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Fankultur in Köln

15.03.2012 - 23:46 Uhr
Fankultur in Köln |#971
22.12.2012 - 17:52 Uhr
Zitat von Valen:
Das ist keine Willkür sondern Aufrechterhaltung des Respekts vor der Staatsgewalt.


Wohl eher Aufrechterhaltung durch Angst vor Repressalien durch die Staatsgewalt. Um Straftäter zu bestrafen bedarf es immer noch eines anständigen rechtsstaatlichen Gerichtsverfahrens und nicht der Willkür einer vermummten Stuttgarter Eingreiftruppe. Deshalb gibt es in echten Demokratien und Rechtsstaaten die sogenannte Gewaltenteilung in der nicht jeder Hauptschüler der mal bei der Polizei gelandet ist, unschuldige Menschen drangsalieren darf.

So wird nämlich kein Respekt vor irgendeiner Gewalt geschaffen. So wird ein System der Angst und Unterdrückung geschaffen. Werden solche Methoden in anderen Ländern in den Nachrichtensendungen des Rundfunks gesendet, so werden sie dort zurecht als Willkür von Unterdrückungsregimen bezeichnet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dread1909 am 22.12.2012 um 17:53 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#972
22.12.2012 - 17:54 Uhr
Zitat von Dodo-3:
Zitat von Valen:
Zitat von Dodo-3:
Zitat von Valen:
Zitat von Lazarus:
Mal ganz ehrlich, was soll die Polizei sonst machen?

Ein Fanbus fällt an einer Raststätte auf, da mit Pyrotechnik gezündelt wird. Daraufhin lässt man diese natürlich genauer untersuchen und da hat sich die Polizei absolut richtig verhalten zum Schutze der anderen Fans. Auch wenn das hier sicher keiner hören möchte, der Verdachtsmoment war da und er hat sich auch bestätigt, da illegale Feuerwerkskörper gefunden worden.


Ich sehe das genauso. Selbst die Förderung nach einem Sprengstoffspührhund finde ich albern. Wie viele derart ausgebildete Hunde mag es geben und warum sollte man diese bei der sutobahnpolizei stationieren?

Wenn man nicht Ganzkörperkontrollert werden möchte, dann darf man die Pyro zündler in seien Reihen eben nicht dulden. Die Polizei hätte wohl kaum den ganzen Bus durchsucht, wenn ein einzelner gezündelt hätte und der Rest des Busses den Täter zur redegestellt hätte. Das ist offenkundig nicht passiert, von daher selber Schuld.

Und nochmal: Pyrotechnik ist, nach geltender Rechtslage, ein Verbrechen.


Letzter Satz ist ebenfalls falsch, Pyrotechnik mit BAM-Kennzeichnung zu besitzen ist kein Verbrechen, beim Abbrennen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Wie viele Leute immer und immer wieder ihre Meinung zu Themen abgeben, von denen sie, sorry, aber sowas von null Ahnung haben.

Und die Kontrolle eines ganzen Busses auf diese Art und Weise war sicherlich nicht gerechtfertigt. Alleine, dass während der Kontrolle die Tür aufstand ist ein Verstoß gegen die Persönlichkeits- und Menschenrechte.

Des Weiteren muss für eine Kontrolle ein konkreter Verdachtsmoment vorliegen. Bei 40 Personen dort einen konkreten Verdachtsmoment aufgrund eines Anrufs eines Autofahrers zu haben - nunja, gewagt.

Ich wünsche mir nichtsmehr, als das die Jungs vom Dienst suspendiert werden. Unverhältnismässige Eingriffe in die Privatsphäre, die uns nah an einen Polizeistaat heranbringen.

Ich freue mich auf die erste Kontrolle dieser Art bei mir, der Polizist, der diese durchführt bzw anordnet wird seinen Job verlieren/suspendiert - ich habe nämlich glücklicherweise die Möglichkeiten solch einen Prozess durch mehrere Instanzen zu führen.


Und die pyros in dem Stadien haben immer so ein bam-Kennzeichen?

Darüberhinaus, finde ich, ist die komplette Argumentation doch auf sehr dünnem Eis unterwegs: man verdächtigt die Polizei der Willkür und pocht dabei auf die Unschuldsvermutung, ist aber nicht bereit die Unschuldsvermutung auf auf ein Beamten anzuwenden und interessiert ich niht dafür, ob das orgelten ggf. In Einklang mit den Dienstvorschriften steht.

Damit meine ich jetzt nicht ausschlißlich deinen Beitrag. Das ist mehr ein generelles Thema von denen die so argumentieren. Immer wird auf die Polizei draufgehauen und der drohende Polizeistaat heraufbeschworen. Glaubst du wirklich, dass jemand der die Bürger mit der Polizei kontrollieren möchte dieses Vorhaben ausgerechnet bei so etwas nebensächlichen wie dem Fußball starten würde? Da fallen mir wesentlich bessere Themen ein um sich zum Diktator zu erheben.


Nein, natürlich nicht. Es gibt genug dumme, die nicht BAM-gekennzeichnete Fackeln mit sich führen und zünden, was dann einen Verstoß gegen das Sprengstoffmittelgesetz mit sich bringt. Im Endeffekt wollte ich eben nur deine Aussage wiederlegen, dass "Pyrotechnik ein Verbrechen ist".

Nunja, bewegen wir uns hier argumentativ doch auf dünnem Eis, so ziehe ich nochmal, dass zweifelsohne vlt. etwas polemisch gewählte Beispiel Bonner Hauptbahnhof herran. Nachdem nun klar ist, dass es sich um einen Bombenfund handelt und dies in Verbindung mit Salafisten gebracht wird, hälst du es dann für richtig bei einem neuerlichen Taschenfund (Verdachtsmoment) alle im Bahnhof anwesenden muslimisch aussehenden Menschen (Salafisten kann man ja nicht direkt erkennen) einer Kontrolle zu unterziehen?

Müsste, wenn ich es richtig interpretiere, doch ungefähr die selbe Konstellation sein. Wiederstrebt dir das in irgendeiner Weise?

Ich sehe es wie andere. Pyrotechnik ist eine Lapalie. Meines Wissens nach wurden in der Vergangenheit mehr Fußballfans durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt wie durch den Einsatz von Pyrotechnik.

Grundsätzlich bin ich bei dir, solange es verboten ist, wird es ZURECHT geahndet und verfolgt werden. Man darf aber nie die Verhältnismäßigkeit verlieren. Schließlich wird auf den armen Penner, der sich einen Apfel oder eine Tafel Schokolade geklaut und damit wegrennt sicherlich nicht geschossen - auf den Bankräuber, der Geiseln nimmt nichtmal -auf den wild um sich schießenden Amokläufer allerdings, und zwar zurecht schon.

Diese Verhältnismäßigkeiten, die sehe ich beim Fußball leider Gottes nichtmehr. Und das ist insbesondere ein Verdienst der Ultrászenen die sich nicht benehmen können (das ist aber und das will ich deutlich sagen nicht die Mehrheit), der Medien und insbesondere auch der Polizei selber.

Und nein, ich unterstelle der Polizei doch keinen Generalverdacht. Ich zeige den Polizisten an, der mich auf diese Weise durchsucht. Das ist doch etwas ganz konkretes - er durchsucht mich, er bekommt die Anzeige/Dienstaufsichtsbeschwerde und wenn es auf Anordnung geschieht wird hoffentlich der Anordnende zur Rechenschaft gestellt.

Sollte ich einen Generalverdacht hegen, so würde ich versuchen jedem anwesenden Polizisten eins reinzuwürgen.


S.o. Es geht nicht nur um die pyros als solches, sondern um die Provokation die teile der Fans damit veranstalten. Schau dir die Fotos von der Horde doch an. 100% Provokation.
Fankultur in Köln |#973
22.12.2012 - 17:59 Uhr
Zitat von Valen:
Zitat von Dodo-3:
Zitat von Valen:
Zitat von Dodo-3:
Zitat von Valen:
Zitat von Lazarus:
Mal ganz ehrlich, was soll die Polizei sonst machen?

Ein Fanbus fällt an einer Raststätte auf, da mit Pyrotechnik gezündelt wird. Daraufhin lässt man diese natürlich genauer untersuchen und da hat sich die Polizei absolut richtig verhalten zum Schutze der anderen Fans. Auch wenn das hier sicher keiner hören möchte, der Verdachtsmoment war da und er hat sich auch bestätigt, da illegale Feuerwerkskörper gefunden worden.


Ich sehe das genauso. Selbst die Förderung nach einem Sprengstoffspührhund finde ich albern. Wie viele derart ausgebildete Hunde mag es geben und warum sollte man diese bei der sutobahnpolizei stationieren?

Wenn man nicht Ganzkörperkontrollert werden möchte, dann darf man die Pyro zündler in seien Reihen eben nicht dulden. Die Polizei hätte wohl kaum den ganzen Bus durchsucht, wenn ein einzelner gezündelt hätte und der Rest des Busses den Täter zur redegestellt hätte. Das ist offenkundig nicht passiert, von daher selber Schuld.

Und nochmal: Pyrotechnik ist, nach geltender Rechtslage, ein Verbrechen.


Letzter Satz ist ebenfalls falsch, Pyrotechnik mit BAM-Kennzeichnung zu besitzen ist kein Verbrechen, beim Abbrennen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Wie viele Leute immer und immer wieder ihre Meinung zu Themen abgeben, von denen sie, sorry, aber sowas von null Ahnung haben.

Und die Kontrolle eines ganzen Busses auf diese Art und Weise war sicherlich nicht gerechtfertigt. Alleine, dass während der Kontrolle die Tür aufstand ist ein Verstoß gegen die Persönlichkeits- und Menschenrechte.

Des Weiteren muss für eine Kontrolle ein konkreter Verdachtsmoment vorliegen. Bei 40 Personen dort einen konkreten Verdachtsmoment aufgrund eines Anrufs eines Autofahrers zu haben - nunja, gewagt.

Ich wünsche mir nichtsmehr, als das die Jungs vom Dienst suspendiert werden. Unverhältnismässige Eingriffe in die Privatsphäre, die uns nah an einen Polizeistaat heranbringen.

Ich freue mich auf die erste Kontrolle dieser Art bei mir, der Polizist, der diese durchführt bzw anordnet wird seinen Job verlieren/suspendiert - ich habe nämlich glücklicherweise die Möglichkeiten solch einen Prozess durch mehrere Instanzen zu führen.


Und die pyros in dem Stadien haben immer so ein bam-Kennzeichen?

Darüberhinaus, finde ich, ist die komplette Argumentation doch auf sehr dünnem Eis unterwegs: man verdächtigt die Polizei der Willkür und pocht dabei auf die Unschuldsvermutung, ist aber nicht bereit die Unschuldsvermutung auf auf ein Beamten anzuwenden und interessiert ich niht dafür, ob das orgelten ggf. In Einklang mit den Dienstvorschriften steht.

Damit meine ich jetzt nicht ausschlißlich deinen Beitrag. Das ist mehr ein generelles Thema von denen die so argumentieren. Immer wird auf die Polizei draufgehauen und der drohende Polizeistaat heraufbeschworen. Glaubst du wirklich, dass jemand der die Bürger mit der Polizei kontrollieren möchte dieses Vorhaben ausgerechnet bei so etwas nebensächlichen wie dem Fußball starten würde? Da fallen mir wesentlich bessere Themen ein um sich zum Diktator zu erheben.


Nein, natürlich nicht. Es gibt genug dumme, die nicht BAM-gekennzeichnete Fackeln mit sich führen und zünden, was dann einen Verstoß gegen das Sprengstoffmittelgesetz mit sich bringt. Im Endeffekt wollte ich eben nur deine Aussage wiederlegen, dass "Pyrotechnik ein Verbrechen ist".

Nunja, bewegen wir uns hier argumentativ doch auf dünnem Eis, so ziehe ich nochmal, dass zweifelsohne vlt. etwas polemisch gewählte Beispiel Bonner Hauptbahnhof herran. Nachdem nun klar ist, dass es sich um einen Bombenfund handelt und dies in Verbindung mit Salafisten gebracht wird, hälst du es dann für richtig bei einem neuerlichen Taschenfund (Verdachtsmoment) alle im Bahnhof anwesenden muslimisch aussehenden Menschen (Salafisten kann man ja nicht direkt erkennen) einer Kontrolle zu unterziehen?

Müsste, wenn ich es richtig interpretiere, doch ungefähr die selbe Konstellation sein. Wiederstrebt dir das in irgendeiner Weise?

Ich sehe es wie andere. Pyrotechnik ist eine Lapalie. Meines Wissens nach wurden in der Vergangenheit mehr Fußballfans durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt wie durch den Einsatz von Pyrotechnik.

Grundsätzlich bin ich bei dir, solange es verboten ist, wird es ZURECHT geahndet und verfolgt werden. Man darf aber nie die Verhältnismäßigkeit verlieren. Schließlich wird auf den armen Penner, der sich einen Apfel oder eine Tafel Schokolade geklaut und damit wegrennt sicherlich nicht geschossen - auf den Bankräuber, der Geiseln nimmt nichtmal -auf den wild um sich schießenden Amokläufer allerdings, und zwar zurecht schon.

Diese Verhältnismäßigkeiten, die sehe ich beim Fußball leider Gottes nichtmehr. Und das ist insbesondere ein Verdienst der Ultrászenen die sich nicht benehmen können (das ist aber und das will ich deutlich sagen nicht die Mehrheit), der Medien und insbesondere auch der Polizei selber.

Und nein, ich unterstelle der Polizei doch keinen Generalverdacht. Ich zeige den Polizisten an, der mich auf diese Weise durchsucht. Das ist doch etwas ganz konkretes - er durchsucht mich, er bekommt die Anzeige/Dienstaufsichtsbeschwerde und wenn es auf Anordnung geschieht wird hoffentlich der Anordnende zur Rechenschaft gestellt.

Sollte ich einen Generalverdacht hegen, so würde ich versuchen jedem anwesenden Polizisten eins reinzuwürgen.


S.o. Es geht nicht nur um die pyros als solches, sondern um die Provokation die teile der Fans damit veranstalten. Schau dir die Fotos von der Horde doch an. 100% Provokation.


Aber jetzt sei doch mal ehrlich, wenn wir schon aufgrund von Provokationen agieren. Selbst wenn die Polizei das als Provokation wahrnimmt - sollte sie als Staatsmacht mit Gewaltmonopol doch darüber stehen und versuchen die Täter ausfindig zu machen. Wie auch in jedem anderen erdenklichen Fall. Und zwar ohne Formen von Kollektivstrafen, die es nirgendwo anders mehr gibt, außer im Fußball.

Ich empfinde es im Übrigen auch als Provokation, wenn ich entspannt in Paderborn aus dem Zug aussteige, alles abgesperrt ist und ich mich nicht frei bewegen darf. Feies Land? Für Fußballfans adé.

Ich empfinde es auch als Provokation, wenn in Deutz, nach der Rückkehr vom Spiel in FREUNDLICHER Atmosphäre, ein ganzer Zug und Waggon unter Pfeffer gesetzt wird, weil irgendwo, irgendwer gekifft hat.

Darf ich mit der Polizei dann machen was ich will? Nein, zum Glück nicht. Denselben Rechten unterliegt im Grunde die Polizei.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dodo-3 am 22.12.2012 um 18:00 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#974
22.12.2012 - 18:01 Uhr
Zitat von dread1909:
Zitat von Valen:
Das ist keine Willkür sondern Aufrechterhaltung des Respekts vor der Staatsgewalt.


Wohl eher Aufrechterhaltung durch Angst vor Repressalien durch die Staatsgewalt. Um Straftäter zu bestrafen bedarf es immer noch eines anständigen rechtsstaatlichen Gerichtsverfahrens und nicht der Willkür einer vermummten Stuttgarter Eingreiftruppe. Deshalb gibt es in echten Demokratien und Rechtsstaaten die sogenannte Gewaltenteilung in der nicht jeder Hauptschüler der mal bei der Polizei gelandet ist, unschuldige Menschen drangsalieren darf.

So wird nämlich kein Respekt vor irgendeiner Gewalt geschaffen. So wird ein System der Angst und Unterdrückung geschaffen. Werden solche Methoden in anderen Ländern in den Nachrichtensendungen des Rundfunks gesendet, so werden sie dort zurecht als Willkür von Unterdrückungsregimen bezeichnet.


Es ist keine Willkür und Deutschland ist kein unterdrückungsregime. Trotzdem muss sich die Polizei Respekt verschaffen, vor allem bei denen, die die regeln völlig bewusst brechen und diese nicht anerkennen.

Von daher: Glaubst du den Mist den du da schreibst wirklich, oder plapperst du nur irgendwelche Parolen nach, die dir andere eingeflüstert haben? Sollte ersteres der fall sein: mein Beileid. Trifft letzteres zu: Denk mal selber nach.
Fankultur in Köln |#975
22.12.2012 - 18:08 Uhr
Zitat von Valen:
Zitat von dread1909:
Zitat von Valen:
Das ist keine Willkür sondern Aufrechterhaltung des Respekts vor der Staatsgewalt.


Wohl eher Aufrechterhaltung durch Angst vor Repressalien durch die Staatsgewalt. Um Straftäter zu bestrafen bedarf es immer noch eines anständigen rechtsstaatlichen Gerichtsverfahrens und nicht der Willkür einer vermummten Stuttgarter Eingreiftruppe. Deshalb gibt es in echten Demokratien und Rechtsstaaten die sogenannte Gewaltenteilung in der nicht jeder Hauptschüler der mal bei der Polizei gelandet ist, unschuldige Menschen drangsalieren darf.

So wird nämlich kein Respekt vor irgendeiner Gewalt geschaffen. So wird ein System der Angst und Unterdrückung geschaffen. Werden solche Methoden in anderen Ländern in den Nachrichtensendungen des Rundfunks gesendet, so werden sie dort zurecht als Willkür von Unterdrückungsregimen bezeichnet.


Es ist keine Willkür und Deutschland ist kein unterdrückungsregime. Trotzdem muss sich die Polizei Respekt verschaffen, vor allem bei denen, die die regeln völlig bewusst brechen und diese nicht anerkennen.

Von daher: Glaubst du den Mist den du da schreibst wirklich, oder plapperst du nur irgendwelche Parolen nach, die dir andere eingeflüstert haben? Sollte ersteres der fall sein: mein Beileid. Trifft letzteres zu: Denk mal selber nach.


"Es ist keine Willkür." - Alles klar! Damit steige ich hier aus. Das könnte glatt dieser Wendt oder ein stramm rechter CSUler von sich geben. Viel Spaß noch beim Lesen solch sinniger Kommentare.
Fankultur in Köln |#976
22.12.2012 - 18:09 Uhr
Zitat von Dodo-3:
Zitat von Valen:
Zitat von Dodo-3:
Zitat von Valen:
Zitat von Dodo-3:
Zitat von Valen:
Zitat von Lazarus:
Mal ganz ehrlich, was soll die Polizei sonst machen?

Ein Fanbus fällt an einer Raststätte auf, da mit Pyrotechnik gezündelt wird. Daraufhin lässt man diese natürlich genauer untersuchen und da hat sich die Polizei absolut richtig verhalten zum Schutze der anderen Fans. Auch wenn das hier sicher keiner hören möchte, der Verdachtsmoment war da und er hat sich auch bestätigt, da illegale Feuerwerkskörper gefunden worden.


Ich sehe das genauso. Selbst die Förderung nach einem Sprengstoffspührhund finde ich albern. Wie viele derart ausgebildete Hunde mag es geben und warum sollte man diese bei der sutobahnpolizei stationieren?

Wenn man nicht Ganzkörperkontrollert werden möchte, dann darf man die Pyro zündler in seien Reihen eben nicht dulden. Die Polizei hätte wohl kaum den ganzen Bus durchsucht, wenn ein einzelner gezündelt hätte und der Rest des Busses den Täter zur redegestellt hätte. Das ist offenkundig nicht passiert, von daher selber Schuld.

Und nochmal: Pyrotechnik ist, nach geltender Rechtslage, ein Verbrechen.


Letzter Satz ist ebenfalls falsch, Pyrotechnik mit BAM-Kennzeichnung zu besitzen ist kein Verbrechen, beim Abbrennen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Wie viele Leute immer und immer wieder ihre Meinung zu Themen abgeben, von denen sie, sorry, aber sowas von null Ahnung haben.

Und die Kontrolle eines ganzen Busses auf diese Art und Weise war sicherlich nicht gerechtfertigt. Alleine, dass während der Kontrolle die Tür aufstand ist ein Verstoß gegen die Persönlichkeits- und Menschenrechte.

Des Weiteren muss für eine Kontrolle ein konkreter Verdachtsmoment vorliegen. Bei 40 Personen dort einen konkreten Verdachtsmoment aufgrund eines Anrufs eines Autofahrers zu haben - nunja, gewagt.

Ich wünsche mir nichtsmehr, als das die Jungs vom Dienst suspendiert werden. Unverhältnismässige Eingriffe in die Privatsphäre, die uns nah an einen Polizeistaat heranbringen.

Ich freue mich auf die erste Kontrolle dieser Art bei mir, der Polizist, der diese durchführt bzw anordnet wird seinen Job verlieren/suspendiert - ich habe nämlich glücklicherweise die Möglichkeiten solch einen Prozess durch mehrere Instanzen zu führen.


Und die pyros in dem Stadien haben immer so ein bam-Kennzeichen?

Darüberhinaus, finde ich, ist die komplette Argumentation doch auf sehr dünnem Eis unterwegs: man verdächtigt die Polizei der Willkür und pocht dabei auf die Unschuldsvermutung, ist aber nicht bereit die Unschuldsvermutung auf auf ein Beamten anzuwenden und interessiert ich niht dafür, ob das orgelten ggf. In Einklang mit den Dienstvorschriften steht.

Damit meine ich jetzt nicht ausschlißlich deinen Beitrag. Das ist mehr ein generelles Thema von denen die so argumentieren. Immer wird auf die Polizei draufgehauen und der drohende Polizeistaat heraufbeschworen. Glaubst du wirklich, dass jemand der die Bürger mit der Polizei kontrollieren möchte dieses Vorhaben ausgerechnet bei so etwas nebensächlichen wie dem Fußball starten würde? Da fallen mir wesentlich bessere Themen ein um sich zum Diktator zu erheben.


Nein, natürlich nicht. Es gibt genug dumme, die nicht BAM-gekennzeichnete Fackeln mit sich führen und zünden, was dann einen Verstoß gegen das Sprengstoffmittelgesetz mit sich bringt. Im Endeffekt wollte ich eben nur deine Aussage wiederlegen, dass "Pyrotechnik ein Verbrechen ist".

Nunja, bewegen wir uns hier argumentativ doch auf dünnem Eis, so ziehe ich nochmal, dass zweifelsohne vlt. etwas polemisch gewählte Beispiel Bonner Hauptbahnhof herran. Nachdem nun klar ist, dass es sich um einen Bombenfund handelt und dies in Verbindung mit Salafisten gebracht wird, hälst du es dann für richtig bei einem neuerlichen Taschenfund (Verdachtsmoment) alle im Bahnhof anwesenden muslimisch aussehenden Menschen (Salafisten kann man ja nicht direkt erkennen) einer Kontrolle zu unterziehen?

Müsste, wenn ich es richtig interpretiere, doch ungefähr die selbe Konstellation sein. Wiederstrebt dir das in irgendeiner Weise?

Ich sehe es wie andere. Pyrotechnik ist eine Lapalie. Meines Wissens nach wurden in der Vergangenheit mehr Fußballfans durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt wie durch den Einsatz von Pyrotechnik.

Grundsätzlich bin ich bei dir, solange es verboten ist, wird es ZURECHT geahndet und verfolgt werden. Man darf aber nie die Verhältnismäßigkeit verlieren. Schließlich wird auf den armen Penner, der sich einen Apfel oder eine Tafel Schokolade geklaut und damit wegrennt sicherlich nicht geschossen - auf den Bankräuber, der Geiseln nimmt nichtmal -auf den wild um sich schießenden Amokläufer allerdings, und zwar zurecht schon.

Diese Verhältnismäßigkeiten, die sehe ich beim Fußball leider Gottes nichtmehr. Und das ist insbesondere ein Verdienst der Ultrászenen die sich nicht benehmen können (das ist aber und das will ich deutlich sagen nicht die Mehrheit), der Medien und insbesondere auch der Polizei selber.

Und nein, ich unterstelle der Polizei doch keinen Generalverdacht. Ich zeige den Polizisten an, der mich auf diese Weise durchsucht. Das ist doch etwas ganz konkretes - er durchsucht mich, er bekommt die Anzeige/Dienstaufsichtsbeschwerde und wenn es auf Anordnung geschieht wird hoffentlich der Anordnende zur Rechenschaft gestellt.

Sollte ich einen Generalverdacht hegen, so würde ich versuchen jedem anwesenden Polizisten eins reinzuwürgen.


S.o. Es geht nicht nur um die pyros als solches, sondern um die Provokation die teile der Fans damit veranstalten. Schau dir die Fotos von der Horde doch an. 100% Provokation.


Aber jetzt sei doch mal ehrlich, wenn wir schon aufgrund von Provokationen agieren. Selbst wenn die Polizei das als Provokation wahrnimmt - sollte sie als Staatsmacht mit Gewaltmonopol doch darüber stehen und versuchen die Täter ausfindig zu machen. Wie auch in jedem anderen erdenklichen Fall. Und zwar ohne Formen von Kollektivstrafen, die es nirgendwo anders mehr gibt, außer im Fußball.

Ich empfinde es im Übrigen auch als Provokation, wenn ich entspannt in Paderborn aus dem Zug aussteige, alles abgesperrt ist und ich mich nicht frei bewegen darf. Feies Land? Für Fußballfans adé.

Ich empfinde es auch als Provokation, wenn in Deutz, nach der Rückkehr vom Spiel in FREUNDLICHER Atmosphäre, ein ganzer Zug und Waggon unter Pfeffer gesetzt wird, weil irgendwo, irgendwer gekifft hat.

Darf ich mit der Polizei dann machen was ich will? Nein, zum Glück nicht. Denselben Rechten unterliegt im Grunde die Polizei.


Natürlich darf die Polizei nicht machen was sie will. Es gibt klare grenzen und ich bin selbst der Meinung, dass diese nicht immer eingehalten werden. Ich Liebe meine Freiheit auch und lasse mir nicht gerne vorschreiben wo ich lang zu gehen habe. Trotzdem muss ich einsehen, dass bei den 100.000en rivalisierenden Fans die Wochenende für Wochenende durch die Republik reisen, gewisse Dinge notwendig sind um die öffentliche Ordnung zu gewährleisten.

Provokation kann die Polizei nicht dulden, dann verliert sie ihre Autorität und Rider Gottes sind die Fronten so verhärtet, dass diverse fangruppen permanent provozieren.
Fankultur in Köln |#977
22.12.2012 - 18:14 Uhr
Zitat von dread1909:
Zitat von Valen:
Zitat von dread1909:
Zitat von Valen:
Das ist keine Willkür sondern Aufrechterhaltung des Respekts vor der Staatsgewalt.


Wohl eher Aufrechterhaltung durch Angst vor Repressalien durch die Staatsgewalt. Um Straftäter zu bestrafen bedarf es immer noch eines anständigen rechtsstaatlichen Gerichtsverfahrens und nicht der Willkür einer vermummten Stuttgarter Eingreiftruppe. Deshalb gibt es in echten Demokratien und Rechtsstaaten die sogenannte Gewaltenteilung in der nicht jeder Hauptschüler der mal bei der Polizei gelandet ist, unschuldige Menschen drangsalieren darf.

So wird nämlich kein Respekt vor irgendeiner Gewalt geschaffen. So wird ein System der Angst und Unterdrückung geschaffen. Werden solche Methoden in anderen Ländern in den Nachrichtensendungen des Rundfunks gesendet, so werden sie dort zurecht als Willkür von Unterdrückungsregimen bezeichnet.


Es ist keine Willkür und Deutschland ist kein unterdrückungsregime. Trotzdem muss sich die Polizei Respekt verschaffen, vor allem bei denen, die die regeln völlig bewusst brechen und diese nicht anerkennen.

Von daher: Glaubst du den Mist den du da schreibst wirklich, oder plapperst du nur irgendwelche Parolen nach, die dir andere eingeflüstert haben? Sollte ersteres der fall sein: mein Beileid. Trifft letzteres zu: Denk mal selber nach.


"Es ist keine Willkür." - Alles klar! Damit steige ich hier aus. Das könnte glatt dieser Wendt oder ein stramm rechter CSUler von sich geben. Viel Spaß noch beim Lesen solch sinniger Kommentare.


Von Mitfahrern aus dem Bus wurde gezündelt => Verdacht auf mitgeführte verbotene Gegenstände im Bus => Durchsuchung des Busses und der Insassen. Wo ist hier die Willkür?

Wenn überhaupt war die Reaktion überzogen. Allerdings: wenn zwei Reisende in einem Bus der aus Holland kommt einen Joint auf einem Rastplatz Rauchen, dürfte dieser Bus auch direkt durchsucht werden. von daher bin ich mir noch nicht mal sicher ob die Aktion überzogen war.

Darüberhinaus: ich bin definitiv kein CSU Anhänger.
Fankultur in Köln |#978
22.12.2012 - 18:37 Uhr
Ich finde die Argumentation zur Selbstreinigung sehr gefährlich.
Einerseits muss man natürlich klar sagen, das in einem Fanclub, in dem tendenziös Gewaltverbrechen begangen werden, die Mitglieder sich einfach mal Gedanken machen sollten, ob sie sich da noch gut aufgehoben fühlen.
Und am Ende kommt man eben immer irgendwie in Sippenhaft.

Andererseits ist diese "alle über einen Kamm scheren" ein ganz klarer Aufruf zur Selbstjustiz.
Mit der selben Begründung könnte die Polizei das nächste mal, wenn bei euch in der Straße jemand ein Kapitalverbrechen begeht euch genauso in Haftung nehmen, und darauf verweisen, das ihr besser mal dazwischen gegangen wärt.

Und hier verliert die Polizei dann (wohl auch im Wissen das der Boulevard die Öffentlichkeit anfeuert auch wegen Bagatellen) gerne mal etwas ihr Augenmaß.

@Vorposter: Wenn in einem Bus indem ich sitze, die Polizei bei zwei Mitfahrern von 40 Joints finden, und dann ohne Einwilligung meine Sachen durchsuchen, dürfen die in naher Zukunft "Gefahr im Verzug" vor Gericht erklären.

•     •     •

"Wenn Glück nicht Teil des Spiels wäre würde ich immer gewinnen."
Phil Hellmuth

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eshmael am 22.12.2012 um 18:39 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#979
22.12.2012 - 19:09 Uhr
Zitat von Valen:

Von Mitfahrern aus dem Bus wurde gezündelt => Verdacht auf mitgeführte verbotene Gegenstände im Bus => Durchsuchung des Busses und der Insassen. Wo ist hier die Willkür?

Wenn überhaupt war die Reaktion überzogen. Allerdings: wenn zwei Reisende in einem Bus der aus Holland kommt einen Joint auf einem Rastplatz Rauchen, dürfte dieser Bus auch direkt durchsucht werden. von daher bin ich mir noch nicht mal sicher ob die Aktion überzogen war.


Reaktion überzogen ist doch identisch mit Willkür...

Eine Aktion bei der - je nach Größe des Reisebuses [20-80 Sitze gibt es nach meinem Wissen] und Anzahl der "Täter" - bis zu 98,75 % !!!Unschuldige!!! (das sind die einzigen, die hier alle interessieren; die "Täter" interessieren uns alle nicht!) drangsaliert werden kann ohne akute Gefährung niemals gerechtfertigt sein.
Fankultur in Köln |#980
22.12.2012 - 19:16 Uhr
Jetzt mal unabhängig davon, ob die Reaktion der Polizei (in Gänze oder teilweise) übertrieben war: Um zum derzeitigen Zeitpunkt (Sicherheits-/Pyrodiskussion etc.) als Fußballfan auf Auswärtsreise Böller auf einer Raststätte zu zünden, muss man schon eine ganze Portion Naivität in sich haben oder einfach ein bisschen schlicht gestrickt sein...

•     •     •

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