gesichtsausdruck schlenderte Josip Simunic gestern Vormittag vom Trainingsplatz. 60 Minuten hatte er mit seinen Kollegen geübt, in lockerer Atmosphäre. Selbstbewusst sind sie bei Hertha in diesen Tagen. Auch der kroatische Nationalspieler schaut zuversichtlich auf das wichtige Duell morgen bei 1860 München. "Wir werden auch dort auf Sieg spielen", sagte er und klang dabei, als sei das eine Selbstverständlichkeit.
Forsche Töne dieser Art aus dem Mund eines Hertha-Profis hatte man bisher in der Spielzeit 2003/2004 kaum vernommen. Schon gar nicht von dem 26-Jährigen. Zaudernd und verunsichert präsentierte sich Simunic vor allem in der Hinrunde. Die Flut der Gegentore (33) wurde häufig auch mit seiner Person in Verbindung gebracht. Selbst kommentieren wollte er das nicht. Die nackten Zahlen sprachen eine zu deutliche Sprache. "Hertha hatte in der Hinrunde zwar die zweikampfstärkste Abwehr", verblüfft Frank Aurich, Statistiker der Bundesliga-Datenbank, fügt aber sofort an: "Sie waren jedoch meist zu weit weg von ihren Gegenspielern oder brachten sie mit Fehlern ins Spiel."
Genau das habe sich geändert, hat Simunic beobachtet. "Wir spielen jetzt taktisch besser, stehen insgesamt viel kompakter als in der Hinserie." Er persönlich hat daran einen gewichtigen Anteil. Seine Leistungskurve zeigt in der Rückrunde steil nach oben. Die Statistiker führen ihn als zweikampfstärksten Bundesliga-Spieler (68 Prozent), der die meisten Duelle Mann gegen Mann bestritten hat und zudem kaum noch patzt. Ergebnisse, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückbrachten. Nicht einmal die derben Niederlagen in Leverkusen (1:4) und bei Schalke (0:3) konnten die so sensible Seele des kroatischen Nationalspielers ins Wanken bringen. Simunic weiß, wem er das zu verdanken hat. "Unter Hans Meyer weiß ich ganz genau, was meine Aufgabe ist - das hilft mir weiter."
Der Trainer hatte schon kurz nach seinem Dienstantritt die Fähigkeiten des Defensivspielers erkannt, ihn zunächst als Staubsauger vor der Verteidigung im Mittelfeld eingesetzt, um ihm nach Dick van Buriks Ausfall die Rolle des Abwehrchefs anzuvertrauen. "Das macht er richtig gut", betonte Meyer zuletzt immer wieder.
Zu viel der Lobhudelei ist dem Hertha-Coach allerdings fremd. Er hebt lieber die Fortschritte des Kollektivs hervor. Die auch Simunic erkannt hat: "Seitdem wir mehr Punkte haben, sind wir lockerer", sagt er. "Alle machen jetzt ihren Job in der Defensive besser - auch die Angreifer."
Deshalb ist ihm auch nicht bange vor dem Auftritt in München. Zumal die Löwen in dieser Saison alles andere als angriffsfreudig sind. Nur 30 Tore konnten die Stürmer des Abstiegskontrahenten bislang erzielen - nur Absteiger 1. FC Köln (27) ist schlechter. Kein Grund, den Gegner zu unterschätzen, findet Hans Meyer und vertraut seinen erfahrenen Profis. "Spieler wie Josip Simunic wissen mit solchen Situationen umzugehen", sagt Meyer. Es ist kein Zufall, dass er den Namen Simunic nennt.
naja, ich halte ihn immer noch für einen psycho....würde mich aber freuen, wenn er endlich mal die kurve kriegt.
Abwehrstark ins Abstiegsfinale
Herthas neue Defensivqualität ist auch ein Verdienst von Verteidiger Josip Simunic
Von Jörg Runde
Als erster und mit zufriedenem Gesichtsausdruck schlenderte Josip Simunic gestern Vormittag vom Trainingsplatz. 60 Minuten hatte er mit seinen Kollegen geübt, in lockerer Atmosphäre. Selbstbewusst sind sie bei Hertha in diesen Tagen. Auch der kroatische Nationalspieler schaut zuversichtlich auf das wichtige Duell morgen bei 1860 München. "Wir werden auch dort auf Sieg spielen", sagte er und klang dabei, als sei das eine Selbstverständlichkeit.
Forsche Töne dieser Art aus dem Mund eines Hertha-Profis hatte man bisher in der Spielzeit 2003/2004 kaum vernommen. Schon gar nicht von dem 26-Jährigen. Zaudernd und verunsichert präsentierte sich Simunic vor allem in der Hinrunde. Die Flut der Gegentore (33) wurde häufig auch mit seiner Person in Verbindung gebracht. Selbst kommentieren wollte er das nicht. Die nackten Zahlen sprachen eine zu deutliche Sprache. "Hertha hatte in der Hinrunde zwar die zweikampfstärkste Abwehr", verblüfft Frank Aurich, Statistiker der Bundesliga-Datenbank, fügt aber sofort an: "Sie waren jedoch meist zu weit weg von ihren Gegenspielern oder brachten sie mit Fehlern ins Spiel."
Genau das habe sich geändert, hat Simunic beobachtet. "Wir spielen jetzt taktisch besser, stehen insgesamt viel kompakter als in der Hinserie." Er persönlich hat daran einen gewichtigen Anteil. Seine Leistungskurve zeigt in der Rückrunde steil nach oben. Die Statistiker führen ihn als zweikampfstärksten Bundesliga-Spieler (68 Prozent), der die meisten Duelle Mann gegen Mann bestritten hat und zudem kaum noch patzt. Ergebnisse, die das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zurückbrachten. Nicht einmal die derben Niederlagen in Leverkusen (1:4) und bei Schalke (0:3) konnten die so sensible Seele des kroatischen Nationalspielers ins Wanken bringen. Simunic weiß, wem er das zu verdanken hat. "Unter Hans Meyer weiß ich ganz genau, was meine Aufgabe ist - das hilft mir weiter."
Der Trainer hatte schon kurz nach seinem Dienstantritt die Fähigkeiten des Defensivspielers erkannt, ihn zunächst als Staubsauger vor der Verteidigung im Mittelfeld eingesetzt, um ihm nach Dick van Buriks Ausfall die Rolle des Abwehrchefs anzuvertrauen. "Das macht er richtig gut", betonte Meyer zuletzt immer wieder.
Zu viel der Lobhudelei ist dem Hertha-Coach allerdings fremd. Er hebt lieber die Fortschritte des Kollektivs hervor. Die auch Simunic erkannt hat: "Seitdem wir mehr Punkte haben, sind wir lockerer", sagt er. "Alle machen jetzt ihren Job in der Defensive besser - auch die Angreifer."
Deshalb ist ihm auch nicht bange vor dem Auftritt in München. Zumal die Löwen in dieser Saison alles andere als angriffsfreudig sind. Nur 30 Tore konnten die Stürmer des Abstiegskontrahenten bislang erzielen - nur Absteiger 1. FC Köln (27) ist schlechter. Kein Grund, den Gegner zu unterschätzen, findet Hans Meyer und vertraut seinen erfahrenen Profis. "Spieler wie Josip Simunic wissen mit solchen Situationen umzugehen", sagt Meyer. Es ist kein Zufall, dass er den Namen Simunic nennt.
naja, ich halte ihn immer noch für einen psycho....würde mich aber freuen, wenn er endlich mal die kurve kriegt.
14.05.2004 - 20:30 Uhr
http://www.tagesspiegel.de/sport/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/15.05.2004/1124849.asp#art
„Jeder Fußballer hat Angst“
Herthas Abwehrspieler Josip Simunic über Gefühle, Abstiegskampf und den Umgang mit Kritik
Herr Simunic, können Sie gut mit Lob umgehen?
Nein. Lob brauche ich nicht. Es verleitet mich dazu, leichtsinnig zu werden.
Eigentlich wollten wir Sie loben: weil wir Sie in der Rückrunde für Herthas konstantesten Spieler halten.
Dankeschön. Aber wir müssen noch einen Punkt holen, um in der Bundesliga zu bleiben. Wenn wir das schon gegen 1860 schaffen, haben wir wenigstens unseren Job gemacht.
Ist es vielleicht so, dass auch die Mannschaft nicht mit Lob umgehen kann?
Das mag sein. Wir haben vor der Saison richtig viel Lob bekommen. Und danach lief es richtig schlecht. Wir waren nicht reif genug, um mit Lob umzugehen.
Man könnte aber auch sagen, dass sich die Mannschaft selbst am meisten gelobt hat – als sie sich die Champions League zum Ziel gesetzt hat.
Das war ein großer, großer Fehler von uns. Aber bedenken Sie: Wir waren viermal hintereinander im Uefa-Cup. Die Öffentlichkeit hätte es uns einfach nicht abgekauft, wenn wir nur gesagt hätten, dass wir einen internationalen Wettbewerb erreichen wollen. Wir hatten uns ja sehr gut verstärkt. Also haben wir uns gefragt: Was sind unsere Ziele? Manche haben Meister gesagt, die meisten Champions League.
Was war Ihr Ziel?
Unter die ersten fünf zu kommen.
So vorsichtig?
Die Champions League wäre realistisch gewesen – wenn wir in der Hinrunde so gespielt hätten wie jetzt in der Rückrunde. Es ist schade, dass wir mit dieser Mannschaft im Abstiegskampf stecken. Aber ich glaube, wir haben viel gelernt. Wir haben am Ende Charakter gezeigt.
Hatte Hertha in dieser Saison ein Kopf- oder ein Fußproblem?
Was heißt Kopfproblem? Die Frage ist: Bist du motiviert – oder bist du hoch motiviert?
Ihr Trainer Hans Meyer hat gesagt, dass es nicht am Willen gemangelt habe.
Manche Leute hatten Angst. Angst vor dem Erfolg. In schweren Spielen musst du zeigen, wie stark du wirklich bist. Das ist uns oft nicht gelungen.
Erst in den Heimspielen, als es um alles ging. Woher kam diese mentale Stärke?
Das kann man nicht erklären. Du fängst mit elf Spielern an. Sechs sind voll dabei, fünf woanders, keine Ahnung wo. Das merkt man an der Körpersprache. An der Laufbereitschaft. An den Zweikämpfen. Dann muss man einschreiten.
Geht das auf dem Platz?
Natürlich, innerhalb von drei Sekunden kannst du jemanden motivieren. Ich mache das gerne. Aber manchmal muss auch ich wachgerüttelt werden.
Wenn man einschreitet, kann man sich auch sehr unbeliebt machen.
Das stimmt. Ich habe im Training mal etwas zu einem Spieler gesagt – ich nenne jetzt keinen Namen –, weil ich richtig sauer war. Er hat das sofort persönlich genommen. In der Kabine haben wir uns weiter gestritten, wir sind aneinander geraten, und ein anderer Spieler musste dazwischen gehen. Inzwischen ist die Sache ausgeräumt. Weil der Spieler gemerkt hat, wie ich es gemeint habe. Ich habe daraus gelernt, dass man in einer positiven Weise kritisch sein muss, nicht immer nur negativ.
Würden Sie sich gerne stärker einbringen? Oder sagen Sie: Das ist nicht die Rolle, die ich spielen möchte?
Das ist eine Frage der Zeit. Vor drei Jahren habe ich gar nichts gesagt. Da habe ich mich nur auf meine Aufgabe konzentriert. Jetzt bin ich so weit, dass ich anderen etwas sagen kann. Jeder hat seinen Charakter. Ich bin zurückhaltender, ich löse das schauspielerisch.
Schauspielerisch?
Ja, ich gebe Ihnen mal ein Beispiel. Der Oliver Kahn, der hat immer Angst. Aber man sieht das nicht, weil er es nicht zeigt.
Oliver Kahn hat Angst?
Hundert Prozent, er hat Angst. Jeder Fußballspieler hat Angst, innerlich. Ich kann mich noch gut an ein Uefa-Cup-Spiel in Chisinau erinnern. Das war vor drei Jahren, der tiefste Punkt in meiner Karriere. Schlechter habe ich nie wieder gespielt. In der Halbzeit bin ich ausgewechselt worden. Bis ich das überwunden hatte, hat es vier, fünf Monate gedauert.
Wollten Sie damals vom Platz?
Ganz ehrlich? Ja. Aber der Trainer hat mich sowieso rausgenommen.
Machen Sie sich zu viele Gedanken?
Früher war das so. Als ich mich entschieden habe, für Kroatien zu spielen, und nicht für Australien, das Land, in dem ich geboren wurde. Mir hat die Entscheidung unglaublich viel Kritik eingebracht, weil die Australier sie nicht verstanden haben. Ich habe drei, vier Tage nicht geschlafen. Inzwischen interessiert mich das nicht mehr. Ich mache, was ich will. Wenn damit jemand Probleme hat, bitte!
Arbeiten Sie noch mit einem Mentaltrainer zusammen?
Nein. Ich habe jetzt ein Niveau erreicht, auf dem ich so etwas nicht mehr brauche. Aber ich bin sehr dankbar, dass ich es gemacht habe. Ich habe mich dadurch selbst kennen gelernt: Wie ich denke. Warum ich denke. Warum ich fühle.
Sind Sie abergläubisch?
Ich nicht, aber es gibt bei Hertha einige Spieler, die es sind. Ich finde das okay. Vielleicht nimmt es ihnen die Angst.
Ist Hans Meyer ein guter Psychologe?
Seine Art, wie er jemandem etwas sagt, war für mich anfangs etwas verwirrend. Inzwischen verstehe ich ihn. Meyer hat eine überragende Eigenschaft. Er fühlt, wenn wir nicht richtig trainieren. Und er reagiert darauf zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch spielen wir jetzt ehrlicher.
Ehrlicher?
Jeder spielt das, was er kann. Das hat etwas mit Disziplin zu tun.
Könnten Sie sich vorstellen, Kapitän einer Mannschaft zu sein?
Inzwischen ja. Vor drei Jahren hätte ich mir das noch nicht vorstellen können.
Wie sieht der ideale Kapitän aus?
Michael Preetz war der ideale Kapitän. Wenn es schlecht lief, hat er immer den richtigen Moment erwischt, um etwas zu sagen. Er war einfach ein Vorbild.
Herr Simunic, Sie sind ein großer Boxfan. Ist Hertha BSC mehr Wladimir Klitschko oder mehr Witali?
Warten Sie, wer hat jetzt verloren?
Wladimir.
Wir sind Witali. Ja, das ist ein gutes Beispiel. In der Hinrunde waren wir Wladimir, in der Rückrunde sind wir Witali.
Das Interview führten Stefan Hermanns und Sven Goldmann.
„Jeder Fußballer hat Angst“
Herthas Abwehrspieler Josip Simunic über Gefühle, Abstiegskampf und den Umgang mit Kritik
Herr Simunic, können Sie gut mit Lob umgehen?
Nein. Lob brauche ich nicht. Es verleitet mich dazu, leichtsinnig zu werden.
Eigentlich wollten wir Sie loben: weil wir Sie in der Rückrunde für Herthas konstantesten Spieler halten.
Dankeschön. Aber wir müssen noch einen Punkt holen, um in der Bundesliga zu bleiben. Wenn wir das schon gegen 1860 schaffen, haben wir wenigstens unseren Job gemacht.
Ist es vielleicht so, dass auch die Mannschaft nicht mit Lob umgehen kann?
Das mag sein. Wir haben vor der Saison richtig viel Lob bekommen. Und danach lief es richtig schlecht. Wir waren nicht reif genug, um mit Lob umzugehen.
Man könnte aber auch sagen, dass sich die Mannschaft selbst am meisten gelobt hat – als sie sich die Champions League zum Ziel gesetzt hat.
Das war ein großer, großer Fehler von uns. Aber bedenken Sie: Wir waren viermal hintereinander im Uefa-Cup. Die Öffentlichkeit hätte es uns einfach nicht abgekauft, wenn wir nur gesagt hätten, dass wir einen internationalen Wettbewerb erreichen wollen. Wir hatten uns ja sehr gut verstärkt. Also haben wir uns gefragt: Was sind unsere Ziele? Manche haben Meister gesagt, die meisten Champions League.
Was war Ihr Ziel?
Unter die ersten fünf zu kommen.
So vorsichtig?
Die Champions League wäre realistisch gewesen – wenn wir in der Hinrunde so gespielt hätten wie jetzt in der Rückrunde. Es ist schade, dass wir mit dieser Mannschaft im Abstiegskampf stecken. Aber ich glaube, wir haben viel gelernt. Wir haben am Ende Charakter gezeigt.
Hatte Hertha in dieser Saison ein Kopf- oder ein Fußproblem?
Was heißt Kopfproblem? Die Frage ist: Bist du motiviert – oder bist du hoch motiviert?
Ihr Trainer Hans Meyer hat gesagt, dass es nicht am Willen gemangelt habe.
Manche Leute hatten Angst. Angst vor dem Erfolg. In schweren Spielen musst du zeigen, wie stark du wirklich bist. Das ist uns oft nicht gelungen.
Erst in den Heimspielen, als es um alles ging. Woher kam diese mentale Stärke?
Das kann man nicht erklären. Du fängst mit elf Spielern an. Sechs sind voll dabei, fünf woanders, keine Ahnung wo. Das merkt man an der Körpersprache. An der Laufbereitschaft. An den Zweikämpfen. Dann muss man einschreiten.
Geht das auf dem Platz?
Natürlich, innerhalb von drei Sekunden kannst du jemanden motivieren. Ich mache das gerne. Aber manchmal muss auch ich wachgerüttelt werden.
Wenn man einschreitet, kann man sich auch sehr unbeliebt machen.
Das stimmt. Ich habe im Training mal etwas zu einem Spieler gesagt – ich nenne jetzt keinen Namen –, weil ich richtig sauer war. Er hat das sofort persönlich genommen. In der Kabine haben wir uns weiter gestritten, wir sind aneinander geraten, und ein anderer Spieler musste dazwischen gehen. Inzwischen ist die Sache ausgeräumt. Weil der Spieler gemerkt hat, wie ich es gemeint habe. Ich habe daraus gelernt, dass man in einer positiven Weise kritisch sein muss, nicht immer nur negativ.
Würden Sie sich gerne stärker einbringen? Oder sagen Sie: Das ist nicht die Rolle, die ich spielen möchte?
Das ist eine Frage der Zeit. Vor drei Jahren habe ich gar nichts gesagt. Da habe ich mich nur auf meine Aufgabe konzentriert. Jetzt bin ich so weit, dass ich anderen etwas sagen kann. Jeder hat seinen Charakter. Ich bin zurückhaltender, ich löse das schauspielerisch.
Schauspielerisch?
Ja, ich gebe Ihnen mal ein Beispiel. Der Oliver Kahn, der hat immer Angst. Aber man sieht das nicht, weil er es nicht zeigt.
Oliver Kahn hat Angst?
Hundert Prozent, er hat Angst. Jeder Fußballspieler hat Angst, innerlich. Ich kann mich noch gut an ein Uefa-Cup-Spiel in Chisinau erinnern. Das war vor drei Jahren, der tiefste Punkt in meiner Karriere. Schlechter habe ich nie wieder gespielt. In der Halbzeit bin ich ausgewechselt worden. Bis ich das überwunden hatte, hat es vier, fünf Monate gedauert.
Wollten Sie damals vom Platz?
Ganz ehrlich? Ja. Aber der Trainer hat mich sowieso rausgenommen.
Machen Sie sich zu viele Gedanken?
Früher war das so. Als ich mich entschieden habe, für Kroatien zu spielen, und nicht für Australien, das Land, in dem ich geboren wurde. Mir hat die Entscheidung unglaublich viel Kritik eingebracht, weil die Australier sie nicht verstanden haben. Ich habe drei, vier Tage nicht geschlafen. Inzwischen interessiert mich das nicht mehr. Ich mache, was ich will. Wenn damit jemand Probleme hat, bitte!
Arbeiten Sie noch mit einem Mentaltrainer zusammen?
Nein. Ich habe jetzt ein Niveau erreicht, auf dem ich so etwas nicht mehr brauche. Aber ich bin sehr dankbar, dass ich es gemacht habe. Ich habe mich dadurch selbst kennen gelernt: Wie ich denke. Warum ich denke. Warum ich fühle.
Sind Sie abergläubisch?
Ich nicht, aber es gibt bei Hertha einige Spieler, die es sind. Ich finde das okay. Vielleicht nimmt es ihnen die Angst.
Ist Hans Meyer ein guter Psychologe?
Seine Art, wie er jemandem etwas sagt, war für mich anfangs etwas verwirrend. Inzwischen verstehe ich ihn. Meyer hat eine überragende Eigenschaft. Er fühlt, wenn wir nicht richtig trainieren. Und er reagiert darauf zum richtigen Zeitpunkt. Dadurch spielen wir jetzt ehrlicher.
Ehrlicher?
Jeder spielt das, was er kann. Das hat etwas mit Disziplin zu tun.
Könnten Sie sich vorstellen, Kapitän einer Mannschaft zu sein?
Inzwischen ja. Vor drei Jahren hätte ich mir das noch nicht vorstellen können.
Wie sieht der ideale Kapitän aus?
Michael Preetz war der ideale Kapitän. Wenn es schlecht lief, hat er immer den richtigen Moment erwischt, um etwas zu sagen. Er war einfach ein Vorbild.
Herr Simunic, Sie sind ein großer Boxfan. Ist Hertha BSC mehr Wladimir Klitschko oder mehr Witali?
Warten Sie, wer hat jetzt verloren?
Wladimir.
Wir sind Witali. Ja, das ist ein gutes Beispiel. In der Hinrunde waren wir Wladimir, in der Rückrunde sind wir Witali.
Das Interview führten Stefan Hermanns und Sven Goldmann.
04.06.2004 - 22:17 Uhr
Simunic vor Wechsel nach England?
Portsmouth-Manager war schon in Berlin!
Augen zu und weg? Herthas Abwehr-Ass Joe Simunic wird von Portsmouth umworben
Berlin - Der englische Premier-League-Klub Portsmouth ist ganz heiß auf Herthas besten Verteidiger Joe Simunic, 26. Trotz des bis 2006 laufenden Vertrags des Kroaten mit Hertha.
Die BZ fragte nach: Herr Simunic, wollen Sie weg? Seine Antwort: "Ich möchte dazu nichts sagen. Sie können mich gern zur Europameisterschaft fragen. Die EM ist jetzt das wichtigste." Dann der interessante Nachsatz: "Aber ich hatte in der Vergangenheit schon ein paar überragende Angebote..."
Wohl auch von den Engländern. Deren Manager Harry Redknapp will Simunic unbedingt, war sogar beim letzten Bundesligaspiel gegen Köln im Stadion, um den Kroaten zu beobachten! "Ein sehr guter Typ. Er hat mir wirklich gefallen", sagte Redknapp. Peter Storrie, Sportdirektor von Portsmouth, ist jedoch noch etwas skeptisch, rechnet mit über 3 Mio. EUR Ablöse.
Deshalb kann sich Redknapp auch ein Leihgeschäft vorstellen. Am liebsten vor dem 21. Juni. Dann spielt Kroatien gegen England - und Simunic könnte auch allen anderen Klubs zeigen, warum er bei Hertha die besten Zweikampfwerte hat.
Quelle: http://bz.berlin1.de/aktuell/hertha/040605/simunic.html
------------------------------------------------------------------
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er abgeben wird.
Vor allem ein Ausleihgeschäft ist wohl ein schlechter Scherz. Warum sollen wir darauf eingehen?
Portsmouth-Manager war schon in Berlin!
Augen zu und weg? Herthas Abwehr-Ass Joe Simunic wird von Portsmouth umworben
Berlin - Der englische Premier-League-Klub Portsmouth ist ganz heiß auf Herthas besten Verteidiger Joe Simunic, 26. Trotz des bis 2006 laufenden Vertrags des Kroaten mit Hertha.
Die BZ fragte nach: Herr Simunic, wollen Sie weg? Seine Antwort: "Ich möchte dazu nichts sagen. Sie können mich gern zur Europameisterschaft fragen. Die EM ist jetzt das wichtigste." Dann der interessante Nachsatz: "Aber ich hatte in der Vergangenheit schon ein paar überragende Angebote..."
Wohl auch von den Engländern. Deren Manager Harry Redknapp will Simunic unbedingt, war sogar beim letzten Bundesligaspiel gegen Köln im Stadion, um den Kroaten zu beobachten! "Ein sehr guter Typ. Er hat mir wirklich gefallen", sagte Redknapp. Peter Storrie, Sportdirektor von Portsmouth, ist jedoch noch etwas skeptisch, rechnet mit über 3 Mio. EUR Ablöse.
Deshalb kann sich Redknapp auch ein Leihgeschäft vorstellen. Am liebsten vor dem 21. Juni. Dann spielt Kroatien gegen England - und Simunic könnte auch allen anderen Klubs zeigen, warum er bei Hertha die besten Zweikampfwerte hat.
Quelle: http://bz.berlin1.de/aktuell/hertha/040605/simunic.html
------------------------------------------------------------------
Ich kann mir nicht vorstellen, dass er abgeben wird.
Vor allem ein Ausleihgeschäft ist wohl ein schlechter Scherz. Warum sollen wir darauf eingehen?
04.06.2004 - 22:55 Uhr
>Ich kann mir nicht vorstellen, dass er abgeben wird.
ich mir auch nicht. vor allem wenn man bedenkt, daß friedrich wohl zur nächsten saison weggeht. wir haben keinen ersatz für beide spieler !
und 3 mio € ablöse sind lächerlich...das doppelte müßten die briten mindestens zahlen !
04.06.2004 - 23:29 Uhr
Sehr sehr unwahrscheinlich.
Joe hat zuletzt wieder gute Spiele gemacht, Hertha darf und wird ihn nicht ziehen lassen !
Gefahr besteht bei der EM, da spielt er ja bekanntlich gg. die Engländer......
Joe hat zuletzt wieder gute Spiele gemacht, Hertha darf und wird ihn nicht ziehen lassen !
Gefahr besteht bei der EM, da spielt er ja bekanntlich gg. die Engländer......
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.

