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Fankultur in Köln

15.03.2012 - 23:46 Uhr
Fankultur in Köln |#941
20.12.2012 - 11:09 Uhr
Zitat von Grimir:
[...]Sollte man dann die "Huhn und Ei" Reihenfolge weiterführen?

Gerne, aber nicht hier.


Zitat von Grimir:

ps: ja, ihr aktueller Protest verstößt gegen kein Recht. Aber wenn man den Ursprung sieht (Pyro, Gewalt), dann eben in gewisser Weise doch.


Ich würde auch protestieren und habe weder mit Pyro (brauche ich nicht) noch mit Gewalt (lehne ich kategorisch ab) etwas am Hut.

Ach nein, warte. Ich protestiere bereits seit nunmehr fünf Jahren, weil ich eine enorme Verteuerung des Erlebnisses Fußballstadionbesuch für ungerechtfertigt empfinde und deshalb schlicht nicht mehr hingehe.
Ich schaue mir Fußball bis Liga 4 an, solange dort nicht Preise wie beim letzten Fortuna-Viktoria Aufeinandertreffen verlangt werden.

Denn dafür, dass ein paar Herren besser Fußball spielen als andere, verdienen sie Entlohnung. Aber sicherlich nicht in einem Maße, wie es heute passiert. Dies halte ich nicht für gerechtfertigt und zahle folglich weder 35 Euro für einen günstigen Sitzplatz noch 70 Euro für ein Trikot.


Um dem ganzen mal einen drauf zu setzen in der ganzen Diskussion hier:
Ich kann mit dem Ultratum wenig anfangen, ich halte sogar von ziemlich vielen Dingen rein gar nichts. Dennoch haben sie es verdient, genauso Rechte zu haben wie alle anderen und wenn sie sich für Dinge einsetzen wollen, dürfen sie auch dies tun. Und wenn sie protestieren, ist auch dies ihr gutes Recht. "kein Zwanni", "pro 15:30" oder was auch immer darf man machen, weil es ja populär ist, aber wenn man etwas aneckt, schön mal die Fresse halten und ihrem "Job" nachkommen als "Supporter".

•     •     •

Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


Für DerHennes :-) : ___________________________________________ (print and sign here)

Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Buelent am 20.12.2012 um 11:10 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#942
20.12.2012 - 11:39 Uhr
Zitat von Buelent:
[...]Ich protestiere bereits seit nunmehr fünf Jahren, weil ich eine enorme Verteuerung des Erlebnisses Fußballstadionbesuch für ungerechtfertigt empfinde und deshalb schlicht nicht mehr hingehe.


Da sind wir nah beieinander. Insgesamt bin ich, vor allem auch wegen des Preises, nur noch selten im Stadion. Aber solange sich genügend Leute für diese Preise ins Stadion einfinden, verpufft der Protest in der Marktwirtschaft. Was allerdings jetzt nix mit dem aktuellen Protest gegen das DFL-Papier zu tun hat.

Zitat von Buelent:
Um dem ganzen mal einen drauf zu setzen in der ganzen Diskussion hier:
Ich kann mit dem Ultratum wenig anfangen, ich halte sogar von ziemlich vielen Dingen rein gar nichts. Dennoch haben sie es verdient, genauso Rechte zu haben wie alle anderen und wenn sie sich für Dinge einsetzen wollen, dürfen sie auch dies tun. Und wenn sie protestieren, ist auch dies ihr gutes Recht. "kein Zwanni", "pro 15:30" oder was auch immer darf man machen, weil es ja populär ist, aber wenn man etwas aneckt, schön mal die Fresse halten und ihrem "Job" nachkommen als "Supporter".


Bei mir geht es nicht um das Anecken (ich brauche Pyro zware nicht, aber wenn es sicher ist, sollen sie ruhig damit rumspielen), sondern eher um das wie. Als die Verhandlungen um Pyro abgebrochen wurden, kam diese "jetzt erst recht" Trotzreaktion. Da fällt es mir einfach schwer Verständnis zu zeigen und sie als verantwortungsvolle Diskussionspartner zu sehen. Auch hier wieder eine lange Huhn und Ei Kausalkette, wie es so weit kam. Aber belassen wir es dabei. Denn ich gebe dir Recht, dass das Thema hier schwer zu diskutieren ist (u.a. deswegen auch meine nur seltenen Beiträge).
Fankultur in Köln |#943
20.12.2012 - 12:57 Uhr
Zitat von Buelent:

Um dem ganzen mal einen drauf zu setzen in der ganzen Diskussion hier:
Ich kann mit dem Ultratum wenig anfangen, ich halte sogar von ziemlich vielen Dingen rein gar nichts. Dennoch haben sie es verdient, genauso Rechte zu haben wie alle anderen und wenn sie sich für Dinge einsetzen wollen, dürfen sie auch dies tun. Und wenn sie protestieren, ist auch dies ihr gutes Recht. "kein Zwanni", "pro 15:30" oder was auch immer darf man machen, weil es ja populär ist, aber wenn man etwas aneckt, schön mal die Fresse halten und ihrem "Job" nachkommen als "Supporter".

Natuerlich haben sie die gleichen Rechte wie alle anderen.
Nur ist nicht ueberall alles erlaubt und nicht ueberall alles erwuenscht.
Wenn ich 10000 Menschen ueberzeugen wuerde, im Stadion 90 Minuten gegen das amerikanische Waffenrecht zu protestieren, waere es im Grunde sicher sinnvoll, aber ich glaube eher, dass die anderen 40000 Menschen arg genervt waeren.
Gut, wenn die Ultras einfach schweigen wollen, gehen sie zumindest keinem auf die Nerven. Aber ich glaube auch nicht, dass sich bisher irgendein Staatsorgan oder die DFL gross darueber aufgeregt haben.
Mir als normalem Fan waers auch egal, sollen sies halt lassen, aus den Stadien verschwinden... in 2 Jahren haben wir andere Leute, die sich dann eben an die Regeln halten und Stimmung machen.
Nur wenn man Faelle wie in Dortmund mitkriegt, wo man angegangen wird, weil man versucht Stimmung zu machen... sorry, da geht der Protest eindeutig zu weit.
Aber das ist ja das bekannte Problem der Ultras der letzten Jahre... an Regeln halten scheint nicht so einfach zu sein :rolleyes
Fankultur in Köln |#944
20.12.2012 - 13:11 Uhr
Zitat von Buelent:
Zitat von Valen:
[...]

Mein Deal wäre: Liebe Ultras, lasst mich in Ruhe den Fußball auf meine Art geießen, dann lass ich euch bei eurem zeug in Ruhe solange es nicht geltendes Recht verletzt. Die Ultras lassen mich aber nicht in Ruhe. Sie nerven mich von Saison zu Saison mehr mit irgendwlechen Sch... Problemen, die man ohne die Ultras gar nicht hätte.


Guck mal, hier sind wir im demokratischen Organ Verein.
"Die" Ultras sind sicherlich genauso genervt von Leuten, die ihre Idee der Beteiligung oder Meinungsäußerung aktiv behindern wollen.

Die Vorstellung, dass es in deinen Augen ein Mehrrecht gäbe für irgendwen, wie er sich im Stadion zu verhalten habe, weil er dies schon länger täte oder in der Überzahl sei, ist schlicht nicht das Ziel eines offen zugänglichen Vereins. Sicherlich gibt es Regeln, an die man sich halten sollte, dies gilt für alle Beteiligten. Solange man sich in diesem Rahmen bewegt, kann man alle Probleme der Welt im Stadion austragen und behandeln; ganz wie einem dies gefällt.


Das ist doch der Punkt. Es wird sich nicht an regeln gehalten und Ultras verweigern den Dialog mit der Polizei. Beides für sich wäre in soweit in Ordnung, dass es ja nicht zwingend die Ultras sein müssen, die die regeln brechen. Beides zusammen ist aber ein no go. Damit stellt man sich gegen unsere Gesellschaftliche Grundordnung. Dann trotzdem das Demokratie-Fähnchen zu schwenken und sich selektiv den Teil der gesellschaftlichen Grundordnung herauszupicken, der einem gerade nützt ist ein alter Trick. 1933 hat der in einem größeren Zusammenhang schon funktioniert :(
Fankultur in Köln |#945
20.12.2012 - 13:24 Uhr
Zitat von Buelent:
Zitat von Valen:
[...]Ich beschwere mich darüber, dass die Ultras das Stadion zu ihrer politischen Bühne machen, was zum eien ziemlich nervt und zum anderen völlig daneben ist, weil man von Ultra Seite sich geweigert hat mit der Polizei zusammenzuarbeiten und jetzt im Nachhinein den großen Protest schiebt.


Halbwissen, mein Lieber. Und hier sind wir erneut am Stammtisch Internetforum. Bitte auch hier gerne die Möglichkeiten der Kontaktierung der jeweiligen Fanclubs oder des Dachverbandes nutzen, um sich über die Reihenfolge "Huhn und Ei" zu informieren.

Ganz im Ernst, die schwarz-weiß-Betrachtung "Ultras sprechen nicht mit der Polizei" ist ziemlich einseitig und untergräbt alle Versuche eines sinnvollen Dialogs. Denn Dialog seitens der Polizei hieß nie "wir hören zu und nehmen euch ernst", sondern ausschließlich "entweder ihr gebt oder wir nehmen, es kommt aufs Gleiche hinaus, nur die Mittel sind anders".


Es gibt nunmal Dinge, wo die Staatsmacht keine Vorbedingungen akzeptieren kann. Pyros sind verboten. Punkt. Gewalt wird weder begangen noch gedeckt. Ausrufezeichen. Fußball ist ein Grundrecht sondern eine Veranstaltung für e an zählt und in man innerhalb der AGBs wahrnehmen kann.

Und selbst wenn die Polizei und die Innenminister und die Vereine völlig unfair agieren, ist mir das völlig wumpe. Ich in über 20 Jahren bei fast jedem Heimspiel und hab ich schon diverse Auswärtsspiele mitgemacht und hatte nie ein Problem mit den Sicherheitskräften.

Auf der anderen Seite habe diverse Male Probleme mit gegnerischen Fans gehabt. Da wurde auf das autodach getrommelt oder an hatte in einem neutralen Block permanent den Fuß eines Anhänger der Heimmannschaft im Rücken, Beschimpfungen, etc. Etc. Hinzu kommen Vorfälle wie pyros, der Fahnenklau in Gladbach, die Nummer uf der A3, Trommelstöcke, bierbecher voll Urin. Usw.

Wenn ich mal ein Jahr lang nichts derartiges höre, setzte ich mich gerne mit den Protesten gegen das sicherheitskonzept auseinander und würde mich sogar anschließen, wenn ich es unfair finde. Bis das geschieht ist meine Innung dazu: "selber Schuld"
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Valen am 20.12.2012 um 13:25 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#946
20.12.2012 - 14:22 Uhr
Zitat von Valen:
[...]

Auf der anderen Seite habe diverse Male Probleme mit gegnerischen Fans gehabt. Da wurde auf das autodach getrommelt oder an hatte in einem neutralen Block permanent den Fuß eines Anhänger der Heimmannschaft im Rücken, Beschimpfungen, etc. Etc. Hinzu kommen Vorfälle wie pyros, der Fahnenklau in Gladbach, die Nummer uf der A3, Trommelstöcke, bierbecher voll Urin. Usw.

Wenn ich mal ein Jahr lang nichts derartiges höre, setzte ich mich gerne mit den Protesten gegen das sicherheitskonzept auseinander und würde mich sogar anschließen, wenn ich es unfair finde. Bis das geschieht ist meine Innung dazu: "selber Schuld"



Sind wir nicht langsam beim Punkt, um den es dir geht? Du hast persönlich mit Fans anderer Vereine Probleme bekommen. Das halte ich für verkehrt und sollte immer geahndet werden. Genauso hab ich kein Verlangen nach Trommelstöcken, Fahnenklau oder sonstigen Sperenzien, ganz im Gegenteil.

Aufgrund von Vorkommnissen - egal woher und von wem - verliert man ein generelles Recht auf Äußerung und hat "seine Pflicht des Anfeuerns" nachzukommen? Nö.

Prinzipiell soll sogar jedes Vergehen gerecht bestraft werden, dies rechtfertigt aber noch lange keine Generalverdacht. Jeder soll für das seine Strafe bekommen, was man auch selbst angestellt hat.

Jeder, wie er mag. Wer anfeuern möchte, kann dies tun und wer die Schnüss halten möchte, genauso.
Sollten 100 Ultras Scheiße bauen, hat der 101. immernoch das Recht sich zu äußern.

Ich kann mit dem Großteil des Ultratums nichts anfangen, halte deine Abneigung aber für größtenteils persönlich motiviert und damit in der Bewertung geprägt.

•     •     •

Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


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Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)
Fankultur in Köln |#947
20.12.2012 - 14:24 Uhr
Zitat von Grimir:
[...]
Bei mir geht es nicht um das Anecken (ich brauche Pyro zware nicht, aber wenn es sicher ist, sollen sie ruhig damit rumspielen), sondern eher um das wie. Als die Verhandlungen um Pyro abgebrochen wurden, kam diese "jetzt erst recht" Trotzreaktion.


Halte ich auch für hirnrissig. War aber sicherlich nicht der Anfang des Ganzen.

•     •     •

Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


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Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)
Fankultur in Köln |#948
20.12.2012 - 14:27 Uhr
Zitat von Slain:
[...]
Mir als normalem Fan waers auch egal, sollen sies halt lassen, aus den Stadien verschwinden... in 2 Jahren haben wir andere Leute, die sich dann eben an die Regeln halten und Stimmung machen.
[...]


Frommer Wunsch. In England gibt es keine Stehplätze mehr, kaum Stimmung und Jahrestickets kosten selten unter 500 Pfund. Irgendwie nicht das, was mir vorschwebt.

•     •     •

Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


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Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)
Fankultur in Köln |#949
20.12.2012 - 16:16 Uhr
Zitat von Buelent:
Zitat von Valen:
[...]

Auf der anderen Seite habe diverse Male Probleme mit gegnerischen Fans gehabt. Da wurde auf das autodach getrommelt oder an hatte in einem neutralen Block permanent den Fuß eines Anhänger der Heimmannschaft im Rücken, Beschimpfungen, etc. Etc. Hinzu kommen Vorfälle wie pyros, der Fahnenklau in Gladbach, die Nummer uf der A3, Trommelstöcke, bierbecher voll Urin. Usw.

Wenn ich mal ein Jahr lang nichts derartiges höre, setzte ich mich gerne mit den Protesten gegen das sicherheitskonzept auseinander und würde mich sogar anschließen, wenn ich es unfair finde. Bis das geschieht ist meine Innung dazu: "selber Schuld"



Sind wir nicht langsam beim Punkt, um den es dir geht? Du hast persönlich mit Fans anderer Vereine Probleme bekommen. Das halte ich für verkehrt und sollte immer geahndet werden. Genauso hab ich kein Verlangen nach Trommelstöcken, Fahnenklau oder sonstigen Sperenzien, ganz im Gegenteil.

Aufgrund von Vorkommnissen - egal woher und von wem - verliert man ein generelles Recht auf Äußerung und hat "seine Pflicht des Anfeuerns" nachzukommen? Nö.

Prinzipiell soll sogar jedes Vergehen gerecht bestraft werden, dies rechtfertigt aber noch lange keine Generalverdacht. Jeder soll für das seine Strafe bekommen, was man auch selbst angestellt hat.

Jeder, wie er mag. Wer anfeuern möchte, kann dies tun und wer die Schnüss halten möchte, genauso.
Sollten 100 Ultras Scheiße bauen, hat der 101. immernoch das Recht sich zu äußern.

Ich kann mit dem Großteil des Ultratums nichts anfangen, halte deine Abneigung aber für größtenteils persönlich motiviert und damit in der Bewertung geprägt.


Ich bin in sofern mit Sicherheit nicht objektiv, dass ich weder eine Innensicht in das Ultratum habe, noch irgendetwas mit dem Fanprojekt zu tun habe.

Das mit den Anfeindungen auswärts ist indes nicht der Grund um den es mir geht. Mir geht es darum, dass die Gewalt qualitativ zunimmt. Flogen früher nur die Bierbecher, wird jetzt vorher reingepinkelt. Hat man früher Fanbusse anderer Vereine mit Hupen und fahnenschwingen gezeigt was man von ihnen hät, werden jetzt Busse abgedränkt. Fußball und andere Sportarten sind mit zu viel Emotionen verbunden. Solche FUnken können schnell zu explosionen führen. Von daher musste gehandelt werden und zwar zügig.

Persönlich ist für mich die Debatte dadurch in gewisser Weise vorgeprägt, dass es mir im letzten Jahr echt sehr sehr weh getan hat, dass der Fc langsam richtung Abstieg taumelte und unsere Ultras nichts besseres zu tun hatten als Protestaktionen gegen die (meiner Meinung nach völlig zurecht erteilte) Kündigung der Privilegien zu veranstalten. Als diese ***** en dann noch beim Abstieg den Platz stürmen mussten und sie dem abgestiegegen Fc damit auch noch die Würde genommen haben, hätte ich schreien können.

In dem Moment sind unsere Ultras für mich gestorben. Und wenn wir englische Verhältnisse bekommen, die Stadien grau angestrichen werden und es muksmäuschenstill ist, mir das noch alle male lieber als diese Typen weiter in unserem Stadion zu sehen. Um so mehr ärgert es mich, dass sich immer noch so viele von ihnen einspannen lassen und dass nun sogar unser Präsidium nach deren Pfeife getanzt hat.
Fankultur in Köln |#950
20.12.2012 - 16:52 Uhr
Zitat von Valen:
Zitat von Buelent:
Zitat von Valen:
[...]

Auf der anderen Seite habe diverse Male Probleme mit gegnerischen Fans gehabt. Da wurde auf das autodach getrommelt oder an hatte in einem neutralen Block permanent den Fuß eines Anhänger der Heimmannschaft im Rücken, Beschimpfungen, etc. Etc. Hinzu kommen Vorfälle wie pyros, der Fahnenklau in Gladbach, die Nummer uf der A3, Trommelstöcke, bierbecher voll Urin. Usw.

Wenn ich mal ein Jahr lang nichts derartiges höre, setzte ich mich gerne mit den Protesten gegen das sicherheitskonzept auseinander und würde mich sogar anschließen, wenn ich es unfair finde. Bis das geschieht ist meine Innung dazu: "selber Schuld"



Sind wir nicht langsam beim Punkt, um den es dir geht? Du hast persönlich mit Fans anderer Vereine Probleme bekommen. Das halte ich für verkehrt und sollte immer geahndet werden. Genauso hab ich kein Verlangen nach Trommelstöcken, Fahnenklau oder sonstigen Sperenzien, ganz im Gegenteil.

Aufgrund von Vorkommnissen - egal woher und von wem - verliert man ein generelles Recht auf Äußerung und hat "seine Pflicht des Anfeuerns" nachzukommen? Nö.

Prinzipiell soll sogar jedes Vergehen gerecht bestraft werden, dies rechtfertigt aber noch lange keine Generalverdacht. Jeder soll für das seine Strafe bekommen, was man auch selbst angestellt hat.

Jeder, wie er mag. Wer anfeuern möchte, kann dies tun und wer die Schnüss halten möchte, genauso.
Sollten 100 Ultras Scheiße bauen, hat der 101. immernoch das Recht sich zu äußern.

Ich kann mit dem Großteil des Ultratums nichts anfangen, halte deine Abneigung aber für größtenteils persönlich motiviert und damit in der Bewertung geprägt.


Ich bin in sofern mit Sicherheit nicht objektiv, dass ich weder eine Innensicht in das Ultratum habe, noch irgendetwas mit dem Fanprojekt zu tun habe.

Das mit den Anfeindungen auswärts ist indes nicht der Grund um den es mir geht. Mir geht es darum, dass die Gewalt qualitativ zunimmt. Flogen früher nur die Bierbecher, wird jetzt vorher reingepinkelt. Hat man früher Fanbusse anderer Vereine mit Hupen und fahnenschwingen gezeigt was man von ihnen hät, werden jetzt Busse abgedränkt. Fußball und andere Sportarten sind mit zu viel Emotionen verbunden. Solche FUnken können schnell zu explosionen führen. Von daher musste gehandelt werden und zwar zügig.

Persönlich ist für mich die Debatte dadurch in gewisser Weise vorgeprägt, dass es mir im letzten Jahr echt sehr sehr weh getan hat, dass der Fc langsam richtung Abstieg taumelte und unsere Ultras nichts besseres zu tun hatten als Protestaktionen gegen die (meiner Meinung nach völlig zurecht erteilte) Kündigung der Privilegien zu veranstalten. Als diese ***** en dann noch beim Abstieg den Platz stürmen mussten und sie dem abgestiegegen Fc damit auch noch die Würde genommen haben, hätte ich schreien können.

In dem Moment sind unsere Ultras für mich gestorben. Und wenn wir englische Verhältnisse bekommen, die Stadien grau angestrichen werden und es muksmäuschenstill ist, mir das noch alle male lieber als diese Typen weiter in unserem Stadion zu sehen. Um so mehr ärgert es mich, dass sich immer noch so viele von ihnen einspannen lassen und dass nun sogar unser Präsidium nach deren Pfeife getanzt hat.


All diese *****? Das waren ein paar Handvoll. Nicht annähernd 100 Bekloppte. Im übrigen hab ich von mehreren Mitgliedern der Ultra-Szene gehört, dass aus Reihen der WH niemand beteiligt war. Hat nichts mit der allgemeinen Diskussion zu tun, weil Ultra ist Ultra. Dennoch erwähnenswert wie ich finde.

Soviel auch zur Reaktion der anderen Fans im Stadion mit "Scheiss Wilde Horde-Rufen" (an denen ich mich übrigens in der Emotion auch beteiligt habe). Kommt auch nicht gut bei der betroffenen Gruppe, wenn man lauthals für etwas beschimpft wird an dem man gar nicht beteiligt ist. Du bringst halt keinerlei Verständnis für die Gegenseite auf, was ich nicht immer als gerecht empfinde. Die ganze Problematik hat was von dem ungeliebten Kind der Familie, was sich nicht verstanden und gehört fühlt. Draufhauen ist da seitens der Eltern nun mal auch nicht die richtige Reaktion.
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